oder …

Irgendwie und irgendwann mit etwas wieso und dem ganz normalen Alltag

Es ist Samstag. Ein Kater bremst wieder das Waschvorhaben, der andere hütet den neuen Staubsauger, dass der auch ja im Karton bleibt.

Katerchen mag ihn gar nicht – zu laut – ich schon – sehr effektiv. Das Staubsaugerdilemma scheint endlich ein Ende zu haben.

Nachdem ich mich durch den Bekannten- und Freundeskreis gefragt hatte lieh mir die Tochter einer Freundin ihr gutes Stück, das ich auf Herz- und Nieren testen durfte. Nach der Testrunde noch einmal das Budget geprüft, drüber geschlafen und bestellt. Ich liebe das Gefühl auf katzenstreufreiem Boden barfuß zu laufen, wie den Anblick von fusselfreien Sitzflächen und Teppichen. Entgegen mancher Annahme, Katzenbesitzer störten sich schon nach wenigen Tagen nach dem Einzug eines Katzentiers nicht mehr an herumfliegenden Katzenhaaren (aus Prüfers Töchter, „Ich kauf mir eine Katze“, Zeitmagazin 20/2021) bin ich da anders. Mich stören die Filzbeläge, die auch vor der Tastatur nicht Halt machen und ganz besonders die pieksenden Streuteilchen, die an unerwartete Stellen, aus dem Katzenklo kommend, ablegt werden, damit ich sie an den empfindlichsten Stellen meiner Füße zu spüren bekomme.
Hauptsache ich kann nun die Vorarbeit mit der Bürste und das Nacharbeiten mit der Fusselrolle bei meinen Staubsaugertouren endlich lassen! Haushaltsroutinen müssen flutschen, finde ich, bevor sie in Stress ausarten. Stress empfand ich genug am vergangenen Wochenende, womit ich zum Wochenrückblick kommen.

Das vergangene Wochenende brachte mich gleich zwei Mal ins Gruseln, dabei hatte ich so Schönes in Vorbereitung! Es begann am Sonntagmorgen mit einer Zecke, die mir über mein Knie lief, als ich auf dem Balkon saß! Keine Ahnung, wie die dorthin gekommen sein soll!! OK, Samstag war ich im Schulgarten. Hatte allerdings direkt danach geduscht und die Kleidung gewechselt. Auch Sonntag stand ich morgens unter der Dusche und dann DAS! YUCK!
Ungleich doller fand ich die Situation am Nachmittag, als ich völlig überraschend in einem Pulk maskenloser „Corona-war-gestern-nun-feiern-wir-wieder-Menschen!“ steckte. HUCH!

Dann doch besser der Montag, als ich voller Vorfreude unterwegs war, das Auto voll mit Fortbildungsmaterialien. Das Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU) in Adelsheim konnte wieder Fortbildungen durchführen. Die Anfrage an mich kam recht kurzfristig und es handelte sich um eine andere Kursreihe, als die an der ich üblicherweise meine Programme anbiete, doch ließ es sich einrichten. So war ich wieder auf Tour. Das Auto kannte noch den Weg. 😉

Mit einem straffen Hygienekonzept fühlte sich die Veranstaltung sicher an und vor allem machte sie allen Spaß, den Teilnehmenden wie uns Fortbildenden!

Und dann, endlich, am Dienstag die zweite Impfung! Angekommen, Auto abgestellt, ins Impfzentrum gelaufen, durchgelotst und gepiekst worden, Wartezeit abgesessen und in 30 Minuten wieder im Auto gesessen! JIPPIE! Wolke-7-Gefühl!

Impfzentrum Esslingen, auf dem Messegelände in Echterdingen

Das Autoradio angeschaltet und mit den Nachrichten wieder von meiner Wolke heruntergeholt worden: In Ba-Wü fällt ab nächsten Montag die Maskenpflicht in den Schulen! Die entsprechende Dienstanweisung erhielten wir dann zwei Tage später mit den Details: Keine Maske im Freien, keine im Klassenzimmer, aber auf den Fluren. Die Testpflicht, zwei Mal die Woche, bleibt bestehen.
Bei meinem Bruder jenseits des kleinen Teichs macht sich die Delta-Variante breit, aber <Sarkasmus an> UK ist weit weg und überhaupt, bei hiesigen Inzidenzwerten ist doch alles wieder gut <Sarkasmus aus>. Seuchenmutterschiff, ahoi!

Zur Entspannung nutzte ich die Zeit für eine gemütliche Heimfahrt, nachdem ich den Stand der Dinge an den Linden überprüft hatte. Die Knospen sind noch geschlossen.

Es wurde eine sehr gemütliche Fahrt über die Filder und das Siebenmühlental. Nicht nur dieser Bauer nutzte das sonnige Wetter für den Wiesenschnitt.

Mitte der Woche pflegte ich ein paar Impfnebenwirkungen und war froh, laut Stundenplan, unterrichtsfrei zu haben. Bei dieser zweiten Impfung plagten mich vor allem Muskel- und Gliederschmerzen. Gepaart mit den gezerrten Muskeln im Rücken – ich hatte ein paar Tage vorher meine Kräfte etwas überschätzt – zog ich nur kleine Kreise. Das Gießen im Garten übernahm freundlicherweise eine Kollegin mit ein paar SchülerInnen und zuhause musste ich mich nicht zu den Katzenhaaren legen. 😉 Die hatte ich mit dem oben erwähnten Testsauger schon eliminiert. So ließ es sich entspannen und gleichzeitig die Budgetfragen durchgrübeln. Da wäre zum Beispiel die Steuererklärung, die immer noch nicht erledigt ist, und die zu erwartende Rückzahlung, die das entstehende Finanzloch stopfen könnte. Das war dann die nötige Motivation sich an diese Aufgabe zu setzen.
Steuererklärung abgeschickt.
Staubsauger bestellt.
Erledigt die Liegelandschaft auf Balkonien genutzt. Ein warmes Sommerlüftchen strich über die Haut und Rosenduft wehte um die Nase. Abgeschlafft und lahm gelegt.

Wie bei der ersten Impfung ging es mir am Tag zwei danach, wie mit dem Schalter umgelegt, wieder gut. Vorfreude auf den Schultag, waren doch nachmittags wieder Gartenkinder zu erwarten und ein paar der schwierigen Jungs wollten am Vormittag im Garten arbeiten. Voll bepackt ging es auf den Schulweg, auf dem es um halb Acht schon so warm war, dass ich mir Gedanken um einen Sonnenschutz für die Kinder machte. Nicht auf mich aufgepasst rutschte mir ein Gepäckstück aus der Hand. Beim Nachgreifen und Bücken fuhr es mir wieder in den Rücken und das war es dann mit dem Schultag.
Die Idee wenigstens die schwierigen Jungs alleine arbeiten zu lassen, auf die man sich in einem kurzen Zeitfenster verlassen kann, ging teilweise auf. Die Aufgabe wurde richtig gut erledigt, mit Kollateralschäden. Über das Ergebnis berichte ich im nächsten Schulgarten-Newsletter.

Gegossen wurde auch nicht und in der Tonne war kein Wasser mehr, wie ich bei meiner abendlichen Kontrolle im Schleichgang feststellen musste. Egal, das musste alles bis Freitag warten, außer den letzten paar Tropfen für die kümmerlichen Tomatenreste.

Wasser für den Garten gab es schließlich am Freitag, nach den letzten schriftlichen Abschlussprüfungen. Zusammen mit ein paar Schülern ging es an die 90 Meter Schlauch und quer über den Schulhof. Etliche Male flutschten die Schlauchverbindungen ab, sehr zur Freude einiger MitschülerInnen, die die Abkühlung genossen. Tatsächlich benötigte ich mit den Schülern zusammen die doppelte Zeit zum Füllen der Wassertonne und zum Gießen, als wenn ich es alleine mache. Nur hätte ich das an diesem Tag überhaupt nicht gekonnt! Ansonsten sollen sie erfahren, was alles zur Gartenpflege gehört.

Schließlich ist es da, das Wochenende. Inzwischen dreht sich doch die Waschmaschine. Ein Kater liegt im Lüftungsbereich des Computers, der andere schnarcht im Schatten zu meinen Füßen. Keine Pläne für das Wochenende, außer sich um mich zu kümmern und vielleicht endlich den Zeitungsberg sichten, am Brennnesselblog schreiben, etwas Wolle färben, … einfach faulenzen.

Gelesen. Gesehen. Angehört.

Die Auswahl ohne Corinna-Bezug.

Hartgesottene Organismen: Forscher erwecken Rädertierchen – nach 24.000 Jahren im Eis – ein Artikel auf Geo, vom 07.06.2021

„Gossamer-Effekt“: Meer aus Spinnweben überzieht Teile Australiens – ein kurzes Video auf ntv, vom 16.06.2021

Elefantenherde in China : Langer Marsch – ein Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), vom 13.06.2021
Wildtiere Chinas wandernde Elefanten: Sind die Tiere verwirrt – oder schlau? – ein Artikel in Geo, vom 15.06.2021
Dösende Dickhäuter – Seit Monaten unterwegs: Hier tankt die berühmteste Elefantenherde der Welt Kraft – ein Video im Stern, vom 14.06.2021

Spannende Geschichten aus der Bronze-Zeit – Must Farm Doku (2016) – eine längere Dokumentation zu einer interessanten Ausgrabung, gesehen auf Arte, Reupload am 05.06.2021

Der Ohrwurm der Woche

Die Geschichte hinter diesem Song (auf Englisch) – Link .

Harren wir nun darauf, was das Wetter so bringt. Vergangene Nacht hat reichlich Regen vom Himmel gebracht und die Unwetterwarnung für Ba-Wü bleibt bestehen. An Montag versuche ich noch nicht zu denken.

Bis die Tage,


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot


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Kommentare

Die „FNachrichtenfunde“ möchte ich auch. Das Problem „Delta“ ist hier direkt vor der Haustür, wenn auch noch mit wenigen Zahlen. Hier ist auch zu wenig in den Køpfen pråsent, da sonst die Zahlen stimmen. Daher kann ich so Dein Hochgefühl und auch das mulmig Gefühl so gut verstehen.
Schön, dass Du Dir (gesundheitlich vor allem) immer kleine Auszeiten nimmst. Der Körper und auch der Geist brauchen das (kenn ich zu gut gerade)
Ich hoffe, Du hast ganz viel Spass bei Deinen Aktivitäten und auch beim im Balkongarten sitzen!
Erholsames Wochenende und liebe Grüße
Nina
Ps. Etwas Regen darfst Du gern senden
Angeblich kann hier auch etwas Gewitter kommen.

Es könnten ein paar mehr Auszeiten sein. 😉
Die Regenerationszeiten werden mit jedem (Dienst-)Jahr länger, so habe ich zumindest den Eindruck. Dieses Wochenende sollte und möchte ich Balkonien noch genießen, denn die Wetterprognose für die nächste Woche sieht nass und kühler aus.
Gönne dir ebenso etwas Schönes,
liebe grüße,
Karin

Rückenweh und Impfnachwirkungen, gleich beides, ist gemein! Bei dem Staubsaugertest hake ich gleich nach. Vielleicht schreibst du mir, welcher das ist. Büüütte! Nach vielen Jahren mit dem D*n sind wir auf die Marke umgestiegen, die uns mit Waschmaschinen so zufrieden machte. Argh, ich hab keinen Bock mehr, dieses tonnenschwere Ding hinter mir her zu ziehen. Von Treppehochtragen ganz zu schweigen.
Dass jetzt Corona endgültig verabschiedet wird, halte ich auch für etwas voreilig. Erinnert mich irgendwie böse an den letzten Sommer…
Liebe Grüße
Andrea

Ähnlich kam auch ich zu meiner Entscheidung vor zweieinhalb Jahren, unterstützt von positiven Testberichten, als ich mir das große, schwere Teil anschaffte. Jetzt muss ich mir überlegen was ich mit diesem nun machen werde. Irgendwo steht auch noch ein Saugroboter, genauso ein Fehlkauf.
Mit dem Virus ist es noch nicht vorbei und er hat sicher noch Überraschungen auf Lager.
Liebe Grüße,
Karin

Wieder einiges an Licht & Schatten! Ja, gegen Ende der Dienstzeit kommen immer wieder solche Malästigkeiten, die einen aus der Bahn werfen und die Kollegen günstigenfallst die Augen rollen lassen ( nie gegen Ende die Schule wechseln, die wissen dort nicht, wie du vorher geochst hast ).
Ein guter Staubsauger ist was wert, doch ich träume inzwischen von nem Saugroboter, den ein pflegebedürftiger Gefährte mach ähnlich viel Dreck, kann ich nur sagen. Ich hab mir schon so ein spezielles Wischdings geholt, für das ich nicht jedes Mal den Eimer füllen muss, sondern nur ein kleines Fläschchen.
Ein erholsames, selbstbezogenes WE, unbedingt!
Herzlich
Astrid

Gescheite Haushaltshelfer sind eine feine Sache, wenn man/frau sich nicht ständig um das bisschen Haushalt kümmern möchte und Zeit für ein paar schöne Dinge haben will. Mein Saugroboter lief irgendwann nicht mehr auf die einzeln liegenden Teppiche, sondern fuhr bevorzugt um sie herum. Das machte nur den Katern Spaß!
Ein Schulwechsel in den letzten Dienstjahren stelle ich mir nicht so einfach vor, auch weil einfach der Bekanntheitsbonus fehlt. So bin ich, nach fast 30 Jahren an dieser Schule, beinahe eine Art Institution.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Karin

Das Stillleben ganz oben gefällt mir. Blättersträuße habe ich auch schon „gepflückt“.
Ich hoffe, du bleibst mit deinem neuen Staubsauger glücklich 🙂.
Der Marsch der Elefanten ist schon beeindruckend, finde ich. Habe davon auch gehört/gesehen…

Wünsche dir gute Besserung für deinen Rücken und einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
Ingrid

Das Gebinde auf dem Titelbild zeigt die letzten Teile, die ich für die Fortbildung noch einpackte.
Ich bin gespannt, wo die Elefanten letztlich bleiben werden und es hoffentlich auch dürfen.
Danke für die Besserungswünsche!
Liebe Grüße,
Karin

Vermutlich ist es sehr gut, dass der Kater den Staubsauger bewacht. Ich schlage vor, lieber an der Rose zu schnuppern und es sachte angehen zu lassen. Hoffentlich konntest du deinem Rücken Gutes tun, denn der Schulalltag ruft jetzt, Sonntagabend schon ganz laut.

Wir warten hier auf Regen, damit sich die Wassertonne wieder füllt.

Eine gute Woche wünsche ich dir.

Regula

Hier ist der Regen nun da, ohne Gewitter, einfach Regen. So geht im Garten schon einmal nichts kaputt.
Tja, der Schulalltag, fünfeinhalb Wochen noch.
Eine gute Woche,
mit vielen Grüße, Karin

On wie kann ich Dich verstehen – Katzenhaar und Katzenstreu überall! Egal wie oft man saugt.
Hier blühen die Linden schon um die Wette und alles duftet nach sommer. Ich hoffe, Deinem Rücken geht es besser und wünsche Dir starke Nerven für die kommende Woche. Herzliche Grossstadtgrüsse

Ich freue mich so auf die Lindenblüte, deren Duft und den ersten frischen Lindenblütentee! Dann ist Sommer.
Der Rücken wird so langsam wieder, durch regelmäßige Übungen und Haltungskontrolle. Lästig zwar, doch hilfreich.
Dir ebenso eine gute Woche, wünscht,
mit vielen Grüßen
Karin

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