oder …

Think pink!

and blue 😉

Wenn meine Eltern tagsüber mit ihrem Handy auf meinem Festnetz anrufen werde ich gebraucht. Wenn auf meinem Handy die Handynummer meiner Eltern erscheint, lasse ich sofort alles stehen, dann ist Notstand. Alarmstufe rot mag ich mir gerade nicht vorstellen, die wäre wenn mich jemand anderes informieren sollte, dass ein Problem bei meinen Eltern vorliegt.

Das Telefon vom Festnetz funktionierte dieses Mal nicht, auch nicht das Internet. Die pinkfarbene Hotline – zum dritten Mal in einer Woche genutzt – war wieder relativ zügig erreichbar. (Beim ersten Mal rief ich an, kam sofort durch und musste lachen, als sich die Dame am Ende der Leitung für die entstandene Wartezeit entschuldigte.) Nur helfen konnte man nicht. Es besteht ein Schaden, der seit Anfang der Woche repariert wird, wohl auch noch ein Gewitterschaden, und nach dem Wochenende weiter repariert werden wird. Im Hochhaus, in dem meine Eltern wohnen fällt weiter ein Anschluss nach dem anderen aus und es gibt ein weiteres Problem.

Wenn ich dann in einem Fahrstuhl stehe, in dem ich durch einen Handzettel informiert werde ihn auf eigene Gefahr zu benutzen, da durch Leitungsprobleme mit dem Telefonanbieter der Notruf nicht funktioniert, aber im Notfall ja diese oder jene Telefonnummer angerufen werden könnte … greife ich natürlich zu meinem Mobilgerät, obwohl ich weiß, in diesem Fahrstuhl hat man keinen Empfang, wie auch nicht an allen Stellen in der Wohnung meiner Eltern.

Massenstörung! Was für ein Wort, aus der Telekommunikation, das ich bisher noch nicht kannte. Mal ganz ehrlich, ich hätte ganz gerne wieder ein Telefon, das unabhängig von der sonstigen Stromleitung nutzbar ist. Das würde mir und meinen Eltern zwar in der momentanen Situation auch nichts nützen, doch dieses Kabelgefussel an den Steckdosen geht mir inzwischen ordentlich auf den Zeiger.

Was bin ich froh erst meine Mutter, dann meinen Vater mit neuen, einfach zu bedienenden Handys Anfang des Jahres versorgt zu haben. Dadurch werden sie auch benutzt, was in den anhaltenden Ohne-Festnetz-Tagen ein Segen ist.

Irgendwie von den Hotline-Aktionen beeinflusst suchte ich mir für das Deckblatt meines neuen Lehrerkalenders ein rosa-lastiges Foto für den Buchdeckel aus.

 

Die schönen Momente der Schulwoche waren spärlich. Einer war am Dienstag, als meine paar Jungs aus der 8ten in Natur und Technik (Wahlpflichtfach in Ba-Wü) ein neues Hochbeet für den Garten aufzubauen begannen (Bild 8 im letzten Beitrag: 12 von 12 im April 2018). Für den anderen schönen Moment sorgten drei meiner vielen Sprachlernkinder aus nahen und fernen Ländern. Auch sie mussten, wie alle anderen 9er, nach einer Vorbereitungs- und Durchführungszeit im Rahmen einer Projektprüfung ihr Thema präsentieren. Gerade einmal zwei bis zweieinhalb Jahre in Deutschland setzten sie Maßstäbe.

 

 

Für völlig unerwartete schöne Momente am Rand von Schule und Schulgarten sorgte der Kulturverein, der sich in „meinem“ Kunstraum beinahe jeden Sonntag immer aktiv zum musizieren zusammenfindet. Auch an diesem Sonntag, dem dritten Tag des Zuckerfests, trafen sich die Mitglieder und es wurde viel Kulinarisches mitgebracht. Man sah mich im Schulgarten werkeln und schon stand der erste Teller mit Leckereien da!

 

Mit dieser Stärkung ließ sich die Ernte von griechischem Bergtee und Zitronenmelisse entspannt auf der roten Bank putzen und bündeln, bevor sie in Ruhe zu Teekräuter trocknen dürfen.

 

 

Zuhause wird genäht

Die vor Monaten angedachten Babyquilts sind in meiner Freizeit jetzt wirklich Thema. Vorsichtig angefragt, welche Farbe denn gewünscht ist, habe ich mich inzwischen in Sachen Stoffen eingeblaut. Allerdings muss ich jetzt wirklich langsam voran kommen, sonst sind die Babys schneller da als ich mit einer weichen Unterlage, bzw. warmen Decke!

 

 

 

Filmtipp!

(Unaufgefordert, doch trotzdem Werbung, da Namensnennung!)
Amelie rennt! – Trailer

Es war der erste Film, den ich komplett in diesem Schuljahr mit einer Klasse schaute. Nicht der Film der ersten Wahl meiner Kollegin und mir, doch nachdem sich der Wunschfilm im Fundus nicht auffinden ließ, musste aus den vorhandenen DVDs ausgewählt werden. Nach etlichen gelesenen Rückseitentexte fiel die Entscheidung auf diesen Film – gute Wahl, wie sich bei der gemeinschaftlichen Filmzeit der beiden 8er-Klassen erwies. Spätestens das anschließende Gespräch mit den SchülerInnen zeigte, der Film kam bei den 13- bis 15/16jährigen an. Die Geschichte der jungen Amelie, die trotz Asthma einfach leben möchte, nicht in Watte gepackt, ist meines Erachtens für jung und alt sehenswert aufbereitet.

Leider sind meine Erichs nicht so handzahm, wie das im Film gezeigte Eichhörnchen.

 

 

Katzenkino

Die beiden Flohträger zerlegen das hängende Futterhaus inzwischen wirklich systematisch, vor allem der scheuere Erich der Braune. Alles halb so wild, außer die Flöhe! Yuck! Egal welche Sorte an Flöhe, ob von Hunden, Katzen, Hoppeltieren, Federvieh und Wildgetier, ein Meter reicht und ich werde gekapert, feindliche Übernahme, Widerstand ist zwecklos. Flöhe lieben mich! Vorerst füttere ich keine Vögel (und Eichhörnchen) mehr, bis ich die Vogelfutterhäuser vor Fremdfressern gesichert habe. Meine Erichs werden nicht zu kurz kommen. Sie bekommen ihren eigenen Futterplatz. Ihre ganz persönliche Mensa ist schon im Bau.

 

Macht’s  gut und bis die Tage,

Karin

 

 

 

 

 

 

 

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18. Juni 2018

Kommentare

Einen schönen guten Abend in die Heimat!

Bei Natur und Technik wurde ich sofort hellhörig, habe ich doch auch zwei (teils wunderbare) Jahre damit zugebracht. (Haushalt und v. a. Kochen, lernt man meiner Meinung nach daheim.)
Dank diesem Eintrag, hat sich die Teeliste auch gerade erweitert. Vielen Dank!

Sommergrüße aus dem „Exil“ 😀

Franziska

Wo auch immer dein Exil liegt, einen sommerlichen Gruß zurück mit kleinem Einwand. Kochen und andere haushälterische Tätigkeiten lernen Schüler, zumindest meine, meist nicht mehr zuhause. Gemeinsames Essen an einem gedeckten Tisch, wie in der Schulküche, erleben viele Kinder nicht in ihrem Alltag. Deshalb finde ich diesen Fachbereich auch sehr wichtig.
Viele Grüße,
Karin

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