Warme Füße für nackte Stuhlbeine & Fingerwerk in mehreren Akten

oder …

Prolog – Wie rette ich meinen Fußboden?

Seit Jahren suche ich nach einer Möglichkeit meine glatten Böden in der Wohnung vor dem Verkratzen durch schabende Stuhlbeine zu schützen. Was habe ich nicht alles ausprobiert! Und nichts war wirklich gut!

 

Runde Filzaufkleber

Sie haben den Vorteil das Stuhlbein nicht zu zerstören. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Formen, Farben und zum selbst Zuschneiden. Für die Beine meiner Stühle sind sie entweder zu groß oder zu klein. Den Filz zum selbst Zuschneiden bekam ich an den Kanten nicht glatt zugeschnitten. Doch egal wie groß oder klein sie waren, sie klebten nur begrenzte Zeit dort wo sie sollten. Irgendwann hingen sie schief. Am Ende klebten sie bombensicher dort, wo sie es NICHT sollten und die Kleberrückstände auf den Stuhlbeinen ließen sich nur schwer entfernen. Das führte zu unschönen schwarzen Streifen auf dem Boden. Abgesehen davon sammelten sich an den Klebern und an den Kleberresten Flusen und andere Krümel, die eben so von einem Esstisch fallen können. Nicht schön!
Regelmäßige Kontrolle der Filzkleber ist nötig und ein ständiger Austausch. Auf Dauer geht das auch auf den Geldbeutel!

Teflongleiter zum Aufkleben

Von den Teflongleitern zum Aufkleben erhoffte ich mir ein Ende der Wollmausfalle Stuhlbeingleiter. Da sie nicht in der erhofften und benötigten Größe zu kaufen waren standen die Enden über und so hatte ich wieder jede Menge an Flusen- und Katzenhaarkollektoren.
Doch es gibt sie auch ohne Selbstklebefläche zum Aufkleben mit Flüssigkleber ab einem Durchmesser von 20 mm. Die Beine meiner Stühle sind unten, dem Boden zu, abgerundet und somit kleiner. Also musste ich wieder zuschneiden, was mir, wie beim Filz auch, nicht so gleichmäßig gelang. Beim Aufkleben mit dem empfohlenen Super-Power-Strong-hält-ewig-Kleber hatte ich zudem so meine Bedenken: Gehen die Dinger auch wieder ab, wenn ich es will?
Ich beließ es bei einem Test-Stuhl. Zwei Gleiter gingen innerhalb der ersten 14 Tage ab, einer veränderte seine Position bis ich ihn dann abriss. Der vierte Gleiter, der beim Zuschneiden am wenigsten geglückte, sitzt seit einem Jahr an Ort und Stelle und sammelt an den ungleichen Kanten fleißig Katzenhaare.

 

Filzgleiter zum Schrauben

Diese Gleiter gibt es im Durchmesser von ca. 18 mm bis 35 mm. Ich versuchte es mit der kleinsten Größe. Schon beim Vorbohren der Stuhlbeine – Vorbohren muss sein, weil die Schraube Platz braucht – fühlte ich ein Widerstreben in mir: Karin, weißt du eigentlich was du gerade tust? Du machst gerade deine Stühle kaputt!
Nachdem der erste Stuhl mit aufgeschraubten Gleitern vor mir stand ließ ich es auch hier bei dem einen. Der Stuhl war jetzt ca. 1 cm höher, stand da wie auf Highheels, was mir völlig unpassend erschien.
Grundsätzlich haben sich diese Gleiter bewährt, denn sie hielten lange und schützten den glatten Boden wirksam vor Kratzern.

 

Filzgleiter zum Nageln

Diese Gleiter gibt es inzwischen schon ab einem Durchmesser von 16 mm. Nageln fand ich zwar auch nicht so toll, zumal es nicht so einfach war in das Hartholz meiner Stühle zu klopfen, aber die Löcher, die dabei entstehen sind nicht so groß wie beim Schrauben. Doch nach getaner Arbeit standen auch diese Stühle da, wie auf Highheels. Nicht schön! Aber was tut man nicht alles um seinen Fußboden zu schonen. Leider nutzten sich die Filzbeläge schneller ab, als erwartet und vor allem, wie die Absätze bei Schuhen, ungleich.

Ergebnis: Die Kunststoffhülsen, in denen die Filzstückchen befestigt sind, drückten sich mit ihren Kanten in den Fußboden, den dadurch nun neben Striemen und Kratzern jetzt noch viele Kerben „zieren“.

Also, runter mit dem Zeug. Doch was tun?
Ich erinnerte mich daran irgendwann von einem alten Paar Handschuhe die Finger abgeschnitten zu haben um sie einem anderen Stuhl mit metallenen Teppichgleitern vorübergehend überzuziehen – Strümpfe für Stuhlbeine!
In Google eingegeben sehe ich sofort, das haben schon andere verwirklicht und vermarktet:

und ich werde mit einer Anleitung fündig in einem der Blogs, denen ich folge:

sowie einem Link zum deutschen Blog „schoenstricken“, der das Thema Stuhlsocken auch aufgreift.

Meine Stühle bekommen jetzt warme Füße, aber nicht mit gekauften Socken. Diese würden von den konischen Stuhlbeinen meiner Stühle rutschen. Ich darf mir wieder selbst etwas einfallen lassen und als Grundlage probiere es zuerst mit Harpas Anleitung!

Unterwegs in Stuttgart – Staatsgalerie

und …

Bleeding Trees

Wenn an freien Tagen das Wetter wenig nach draußen einlädt gehe ich gerne Kunst schauen. So dachte ich gestern, an Himmelfahrt, nur fiel mir keine Ausstellung ein, die mich interessierte. Deshalb hatte ich es mir mit meinem momentanen Häkelwerk in Arbeit schon gemütlich gemacht als eine Freundin anrief. Ihr geht es an Tagen wie diesen ähnlich wie mir und sie machte den Vorschlag – die Staatsgalerie zeigt Bilder aus der aufgekauften Sammlung Domberger in der Ausstellung  Op+Pop – Experimente amerikanischer Künstler ab 1960. Also doch Kunst schauen.
Wir trafen uns dann vor Ort, dem Teil der Galerie, der während unseres Studiums in Planung und im Bau war und wegen seiner Architektur so viel Staub aufgewirbelt hatte – dem neuen Teil. Uns gefällt das Gebäude nach wie vor und mit der Patina der Jahre heute noch mehr als früher.

 

Doch bevor ich mehr Bilder vom Gebäude zeige ein paar persönliche Worte zur Ausstellung und einer tollen Überraschung danach.

Persönliche Worte
Wer Pop-Art mag findet in dieser Ausstellung ein paar wirklich schöne Bilder bzw. Serigraphien zum Beispiel von Robert Indiana, Robert Rauschenberg, Josef und Anni Albers, Richard Anuszkiewicz, die mich wieder beeindruckten und etliche Werke von Richard Estes. Letzterer ist ein Wegbereiter bzw. der Vertreter des Fotorealismus.  Die Ansichten in seinen Bildern wirken fotografisch genau, haben einen hohen Wiedererkennungswert, doch sind sie in Teilen zusammengesetzt. Fotografieren durfte ich nicht, aber es lohnt sich hier unter diesem Wikipedia-Link unter Bilder von Richard Estes zu klicken.
Ein besonderes Wiedersehen hatte ich mit einem ausgestelltem Bild von Richard Estes, bei dessem Entstehen ich am Rande teilnehmen durfte und einem Exemplar lange sehr nahe war und mir ganz sicher sein kann: Estes hat auf einem meiner Wohnzimmerstühle gesessen und handgeschabte schwäbische Spätzle gegessen.
Lang ist es her.

Tolle Überraschung
Aus der Ausstellung kommend, die im alten Gebäude der Staatsgalerie gezeigt wird, liefen wir zwei außerhalb der Gebäude zurück zum neuen Teil um sofort die roten Banderolen an den Bäumen wie Eyecatcher wahrzunehmen – bleeding trees!
Diesen Teil der dOCUMENTA 13 hatte ich letztes Jahr nicht gesehen und nur darüber gelesen. In dieser Zeit im Habichtswald in Kassel-Wilhelmshöhe installiert, wollte der Künstler Alfred Bradler den Menschen deutlich machen, dass in die Natur eingegriffen wird und schaffte damit eine recht eindrucksvolle Wirkung. Wie gesagt, ich hatte bisher nur darüber gelesen, z. B. hier.
Und plötzlich hatte ich diese Bäume vor mir, völlig unerwartet. Dass eine Adaption dieser Installation als „Land-Art“ in Stuttgart stattfand, eigentlich schon zuende ist, ist mir durchgegangen. Im Internet fand ich dazu jetzt diese Seite.  Zum Glück steht diese Installation noch in Teilen entlang der Staatsgalerie.

vom alten zum neuen Teil der Staatsgalerie

 

„bleeding trees“

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Ausstellungsbesuch landet der eine oder andere Ausstellungssticker auf den nächsten Ampelmasten

Mein Sticker klebt in meinem Tagebuch. Ob der meiner Freundin auf der Säule klebt? Fragt sie. Auf jeden Fall fand ich noch einige von einer Ausstellung, die mich letztes Jahr bewegt hat, von Turner-Monet-Twombley.

Nach einem Ausstellungsbesuch lohnt es sich vor allem bei gutem Wetter noch eine kleine Einkehr im stilvollen kleinem Cafe vor der Galerie. Mein Tee mit frischer Minze war einfach lecker!

 

 

Plastiktüten neu verwertet – Häkelwerk 2013 #1.3

oder …

Reduce, Reuse, Recycle

Wer kennt das nicht? Plastiktüten zuhauf!

Auch wenn man darauf achtet immer einen Korb oder eine Tasche dabei zu haben, auf ein „Brauchen Sie eine Tüte?“ mit „Nein, danke!“ reagiert, landet das eine oder andere Kleidungsstück oder dies und das doch in einer Plastiktüte bei uns zuhause.

Und der Berg wächst. Die eine oder andere Tüte wird als Mülltüte verwendet. Andere schaffen es irgendwie immer wieder durch Farbe, Aufschrift und andere Attribute im Stapel der Tüten  unter all den anderen zu landen. Doch die meisten landen einfach so in den Eimer. Das muss aber nicht sein.

Ich gebe ja zu, bei diesem Projekt wurden auch einige Tüten bei mir verschont (wie eine Tüte vom Bärenladen aus Totnes in England). Doch die meisten mussten daran glauben, wurden zerschnitten, gewickelt und verhäkelt – noch ein gehäkelter Utensilienkorb! Aber dieses Mal ist das Ergebnis wieder für Nassräume geeignet. Die Plastiktüten machen das möglich.

In diesem Korb stecken ungefähr 15 Tüten.

Plastiktüten sind sehr unterschiedlich im Material. Einige Tüten musste ich bei der Arbeit aussortieren. Zum einen gibt es unterschiedliches Tütenmaterial und zum anderen gibt es Tüten die einfach nicht beim Häkeln durch die Nadel „flutschen“ wollen.

Dieser Korb entstand aus den glänzenden, stabileren Tüten. Der Korb aus den matten, dünnen Tüten ist noch in Produktion.

Zugegeben, das Häkeln dieser Plastiktüten ist nicht einfach, vor allem weil jede Tüte einen eigenen  Rhythmus zum Verhäkeln einfordert. Am besten lässt es sich mit den dünnen, matten Tüten arbeiten. Es sind die Tüten, die auch knistern beim Anfassen und weniger stabil sind.

Die Vorarbeit

Von den Plastiktüten wird der Boden und der Griffteil abgeschnitten. Das geht ganz gut mit der Schere, aber mit dem Rollmesser geht das deutlich besser und vor allem exakter. Oben und unten liegen die verschweißten Kanten und rechts und links ist die Tüte jetzt offen.

Die unten liegende Kante nach oben klappen und ca. 5cm Platz zur oberen Kante lassen. Das ist wichtig!

Nun Streifen schneiden. Das geht mit der Schere (wie ich links angefangen habe), aber leichter und genauer ist auch hier das Rollmesser zu handhaben. Die Streifen in einem Abstand von 2 bis 3 cm schneiden und nur bis zur ersten Kante der Tüte.

Die fertig eingeschittene Tüte auffalten und …

… nun mit der Schere weiterarbeiten.  Dazu schräg vom unteren Streifen zum oberen Streifen schneiden.

Erst nach den ersten geschnittenen Streifen den Anfangsstreifen am Rand schneiden.

Die erste Tüte ist in Streifen geschnitten.

Hier liegen die 16 Tüten, von denen ich eine nicht verwendete.

 

Die Herstellung

Bei der Arbeit nach der Anleitung aus dem letzten Post.

Und hier das fertige Körbchen!

 

 

Ach ja, wie ich auf die Idee kam Plastiktüten zu verwenden. Es ist eine der Inspirationen aus Reykjavik. Hier sah ich diesen Flechtkorb aus Tütenmaterial:

 

Das war nötig: Tschüss Arbeitswoche! – Hallo Wochenende!

oder …

High five auf mich 😀

Habt ihr auch eine anstrengende Woche hinter euch? Dann belohnt euch doch einmal selbst und gönnt euch eine maßgeschneiderte Urkunde.
Den Tipp hat Jessica Jones auf ihrem Blog How About Orange heute gepostet. Ich schließe mich ihr an und danke Designerin Jessica Hische für diese Möglichkeit sich selbst zu belohnen.

Einfach nur den Namen eingeben und den Beruf, oder Berufung oder was einem gerade wichtig ist und die Urkunde generieren lassen. Ist zwar nicht so ganz mein Stil, viel zu viele Schnörkel, aber ich liebe diese Katzen im Hintergrund! Dann einen Screenshot von der Urkunde machen und  das Teil auch noch speichern und/oder ausdrucken zu können.

Um jetzt selbst eine „Officially Awesome“-Urkunde zu bekommen klicke direkt hier, oder gehe über Swiss Miss, wo der ursprüngliche Link herkommt.

Schönes Wochenende und lasst euch von dem Regen nicht unterkriegen!

Wasserschaden

oder …

M/eine Not-, Übergangs-, Problemlösung: Eine Frühlingswiese für mein Klo

Das war ein Schreck, als ich nach meinem Urlaub bemerkte, meine Toilette produziert Pfützen beim Spülen. Es war jedoch nur des Schreckens Anfang! Denn, als sich mein netter Hausmeister-Nachbar die Sache ansah, da kam ein Übel unter dem Fußbodenbelag zutage. Kein Augenschmaus und schon gar keiner für die Nase – meine neuen „Untermieter“ Schimmelnder Pilz und seine Partnerin Silbernes Fischchen stellten sich vor. – Was habe ich über diese zwei Bezeichnungen gelacht, als Zeus und Wirbitzky am Ende der Morning Show vom 11. April in die Morgensonne ritten.

Heute fand ich dann beim Discounter des weißen Mannes eine Lösung zum Abdecken des potthässlichen, fleckigen Estrichs, der immer noch nicht richtig trocken ist:

Kunstrasenfrühlingswiesenplatten mit Gänseblümchengarnierung.

Ich mag eigentlich gar keine künstlichen Blumen oder Plastikattrappen, aber diese Platten bestehen aus einem Kunststoffgitter mit aufgesetzten Kunststoffpuscheln. Genial, dachte ich, mit „eingebautem Belüftungssystem“ 😉 und pro Platte knapp 2€.

Vorher  (nur der hübsche Ausschnitt) und in klein

und das Ergebnis.

Nun ist die Baustelle abgedeckt und sie kann trotzdem weiter abtrocknen bis ich eine Idee bzw. das Geld habe um an die eigentliche Lösung zu gehen. Hauptsache der Schaden ist behoben und das Leck wieder abgedichtet. Danke an Herrn K.!

Fensterbrettliege für Katzen

oder …

Not macht erfinderisch!

Harry auf seinem neuen Logenplatz

Meine zwei Kater Harrison und Chewbacca sind als Britisch Kurzhaarkater nicht gerade zierlich zu nennen. Sie nehmen mit ihren knapp 8 und 6,5 kg reichlich Raum ein und, sind sie dann doch einmal in Fahrt, ist ihr Bremsweg beachtlich. Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt auch der Sachschaden! Zum Glück sind beide Burschen stolze Vertreter dieser Rasse und haben eher friedliche, gemütliche Charaktere.

Doch irgendwie oder irgendwas piekt beide Kater seit gestern, denn sie sind heftig auf Krawall gebürstet. Egal wo es sich der dicke gemütliche „Graubär“ Harry gemütlich machte, der Bruder war nicht weit um den Platz einzufordern. Heiß umkämpft waren vor allem die Plätze auf den Fensterbrettern, und zwar die gemütlichen!

Das Fenster auf der Sonnenseite im Wohnzimmer ist sehr begehrt, obwohl heute morgen gar keine Sonne schien.

Fensterplatz mit Katzen-Mini-Quilt für warme Popos (vom November 2011)

Bei der Auseinandersetzung flog nicht nur der Katzenquilt durch die Gegend, sondern die gerade voll gefüllte Gießkanne hinterher! Was für eine Sauerei!

In der zweiten Runde wurde der Hochsitz umkämpft, den ich mit einem ausgedientem Brett, einer alten Papprolle und meinen IKEA-Regalen zusammengezimmert habe (ich glaube, das zu beschreiben ist auch einen Blog-Post wert).

Chewbacca ganz oben (vom März 2012)

Sieger war natürlich Chewie. Wie der King saß er dann, wie auf diesem Foto, ganz oben und schaute sich von dort aus das Papierchaos unten an – meine Briefmarkenkiste war samt Inhalt bei der Auseinandersetzung nach unten „geschneit“.

Harry, der seine Ruhe haben wollte suchte sich einen neuen Platz – die Luxus-Fensterbrettauflage von petfun. Inzwischen hängt diese besondere Art der Fensterbrett-„Extension“ schon an seiner dritten Stelle in meiner Wohnung und die Kater haben jeden Umzug akzeptiert. Es ist ein tolles Teil! Denn in diesen Katzenauflagen haben selbst große Katzen bequem Platz!

Harrison bei seiner zweiten Lieblingsbeschäftigung: Schlafen! (vom Juni 2012)

Als es jetzt wieder Krach gab hatte selbst der geduldige Harry die Nase voll, brachte seine Massen in Bewegung und jagte seinen Bruder ein paar Runden quer durch meine knapp 85 qm. <aargh> Ich war gerade fertig mit Aufräumen, Staub saugen, dem „bisschen“ Haushalt und dann DAS!!!

Ich konnte beinahe wieder von vorne anfangen!

Aber da lagen die bei der Katerjagd umgekippten Rückwände von einigen, inzwischen glaslosen Bilderrahmen! (Nein, die Gläser kamen nicht heute zu Bruch. Das geschah bei einer heftigen Fliegenjagd im Sommer.)

Beim Aufheben der Bretter kamen meine Hirnzellen in Gang:

  • Im Keller liegt doch noch, zur Entsorgungs bereit, ein Holzklotz aus der Schnitzära meines Sohnes.
  • Und wo liegt das bisher von den Katern abgelehnte Katzenbett?
  • Wenn ich auf dem Schreibtisch das Ding da hinschiebe, die Schachtel dorthin … ?
  • Was ist eigentlich in der Schachtel? <weg damit!>
  • Und wenn ich jetzt den Klotz auf den Schreibtisch befestige und darauf das Brett …? <zu niedrig>
  • Wenn ich doch bloß nicht alle Bretter weggeworfen hätte!
  • Ah, da sind ja noch die überzähligen Bretter vom CD-Regal!

Aus den überzähligen Regalbrettern und dem Holzklotz fügte ich einen Sockel zusammen.
Auf diesen Sockel befestigte ich eines der Rahmenrückwände und legte es auf der gegenüberliegenden Seite auf das Fensterbrett.
Obendrauf kam das seit zwei Jahren verschmähte Katzenbrett und Harry lag sofort drin!

Harry mit Übersicht nach drinnen!

 

Harry mit Übersicht nacht draußen!

Und wenn es morgen wieder hell ist, sein Bruder ihn nicht wieder vertrieben hat, hat Harry von hier aus sein „Katzenkino“ voll im Blick:

Das Futterhäuschen für die Vögel!

Mach Platz für Neues 2012 …

oder …

eine etwas andere Jahresbilanz

Zum Jahreswechsel werden so viele gute Vorsätze getroffen, die in der Regel nicht gehalten werden. Ich weiß, von was ich spreche! Denn es war nicht der 31.12.XXXX, als ich meine letzte Zigarette rauchte, sondern der 22.8.2005.

Trotzdem sprach mich Ende 2011 eine Zeitungsbeilage so an, dass ich mir dachte:
DAS nehme ich beim Wort!
Und ich klebte den Spruch an exponierter Stelle fest, damit ich bei jedem Verlassen meiner Wohnung auch immer daran erinnert werde …

… denn 2012 begann bei mir mit einem ausgerenktem Kiefer. Positiv denken!!! Und was hilft dabei am Besten? Ein anderer Gedanke, neue Ideen, Ablenkung, ein Projekt, ein Jahresprojekt!

Es wurde:
MACH PLATZ FÜR NEUES!
Ich hatte geträumt, wie mir meine Strickmaschine an der betroffenen Backe hing! So seltsam dieser Traum war, für mich war einfach klar, dass ich was tun muss. Obwohl ich in allem gut organisiert bin und in keinem Messie-Haushalt lebe hatte ich das Gefühl von „das ist zu viel um mich herum“. Und so steht in meinem Tagebuch am Samstag, den 7. Januar 2012:

Inzwischen sind 358 Tage vergangen und ich habe fleißig an meinem Umfeld gearbeitet.

Mein Ziel war es, netto, wenigstens eine Sache am Tag wegzugeben, die bei mir mindestens zwei Jahre ungenutzt herumgelegen hat (egal ob im Keller, der Garage oder in der Wohnung). (Ich schrieb darüber schon im Februar.)
Netto deshalb, weil im Jahr auch Dinge in einen Haushalt einziehen – Geschenke, neue Geräte, Bücher, … . Diese zog ich von der Summe der entledigten Altlasten ab.

1208 ist meine Zahl des Jahres!

Von so vielen Teilen habe ich mich 2012 getrennt. Als kleinste Objekte zähle ich die Kosmetikpröbchen und zu dem schwersten Entsorgungsobjekten einen Uralt-Monster-Fernseher. Dazu kam das eine oder andere Möbelstück, doch die sind, da sie zerlegt werden können meist weniger aufwendig.

135 Bücher habe ich weggegeben.
75 davon verkaufte ich über Rebuy oder Momox, 7 bei Amazon.
15 Bücher legte ich in „meiner“ Tankstelle in die Tauschkiste, 20 verschenkte ich und der Rest landete im Altpapier.

165 Fach- und Schulbücher sortierte ich aus.
Die Hälfte gab ich an Junglehrer ab, 22 konnte ich verkaufen und der Rest kam in die Tonne.

CDs, ob mit Musik oder Daten bespielt – es kommen unglaubliche Summen zusammen, wenn man diese bewusst aussortiert. Wenn dann noch die Hüllen dazugezählt werden! Bei mir waren es allein 53 CD-Hüllen!

Zu meinem Wegwerf-ABC gehörten unter anderem:

Aufkleber
Benzinkanister
CDs
Duftkerzen – ich hasse sie!
Elektronikschrott
Floppy-discs
Gewürzdosen
Holzbretter
Isomatten
Jacken
Kabel
Lego – in Mengen verkauft!
abgelaufene Medikamente
Notizbücher
O …
Pappkartons
Q …
Ringe – mein alter Ehering wurde neu verwertet
Stereoanlage
Telefonzubehör
U
VHS-Videos
Wollreste
X …
Y …
Zeitschriften

Man glaubt es nicht, was sich über Jahre ansammelt, und dann total aus der Vergessenheit gerät, obwohl man beim Bunkern dachte: Das brauche ich noch. Als ich jetzt mein Tagebuch durchblätterte um ein Fazit zu ziehen war ich an manchen Stellen wirklich verblüfft: Ich konnte mich an so viele Gegenstände nicht mehr erinnern, von denen ich mich befreit habe!

Bei 1208 minus den Dingen, die neu dazugekommen sind, bin ich netto immer noch über 1000! Ziel war es, mich von 365 Dingen im Jahr zu trennen. Dieses habe ich mehr als erfüllt.

Wenn ich mich jetzt umschaue sehe ich den Platz, den ich geschaffen habe und den, den ich noch schaffen könnte! 2013 mache ich weiter!

Meine neue „Nachbarin“

oder …

der erste Einsatz von einem DIY-Makroaufsatz für das iPhone 4s

Vorab, das ist nichts für Spinnenphobiker! Also Ylva, jetzt kannst Du noch wegklicken.

Nun denn, mich hat die „Rüsselpest“ mit allen möglichen Komplikationen die letzten Tag mehr oder weniger ausgeschaltet.
In den neun Tagen mit viel Bettruhe, literweise Tee und gerade soviel kochtechnischem Aufwand um nicht vom Fleisch zu fallen blieb wenig Kraft und Sinn für das was als Haushalt bezeichnet wird. Um nicht in Katzenhaaren zu ersticken schaffte ich es zwischenzeitlich zumindest den Staubsauger  anzuwerfen, die Spülmaschine auszuräumen als es keine sauberen Tassen und Löffel mehr im Schrank gab und die Futterschüsseln für meine Katerchen ausgingen.
Für heute morgen stellte ich mir den Wecker, denn
a. ich wollte von meiner Ärztin wissen, ob es OK ist nach soviel Schonzeit immer noch wie ein Bär zu klingen und schlapp wie Schmidtchen Schleicher durch die Landschaft zu tappen – Sonntag hatte ich einen Spaziergang in der Sonne unternommen, und
b. ich wollte zumindest etwas Alltag wieder leben, auch wenn ich noch krank geschrieben bin.
Nachdem ich diesen Entschluss am Sonntag gefasst hatte fiel mein Blick aus dem Fenster meines Näh-/Arbeitszimmers und ich nahm endlich wahr, warum sich meine Kater seit Tagen gerade dort so gerne aufhielten – eine Kreuzspinne hatte die ruhigen Tage genutzt und über die Hälfte der Fensterfront ihr Netz gespannt.

 

Mich haben Spinnen schon immer fasziniert, allerdings auch nur die bis zu einer gewissen Größe. Als mir vor Jahren ein Schüler in seiner Projektprüfung seine Vogelspinne etwas näher bringen wollte habe ich dann auch gekniffen.
Nun saß ich zusammen mit meinen Katern an einem meiner Fenster und beobachtete … hmm, meine neue Nachbarin, die Spinne. Irgendwann ging ich an den PC und googelte nach Kreuzspinnen um zu erfahren, dass es sich um eine Gartenkreuzspinne handelt, eine Araneus diadematus. So entschied mich „meine“ Spinne Demi zu nennen. (Ich höre jetzt gerade meine Kinder aufstöhnen: Muss denn alles einen Namen haben? – JA! :D)

Es war wie Kino. Plötzlich, schwups, Bewegung im Netz, kleines schwarzes Fliegentier zappelt, Demi ruckzuck daneben, die Kater Chewie und Harry angespannt auf dem Fensterbrett … keine Chance fürs kleine schwarze Fliegentier. Demi wickelt alles ein.

Jetzt wollte ich es wissen, wie nah ich mit meiner Kamera an Demi rankommen konnte und merkte schnell – nicht so nah, wie ich es mochte. Es ist so schade, dass an die neue Kamera mein geliebtes altes Objektiv nicht passt.

Näher geht es nicht, leider!

Aufgeben ging nicht! Kopf in den Sand stecken wollte ich nicht, denn dazu müsste ich den Kopf hängen lassen, was meinen Nebenhöhlen momentan gar  nicht gefällt. Also, Kopf hoch! Und was sah ich da? Da stand im Regal ein Päckchen, dass ich mir auf der Documenta in Kassel gekauft hatte: ein Bausatz für ein Makro-Objektiv für (m)ein iPhone!!!

Warum ich mich noch nicht ans Basteln gemacht hatte weiß ich nicht. Aber dieser Zeitpunkt war ideal und genau der richtige. Da alles vorgestanzt war ging das Heraustrennen der Bauteile sehr schnell. Genauso leicht gelang das Falten. Alle Kanten waren vorgefalzt. Die Klebeflächen sind eindeutig ersichtlich, die Reihenfolge der Arbeitsschritte klar formuliert und mein Makroobjektiv nach 20 Minuten einsatzbereit.

 

Und …

… es funktioniert tatsächlich:

Demi von ganz nah!

 

Wer diesen Bausatz für das iPhone 4 oder 4s selbst ausprobieren möchte bekommt ihn für 4,99€ bei AstroMedia unter diesem Link.

Heiter bis iCloud(ig)

oder …

Och nöö, nicht das auch noch!

Eigentlich hätte der Titel: „Never change a running system“, auch gepasst, allerdings nur so locker dahingeplappert, denn manchmal hat meinereine oder sonstiger User des Internets & Co. keine andere Chance und muss sich auf neue Oberflächen einstellen. Also dachte ich bei Blogger, ich lasse mich auf die neue Benutzeroberfläche ein und baue meinen Blog etwas um. Hmm. Ich wollte ja immer schon solche horizontal laufenden Reiter, Tags, Labels, … haben und so stöberte ich Stunden Hilfeseiten durch ohne echt fündig zu werden. Irgendwie hören alle Hilfe-Tutorials immer dann auf, wenn es eigentlich interessant und wichtig ist.
Dann jedoch, als ich mich schon fast selbst überzeugt hatte, auch ohne „Task-Leiste“ <zwinker> überleben zu können traf ich per Zufall auf ein Tutorial mit Begleitvideo, das seinen Namen verdient, denn es hilft Schritt für Schritt zu verstehen wie diese Art von Menü eingerichtet wird.
Mein Dank an Ralf Doberstein, der noch manche andere Anleitung auf Lager hat!

Den Blog neu eingerichtet und als Belohnung mein heißgeliebtes Onlinespiel spielen wollen. Uups, Fehlermeldung, Update vom Betriebssystem fehlt. Irgendwie schwante mir an diesem Punkt schon etwas bevor es zur Erkenntnis wurde – Anschluss verpasst, aber megamäßig. Nicht nur ein Update fehlte, sondern auch das davor und noch eines davor. Was tun? Erst einmal googeln (man schreibt das laut Duden wirklich so) danach den Apple-Store, Amazon und Ebay durchgeforstet und feststellen müssen, kein bezahlbarer Snow-Leopard weit und breit. Den brauche ich aber um online meinen Mac auf „neu“ zu bringen. Letzte Rettung: die Hotline. Mein Sohn hatte an irgendeiner Stelle gelesen, dass auf diesem Weg auf saubere Art und Weise an die entsprechende Software zu kommen ist. Egal wie teuer, ich rief dort an, antwortete auf viele Fragen mit „ja“ oder „nein“, hörte etliche „ich verstehe Sie nicht“, legte zwei Mal auf und versuchte es neu bis ich einen netten echten Menschen am Ohr hatte, mit starken österreichischen Akzent. Nun war ich ab und an dran mit „ich verstehe Sie nicht“, doch er versprach Hilfe. Hoffnung!

Das erledigt packte ich meinen Laptop aus und machte Nägel mit Köpfen. Mit nur wenigen Klicks und einiger Download- bzw. Installationszeit war das Betriebssystem auf dem neuesten Stand und ich war zum ersten Mal einen Mausklick von einer Sache entfernt, die ich zwar genial finde, aber irgendwie noch nicht verstanden habe und zu der ich nun eine Entscheidung treffen soll/te – Cloud
oder nicht. Und überhaupt, die Benutzeroberfläche sprach mich erst einmal wenig an. Vor allem fehlte mir Apple-User vor allem die Funktion Spaces.

Kurz nach dem Lichter löschen an diesem Abend piepte mein iPhone und meldete: Es steht ein Update zum iOS6 zur Verfügung!
Hmm. Gebranntes Kind hatte sich am Tag noch geschworen kein Update mehr zu verpassen, müde war ich auch und dann dachte ich mir: Komm Karin, ein Klick und Du bist voll dabei. Kosten tut’s auch nichts. Nun mach schon, damit du schlafen gehen kannst.
Ich machte Klick …

… und am nächsten Morgen standen ein paar Fragen an, wieder dieselben vom Vortag, von wegen Cloud oder nicht Cloud, dass ich nicht einmal unglücklich war als nach den ersten Blicken aufs Display der Akku versagte.
Abends bei aufgeladenem Smartphone meinte ich dann doch mit der Zeit gehen zu müssen, im Vertrauen darauf irgendwann das Drumherum zu verstehen.

Drei Tage später kam wie versprochen der Snow-Leopard als Eintrittkarte zum App-Store um für meinen großen Mac an den Mountain-Lion zu kommen. Scheibchen in den Schacht geschoben, <ssst>, <ratata>, <bsss> und ein paar Klicks weiter inklusive etwas Arbeitszeit ist der Rechner auf dem neuesten Stand. Vom Betriebssystem. Upgrade geglückt und dann? Es hagelte an Fehlermeldungen etlicher anderer Programme. Toll, ich rüste wegen Fehlermeldungen programmtechnisch auf um dann noch mehr Fehlermeldungen zu bekommen. Langsam geht diese Sache nicht nur ordentlich auf die Nerven sondern auch an den Geldbeutel.
Aber egal, ich habe angefangen, also mache ich weiter, denn am Ende „winkt“ ja was Neues am ungetrübten Datenhimmel – die cloud.
So ganz blicke ich das Drumherum noch nicht, aber es fasziniert mich schon und gerne hätte ich ein selbst gezeichnetes Wölkchen an dieser Stelle platziert. Aber, es geht nicht. All meine Adobe-Programme und CorelDraw besitze ich als Windows-Versionen und laufen auf meinem Rechner über Parallels. Und genau das Programm „sagt“ nach all den anderen Updates: Och nö. Die, die Parallels basteln müssen auch noch ein wenig Geld verdienen. Update, please – aber von deiner alten Parallels-Version gibt es keine Update-Version. Also musst du das Programm neu kaufen. Prima.

Naja, neben dem Nirwana für meine Programme gibt es die große Wolke, die wiederverfügbare Daten verspricht. Soll ich das glauben?
Die Idee von iCloud finde ich toll und mein iPhone „versteht“ auch was das ist, als ich ein Email meiner Tochter mit einem Fotostream bekomme. Fix auf „Fotosstream beitreten“ geklickt und schwups waren eine Reihe von Urlaubsbildern zu sehen, die ich nun gerne am großen Bildschirm, cloud eben, anschauen wollte, aber … da fehlte ganz offensichtlich ein Update  <arrgh>.

Ich saß Stunden jenseits aller Kreativität am Rechner, versuchte ihn zu verstehen, wartete auf das Ende diverser Downloads und hatte zwischendurch Zeit genug jeden Schwur zu erneuern in Zukunftlieber kein Update-Angebot mehr zu verpassen.

<Waaahhhh> 02.10.2012, 23.44 Uhr, es klappte endlich – Urlaubsbilder aus der Toskana auf meinem Rechner!!!

<Endlich> 04.10.2012, 23.54, iphoto ist neu geladen und eingerichtet, über das Wölkchen dümpeln regelmäßig neue Urlaubsbildchen ein – wie schön! Aber, ich verzichte vorerst auf weitere Updates, selbst für die Auferstehung meines CorelDraws oder die Teilnahme an meinem heißgeliebten Spiel. Für die nächsten Tage brauche ich wieder etwas zum Anfassen, Rupfen, Reißen, Schneiden, Kleben –

something real!!