Flaschen und Gläser verpacken – simpel und trotzdem schön

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Flaschenverpackungen aufpeppen mit Schleife aka Fliege

Egal zu welchem Anlass verschenke ich am liebsten Selbstgemachtes oder Leckeres aus der Region. Das wird gegessen und getrunken, hat den Flair von Heimat oder süddeutschem Lokalkolorit und hinterher muss nichts mehr verstaut oder abgestaubt werden.

Wenn da nicht jedes Mal die Überlegung wäre: Wie verpacke ich Gläser und Flaschen?

Flaschentüte auf, Flasche rein – nein!
Bei mir kommt keine Flasche nackig in die Tüte, schon gar nicht so ganz alleine. Jede Flasche, jedes Glas bekommt zumindest einen Anzug in Form einer Manschette, ob groß oder klein, dick oder dünn. Vorher sind sie nicht reif für eine Tüte.

Flaschen- / Gläserverpackung minimalistisch

Geschenke in Flaschen und Gläsern 2015, Teil 2 aufgereiht (Teil 1 ist schon verschenkt, Teil 2 geht auf Reisen, Teil 3 ist in Vorbereitung)

 

 

Der Tatort.

 

Der Catwalk.

 

 

Der Catplace als Nebenschauplatz.

 

 

How to do …

 

 

Die Höhe vom Flaschenboden bis zur ersten Krümmung messen.
Papierstreifen zuschneiden, der genügend Länge und Breite zum Umschlagen hat.

 

 

Umgeschlagen und gefalzt werden die langen Seiten und die Klebekante. Die Falze an den langen Kanten gibt Stabilität und es sieht einfach besser aus bei dünnem Papier. Eine gerade Schnittkante sieht bei der Manschette nur bei sehr dickem Papier gut aus.

Die fertige Manschette kann jetzt noch nach Geschmack beklebt und verziert werden. Ich bevorzuge es schlicht:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Aber manchmal darf es (vor allem bei Flaschen) ein wenig mehr sein.

 

Flaschen- / Gläserverpackung aufgepeppt mit falscher Schleife

Noch ein Catwalk.

 

 

Für die Schleifen habe ich keine feste Schablone und ich schneide sie jedes Mal neu, „aus der Hüfte heraus“, wie es gerade so kommt. Für diesen Post wollte ich es dann mal ordentlich machen und prompt schlich sich ein Fehler in die Zeichnung ein. Beim mittleren Verbindungsstück, dem „Knoten“,  habe ich mich vertan. Er muss fast doppelt so breit sein (auf dem nächsten und vor allem auf dem vorletzten Bild zu sehen).

 

 

Der Tatort.

 

 

Alle vier Teile nach den Schablonen zuschneiden.

 

 

Zuerst die Schleife kleben und darüber das Schleifenband.

 

 

Den Knoten um die Schleifenteile legen und NUR das Schleifenband für den Knoten kleben!

 

 

Das Band für den Flaschenhals durch den „Knoten“ schieben und ihn etwas zurecht drücken.

 

 

 

Die Schleife um den Flaschenhals legen, auf die passende Länge kürzen und kleben. Fertig!

 

 

 

Die Korrektur.

 

Ausgehfertige Flasche.

 

Wenn die Schablone fertig ist geht das Schleifenkleben fix voran und macht Spaß.
Auf jeden Fall ist die Freude der Beschenkten doppelt so groß wenn sie solch eine ausstaffierte Flasche aus der Flaschentüte ziehen.

Weihnachtskarten – Edition 2015

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Weihnachtsgrüße ohne Sterne, Engel, Flitter, Glitter, Tannengrün

Beinahe hätte es dieses Jahr, zum ersten Mal nach mindestens 25 Jahren, keinen Weihnachtsgruß plus Karte aus eigener Herstellung von mir gegeben.
Beinahe hätte ich Karten gekauft. Zwei etwas andere, humorige Karten kaufte ich tatsächlich für ganz bestimmte und besondere Bekannte.
Beinahe hätte ich, wie auf Adventskranz und Weihnachtsbäckerei, ganz auf Weihnachtspost verzichtet.

Doch dann fiel mir eine Folienhülle mit getrockneten Ginkgoblättern in die Hand, in der praktischerweise ein Zettel mit der Information lag, was ich mit ihnen vor einigen Jahren geplant hatte und wo ich die angefangenen Versuche finden kann. Wow, was für eine Ordnung! Da muss ich mir einfach auch mal auf die Schulter klopfen. 😉

 

Ich liebe Ginkgo. Ein Exemplar wächst am Rand unseres Schulhofs und jeden Herbst sammle ich die hübschsten Blätter. Widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge (da könnte ich mir ein Beispiel dran nehmen) können Ginkgos über 1000 Jahre alt werden. Etliche Bäume haben sogar die Zerstörungen in Hiroshima überlebt. Als zum Jahrtausendwechsel der Ginkgo als Mahnmal für den Weltfrieden und dem Umweltschutz zum Baum des Jahrtausends erklärt wurde hatte ich die Idee mit Ginkgoblättern meine Weihnachtskarte zu gestalten. Leider war das Bäumchen auf dem Schulhof noch zu klein und die Blatternte fiel sehr schmal aus. Also hieß es sich die Idee zu merken und jeden Herbst den Ginkgo mit seinen fallenden Blättern im Auge behalten.

2012 veredelte ich zum ersten Mal einige der getrockneten Blätter mit Schlagmetall. Doch mir fehlte irgendeine Vorstellung was ich mit ihnen im Anschluss anstellen könnte. Ganz blass kann ich mich erinnern apricotfarbene Karten und Umschläge besorgt zu haben. Keine Ahnung wo die gelandet sind. Andererseits ist das nicht so schlimm, apricot gehört nicht zu meinem üblichen Farbgebinde, also können die Karten weiter unauffindbar bleiben.

Genau diese Blattsammlung fand ich und wusste sofort: Das wird die Karte 2015!

Papier zusammengesammelt und sechs Schnitte weiter war die erste Karte fertig, ohne Schnickschnack und sonstige traditionelle weihnachtliche Motive.

Fünfzackige Sterne, Engel, Federn, meine sonstigen Favoriten auf meiner Weihnachtspost, passen für mich dieses Jahr nicht. Auch wenn ich mit meiner Grußkarte keine Weltsituation ändern kann so bleibt mir mein kleines persönliches Statement für Frieden und Umweltschutz mithilfe des Ginkgos auszudrücken, in verschiedenen Farben und Formen.
Weihnachten, Fest des Friedens.

In die Karte kommt wie jedes Jahr zum Weihnachtsgruß ein kleiner Brief, mal kürzer, mal länger, doch nie ohne einen Spruch oder ein Zitat. Für dieses Jahresende wählte ich den Kanon „Dona Nobis Pacem“ nach Gesprächen mit meiner Mutter, die, 1937 geboren, noch Erinnerungen an den 2. Weltkrieg hat und dieses Lied nach Kriegsende gerne in ihrer Jugendgruppe der Kirche gesungen hat:
Gib uns Frieden!

https://en.wikipedia.org/wiki/Dona_Nobis_Pacem_%28canon%29
https://www.youtube.com/watch?v=9ebz1PAaMSA

Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit

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Mit lachendem und weinendem Auge

Es ist Schuljahresende in Baden-Württemberg und ich rettete die letzten Graffitis meiner Abschlussklasse von den Fenstern. Sie waren Teil der Dekoration ihrer Abschiedsfeier.

 

 

Im April und Mai entstanden diese Werke kurz vor der Hauptschulabschlussprüfung, die in der Projektwoche mit den vielen freudigen Hüpferlis präsentiert wurden. Wie die Hüpfer entstanden sind steht im Blogpost Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber.

Das Sommer-Graffiti gestaltete eines meiner Projektmädels aus der 6. Klasse! Sie hatte den „Großen“ immer wieder zugeschaut und wollte dann auch einmal!

 

 

 

Nach drei Jahren eine Klasse zu verabschieden ist ein tolles Gefühl, vor allem wenn man als Lehrer weiß, dass es gut für die Schulabgänger weiter geht. Das ist für unsere Schüler mit Hauptschulabschluss nicht selbstverständlich!
Mein Team-Kollege und ich haben im vergangenen Schuljahr noch einmal eine Woche Praktikum in Betrieben für alle Schüler ermöglicht, haben Bewerbungsschreiben Korrektur gelesen, angefangen von der Arbeitsagentur bis hin zur Betrieben alle Kontakte genutzt, viele Gespräche mit Schülerpaten und Betreuern geführt und wir waren flexibel, wenn zum Bewerbungsverfahren ein Tagespraktikum nötig war. Fast die Hälfte unserer 25 Schulabgänger beginnt im Herbst eine Ausbildung, vor allem im Handwerk. Ein Viertel wird die 10. Klasse der Werkrealschule besuchten, das andere Viertel geht auf zweijährige berufliche Schulen und unsere zwei Sorgenkinder gehen erst einmal in ein Langzeitpraktikum mit Aussicht auf eine Lehrstelle.

Noch ist nicht alles aufgeräumt und ich gebe mir die Zeit bis zum Wochenende um das Klassenzimmer für die „Neuen“ zu richten.

Nächstes Schuljahr ist für meinen Team-Kollegen und mich dann wieder ein Neuanfang mit einer neuen Klasse. Doch jetzt sind erst einmal …

 

 

 

 

Juhuu!

Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber

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Der Countdown zu den Sommerferien läuft

Von wegen: Es passiert ja nichts mehr in den letzten Schultagen in den Schulen und es werden eh‘ nur Filme angeschaut!
Einspruch!!!
An den Titel des letzten Films, als „nur“ Film, den ich mit meinen Schülern angesehen habe kann ich mich nicht einmal erinnern, dafür sprechen die Schüler immer noch von dem Inhalt! 😀
Dafür erinnere ICH mich an die Umstände, als ich dieser Klasse einen Schulfilm zeigen wollte und KEIN Gerät funktionierte!!!

Ich liebe die letzten Schultage, eigentlich.
Endlich die Möglichkeit als Lehrerin zu haben auf die Interessen der Schüler/innen einzugehen und Aktivitäten anbieten, die sie sich im Laufe des Jahres wünschten.
Die Idee, genial.

Es kommt der Tag nach der Bücherabgabe,
der Tag nach der Notenkonferenz,
die Zeugnisse sind gedruckt, aber noch nicht unterschrieben und gesiegelt, auch noch nicht kopiert und die Noten noch nicht in die Karteikarten übertragen,
es ist der Tag, ab dem Schule wertfrei stattfinden und Spaß machen soll …
man legt seine Vorbereitungen auf den Tisch und bietet sie den den Schülern an
und es kommt nach kurzer Zeit die Frage:

„Gibt es dafür Noten?“

ARGH!
Das ist DIE Spaßbremse mit der man nicht nur als Lehrer leben lernen muss.

Und nun?
Ich habe keine Patentlösung für die letzten Schultage! Aber da man sich an die letzten Tage vor einem Wechsel am besten erinnert, sollte man diese mit Leben füllen, mit schönen Erinnerungen.

„Wie fühlst du dich, wenn du an das Schuljahresende denkst!“, war meine Frage an die Schüler.
„Ich könnte in die Luft springen!“, war die Antwort.

Und aus dieser Antwort haben wir etwas gemacht!

Zuerst entstanden Gliederfiguren aus Karton und Musterbeutelklammern, so wie früher auch Hampelmänner gestaltet wurden.

Diese Hampelmann-Glieder-Figuren sollten sich jetzt vor Freude auf schwarzem Papier „bewegen“ um dann im Umriss nachgezeichnet zu werden.

Jetzt noch ausschneiden …

… und den Scherenschnitt zu den anderen Hüpfern bringen …

… wo sie sich auf einmal schneller vermehren, als man sich es erhofft hat!

Unbenotete Vorferienarbeit kann doch einfach nur Spaß machen!

Wo all die Hüpfer dann landeten kommt im nächsten Blogpost, Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit.

Herzig gepixelte Popup-Karte nicht nur zum Valentinstag

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Ein Kartengruß mit Herz, der 365 Tage im Jahr passt!

Eigentlich suchte ich nach einer Idee, wie ich meine kranken Kolleginnen mit einer Grußkarte aufmuntern kann. Gar nicht so einfach. Anfang Februar ist Karnevals- und Faschingssaison mit „Helau“, „Alaaf“ und „Narri-Narro“. Das ist nicht jedermanns Sache und man muss damit aufgewachsen sein, um den Spaß der Sache freudig erleben zu können oder um den Ernst dahinter zu verstehen.
Im Zweifelsfall ist eine fröhliche Karnevalskarte keine gute Idee für Genesungswünsche.

Als Alternative wird in diesen Tagen DER Tag der Tage für den Süßwaren-, Geschenk- und Blumenhandel mit viel rosa und Herz angeboten:

Valentinstag.

Hmm. Ich persönlich fange wenig mit diesem Tag an. Aber ich erinnere mich an das Entsetzen einer meiner Neffen, als ich ihm erklärte noch nie eine Valentinskarte bekommen zu haben. „Auntie, never? Really never? Never?“ Er war unglücklich, weil auf seinem Regal deutlich weniger Karten gestanden hatten, als bei seinem jüngeren Bruder. Ein großes Drama zwischen den damals sechs und acht Jahre alten Burschen! Ich versuchte zu vermitteln und zu trösten. Irgendwie bekam der jüngere Bruder das Gespräch mit und wollte mich auf seine stille Art trösten. Dazu schnitt und bemalte er kleine Blumen, die er mir nachts als Überraschung an meine neuen Schuhe klebte. Mir kommen immer noch die Tränen wenn ich daran denke, wie die Geschichte ausging – überhaupt nicht in meinem Interesse und schon gar nicht für little J.!

Nach Abwägen meiner persönlichen Befindlichkeiten entschied ich mich für meine Grußkarten für meine Kolleginnen für die Richtung Herz und Valentinskarte, unter Ausschluss von ROSA, obwohl ich weiß, dass eine der beiden betroffenen diese Farbe liebt. ROSA scheint in den Papiergeschäften gerade ausverkauft zu sein, <pff> und Stirn gewischt. KnallePINK war leider auch nicht im Angebot. Das hätte ich zwar genommen, doch das rote Papier finde ich nach wie vor als gute Wahl.

Im Internet recherchiert, mit Suchwort „Herz“ und meinen Treffer in Bonbonfarben, inklusive ROSA, gefunden, eine Popup-Karte mit Herz.

Ausprobiert und umgesetzt zuerst in weiß …

… in rot und weiß …

… in rot-weiß-rot … um dann in Wikipedia zu lesen:

 

In Südafrika wird der (Valtentins)Tag auch als öffentliches Fest gefeiert. Es ist dort Brauch, Kleidung in den Farben weiß und rot für die Reinheit und Liebe zu tragen.

Prima.
Da habe ich mit der Farbwahl schon einmal keinen Fehlgriff getan. 😉

Zudem kann ich ein paar Tipps weitergeben, die bei der Herstellung der Popup-Karten mit Herz hilfreich sind.

Die Anleitung von Mini eco ist auf Englisch, hübsch, mit Schneideplan als ‚template‘, doch knapp beschrieben. Über Gamergirls gibt es eine deutsche Anleitung mit einem Schneideplan als ‚gif‘, den ich nach Download verwendet habe.

Meine Tipps zur Herstellung

Man braucht

  • Schneidematte
  • Pergamentpapier
  • Papier mit mindestens 120 g/m2
  • Schneidemesser oder besser ein Skalpell
  • Stecknadel
  • Falzbein
  • Tesafilm oder besser Maskingtape

Zum Vorgehen
Zuerst die Schneidevorlage auf das Pergamentpapier ausdrucken.
Das Pergamentpapier mit der ausgedruckten Schneidevorlage auf das zu schneidende Papier legen und mit Maskingtape auf einer Schneideunterlage fixieren.

Die Eckpunkte der Linien werden nun mit einer Stecknadel, oder einem anderen spitzen Gegenstand, durch das Transparentpapier in das später zu schneidende Papier durchgedrückt.

Sind alle Eckpunkte durchgestochen wird das Transparentpapier entfernt. Es sind dann nur noch die Eckpunkte zu sehen.

Jetzt heißt es aufpassen, welche Verbindungen zwischen den Punkten mit dem Messer geschnitten und welche mit dem Falzbein zum falten geprägt werden!!!

Wenn alles geschnitten und geprägt ist muss vorsichtig alles in Form geschoben, gedrückt, gebogen, gefalzt werden. Das braucht Muße und ich denke, dass da jeder seine eigene Technik entwickeln muss.

Ich beginne mit dem Kartenfalz, rechts und links vom Herz. Danach falte ich die zwei oberen Herzbögen um dann langsam die Karte zusammenzufalten. Mithilfe einer Stricknadel (die lag dort gerade herum) oder einem Stift können die schmalen Streifen in die richtige Richtung dirigiert werden. Zum Schluss liegt meine Karte dann so platt da.

Die Karten für meine Kolleginnen kaschierte ich auf der Rückseite mit einem Bogen Druckerpapier und schnitt sie auf Briefumschlaggröße zu.

Als ich wieder zuhause war dachte ich mit, ich hätte die Karten einfach so lassen sollen, denn hier standen die ersten Versuchskarten noch auf meinem Arbeitstisch als Stillleben.

 

 

 

Und ganz zum Schluss erinnerte ich mich, dass es Zeiten gab, in denen ich als Kind Fasching und Karneval geliebt habe. Gemeinsam saßen wir als Familie am Fernseher und sahen uns die Übertragungen aus Mainz, Köln und Düsseldorf an. Und bei einem dieser Anlässe hörte ich Ende der 1960er zum ersten Mal DAS Heilerlied von mit Ernst Neger neu interpretiert, was inzwischen Kulturgut ist:

Wer hat seinem Kind noch nicht Heile, heile Gänschen vorgesungen?
Ich schon!!
Karneval kann doch zur Gesundheit beitragen!

Weihnachtskarten – Edition 2014

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Noch sieben Tage bis Weihnachten

Meine Weihnachtskarten für dieses Jahres sind fertig ausgedruckt, geschnitten, gefaltet, geklebt, …

… eingetütet und zum größten Teil schon verschickt.

Eine etwas andere Karte sollte es dieses Jahr sein. Entsprechend hatte sich das Chaos auf meinem Wohnzimmertisch ausgebreitet.

Ich schwankte zwischen einer echten Bastel-Schnippel-Klebekarte und einem Ausdruck einer selbst gemalten und gedruckten, um diese dann weiter zu schnippeln und zu kleben. Im Ergebnis sollte auf jeden Fall eine Klapp-kreuz und quer-Faltkarte herauskommen, die auf jeder Faltposition etwas Neues von sich gibt.

Die ersten Entwürfe schnitt und klebte ich aus den Papieren meines Papierschatzes. Als ich dann hochrechnete wie viel Zeit dann jede Karte benötigen würde cancelte ich diesen Produktionsweg.

Halb fertiger Entwurf der geschnippelten und geklebten Karte

Zum Glück! Ich genoss die Stunden einfach so vor mich hin zu malen, ohne mir vorab Gedanken zu machen, wie alles später vervielfältigt werden kann. Scanner machen zwar selten das, was sie machen sollen, aber es gibt ja noch die Kamera.

Original-Aquarelle der vier Seiten der Weihnachtskarte

Nachdem ich mich für die Variante Malen und Ausdrucken entschieden hatte erledigte der Scanner seine Arbeit, ausnahmsweise wie ich man es von ihm erwartet – ruck zuck!
Die zweite Runde mit diversen Druckern lief nicht problemlos ab. Ich bin mit der Qualität des Ausdrucks auch nach der x-ten Modifizierung des verwendeten Laserdruckers nicht zufrieden.
Als drittes musste auch bei dieser Karte geschnitten und geklebt werden, was einfach Zeit brauchte.

Das Ergebnis sieht, mit den Abstrichen bezüglich des Druckers, so aus, wie ich mir die Karte vorgestellt habe – mit allen Funktionen, bzw. Ansichten!

 

 

 

Wer diese Karte nacharbeiten möchte, einfach fragen!

Weihnachtskarten 2014 in der Entwicklung

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12 Tage bis Weihnachten

Es herrscht seit Tagen Chaos auf meinem größten Tisch.  Ich habe geschnitten, geklebt, gezeichnet und gemalt um meine Weihnachtsgrußkarte von der Idee in meinem Kopf in ein reproduzierbares Ergebnis zu bekommen.

Die Lage am Mittwoch, ganz spät …

Donnertag gegen 14.00 Uhr
Der Kater setzt sich meuternd auf meinen Stuhl!

 

Mitten in der Nacht, von Donnerstag auf Freitag,
ich breche ab, nachdem ich den Pinsel ins falsche Glas getunkt habe!

 

Weihnachtskarten selbst hergestellt

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Karten von vergangenen Weihnachten

Vor mir liegt der Ordner voller Grußkarten mit denen meine Familie in den letzten Jahren Grüße zu Weihnachten, oder, wenn ich spät dran war, zum Neujahr verschickt hat. Noch fehlt mir eine Inspiration für die Weihnachtskarten-Edition 2015.

Es gilt die Regel:
Außer Papier, Bastelmaterial, Umschlag und Briefmarke wird nichts gekauft!

2013
gingen Faltsterne auf Reisen

2012
gab es einen Neujahrsgruß mit Kater – Aquarell eingescannt und auf Pergamentpapier gedruckt

2011
machte mir eine quietschebunte Grußkarte kurz vor dem Abschicken doch etwas Bauchweh!

Dazu entwickelte sich eine alternative Karte aus den Resten!

2010
musste es schnell und flott gehen, da meine Schule zusätzlich 100 Stück brauchte. Ganz einfach, Faltschnitt in grün und gold.

Die ersten 50 Stück hatten jedoch einen kleinen Schreibfehler, einen zum weinen 😉
Das „h“ hatten meine Schülerlein vergessen!!

2009
erschienen Sterne auf einer Falt-Klappkarte in weiß, rot, gelb – eine schöne Karte zum Aufstellen. Vielleicht poste ich die Anleitung dazu noch.

2008
ging ein Engel auf einer Wolke auf Reisen und leider habe ich von dieser Karte nur noch die Vorlagen und kein fertiges Exemplar 🙁

2007
war keine Zeit zum Basteln, aber zum Fotografieren. Ich verschickte einen Weihnachtsstern auf Pergament und sprenkelte ein wenig Blattgold auf die Bildmitte.

2006
inspirierte mich ein Spruch zu einer Karte mit Engelsflügel und Federn.

2005
leuchteten Sterne in rot und gold, geschnitten, ausgestanzt, mit Draht umwickelt, … von den Weihnachtskarten und innen ein Gedicht von Hermann Hesse.

2004
fehlt in meiner Sammlung, keiner kann sich erinnern und demzufolge muss es ein Zwischen-den-Jahren-Modell gewesen sein

2003
erschien eine Weihnachts-Sternschnuppe aus Glasperlen, Pailetten und Sternchen am blauen Nachthimmel

Jede Menge Entwürfe lassen sich in meinem Ordner mit den Weihnachtskarten finden, auch einige an die ich mich fast nicht mehr erinnern konnte.

 

Mal sehen, was ich dieses Jahr hinbekomme.

Wie versendet ihr Weihnachtsgrüße?

Wie Lose zu Fischen werden

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Manchmal läuft es auf die Schnelle und dann doch wieder ganz anders

Unsere Tauchabteilung des Sportvereins vor Ort hat sein 40jähriges Jubliäum dieses Jahr, es darf gefeiert werden und eine Tombola mit Losen soll es geben, aber bitte nicht 08/15.
Letzteres so entschieden und in meine Hände gelegt – „Du hast doch immer die tollen Ideen!“ – zweieinhalb Wochen vor der Veranstaltung.

Ich schlage vor die Lose als Angelspiel anzubieten und habe gleich ganz schlechte Karten:
Taucher und Angler mögen zwar beide Fische, aber die einen zum gucken und die anderen zum fangen/essen.
Nicht kompatibel, geht gar nicht.

Ich schlage die Alternative Dartscheibe vor, da es ja doch auch Taucher/Fischer mit Harpune gibt.
Die Reaktionen zeigen mir schnell – Keine gute Idee!

Okay.
Durchatmen.
Hilft nicht.

Kurze Trotzidee: Vierzig numerierte Äpfel zum Apfelschnappen im großen Bottich.
Wir bekommen so schnell keinen Bottich in der Größe, also gecancelt.

Ich hänge, während die Festplanungstruppe schon einen Schritt weiter bei der Verköstigung ist, immer noch in der Schleife:
Boah, nee! Und dazu die Blicke von wegen ‚Du schaffst das schon‘!

Drei Tage später, während einer Facetime-Session mit meinem Sohn, der momentan nicht gerade um die Ecke lebt, schildere ich ihm diese vermaledeite Losgeschichte. Immer noch überzeugt, dass Fische als Losträger optimal sind schnippel ich vor der Kamera aus einem Papierfetzen Freihand einen Fisch, haue mir dem Locher ein Loch für ein Losröllchen hinein und stecke ein entsprechendes Teil hinein.

Sohnemann ist überzeugt.
Einziger, nachvollziehbarer Einwand ist das Loch für das Losröllchen.  Am Auge sitzend ist das Ganze nicht optimal. Aber als Flosse, optimal.
Wahnsinn, was so via Facetime-Video so über ca. 9300 km besprochen werden kann!!

Eine Nachtschicht folgte mit Aufzeichnen und Ausschneiden. Zum Glück bot das Fernsehen ausnahmsweise ein unterstützendes Programm.

Zuletzt setzte ich dann doch noch aus Locherresten Augen auf die Fische.

 

Das Jubiläum wurde gefeiert und dann wurde nichts mehr aus der Verlosung. Bevor es soweit war stolperte ich, fiel, rettete zwar das Glas in meiner Hand, aber nicht meine Knochen.
Die Verlosung wurde vertagt.

Zum Glück hatte ich mir nichts gebrochen, aber ich war genug außer Gefecht gesetzt. Profitiert hat dadurch meine Schule. So hatte ich Muße mich um all die anderen Festprogramme und Verabschiedungen zu kümmern, die zum Schuljahresende anlagen.

Weihnachtskarten – Edition 2013

oder …

Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.