Rosen im Schnee

oder …

Weihnachten ist vorbei und nun schneit es doch!

Heiligabend ohne Schnee.
Der 1. Weihnachtstag ohne Schnee.
Der 2. Weihnachtstag, Boxing Day, ohne Schnee.
Aber dann, am Tag danach, meinte Frau Holle all ihr Potential auf einmal in Süddeutschland in großen Flocken herunterrieseln lassen zu müssen.

Oh meine Rosen, die noch vor Tagen so herrlich blühten! Jetzt sind sie mit Schnee bedeckt!

Und es schneit weiter, und weiter, und weiter …

… bis die Schwerkraft siegt.

 

Kater Chewie hat sich die Lage nur kurz auf dem Balkon angeschaut.

Zu kalt, zu nass, zu windig – nee, da gibt es besserer Plätze für ein Schläfchen mit Garantie für warmen Po und Pelz.

 

Ein Schal für die kühlen Stunden im Frühling

oder …

Wieder ein Strickwerk, einfach glatt hoch!

Da ist er, der frisch gestrickte Schal in meiner Lieblingsfarbe, grün! Er ist ein luftig lockeres Leichtgewicht mit gerade einmal 50 g und das bei einer stattlichen Länge von 210 cm und 40 cm Breite.

 

Das Material, ein Mohairgarn, wandert schon seit Dezember 2008 von einem Strickkorb in den anderen. Ursprünglich hatte ich vor kleine Quadrate ins Strickwerk einzuarbeiten um meine Seidenreste verarbeiten zu können. Später sollte es mit einem Ajourmuster verarbeitet werden.

Doch immer wenn ich das Garn anschaute dachte ich mir: Viel zu schön für ein Muster oder mit anderen Farben/Materialien verstrickt zu werden.

Also, wieder einmal, wie meine letzten beiden Pullover, glatt rechts hoch!
Langweilig!
Stimmt!
Aber dieses langweilige Nadelklappern lohnt sich!!

Ich garantiere ein langes Tragen, wenn mit guten Materialien gearbeitet wurde und einem die Farbe wirklich gefällt :-)!

Da kann nichts aus der Mode kommen und das Material entfaltet seine ganz eigene Wirkung!

Mit 6er Nadeln verstrickt entstand aus dem Mohairgarn nun ein leicht transparentes Strickwerk. Der Schal wirkt so nicht winterlich und auch optisch leicht.

 

 

 

Durch die relativ große Nadelstärke für das feine Material haben die Mohairfasern Platz sich aufzuplustern. Das ist jedoch nicht unbedingt jedermanns Sache! Mancheine/r empfindet das als kratzend!

Was ich als Vorteil von dem einfachen Strickmuster – glatt rechts bzw. eine Reihe rechte Maschen, eine Reihe linke Maschen – empfand, war der sich nach links rollende Rand. Diese Eigenheit verträgt sich gut mit dem leichten Material. Der Schal rollt sich wie zu einem Schlauch und lässt sich leicht um den Hals legen.

Gutes Mohairgarn ist nicht günstig, aber es lohnt sich! Wer beim Einkauf auf die Banderole schaut wird erkennen, dass die Lauflänge oft deutlich höher ist, als z.B. bei Wolle. Meine 50 g haben vor fünf Jahren 12 Euro gekostet.

Der Frühling ist da!

oder …

Es ist bunt draußen vor der Tür!

Wenn man sich an die Wintermonate Anfang 2013 erinnert, an die Wochen ohne Sonnenschein, werden wir dieses Jahr richtig verwöhnt.

Der Winter hat sich woanders ausgetobt und Deutschland in großen Teilen verschont. Deshalb hatte ich mich letztes Jahr an Fasching auch nach Spanien zu meiner Freundin geflüchtet – dort blühten die Mandelbäume und Mimosen!
Dieses Jahr sieht es auch zuhause in Deutschland nicht schlecht aus! Blühten 2013 am 1. März gerade einmal Schneeglöckchen und Winterlinge verteilt die Natur ihre Farbkleckse jetzt schon großzügig, nicht nur an geschützten Stellen.

Die Krokusse stehen in voller Blüte.

 

 

 

In den Vorgärten in der Nachbarschaft bereitet sich die Mahonie auf ihre gelben Blüten vor, auch in meinem Mini“garten“ vor meinem Balkon.

 

Gleich neben der Mahonie entdeckte ich das erste „Bauernbübchen“ (Traubenhyazinthen) und gleich daneben eine ganze Gruppe von ihnen.

 

Und welche Blumen gehören noch zum Frühling?

Für mich sind das freilaufende 🙂 Primeln und Gänseblümchen! Und, siehe da, auch diese blühen schon.

 

 

Ich war begeistert, im Fotofieber, und was sehe ich noch – eine blühende Osterglocke, am 26. Februar 2014, in Mitteleuropa, Deutschland, Baden-Württemberg …

Ich stellte mir an diesem Tag die Frage:

WAS bitte wird an Ostern blühen? Etwa schon die Pfingstrosen?

Letztes Jahr sah es zur gleichen Zeit noch SO …

und SO aus!

Um all die Frühlingsgefühle noch etwas mehr anzukurbeln, gestern, am 5. März, entdeckte ich die ersten blühenden Veilchen!

FRÜHLING!!
Er ist’s!

 

 

Herbstlicher Türschmuck in 15 Minuten

oder …

Hortensien sind selbst verblüht noch schön

Hortensienkugel

Herbstliche Temperaturen vor der Tür, die Sommerbepflanzung in den Blumenkästen will nicht mehr so richtig Blüten und Farbe entwickeln, da fällt mir meine Hortensie ins Auge.
Im Frühsommer hatte sie in herrlichen weißen Blütendolden geblüht um dann den restlichen Sommer langsam ins grün zu wechseln und jetzt werden die Blütenblätter braun. Nachdem ich zwischen den Dolden neue Triebe entdeckte schnitt ich alles verblühte ab.

Nicht nur Kater Harry fand die abgeschnittenen Hortensienblüten zum Wegwerfen zu schade. Tatsächlich kann mit wenigen Mitteln ruckzuck eine Deko daraus hergestellt werden.

Mit etwas Schnur (Paketschnur und Nylonfaden), einer Schere, einem feinen Rebkranz, 7 verblühten Hortensien und 15 Minuten Zeit kann ein Türkranz und eine Hortensienkugel entstehen.

Für den Kranz werden zwei Blüten mit etwas Schnur unter den Blattachsen hindurch miteinander verknotet.

Mit den Schnurenden oder neuen Schnüren verbindet man die zwei Blütendolden „unsichtbar“ auf der Rückseite mit dem Rebkranz und verknotet die Schurenden.

Zum Aufhängen noch einen Nylonfadenan an den Kranz binden und fertig ist er, der herbstliche Türkranz!

 

 

Die restlichen fünf Dolden knotete ich mit Schur zu einer Kugel zusammen. Zuerst zwei verbinden, dann die dritte Blüte anknoten und die vierte. Bevor ich die letzte verblühte Hortensie einsetzte, knotete ich den Nylonfaden zum Aufhängen in die Mitte hinein.

Hortensienkugel

 

Unterwegs zum Kloster Lorch #2

oder …

Es summt und flattert im Sonnenhut

Alte Kloster- und Bauerngärten ziehen mich magisch an. So erging es mir auch in dem kleinen, feinen Gärtchen des Klosters Lorch. Bevor wir unsere Besichtigung der Anlage beginnen konnten stand ich schon zwischen den Kräuter- und Heilpflanzenbeeten, mitten im Gesumm.

Ganz besonders angetan hatte es mir eine Staude Echinacea, zu deutsch Sonnenhut, in der sich Hummeln tummelten, zusammen mit etlichen Schmetterlingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitronenfalter-Weibchen

 

Fundsache = Glückssache

oder …

Meine Kleeblättersammlung 2013 wächst

Den Kopf hängen zu lassen bringt nichts, doch manchmal lohnt es sich. Letzte Woche fand ich auf diese Art und Weise die ersten zwei vierblättrigen Kleeblätter in diesem Jahr. Eins verschenkte ich sogleich an meine Lieblingsnachbarin, die momentan ein wenig Glück brauchen kann. Meins kam erst einmal in die Blumenpresse.

Heute, eine Woche später, an der gleichen Stelle, bückte ich mich wieder und freute mich: Uih! Noch eins!
Allgemeine Verblüffung herrschte im Kollegium, als ich meine neue Beute zeigte, denn wir alle zählten: Eins, zwei, drei, vier, … was ist DAS denn?

Zunächst einmal legte ich das Kleeblatt ins Wasser und in der nächsten Pause traute ich meinen Augen kaum: Eins, zwei, drei, vier, … oohhhh! Das letzte klitzekleine Blättchen hatte sich durch das Bad erst richtig entfaltet!

 

Ganz ehrlich, die Fotos sind unbearbeitet und mit meinem iphone gemacht worden (deshalb auch die Qualität). Da wurde nichts geklebt! Einzig das Stengelchen vom ersten Kleeblatt löste sich nach dem Pressen von den Blättern. Doch diese vier hängen noch fest aneinander.

Last Minute Muttertagsgeschenk mit Herz

oder …

Schauen wir mal was in den Grünanlagen rundherum so wächst

Gestern fand ich auf dem Heimweg rund um einige Platanen Rindenabsprünge, die laut zu mir sprachen: „Nimm mich mit!“

Heute auf dem Weg zu meinem Futterhäuschen (Vogelmamis sind auch Mütter!) fiel mein Blick auf das Moos im Rasen und da war sie – eine Idee. Die Ausführung erfolgte sogleich! Nach ca. 15 Minuten war das Moosherz auf Platanenrinde mit Blümchen fertig!

Dazu suchte ich mir eine unauffällige Stelle mit Moosbewuchs.
Diese Stelle muss zuerst gesäubert werden, das heißt alte Blätter und Samen herauspuhlen und altes, wie neues Gras herauszupfen.
Dann eine Grabgabel, Ziehhacke oder ein anderes Gerät mit Zinken flach unter die ausgewählte und vorbereitete Stelle schieben. Dabei etwas Erde mitnehmen und das Moosfleckchen abheben. Ein Stück in der Größe von zwei Handflächen reicht völlig.
Das Moosfleckchen auf einer flachen Fläche vorsichtig in Form drücken und auf das Platanenstück legen.
Mit Goldfäden, Golddraht oder, wie ich hier, mit langgezogenem Engelshaar, aus der Restebox von Weihnachten, Moos und Rindenstück locker umwickeln bzw. miteinander fixieren.

Zum Schluss schnitt ich noch ein Blümchen aus meinem Blumenkasten ab und steckte es in das Moosherz.

 

Ich brauche das Moosherz morgen für einen anderen Anlass. Dazu muss es einen langen Weg mit dem Auto aushalten und genau dafür ist ein solches Gebinde auch geeignet. Das Moos hält sich, wenn es feucht gehalten wird. Und in das Moosherz kann das Blümchen erst kurz vor dem benötigtem Anlass frisch geschnitten hineingesteckt werden. Bei mir wird es ein Röschen aus diesem Töpfchen Zwergrosen sein.

 

Koffer packen

oder …

auch nicht Grünzeug

Wer mich kennt weiß, ich verreise gerne. ABER, den Koffer zu packen ist so gar nicht mein Ding. Meine Kinder können ein Lied davon singen. Als kleine Kinder flüchteten sie sich in diesen Situationen zu Oma und Opa. Selbst jetzt noch, als Erwachsene, gehen sie die Tage vor einer Reise mit Vorsicht mit mir um. Es ist besser geworden seitdem ich nur noch für mich selber packen muss, den Koffer in einem Zimmer hinlegen und die Tür zwischen Koffer und mir schließen kann.

Ich habe den Koffer schon einmal aus dem Keller, hoch in die Wohnung geholt und im Kofferzimmer abgelegt. Dort liegt er nun. Das Kofferzimmer ist auch das Lohnsteuerrückerstattungszimmer, das Zimmer für unbezahlte Rechnungen, für bezahlte Arztrechnungen, die darauf warten eingereicht zu werden, Belege, Papiere und was sonst noch weniger angenehm zu bearbeiten ist.

Heute legte ich die ersten Teile in den Koffer …

 

… und dann machte ich zwischen mir und Koffer die Tür zu. 😀

Ich brauche zum Packen noch ein wenig Inspiration und vor allem mehr Ruhe, als mir der Alltag diese Woche übrig gelassen hat. Warum werden die letzten Tage vor den Schulferien für Schüler und Lehrer immer so mit zusätzlichen Aktionen zugepackt? Den Sinn dahinter habe ich auch nach über 30 Jahren als Lehrerin nicht ergründet.

Heute traf ich wieder auf den ungepackten Koffer, als ich mit dem Staubsauger durch die Wohnung ging. Doch zum Glück endete der Sauger-Kurs in der Küche, wo noch das bemitleidenswerte Pflänzchen, das ich gestern vor der Tonne im Gartenbaumarkt gerettet hatte, stand.
Ich weiß zwar nicht um was für eine Sorte es sich dabei handelt, aber ich werde es schon wieder hochpäppeln, wie den traurigen Bambus vom Baumarktbesuch letztes Wochenende. Aber zum Päppeln braucht es gute Erde und einen neuen Topf – der Koffer kann warten.

 

Chewbacca zweifelt auch, ob aus dem Bambus noch etwas wird

Jetzt steht die heutige Errungenschaft bei den inzwischen gut angewachsenen Kakteen-Relikten aus Chewbaccas Fliegenjagd von der ich hier im Sommer letzten Jahres berichtete.

Ein paar der neuen Mini-Kakteen verschenkte ich an Schüler und Kollegen. Weitere Pflänzchen tauschte ich mit meiner Nachbarin gegen ein selbst gezogenes Usambaraveilchen (ganz rechts auf dem Bild), das ich nach einem halben Jahr doch tatsächlich zum Blühen gebracht habe!

Da ich zum Umtopfen nun schon einmal den Eimer mit Blumenerde in der Küche stehen hatte schaute ich mir meine frisch bewurzelten Pflänzchen an. Ich entschied, dass, wenn ich schon einmal dabei bin meine Finger in die Erde zu stecken, könnte ich gleich weiter machen.

Türkische Minze – Lavendel aus Spanien – Weide

Von den Weidenzweigen, die ich im Dezember zu den Barbarazweigen ins Wasser stellte und Wurzeln bildeten (ich berichtete unter Es grünt im Haus davon) haben zwei überlebt. Den Lavendel hatte ich Ende Februar in Spanien gepflückt und die Minze bekam ich gestern geschenkt.

Platz für neue Pflanzen und Pflanztöpfe habe ich nicht in der Wohnung. Die Fensterbretter sind genau 50:50 aufgeteilt zwischen Blumentöpfen und Katerchen. Bis zu den ersten frostfreien Nächten und dem Umzug auf den Balkon muss all das neue Grünzeug Platz finden. Der Teil, der mehr Pflege braucht, steht nun in die Pflanzen-Krankenstation in meinem Arbeitszimmer.

 

Und die Kräuter versammeln sich bei den Tulpen auf dem Esstisch.

Meine Kater-Pflege-Fütter-Streichel-Urlaubsvertretung wird einiges zum Gießen haben, wenn der Koffer dann wirklich gepackt sein wird und ich mich auf den Weg in den Norden mache.

Es grünt im Haus …

und das ganz von alleine!

Auf meinem Haushaltsplan für heute stand ganz weit oben:
– Barbarazweige auf den Kompost

Alle Zweige hatten schon vor Weihnachten prächtige Blüten gezeigt, was ja Glück im neuen Jahr verspricht. Und sie blühen immer noch, dass es mir schwer fällt sie tatsächlich in den Eimer zu stecken.

 

 

Da inzwischen die verblühten Blüten überwiegen und mehr Krümel auf dem Tisch hinterlassen als hübsch auszusehen mache ich mich heute nun doch ans Wegräumen.

Doch dann kann ich meinen Augen kaum trauen! Sicher, den einen oder anderen grünen Trieb hatte ich letztes Wochenende schon entdeckt. Aber als ich die Zweige aus der Vase holte hatte doch jeder Zweig Wurzeln entwickelt!

 

Mir fällt es immer schwer Pflanzen wegzuwerfen und ich bevorzuge beim Kaufen die Pflanzen, die keiner mehr haben will.

Also, was mache ich jetzt?

Ich gebe frisches Wasser in die Vase und stelle die Zweige wieder hinein. So viel Überlebenswillen muss honoriert werden.

Mal sehen, was sich daraus entwickelt!