Weihnachtskarten – Edition 2015

oder …

Weihnachtsgrüße ohne Sterne, Engel, Flitter, Glitter, Tannengrün

Beinahe hätte es dieses Jahr, zum ersten Mal nach mindestens 25 Jahren, keinen Weihnachtsgruß plus Karte aus eigener Herstellung von mir gegeben.
Beinahe hätte ich Karten gekauft. Zwei etwas andere, humorige Karten kaufte ich tatsächlich für ganz bestimmte und besondere Bekannte.
Beinahe hätte ich, wie auf Adventskranz und Weihnachtsbäckerei, ganz auf Weihnachtspost verzichtet.

Doch dann fiel mir eine Folienhülle mit getrockneten Ginkgoblättern in die Hand, in der praktischerweise ein Zettel mit der Information lag, was ich mit ihnen vor einigen Jahren geplant hatte und wo ich die angefangenen Versuche finden kann. Wow, was für eine Ordnung! Da muss ich mir einfach auch mal auf die Schulter klopfen. 😉

 

Ich liebe Ginkgo. Ein Exemplar wächst am Rand unseres Schulhofs und jeden Herbst sammle ich die hübschsten Blätter. Widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge (da könnte ich mir ein Beispiel dran nehmen) können Ginkgos über 1000 Jahre alt werden. Etliche Bäume haben sogar die Zerstörungen in Hiroshima überlebt. Als zum Jahrtausendwechsel der Ginkgo als Mahnmal für den Weltfrieden und dem Umweltschutz zum Baum des Jahrtausends erklärt wurde hatte ich die Idee mit Ginkgoblättern meine Weihnachtskarte zu gestalten. Leider war das Bäumchen auf dem Schulhof noch zu klein und die Blatternte fiel sehr schmal aus. Also hieß es sich die Idee zu merken und jeden Herbst den Ginkgo mit seinen fallenden Blättern im Auge behalten.

2012 veredelte ich zum ersten Mal einige der getrockneten Blätter mit Schlagmetall. Doch mir fehlte irgendeine Vorstellung was ich mit ihnen im Anschluss anstellen könnte. Ganz blass kann ich mich erinnern apricotfarbene Karten und Umschläge besorgt zu haben. Keine Ahnung wo die gelandet sind. Andererseits ist das nicht so schlimm, apricot gehört nicht zu meinem üblichen Farbgebinde, also können die Karten weiter unauffindbar bleiben.

Genau diese Blattsammlung fand ich und wusste sofort: Das wird die Karte 2015!

Papier zusammengesammelt und sechs Schnitte weiter war die erste Karte fertig, ohne Schnickschnack und sonstige traditionelle weihnachtliche Motive.

Fünfzackige Sterne, Engel, Federn, meine sonstigen Favoriten auf meiner Weihnachtspost, passen für mich dieses Jahr nicht. Auch wenn ich mit meiner Grußkarte keine Weltsituation ändern kann so bleibt mir mein kleines persönliches Statement für Frieden und Umweltschutz mithilfe des Ginkgos auszudrücken, in verschiedenen Farben und Formen.
Weihnachten, Fest des Friedens.

In die Karte kommt wie jedes Jahr zum Weihnachtsgruß ein kleiner Brief, mal kürzer, mal länger, doch nie ohne einen Spruch oder ein Zitat. Für dieses Jahresende wählte ich den Kanon „Dona Nobis Pacem“ nach Gesprächen mit meiner Mutter, die, 1937 geboren, noch Erinnerungen an den 2. Weltkrieg hat und dieses Lied nach Kriegsende gerne in ihrer Jugendgruppe der Kirche gesungen hat:
Gib uns Frieden!

https://en.wikipedia.org/wiki/Dona_Nobis_Pacem_%28canon%29
https://www.youtube.com/watch?v=9ebz1PAaMSA

Herzig gepixelte Popup-Karte nicht nur zum Valentinstag

oder …

Ein Kartengruß mit Herz, der 365 Tage im Jahr passt!

Eigentlich suchte ich nach einer Idee, wie ich meine kranken Kolleginnen mit einer Grußkarte aufmuntern kann. Gar nicht so einfach. Anfang Februar ist Karnevals- und Faschingssaison mit „Helau“, „Alaaf“ und „Narri-Narro“. Das ist nicht jedermanns Sache und man muss damit aufgewachsen sein, um den Spaß der Sache freudig erleben zu können oder um den Ernst dahinter zu verstehen.
Im Zweifelsfall ist eine fröhliche Karnevalskarte keine gute Idee für Genesungswünsche.

Als Alternative wird in diesen Tagen DER Tag der Tage für den Süßwaren-, Geschenk- und Blumenhandel mit viel rosa und Herz angeboten:

Valentinstag.

Hmm. Ich persönlich fange wenig mit diesem Tag an. Aber ich erinnere mich an das Entsetzen einer meiner Neffen, als ich ihm erklärte noch nie eine Valentinskarte bekommen zu haben. „Auntie, never? Really never? Never?“ Er war unglücklich, weil auf seinem Regal deutlich weniger Karten gestanden hatten, als bei seinem jüngeren Bruder. Ein großes Drama zwischen den damals sechs und acht Jahre alten Burschen! Ich versuchte zu vermitteln und zu trösten. Irgendwie bekam der jüngere Bruder das Gespräch mit und wollte mich auf seine stille Art trösten. Dazu schnitt und bemalte er kleine Blumen, die er mir nachts als Überraschung an meine neuen Schuhe klebte. Mir kommen immer noch die Tränen wenn ich daran denke, wie die Geschichte ausging – überhaupt nicht in meinem Interesse und schon gar nicht für little J.!

Nach Abwägen meiner persönlichen Befindlichkeiten entschied ich mich für meine Grußkarten für meine Kolleginnen für die Richtung Herz und Valentinskarte, unter Ausschluss von ROSA, obwohl ich weiß, dass eine der beiden betroffenen diese Farbe liebt. ROSA scheint in den Papiergeschäften gerade ausverkauft zu sein, <pff> und Stirn gewischt. KnallePINK war leider auch nicht im Angebot. Das hätte ich zwar genommen, doch das rote Papier finde ich nach wie vor als gute Wahl.

Im Internet recherchiert, mit Suchwort „Herz“ und meinen Treffer in Bonbonfarben, inklusive ROSA, gefunden, eine Popup-Karte mit Herz.

Ausprobiert und umgesetzt zuerst in weiß …

… in rot und weiß …

… in rot-weiß-rot … um dann in Wikipedia zu lesen:

 

In Südafrika wird der (Valtentins)Tag auch als öffentliches Fest gefeiert. Es ist dort Brauch, Kleidung in den Farben weiß und rot für die Reinheit und Liebe zu tragen.

Prima.
Da habe ich mit der Farbwahl schon einmal keinen Fehlgriff getan. 😉

Zudem kann ich ein paar Tipps weitergeben, die bei der Herstellung der Popup-Karten mit Herz hilfreich sind.

Die Anleitung von Mini eco ist auf Englisch, hübsch, mit Schneideplan als ‚template‘, doch knapp beschrieben. Über Gamergirls gibt es eine deutsche Anleitung mit einem Schneideplan als ‚gif‘, den ich nach Download verwendet habe.

Meine Tipps zur Herstellung

Man braucht

  • Schneidematte
  • Pergamentpapier
  • Papier mit mindestens 120 g/m2
  • Schneidemesser oder besser ein Skalpell
  • Stecknadel
  • Falzbein
  • Tesafilm oder besser Maskingtape

Zum Vorgehen
Zuerst die Schneidevorlage auf das Pergamentpapier ausdrucken.
Das Pergamentpapier mit der ausgedruckten Schneidevorlage auf das zu schneidende Papier legen und mit Maskingtape auf einer Schneideunterlage fixieren.

Die Eckpunkte der Linien werden nun mit einer Stecknadel, oder einem anderen spitzen Gegenstand, durch das Transparentpapier in das später zu schneidende Papier durchgedrückt.

Sind alle Eckpunkte durchgestochen wird das Transparentpapier entfernt. Es sind dann nur noch die Eckpunkte zu sehen.

Jetzt heißt es aufpassen, welche Verbindungen zwischen den Punkten mit dem Messer geschnitten und welche mit dem Falzbein zum falten geprägt werden!!!

Wenn alles geschnitten und geprägt ist muss vorsichtig alles in Form geschoben, gedrückt, gebogen, gefalzt werden. Das braucht Muße und ich denke, dass da jeder seine eigene Technik entwickeln muss.

Ich beginne mit dem Kartenfalz, rechts und links vom Herz. Danach falte ich die zwei oberen Herzbögen um dann langsam die Karte zusammenzufalten. Mithilfe einer Stricknadel (die lag dort gerade herum) oder einem Stift können die schmalen Streifen in die richtige Richtung dirigiert werden. Zum Schluss liegt meine Karte dann so platt da.

Die Karten für meine Kolleginnen kaschierte ich auf der Rückseite mit einem Bogen Druckerpapier und schnitt sie auf Briefumschlaggröße zu.

Als ich wieder zuhause war dachte ich mit, ich hätte die Karten einfach so lassen sollen, denn hier standen die ersten Versuchskarten noch auf meinem Arbeitstisch als Stillleben.

 

 

 

Und ganz zum Schluss erinnerte ich mich, dass es Zeiten gab, in denen ich als Kind Fasching und Karneval geliebt habe. Gemeinsam saßen wir als Familie am Fernseher und sahen uns die Übertragungen aus Mainz, Köln und Düsseldorf an. Und bei einem dieser Anlässe hörte ich Ende der 1960er zum ersten Mal DAS Heilerlied von mit Ernst Neger neu interpretiert, was inzwischen Kulturgut ist:

Wer hat seinem Kind noch nicht Heile, heile Gänschen vorgesungen?
Ich schon!!
Karneval kann doch zur Gesundheit beitragen!

Weihnachtskarten – Edition 2014

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Noch sieben Tage bis Weihnachten

Meine Weihnachtskarten für dieses Jahres sind fertig ausgedruckt, geschnitten, gefaltet, geklebt, …

… eingetütet und zum größten Teil schon verschickt.

Eine etwas andere Karte sollte es dieses Jahr sein. Entsprechend hatte sich das Chaos auf meinem Wohnzimmertisch ausgebreitet.

Ich schwankte zwischen einer echten Bastel-Schnippel-Klebekarte und einem Ausdruck einer selbst gemalten und gedruckten, um diese dann weiter zu schnippeln und zu kleben. Im Ergebnis sollte auf jeden Fall eine Klapp-kreuz und quer-Faltkarte herauskommen, die auf jeder Faltposition etwas Neues von sich gibt.

Die ersten Entwürfe schnitt und klebte ich aus den Papieren meines Papierschatzes. Als ich dann hochrechnete wie viel Zeit dann jede Karte benötigen würde cancelte ich diesen Produktionsweg.

Halb fertiger Entwurf der geschnippelten und geklebten Karte

Zum Glück! Ich genoss die Stunden einfach so vor mich hin zu malen, ohne mir vorab Gedanken zu machen, wie alles später vervielfältigt werden kann. Scanner machen zwar selten das, was sie machen sollen, aber es gibt ja noch die Kamera.

Original-Aquarelle der vier Seiten der Weihnachtskarte

Nachdem ich mich für die Variante Malen und Ausdrucken entschieden hatte erledigte der Scanner seine Arbeit, ausnahmsweise wie ich man es von ihm erwartet – ruck zuck!
Die zweite Runde mit diversen Druckern lief nicht problemlos ab. Ich bin mit der Qualität des Ausdrucks auch nach der x-ten Modifizierung des verwendeten Laserdruckers nicht zufrieden.
Als drittes musste auch bei dieser Karte geschnitten und geklebt werden, was einfach Zeit brauchte.

Das Ergebnis sieht, mit den Abstrichen bezüglich des Druckers, so aus, wie ich mir die Karte vorgestellt habe – mit allen Funktionen, bzw. Ansichten!

 

 

 

Wer diese Karte nacharbeiten möchte, einfach fragen!

Weihnachtskarten 2014 in der Entwicklung

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12 Tage bis Weihnachten

Es herrscht seit Tagen Chaos auf meinem größten Tisch.  Ich habe geschnitten, geklebt, gezeichnet und gemalt um meine Weihnachtsgrußkarte von der Idee in meinem Kopf in ein reproduzierbares Ergebnis zu bekommen.

Die Lage am Mittwoch, ganz spät …

Donnertag gegen 14.00 Uhr
Der Kater setzt sich meuternd auf meinen Stuhl!

 

Mitten in der Nacht, von Donnerstag auf Freitag,
ich breche ab, nachdem ich den Pinsel ins falsche Glas getunkt habe!

 

Weihnachtskarten selbst hergestellt

oder …

Karten von vergangenen Weihnachten

Vor mir liegt der Ordner voller Grußkarten mit denen meine Familie in den letzten Jahren Grüße zu Weihnachten, oder, wenn ich spät dran war, zum Neujahr verschickt hat. Noch fehlt mir eine Inspiration für die Weihnachtskarten-Edition 2015.

Es gilt die Regel:
Außer Papier, Bastelmaterial, Umschlag und Briefmarke wird nichts gekauft!

2013
gingen Faltsterne auf Reisen

2012
gab es einen Neujahrsgruß mit Kater – Aquarell eingescannt und auf Pergamentpapier gedruckt

2011
machte mir eine quietschebunte Grußkarte kurz vor dem Abschicken doch etwas Bauchweh!

Dazu entwickelte sich eine alternative Karte aus den Resten!

2010
musste es schnell und flott gehen, da meine Schule zusätzlich 100 Stück brauchte. Ganz einfach, Faltschnitt in grün und gold.

Die ersten 50 Stück hatten jedoch einen kleinen Schreibfehler, einen zum weinen 😉
Das „h“ hatten meine Schülerlein vergessen!!

2009
erschienen Sterne auf einer Falt-Klappkarte in weiß, rot, gelb – eine schöne Karte zum Aufstellen. Vielleicht poste ich die Anleitung dazu noch.

2008
ging ein Engel auf einer Wolke auf Reisen und leider habe ich von dieser Karte nur noch die Vorlagen und kein fertiges Exemplar 🙁

2007
war keine Zeit zum Basteln, aber zum Fotografieren. Ich verschickte einen Weihnachtsstern auf Pergament und sprenkelte ein wenig Blattgold auf die Bildmitte.

2006
inspirierte mich ein Spruch zu einer Karte mit Engelsflügel und Federn.

2005
leuchteten Sterne in rot und gold, geschnitten, ausgestanzt, mit Draht umwickelt, … von den Weihnachtskarten und innen ein Gedicht von Hermann Hesse.

2004
fehlt in meiner Sammlung, keiner kann sich erinnern und demzufolge muss es ein Zwischen-den-Jahren-Modell gewesen sein

2003
erschien eine Weihnachts-Sternschnuppe aus Glasperlen, Pailetten und Sternchen am blauen Nachthimmel

Jede Menge Entwürfe lassen sich in meinem Ordner mit den Weihnachtskarten finden, auch einige an die ich mich fast nicht mehr erinnern konnte.

 

Mal sehen, was ich dieses Jahr hinbekomme.

Wie versendet ihr Weihnachtsgrüße?

Weihnachtskarten – Edition 2013

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Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.

Herzorigami-Lesezeichen zum Muttertag

Mein Geschenk zum Muttertag bekam ich schon gestern von meinen Kindern, damit ich mich an den Blumen länger freuen kann. Das war eine Freude.
Nun möchte ich meiner Mutter noch eine kleine Freude machen. Da wir uns allerdings schon vor einer Weile versprochen haben uns nichts mehr zu Festen zu schenken, bemühen wir bei jedem Anlass dieses Versprechen nicht zu brechen, zumindest nicht zu 100%. Eine Kleinigkeit gibt es dann doch immer, eine klitzekleine Kleinigkeit.

Diese klitzekleine Kleinigkeit zum Muttertag 2012 ist ein Lesezeichen in Herzform, das ich an die selbst gemachte Muttertagskarte heften werde.

zur Anleitung auf Youtube

Lesezeichen in Herzform gibt es in großer Auswahl mit Anleitung im Internet und stehen vor allem im Februar, rund um Valentinstag, in der Hitliste von Youtube und Co.. Dieses Lesezeichen wählte ich aus, da es fest und sicher an der Seitenecke sitzt und somit nicht so schnell abfallen kann.

 

Material für die Karte:
1/2 Din A 4 Blatt (148 mm x 210 mm) in stärkerer Qualität, ca. 120 g/ m2 (lässt sich gut im Drucker verarbeiten), normales Druckerpapier mit 80 g/ m2  ist zu dünn für eine schöne Karte. Wer seine Karte selbst beschriften möchte, kann sich auch ein schönes Stück Tonpapier zuschneiden.
Material für das Origamiherz-Lesezeichen:
1 Faltblatt 10 cm x 10 cm
Ein schönes Gedicht für Mütter fand ich von Annette von Droste-Hülshoff
An meine Mutter

So gern hätt‘ ich ein schönes Lied gemacht,
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt‘ ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten rollten drüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
vom einfach ungeschmückten Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin;
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Resteverwertung

Hurra!
Sie ist unterwegs, meine Weihnachtspost!
Gestern schob ich den Stapel Briefe in den gelben Kasten, die eine weitere Reise vor sich haben und heute schickte ich die auf den Weg, die im „Ländle“ bleiben. Ein paar Weihnachtskarten hoffe ich selbst noch vorbeibringen zu können. Zu Weihnachten gehört auch der eine oder andere aufgefrischte Kontakt dazu.
Nach dem großen Schnippeln, Schneiden, Kleben meiner Weihnachtskarten folgte nun das Aufräumen all der Papierreste, die teilweise von meinen Katern in alle möglichen Ecken der Wohnung verschleppt worden waren. Zu ihren Favoriten zählten die Papierstreifen aus denen ich die Kugeln (Bömbchen) herausgeschnitten hatte. Was sich sonst noch an Resten und Schnippeln fand schob ich erst einmal auf dem Tisch zusammen, um es dann in den Papierkorb zu schieben. Irgendein Gedanke, Impuls ließ mich dabei jedoch noch einmal inne halten.
Hmm. Ich schaute mir das Sammelsurium an.
Hmm? Ich sortierte den Haufen etwas um.
Hmm! Idee – da geht doch was!
Und da ist sie wie Phönix aus der Asche – die letzte Weihnachtskarte, auferstanden aus der Resteverwertung.

Weihnachtskarten 2011

Jetzt ist sie wirklich fertig, meine persönliche Kartenedition Weihnachten 2011.
So war es auch schon vor mehr als einer Woche. Nach zwei nächtlichen Bastelmarathons lagen die Karten vor mir. Voller Stolz und Euphorie meldete ich dies schon einmal auf Facebook, packte noch ein Foto dazu und dann kam die Ernüchterung als ich mir hinterher den Post anschaute. Erst einmal holte ich tief Luft um dann heftig den Kopf zu schütteln und gleichzeitig kategorisch die spontane Idee zu verwerfen, dieses Jahr statt „Fröhliche Weihnachten“ ein „Bombiges Fest“ zu wünschen.
Die stilisierte Christbaumkugel, die soviel Aufwand bei der Herstellung gemacht hatte wirkte neben Weihnachtsbaum und Weihnachtsstern eher wie eine Bombe. Das geht nun mal gar nicht. Weihnachten soll das Fest des Friedens sein und die Vorweihnachtszeit eine Zeit der Besinnung, selbst wenn mein Umfeld mich seit Wochen eher auf die Palme bringt. Statt „süßer die Glocken nie klingen“ gibt’s „Hör mal wer da hämmert“! Meine Gutmütigkeit ist weich geklopft und vielleicht war es Intuition, eine Art Therapie, dass statt stilisierten Weihnachtskugeln Bömbchen entstanden.

 

Mir war es jedoch ein Bedürfnis sie etwas zu entschärfen und so bekam jedes noch ein Sternchen als Highlicht – nicht als Zünder! 😀