Fingerwerk

Unpassendes zusammenpassend bekommen

oder …

Upcycling mit Vorgaben

 

Be my Bastel-Beast (oder Punk ist nicht tot, Punk bastelt jetzt) lautete der Blogpost von fraumasulzke. Die beschriebene Idee zum Zeitvertreib hörte sich verrückt genug an um mitzumachen.

Material:

  • 1 rosa Heftumschlag
  • 1 einsame, verwaiste Socke
  • Perlen

Anleitung:

  • Keine. Macht halt was draus, was lustig, schön, praktisch oder nicht oder einfach nur Trash ist.

Anmerkungen:

  • Gibt es eine Reihe, die bei fraumasulke nachzulesen sind. Ich habe mich dran gehalten, das Bernsteinzimmer nicht verwendet und auch kein Uran.

 

 

Die Anfänge waren heiß. Die erste Idee kam nämlich beim Bügeln. Verbrannte Finger inklusive landete das Zwischenergebnis im Backofen.

Meine Anmerkungen:

  • gut lüften
  • nicht mit kleinen Kindern versuchen

Eigentlich wollte ich aus dem Heftumschlag Eierbecher herstellen und die Socke zu Warmhaltemützen umfunktionieren, die Perlen statt Bommel. Doch als ich abends aufräumte – wobei ich nie die Sachen einfach so zusammenschiebe, sondern eher zusammenlege – hatte ich plötzlich ein anderes Ergebnis vor mir liegen.

 

So kamen die Eier wieder in den Kühlschrank, um tags darauf in der Pfanne zu landen.

 

Also doch ein Monster, mit dem Blick wie Bert von den Krümelmonstern, ein Sockenmonster mit Augenbrauen wie Theo Waigel.

 

Noch voll, in den Gedanken, auf Socke eingestellt schnitzte ich das Brot zur Socke zurecht und das Ei musste irgendwie dort hinein. Mit viel Tricks klappte das auch und die Olive gab es als Perlenersatz obendrauf. Wenn schon dann richtig.

Das kreative Intermezzo war lustig, das Ei lecker. Was will ich mehr. 😀

 

Bis die Tage,

Karin

Wie Lose zu Fischen werden

oder …

Manchmal läuft es auf die Schnelle und dann doch wieder ganz anders

Unsere Tauchabteilung des Sportvereins vor Ort hat sein 40jähriges Jubliäum dieses Jahr, es darf gefeiert werden und eine Tombola mit Losen soll es geben, aber bitte nicht 08/15.
Letzteres so entschieden und in meine Hände gelegt – „Du hast doch immer die tollen Ideen!“ – zweieinhalb Wochen vor der Veranstaltung.

Ich schlage vor die Lose als Angelspiel anzubieten und habe gleich ganz schlechte Karten:
Taucher und Angler mögen zwar beide Fische, aber die einen zum gucken und die anderen zum fangen/essen.
Nicht kompatibel, geht gar nicht.

Ich schlage die Alternative Dartscheibe vor, da es ja doch auch Taucher/Fischer mit Harpune gibt.
Die Reaktionen zeigen mir schnell – Keine gute Idee!

Okay.
Durchatmen.
Hilft nicht.

Kurze Trotzidee: Vierzig numerierte Äpfel zum Apfelschnappen im großen Bottich.
Wir bekommen so schnell keinen Bottich in der Größe, also gecancelt.

Ich hänge, während die Festplanungstruppe schon einen Schritt weiter bei der Verköstigung ist, immer noch in der Schleife:
Boah, nee! Und dazu die Blicke von wegen ‚Du schaffst das schon‘!

Drei Tage später, während einer Facetime-Session mit meinem Sohn, der momentan nicht gerade um die Ecke lebt, schildere ich ihm diese vermaledeite Losgeschichte. Immer noch überzeugt, dass Fische als Losträger optimal sind schnippel ich vor der Kamera aus einem Papierfetzen Freihand einen Fisch, haue mir dem Locher ein Loch für ein Losröllchen hinein und stecke ein entsprechendes Teil hinein.

Sohnemann ist überzeugt.
Einziger, nachvollziehbarer Einwand ist das Loch für das Losröllchen.  Am Auge sitzend ist das Ganze nicht optimal. Aber als Flosse, optimal.
Wahnsinn, was so via Facetime-Video so über ca. 9300 km besprochen werden kann!!

Eine Nachtschicht folgte mit Aufzeichnen und Ausschneiden. Zum Glück bot das Fernsehen ausnahmsweise ein unterstützendes Programm.

Zuletzt setzte ich dann doch noch aus Locherresten Augen auf die Fische.

 

Das Jubiläum wurde gefeiert und dann wurde nichts mehr aus der Verlosung. Bevor es soweit war stolperte ich, fiel, rettete zwar das Glas in meiner Hand, aber nicht meine Knochen.
Die Verlosung wurde vertagt.

Zum Glück hatte ich mir nichts gebrochen, aber ich war genug außer Gefecht gesetzt. Profitiert hat dadurch meine Schule. So hatte ich Muße mich um all die anderen Festprogramme und Verabschiedungen zu kümmern, die zum Schuljahresende anlagen.

Ballonkunst mal ganz anders …

oder

Es kribbelt mir in den Fingern um das auszuprobieren!

Ich habe Luftballons schon so oft als Formgeber benutzt und immer wieder nach einer Lösung gesucht, wie ich nicht nur eine glatte Innen- sondern auch eine glatte Außenfläche, zum Beispiel für Schalen, erreichen kann. Der Belgier Maarten De Ceulaer hat die Lösung gefunden! Genial!

Und dazu gibt es auch noch ein Video!!

 

Oje, morgen ist erst Freitag.

Und der Blick auf die Uhr sagt: Schlafenszeit!

  • Dabei habe ich meine Luftballons schon gefunden.
  • Gips ist im Keller.
  • Wo die Farbpigmente sind, weiß ich auch. Die fielen mir heute auf der Suche nach Schlagmetall und Anlegemilch für die Weihnachtskarten in die Hand.

Denn, eigentlich wollte ich das Wochenende endlich die Weihnachtskarten herstellen … <seufz> was mache ich nun?

Jetzt schaue ich mir erst noch einmal das Video von Maarten De Ceulaer an, dann geht’s ins Bett und morgen sehe ich weiter :D!

Katzen-Origami-Lesezeichen und ein Buch vom Träumen

Eigentlich wollte ich an meinem Strickwerk arbeiten, wenn da nicht das Internet wäre und der eine oder andere Blog, den ich regelmäßig lese – so wie gestern Abend.
Jessica von „How about orange“ hatte etwas Neues, etwas zum Falten, Origami, ein Lesezeichen, und zwar ein ganz besonderes, ein KATZEN-Lesezeichen. Die Anleitung dazu hatte sie auf  You Tube gefunden!
Cool, muss ich ausprobieren, dachte ich. Und ich ließ mich, obwohl es schon weit nach 22:00 Uhr war und für brave Lehrer die Bettzeit verflixt nah, auch nicht von dem Satz „A couple of the steps were tricky“ abbringen um das sofort auszuprobieren. Zudem mit einem Anleitungs-Video!
It was a hard day’s night! Und dabei fing alles so easy und toll an. Falten, drehen, falten, zurückfalten, usw. und das alles mit dem Luxus eines Videos.
Aber dann, ab 3 Minuten und 40 Sekunden blickte ich in keinster Weise mehr durch. Ein altes Videoband hätte ich bei der  Menge an Stops und Rückspulaktionen bruchgefährdet durchgescheuert. Und trotzdem gab ich irgendwann in der Nacht einfach zugunsten einer Runde Schlaf auf, um nicht als Frau der Augenringe am nächsten Morgen vor meinen Schülern stehen zu müssen.
Aber Aufgeben geht nicht! Geht gar nicht!
Es ist geschafft! Nach der 3:40-Hürde folgte der 4:50-Stolperstein und als ich dann noch bei 9:50 dachte: „Häh?“, verzichtete ich auf Rückspulen und fummelte einfach drauf los.
Da liegen sie meine Zwischenstationenmuster und ein Endergebnis.
Letzteres steckt in einem Buch, das ich für trübe Momente wärmstens empfehlen möchte:
Der träumende Delphin
von  Sergio Bambaren
Auf dem Buchdeckel steht:
Manche Dinge kann man nur mit dem Herzen sehen.
Was du tust, ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst – und das du an deine Träume glaubst.