Tierische Nebenschauplätze unter Spaniens Sonne

oder …

Wer guckt denn da?

Vernebelte Dogge


Und gleich noch einmal.

 

 

Gekko auf Ausschau

 

 Nachtrag: Gekko-Suchbild (für Ute)

 

Frau Möwe, alles unter Kontrolle …
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die Hotelgäste, wie Artgenossen.
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Selbst die Katzen parieren auf Kommando, …

räumen brav das Feld!

 

Anderer Ort, andere Katze. Keine Gäste? Freut sich die Katz‘!

 

Ob’s am Bier liegt, dass die Gäste fehlen? 😉

Schönes Wochenende!

Vorweihnachtsvorwehen und Herbstzeit-Blues

oder …

Ein Doppel-Post!

Was beinahe wie Blogpause in Sachen DIY von Meinereine aussieht hat nichts mit null Bock auf Blog zu tun. Gar nichts. Ganz und gar nichts! Das Problem liegt ganz woanders, ist irgendwie schwierig zu beschreiben, oder kurz und knapp gesagt – ich bin gebloggckt!

Es ist nicht so, dass momentan nichts Kreatives bei mir durch die Finger läuft. Es stehen auch keine leeren Strickkörbe herum. Die frisch geschliffenen Papierscheren funktionieren wieder hervorragend und haben keine Chance Rost anzusetzen. Die Pinsel sind nach dem Auswaschen noch feucht. Kein Klebstoff ist unverarbeitet eingetrocknet.
Keine Kreativpause.
Katerchen trifft auch keine Schuld, wie sonst so oft! 😉

Dabei begann alles so entspannt nach den Sommerferien.
Die neue Klasse begrüßt. Glücklich den neuen Stundenplan mit ganz vielen praktischen Fächern an meinen Kühlschrank gepinnt und mir selbst ein glückliches neues Schuljahr gewünscht.

Wenn da nicht … kaum, dass das Schuljahr begonnen hatte, wie üblich, der Kalender von jetzt auf nachher mit Wirkung einer Schlammlawine von Terminen zugeschüttet worden wäre!
Wenn sich da nicht … schon am zweiten Schultag, völlig unerwartet, meine chronischen Wehwehchen mit Macht zurück gemeldet hätten.

Wegdrücken ging weder das eine noch das andere, schon gar nicht, weil zum Beispiel die im Schulgarten geernteten Kräuter bei mir im Haus auf dem Dachboden trockneten, bevor sie weiterverarbeitet und verpackt auf dem Weihnachtsmarkt angeboten werden können. Irgendwie schafften es meine Kollegin und ich bei mir zuhause vorzubereiten was ging, oder Probe zu verkosten, bevor unsere Schüler an die Herstellung von allerlei Kulinarischem zum Verkauf gehen konnten. Labels entwerfen, Gläser und Tüten bestellen, das konnte ich auch von zuhause aus.

Sicherlich verstanden meine Ärzte etwas anderes unter „kürzer treten“, sie haben ja auch recht. Aber die Teilnahme an diesen Weihnachtsmarkt habe ich mit initiiert und jetzt die Kollegen damit hängen lassen kann ich nicht.

Ist schon seltsam zu einer Jahreszeit in der es die Trauben frisch von den Reben gibt und ich noch keinen Bock auf die getrocknete Variante Rosinen in Stollen habe, an Weihnachten zu denken.
Macht Sinn.
Muss sein.
Müssen andere auch.
Weihnachten beginnt tatsächlich schon im September, spätestens, wenn man an einem Weihnachtsmarkt (wie meine Schule) teilnehmen möchte.

Mittlerweile ist es Ende Oktober.
Die Stellflächen werden knapp in meinem Haushalt. Auf jeder Ablagefläche tummelt sich irgendetwas Ausprobiertes, Angefangenes, Unfertiges. Es ist wie eine Krankheit, eine Seuche. Sogar auf meinem Blog hat sich dieser Halbfertig-Virus ausgebreitet.
An manchen Tagen träume ich von großen schwarzen (Müll-)Säcken und der „Delete“-Taste.

Seit Schuljahresbeginn wird gepflückt, geerntet, genäht, gebastelt, gesägt, geklopft, (ein)gekocht, gebacken und gepackt. Kisten und Kartons füllen sich mit Tüten, Gläsern und Werkstücken. In meinem Kopf wuseln bei der Arbeit gleichzeitig neue Ideen zusammen, was man denn sonst noch so herstellen und anbieten könnte. Nicht einmal auf’s Klo kann ich momentan gehen, ohne das mir irgendeine Idee vom Kopf in die Finger läuft.

Adventskalender für meine Klasse?

So entstehen parallel zu den Waren in diesem Jahr schon die ersten Prototypen für das kommende Jahr.
Doch BLOSS nicht googeln, durch Dawanda, Pinterest & Co. stöbern, wenn das Ergebnis ausgetüftelt ist! Unter Garantie gibt es diese Idee schon ewig und ist viel schöner präsentiert, als man es selber kann.
Und auch nicht darüber bloggen, sonst hat der Nachbarstand auf dem Weihnachtsmarkt den gleichen Artikel im Angebot.
Ach ist das alles blöd.
Zudem blogge ich am liebsten direkt bei und nach der Herstellung. Angefangene Blog-Posts fühlen sich nach Tagen, Wochen, wie liegen gebliebene Bügelwäsche, nach ungeliebter Arbeit an.

Was mache ich erst, wenn ich in die Produktion von Weihnachtsgeschenken für meine Lieben gehe? Noch mehr angefangene Blog-Posts produzieren? Was ist mit denen von den  letzten Jahren?
Mein zweifelnder Blick geht in Richtung Bügelkorb. Hmm?!

Inzwischen ist mein Frustrationsniveau auf unterstem Niveau, die Motivation Ideen auszuprobieren ziemlich im Keller, meine über Jahrzehnte gesammelten, selbst entworfenen  Anleitungen werde ich wohl zum größten Teil nicht mehr veröffentlichen. Schwarzer Sack und fertig!

Wenn ich dann noch in Bastelläden in Päckchen abgepackte Mini-Holzsterne sehe, 8 Stück zu 2,99 €, die dann tatsächlich gekauft werden, rappelt es gewaltig in mir! Die großen Sterne, die meine Schüler gesägt haben, verkauften wir letztes Jahr für 1 € das Stück, sonst hätte sie keiner gekauft.

Trotzdem laufen wieder die Laubsägebogen heiß um Sterne zu produzieren. Daneben entstehen Apfelhäuschen zur Winterfütterung von Vögeln. Die Wildbienenstände werde ich für dieses Jahr nicht mehr ferig bekommen. Doch der nächste Weihnachtsmarkt kommt bestimmt und ein Schuljubiläum steht an.

Trotzdem tüftle ich seit Tagen begeistert und mit Elan an meinem Beitrag für einen DIY-Adventskalender herum, inklusive angefangenen Blogposts :D.
Kann man eigentlich Blogposts ungebügelt veröffentlichen und kann man in ungebügelter Wäsche in der Öffentlichkeit bloggen?

Genug lamentiert. Gar nicht meine Art. Gesagt, gedacht, geschrieben, gehofft.

Herbstzeit-Blues.

Ich bin am Wochenende wohl zu lange durch die Landschaft gepilgert. I’ve got the blues.

Nachdem ich einige Zeit nicht so richtig vor die Tür gekommen war, trommelten die Hummeln unter meinem Hintern nach Ausflug. Deshalb fuhr ich spontan nach meinem obligatorischen samstäglichen Marktbesuch der Sonne nach und landete bei Pforzheim im Wildpark, am Rand vom Nord-Schwarzwald.

So sehr mir die herbstliche Färbung der Wälder gefällt bin ich mir seit heute klar darüber, dass der Herbst nicht mehr eine meiner Lieblingsjahreszeiten ist. Der Herbst macht mich melancholisch und dieses Gefühl mag ich momentan überhaupt nicht er- und ausleben. Nö!

Ein bunt gefärbter Laubbaum sieht nur aus der Ferne schön aus. Aus der Nähe braucht das Laub schon eine reichliche Portion Sonnenstrahlen zum Aufhübschen. Das ist so. Braucht man nicht darüber zu diskutieren.

Wie beim Winter kann ich mir die schönen Seiten auf Fotos festhalten und anschauen. Fertig.
Doch, halt! Was ist denn das?
Gebückt, auf Knien mit Konstanze durch das Laub gerutscht und wieder einmal alles vergessen, was mich die Tage geärgert hat.

Fotogene Pilze.

 

 

Nein, die Schnecke habe ich nicht dorthin platziert! Ich habe sie selbst erst entdeckt, als ich das Teleobjektiv aufgeschraubt hatte und durch den Sucher schaute.

Leider weiß ich nicht um was für Pilze es sich handelt. Doch hübsch sahen sie aus.
Nicht weniger hübsch zeigte sich Herr Waldrapp mit seinen Damen. Schwer zu fotografieren durch all den Maschendrahtzaun! Schade!! Trotzdem probiert. Irrer Typ 😉

„Schau mir in die Augen Kleines!“ – Wer kann diesem Blick wohl widerstehen? 😀

 

Bevor jetzt trübe Gedanken Nester in meinem Kopf bauen, richte ich mir mein Gefieder und trinke ein Schlückchen.

Der letzte Blues für heute – Meet me at the bottom – und gut ist’s. In der kommenden Woche werde ich 57 und habe nicht vor mich unterkriegen zu lassen.
Punkt.
.

 

Kleine Enten aus Filz

oder …

Härtetest für Filztiere aus Katzenhaar

Es sollten Vögel mit Flügeln werden.
Falsch.
Ursprünglich wollte ich einen Osterhasen mit der Nadel filzen, gemütlich in der spanischen Sonne sitzend, völlig entspannt.
Trotz vieler Nadelstiche wollte sich allerdings kein Hase entwickeln und dann ließ ich die Nadel einfach laufen, bis diese Teilchen heraus kamen.

Besonders standfest waren sie nicht, deshalb die Überlegung mit ein paar Flügeln die Leichtgewichte auszubalancieren.

Doch bis es soweit kommen konnte, entdeckte beim Osterfrühstück Nachbarsjunge Matti die beiden „Quackquacks“ und ließ sie in seiner Welt Abenteuer erleben.

 

 

 

Da die beiden Vögelchen immer noch keine Flügel zum fliegen haben, mussten sie in Spanien bleiben. Aber ich denke, sie werden ein zuhause finden! Sie haben das Überlebenstraining durch Mattis Spieleinheit überlebt, also machen sie ihren Weg!

 

Mit nachhause brachte ich einen angenadelten Hasen-Kater. Mal sehen wohin sich dieses Tierchen entwickeln wird.

Wer frisst denn da am Vogelhaus?

und …

Platzmacher-Zwischenbilanz Ende März

Heute Morgen glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können, als ich aus dem Fenster schaute. Irgendetwas saß an meinem Vogelhaus, das eindeutig größer als die üblichen Besucher war, und, nach genauem Hinschauen, dort nicht hingehörte. Der Besucher – Herr oder Frau Eichhörnchen – gab sich die Ehre!

„Hey, Purzelchen! Wie bist du denn dorthin gekommen?“, ging mir durch den Kopf und denke an den Kollegen, der regelmäßig an die Meisenknödel geht. Der nimmt den kurzen Weg über die Äste, hängt sich kopfüber wie der Kleiber, und futtert sich satt.

Aus Erfahrung weiß ich, dass Eichhörnchen auch mit Meisenknödeln, die an langen Stricken aufgehängt sind, gut umgehen können.

Ich habe zugesehen, wie ein Eichhörnchen vor dem Haus meiner Schiegereltern über ein quer verlaufendes Spannseil bis zu einem daran aufgehängten Meisenknödel lief. Dort balancierte es sich aus, griff die Schnur, an dem der Meisenknödel hing, holte diesen hoch, wie der Fischer sein Netz – zirkusreif – biss den Knödel ab um dann damit auf dem Seil zurückzulaufen!
Einmalige Leistung?
Nee!
Wir machten eine Testreihe daraus. Zum Schluss saß das Eichhörnchen, wenn es uns sah, schon so in den Startlöchern, dass der Meisenknödel längst geerntet war bevor wir von der Terrasse zurück im Haus waren!

Wegen ihrer Geschicklichkeit, Sieger über das Vogelfutter zu bleiben, nannte meine Schwiegermutter, die zur Rettung „ihrer“ Vögel im Kampf mit Familie Eichhörnchen lag, diese nur noch „Biester“. Der Rest der Familie fand die Tricks der kleinen braunen Pelze so rattenscharf, dass wir sie zu „Baumratten“ umbenannten.

Als ich Jahre später mein Futterhaus vor meinen Wohnungsfenstern als „Katzenkino“ für meine Kater aufhängte dachte ich nicht an Familie Eichhörnchen.
Mir ging es darum, Nachbarkater Zieschka, der als Freigänger unter anderem auf die Vögel „aufpasst“, keine Ausgangsbasis zur Erweiterung seiner Sprungtechnik von unten auf das Vogelhaus zu geben. Deshalb hängt es an einer langen Schnur freischwebend in einem Baum.
Fragt nicht, wie ich die meterlange Schnur um den drei Meter über mir liegenden Ast bekommen habe!! Das ist eine Geschichte voller guter Ideen, die ziemlich oft zu meinen Ungunsten ausging, bis diese verflixte Schnur endlich an Ort und Stelle hing.

Trotz der frei schwebenden Einrichtung übernahm heute ein Eichhörnchen das Revier, wo sich sonst vor allem Meisen in vielen Varianten herumtreiben.

Obwohl alle drei Futterkammern entweder mit Plexiglas oder Drahtgeflecht abgedeckt sind, war wohl, mittels Pfote, genügend Futter aus den Ritzen zu bekommen.

Und ist der ergatterte Brocken etwas größer, geht es, dank Hinterpfotenmuskelkraft, auch Vorderpfoten-freihändig.

Schaukeln Wind und Bewegung das Vogelhaus zu sehr, dann stützt sich Meister Baumratte auf seinen Oberarmen ab.

Aber Vorsicht …

… bevor die Schwerkraft siegt mal kurz Schwung genommen …

Hut ab vor so viel Akrobatik!

Beneidenswert. Meinereine fällt einfach mal so und ganz blöd beim Tanken zwischen die Tanksäulen um sich grün und blau zu schlagen.

Aber es geht wieder und vor allem geht meine Aufräumbilanz weiter. Von den Zahlen her ist das Ergebnis nicht so toll wie im  Januar (179) und Februar (173), aber über 130

  • 139 Dinge, die meinen Haushalt verließen

gegenüber

  • 9 Dingen, die dazu kamen

kann man nicht meckern, finde ich.

Unterwegs zum Federsee

und …

Vorsätze wahr machen

Es ist nicht immer einfach an seinen Vorsätzen dran zu bleiben um sie wahr werden zu lassen bzw. sie durchzuhalten. So geht es mir gerade. Es gleicht einem Kampf gegen Titanen, dass nicht auch noch das letzte freie Minütchen von Notwendigkeiten gefressen wird.

Mein Jahresprojekt „Mach Platz für Neues“ klappt als Selbstläufer erfolgreich einfach nebenher – Schrank auf, brauche ich nicht, weg damit. So lautet die Zahl des Monats Februar 173, denn 197 Teile flogen raus und 24 kamen dazu.

Um Vorsatz 2 steht es nicht so gut. „Tu dir was Gutes, solange du dich noch hast“ scheint zu egoistisch und zu hoch gegriffen. Trotzdem ich dieses Vorhaben mit Klauen und Zähnen verteidigt habe, war ich mit dem Ergebnis im Februar nicht zufrieden, überhaupt nicht zufrieden, bis ich am letzten Tag des Monats kurz entschlossen die Notbremse zog. Obwohl ich erst zur Mittagszeit los kam und es eigentlich viel zu spät für einen Tagesausflug war, fuhr ich los, in Richtung Schwäbische Alb, durch Reutlingen und Zwiefalten und immer weiter, mit dem Ziel Federsee bei Bad Buchau.
Die Kamera im Gepäck, die Wanderschuhe im Auto, warm angezogen brauchte ich zweieinhalb Stunden 😉 etwas länger als mir der Routenplaner ausgerechnet hatte. Für mich kein Wunder! Ich habe keinen Navi, verlasse mich auf mein Gedächtnis und fahre ansonsten nach dem Sonnenstand. Das bringt mich oft an unerwartete und nette Orte und deshalb bleibe ich dabei.

Am Federsee angekommen war ich zuerst einmal verblüfft. Im Stuttgarter Raum konnte man den Frühling schon sehen und  spüren, doch hier lag noch Schnee und der See war teilweise noch mit mit Eis bedeckt. Das kümmerte jedoch die Vögel wenig. Ihnen reichten die ersten Sonnenstrahlen für Frühlingsgefühle.

Für den Rundweg von 16 km Länge war ich viel zu spät dran, das Museum ist in den Wintermonaten nur an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und es war inzwischen 15.45 Uhr an einem Samstagnachmittag. Keine so guten Voraussetzungen aber davon ließ ich mich nicht beirren. Mir blieb der Steg zum See, was sich bei herrlichem Sonnenschein wirklich lohnte. Vor allem jetzt, außerhalb der Saison, war es herrlich ruhig und die wenigen Spaziergänger unterwegs verteilten sich.
Endlich entspannte Menschen um mich zu haben tat so gut!
Seele baumeln lassen auf einer der Bänke und Vögel beobachten, mehr brauchte ich erst einmal nicht.

Auf dem Steg zum Federsee

 

 

 

 

Auf den Eisflächen hinterlässt der Frühling auf der angetauten Oberfläche interessante Spuren.

 

In den schon offenen Teilen des Sees tummeln sich Blesshühner, Schwäne und Stockenten.

 

 

 

Auch Rotwild fühlt sich sicher in diesem Naturschutzgebiet. Obwohl sich einige Spaziergänger auf dem Steg bewegten, teilweise mit Hunden, ließ sich eine Gruppe Rehe nicht beim Abendessen stören.

 

Zum Schluss noch ein Eindruck vom Federseemuseum und als Erinnerungshilfe die Tafel am Eingang mit den Öffnungszeiten! Im Winter, von November bis Ende März, ist das Museum nur sonntags und an Feiertagen zu besichtigen.

 

Ein Ausflug zum Federsee lohnt sich!
Auch wenn es im März mit meinen guten Vorsätzen genau so weitergeht, wie im Februar, mir bleibt ein wunderbarer Nachmittag mit mir und meiner Kamera.