DIY-Adventskalender #24 kleine Freuden 2016

und …

Tag 5 ist mein Tag der Kleinigkeiten

Die Idee – ein Mini-Advents“kranz“-Würfel mit Entschleunigungshilfmittel

übersetzt – ein kleiner Kerzenständer für vier kleine Kerzen und ein süßes pflanzliches Beruhigungsmittel für die Belastungen in der Vorweihnachtszeit.

Tja, hmm, gerne hätte ich ausführlich über die Herstellung berichtet. Leider hat meine Lungenentzündung nicht nur Lücken in meiner eigenen Erinnerung hinterlassen. Mir fehlen auch ALLE Bilder von der Fertigstellung meiner kleinen Freude auf meinem Rechner. Die zweite Novemberwoche hatte es wohl wirklich in sich! Trotzdem habe ich es geschafft meinen Beitrag für die 24 kleinen Freuden, wie ich es mir ergedacht hatte, auf den Weg zu bringen. (Ein paar Bilder fand ich inzwischen nach etlichen Stunden Suche im Datendschungel wieder!)

Nach meinerTeilnahme am DIY-Adventskalender 2015 mit einem Mini-Weihnachtsdorf aus Holz wollte ich dieses Jahr eigentlich mit einem anderem Werkstoff mein Tütchen bestücken. Am Ende meiner gedanklichen Entwicklungsphase stand ich dann doch wieder an der Säge und der Bohrmaschine um alte Palettenbretter neu zu verwerten, aufzuhübschen, statt zu entsorgen oder zu verheizen. Dies sind die allerletzten zwei Paletten von 21 im Frühjahr organisierten, über deren Verwertung ich vor allem hier berichtete. Aus den dicken Bohlenresten auf der Ablage entstanden dieses Jahr erst einmal eine Menge Klötze.

 

Die Anfänge

Aus den Klötzen musste reichlich Material geholt werden. Zuerst bohrte ich ein großes, tiefes Bohrloch auf der Unterseite des Klotzes. Schade um das verlorene Foto mit mir im Zentrum, inmitten von Späne stehend und vom solcher beim Bohren umweht. Nach dreißig Bohrungen stand ich wadentief in Holzspäne. 30 Teile, weil ich immer Ausschuss bei der Weiterverarbeitung einplane, für Prototypen und zum Verschenken an fleißige, geduldige HelferInnen. Höre ich da gerade jemanden „hmpf“ grunzen? 😉 An die Sache selbst lasse ich in der Regel ungern jemanden mit Hand anlegen. Aber ich empfinde den Rücken frei gehalten zu bekommen, um ohne Unterbrechung weiter arbeiten zu können, als echte Hilfe, oder wenn mir jemand beim Aufräumen einer solchen Sauerei hilft. Die ganz grobe Späne wanderte erst einmal in unseren Materialfundus und wird in Nisthilfen für Hummeln verwertet werden.

 

Noch eine benutzte Maschine, etwas zweckentfremdet angewendet, aber …

… nach zwanzig von Hand mit der Bügelsäge gesägten Hülsen für Kerzen dachte ich mir, solche Teile gibt es doch bestimmt auch fertig zu kaufen. Ausschuss eingerechnet hatte ich noch achzig vor mir zum Sägen, die dann auch noch gefeilt und geglättet werden mussten. Statt zu googeln sägte ich fleißig weiter, mit der elektrischen Dekupiersäge. Bloß keine Pause machen! Fertig werden!!!

 

Die Ausarbeitung

Staubmuster auf dem Arbeitstisch nach dem Wegräumen der fertigen Kerzenständer

 

Das Goodie

in der Nummer 5 steckt ein Keks, ein Lavendelkeks. Lavendel hat beruhigend wirkende Inhaltsstoffe, die über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, besonders gut verwertet werden. Das Rezept für diese Kekse, das ich über meine Eltern von einer Bauersfrau aus Soltau erhielt, probierte ich Anfang Oktober aus (ich habe hier kurz darüber berichtet) und etwas abgeändert. Die Zutaten blieben gleich, aber manchmal macht es die (Back-)Form, die aus dem Backwerk herausholen was in ihm steckt. In diesem Fall macht die Form sehr viel aus! Wenn Interesse besteht werde ich das Rezept posten.

 

Die Verpackung

Zuerst mussten die Kekse luftdicht verpackt werden. Zellophantüten für Gebäck lassen sich hervorragend mit einem Folienschweißgerät verpacken. Einmal probiert, gleich funktioniert!

Die Kekse fanden ihren Platz in der großen Bohrung auf der Unterseite der Kerzenständer. Statt einem Keks kann hier später eine Stumpenkerze ihren Platz finden.

 

Jetzt fehlte „nur“ noch eine Rundumverpackung, denn die Kerzen hatte ich schon längst – bestellt, geliefert, fertig. Bloß wie bekomme ich alle Einzelteile als Gebinde versandfreundlich ins Paket?

Eine Tüte? Keine Chance bei diesen Maßen!

Einpacken in Geschenkpapier? Ich habe zwar ein Depot, aber von keinem Papier genug.

Bleibt nur ein Beutel, aus Stoff, genäht, …, oder?

Leider hatte ich von der Farbe meiner Wahl nur noch genug für die ersten Versuche und den Prototyp. Mag blau nicht unbedingt weihnachtlich sein, aber von diesem Stoff hatte ich eine ausreichende Menge zuhause, musste nicht die Krankenstube verlassen, konnte einfach mit dem Nähen loslegen. Was war ich froh über meine Overlockmaschine!

Scotty, der Kontrolleur!

Ich hoffe mit meinem Beitrag Freude in den Adventsalltag der Teilnehmerinnen am DIY-Adventskalender 2016 gebracht zu haben.

Bei mir sind die Versuchsklötze Teile meiner Adventsdekoration. Es wäre zu schade gewesen diese einfach so in den Schrank zu stellen.

Jetzt habe ich den Kopf frei für meine Weihnachtskarte 2016. Aus den Ideen sind nach etlichen Versuchen zwei machbare übrig geblieben. Material habe ich eingekauft, also kann ich loslegen.

 

Tiere filzen ohne Ende #1

oder …

Kreativfreizeit mit langen Tagen und kurzen Nächten

Da stehen sie, die ersten „Viecher“ aus der Tiermenagerie, die von uns zwölf Teilnehmerinnen in einem dreitägigen Filzkurs in Oberrot entstanden sind.
Gabi von Filzkram hatte uns im Rahmen des Kursprogramms von Wollknoll gezeigt, wie sie ihre genialen Tiere herstellt und sich sehr viel Zeit für uns Frauen genommen. Danke!

Auf die Idee selbst ein Tier, oder besser eine Katze, zu filzen kam ich Mitte 2013, als ich auf Gabis Blog ihren Beitrag zu „Ostfriesenmiezen“ fand. Bis zu meinem ersten „Schwabenkater“ brauchte es seine Zeit und ich übte so vor mich hin, bis Monate später die „Heidekätzchen“ entstehen konnten.

Als Autodidaktin blieb mir die Unsicherheit, ob ich technisch auch korrekt arbeite. Was es an Büchern und im Internet an Informationen zum Filzen gab, überzeugte mich oft nicht oder ich konnte es nicht nachvollziehen. Das Kursangebot unserer Volkshochschule überzeugte mich noch viel weniger und nun bin ich froh abgewartet zu haben, bis Gabi einen ihrer Kurse in Süddeutschland anbieten konnte! DIE Chance DAS zu lernen was ich möchte und dazu noch die kreative Seele hinter den Filztieren mit Charakter kennenzulernen!

Drei lange Tage und zwei kurze Nächte liegen hinter mir und ich weiß nun:

Auch beim Filzen von Tieren gilt – Am Anfang ist das Ei!

Und daraus entstehen dann Hühner, Raben, Fische, Esel, Frösche, Schafe und natürlich auch Katzen! 😉

Viktor und Vitali sind zwei meiner Katzen, die in diesen Tagen unter Anleitung entstanden sind. Naja, bis auf Vitalis Tutu und Unterhose. Diese sind eigene Kreationen. Wobei es eigentlich von meiner Seite her nicht unbedingt eine Notwendigkeit gab ihm eine Unterhose zu verpassen.

Aber nachdem die Maus so neugierig unter seinen Rock, öhm – sein Tutu, schaute, machte ich mich an die Arbeit.

 

Der erste Tag

Filzkater Viktors Embryonalstadium:

Viktor mit allen Körperteilen an Ort und Stelle und fertig für sein erstes Bad. Er hatte den Luxus dazu einen eigenen Eimer zu bekommen, so klein wie er war. Alle anderen mussten sich die Wannen teilen.

 

 Streifenkater Vitali entstand in einer Abend- und Nachtschicht.

 

 

Der zweite Tag

Aus den Bädern genommen wurden die Tiere gewalkt in Form gebracht und mit Kleidung versorgt.

 

Was für ein Spaß, als die Truppe sich anfing zu versammeln! Der kleine Dicke rechts im Vordergrund ist mein Viktor.

 

Der dritte Tag

Nun ging es an kleine eigene Projekte (ich werde über meines extra berichten) und die Feinbearbeitung unserer Tiere. Es fehlten ja bei allen Tieren noch Gesicht und Augen!

 

 

Und je später es Nachmittag wurde umso mehr leerte sich die Trockenbank … es wurde Zeit zum Abschied nehmen. Noch feucht hinter den Ohren gingen Fuchs, Katze, Maus & Co. auf Heimreise mit ihren Schöpferinnen!

Liebe Gabi, liebe Filzkolleginnen, es war eine schöne Zeit mit euch!

Nachtrag:
Noch mehr Bilder gibt es hier von Gabi.

Kunst-Hand-Werk im wahrsten Sinn des Wortes

oder …

Sprachlos!

Einfach nur schauen und staunen!

 

 

 

 

 

 

 

Die Kunst-Hand-Werke stammen von Guido Daniele – klicken und noch mehr Fotobeispiele anschauen.
Danke an Resis Werkstatt für diesen Tipp.

Und noch viel größeren Dank an Guido Daniele, der mir erlaubt hat diese, seine Bilder auf meinem Blog zu zeigen.

Ballonkunst mal ganz anders …

oder

Es kribbelt mir in den Fingern um das auszuprobieren!

Ich habe Luftballons schon so oft als Formgeber benutzt und immer wieder nach einer Lösung gesucht, wie ich nicht nur eine glatte Innen- sondern auch eine glatte Außenfläche, zum Beispiel für Schalen, erreichen kann. Der Belgier Maarten De Ceulaer hat die Lösung gefunden! Genial!

Und dazu gibt es auch noch ein Video!!

 

Oje, morgen ist erst Freitag.

Und der Blick auf die Uhr sagt: Schlafenszeit!

  • Dabei habe ich meine Luftballons schon gefunden.
  • Gips ist im Keller.
  • Wo die Farbpigmente sind, weiß ich auch. Die fielen mir heute auf der Suche nach Schlagmetall und Anlegemilch für die Weihnachtskarten in die Hand.

Denn, eigentlich wollte ich das Wochenende endlich die Weihnachtskarten herstellen … <seufz> was mache ich nun?

Jetzt schaue ich mir erst noch einmal das Video von Maarten De Ceulaer an, dann geht’s ins Bett und morgen sehe ich weiter :D!

Blickfang

Heute gönnte ich mir eine Messetour in der Liederhalle in Stuttgart –

hörte und hört sich doch ganz gut an. Den Begriff „international“ finde ich insgesamt etwas hoch angesetzt, denn an vielen Ecken drängte sich der Eindruck eines Regionaltreffen auf. Das tat der Qualität des Angebots keinen Abbruch, denn wir Baden-Württemberger können schon was :D, wie dann so nett auf einem T-Shirt aus dem 0711-Stuttgart-Store zu lesen ist.

Ich startete meine Tour in den Mode- und Accessoireshallen, ein Dawanda zum Anfassen! Ein Eldorado für mich Taschenliebhaberin. Endlich konnte ich das eine oder andere Stück, das ich schon zuvor irgendwann im Internet gesehen hatte in echt mit allen Sinnen begutachten, unter anderem die Taschen von Zirkeltraining.

Die Idee aus alten Turnmatten und dem Leder von Kästen, Böcken und Pferden Taschen herzustellen finde ich einfach nur toll. Irgendwann werde ich mir vielleicht auch einmal ein solches Teil leisten können.

Schräg und irgendwie lustig fand ich eine andere Recyclingidee aus Karlsruhe: Tassenlampen

Weiter ging es in die Möbelabteilung. An einem Stand ließ ich mir Möbel aus Pappe erklären, Module zum falten, stapeln und kombinieren, die problemlos wieder zerlegt und auseinandergeklappt werden können. Ein weiterer Stand mit Pappmöbeln zeigte fertige Module, die wie Puzzleteile zusammengestellt werden – diese Teile sahen toll aus und würden leider auch meinen Katern als Kratzmöbel gefallen.
Weniger empfindliche und herrliche Oberflächen hatten Bambusmöbel aus der sozialen Holzmanufaktur in Stuttgart.

Und ich fand endlich „mein“ Bett. Zwar kann ich es mir weder heute noch morgen leisten, aber übermorgen ist eine Option zwischen Realität und Traum. Wo die Werkstatt liegt? Na, im Ländle.