Woche 35/2017

oder …

Sommer konservieren in der fünften Ferienwoche

Kaum zu glauben, aber im REWE stehen schon die Spekulatius, Christstollen und anderes Weihnachtsgebäck. Dabei hat Ba-Wü noch eine Woche Sommerferien!

Was die Woche so brachte (ein Ausschnitt):

  • Essig-Variation täglich wenden
  • Kornel-Kirschen und Weißdornfrüchte in Alkohol angesetzt. Dabei darauf geachtet: Nie wieder Trollinger! und Spätburgunder beim Weißdorn verwendet!
  • Tomaten für Gelee entsaftet, die restliche Pulpe kommt mit in die Tomatenmarmelade
  • Kräuter in Salz verarbeitet (Liebstöckel und Estragon)
  • Kater erduldet, wobei mir der junge Wilde momentan zu still ist
  • die Vögel zum Baden eingeladen
  • und entdeckt, dass zwei Eichelhäher die Futterstelle besuchen!

 

 

Soviel für heute, denn ich muss möchte noch zum Sonntagsspaziergang aufbrechen, der mich wohl nur zur Straßenbaustelle führen wird. Dicke graue Wolken ziehen auf.

Bis die Tage,

Karin

Kräuteressig-Variationen

oder …

Kräuteraroma vom Sommer für den Winter konservieren

Im Schulgarten blühen und gedeihen Gemüse und Kräuter auch in den Sommerferien weiter. So viele Salatgurken wie dieses Jahr hatten wir noch nie. Darüber freuen sich alle, die mir im Garten halfen und helfen. In der Schulküche liegen auf vielen Flächen Kräuter zum Trocknen, die nach den Ferien von den SchülerInnen weiter verarbeitet werden. Fast täglich können Brombeeren geerntet werden, die zum größten Teil im Tiefkühlgerät landen. Aus der heutigen Ernte wollte ich damit, nach dem letzten Frucht-Kräuter-Essigauszug mit Erdbeeren und Basilikum, einen Auszug mit Brombeeren und Rosmarin probieren.

Die Zutaten für den zweiten Essigauszug sind Grundzutaten für den Vierräuberessig, auch als Pestessig bekannt.

Der Legende nach waren zu Pestzeiten Räuber in den Häusern von Pesttoten unterwegs, ohne sich anzustecken. Man versprach ihnen von einer Verhaftung abzusehen, wenn sie verrieten wie sie sich schützten. Ihr Geheimnis, sie nutzten die Wirkstoffe und ätherischen Öle aus verschiedenen Kräutern, die unter anderem antibakteriell, immunstimulierend und entzündungshemmend wirken, in Essig ausgezogen.

Es gibt eine Menge an Rezepten zu Pestessig. Bei manchen frage ich mich wie ein Räuber zu dieser Zeit an die Zutaten kommen konnte. Andere Zusammenstellungen mag ich mir weder unter der Nase oder im Magen vorstellen. Die meisten finde ich als viel zu viel wenn ich mir die Liste an Kräutern so anschaue.

Ich verwende für meinen Vierräuberessig vier bis fünf Kräuter bzw. Gewürze. So bleibt die Wirkung der Kräuter, auch untereinander, übersichtlich und das Ergebnis ist hinterher auch wirklich kulinarisch lecker (und nicht nur als Putzmittelzusatz verwertbar).

Salbei, Lavendel, Rosmarin, Thymian und als zusätzliches Gewürz Wacholderbeeren. Gerne hätte ich statt Wacholder Eberraute dazu gegeben, aber die hatte man mir ja im Frühsommer abgemäht.

Frische Kräuter müssen absolut gute, frische Qualität haben. Ich mag diese nicht einmal von jedem Händler auf dem Markt kaufen. Meist verwende ich sie aus dem Garten. Dazu warte ich eine regenfreie, warme Periode ab und „wasche“ die Kräuter am Abend vor der Ernte mit der Gartenbrause, auch von der Unterseite. Um die Mittagszeit, wenn die Kräuter trocken und warm sind, wird geerntet. Diese frische Ernte lasse ich immer etwas welken; Wasser aus den Pflanzenzellen verdunstet und im Verhältnis bleiben mehr sekundäre Inhaltsstoffe zum Ausziehen übrig. Weniger Wasser bedeutet zudem weniger Fäulnis- oder Schimmelgefahr.

Anmerkung: Gekaufte frische Kräuter vor der Verwendung zu Waschen ist keine gute Idee, selbst wenn sie hygienisch sinnvoll ist. Vor der Verwendung in einem Auszug in Essig, Öl oder Alkohol sollten, müssen, sie so trocken wie möglich sein.

Kräuter von den Stengeln abzupfen, abrebbeln, so gut es eben geht. Gewürze quetsche und mörsere ich grob. Alles in ein hohes Glasgefäß geben.

Die Kräuter oder Früchte (ich habe ja auch Brombeeren im anderen Essigansatz verwendet) mit gutem Essig aufgießen. Ich verwende Apfelessig in Bio-Qualität, denn ich möchte meine guten Kräuter nicht wie Perlen vor die Säue werfen.

Deckel zu, und zwar luftdicht, wasserdicht, denn ab jetzt muss für mindestens drei bis vier Wochen täglich der Inhalt bewegt werden (ohne dass die Soße heraus läuft).

Der Brombeeressig-Ansatz ist nun völlig in den Hintergrund getreten. Um diesen fertig aufzugießen musste ich noch einmal einkaufen gehen, fand unterwegs etwas was meine Eltern glücklich machen könnte, brachte ihnen dieses auch gleich vorbei um dann auf den Rückweg noch einen ehemaligen Kollegen mit seiner Frau, eine ehemalige Lehrerin von mir, zu treffen. In den Ferien kann ich solche Entwicklungen so was von genießen – schlecht gedeutscht, aber aus der Seele gesprochen!!

Etwas verspätet kam dann der frisch eingekaufte Essig auf die Brombeeren mit Rosmarin. Erschwerte Bedingungen zum Fotografieren, denn nun war das Licht noch schlechter. Sorry.

Ab jetzt heißt es abwarten!

 

Und wie war das Wochenende?

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Was zu viel ist, ist zu viel!

Toll, so ein verlängertes Wochenende. Samstag, Sonntag UND Montag nicht zur Arbeit gehen zu müssen hat etwas beflügelndes, allerdings mit der tendenziellen Gefahr die Tage viel zu voll zu packen. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe in diesem Schuljahr montags frei und habe es noch nicht geschafft die langen Wochenenden vernünftig einzuteilen – es ist ja auch erst das dritte Wochenende im Schuljahr und das vorangegangene war Seminarwochenende. Das nächste Wochenende gehe ich entspannter an, das habe ich mir versprochen, setze mich wie Frau Heuschrecke gemütlich ins Grüne!

Der Plan war:

  1. Haushalt, klar, am vergangenen Wochenende war einiges liegen geblieben
  2. Marktgang, logisch, im Kühlschrank lagen nur noch müde Gemüsereste, die ich vor zwei Wochen besorgt hatte
  3. Müll auf den Wertstoffhof bringen
  4. Wäsche waschen, und, was dann so als Rattenschwanz folgt, aufhängen, in den Trockner geben, irgendwann einmal abhängen, bügeln oder auch nicht, zusammen legen, in die Schränke und Schubladen verteilen
  5. Schreibarbeiten, Rechnungen bezahlen, Arztrechnungen sortieren und zum Einreichen bei den diversen Rechnungsstellen bzw. Versicherung scannen, in Formulare eintragen, alles in Kuverts packen (um dann keine Briefmarke zum Abschicken zu haben), Verträge kündigen, …
  6. Emails beantworten
  7. bloggen, je ein Blogpost für hierundfort und einer für fadenspielundfingerwerk auf den Weg zu bringen
  8. Blogs, denen ich folge, lesen
  9. backen und endlich das Rezept für Lavendelkekse ausprobieren
  10. kochen, plus Vorkochen für die kommende Woche
  11. Kräuter vom Dachboden holen und weiterverarbeiten
  12. die geschnittenen, gematschten Brombeerblätter in der Tüte sichten und, wenn fertig fermentiert, trocknen
  13. die Unterlagen und Mitschriften wie Fotos des Seminarwochenendes sichten, ordnen, vielleicht ins Reine schreiben UND lernen!
  14. eine weitere Babydecke fertig stricken und vielleicht noch ein Paar Babysocken (Baby-Boom im Kollegium!)

Es fehlen Punkte, aber wurscht. Während ich die Liste abgetippte begann ich auf Halbzeit den Kopf zu schütteln – entspannte verlängerte Wochenenden sehen anders aus. Späte Einsicht ist auch eine Erkenntnis, deshalb schließe ich heute wirklich etwas früher meinen Tag. Vielleicht. Hoffentlich. Oder auch nicht.

Der Rechner will nach einer Katerattacke, mit Sprung über Drucker, Galopp über das Handy, Siri aktiviert, und die Tastatur, Tastenkombinationen gedrückt von denen ich überhaupt keine Ahnung habe, während ich gerade Bilder von der Kamera überspielte, seit einer halben Stunde nicht mehr so das, was ich so will, ausführen.

Zurück zum Wochenende, meinem Plan, und was daraus wurde 😀

Haushalt

Furchtbar, die beginnende, dunkle Jahreszeit! Herbst ist hübsch, ja, aber die Tage werden kürzer!!! Männo, ich muss zum Putzen die Brille aufsetzen, sonst übersehe ich die Hälfte. Aber bei Lampenlicht kann ich den Aufwand gleich bleiben lassen! Nach zwei Stunden Hausputz bei, durch Hochnebel, abgedämpften Tageslicht, dämpfte ein später Sonnenstrahl am Nachmittag meine Alles-geschafft-Euphorie innerhalb von Sekunden: ARGH! Wenn ich nicht genau gewusst hätte, da ich ja in Echtzeit dabei gewesen war, dass ich Staub gesaugt und gewischt hatte, sowie Auffangbehälter geleert und das Staubtuch ausgeschüttelt, wäre mein erster Gedanke bei einem Besuch „Watt für’ne Pottsau lebt hier?“ gewesen. Nee, so macht Haushalt keinen Spaß, mit Brille auf der Nase und die Hälfte übersehen.

Marktgang

Egal wie schlaff das Gemüse in meinem Kühlschrank irgendwann mal herumliegen sollte, es kommt trotzdem auf den Teller. Im Sommer räume ich mein Gemüsefach oft damit auf, dass ich am Ende der Woche alle Gemüsereste putze, in annähernd gleich große Stücke zurecht schnipple, auf ein Backblech verteile und in den Ofen schiebe. Vorher gebe ich natürlich noch einen ordentlichen Schuss Öl darüber, wie etwas grobes Salz. Nach einmal Wenden und der Zugabe von Knofi und Kräutern gibt es zuletzt noch für die letzten fünf Minuten etwas geriebenen Käse dazu. Superlecker, aber nicht unbedingt etwas für die schmale Hüfte.

In der kalten Jahreszeit, so wie sie sich so langsam anmeldet (was war es heute schattig in unseren Klassenzimmern!), mag ich warme Suppen. Ab dem ersten Herbstnebel kommt das unter der Woche nicht verarbeitete Gemüse in den Topf und ich koche Gemüsebrühe. Damit peppe ich dann den Kichererbseneintopf auf, der, auf Vorrat gekocht, noch für die nächste Mittagspause in der Schule reicht. Das Reisgemüse schmeckt mit eigener Brühe gekocht doppelt lecker und was momentan nicht gebraucht wird, landet in der Tiefkühltruhe.

Müll auf den Wertstoffhof bringen

Das Müll- bzw. Wertstoffverwertungskonzept bietet in meinem Landkreis keinen gelben Sack zur Wertstoffrückführung an. Wir sammeln unsere Wertstoffe zuhause nach eigenem System, um sie dann auf einem Wertstoffhof (kontrolliert) selbstständig, in verschiedene Tonnen zu sortieren. Das läuft nicht immer stressfrei ab, denn auch die Wertstoffhöfe stellen in regelmäßigen Abständen ihre Container um, ähnlich wie Supermärkte ihre Regalinhalte.

Wäsche waschen

Erledigt. Es gibt Menschen, die Bügeln lieben und beruhigend finden. Hmm?! Der Stapel sauberer T-Shirts im Schrank macht Freude. Aber den schmerzenden Rücken nach der Arbeit empfinde ich nicht beruhigend. Katerchens finden dagegen das Bügelbrett toll. Chewie weiß inzwischen, wie das blöde Bügeleisen heruntergeschubst werden kann, ohne sich die Barthaare zu versengen. Also, keine Bügelwäsche aufräumen, bevor die Arbeit erledigt ist.

Schreibarbeiten, Rechnungen bezahlen, …

Erledigt. Es gibt Menschen, die Buchhaltung fasziniert, weil sie so strukturiert und klar sein soll. Hmm!? Mich faszinieren die Kopfschmerzen beim Kopfzerbrechen bei der Arbeit in keiner Weise.

Katerchens sehen das ebenso wie ich und Scotty ist da kurz, knapp, direkt: „Weg mit dem Zeug vom Tisch und mal sehen, wozu der Rest nützlich ist!“

Emails beantworten

Erledigt, und die Werbeflut gelöscht. Leere Postfächer sind cool – mit einem Klick wuschweg 😀 ! Hach, wenn doch anderes auch so schnell erledigt wäre!

Bloggen

hierundfort erledigt, fadenspielundfingerwerk (hier) im Moment in Arbeit

Blogs, denen ich folge, lesen

Erledigt. Es ist immer wieder schön zu sehen wie andere ihr Leben leben und manch eine/n würde ich gerne mal mindestens auf eine Tasse Kaffee oder Tee treffen. Was nicht ist, kann ja noch werden.

Eine weitere Babydecke fertig stricken

Die Decke ist fertig, YES, und die Socken entstehen gerade.

Backen und endlich das Rezept für Lavendelkekse ausprobieren

Erledigt und zum Testessen verteilt. Die Portion im Lehrerkollegium war schwuppsdich weg, wie üblich. Es gibt keinen Ort wo Essbares so schnell weg kommt wie in einem Lehrerzimmer. Was ich nicht allen Kollegen vorab gesagt hatte :D, diese Kekse mit Lavendelblüten sind, laut Rezept, gut als Einschlafhilfe.

Die Unterlagen und Mitschriften wie Fotos des Seminarwochenendes sichten, ordnen, vielleicht ins Reine schreiben UND lernen!

??? , aber ich habe mir mit meinem neuen Wissen die Wiese vor meinem Wohnhaus mit offenen Augen angeschaut! Oh-ha! Was da so alles wächst was auf den Teller kann!!

Kochen, plus Vorkochen für die kommende Woche

Mit Hindernissen geschafft. Den Kräuterquark bzw. Kräuterskyr fand auch Katerchen gut und war, von ihm angeschlabbert, nicht mehr meine Wahl für die Vorratsküche. Im „Quark“ hatte ich die Kräuter, wie zum Beispiel Gundermann, aus der Wiese vor meinem Wohnhaus verwendet.

Kräuter vom Dachboden holen und weiterverarbeiten

Der getrocknete Salbei hat ein tolles Aroma und meine Hände duften noch Stunden später nach dem Abstreifen der Blätter. Ich bin gespannt auf die neue Halsweh-Teemischung!

Die geschnittenen, gematschten Brombeerblätter in der Tüte sichten und, wenn fertig fermentiert, trocknen

Erledigt. Die Restwärme nach dem Backen der Lavendelkekse nutzend, trocknete der dritte Versuch mit fermentierten Brombeerblättern zum ersten richtig guten Ergebnis.

Und nun knabbere ich den letzten Lavendelkeks für heute und trinke eine Tasse meines eigenen Kräutertees gegen das Kratzen im Hals.

 

Habt eine geruhsame erste Herbstwoche und alles Gute im Bemühen all den Schnupfen- und Hustentierchen zu entkommen, die gerade so ausgepustet und ausgehustet werden.

Nächstes langes Wochenende packe ich ganz bestimmt nicht so voll. Diesen Vorsatz bekräftige ich mit den Worten meiner Schüler: „Ich schwör!“

 

 

Auf dem Weg eine Kräuterpädagogin zu werden

oder …

Wieder selbst auf der Schulbank!

Vor ungefähr vier Monaten (Anfang Juni 2016), ich war gerade von einer einwöchigen, tollen, sehr inspirierenden Fortbildung in Sachen Schulgarten zuhause angekommen, googelte ich beinahe zwanghaft nach irgendeinem Kurs, Vortrag, einer Veranstaltung oder Ausbildung um in irgendeiner Art und Weise mein Wissen rund um Kräuter & Co. weiter entwickeln zu können. Dabei ging es mir nicht um Basiswissen rund um die typischen Gartenkräuter Petersilie, Pfefferminze, Basilikum, Liebstöckel, Zitronenmelisse etc., ich wollte mehr über die „Un“kräuter erfahren, die mir zum Beispiel auf der Wiese vor der Tür oder auf einem Waldspaziergang begegnen, sie erkennen und benennen können, meine Kenntnisse dazu ausbauen. Fündig geworden rief ich zuerst meine Tochter an, las ihr ein wenig aus dem Kursangebot vor, das mich am meisten ansprach, mit dem Ziel einer zertifizierten Kräuterpädagogin. Kind sagte: „Mutti mach’s!“. Nicht nur eine Nacht verging mit weiteren Gedanken und Überlegungen. Zum einen kostet so eine Ausbildung Geld. Zum anderen würde es ein Jahr sein, indem ich an einem Wochenende pro Monat mit Wissen angefüttert werde, das ich bis zum nächsten Kurs selbstständig umsetzen, lernen und festigen sollte – neben Alltag, Beruf und was man halt sonst so noch macht. Zeit müsste investiert werden, die ich, gefühlt, eigentlich überhaupt nicht habe. Bevor ich die Flinte ins Korn warf rief ich bei der Schule an, führte ein Telefonat, bei dem ich schon nach wenigen Minuten wusste: Das ist es! Das machst Du! und meldete mich nach dem Ende des Gesprächs an.

Schon nach dem ersten Schulungswochenende sehe ich eine normale Wiese mit völlig anderen Augen! Von wegen, da wachsen nur Gräser und ein paar Blümchen, wenn sie gerade nicht gemäht ist!!

Bei unserer allerersten Exkursion schafften wir gerade mal 100 m in einer Stunde +/- ein paar Metern und ein paar Minuten 😉 , denn bei solchen Touren sind mit guter Anleitung Zeit und Raum völlig ausgeblendet, der Blick immer auf den Boden gerichtet.

Am Ende hatten wir Nelkenwurz, Gundermann, Pfennigkraut, Gänsefingerkraut, Fünffingerkraut, Spitzwegerich, Breitwegerich, stinkenden Storchschnabel, Giersch und etliches mehr gesehen.

Über eine Wiese zu laufen und zu wissen was man auf ihr auf kleinstem Raum entdecken kann ist faszinierend. Zu lernen, wie viele dieser, auf so kurzer Strecke zu entdeckenden Pflanzen auf den Teller landen könnten, bzw. was man alles damit sonst noch machen könnte oder wozu sie früher verwendet wurden, hat mich begeistert.

Die zweite Exkursion sollte eigentlich zügig in Richtung Hecken gehen. Das klappte anfangs ganz gut, aber dann kam eine Wiese dazwischen, die optimale Chance, das am Vortag gelernte zu festigen und noch mehr zu entdecken. Statt die Augen geradeaus ins Blattwerk zu richten bückten wir uns wieder nach Wegerich & Co..

Seitenweise hatte ich mitgeschrieben, fotografiert, Pflanzen gepflückt, den Kopf mit Informationen gefüllt und als ich hundemüde zuhause ankam musste ich dann doch noch ein Kräutersalz ausprobieren. Statt direkt nachhause zu fahren hielt ich am Schulgarten, griff mir zwei Handvoll frische Kräuter und arbeitete sie, kaum zuhause, nach einer mir neuen Technik frisch ins Salz ein.

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Doch auch dann waren die langen Tage des 1. Schulungswochenendes noch nicht zuende. Die gesammelten Pflanzen mussten nun gepresst werden, damit ich mit ihnen ein Herbarium anlegen kann. Dafür mussten die noch nicht ganz fertigen Kichererbsen-Papiere (ein halbfertiger Blog-Post auf Halde) aus der Spindelpresse ausziehen um den Trockenbüchern mit Pflanzenteilen Platz zu machen. Ungefähr vier Wochen müssen sie dort drinnen verbringen. Ob ich das abwarten kann? Zum Glück war das Salz schneller fertig!

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Frisches Einmal-quer-durch-den-Garten-Kräutersalz aus Basilikum, Bohnenkraut, Thymian, Rosmarin, Salbei und Gundermann.

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Ein kurzer neugieriger Blick in das Presswerk am Tag später. Wenn die anderen Kräuter auch so aussehen bin ich zufrieden. Also ab damit zu den anderen und wieder rein in die Presse.