Ein rundes Strickkissen

und endlich …

die Anleitung

für ein Kissen mit ca. 42 bis 45cm Durchmesser im gefüllten Zustand.

Material und Werkzeug:

  • 250g Wolle (meine Wollreste von Gedifra und Lana Grossa hatten bei 50g = 75 – 85m Lauflänge)
  • ca. 500g Füllwatte
  • 1 Rundstricknadel Stärke 6
  • 1 Häkelnadel Stärke 5 bis 6

Hier nun zuerst eine Übersicht zum Vorgehen und einer Erklärung der Symbole für  die folgende Strickanleitung.

Gestrickt wird von außen nach innen.
Maschenabnahmen sehen meiner Meinung nach bei glattem Strickwerk optisch besser aus, als Zunahmen. Letztere bilden oft unhübsche Löcher an Stellen wo keiner sie haben möchte.

Vorderseite
Anschlag mit 210 Maschen und rundstricken über 51 Reihen nach Anleitung:

Rückseite
Anschlag von 210 Maschen und rundstricken nach Anleitung über 46 Reihen.
Die Rückseite benötigt weniger gestrickte Reihen, da kein Zopfmuster den Strick zusammenzieht.

Sind beide Teile fertig gestrickt, werden sie auf einem Teppich oder einer anderen festen, gepolsterten Oberfläche mit Stecknadeln in Form gespannt und mit Wasser besprüht. Die Teile einige Stunden lang trocknen lassen bevor sie zusammengehäkelt werden können.

Wenn noch 10 bis 15cm Öffnung übrig sind das Innere mit der locker ausgezupften Füllwatte füllen und dann die letzten Maschen häkeln.

Bei meinem zweiten Kissen packte ich die Füllwatte in ein aus Stoff genähtes Innenkissen.

Vorteil: Die Füllwatte kann nicht von den Katzen nach außen gezupft werden.
Nachteil: Ein Kissen lässt sich deutlich schwieriger einhäkeln.
Meine Meinung: Ich würde wieder ein Kissen einhäkeln. Es ist einfach eine sauberere Sache und das Kissen für sich scheint formstabiler.

Und somit ist Strickwerk # 2-2012 in doppelter Ausführung beendet!

Mach Platz für Neues

oder

Ein rundes Strickkissen

Da liegt der Prototyp von einem runden Kissen mit Zopfmuster und, mal ganz anders, von außen nach innen gestrickt.

Gestricktes für jede Situation ist ein in-Ding! Neben Wärmendes für Hals und Kopf erobert Strickwerk für Smartphones, Teepötte, Kannen  bis hin zu Bilderrahmen als Überzug, neudeutsch Cover :D, den Alltag.

Die Frage stellt sich, ob ich denn jeden Zeitgeist mitmachen soll, muss, kann?
Aus der Situation heraus entwickelte sich die Version „kann“.

Die Ausgangslage:

Eine Fundsache über die ich entscheiden musste – wieder ein Bündel mit Wollknäueln unterschiedlichem Zustands, zusammen mit einem angefangenen Strickzeug.
Daneben steht mein Projekt für 2012
Jeden Tag muss etwas aus meinem Haushalt seine Daseinsberechtigung verteidigen. Was zwei Jahre lang nicht benutzt wurde fliegt raus oder wird neu verwendet.
Für mich heißt das täglich mit offenen Augen durch Wohnung und Keller zu gehen und Schränke wie Regale mit ihren Verstecken zu durchforsten, in Schachteln, Schächtelchen, Dosen, Kästchen und Kasten zu stöbern.
Angefangenes Strickzeug ribbelte ich bis jetzt auf und brachte die Knäuel zusammen mit den anderen Wollresten in das Wolldepot meiner Schule. Aber bei diesem Gebinde hatte ich ein Problem es einfach so abzugeben: zu viele Originalknäuel, zudem in MEINEN Farben, allerdings in zwei Farbnuancen und Wollqualitäten.
Spontan entschied ich mich für die Variante „neu verwenden“ mit einer Einschränkung: Schaffe ich es nicht aus diesem Garngewusel innerhalb einer Woche etwas brauchbares herzustellen MUSS weggeworfen werden.
Für meine Idee eines runden Strickkissens fand ich im Internet keine Anleitung, was ich auch nicht erwartet hatte.
So fing ich spontan an, mit 210 angeschlagenen Maschen auf einer Rundstricknadel. Mir erschien es einfach einfacher von außen nach innen eine runde Platte zu stricken. Und es klappte auf Anhieb.

Die gestrickte Kissenplatte pinnte ich mit Stecknadeln auf mein Sofa, besprühte sie mit Wasser und ließ sie über Nacht trocknen.

Die Rückseite strickte ich aus der dunkleren Baumwolle in einem einfachen Muster.

Nachdem ich die Rückseite mit dem Dampfbügeleisen in Form gedämpft hatte häkelte ich die beiden Teile zusammen. Kurz vor dem Ende füllte ich das Kissen mit Füllwatte, die ich nicht extra kaufen musste. Sie kam zum passenden Zeitpunkt aus einer Kellerecke zutage – Weiterverwertung <ja!>.

Die Rückseite des Strickkissens nach dem Zusammennähen.

Nach dem Prototyp versuchte ich mich heute an einer Ausarbeitung, da das aus dem Bauch heraus gearbeitete Zopfmuster zwar aufging aber optisch eine Verbesserung brauchte.

Deshalb gibt es eine Anleitung erst nach der Überarbeitung meiner Notizen – morgen, übermorgen, …

… oder ihr werdet daraus schlau.