oder …
Geht nicht, gibt’s nicht
Mitte der Woche war es soweit – der Umbau der Wasserstelle in meinem gepachteten Kleingarten war abgeschlossen. Davor musste ich noch einmal zum Baumarkt, da ich ein paar Löcher in einem Winkeleisen ausbohren musste. Holzbohrer habe ich in etlichen Durchmessern und Längen, doch keinen 6mm Metallbohrer.
Ich habe es geschafft. Alleine. Selbst ist die Frau. Ich habe nun gerade ausgerichtete Wasserhähne an einem verkleideten Rohr, das nicht mehr wackelt. Zugegeben, ein wenig schief ist die Anlage immer noch, aber was soll’s.

Doch nun von vorne.
Es ist der fünfte Sommer als Kleingärtnerin und vieles hat sich seit Ende 2021, als ich den Garten übernahm, verändert. Manches Ärgernis hat noch keine Lösung gefunden, doch mit dem schräg aufgeschraubten Wasserhahn auf einem wackligen Rohr und dem noch schiefer angebrachten Verteiler wollte ich mich nicht mehr abfinden.

Mithilfe eines Gartennachbarn kamen zuerst einmal diese Steinklötze weg, die mir nie gefallen hatten. Sie sollten offensichtlich dem Wasserrohr Halt geben. Nun denn, das taten sie jedoch nicht.
Zwei andere Gartennachbarn halfen dabei die Armaturen abzuschrauben. Eigentlich wollte ich auch noch das geknickte L-Stück runter und ein T-Stück aufgeschraubt haben. Nun, das Teil leistete Widerstand und die Herren gaben auf. Ich solle den Wasserwart kontaktieren und überhaupt, … man(n) war nicht überzeugt von meiner Lösung. Den Wasserhahn schraubte ich dann selbst wieder auf, damit ich gießen konnte.

Den Wasserwart erreichte ich nicht, auch nicht seinen Kollegen.
Nachts kam mir ein neuer Gedanke. Ich lasse das Teil, das so viel Widerstand leistet und offensichtlich dicht sitzt, wo es ist und baue meine Konstruktion dran. Dafür würde ich nur einen Adapter benötigen und ich kann weiter machen. Die Wasserpumpenzange meines Vaters hatte ich auch schon gefunden.
Mit Zuversicht ging es tags drauf zum Baumarkt mit dem etwas größerem Angebot und traf auf einen äußerst hilfsbereiten Mitarbeiter, der zudem meine Idee überhaupt nicht abwegig fand.
Drei Stunden später, mit etwas Beistand von oben – wenn meine Lieblingsmenschen nicht mehr helfen können, ein wenig Beistand fühlte ich dann doch, mit Vaters Zange in der Hand – ruckelte das Zwischenstück endlich an Ort und Stelle in das von der Vortagsaktion etwas angeschrammte Innengewinde.
Was war ich stolz auf mich!

Im nächsten Schritt kam die Verkleidung dran, die aus Resthölzern vom Hochbeet und dem Bau von Pflanzkästen entstehen sollte. Das Blatt meiner Handkreissäge reichte nicht aus für die Materialstärke, also musste ich von Hand sägen. Die gekauften Halterungen zur Befestigung des Wasserrohrs passten nicht, doch ich hätte sie sowieso zurück gebracht, denn ich hatte schon eine bessere Lösung im Kopf.

Das Rohr wird zwischen zwei Leisten liegen, was die Schellen unnötig machte . Ich tauschte sie gegen ein stabiles, wetterfestes Winkeleisen im Baumarkt um.
Damit die Holzverkleidung vom Rohr stabil stehen konnte fehlte eine Verbindung zum Untergrund und die wollte ich über das Winkeleisen und ein paar Schrauben in der Betonplatte erreichen. Doch leider gab es im Baumarkt keinen Bohrhammer mit Akkubetrieb zum Ausleihen.
Bis zur Lösung legte ich zum Beschweren einen Pflasterstein auf das Eisen. Große Kiesel stützten von vorne.

Ich entschied mich letztlich mir einen Bohrhammer zu kaufen, B-Ware, was für meine Zwecke absolut ausreicht. Am Samstag ausgeliefert konnte ich das Gerät leider nicht einsetzen, da Samstag. Ab 12:00 Uhr darf in der Gartenanlage kein Rasenmäher laufen und sonstiger Maschinenlärm sein.
Es dauerte dann bis Mittwoch, bis ich den Mut aufbrachte das Teil auszupacken und einzusetzen. Wohoo!! 😊 Was für ein Spaß. Das Teil ging ab und bohrte die vier Löcher, wie in Butter! Wenn danach nur die Schrauben durch das Winkeleisen gepasst hätten … und komme damit zurück zum Anfang dieses Berichts. Ich musste noch einmal zum Baumarkt.
Aber dann … Brett auf den Schacht geschraubt, das Winkeleisen in die Bodenplatte. Die Platten hatte ich vorab alle noch einmal ausgerichtet und mit Splitt oder Sand unterfüttert. Die Dinger sind s**schwer, doch zum Glück gibt es Hebel und entsprechende Gesetze.

Zum Schluss noch einmal mit dem Besen drüber, für den Fototermin.

Die Holzverkleidung sitzt nicht direkt auf den Platten auf. Auf der Unterseite montierte ich vier Gumminoppen, damit Feuchtigkeit besser abfließen kann.
Auf der Oberseite werde ich noch einen Schutz bauen, damit auch hier das Regenwasser ablaufen kann und nicht in die Konstruktion läuft.
Ich bin zufrieden und auch wenn das Ganze weiterhin etwas schief steht – ich habe es geschafft und es hat funktioniert.
Ansonsten
- eine Grübelwoche, nicht nur durch die von Mücken zerstochenen Stirn. Meine Seele war nach langer Zeit wieder einmal traurig, tieftraurig, ohne Anlass, einfach so. Keine Sorge, es wird langsam wieder.
- ein neuer Fall von „ich wollte nur mal eben“ – am Garagentor – ich brachte eine Schaumstoffmatte an, um die Heckklappe meines Autos vor weiteren Kratzern zu schützen. Der bisherige Schutz aus Pappkarton schützte zwar vor kleinen Dellen, verhinderte jedoch kein Scheuern über den Lack beim Öffnen vom Kofferraum. Am Ende war die Garage geputzt. Alles, was herumstand, fand einen Platz in einem der Regale, oder einen in der Entsorgungskiste.
- den August über generell wieder leichter und konsequenter täglich sortiert und aufgeräumt
- ein weiterer Korb Tomaten füllt verkocht einige Gläser, dieses Mal als Soße

- die gefärbte Wolle ist vom Strang zu Knäueln gewickelt, sie wartet nun auf ihren Einsatz
- eine am 12. Mai bestellte Lampe im Möbelhaus abgeholt. Sie sollte nur vier Tage Lieferzeit haben. Inzwischen sind fast vier Monate vergangen!
Einfach den Abholschein mitnehmen, dort vorbeigehen, vorzeigen, das Päckchen erhalten und einen anderen Zettel unterschreiben wäre zu einfach gewesen. Ich stand zuerst am Informationsstand an, am Ende einer Schlange. Auf der anderen Seite dieser Theke befand sich die Kasse, wo ebenfalls KundInnen anstanden. Bedient wurden beide Schalter von einer Kassiererin. Als ich dran war schickte mich die Dame genau dorthin, ans Ende der Kassenschlange. Dass die Lampe schon bezahlt war hatte keine Relevanz. Bis ich das andere Schlangenende erreichte hatte sie sich um mindestens zwei neue KundInnen verlängert. Endlich dran tippte die Dame die Bearbeitungsnummer in die Kasse, es wurde ein Zettel gedruckt, den ich unterschreiben durfte und eine Wegbeschreibung zum Warenausgabelager. Ich wagte kurz die Frage zu stellen, warum sie sich vorher nicht einfach umgedreht hätte, um mir die zweite Wartezeit zu ersparen gab es nur ein Lächeln als Antwort.

- Ende der Woche machte ich mich auf den Weg nach Tübingen, zum Neuen Kunstmuseum. – Link
Dort werden noch bis zum 04.10.2026 Fotografien von Steve McCurry gezeigt. Jedes der ausgestellten Werke ist in seiner Art außerordentlich, in Farbe, Ausdruck und Aussage, Momentaufnahmen, die Geschichten erzählen. Vielen sagt sein Name nichts, doch einige Fotos sind Zeitgeschichte, wie die junge Afghanin auf dem Ausstellungsplakat.



- die Spam-Kommentare auf meinem Blog nehmen inzwischen Dimensionen an, die nicht mehr schön sind. Inzwischen kommen offensichtlich die ersten KI-Texte, ewig lang und von dubiosen Blogs. Aus dem Grund schaue ich unter der Woche keine Kommentare mehr durch, zum Freigeben oder Löschen. Es tut mir nicht gut, also lasse ich es.
- …
Ohrwurm der Woche
Edie Brickell & New Bohemians mit What I Am …
Was mir das Wochenende bringen wird?
Ich muss mich an eine Dekoration für ein Sommerfest setzen, die gut zu transportieren ist. Vor allem muss sie so sein, dass sie kein Wasser benötigt, nur ausgepackt und hingestellt werden kann, weil ich nicht dabei sein werde. Natürlich soll sie nicht viel kosten und trotzdem etwas hermachen – eine Herausforderung.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot
Kommentare
Eine super Lösung für die Wasser Entnahme! Und mit dem Holz auch gut aussehend! Machst Du zum Schutz eine Kupferhaube?
Und insgesamt so fleißig.
Bei mir ist gerade so viel Wehmut, Traurigkeit und körperlich ausgelaugt sein (das meiste aus Gründen, aber auch so. Daher kann ich etwas nachempfinden und drücke Dich gerade mal virtuell)
Ganz liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende
Nina
Für die Kupferbearbeitung fehlt mir die Ausrüstung – in meiner ehemaligen Schule schon, doch dort habe ich seit dem Neubau keinen Zugriff mehr. Es wird wohl etwas aus Holz werden.
Es ist ein ziemlicher Mist mit einem inneren Jammertal. Fühl dich ebenfalls gedrückt!
Schönen Sonntag und viele liebe Grüße
Karin
Dir kommt sicher ein gute Idee für die Dekoration. Der Wasserhahn mit Rohrverkleidung sieht toll aus. Ein schönes Wochenende wünsche ich dir. LG von Regula
Es entwickelt sich gerade gedanklich etwas. Mal sehen, was daraus wird.
Schönen Sonntag und viele Grüße
Karin
wow
das mit dem Wasseranschluß hast du gut gelöst
es sieht auch richtig schick aus mit den „goldenen“ Hähnen .. 😉 und eine tolle Zinkwanne besitzt du ..
Spam habe ich ganz selten
schau mal ob du die Option .. für Suchmaschinen sichtbar (oder so) hast und ausstellen kannst
ich hoffe deine Stimmung hellt sich wieder auf
noch einen schönen Sonntag
Rosi
Danke, Rosi.
Ich bin froh diese Wasserstellen-Umgestaltung in Angriff genommen zu haben. So wackelig, wie das Rohr zur Hauptleitung saß, nicht verankert, auch nicht unter den Bodenplatten, hätte ich in absehbarer Zeit ein echtes Problem gehabt.
Meine Konfigurationen vom Blog und Internet passen soweit, denn ich will mich auch nicht komplett abschotten. Interessant ist, dass es schlimme Phasen gibt und dann wieder ruhigere.
Schönen Sonntagabend und guten Start in die neue Woche
Karin
Wow, selbst ist die Frau, kann ich da nur sagen. Sieht toll aus.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Probleme mit dem Rechner sich fast immer von selbst lösen, aber ja es nervt gewaltig.
L G Pia
Danke, Pia.
Ich habe ebenfalls festgestellt, dass die Spam-Flut schwankend ist. Ich hoffe bald wieder eine ruhigere Zeit zu haben.
Liebe Grüße
Karin
das ist ja wieder so eine typische karin-aktion. ich finde es immer wieder beeindruckend, wie du solche handwerklichen probleme angehst und nach lösungen suchst, material besorgst und selbst hand anlegt, bis alles meist so ist, wie du es dir vorstellst. toll – ich schaue mich bei so etwas immer suchend nach hilfe um…
wie ärgerlich, dass du so viele spams bekommst. ich hatte dir ja schon mal geschrieben, dass ich ganz davon verschont werde. ob blogger so etwas vorher aussiertiert?? auf jeden fall sehr, sehr lästig und ärgerlich für dich. ich hoffe aber, dass mein kommentar – trotz dienstag – seinen weg zu dir findet.
liebe grüße von mano
Danke, Mano.
Da ich seit vielen Jahren alleine lebe kümmere ich mich meist selbst. Zum Einen mag ich nicht warten und zweitens nicht diskutieren, wie ich es gerne hätte, wenn ich nicht darum bitte. Hilfe suche ich natürlich ebenfalls, in Angelegenheiten, die von vorne herein Hilfe notwendig machen. Als Beispiel, Böden verlege ich keine mehr. 😊
Viele liebe Grüße
Karin
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