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Juni 2018

 

So schnell wie der Monat vorbei zu gehen schien, spross, grünte, blühte und reifte es auch im Garten.

Der Lavendel schoss so in die Höhe, dass, um zur Bank zu gelangen, zurzeit ein kleiner Umweg gelaufen werden muss. Sie verschwindet beinahe im Lavendelmeer, das seit Monatsmitte herrlich duftend blüht. Zu meiner Freude wird dieser Teil rege von Schmetterlingen und Hummeln besucht.

Nebendran blüh(t)en Mädesüß, die Stockrose, Rosen, Ysop, Heilziest, Quendel, Johanniskraut, Mädesüß, und vieles mehr.

 

Doch jetzt erst einmal geht es in den geschlossenen Gartenteil zum 12tel-Blick.

Außer fleißigem Gießen geschah hier im Juni wenig von Menschenhand. Die 9er und 10er waren mit ihren Prüfungen beschäftigt und die Gruppe mit den 8ern schaffte es auch nur ein Mal echte Gartenarbeit zu erledigen. Dazu gehörten vor allem Reparaturarbeiten an den Beeten. Alle losen Bretter sind befestigt, das verrottete Brett am Kompost wurde ersetzt und etliche Schilder neu verschraubt.

Vorbei am Beet der 5./6. Klasse, die dieses Jahr Zwiebeln und Kartoffeln gesetzt haben geht es zu den Beeten, die von der Schulküche, der Ganztagesbetreuung und den Schülern in Natur und Technik genutzt und betreut werden. Die im Mai gebaute Wegbegrenzung hält!

 

 

Die Aussaat im Hochbeet tut sich dieses Jahr schwer. Bis auf den Koriander will kein Kraut richtig keimen und wachsen. Dagegen entwickeln sich, in der Beetmitte zu sehen, die Exoten prächtig. Gut durch den Winter gebracht bekommen, wachsen Zitronengras, Gelbwurzel und Ingwer mächtig im Sonnenschein. Die Schnecken lassen diese Pflanzen links stehen, ihnen reicht der Salat.

 

Ein Beet weiter wachsen die Färberpflanzen neben einigen Kräutern. Viel zu dicht teilen sich Färberhülse, Färberröte, Klatschmohn, Ringelblume, Färberscharte, und mehr, als Färberpflanzen die kleine Fläche. Der Rotkohl, den die Schnecken übrig gelassen hatten, geht in dieser Menge an Grün unter. Dazwischen wuchern noch Pfefferminze, Wiesenkümmel, Senf und Süßdolde (Myrrhenkerbel) mit ein paar blühenden Zwiebeln aus dem Vorjahr. Nächstes Jahr müssen einige Stauden versetzt werden.

 

Dagegen wirkt das letzte Beet, das Gemüsebeet, geradezu kahl und übersichtlich mit den Bohnen, zwei Gurkenpflanzen und zwei Kürbissen aus eigener Anzucht. Nächsten Monat wird dieses Beet entsprechend begrünt sein! Die mühsam gepäppelte Zucchini fiel den Schleimspurmachern zum Opfer. Zwei meiner Schülerinnen fanden das ganz in Ordnung, denn „die brauchen doch auch was zum essen“! Liebevoll sammelten sie danach die Schnecken von gezogenem Unkraut um sie vor der Vernichtung im Kompost oder im Mülleimer zu retten: „Frau Be., das sind doch Lebewesen!“.

Im Moment reifen die ersten „normalen“ Stangenbohnen. Die Feuerbohnen zeigen noch Knospen.

Doch die größte Freude fanden wir zu unseren Füßen, die erste Gurke!

 

Vor dem Zaun, im äußeren Bereich hat sich jedoch einiges getan in einem Beet. Während der Projektprüfung bekam es eine Begrenzung zum Schulhof, damit die Erde nicht mehr weggespült werden kann (wenn es dann mal wieder regnet – tut es tatsächlich beim Korrekturlesen!). Das war harte Arbeit! Jetzt fehlt noch der terrassenartige Aufbau für Beerensträucher, denn nachdem die Himbeere an anderer Stelle schon wieder abgemäht wurde kommt sie nun an diesen Platz, zusammen mit den Stecklingen, die wir von einer Jostabeere angewurzelt bekommen haben.

 

Es bleibt noch viel zu tun!

Immer unter Beobachtung vom zickigen Gartenrotschwanz, der so langsam begreift, dass wir ihm nichts tun.

 

Bis die Tage,

Karin

 

 

Verlinkt mit 12tel-Blick von Eva von verfuchstundzugenäht – die Sammelstelle für viele andere schöne Blicke. Dort findet ihr auch die 12tel-Blicke meines anderen Blogs oder hier.

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4. Juli 2018

Kommentare

Rot war genau die richtige Farbe für die Bank! Das sieht im Lavendel einfach umwerfend aus!
Komisch , dass im Hochbeet nichts keimen will…kann doch eigentlich nur am Wassermangel liegen, denn Wärme zum Keimen haben wir doch wahrlich genug.
Lieben Gruß Ulrike

Die Bänke auf der documenta XII, 2007, haben mich inspiriert.
Wassermangel kann es nicht sein, die die Keimung im Hochbeet erschwert. Es sind eher die Schnecken, die ich nicht herausbekomme, mit ihrem ständigen Hunger nach zartem Grün.
Viele Grüße,
Karin

Liebe Karin,
tolle Sache , Euer Schulgarten! Ich habe mir die Schnecken ins Hochbeet geholt, weil ich so blöd war, meinen eigenen Kompost dort zu verwenden. Samt Schneckeneiern versteht sich. Da hilft dann nur hartnäckiges Absammeln. Der Rotschwanz guckt wirklich sehr genervt.
Liebe Grüße
Karen

Die Schnecken in diesem Hochbeet kamen über eine Folienabdeckung hinein, die bis auf den Boden reichte. War nicht meine Idee, wurde mir vorgegeben und meine Einwände abgewinkt. So ist es halt in einem Schulgarten, wo viele Hände und Köpfe unterwegs sind.
Aber Koriander mögen die schwäbischen Schnecken nicht 😀
Viele Grüße,
Karin

Mit Mini-Beeten fängt es an! Nicht aufgeben und schlechte Jahre abhaken.
Ich habe mit einem Quadratmeter Beet angefangen und bepflanzten Obstkisten. Hauptsache es gibt in der Schule etwas zu beackern.
Viele liebe Grüße, Karin

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