Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit

oder …

Mit lachendem und weinendem Auge

Es ist Schuljahresende in Baden-Württemberg und ich rettete die letzten Graffitis meiner Abschlussklasse von den Fenstern. Sie waren Teil der Dekoration ihrer Abschiedsfeier.

 

 

Im April und Mai entstanden diese Werke kurz vor der Hauptschulabschlussprüfung, die in der Projektwoche mit den vielen freudigen Hüpferlis präsentiert wurden. Wie die Hüpfer entstanden sind steht im Blogpost Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber.

Das Sommer-Graffiti gestaltete eines meiner Projektmädels aus der 6. Klasse! Sie hatte den „Großen“ immer wieder zugeschaut und wollte dann auch einmal!

 

 

 

Nach drei Jahren eine Klasse zu verabschieden ist ein tolles Gefühl, vor allem wenn man als Lehrer weiß, dass es gut für die Schulabgänger weiter geht. Das ist für unsere Schüler mit Hauptschulabschluss nicht selbstverständlich!
Mein Team-Kollege und ich haben im vergangenen Schuljahr noch einmal eine Woche Praktikum in Betrieben für alle Schüler ermöglicht, haben Bewerbungsschreiben Korrektur gelesen, angefangen von der Arbeitsagentur bis hin zur Betrieben alle Kontakte genutzt, viele Gespräche mit Schülerpaten und Betreuern geführt und wir waren flexibel, wenn zum Bewerbungsverfahren ein Tagespraktikum nötig war. Fast die Hälfte unserer 25 Schulabgänger beginnt im Herbst eine Ausbildung, vor allem im Handwerk. Ein Viertel wird die 10. Klasse der Werkrealschule besuchten, das andere Viertel geht auf zweijährige berufliche Schulen und unsere zwei Sorgenkinder gehen erst einmal in ein Langzeitpraktikum mit Aussicht auf eine Lehrstelle.

Noch ist nicht alles aufgeräumt und ich gebe mir die Zeit bis zum Wochenende um das Klassenzimmer für die „Neuen“ zu richten.

Nächstes Schuljahr ist für meinen Team-Kollegen und mich dann wieder ein Neuanfang mit einer neuen Klasse. Doch jetzt sind erst einmal …

 

 

 

 

Juhuu!

Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber

oder …

Der Countdown zu den Sommerferien läuft

Von wegen: Es passiert ja nichts mehr in den letzten Schultagen in den Schulen und es werden eh‘ nur Filme angeschaut!
Einspruch!!!
An den Titel des letzten Films, als „nur“ Film, den ich mit meinen Schülern angesehen habe kann ich mich nicht einmal erinnern, dafür sprechen die Schüler immer noch von dem Inhalt! 😀
Dafür erinnere ICH mich an die Umstände, als ich dieser Klasse einen Schulfilm zeigen wollte und KEIN Gerät funktionierte!!!

Ich liebe die letzten Schultage, eigentlich.
Endlich die Möglichkeit als Lehrerin zu haben auf die Interessen der Schüler/innen einzugehen und Aktivitäten anbieten, die sie sich im Laufe des Jahres wünschten.
Die Idee, genial.

Es kommt der Tag nach der Bücherabgabe,
der Tag nach der Notenkonferenz,
die Zeugnisse sind gedruckt, aber noch nicht unterschrieben und gesiegelt, auch noch nicht kopiert und die Noten noch nicht in die Karteikarten übertragen,
es ist der Tag, ab dem Schule wertfrei stattfinden und Spaß machen soll …
man legt seine Vorbereitungen auf den Tisch und bietet sie den den Schülern an
und es kommt nach kurzer Zeit die Frage:

„Gibt es dafür Noten?“

ARGH!
Das ist DIE Spaßbremse mit der man nicht nur als Lehrer leben lernen muss.

Und nun?
Ich habe keine Patentlösung für die letzten Schultage! Aber da man sich an die letzten Tage vor einem Wechsel am besten erinnert, sollte man diese mit Leben füllen, mit schönen Erinnerungen.

„Wie fühlst du dich, wenn du an das Schuljahresende denkst!“, war meine Frage an die Schüler.
„Ich könnte in die Luft springen!“, war die Antwort.

Und aus dieser Antwort haben wir etwas gemacht!

Zuerst entstanden Gliederfiguren aus Karton und Musterbeutelklammern, so wie früher auch Hampelmänner gestaltet wurden.

Diese Hampelmann-Glieder-Figuren sollten sich jetzt vor Freude auf schwarzem Papier „bewegen“ um dann im Umriss nachgezeichnet zu werden.

Jetzt noch ausschneiden …

… und den Scherenschnitt zu den anderen Hüpfern bringen …

… wo sie sich auf einmal schneller vermehren, als man sich es erhofft hat!

Unbenotete Vorferienarbeit kann doch einfach nur Spaß machen!

Wo all die Hüpfer dann landeten kommt im nächsten Blogpost, Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit.

„Tu dir was Gutes“ hat seine Arbeit aufgenommen

oder …

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Nun hängt einer meiner Vorsätze für 2015 als nicht zu übersehende Gedankenstütze an der Eingangstür meiner Wohnung. Bleibt zu hoffen, dass ich mich daran halte.
Zumindest habe ich mich in den letzten Tagen daran gehalten, als ich mit diesem Bild beschäftigt war:

  • Ich hatte mir die Zeit zum Zeichnen genommen!
  • Spaß dabei gehabt!
  • Ins große Heulen gekommen. Viele meiner Fineliner waren eingetrocknet und von den Tuschefüllern war nur noch einer zu retten. 🙁
  • Einen Grund gefunden neue Farbstifte zu kaufen! 😀

 

Erste Erkenntnisse nach dem Aufhängen:

  • Motto: nicht zu übersehen
  • Übersicht: kurz verloren, denn durch das Bild war der Türspion verdeckt. Keine gute Idee!

 

Mit dem Kreisschneider eine Öffnung in den unteren Teil des Bildes geschnitten und nun klappt es wieder mit der Möglichkeit zu „I spy“.

Das übrige Papierstück fixierte ich erst einmal mit etwas Tape zu einer Klappe über dem Türspion um mir Zeit zu lassen zu entscheiden, ob ich die Öffnung mit der Übersicht nach draußen überhaupt abgedeckt haben möchte.

 

Es wurde nichts aus dem Test der Haftdauer vom Maskingtape ;-). Das Klebestück gefiel mir schon nach einer Stunde nicht mehr.

Alternative:
Mit Klebegummi kann das Papierstück fast unsichtbar auf dem Türspion befestigt werden.

 

 

Mal sehen ob dieser Reminder in der nächsten Woche Wirkung zeigt. So wie die Aussichten laut Terminkalender sind, sieht es nach Härtetest aus.

Doch ein paar Vorsätze für 2015

oder …

Ich tu mir was Gutes!

Das Jahr hat inzwischen schon den ersten Monat hinter sich und die meisten, typischen Vorsätze zum Jahreswechsel sind wahrscheinlich Schnee von gestern. In den Fitness-Studios ist man wieder unter sich und das Verhältnis von Joggern und Hunden auf den Feldwegen stabilisiert sich zurück zu 1:2, dem Vorjahresstand.

Ich hatte mir zum Jahreswechsel für 2015 nichts vorgenommen, doch mit den ersten Tagen des neuen Jahres entwickelte sich der

Vorsatz 1:

Ich wiederhole mein Jahresprojekt 2012:

Mach Platz für Neues!

Ein einfaches Prinzip mit großer Wirkung und am Jahresende war meine Wohnung, der Keller und die Garage deutlich geleert und aufgeräumt.
Die Aufgabe ist, jeden Tag muss ein Stück aus dem Haushalt raus, das länger als zwei Jahre ungenutzt im Schrank liegt, die Regale verstopft oder zwecklos Kisten füllt. Von über 1000 kleinen und großen Teilen hatte ich mich 2012 getrennt. Viele Dinge verschenkte und spendete ich, manches konnte ich verkaufen. Der Mülleimer oder der Wertstoffhof waren die letzte Alternative. Bei einigen Dingen kamen mir auf dem Weg zum Mülleimer Bedenken („Das ist doch viel zu schade!“) oder Ideen zum neu verwerten.

Die erste Zahl der Neuauflage dieses Projekts ist 179!
182 Teile „zogen“ im Januar aus, drei Teile zogen ein – alles dokumentiert und so komme ich zu meinem nächsten Vorsatz,

Vorsatz 2:

Tu dir was Gutes, solange du dich noch hast!

Diesen Spruch hörte ich vor Jahren von einer ehemalige Nachbarin. Ich fand ihn lohnenswert zu notieren und platzierte ihn, gut sichtbar, am Bildschirm meines Rechners, bis ich ihn verlor, ohne die Aussage umgesetzt zu haben. Nun fand ich das Post-it auf der Suche nach dem Entsorgungsstück des Tages zwischen meinen Mal- und Zeichenutensilien und wertete es als ein Zeichen!
Mein Ziel ist jeden Tag etwas kreatives für mich zu unternehmen:

  • zeichnen
  • malen
  • schneiden
  • falten
  • kleben
  • eine Ausstellung oder Galerie besuchen

Unterrichtsvorbereitung für den Kunstunterricht zählt nicht!
Stricken und Häkeln zählt auch nicht!
Nähen zählt auch nicht! Oder vielleicht doch? Ich glaube, diesen Punkt muss ich noch überdenken, vor allem weil ich meine im Sommer gekaufte Overlock-Maschine immer noch nicht ausprobiert habe! Was für eine Schande!!

Damit ich diesen Vorsatz nicht gleich wieder verwerfe und vergesse fing ich auch gleich damit an ihn zu gestalten, so groß, dass er gut sichtbar ist und nicht wieder so einfach verloren gehen kann. 😉

 

Der Entwurf

 

Das Riesen-Post-it in Arbeit

Außerdem habe ich mir wieder eine Bahncard zugelegt und werde sie benutzen. Es gibt noch so viele Plätze, die ich gerne sehen möchte.

Die nächste große Reise kommt bestimmt.

Weihnachtskarten selbst hergestellt

oder …

Karten von vergangenen Weihnachten

Vor mir liegt der Ordner voller Grußkarten mit denen meine Familie in den letzten Jahren Grüße zu Weihnachten, oder, wenn ich spät dran war, zum Neujahr verschickt hat. Noch fehlt mir eine Inspiration für die Weihnachtskarten-Edition 2015.

Es gilt die Regel:
Außer Papier, Bastelmaterial, Umschlag und Briefmarke wird nichts gekauft!

2013
gingen Faltsterne auf Reisen

2012
gab es einen Neujahrsgruß mit Kater – Aquarell eingescannt und auf Pergamentpapier gedruckt

2011
machte mir eine quietschebunte Grußkarte kurz vor dem Abschicken doch etwas Bauchweh!

Dazu entwickelte sich eine alternative Karte aus den Resten!

2010
musste es schnell und flott gehen, da meine Schule zusätzlich 100 Stück brauchte. Ganz einfach, Faltschnitt in grün und gold.

Die ersten 50 Stück hatten jedoch einen kleinen Schreibfehler, einen zum weinen 😉
Das „h“ hatten meine Schülerlein vergessen!!

2009
erschienen Sterne auf einer Falt-Klappkarte in weiß, rot, gelb – eine schöne Karte zum Aufstellen. Vielleicht poste ich die Anleitung dazu noch.

2008
ging ein Engel auf einer Wolke auf Reisen und leider habe ich von dieser Karte nur noch die Vorlagen und kein fertiges Exemplar 🙁

2007
war keine Zeit zum Basteln, aber zum Fotografieren. Ich verschickte einen Weihnachtsstern auf Pergament und sprenkelte ein wenig Blattgold auf die Bildmitte.

2006
inspirierte mich ein Spruch zu einer Karte mit Engelsflügel und Federn.

2005
leuchteten Sterne in rot und gold, geschnitten, ausgestanzt, mit Draht umwickelt, … von den Weihnachtskarten und innen ein Gedicht von Hermann Hesse.

2004
fehlt in meiner Sammlung, keiner kann sich erinnern und demzufolge muss es ein Zwischen-den-Jahren-Modell gewesen sein

2003
erschien eine Weihnachts-Sternschnuppe aus Glasperlen, Pailetten und Sternchen am blauen Nachthimmel

Jede Menge Entwürfe lassen sich in meinem Ordner mit den Weihnachtskarten finden, auch einige an die ich mich fast nicht mehr erinnern konnte.

 

Mal sehen, was ich dieses Jahr hinbekomme.

Wie versendet ihr Weihnachtsgrüße?