Woche 29/2017

oder …

Land unter und wieder aufgetaucht – eine Achterbahnfahrt.

Tripsdrill

Jedes Jahr stelle ich mir Mitte/Ende Juli die Frage, warum landläufig angenommen wird, dass Wochen vor den Sommerferien nichts mehr in der Schule laufen würde, außer Ausflüge, wie nach Tripsdrill.

Jedes Jahr stelle ich mir in diesen Tagen die Frage, warum so gegen Noten und dem daraus resultierenden Druck gewettert wird, und die (oft mühsam zusammengestellten) Angebote für SchülerInnen nach Notenkonferenzen etc. als Pillepalle angesehen werden – gibt ja keine Noten, pfft. Kann man schon in Urlaub fahren.

Jedes Jahr sitze ich zum Schuljahresende, trotz diesem Gegenwind, mit meinen Teamkollegen zusammen um die letzten Tage des Jahres mit Schule zum „Es-lohnt-sich-hinzugehen“ zu füllen.

Jedes Jahr wünsche ich mir egal welches Noten-/Zeugnisprogramm zum Teufel und die Papierform zurück, dieses Jahr ganz besonders. Mein Kollege und ich waren fertig mit der Noteneingabe (kein Kommentar zur Anwenderfreundlichkeit dieses Ah-grr-pff 🙁 muss-wohl-sein-Teils) um dann festzustellen, dass das falsche Zeugnisformular im Programm eingegeben war. ARGGH! Alles futsch und noch einmal von vorn, Noten, bestes Fach in Sport/Musik/Kunst, plus Texteingaben, wie an teilgenommenen AGs, Streitschlichtung, SMV, … inklusive versetzt (aber bitte ohne Punkt oder sonstigem Satzzeichen nach diesem Wörtchen, weil dann nicht korrekt) … Ich. Hasse. Zeugnisse!!!

Dieses Jahr beschäftigt mich zudem meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Im Oktober ist die Abschlussprüfung. Das prüfungsrelevante Herbarium sollte vorab schon einmal vorgelegt worden sein. Noch fehlen die Pflanzenbeschreibungen, aber die Pflanzen in den Ordnern sind fertig und als korrekt beschriftet abgesegnet. Eine Hürde ist überwunden.

Donnerstagabend hatte ich, zurück von einem verregnetem Ausflug mit meiner Klasse, dann noch ein krankes Kater-Onkelchen. Eine knappe Stunde suchte ich Chewbacca in meiner Wohnung bis er von alleine aus irgendeinem Versteck auftauchte. Normalerweise ein Schwätzer schaute er mich tonlos an, um sich danach, alle Viere von sich streckend, Pfoten grätschend und rutschend, abzulegen – sieben Kilo schlaffer Kater, den ich tags drauf mit schmerzenden Muskeln zum Tierarzt schleppte.  Nicht gut, aber inzwischen sind wir beide auf dem Weg der Besserung.

Für mich bedeutete alles zusammen, in der Summe, eine Reihe von Nachtschichten, aber auch tolle Ergebnisse aus einem Projekt meiner Schüler. Leider, leider, leider ohne verwertbare Fotos entstanden richtig tolle Boote aus „Müll“! Vielleicht schaffen wir es in den allerletzten Schultagen noch zu unverwackelten Fotos. Das regenbogenfarbige Testgebiet, ein aufblasbares Kinderplanschbecken, steht so lange noch im Schulgarten. 😉

Leider planschte es diese Woche auch reichlich von oben und wir mussten feststellen, dass im Schulgarten weiter geklaut wird. Von den schwarzen Johannisbeeren konnten wir nichts ernten und nun „verschwinden“ die Brombeeren.

 

Bis die Tage!

 

Woche 28/2017

oder …

Unrund!

Die Woche fing so gut an um dann zur Wochenmitte ins Stolpern mit gruseligem Ende zu kommen.

Im Schul-Garten

… können die ersten Gurken geerntet werden. Richtig lecker ist die allgemeine Meinung. Leider müssen wir auch bemerken, wie plötzlich die paar wenigen schwarzen Johannisbeeren verschwinden, bevor sie im Essig landen konnten. Auch die ersten reifen Brombeeren wurden „fremd geerntet“. Wirklich schade.

Ins Glas

… landete am Ende dieser Woche das meiste Obst bevor es ungenießbar wurde. Ich bin und bleibe eine Gemüseesserin. Obst mag ich nur, wenn es geschält und portioniert vor mir liegt, nicht zu sauer ist und auch nicht zu süß. Vielleicht mag ich deshalb Erdbeeren und Aprikosen. Ich hatte es morgens nicht geschafft mir eine Ladung Obst für die Pausen zusammenzustellen. Nun schauten mich nicht nur die Äpfel mit braunen Augen an. Es sollte ein gesundes Wochenende werden, mit mindestens einem Smoothie am Tag. Freitag ging es mit Apfel, Wassermelone und Johannisbeeren an den Start.

In den Armen

… hat sich über Nacht die Fibromylagie mit Schmerzen zurück gemeldet. Ich habe auch so gewusst, dass ich seit dem letzten Urlaub zu wenig Bewegung, wie Entspannung hatte. Deshalb wollte ich mir am Wochenende gemütliches Nähen gönnen.

Im Eimer

… versenkt lag durch eine dumme Bewegung das Handy. Für ein paar Tage liegt mobil Telefonieren auf Eis bzw. gilt iphone on in rice!

In und ran an die Stoffe

… ging es dann doch am Freitagabend, sehr zur Freude vom kleinen Katerchen. Er liebt Stoffe in allen Farben, Hauptsache er kann sich darunter verstecken oder in sie einkuscheln.

In die Motten

… schaute ich fassungslos! Auf der Suche nach Applizier-Vlieseline griff ich ins Grauen, im Fach mit meiner Schwimm- und Schnorchelausrüstung. Vor Wochen hatte ich einen Bericht im Fernsehen verfolgt, der Motten zeigte, die sich durch Kunststoff gefressen hatten. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich mit meiner Lieblings-Fleecejacke gemacht, die auch die Motten lieb gewonnen hatten; so lieb, dass mir die Trennung nicht mehr schwer gefallen ist. Jetzt schaute ich auf ein Mottenlager in einem Neopren-Anzug! Yuck!! Der Sonntag ist gelaufen – Schmerztablette rein und ran an den Dreck.

 

Mir ist die Lust auf’s Nähen vergangen.

 

Später wurde doch noch etwas aus den bereit gelegten Stoffen – ohne Muster, ohne Schablone geht es weiter mit der Babydecke.

 

Ich wünsche eine schöne Woche.

 

Woche 27/2017 – Mein Herbarium entsteht

und …

Pflanzenkunde rund um die Uhr

Als Untertitel hatte ich „Under Pressure“ geplant, denn seit Tagen sitze ich daran all die gesammelten Pflanzen und Pflanzenteile, die ich seit dem Beginn meiner Ausbildung zur Kräuterpädagin im September 2016 zusammengetragen habe, in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Ich muss zur Prüfung im Oktober 2017 ein Herbarium vorlegen (hätte ich doch bloß nicht für den Link hier auf Wikipedia vorbeigeschaut!) und sitze seit Tagen, bzw. Nächten, daran die Menge an gesammelten Pflanzenteilen zu laminieren, zu beschriften, zu sortieren, abzuheften, umzusortieren, wieder rauszunehmen, neu zu sortieren, … arghh!

Dazu bekam ich Dienstagabend die Aufgabe meine Klasse, die sich Dienstagmorgen am Bahnhof für einen Ausflug einfinden sollte, einzusammeln um sie in Anschluss mit ein paar Stunden Unterricht zu versorgen.

Auf dem (Fuß-)weg zum Bahnhof – Auto ist keine gute Idee morgens in dieser Stadt – hatte ich meine Unterrichtsvorbereitung zuhause gelassen. Ich wohne gleich neben der Schule und wollte den ganzen Kladderadatsch nicht 20 Minuten in eine Richtung und dann, mit einem meuterndem Haufen, mindestens 30 Minuten zurück schleppen. Dieses Gepäck wollte ich mit einem kleinen Abstecher, Klopause für die kids vor Ort, nach der Ankunft abholen. Brauchte ich aber nicht.

Unterwegs zum Bahnhof ging mir durch den Kopf, wie oft ich diese Strecke 2016, nach meinem Armbruch, gelaufen bin. Mir war in diesen Wochen aufgefallen wie viele Pflanzen entlang der Wege, auf den Brachflächen und entlang der Bahnstecke wuchsen, ohne ihre Namen zu kennen. Das sah dieses Mal ganz anders aus! Woohooo!! Motivationsschub für die kommende schwere Aufgabe!

Bei der ersten noch nicht für das Herbarium gesammelten Pflanze fiel mir auf, dass ich tatsächlich ohne Plastiktüte in der Hosentasche unterwegs war. Seit dem Beginn der Ausbildung fehlte diese als Ausrüstung NIE, doch ich hatte am Wochenende zuvor geschlossen gehabt: Schluss, und alles Tütenmaterial zum Pflanzen sammeln weggepackt. Hmm, es fiel schwer vorbeizugehen. Bei der zweiten Pflanze grummelte es in mir, bei der dritten kam mir die Idee und danach zählte ich rechts und links nur noch die verschiedenen Pflanzen. Ich zählte 24. Danach zählte ich meine Schülerzahl im Gedanken durch, 21, passt, YES! Die zuhause liegende Unterrichtsvorbereitung benötigte ich nicht mehr.

Wie erwartet war meine Klasse nicht erfreut, als ich ihnen um 8:00 Uhr am Bahnhof das Ende des Ausflugs verkündete. Die Begeisterung, nun gemeinsam in die Schule zu gehen, hielt sich in Grenzen, denn dienstags haben sie in der Regel erst um 9:30 Uhr Schule. Mein Ziel war es alle, gemeinsam, zurück zu bringen, ohne Stress, mit einer Aufgabe. Die hatte ich mit zwei hübschen, blühenden, duftenden Hilfsmitteln in der Hand dabei.

 

Pflanzenkunde in den Schulalltag umgesetzt!

Meine Ansage: Ich habe 24 verschiedene Pflanzen von hier bis zur Schule gezählt. Das bekommt ihr doch auch hin! Schaut euch an was da wächst, beobachtet, vergleicht, sprecht miteinander!

Alle SchülerInnen hatten die Aufgabe unterwegs eine blühende Pflanze zu sammeln (ohne in Gärten einzusteigen). Jede/r sollte eine andere Pflanze haben. Um das zu gewährleisten machte es Sinn, dass alle zusammen blieben, damit die neue Fundsache verglichen werden konnte!

Der Anfang war schwer, denn die fixen aus der Klasse fackelten nicht lange und rissen ab, was da so da gerade so neben ihnen wuchs. Blöd nur, dass von fünf Pflänzchen vier die gleichen waren. Die vier mussten sich entscheiden, wer diese Pflanze/n weiter tragen durfte. Schülerin fünf hatte Glück und ich auch, denn der Rest der Klasse hatte verstanden wie das Spiel geht.

An der Schule angekommen hatten wir sogar 28 verschiedene Pflanzen gesammelt!

Aufgabe 2: Bestimme deine gefunde Pflanze. Nutze die Schülerbücherei und das Internet.

Tatsächlich konnten in der verfügbaren Zeit 21 von den 28 Pflanzen bestimmt werden. Dabei gab es viele „ahhs“ und „ohhs“. Beim Jakobs-Kreuzkraut hingen dann etliche SchülerInnen an einem Computer: „Boah, wie ist das schlimm!“.

Aufgabe 3: Presse deine gesammelte Pflanze! Lege deine gesammelten Informationen dazu!

 

Es macht wirklich richtig Sinn Pflanzen beim Pressen so viel wie möglich Informationen mitzugeben. Nach zwei Wochen Trocknungszeit weiß niemand mehr so richtig wo und wann dieses Exemplar gesammelt wurde, da sich nicht nur die Farben der Blüten verändert haben. Das wollte ich bei meiner Klasse verhindern. Erfahrung halt.

Nicht immer ordentlich vor dem Pressen beschriftet, gibt mir das eine oder andere Pflänzchen meiner Sammlung eine Rätselaufgabe auf, für die ich zum Lösen eigentlich keine Zeit habe. Wer jedoch schon einmal Pflanzen gepresst hat, der weiß mit welch einem Aufwand das verbunden ist. Und wenn dann solch ein Exemplar ohne Beschriftung auch noch richtig hübsch ist will man ich auf jeden Fall wissen was das nun ist. Arbeit, die ich mir hätte ersparen können.

Doch nun ist der Grundstock meines Herbariums fertig. Es fehlen nur noch 30 inhaltliche Ausarbeitungen. Nur! Plus einer Hausaufgabe. Ich habe dummerweise das Heidekraut gezogen. Das wächst nicht um die Ecke, findet sich deshalb auch nicht in meinem „Musterbuch“ und wieder ist Kreativität in der Grübelei gefragt.

 

Katerchens mopstens ich einiges in dieser Woche, es war ihnen zu warm und überhaupt … – Angus liebte den noch feuchten Wassereimer nach dem Gießen.

Chewie belagerte lieber meinen PC oder andere Arbeitsplätze und schaffte es tatsächlich auch einmal ohne Knurren viele Mußeminuten mit seinem Neffen auszuhalten!

 

Pflanzen- und Kräuterkunde in der Küche

Frischen Estragon zu Kräutersalz verarbeitet und dann noch Erdbeer-Essig angesetzt. Jeden Tag freue ich mich über die Veränderung im Essig-Glas, wie sich der Frühsommer für den Herbst- und Wintergenuss konserviert!

 

Pflanzen- und Kräuterkunde beim Arzt

Nee, nicht Heilpraktiker oder sonstwie, ganz konservativ. Ich sitze mich wieder durch eine Reihe an Wartezimmern von Fachärzten. Es ist Sommer und ich schnupfe und huste weiter, zwar nicht in dem Ausmaß wie zwischen November und März, aber eben doch schnief, schnupf, schneuz, hust.

Erstes Ergebnis: Einmal Allergiker, bleibt Allergiker. Nach zwanzig Jahre ohne Beschwerden habe ich wieder ein Ganzjahresgebinde zusammen.

Das zweite Ergebnis hat zwar nichts mit Kräutern etc. zu tun, aber schickt mich in meinen Sommerferien ins Krankenhaus.

Hauptsache durchatmen zu können!

 

Pflanzen und Kräuter aus dem Schulgarten

Mädesüß geerntet und Samen der Knoblauchsrauke. Die Wildhummeln tummeln sich an den Zwiebelblüten.

 

 

Und ganz am Ende der Woche mein Konzept vom Herbarium noch einmal umgeschmissen und zum Sammeln in die Wiese gegangen. Dabei wollte ich nicht mehr mit Sammeln, Pressen etc. anfangen. Aber Angus freute sich!

 

Jetzt habe ich den unfertigen Mittwochs-Blogpost doch noch mit in den Wochenrückblick zusammengemischt bekommen. 😉

 

Was mich sonst noch bewegte:

die Tatsache, dass Deniz Yücel immer noch in Haft sitzt, ohne Anklageschrift

die Aktion mit den 100o grauen Gestalten in Hamburg

die furchtbare Aggression einiger Gruppierungen während des G20-Gipfels in Hamburg

und ein Zitat, das ich leider nur am Rande beim Radiohören mitbekam, SWR3 am Freitagabend, zum Thema Tattoos: „… es würde ja auch niemand einen Aufkleber auf  seinem Bentley anbringen …“

 

Bis die Tage!

 

Woche 26/2017

und …

Am Limit!

Mein Rechner will nach dieser Woche, genauso wie ich, nicht mehr so richtig. Wir sind beide alt und müde! Dabei beinhaltete jeder einzelne Tag eine Perle; vom klitzekleinen unrunden Süßwasserkrümel bis zur großen Preziose war alles dabei.

In der Summe war es allerdings ein zu viel, zu schnell, zu weit mit zu wenig Zeit die Eindrücke zu sortieren, zu verarbeiten:

  • Schule und Unterricht
  • mündliche Prüfungen abnehmen
  • Kompetenzanalyse für die 7. Klasse durchführen
  • Fortbildung zu Pflanzenfarben kurz vor dem Dreiländereck bei Lörrach mit Peter Reichenbach von sevengardens.eu – wenn ich mal wieder durchatmen kann und Muße habe, werde, muss, ich darüber berichten! Obwohl ich ja schon einiges an Erfahrung mit Naturfarben mitbrachte hatte selbst ich meine „Ah-“ und „Oh-Momente“.
  • Ausbildungs-Wochenende in Sachen Kräuterpädagogik
  • 12tel-geblickt
  • im Stau gestanden und Mußestunden im Auto verbracht

 

Einige Tage lang gingen die Weltnachrichten wie die örtlichen an mir vorbei, aber dieser Beitrag aus Kanada zum 150sten Geburtstag machte mir heute Freude: Bono & The Edge

Tief Luft holen, die Schultern gerade rücken, die Decken aufschütteln, und schlafen gehen. In knapp zwei Stunden beginnt die nächste (Arbeits-)Woche.

 

Woche 25/2017

oder …

Back to BB und der Kraftakt ein wenig Urlaubserholung in den Alltag zu retten!

Von 10°C zu 30°C fühlt sich an wie von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, obwohl ich Wärme mag. Um entschleunigt in den Alltag zu starten wäre Schule nach Stundenplan eine tolle Sache, läuft jedoch so nicht, denn der mündliche Prüfungszeitraum hat für die 9. und die 10. Klasse begonnen. Dazu noch Vertretungsstunden, Kollegen auf Fortbildung, und schwupps sind Urlaub und Island gaaaanz weit fort. Zum Glück habe die Unmenge an Fotos, in die ich in freien Minuten eintauchen kann, vergleichbar mit Dagobert Duck in seine Goldmünzen. 😉

Was die Woche sonst noch so brachte (mit Mut zur Lücke):

  • Spaziergänge – ich vermisse nach dem Urlaub die Bewegung draußen an der frischen Luft. Auch wenn es die Tage mörderheiß war, nicht nur im Vergleich zu Island, ich musste raus!

  • die ersten 5€-Scheine zum Beiseitelegen in die Reisekasse. Früher, beinahe in Vorzeiten, hat man/frau ja gerne 5 DM-Stücke gesammelt. Ich ja eher nicht. Meine Silberlinge landeten im Zigarettenautomaten. Später schaute ich darauf immer 2€-Stücke für den „Notfall“ parat zu haben, bis zum 22.08.2005 um 23:30 Uhr. Da drückte ich bewusst auf die Geldrückgabetaste, holte mir mein Geld zurück statt Stengelchen im Tausch heraus. Fertig mit Nikotin! Seit diesem Zeitpunkt landet jeder 5€-Schein als Belohnung in die Reisekasse – und das lohnt sich!
  • gleich Montag zum ersten Arztbesuch. Den Termin hatte ich vom Urlaub aus machen müssen und nun geht das Kreisen durch diverse Wartezimmer von Fachärzten in die nächste Runde. Stellt sich die Frage ob ich in zwei Monaten Wartezeit diese Fachärzte wirklich noch brauche oder vielleicht einen einen anderen. Man sollte eine Termintauschbörse einrichten: Tausche Termin bei Orthopäden-Koryphäe  gegen Lungenfacharzt.
  • den Schulgarten und die ganzen Außenstellen auf Vordermann gebracht, dabei mit meiner Klasse eine Idee in Richtung Guerilla-Gardening ausgedacht. Den abgemähten Himbeerstrauch fanden meine SchülerInnen zum Rächen wert und es war ein hartes Stück Arbeit sie zu überzeugen eine friedliche Lösung/Kompensation zu finden. Ich gehe allerdings davon aus, dass sie, wenn sie das nächste Mal einen Rasenmäher auf dem Schulgelände hören, nicht auf den Stühlen zu halten sind. Was wir geplant haben? 😀 Nee, das verraten wir nicht. Noch laufen die Vorbereitungen und ‚gut Ding will Weile haben‘. Erste Ergebnisse nicht vor Frühjahr 2018. Dieser Kerl im Salat gefiel dagegen allen!

  • ein wenig kalte Küche für die heißen Tage ausprobiert und diverse Rezepte zu kalter Gurkensuppe zusammengerührt bzw. püriert – eigentlich waren alle lecker 😉 und vor allem erfrischend leicht! In dieser Variante waren, gut durchgekühlt und püriert:
    • eine halbe geschälte, grüne Salatgurke
    • 3 gehäufte Teelöffel Skyr (alternativ geht auch saure Sahne)
    • 1/2 Teelöffel Kräutersalz
    • ein paar Spritzer Zitronensaft
    • ca. 1/2 bis 1 Kaffeetasse Milch

  • ein neues Aufgabenbuch in Chinakladde nach dem Urlaub eingerichtet. Ich bin und bleibe die Frau der handschriftlichen Auftragseinteilungen für den Tag. Statt in einer Zettelwirtschaft entwickelt sich meine Liste zu erledigender Aufgaben in solchen Kladden. Ich könnte Kalender verwenden, was sich für mich nicht bewährt hat. Kladde 2/2017 ist eröffnet und der erste Termin für die Sommerferien steht schon drin. Ist halt so.

  • ein Geburtstaggeschenk für einen lieben Kollegen zusammengestellt, der einen runden Geburtstag hatte. Mein Ziel war ein nachhaltiges Geschenkgebinde gewesen. Am Ende kam aus Sach- und Ideezwängen heraus eben doch ein wenig „good plastic“ mit ins Päckchen.

  • ein Sonntagsfrühstück für Frauen. Im Ortsverband meiner Partei hatten wir für diesen Sonntag ein Frühstück für politisch interessierte Frauen ausgerichtet. Es soll ein regelmäßiges Angebot werden und wir hoffen das stemmen zu können. Der Auftakt war richtig erfolgreich! Schön für mich, im Vorbereitungsteam war die Mutter von zwei ehemaligen Schülerinnen ebenso aktiv mit dabei wie sie es vor Jahren als Elternbeirätin gewesen war.

  • einen richtig schönen Wochenabschluss im Garten von Lutz Ackermann, der Sonntag Tag der offenen Tür hatte. Abgesehen vom Garten konnte auch ein Teil seiner Werkstätten besichtigt werden. Ich behielt die Hände in meinen Hosentaschen Rocktaschen oder an der Kamera, obwohl ich mich viel lieber an der einen oder anderen Stelle hingesetzt und selber Hand angelegt hätte.

Wer jetzt noch Lust hat sich bunte Vögel anzuschauen kann sich nun auf meinen Fotoblog weiterklicken – Papageientaucher auf Island.

Ich wünsche allen eine gute Woche!

Woche 24/2017

und …

Die zweite Urlaubswoche und der Weg zurück!

Kaum zu glauben, die ruhigen, entspannten Tage hoch oben im Norden sind vorbei. Der Koffer ist ausgepackt, die Waschmaschine dreht sich, die Kater sind glücklich und ich schaue mal nach einem USB-Kabel um mir die knapp drei Kilo Bilder einmal richtig anzuschauen. Irgendwie hat das Ding einen Knick im Koffer bekommen und verweigert die Zusammenarbeit seit ein paar Tagen. Mal geschwind zum EDV-Händler um die Ecke ist nicht außerhalb von Reykjavik oder auf den Westmänner-Inseln. Mit ein Grund warum ich die Urlaubstage nicht gebloggt habe. Teilweise hatte ich keinen stabilen Internetzugang, geschweige denn ein Telefonnetz für mein Handy – was in Island selten ist. Meiner Gastgeberin Margret war es wirklich peinlich, doch seit einer Systemumstellung bräuchten sie für das Gästehaus eine ca. 4m hohe Antenne um Siganle für Fernsehen und Telefon zu erhalten. Allerdings würde diese bei den hier auftretenden heftigen Winden nicht lange stehen.

Das Überspielen der Bilder auf den PC dauert gefühlte Ewigkeiten, doch ich habe meine Eltern als geduldige Mitbeobachter bei mir als erste Zuschauer, Begutachter, der Bilderflut. Manche Bilder werde ich noch in den einen oder anderen Blogpost packen.

Was die Woche so brachte:

Montag, noch weit im Osten Islands, Austurland wie die Isländer sagen, berichtete ich mit ein paar Bildern über den Tag im Rahmen von Caros Blogsammlung 12 von 12 (Link zu meinem Beitrag).

 

Den Dienstag verbrachte ich noch einmal mit viel auf den Boden schauen und entdecken – Pflanzen …

… und dann wieder mit nach oben schauen – Vögel.

Ein wenig Abschied genommen von diesem Fleckchen Erde, mit dem Wunsch, wie Hoffnung, hier noch einmal zurückkehren zu können.

Mittwoch ging es langsam auf die Heimreise mit Zwischenstationen in Höfn und Reykjavik.

 

Die Ankunft im Zentrum von Reykjavik war wie eine kalte Dusche, was ja nichts heißen soll nach Urlaubstagen mit einem Mittelwert von 5°C und ordentlichen Windstärken. Es wird weiterhin heftig gebaut, wie in der Nähe meiner Lieblings-Skulptur. Sie steht aber noch und sie faszinierte mich erneut!

Leider hatte ich dieses Mal eher eine Besenkammer als Quartier und wünschte mir, ich hätte in dem kleinen grauen Haus noch Platz gefunden. Leider, leider, leider. Manche Dinge sind zum Davonlaufen, auch im Urlaub.

Doch jetzt gerade positiv gedacht und noch ein paar schöne Dinge unternommen, wie zum Beispiel Essen gehen 😀

 

Am Ende stand ich dann doch am Flughafen in Keflavik, nachdem ich eine horrende Summe für den Steinschlagschaden in der Windschutzscheibe hinlegen musste. Kein Cent mehr übrig um mir noch eine schicke warme Kleinigkeit zu leisten, um warm auf den nächsten Sommer zu warten.

Aber ich kann mir noch einmal meine Wasserflasche auffüllen. Wer in Island Trinkwasser in Plastikflaschen kauft ist selber schuld.

Highlight auf der Rückreise war der Zwischenstopp in Kopenhagen. OK, wenig angenehm war der verspätete Start des Anschlussflugs. Doch als ich bei meinem Rundgang entlang der Läden im Terminal diesen Laden entdeckte ging bei mir die Sonne auf! Die freundliche Dame versorgte mich mit einem reichlich mit Pröbchen gefüllten Trostbeutelchen!

Tja, und dann …

Ganz am Rand bin ich allerdings richtig stolz auf mich. Ich mag zwar einiges, was ich gebraucht hätte, nicht eingepackt haben (z.B. die Reiseführer) ABER ich habe dieses Mal nichts unterwegs vergessen oder liegen gelassen! Eiserne Ordnung: Linke Hosentasche für den Zimmerschlüssel, rechte Hosentasche für den Autoschlüssel! Das Handy war das Sorgenkind mit seiner grauen Hülle. Es passte zu sehr zur Umgebung!

Zurück im Alltag.

 

Woche 23/2017

oder …

Unterwegs in Island

Wenn ich Bekannten von meinen Urlaubsplänen erzähle schütteln sie die Köpfe. Für jemanden wie mich, die erst über 25°C betriebsfähig wird, fallen Skandinavien und schon ganz und gar Island völlig durch das Raster geeigneter Urlaubsziele. Und trotzdem tauschte ich freiwillig die annähernd 30°C gegen momentan trübe 3°C. Lieber wären mir da schon die herrlich sonnigen 13°C, die ich gestern hatte. Aber ich will nicht meckern, denn ich bin genau dort, wo ich sein wollte. Keine Rundreise sollte es dieses Mal werden, sondern ein gezieltes Anreisen an zwei bestimmte Orte. Nach einigen Tagen auf den Westmännerinseln ist mein zweites Ziel beinahe der äußerste Osten Islands, mit Zwischenstopps in Höfn und Djupivogur.

Blick von Heimaey auf das Festland

 

Am Jökulsarlon im Regen

 

Die Skulptur in Djúpivogur steht nach zwei Jahren noch, leicht verändert. Der Stuhl steht nun an Fuß der Installation.

Blick aus der Gallerie „Free Villi“ in Djúpivogur auf den Hafen

 

Gedanken
Es ist nicht so, dass ich ungern arbeiten gehe. Im Grunde gehe ich gerne in die Schule, mag es zu unterrichten. Viel weniger mag ich putzen, bügeln, den Haushalt in Ordnung halten. Ganz schlimm finde ich die Steuererklärung oder das Einreichen der Arztrechnungen, auch wenn ich gerne das Geld zurück bekomme.
Aber ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen wollte ich, ist, dass Ferien und Urlaub zwei unterschiedliche Dinge sind. Das stelle ich wieder einmal fernab von Schule, Haushalt, Familie und Katern fest. Ferien sind toll, da will ich mich nicht beklagen. Urlaub ist etwas anderes, zwar auch Tage ohne aktiven Broterwerb aber Tage weg aus dem Umfeld mit seinen sonstigen Verpflichtungen, wie Ablenkungen. Im Alltag und zuhause abschalten zu können fällt mir zunehmend schwerer. Trotz Meditation ist in mir eine ständige Spannung, die die Arbeit von manchem Therapeuten erschwert (hat). Mit einem schwerkranken und einem sehr lebhaften zweiten Kind alleinerziehend und berufstätig galt ich als organisierte Powerfrau, die nebenbei noch kreativ und in Ehrenämtern unterwegs sein konnte. Es hieß Kopf hoch, Pobacken zusammenkneifen, Zähne zusammenbeißen, durchhalten und bloß nicht schlapp machen. Zwischen über Jahre kultiviertem „Reiß’ Dich zusammen!“ und dem nun gewünschtem „Machen Sie sich doch mal locker“ muss erst eine Brücke gebaut werden. Wenn da nicht meine Sorge wäre wie ein Kartenhaus zusammenzufallen, wenn ich tatsächlich loslasse. Wie das geht habe ich erlebt, kaum dass das erste Kind aus dem Haus war!
Ein Stückchen Loslassen übe ich jetzt, indem ich zwei Jahre eisern Gespartes in wenigen Tagen mit Genuss ausgebe, in einer herrlichen Umgebung, ab und an mit dem Luxus eines guten Essens, das mir an den Tisch gebracht wird und ein warmes Quartier – nicht bei Hempels unter dem Dach 😉

Seele baumeln lassen, Pflanzen finden und Vögel beobachten oder nur sitzen und schauen, was das Wetter so macht.  Mehr Pflanzenbilder zeige ich auf meinem Blog hierundfort.


Erkenntnis bzw. Einsicht
Vor mir zwei Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, nach oben, zum Wanderweg der zum höchsten Punkt der Insel Heimaey, Island führt. Sehr verlockend. Oben fliegen Vögel und der leichtere Weg führt dicht an einem Felsen mit brütenden Möwen vorbei. Mein linker Fuß schmerzt erträglich, die Muskeln jammern auch nicht, also los. Schon nach den ersten Metern bin ich leicht verunsichert, denn ich fühle mich trotz guter Schuhe nicht trittsicher. Das ich nicht schwindelfrei bin ist eine andere Sache, die zur Erschwernis dazu kommt. Kurz vor dem Vogelfelsen entscheide ich mich zur Aufgabe. Tief durchgeatmet beobachte ich noch zwei Papageientaucher und rutsche, lieber sicher als schick, auf dem Hosenboden die nächsten paar Höhenmeter hinunter. Die letzten Meter abwärts schaffe ich wieder als Zweibeiner. Schluss ist! Ab jetzt verzichte ich auf Touren in die Höhe. Ebenerdig kann man zwar auch fallen, wie ich schon bewiesen habe, aber nicht so tief.
Berge sehen von unten und von der Ferne aus mindestens ebenso schön aus. Dazu gibt es um mich herum und zu meinen Füßen so viel Schönes zu entdecken, was mir von hoch oben entgehen würde.

Strandspaziergang kurz vor Mitternacht

 

Beobachtung, die kein Mensch braucht, mich aber erschreckt
„Wo Du auch immer hinschaust!“ höre ich meine Mutter sagen. Aber was soll ich machen? In manchen Dingen blind erkenne ich anderes, ohne gezielt zu beobachten, aus den Augenwinkeln. Wenn sich Handlungen stetig wiederholen, wie ein „Mama, Mama,…“ oder der tropfende Wasserhahn, das monotone Klappern einer Tür schaut man doch irgendwann mal nach, bzw. hört hin, reagiert. Mit dem Auto unterwegs stehe ich zwangsläufig immer wieder auf Parkplätzen, um Pausen zu machen, Sehenswürdigkeiten zu besuchen, ein paar Schritte zu laufen, oder körperlichen Bedürfnissen zu folgen. So fiel mir in den Tagen wiederholt auf, wie viele Männer aus Klohäuschen kommend sich erst vor der Tür, in aller Öffentlichkeit, Hose und anderes zurechtrücken. Welche Schlussfolgerung ich denn daraus ziehen? Für mich ganz klar: Keine Hände gewaschen!. Damit will ich eine Bevölkerungsgruppe nicht schlecht machen. Sie orten sich mit diesem Verhalten nur offensichtlich. Viele Frauen ziehen sich in den Waschräumen eher ihren Lippenstift nach und erneuern ihr Deo, statt hygienischen Prinzipien zu folgen. Nationalitätenübergreifend.

 

Ärgernis

Ich komme von einer Wanderung zurück und habe einen Sprung in der Windschutzscheibe vom Mietwagen!

 

 

Wenn sich doch der Husten endlich verabschieden könnte!

Allen Zuhause wünsche ich eine schöne Woche!

 

 

Woche 22/2017

oder …

Ein Dreiteiler heute!

Teil 1 – Bilder des Wochenanfangs

Geburtstagskarten mit einem Motiv vom letzten Spanienbesuch bei  meiner Freundin, dank Tochter endlich fertig!

Wie ärgerlich, dass die Wiese vor der Schule nicht erst Ende der Pfingstferien gemäht wurde. Nun sind viele Kräuter einfach weg. Auch vom Mädesüß am Bachrand blieb nicht mehr viel.

Die allerletzte Lakritzpraline, mit Karamell und Meersalz, genossen und danach meinen Dawanda-Shop beherzt gelöscht.

Auch wenn es draußen 30°C heiß war, drinnen lief die Produktion für den Weihnachtsmarkt 2017.

Mistviech!

Blühendes Fünffingerkraut

 

Teil 2 – Ein abgewürgter Wochenbericht

Die Woche begann mit einem dieser Mistviecher, das ich mir von einem Spaziergang am Sonntag mitgebracht haben musste. Trotz sorgfältigem Absuchen und Duschen hatte sich eine Zecke dicht neben meinem Bauchnabel verankert. Hmpff. Das Zeckenentfernungsequipment bereit gestellt und mich ans Entfernen gemacht. Das Mistviech hielt verteufelt gut fest und wollte nicht loslassen. Leider gab es irgendwann einen leichten Knackton zu hören und ich erkannte mitten in einem kleinen Blutstropfen ein braunes Pünktchen. Verflixt aber auch. Mir fehlte mindestens eine Hand um mich ans Operieren zu machen – Haut straff ziehen, mit der Nadel puhlen, die Lupe halten und dann noch die Pinzette, schwierig. Nun denn, die fehlenden Hände ersetzte mir ein Arzt, der auch nur zwei Hände hatte :D, denn ich hielt ihm die Lampe. Statt einer Stecknadel piekte eine Kanüle den Rüssel raus, denn zum Glück hatte ich den Kopf der Zecke doch mit dem Körper erwischt.

Verabschiedung einer Kollegin, die in späten Jahren doch noch Mutter wird. Das war ein Grund zum Feiern und ich brachte eine spanische Kartoffeltortilla mit. Nachdem ich endlich ein Rezept gefunden habe mit dem ich das auch hinbekomme ist es in den letzten Wochen mein Standardbeitrag für ein kaltes Buffet. Das Video, das mir geholfen hat findet ihr hier.

Trümmer beseitigen, die der junge Wilde (Kater Angus Scotsman) in regelmäßigen Abständen hinterließ. Zuerst gefiel er sich mit dem Hinunterwerfen meiner Pflanzenfarben. Der rot-orangene Farbauszug aus Aroniabeeren zeigte sich dann noch als äußerst hartnäckig beim Entfernen. Hartnäckig blieb Angus auch mit seinen Ausbruchsversuchen auf dem Balkon.Er findet immer noch Schlupflöcher. Bei jedem Versuch gehen dazu noch jede Menge Blumentöpfe kaputt. Als es dann noch meine mühsam gepäppelten kleinen isländischen Pflänzchen betraf war es mit meiner Geduld – ist doch ein Katerchen, das es nicht besser versteht – zuende, aber ganz und gar! Jetzt ist das Katzennetz an den neuralgischen Punkten doppelt und dreifach gesichert und ich muss mir etwas einfallen lassen, um an meine Balkonpflanzen zu kommen.

Noch mehr Nerven bewahren galt es auf der jährlichen Eigentümerversammlung von der WEG, in der ich wohne. Seit einigen Jahren prüfe ich mit den anderen Beiräten unter anderem die Belege für den Jahresabschluss. Ich bin zwar nicht die hellste in Steuertricks, aber rechnen kann ich. Doch es gibt immer wieder Leute, die sich Stunden Zeit nehmen um auch selbst den allerletzten Cent zu überprüfen, ob es nicht ein falscher ist. Das kann sehr anstrengend sein.

Anstrengend war auch die Wartezeit, die ich im Flughafen Kopenhagen sitzend, mit dem Schreiben dieses Berichts, verbrachte. Schon ab Stuttgart ging es durch Regen und Unwetter nicht pünktlich los. Vierzig Minuten im Flieger zu sitzen um auf den Start zu warten sind anstrengend. Als es danach ich Kopenhagen auch nicht pünktlich weiterging musste zuerst mit einem guten Essen überbrückt werden. Drei Stunden halte ich es jedoch nicht in einem Flughafenrestaurant aus. Lieber setzte ich mich in die Transferzone. Dort ist Tageslicht, wenn es noch hell ist, und keine Musikberieselung! Meine Gastgeber hatte über die Verspätung informiert, wie die Mietwagenfirma. Beide waren herrlich entspannt: „No problem. We are used to it!“. Es wurde, nach deutscher Zeit, 1:40 Uhr bis wir landeten und dann hatte ich noch nicht meinen Koffer und noch nicht den Mietwagen. Aber ich bin angekommen! Nach zwei Jahren bin ich wieder in Island.

 

Teil 3 – Bilder des Wochenendes

Was für ein Urlaubsstart! Nach brütender Hitze ein Aufguss!

Nach dem Regen endlich der Start, in den Regenbogen hinein.

Lesen und, die Skandinavier können es eben, dazu leckeren schokoladig-salzigen Nachschub: Lakritzkonfekt 😀

Endlich gestartet und mich von Kopenhagen verabschiedet, den Abend hinter mir lassend.

þingvellir und ich kann tatsächlich wieder durchatmen!

Ich wünsche alles Gute für die neue Woche!

 

 

Woche 21/2017

oder …

Der Sommer ist da – mit ihm irrsinnige Rasenmäher, rasende Radfahrer & rasante Klimaanlagen!

Sommerliche Temperaturen, endlich, doch ich trage immer noch Halstuch und habe die  Jacke dabei. Im Schatten finde ich es zu kühl, und in vielen Geschäften bläst die Klimaanlage, wie ich es unangenehm empfinde, in Frostgrade runtergekühlte Luft direkt auf die Kundschaft. In diesem Ambiente möchte ich nicht arbeiten und bedauer die vor Rüsselpest schnüffelnde Angestellte beim Einräumen der Regale, wie die hustende Kassierin, die jedoch im ärmellosen T-Shirt an der Kasse sitzt.

Ich hasse billige und schlecht eingestellte Klimaanlagen, wobei ich eigentlich gar keine brauche. Sommer bedeutet doch endlich warm und dazu gehört auch schwitzen, zum Kühlen – das hat die Natur doch cool eingerichtet! Oder? Klimaanlagen finde ich nur in Autos cool prima, entsprechend einer Wortschöpfung meiner Kinder: „Mutti, mach‘ doch die Primaanlage an!“!

Nein, ich mag diese Temperaturstürze von heiß auf arktisches Gebläse nicht. Gesunde Sauna geht anders!

Da gehe ich doch lieber hinaus ins Grüne, egal ob Wald, Wiese oder Schulgarten, Hauptsache draußen. Wenn danach auf meinem falschen Kaminsims ein Wildblumenstrauß mir Freude bringen kann, war es eine gute Entscheidung!

Sommerliche Temperaturen bedeuten auch Sonne. Endlich! Doch 🙁 , vielleicht die falsche Entscheidung bei meiner neuen Brille getroffen? Ich hatte mich im Januar wieder für eine Gleitsichtbrille und gegen selbst tönendeBrillengläser entschieden. Nun, Ende Mai, im strahlendem Sonnenschein, kneife ich gut sehend, aber wegen gleißendem Sonnenlicht, entweder die Augen zusammen, oder setze alternativ die Sonnenbrille auf, um ungeblendet alles unscharf zu sehen. Blöd. Ich suchte nach einer Lösung gegen geblendet blind und unscharf  blind bei Sommersonnenlicht. Zum Optiker meiner Wahl gegangen und mit einer „CoverMe“ herausgegangen, einer Brille über der Brille – schwuppsdich drauf und ebenso ab! Adlerauge again. So cool, wie keine arktisch eingestellte Klimaanlage wirken kann! 😉

Was die Woche sonst noch so brachte:

  • den absolut uncoolsten Rasen mähenden Typen auf einem Aufsitzrasenmäher, der wohl per gemähtem Quadratmeter pro Sekunde unterwegs war! Ich berichtete hier darüber!
  • einen Unfall, als ich von einem jungen Fahrradfahrer im Wald umgemäht wurde, bei dem ich stürzte und mir das rechte Knie verletzte
  • eine Quetschung von Fingergelenken, die ich mir bei unsachgemäßer Handhabung von schweren Geräten selbst zugefügt habe
  • es kratzt wieder im Hals – weg gedrückt
  • die Nase ist wieder zu – weg gedrückt
  • ich huste – weg gedrückt
  • Aufräumarbeiten und dazu meine zu pressenden Pflanzen für das Herbarium in die Schule ausgelagert: Ich werde NIE WIEDER eine Richtplatte ohne Hilfe bewegen!

  • Brennnessel für Tee geerntet, männliche, die ordentlich genesselt haben – Männer halt 😉

Wobei es egal ist bei Brennesseln, denn die Brennnesselmädels brennen genau so eklig, trotzdem geerntet 😀

  • Kater Chewbacca hatte seinen 7. Geburtstag und fühlte sich wohl als „Chef“,

der  kleine Neffe Wilde hatte ein wenig das Nachsehen, ein ganz klitzeklitzekleines 😉

Traut diesem harmlosen Blick nicht. Er hat es faustdick hinter den Ohren!

 

Ich wünsche allen meinen LeserInnen eine gute Woche vor Pfingsten!

Woche 20/2017

oder …

Der frühe Vogel … – ein Selbstversuch

Montag

Nach einer beinahe schlaflosen Nacht hatte ich mich am Montagmorgen entschieden nach Stand der Dinge aufzustehen. Die Ziffern auf dem Wecker zeigten 4.30 Uhr. Mir ging zu viel durch den Kopf, dann schmerzte in jeder Schlafposition irgendein anderer Knochen um in eine endlos scheinende Hustenattacke überzuleiten. Was für eine Uhrzeit für mich Nachteule und Morgenmuffel!

Aber siehe da, auch wenn ich anfangs muffelig halbblind durch die Wohnung getigert war, als sich der Wecker regulär um 5.50 Uhr regte hatte ich schon meine tiefdunkelschwarze Schwarztee-Infusion in mir, einige Rechnungen überwiesen und abgelegt, Emails erledigt, den Schreibtisch aufgeräumt! Das fühlte sich richtig gut an! Frühes Aufstehen war, passend an diesem Tag, auch Thema im Radio, mit der Information, dass die vier extrem reichsten Menschen Frühaufsteher sind. Hmm, über diese Aussage möchte ich lieber nachdenken wenn ich wirklich ausgeschlafen bin. Trotzdem nahm ich mir für diese Woche vor weiterhin um 4.30 Uhr aufzustehen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Yeah!!

Dienstag

Kurze Schrecksekunde beim Teewasser kochen. Das schon wache Auge hatte den Geburtstagskalender neben dem Wasserkocher im Blick und die Information über das ausgeschlafene Ohr von der Ansage im Radio richtig verknüpft – es ist der 16. Mai und eine Kollegin hat Geburtstag! Was für ein Glück genug Zeit zu haben jetzt noch ein kleines Geschenk zusammenzustellen bevor ich in der Schule sein musste!

Ein langer Arbeitstag sollte es werden, nicht nur durch die acht Stunden im Stundenplan. Nach Unterrichtsschluss packte ich die ersten zwei Kisten für Workshops, die am Donnerstag stattfinden sollten. Zuhause wurde weiter gepackt, bis ich Hunger hatte, bis ich mir einen Salat richtete, bis ich dazu eine Salatgurke schälte, bis ich die Schale der Salatgurke in der Hand hatte. Die Schale der Salatgurke ist dunkelgrün. Ob die Farbe auch herausgelöst werden kann? Inzwischen 22.00 Uhr war mein Nachteulen-Gen aktiv und mir der Wecker egal, in diesem Moment!

Der frühe Vogel hat schon seine Vorteile.

 

Mittwoch

UHHHHH – WAAAHHH – noch vor dem Wecker landete Kater Angus auf mir, wahrscheinlich auf der Jagd nach irgendetwas Flugfähigem (oder dem frühen Vogel). In den nun zwanzig zusätzlichen Minuten konnte sich zwar die am Vortag gewaschene Wäsche zusammenlegen und eine Aufgabe für den Nachmittag vorzeitig erledigen, doch viel lieber hätte ich die Zeit geschlafen!

Der frühe Vogel schwächelt!

 

Donnerstag

Der frühe Vogel entwickelt sich zum müden Vogel und muss abends mit den Vögeln ins Bett.

 

Freitag

Schlaffer Vogel.

 

Samstag

Mit dem frühen Vogel aufgestanden und dann meinem Bauchgefühl zugestimmt: Zurück ins Bett. Die neuen Rechnungen auf dem Schreibtisch dürfen bis Montag marinieren!

Der frühe Vogel kann mich mal!

 

Sonntag

Dem frühen Vogel den Hals umgedreht und den Katern zum Fressen vorgeworfen. Sie wollten ihn aber auch nicht!

Mir geht durch den Kopf: Wenn Reichtum ursächlich mit dem frühen Aufstehen gekoppelt ist müsste es viel mehr Reiche geben, wenn ich da allein schon an die Putzkolonnen in den Bürogebäuden denke, oder das Personal in medizinisch/pflegerischen Bereichen, die Lokführer, …

Trotz aufgeräumtem Schreibtisch ging mir in dieser Woche einiges ab, denn es fehlte mir eindeutig Kraft für kreative Momente. Die besten Ideen kommen mir abends bzw. nachts und wenn ich diese, mit Frühaufsteherprogramm, auslebte, blieben nur noch vier Stunden Schlaf. Das ist eindeutig zu wenig, wenn am nächsten Tag ein Sack Flöhe in der Schule gehütet werden muss.

Ich verzichte auf materiellen Reichtum und pflege meinen Biorhythmus, soweit es geht!

 

Was die Woche sonst noch brachte:

Vorbereitungen für zwei Workshops in Adelsheim im Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU). Dort verbrachte ich vor genau einem Jahr eine sehr interessante Fortbildung und dieses Jahr bin ich selbst als Referentin dabei – Material- und Werkzeugkisten zusammenstellen und packen ist die kleinste Übung. Diese dann zu transportieren, verwenden und zurückzutransportieren, plus den Inhalt wieder an Ort und Stelle zu räumen eine ganz andere Sache 😉

Morgens bot ich am Donnerstag Stationen zu Pflanzenfarben an (im letzten Blogpost berichtete ich kurz darüber) und am Nachmittag war Gestalten mit Naturmaterialien aus dem Garten Thema.

Die Zeit verging wie im Flug und viele schöne Dinge entstanden. Leider fehlte mir die Zeit für Fotos oder die gemachten sind in der Hektik verwackelt.

Schulgartenarbeit

Langsam entwickeln sich aus den öden Gartenflächen wieder kleine Oasen. Selbst der schwarze Gothic-Beet-Bereich scheint zu gelingen. Dafür wollen die Samen im Färberpflanzenbeet nicht so richtig kommen. Zeigt sich dann mal etwas grün wird es sofort von den Schnecken vernichtet.

Im Vorgarten, dem Gartenprojekt vom Vorjahr, blühen die Lupinen.

Im Klecksbeet sind die Tulpen meiner Klasse endgültig verblüht und der Löwenzahn macht sich breit. Da müssen wir nächste Woche noch einmal dran.

Dagegen funktionieren unsere „Unkrautkisten“ recht gut.

Der „wilde“ Garten ist das Projekt für dieses Jahr. Der Buchsbaum muss raus, wie die Disteln, und dann sehen wir weiter.

Rund um das Insektenhotel fehlen seltsamerweise die Blütenpflanzen, dafür entdeckten wir drei Rosenzweige neben der Hasel.

An der Trockenmauer grünt es in vielen Schattierungen. Rainfarn, Dost, Malve, verschiedene Königskerzen bereiten sich auf ihre Blüte vor. Es hat sich gelohnt die Fläche im zeitigen Frühjahr zu „entrümpeln“.

Schrecksekunde

Katerchen, der junge Wilde, saß auf meinen Balkonblumenkästen. An und für sich kein Problem, doch die Kästen hängen außerhalb des Katzennetzes!! Er hatte eine der zwei Schwachstellen in der Montage des Netzes entdeckt und diese natürlich für einen Ausflug in die große weite Blumenwelt genutzt. Die Bequemlichkeit zwischen dem Grünzeug ließ jedoch zu wünschen übrig und er jammerte nach: „Ich will wieder rein!“. Ich musste das halbe Netz abmontieren, um ihm das zu ermöglichen. Katerchen fand das total lustig und sah die Demontage als Spieleinheit mit Scratch-it für meinereine. Nicht lustig für meine Hände und Unterarme!

 

Schmunzelalarm bei den Suchergebnissen zu „Der frühe Vogel“ bei Google/Bilder 😀

 

Am Fernsehen hängen geblieben – Nowhere Boy über den jungen John Lennon (Trailer) geschaut und am Ende schwer mit den Tränen gekämpft. Zwangsläufig erinnerte ich mich an den Morgen nach seiner Ermordung. Ein kalter Dezembermorgen im äußersten Süden Baden-Württembergs, meiner ersten Dienststelle, gerade einmal 22 Jahre jung, in meinem Zimmer zur Untermiete, mit abgeschalteter Heizung, im Wintermantel verpackt die Nacht verbracht , blau gefroren und dann diese Mitteilung im Radio!

 

Am Ochsenweiher im Schönbuch die Seele baumeln lassen und wieder die Graugansfamilie beobachtet.

Diese Woche wird durch Himmelfahrt eine kurze Arbeitswoche werden. Mal sehen was ich aus ihr mache.

Viele Grüße und macht’s gut!