Woche 51/2017

oder …

Die letzten (Schul-) Tage vor Weihnachten mit Bildern der Woche

 

Wintereinbruch

Zeit für Muße und Muse

Anstehen am Futterhaus nach Sperlingsart

der letzte Stern hängt

Geschenk von mir für mich

Arztbesuch auf dem letzten Drücker

 

Am Ende noch ein Sturz, aber ohne große Folgen, weder für Konstanze noch für mich (nur ordentlich dreckig – so slapstick-like habe ich mich noch nie auf den Rücken gelegt!), und ein verblüffter Kater – der Esstisch ist leer geräumt!

 

Weihnachten!

Aber jetzt geht es erst noch einmal auf eine große Runde ums Haus. Platz schaffen für das was kommt!

Schöne, geruhsame, besinnliche, friedliche und gesunde Weihnachten wünsche ich.

 

Bis die Tage,

Karin

 

 

 

 

 

Weihnachtskarten Edition 2017

und …

Die Weihnachtspost ist unterwegs

Mein Alle-Jahre-wieder-Projekt Weihnachtskarte ist fertig und eigentlich könnten jetzt ein paar Wunderkerzen ein Minifeuerwerk liefern, denn es ist die 20. Edition einer von mir entwickelten und hergestellten Weihnachtskarte oder Karte zum Jahreswechsel (wenn ich mal spät dran war) in lückenloser Folge!

Davor produzierte ich auch schon Karten, oder verpackte Jahresbüchlein für die Großeltern meiner Kinder, aber alles eben nicht regelmäßig. Eine kleine Zusammenfassung der Editionen postete ich bevor die Edition 2014 verschickt wurde, und mit einem Klick geht es zu 2015 und 2016.

Jetzt aber zur 2017er-Karte.

 

Wie alle Jahre wieder fehlte mir lange eine Idee. Sie kam, wie immer, ganz nebenbei. Dieses Mal lief ich Mitte November entlang der Straße auf und ab, als ich auf mein Kolleginnen-Taxi wartete, das sich etwas verspätete. Unter meiner Lieblingsbirke schob ich mit den Füßen Herbstlaub hin und her, als es, mit Blick nach unten „bling“ in meinem Kopf machte (ich hab’s!). Birkenblätter sammelnd musste meine inzwischen angekommene Kollegin dann  auf mich warten. Aber sie kennt mich.

 

Die Idee

Die kleinen Birkenblätter ließen mich an Kerzenflammen denken. Diese wollte ich so auf einer Karte platzieren, dass sie stilisiert vier Adventskerzen darstellen. Doch für die Kerzen einfach lange Papierstreifen  in kerzenlange Stücke zu schneiden? Nee, nicht mein Ding. Doch wie sollte es anders gehen?

Um ja nicht gedanklich blockiert zu werden verordnete ich mir absolutes Pinterest-Verbot! Und auch kein Google oder Youtube.

Die Idee kam über Nacht. Prägen und dann kleben!

Einen Tag später zeigte ich meiner Kollegin den Prototyp der Karte, den dann auch unser Schulleiter sah: „Kannst Du für die Schule auch ein paar machen?“, was dann schon wieder eine größere Produktion bedeutete.

Eine Karte macht Spaß. Ab zehn Karten muss ein System her. Jede Karte über fünfzig in Handarbeit artet in echter Arbeit aus. Doch egal ob eine, zehn, 20 oder 50 oder 110 Karten entstehen sollen, es wird Material und Werkzeug benötigt.

 

Material

für die Karte

  • weißes, stärkeres Papier – ich verwendete 135 g/min DIN A4
  • braunes Kraftpapier – 300 g/m
  • Birkenblätter mit Herbstfärbung

für den Prägestempel

  • beschichteter Karton in 2 mm Stärke
  • glatte Baumwollschnur in 2 mm Stärke
  • optional Kunststoffreste in 0,2 bis 0,5 mm Stärke

Werkzeuge

  • Bleistift
  • Teppichmesser oder Skalpell
  • Lineal
  • Schere
  • Flüssigkleber und Klebestift
  • Falzbein
  • Stopfnadel
  • Gelschreiber weiß
  • Druckwalze

Meine mitdenkende Kollegin stellte mir wenig später eine Kiste Bücher, mit der Notiz „Herbstlaub inside“, in meinen Zeichenraum. Dreisatz war für die Schüler gefragt, oje, 😉

1 Karte benötigt 4 Blätter

2 Karten benötigen 8 Blätter

110 Karten benötigen   X

OK 😀

Jetzt fehlte nur noch ein geeignetes Hilfsmittel zum Prägen.

 

Prägestempel

Jeder Prägestempel besteht aus zwei Teilen, Matrize (der Mutterform) und Patrize (dem Gegenstück). Für die Matrize setzte ich Kartonstreifen auf eine Unterlage. Dort, wo später die Karte gefaltet werden soll schnitt ich eine Kerbe aus.

Dazu kam dann das Gegenstück, die Patrize, mit Aussparungen, bzw. wie hier, durch die Schnur, erhabene Bereiche. Die Schnur drückt später das dazwischen liegende Papier in die Kerbe der Matrize und markiert den Falz der Karte. Wichtig ist die Materialstärke des Papiers zu berücksichtigen und die Aussparungen deshalb ca. 1 mm größer, als bei der Matrize, schneiden

Die ersten Testläufe liefen super durch die Druckwalze in der Schule.

 

Prägen

Papier zwischen Matrize und Patrize legen. Oben und unten mit einer Hartfaserplatte abdecken und durch die Walze drehen.

Aber bitte immer nur ein Blatt Papier und nicht mehr prägen. Es führt sonst zu einer Überbeanspruchung des Prägestempels und das Prägeergebnis wird Blatt für Blatt schlechter.

Der erste Druckdurchgang, von meinen Schülern durchgeführt, hatte 50 % Ausschuss und der Prägestempel war hinterher unbrauchbar. Das Papier schräg eingelegt, oder zwei, drei, vier Blätter auf einmal versucht zu prägen macht hinterher doppelte Arbeit. Um die Matrize weiter verwenden zu können verstärkte ich sie mit Kunststoffstreifen und überwachte das Prägen mit Argusaugen.

 

Schneiden, Falten, Vorstechen, Kleben

Quadratisch geschnitten konnte die Karte schnell an der vorgeprägten Linie gefaltet werden.

Im nächsten Schritt sollte an jeder Kerze am Dochtansatz ein Loch gestochen werden. Wenn der Blattstiel jedes Blattes beim Festkleben zur Flamme hier eingeführt wird, hält das Birkenblatt besser, der Stiel steht auch nicht ab, was beim Eintüten in den Umschlag Schwierigkeiten machen könnte. Ich verwendete zum Vorstechen eine Stopfnadel.

 

Mit Schülern allein waren diese Karten nicht zu schaffen. Nach den ersten Fehlprägungen schnitten sie noch einige Karten an der flaschen Seite quadratisch ab. Die ersten 60 Karten für die Schule dauerten doppelt so lange wie die, die ich für mich danach selbst produzierte, den paar schwarzen Schafen.

 

Ausarbeitung

Zur Stabilität und zum Schutz der Blattstiele  deckte ich die Innenseite mit Prägung mit braunem Kraftpapier ab. Dazu drittelte ich die braunen Blätter und schrieb das vorgesehene Zitat für die Weihnachtspost von Hand, mit weißem Gelschreiber.

Das Zitat für die Karte dieses Jahres stammt von Bettina von Arnim 81785 -1859):

Wer sich nach Licht sehnt,

ist nicht lichtlos,

denn die Sehnsucht ist schon Licht.

 

Leider fehlten mir einige Adressen. Gerne hätte ich auch der einen oder anderen Bloggerin, die meinem Blog in diesem Jahr gefolgt ist, eine Karte zukommen lassen, aber, wie gesagt, ohne Adresse auf dem Impressum … schade.

Es sind auch so einige Karten zusammen gekommen, die bei Nacht und Nebel im gelben Briefkasten landeten. Dummerweise hatte ich bei einigen vergessen meine Adresse als Absender aufzustempeln! Dabei hatte ich mir extra für die Weihnachtspost einen neuen Adressstempel besorgt! Noch blöder, auf einem Umschlag fehlte am Ende die Marke – glücklicherweise handelte es sich um einen auf den ich gestempelt hatte. Er kam zurück und ich schickte ihn wieder auf die Reise, mit Marke.

 

Für mich gehört die Weihnachtspost mit Postkarten zu Weihnachten dazu wie Kerzenlicht und Kekse.

Fünf Karten habe ich übrig. Auch fünf Briefmarken. 😉

 

Bis die Tage,

Karin

 

DIY-Kalender mit 24 kleinen Freuden 2016

und …

Danke!!!

Jeden Morgen ein Geschenk öffnen zu können ist purer Luxus und ich bin diesen Dezember wieder in den Genuss gekommen. Zum zweiten Mal hatte ich am Projekt DIY-Kalender teilgenommen, das Merle von fraumasulzke und Undine von undiversell initiiert und organisiert haben. Vielen, vielen Dank für eure Mühe! Ohne Frage, euer Verdienst ist wieder, dass ich die Vorweihnachtszeit richtig gut genießen konnte!

Genau so geht mein Dank an ALLE Mitkreativen. Was euch alles so eingefallen ist war einfach spitze – thank you, merci, gracias, takk, tack så mycket. Alle Kleinigkeiten sind, wie die vom letzten Jahr, im Gebrauch, haben ihren Platz gefunden. Bei Trudis Sternen am Tag 1 ging das ganz schnell 😉 da ich gerade meine Sternkollektion auf den Tisch verteilt hatte. Tüte geöffnet, ah!, mein Blick ging hin und her und schon hatten sich die Sterne zu den anderen gesellt. Super! Es lebe die Vielfalt!

Aber jetzt ganz systematisch aufgelistet, was in den Tüten steckte:

1 Sterne von Trudi – 2 Geschenkanhänger und kleine Geschenk-Box von Eliza3 Perlensterne von Kiki4 Badesalzstern von Susanne (sooo schade, dass ich keine Badewanne mehr habe 🙁 ) – 5 mein Tag und Löffel und Kerze von Sponsoren – 6 Taschentüchertasche von Patricia – 7 Survival-Täschchen von Sylvie und ein Fußbadesalz – 8 weihnachtliche Einkaufstasche von Merle –  9 Weihnachts-Postkarten von Mareike10 Badesalz von Ann-Kathrin (noch einmal schade) – 11 Deko-Gugelhupfe (oder heißt das Gugelhüpfe? hmm?) von Annette – 12 Ring von Insa13 nachhaltige Postkarte aus Holz von einem Sponsor – 14 regenbogenfarbige gehäkelte Sternenkette von Anni15 Anhänger aus Beton! von Undine16 Lipgloss von Brigitte17 Stoffkörbchen von Melanie18 Engel aus Strandgut von Lize (ein Fernweherwecker) von Lize – 19 Ohrstecker aus Stoff von Miriam – 20 bedruckter Schuhbeutel von Stefanie – 21 Mini-Silvester-Gebinde 🙂 von Rea22 Perlenengel von Kerstin23 Schlüsselanhänger von Virginia 24 Maria, Josef und Kind von Patricia

So viel Einfallsreichtum konnte an Heiligabend zur Bescherung fast nicht getoppt werden, dachte ich und hatte nicht mit der Kreativität meines Sohns gerechnet. Das Minipäckchen hob auf dem Weg zu meinen Eltern bei jeder Windböe etwas ab, so leicht war es. Doch es schaffte es bis auf den Gabentisch. Großes Rätselraten beim Auspacken, denn der Inhalt war per QR-Code verschlüsselt, der sich auch nur in Teilen entschlüsseln ließ. Jeden Tag gibt es einen neuen Hinweis. Bis jetzt erhielt ich die Informationen Kino und Stuttgart. Am 2. Feiertag werde ich endgültig erfahren wohin es gehen wird, aber ich glaube zu wissen in welchen Film mich Sohnemann ausführen wird.

Ich wünsche allen schöne, friedliche, entspannte Weihnachtstage! Passt beim Werkeln in der Küche auf und verschüttet kein Mehl großzügig und breitflächig wie ich.

 

Weihnachtskarte 2016

und …

Willkommen Weihnachtsstimmung!

Wie das Wetter auch ist, die letzten Tage war und noch werden wird ist mit weißer Weihnacht nicht zu rechnen. Mich macht fehlender Matsch oder Eis auf den Fußwegen und Straßen nicht unglücklich. Dagegen haben mich in den letzten Tagen Frühnebel und dessen Auflösung fasziniert. Leider fehlte mir auf meinem morgendlichen Schulweg die Zeit für Fotos, aber ich hatte meine Idee für die Weihnachtskarte in diesem Jahr.

Bis alle SchülerInnen an ihren Plätzen bei der Arbeit an ihren Werkstücken waren hatte sich die Silberscheibe vom untergehenden Mond leider schon verzogen und ich bekam nur noch dieses Stimmungsbild fotografiert.

Blick in Richtung Felder frühmorgens aus meinem Werkraum

Ich liebe besonders den Moment wenn die Sonne herauskommt und sich die Nebelschicht etwas angehoben hat. Jedes Jahr nehme ich mir morgens vor am Wochenende früh genug aufzustehen um diesen Moment ohne Zeitdruck zu beobachten und Konstanze dabei zu haben. Meist lässt mich die Chance auf die zusätzliche Stunde Schlaf an Nichtschultagen den Wecker ignorieren und wenn ich dann den Hintern aus dem Bett bekomme ist draußen nur graue Soße, wie heute morgen.

Im Kopf blieben die Bilder von Nebel, Silhoutten von Bäumen und der Mondscheibe, die ich auf meine Weihnachtskarte bringen wollte. Deutsche Weihnachten mit Schnee ist einfach unrealistisch. Vom Mond verabschiedete ich mich schnell, denn den würde ich nur durch Prägen vernünftig auf bzw. ins Papier bekommen. Dafür war ich einfach zu spät dran. Ein Stern musste reichen, passt ja auch als Morgenstern, Abendstern, Weihnachtsstern. Beim Prototyp steckte die stilisierte Tanne mit ihrer Spitze in einem Schlitz in der Karte. Als Spitze schnitt schnitzte ich ein Glitter-Maskingtape zurecht. Irgendwie erinnerte mich das zu sehr an Pyramide und das Einfädeln der Baumspitze in den Schlitz fand ich nicht so optimal. Da fiel mir ein Korkrest beim Aufräumen im Werkraum in die Hand und die alternative Notlösung mit Stern aus Kork entpuppte sich bei der weiteren Herstellung als ideale Halterung für das  Baumdreieck.

 

Irgendwann waren die Karten zwischen 2. und 3. Advent halb fertig. Halb? Ja halb, denn es fehlten noch Text/Gedicht und Inhalt, Umschlag plus Adresse! Darum kümmerte ich mich zwischen 3. und 4. Advent. Auf einen zusammenfassenden Jahresrückblick verzichtete ich dieses Jahr. Mit Blick auf meinen immer dünner besiedelten Adventskalender entschied ich mich nur den Freunden und Bekannten eine Karte zukommen zu lassen, die mir in den letzten Jahren auch eine geschickt hatten. Die dadurch übrig gewordenen Karten sind dafür zu ganz neuen Adressen unterwegs.

An dieser Stelle muss, möchte ich ein Dankeschön aussprechen. Im letzten Blogpost hatte ich erwähnt wie ich letztes Jahr meine Adventskalenderschnur nach dem Auspacken der anfangs daran hängenden Päckchen Stück für Stück mit Weihnachtskarten auffüllte und sich dieses Jahr gähnende Leere ankündigt. Zwei Tage später erhielt ich völlig unerwartete Weihnachtspost für meine Adventskalenderstrippe. Was für eine liebe Überraschung!! Ich freue mich jeden Morgen über diese Karte, die inzwischen etwas Verstärkung bekommen hat. Vielen, vielen Dank Juliane!

Freitag vor dem 4. Advent ging es dann an die wirkliche Fertigstellung und an die Versandvorbereitung. Ganz ehrlich, mir hat das Herstellen der Karten deutlich mehr Spaß und Freude gemacht, als dieser Akt. Wer weiß wie viele Umschläge öffnete ich wieder, weil ich nicht mehr wusste, ob ich den richtigen Brief eingetütet hatte. Etliche Male schrottete ich eine Karte durch Schreibfehler ‚argh‘ und schluckte den Frust mit Zitaten von Joachim Ringelnatz (seine Dichterkunst landete auf und in diesen Weihnachtskarten).

Zum Durchhalten und Einstimmen auf Weihnachten holte ich mir reichlich Herz-Schmerz-Tränentrief-Unterstützung aus meinem Fernsehspeicher. Für „Der kleine Lord“ war es mir zu früh. Auch „Die drei Haselnüsse“ mussten noch in die Warteschleife. Mir war es erst einmal nach etwas Bollywood-Theater „Und ganz plötzlich war es Liebe“ um dann zu „Liebe braucht keine Ferien“ zu wechseln und weiß nun wieder wo ich den Spruch „Man sollte in seinem eigenen Leben die Hauptrolle spielen.“ gehört habe. Was war ich froh meine Karten mit wasserfester Farbe gearbeitet zu haben 😉 ! Auf jeden Fall ist meine Weihnachtspost jetzt on tour!

Mein Tisch ist (fast) leer, die Arbeitsgeräte zusammensortiert, fertig für Akt 2 = Geschenke verpacken!

Auf dem Speicher meines Entertain-Teils darf jetzt noch zur Unterstützung der eine und andere Winter-Weihnachts-Schmachtfetzen zutage kommen. „Tatsächlich Liebe“ steht unter anderem in den Startlöchern.

Chick flicks bis zum Abwinken, yeah!

 

Hier geht es zu meinen Weihnachtskarten der letzten Jahre:

2015

2014

Mehr Karten aus vergangenen Jahren

 

DIY-Adventskalender #24 kleine Freuden 2016

und …

Tag 5 ist mein Tag der Kleinigkeiten

Die Idee – ein Mini-Advents“kranz“-Würfel mit Entschleunigungshilfmittel

übersetzt – ein kleiner Kerzenständer für vier kleine Kerzen und ein süßes pflanzliches Beruhigungsmittel für die Belastungen in der Vorweihnachtszeit.

Tja, hmm, gerne hätte ich ausführlich über die Herstellung berichtet. Leider hat meine Lungenentzündung nicht nur Lücken in meiner eigenen Erinnerung hinterlassen. Mir fehlen auch ALLE Bilder von der Fertigstellung meiner kleinen Freude auf meinem Rechner. Die zweite Novemberwoche hatte es wohl wirklich in sich! Trotzdem habe ich es geschafft meinen Beitrag für die 24 kleinen Freuden, wie ich es mir ergedacht hatte, auf den Weg zu bringen. (Ein paar Bilder fand ich inzwischen nach etlichen Stunden Suche im Datendschungel wieder!)

Nach meinerTeilnahme am DIY-Adventskalender 2015 mit einem Mini-Weihnachtsdorf aus Holz wollte ich dieses Jahr eigentlich mit einem anderem Werkstoff mein Tütchen bestücken. Am Ende meiner gedanklichen Entwicklungsphase stand ich dann doch wieder an der Säge und der Bohrmaschine um alte Palettenbretter neu zu verwerten, aufzuhübschen, statt zu entsorgen oder zu verheizen. Dies sind die allerletzten zwei Paletten von 21 im Frühjahr organisierten, über deren Verwertung ich vor allem hier berichtete. Aus den dicken Bohlenresten auf der Ablage entstanden dieses Jahr erst einmal eine Menge Klötze.

 

Die Anfänge

Aus den Klötzen musste reichlich Material geholt werden. Zuerst bohrte ich ein großes, tiefes Bohrloch auf der Unterseite des Klotzes. Schade um das verlorene Foto mit mir im Zentrum, inmitten von Späne stehend und vom solcher beim Bohren umweht. Nach dreißig Bohrungen stand ich wadentief in Holzspäne. 30 Teile, weil ich immer Ausschuss bei der Weiterverarbeitung einplane, für Prototypen und zum Verschenken an fleißige, geduldige HelferInnen. Höre ich da gerade jemanden „hmpf“ grunzen? 😉 An die Sache selbst lasse ich in der Regel ungern jemanden mit Hand anlegen. Aber ich empfinde den Rücken frei gehalten zu bekommen, um ohne Unterbrechung weiter arbeiten zu können, als echte Hilfe, oder wenn mir jemand beim Aufräumen einer solchen Sauerei hilft. Die ganz grobe Späne wanderte erst einmal in unseren Materialfundus und wird in Nisthilfen für Hummeln verwertet werden.

 

Noch eine benutzte Maschine, etwas zweckentfremdet angewendet, aber …

… nach zwanzig von Hand mit der Bügelsäge gesägten Hülsen für Kerzen dachte ich mir, solche Teile gibt es doch bestimmt auch fertig zu kaufen. Ausschuss eingerechnet hatte ich noch achzig vor mir zum Sägen, die dann auch noch gefeilt und geglättet werden mussten. Statt zu googeln sägte ich fleißig weiter, mit der elektrischen Dekupiersäge. Bloß keine Pause machen! Fertig werden!!!

 

Die Ausarbeitung

Staubmuster auf dem Arbeitstisch nach dem Wegräumen der fertigen Kerzenständer

 

Das Goodie

in der Nummer 5 steckt ein Keks, ein Lavendelkeks. Lavendel hat beruhigend wirkende Inhaltsstoffe, die über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, besonders gut verwertet werden. Das Rezept für diese Kekse, das ich über meine Eltern von einer Bauersfrau aus Soltau erhielt, probierte ich Anfang Oktober aus (ich habe hier kurz darüber berichtet) und etwas abgeändert. Die Zutaten blieben gleich, aber manchmal macht es die (Back-)Form, die aus dem Backwerk herausholen was in ihm steckt. In diesem Fall macht die Form sehr viel aus! Wenn Interesse besteht werde ich das Rezept posten.

 

Die Verpackung

Zuerst mussten die Kekse luftdicht verpackt werden. Zellophantüten für Gebäck lassen sich hervorragend mit einem Folienschweißgerät verpacken. Einmal probiert, gleich funktioniert!

Die Kekse fanden ihren Platz in der großen Bohrung auf der Unterseite der Kerzenständer. Statt einem Keks kann hier später eine Stumpenkerze ihren Platz finden.

 

Jetzt fehlte „nur“ noch eine Rundumverpackung, denn die Kerzen hatte ich schon längst – bestellt, geliefert, fertig. Bloß wie bekomme ich alle Einzelteile als Gebinde versandfreundlich ins Paket?

Eine Tüte? Keine Chance bei diesen Maßen!

Einpacken in Geschenkpapier? Ich habe zwar ein Depot, aber von keinem Papier genug.

Bleibt nur ein Beutel, aus Stoff, genäht, …, oder?

Leider hatte ich von der Farbe meiner Wahl nur noch genug für die ersten Versuche und den Prototyp. Mag blau nicht unbedingt weihnachtlich sein, aber von diesem Stoff hatte ich eine ausreichende Menge zuhause, musste nicht die Krankenstube verlassen, konnte einfach mit dem Nähen loslegen. Was war ich froh über meine Overlockmaschine!

Scotty, der Kontrolleur!

Ich hoffe mit meinem Beitrag Freude in den Adventsalltag der Teilnehmerinnen am DIY-Adventskalender 2016 gebracht zu haben.

Bei mir sind die Versuchsklötze Teile meiner Adventsdekoration. Es wäre zu schade gewesen diese einfach so in den Schrank zu stellen.

Jetzt habe ich den Kopf frei für meine Weihnachtskarte 2016. Aus den Ideen sind nach etlichen Versuchen zwei machbare übrig geblieben. Material habe ich eingekauft, also kann ich loslegen.

 

Der 1. Advent und #24kleine-Freuden

oder …

Wie viel Dekoration möchte ich mir für 2016 geben?

Pünktlich zum 1. Advent hatte ich doch tatsächlich schon eine Lichterkette über die Pflanzen meiner Blumenkästen auf dem Balkon drapiert! So pünktlich war ich wahrscheinlich seit 20 Jahren nicht mehr. Doch richtig rekordverdächtig war der Zeitaufwand dafür, vom Weg in den Keller bis die Lämpchen an Ort und Stelle leuchteten! Trotz Katzennetz reichten 15 Minuten, denn ich hatte nach der letzten Weihnachtsdeko-Aktion diesen Teil des Abbaus vorausschauend aufgewickelt, fixiert, markiert und verpackt, die ich selbst nach Monaten noch verstand. Für mehr hatte ich mich bisher nicht hochrappeln können, was sich mit der Ankunft des Pakets mit den 24 Kleinigkeiten für meinen Adventskalender ändern sollte. Doch nicht nur ich freute mich, das kleine Katerchen auch, denn es hüpfte vor Begeisterung in den frisch geöffneten Karton. Arrrgh, über vier Kilo Lebendgewicht mit Schwung auf den Paketinhalt verteilt machte das Aufarbeiten der vielen hübschen, liebevoll gepackten Päckchen etwas aufwendiger. Doch ich glaube, neugierig zur Kontrolle alles abtastend, alle Inhalte scheinen intakt zu sein.

Was ich mich auf diese Überraschungen freue!

Ich nahm letztes Jahr schon an dieser Aktion von Merle und Undine teil, um einen Adventskalender mit DIY-Produkten zu gestalten. Mir hatte es riesig Spaß gemacht 23 gleiche Teile herzustellen und verpackt auf den Weg zu bringen. Nachdem 23 andere TeilnehmerInnen auch ihre Päckchen an die beiden geschickt hatten konnten sie diese sortieren und jedem von uns ein buntes Sammelsurium voller Überraschungen für die Adventszeit zurückschicken. Wer wissen möchte mit was ich letztes Jahr überrascht wurde kann es unter den folgenden Links nachlesen : 1-3, 4-6, 7-10, 11-16, 17-24. Alle Kleinigkeiten fanden ihre Verwendung!

Nun hängen an der Schnur die Päckchen dieses Jahres und ich bin sehr gespannt, was ich dieses Jahr auspacken werde!

Seit dem 1. Advent habe ich auch wieder meinen Kerzen“kamin“ in Aktion. Nachschub an großen Kerzen hatte ich zu meinem Geburtstag bekommen und kleines Katerchen weiß nun: Kerzen = heiß! Scotty muss wirklich noch viel lernen, anderes kann er schon perfekt. Seine Technik die Stengelchen zum Naschen aus der Verpackung zu holen hat er perfektioniert und sich damit Onkel Chewie etwas mehr zum Freund gemacht. Nach zehn außerordentlichen Nascheinheiten schnarchten sie dann endlich einmal friedlich zusammen den Nachmittag durch. Somit hatte ich Zeit um mir zu überlegen, ob ich einen Adventskranz brauche und wie das Arrangement aussehen soll.

Für einen traditionellen Kranz fehlte mir das Material und mit dem Resthusten gehe ich in keinen Wald. Kaufen – nö! Zu geizig und überhaupt. Die Teile sind nur im Gartencenter schön. Zuhause nadeln sie schon beim Schmücken.

Im Keller einen geflochtenen Kranz aus genähten, mit Füllwatte gestopften Stoffschläuchen gefunden. Nnn…jaa, nett, aus meiner Pastellfarbenzeit, ewig her. Nnn…jaa, nö. Zurück in die Tüte und zurück ins Regal. Vielleicht hätte ich die Tüte samt Inhalt besser ganz entsorgt. Jetzt wird sie wieder 15 Jahre liegen. 🙁

Zehn Gläser Apfel-Chili-Gelee von 2015 gefunden. Das ich DIE vergessen konnte! Das leckerste Apfelgelee, das ich je hergestellt hatte!!! 🙂

In Sachen Adventskranz immer noch keinen Schritt weiter finde ich die Tüte mit den Teilen, die ich gerne zur Dekoration der Wohnungseingangstür verwende und breche die Kelleraktion ab. Ich muss schon wieder husten. Gar nicht gut. Donnerstag möchte ich wieder arbeiten gehen!

Fundsache unter den Türdekoelementen – die Teile vom Adventskranz 2015. 😀 Kerzenkamin leergeräumt und einen Teil auf den Minisims drapiert.

Was immer noch fehlt, ein Adventskranz. Gefrustet spiele ich etwas mit den Sternen und den Resten der Herbstdeko auf dem Tisch herum …

und …

… jetzt sollten alle DIE wegklicken, die Päckchen für den DIY-Kalender 2016 gepackt bzw. an #24kleine-Freuden teilgenommen haben …

tröööt – Spoileralarm – Spoileralarm – Spoileralarm – Spoileralarm – tröööt

… ich komme mit meinem Fuß an die Restekiste von meinem Beitrag zum Kalender, die, krankheitsbedingt, noch nicht aufgelöst ist und noch unter dem Esstisch steht. Ich suche mir die besten Prototypen aus der ersten Serie heraus und stelle sie mitten hinein in das Sammelsurium an Herbst- und Weihnachtskruscht. Passt. Dazu noch ein paar Standsterne aus dem Weihnachtsmarktangebot meiner Schule und fertig ist der Adventskranz die Adventsstraße 2016.

Wahrscheinlich wird sich dieses Arrangement für meine Kater als Spielstraße entwickeln, wenn ich nicht zuhause bin. Aber dann brennen zumindest keine Kerzen.

 

Scotty übt wieder an der offenen Flamme. Dieses Mal gibt es Locken – img_0730 ! Tja, wer mit dem Feuer spielt hält irgendwann dann doch Abstand.

Ich wünsche allen eine schöne und gesunde Adventszeit!

Mein Adventskalender 2015 von Tag 17 bis Heiligabend

oder …

Tausend Dank an alle Kreativen vom DIY-Adventskalender 2015

Bis zum letzten Tag hat es Spaß gemacht Teilnehmerin an diesem Projekt in Sachen  „tu dir was Gutes im Advent“ dabei gewesen zu sein. Da ich ja wirklich bei Beginn niemanden kannte war die tägliche Überraschung deutlich größer als bei einem Schokokalender, in dem sich die Teilchen gerade mal durch Form und Größe unterscheiden.
Jede und jeder von uns hat sich viele Gedanken ums Geschenk und solch eine Mühe beim Herstellen und Verpacken gemacht! Chapeau!! Fühlt euch alle einmal fest gedrückt, denn ihr alle seid die beste Medizin für mich gewesen, einfach unbezahlbar!

Aber nun für alle, die nicht dabei waren, die kein Päckchen zum Auspacken hatten, kommen nun die letzten acht hübschen Kleinigkeiten.

Tag 17

Kerstin zauberte einen Schlüsselanhänger mit zauberhaften Dalarna-Pferdchen. Diese Art von Aufhängung für den Schlüsselring kannte ich noch nicht und er hat auch schon seinen Schlüssel gefunden! Danke.

 

 

Ich habe bewusst beim Fotografieren das „Tütchen“ von Ulrike, sie hatte uns am 16. mit einem hübschen Gebinde zu Rudolph dem Rentier überrascht gehabt, denn es zeigt beim genauen Hinschauen bei beiden Näharbeiten die Hingabe zum Detail. So sauber möchte ich auch nähen können!

Tag 18

Guido brachte einen neuen Schmuck für meinen Statt-Weihnachtsbaum-Oleander. Sein Stern mit Perlenschweif fühlt sich wohl zwischen dem Grün und den Engeln. Dankeschön.

 

Tag 19

Merle überraschte mit einer genähten Sternenkette. Die Kombination zwischen ihren gemusterten Sternen und meinen aus Pergamentpapier sieht toll aus. Ich liebe Sternenketten! Das ist auch nicht zu übersehen, wenn man unser Schulhaus zur Weihnachtszeit besucht.
Vielen Dank!

 

 

Tag 20

Melanie hat sehr viel Geduld und ein ruhiges Händchen gehabt für diese kleinen, filigranen Sterne aus kleinen Zweigen, von denen ich einen ab bekam! Bewundernswert, wenn ich mir vorstelle wie solch kleine Teile immer wieder weg flutschen bevor sie an Ort und Stelle endlich fest gezurrt sind.
Dankeschön!

 

 

 

Tag 21

Iris‘ Tütchen brachte noch eine Sternenkette, dieses Mal nicht genäht sondern geknotet. So zwischen meinen halbtransparenten Sternen und der gemusterten Kette von Merle gehängt bekomme ich schon wieder neue Ideen für die kommende Weihnachtszeit. 😀 Sehr hübsch wie sich diese Sterne wieder ganz anders im warmen Luftstrom (m)einer Heizung bewegen.
Danke Iris.

 

 

Bevor ich mich jetzt nach dem Fotografieren über meinen Sternensregen einfach nur freuen konnte hatte Katerchen noch etwas mitzureden. Siehe Katzenminiquilt auf dem Fensterbrett – es ist sein Platz!

 

 

Er fand ihn wohl etwas zu „leer“ und holte sich einen der Faltsterne dazu. Angeschleppt, plopp ausgespuckt und …

 

 

… Spielplatz eröffnet! Als ob er keine anderen Plätze zum Spielen hätte und als ob er sonst der Spielertyp wäre! Chewie spielt (fast) nie und wenn kurz, knapp und fertig.

 

 

Nicht heute!
Ich räumte den Hintergrund zum Fotografieren weg (wer will schon geparkte Autos sehen, wenn es um weihnachtliche Sterne geht?), hatte noch die Kamera in der Hand und sah aus den Augenwinkeln … „Chewie“ und drückte auf den Auslöser: Der sonst nicht spielende Kater spielt! Immer noch!

 

 

Mit Hingabe und eigentlich geht er ganz vorsichtig an die Sache heran.

 

 

 

 


Tatsächlich bleiben die Sternenketten heil und hängen noch! 😀
Tatsächlich sind die Sterne inzwischen nicht mehr interessant (für ihn!).

Tag 22 und Tag 23

Passender hätten diese zwei Päckchen nicht verteilt werden können!
Zuerst fiel aus Judiths Päckchen ein weihnachtsmännlicher Eierwärmer und tags darauf gab es von Iris Eier“becher“ in hübscher minimalister Variante aus Perlen.
Zum Thema Erwartungshaltung muss ich an dieser Stelle noch etwas loswerden. Judiths Blog mit Namen judithhaekelt lässt ja eigentlich erwarten, dass aus ihrem Päckchen etwas gehäkeltes purzelt. Denkste! Judith kann auch stricken, Mützen zum Beispiel. Damit hast du, liebe Judith, bewiesen – nichts kommt, wie man denkt! Super.
Danke Iris und danke an Judith.

 

 

Tag 24 und Heiligabend

Das letzte Päckchen ist dran. Irgendwie traurig und doch so schön – EINES geht noch! Uuuuunnnnddd ….

…. tadaaaaaa ….

 

 

Ute gibt uns noch etwas Würze für unsere Festtagsküche mit. Passt super und wird auch gleich eingesetzt! Danke!

Wer jetzt denkt, dass die Strippe an der der Adventskalender mit alle seinen Päckchen hing jetzt schlaff und leer an der Wand hängt, irrt! Freie Plätze wurden mit der Weihnachtspost bestückt!

 

 

Nun muss Kind 2 nur noch ein Geschenk fertig einpacken! Hmm? Vor 10 Minuten war es auch nur eines und dann habe ich helfen dürfen. Jetzt ist immer noch eines übrig 😀 und die Familie ist kurz davor eine Suchmeldung zu starten, wo wir bleiben.

Fertig.
Weihnachten.
Taschen schnappen und los.
Es ist Heiligabend und Abend.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten.

Weihnachtsdorf in klein und schlicht

oder …

Mein Beitrag zum DIY-Adventskalender 2015

 

Ein Haus allein ist ein Einsiedlerhof oder eine Einsiedelei. Bei zwei Häusern kann schon von einem kleinen Dorf gesprochen werden, wenn es sich, laut Wikipedia, um eine Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung handelt. Ein Haus trägt eine Kerze, das andere einen Stern, bedeutet: Arbeitsteilung, also Dorf. Dreiundzwanzig solcher kleinen Dörfchen stellte ich für den DIY-Adventskalender für dieses Jahr her, obwohl ich ursprünglich mit einem ganz anderen Gegenstand teilnehmen wollte.

Als ich Mitte Oktober über die Blogpostreihe 12 von 12 über die Idee zu diesem Kalender buchstäblich stolperte, war ich gerade mitten im Häkelfieber, nach
2012 Häkelkissen
2013 Aufbewahrungskörbchen in Varianten
auch
2013 das Ende der unendlichen Geschichte vom Pullover aus Rosetten
nun
2015 Mützen und diese Kleinigkeit …

 
…, die ich wegpackte, als klar war, dass wir ein gemischtes Team in Sachen Kalender sein werden.

Eine neue Idee musste her! Mitten in den Vorbereitungen zu einem Weihnachtsmarkt. Mein interner Ideen-Pool wie ausgeschaltet. Kein kreativer Blitzgedanke. Da half auch keine Klositzung. Mit meinen Kindern gesprochen. Zum Schluss meine Geheimwaffe wenn gar nichts mehr geht – Mutter fragen, besser, bei Mutter internen Ballast abladen.
Darauf folgte dieser Dialog.
Mutter: „Wieso willst Du was anderes machen?“

Ich mit ungeduldigem Stoßseufzer: „Was soll ein Mann mit solchem Schnickschnack anfangen?“
Meine Mutter: „Verschenken! Ich würde mich über solch ein Teil freuen!
Okaaayyyy, den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden! liebste Mutti der Welt! *

Einen Tag später, im Maschinenraum, beim Vorbereiten für weitere Produkte, die unsere Schüler für den Weihnachtsmarkt herstellten, war die Alternativ-Idee geboren. Wie üblich sägte ich die Reststücke auf gleiche Größe zu und stellte sie in eine der Sammelkisten. Beim Wegstellen schaute ich noch einmal in diese Kiste …

 

… die Rädchen in meinem Kopf drehten sich, ich erinnerte mich an ein Schaufenster das ich fotografiert hatte, klickte mich durch die Fotogalerie in meinem Handy, wurde im Frühjahr des Jahres fündig, zog meine Jacke wieder aus, stellte den Strom für die Maschinen wieder an.

Eine Stunde danach stand der Prototyp fertig vor mir, bereit für eine Begutachtung durch Kollegen.

Zwei Stunden später waren die Sterne fertig und ich war unterwegs um zusätzliches Material zu besorgen.

 

 

Zwei weitere Arbeitsstunden Stunden später standen die kleinen Häuschen mit Dachschräge, Bohrung für Stern und grob geschliffen in der Kiste.


Zwei Schablonen zum Anzeichen etc. hergestellt und ran an die Kreissäge, Bandsäge, Ständerbohrmaschine, Schleifteller und Schleifband und die Kerzenständerhäuschen reihten sich in der Kiste auf.
Stopp, ich vergaß, die Schornsteine sind reine Handarbeit mit Bügelsäge, Feile und Schleifpapier!

 

 

Alles durchsortiert und abgezählt. Es sollte nicht das letzte Mal sein!
 

 

Passende Kerzen organisiert und es konnte an das Verpacken gehen.

 

Bei diesem Teil bekam ich das Gefühl nicht los, dass dieser Teil der komplizierteste und zweitaufwendigste war. Das konnte auch täuschen, doch zum Schluss steckte alles im Karton, nach zwei Mal auspacken und nachzählen.

 

 

 

Leider habe ich aus irgendeinem Grund keine weiteren Fotos von den verpackten Dörfern gemacht. Es ist mir ein Rätsel.

 
 

 

Nachdem mir die Herstellung so viel Spaß gemacht hatte habe ich mich sehr gefreut Freude mit meinen Häuschen machen zu können – mehr dazu auf meinem letzten Blogpost.

Mein Adventskalender 2015 von Tag 11 bis Tag 16

oder …

Weiter geht es im Gemischtwarenladen voller Überraschungen

Jeden Morgen werde ich weiterhin von den Inhalten aus meinem Adventskalender überrascht, was wirklich nicht überraschen sollte. Da ich keinen der TeilnehmerInnen an dieser Aktion kenne und auch nicht jede/r mit einem Blog im Internet unterwegs ist, habe ich absolut keine Ahnung was ich aus den Tütchen erwarten kann und die Spannung ist doppelt so groß.

Es ist und bleibt der abwechslungsreichste Adventskalender den ich je auspackten durfte!
Super. Toll. Danke.

Tag 11

Miri hatte in ihre Tütchen ein trockenes Tomatenpesto zum Würzen, Naschen, Kochen und zum Drüberkrümeln gepackt. Superlecker! Es erinnerte mich sehr an die japanischen Gewürzmischungen, Furikake, das alles Leckere noch leckerer macht. 😉
Schwups auf das Abendessen gestreut – hmmmm!

 

So nebenbei erwähnt, wer im Netz nach Furikake-Rezepten googelt landet fast sofort auf dem Blog meiner Tochter.

Tag 12

Mein Tag, an dem alle anderen TeilnehmerInnen ein Miniatur-Weihnachtsdorf von mir auspacken konnten und es dann noch sooo hübsch auf ihren Blogs präsentierten, dass mir die Röte in die Backen stieg. So schön liebe
Undine
Judith
Tobia
Merle
Melanie

Ich selbst fand an diesem Tag zwischen Monsterkonfetti handgefertigte Schokolade, die nicht nur mir den Mund wässrig machte, sondern auch Katerchen aus der letzten Ecke lockte. Er liebt Schokolade noch mehr als ich und machte sich sofort über das Einwickelpapier her. Ja, ich weiß, Schokolade ist überhaupt nicht gut für Katzen. Aber er hatte Spaß mit dem Papier und falls noch ein Krümelchen zu finden war, so sei es ihm heute gegönnt.

 

 

Tag 13

Aus Sabines Tütchen purzelte wieder ein Notizheft, jetzt habe ich ZWEI total hübsche Unikate, YEAH! und dazu gab es noch einen Gutschein!
Sei mir nicht böse Sabine, aber den Gutschein schickte ich sofort, vor dem Fotografieren, vorübergehend in Quarantäne, aus Sorge er aktiviert sich von selbst!
Vergessen das Kleingedruckte zu lesen.
Selbiges nachgeholt.
Puh, Entwarnung, er muss ja erst aktiviert werden.
Adresse viel zu lang um sich zu merken und dann auswendig mit geschlossenen Augen aufzusagen. Als Niete im Auswendiglernen wird mir das nicht mal Ausversehen passieren!
Gutschein ans Tageslicht geholt. Ist ja ein Hübscher! Lieber habe ich ihn im Auge, bevor ihn jemand anderes aktiviert.
Weiße Weihnachten brauche ich nur im Fernsehen, schneien soll es ruhig woanders. 😉

 

 

Tag 14

Heute gab es duftendes Genähtes von Patricia (ohne Blog). Sie nähte uns allen ein mit Lavendel gefülltes Herz aus einem Sternenstoff. In Nachbarschaft zu Steffis Schneeball-Raffaelo-Baumkugel und Annettes Stern hübscht es meinen Oleander im Winterquartier mit auf.

 

 

Tag 15

Mein erster Gedanke beim Auspacken war:
Fernsehprogramm rausholen und schauen ob unter all den chick flicks der Vorweihnachtszeit noch einmal „Liebe braucht keine Ferien“ wiederholt wird. Mannmannmann, der kam doch erst vor kurzem.
Wie gern würde ich Debbis Trinkschokolade mit Mini-Marshmallows genau dann genießen wenn Graham (Jude Law) seinen Kindern und Amanda (Cameron Diaz) heiße Schokolade macht und Tochter Olivia beanstandet zu wenig Mini-Marshmallows bekommen zu haben.
Hach. Seufz.
Egal, es wird schon noch ein anderer passender Schmachtfilm laufen. 😉

 

Tag 16

Ulrike (ohne Blog) schickte Rudolph das Rentier im hübschen Stoffbeutel auf die Reise, begleitet von Musik (dem Liedtext) und der restlichen Herde (in Form von Schokoladen-Rentier-Nasen).

 

 

Danke – Danke – Danke – Danke – Danke – Danke (habe ich richtig gezählt? 11, 12, hmm hmm … hmm, 16, stimmt)

und ich glaube ich schnappe mir vor dem Schlafengehen noch schnell eine der Nasen!