Unterwegs zum Federsee

und …

Vorsätze wahr machen

Es ist nicht immer einfach an seinen Vorsätzen dran zu bleiben um sie wahr werden zu lassen bzw. sie durchzuhalten. So geht es mir gerade. Es gleicht einem Kampf gegen Titanen, dass nicht auch noch das letzte freie Minütchen von Notwendigkeiten gefressen wird.

Mein Jahresprojekt „Mach Platz für Neues“ klappt als Selbstläufer erfolgreich einfach nebenher – Schrank auf, brauche ich nicht, weg damit. So lautet die Zahl des Monats Februar 173, denn 197 Teile flogen raus und 24 kamen dazu.

Um Vorsatz 2 steht es nicht so gut. „Tu dir was Gutes, solange du dich noch hast“ scheint zu egoistisch und zu hoch gegriffen. Trotzdem ich dieses Vorhaben mit Klauen und Zähnen verteidigt habe, war ich mit dem Ergebnis im Februar nicht zufrieden, überhaupt nicht zufrieden, bis ich am letzten Tag des Monats kurz entschlossen die Notbremse zog. Obwohl ich erst zur Mittagszeit los kam und es eigentlich viel zu spät für einen Tagesausflug war, fuhr ich los, in Richtung Schwäbische Alb, durch Reutlingen und Zwiefalten und immer weiter, mit dem Ziel Federsee bei Bad Buchau.
Die Kamera im Gepäck, die Wanderschuhe im Auto, warm angezogen brauchte ich zweieinhalb Stunden 😉 etwas länger als mir der Routenplaner ausgerechnet hatte. Für mich kein Wunder! Ich habe keinen Navi, verlasse mich auf mein Gedächtnis und fahre ansonsten nach dem Sonnenstand. Das bringt mich oft an unerwartete und nette Orte und deshalb bleibe ich dabei.

Am Federsee angekommen war ich zuerst einmal verblüfft. Im Stuttgarter Raum konnte man den Frühling schon sehen und  spüren, doch hier lag noch Schnee und der See war teilweise noch mit mit Eis bedeckt. Das kümmerte jedoch die Vögel wenig. Ihnen reichten die ersten Sonnenstrahlen für Frühlingsgefühle.

Für den Rundweg von 16 km Länge war ich viel zu spät dran, das Museum ist in den Wintermonaten nur an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und es war inzwischen 15.45 Uhr an einem Samstagnachmittag. Keine so guten Voraussetzungen aber davon ließ ich mich nicht beirren. Mir blieb der Steg zum See, was sich bei herrlichem Sonnenschein wirklich lohnte. Vor allem jetzt, außerhalb der Saison, war es herrlich ruhig und die wenigen Spaziergänger unterwegs verteilten sich.
Endlich entspannte Menschen um mich zu haben tat so gut!
Seele baumeln lassen auf einer der Bänke und Vögel beobachten, mehr brauchte ich erst einmal nicht.

Auf dem Steg zum Federsee

 

 

 

 

Auf den Eisflächen hinterlässt der Frühling auf der angetauten Oberfläche interessante Spuren.

 

In den schon offenen Teilen des Sees tummeln sich Blesshühner, Schwäne und Stockenten.

 

 

 

Auch Rotwild fühlt sich sicher in diesem Naturschutzgebiet. Obwohl sich einige Spaziergänger auf dem Steg bewegten, teilweise mit Hunden, ließ sich eine Gruppe Rehe nicht beim Abendessen stören.

 

Zum Schluss noch ein Eindruck vom Federseemuseum und als Erinnerungshilfe die Tafel am Eingang mit den Öffnungszeiten! Im Winter, von November bis Ende März, ist das Museum nur sonntags und an Feiertagen zu besichtigen.

 

Ein Ausflug zum Federsee lohnt sich!
Auch wenn es im März mit meinen guten Vorsätzen genau so weitergeht, wie im Februar, mir bleibt ein wunderbarer Nachmittag mit mir und meiner Kamera.

 

Fremdling im Futterhaus

oder …

Wer fliegt denn da?

Wochenende nach einer harten Woche. Ich stehe an meinem Küchenfenster, gönne mir eine Tasse Kaffee und schaue mit meinen Katern draußen den Vögeln am Futterhäuschen zu. Welch ein Kommen und Wegfliegen von Kohlmeisen und Blaumeisen!

 

Mir fällt auf, dass ich dieses Jahr noch keine Sumpfmeise zu sehen bekommen habe. Außerdem werden heute eher die Knödel im benachbarten Ast besucht. Auch gut, denke ich, so muss ich heute das Futterhaus nicht nachfüllen 😉 ! Die Flatterer fressen auch nicht alles (und somit genauso schleckig wie meine Kater)! Das letzte Futter musste ich reichlich mit Sonnenblumenkernen durchmischen, damit es gefressen wird.

Da sehe ich einen neuen Besucher am Meisenknödel. Hmm, seltsame Färbung, langer Schwanz, irgendwie schon eine Meise, aber so eine ist mir noch nicht bewusst begegnet.

 

Vogelbestimmungsbuch herausgeholt. Parkvögel von vorne nach hinten durchgeblättert und zurück. Hmm? Hmm! Hmm ähm nö doch …? Ich bin mir sicher, dass es eine Meise ist und gehe mit der Kamera nach draußen, denn ich will es wissen.
Durch mein Auftauchen sind zwar der größte Teil der Vögel schimpfend in den Baumwipfeln verschwunden, aber ich erwische trotzdem ein paar der Fremdlinge etwas genauer.

„Alien-Vogel“ links neben der Kohlmeise

 

„Aliens“ im Doppelpack

Inzwischen bin ich mir sicher – es sind Schwanzmeisen: „Meisenähnlich mit auffallend langem Schwanz. Kopf mit dunklem Überaugenstreif. … 14 cm lang, davon entfallen ca. 8 cm auf den Schwanz … “ sagt der Kosmos-Vogelführer.

Wieder was dazu gelernt!

Falls ich falsch liegen sollte hoffe ich auf Berichtigung.

Unterwegs zum Kloster Lorch #3

oder …

Eulen und mehr Federtiere in der Stauferfalknerei

Gleich neben dem Kloster liegt die Stauferfalknerei Kloster Lorch, ein Familienbetrieb, der seine Greifvögel und Falken in Flugschauen hautnah und dicht über den Köpfen erleben lässt. Dazu gibt es eine Menge an Informationen zu den Vögeln, ihren Besonderheiten und zusätzliche Erklärungen, wenn man Fragen hat.
Mir hatten es vor allem die Eulen angetan, ob mit „Ohren“, ob Uhu oder Kauz, groß oder klein – egal, obwohl die Greifvögel in ihrer Größe und mit ihren Spannweiten schon beeindruckten.
Unglücklicherweise muss ich gestehen, dass mir von all den Informationen, die uns gegeben wurden, nur Bruchstücke hängen geblieben sind.

Was ich mir merken konnte?
1. Das Maskottchen der Falknerei, ein Virginia-Uhu namens Oskar
2. Ein Zwergkauz, der sich, laut Falkner, riesig vorkommt bzw. benimmt, und auf den gewaltigen Namen Atilla hört

Daneben fallen mir zwar noch die Namen Momo, Sheila, Pedro, Paco, Shark, … ein, aber ich kann sie nicht mehr sicher zu Bussarden, Adlern, Harris Hawk, …  bzw. meinen Fotos zuordnen. Schande!

Bleiben die Bilder und die Erinnerungen an einen schönen Tag, den ich mit meiner Mutter zusammen verbringen konnte!

Virginia-Uhu Oskar

 

 

 

Attilla der „Große“ 😉

 

 

„Ich hasse Kameras!“

 

Eine sechs Wochen alte junge Eule, noch flugunfähig

 

 

 

Mehr Informationen zur Stauferfalknerei gibt es auf ihrer Homepage:
Stauferfalknerei
Einfach einmal durchklicken. Unter „Überblick“ gibt es zudem eine ganze Fotoreihe anzuschauen.

Wer piept denn da?

oder …

Katzenkino: Lovestory nach Stieglitz-Art

Seit zwei Tagen erleben meine zwei Kater Katzenkino vom feinsten. Vor dem Balkon turteln lautstark zwei Stieglitze, auch bekannt als Distelfinken. Warum sie ihre Liebeswerbung in direkter Katzennähe durchleben müssen ist mir ein Rätsel. Nicht nur meine zwei Kater verfolgen jede Flugbewegung und jedes Tönchen. Auch der Nachbarskater als Freigänger zeigt großes Interesse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer zupft denn da an meiner Wolle?

oder …

Keine Angst vor Katern und Eulen

In meinem Schlafzimmer stehend, vor mir und neben mir je ein schlafender Kater, in meiner Hand ein Telefon und am anderen Ende meine Freundin – eine typische Feierabend-/Wochenendbeschäftigung. Da rappelt es draußen auf meinem Balkon und ich traue meinen Augen nicht, als ich durch die Fenster schaue. Da sitzt der dreiste Übeltäter, der ständig dafür sorgt, dass meine Eulendeko nur noch an einem Faden hängt!!

Entlarvt! Herr Kohlmeise!!!

 

 

 

 

 

Der Bursche ließ sich absolut nicht aus der Ruhe bringen, weder von mir noch von den Katern. Er zupfte weiter. Nun habe ich meine Restwolle in den Blumenkästen verteilt, damit er meine Eulen in Ruhe lässt.
Übrigens, der Blogpost zu den Eulen mit den Links zur Anleitung habe ich hier veröffentlicht.

Neues Objektiv für die Kamera und die ersten Bilder

oder …

Was geht ab in der Tierwelt hier und vor meiner Tür

„Sollen wir ihn reinlassen?“

Lang habe ich mit einem neuen Objektiv für meine Nikon geliebäugelt und <tief durchgeatmet> nach einem Blick auf den Kontostand gekauft:
ein AF-S NIKKOR 18-55mm 1:305-5,6G
und dann
tja dann
dann sagte der „Autodoktor“ in der Werkstatt: „Mit den Reifen?!“ <Kopf kratz> <Kopf schüttel> <Stirn gerunzelt> „Nee gute Frau, das wird nichts mit Warten bis zum Winter! Die Reifen müssen wir erneuern und die Bremsen gleich mit!“
Da es sowieso nichts mehr zu verlieren gab sprach ich den Mechaniker auch noch auf meinen eigenwilligen Tacho an, der ab und zu, bzw. immer öfter, einfach die Mitarbeit verweigert und auf „0“ – sprich: Null – stehen bleibt.
Hinter meiner Stirn arbeitete schon die interne Rechenmaschine, wie ich das alles finanziert bekomme, bis diese durch Blütenstaub und anderem Dreck in der Luft nicht mehr mitmachen wollte und mein innerer Tacho auch auf Null ging.

So schlimm hatte mich seit Jahren kein Heuschnupfen mehr ausgeschaltet!

Aber egal, Geld hin oder her, das Auto kommt erst in zwei Wochen in Reparatur, dann ist es schon beinahe Monatsende und Zeit fürs neue Gehalt und jetzt freue ich mich über mein neues Objektiv. Punkt, so mache ich es!

Die ersten Bilder waren erst einmal gar nichts. Die Kamera lag ganz anders in meiner Hand und reagierte auch auf ungewohnte Weise. Ein völlig neues Fotografiergefühl!

Darf ich vorstellen – die ersten Fotos

Das Katzenkino meiner zwei Kater vor den Fenstern mit ihren Besuchern

die vorsichtige Blaumeise

 

die aufmerksame Blaumeise

 

der unerschrockene Kernbeißer

Und davor sitzt der wachsame Nachbarskater, in der Hoffnung auch einen Happen abzubekommen.