Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Unpassendes zusammenpassend bekommen

oder …

Upcycling mit Vorgaben

 

Be my Bastel-Beast (oder Punk ist nicht tot, Punk bastelt jetzt) lautete der Blogpost von fraumasulzke. Die beschriebene Idee zum Zeitvertreib hörte sich verrückt genug an um mitzumachen.

Material:

  • 1 rosa Heftumschlag
  • 1 einsame, verwaiste Socke
  • Perlen

Anleitung:

  • Keine. Macht halt was draus, was lustig, schön, praktisch oder nicht oder einfach nur Trash ist.

Anmerkungen:

  • Gibt es eine Reihe, die bei fraumasulke nachzulesen sind. Ich habe mich dran gehalten, das Bernsteinzimmer nicht verwendet und auch kein Uran.

 

 

Die Anfänge waren heiß. Die erste Idee kam nämlich beim Bügeln. Verbrannte Finger inklusive landete das Zwischenergebnis im Backofen.

Meine Anmerkungen:

  • gut lüften
  • nicht mit kleinen Kindern versuchen

Eigentlich wollte ich aus dem Heftumschlag Eierbecher herstellen und die Socke zu Warmhaltemützen umfunktionieren, die Perlen statt Bommel. Doch als ich abends aufräumte – wobei ich nie die Sachen einfach so zusammenschiebe, sondern eher zusammenlege – hatte ich plötzlich ein anderes Ergebnis vor mir liegen.

 

So kamen die Eier wieder in den Kühlschrank, um tags darauf in der Pfanne zu landen.

 

Also doch ein Monster, mit dem Blick wie Bert von den Krümelmonstern, ein Sockenmonster mit Augenbrauen wie Theo Waigel.

 

Noch voll, in den Gedanken, auf Socke eingestellt schnitzte ich das Brot zur Socke zurecht und das Ei musste irgendwie dort hinein. Mit viel Tricks klappte das auch und die Olive gab es als Perlenersatz obendrauf. Wenn schon dann richtig.

Das kreative Intermezzo war lustig, das Ei lecker. Was will ich mehr. 😀

 

Bis die Tage,

Karin

Stühle anziehen

oder …

Bestrickt zum Sitzen einladen!

 

Wer mit Katzen lebt kennt das Problem von ramponierten (Polster-)Möbeln. Mein Junior-Kater zieht seine Fäden zum Glück auf der Unterseite der Sessel im Wohnzimmer. Dafür leidet der Barhocker in der Küche mächtig. Der Kunstlederbezug erinnert durch die krallende Dauerbehandlung von der Haptik eher an Schmirgelpapier. Wer denkt, bei Leder passiert das nicht irrt. Mona, die Katze meiner Freundin, könnte ein Diplom in Krallenperforationstechnik erhalten. Abgesehen davon hat sie noch einen Sprachfehler, der die Kommunikation mit ihr nicht immer einfach macht. Aber dieser zerstört zum Glück keine Möbel, eher …, ähm, ich komme vom Thema ab.

Monas Krallen hatten trotz „Mona, lass‘ das!“ deutliche Spuren auf dem Lederbezug der Stühle meiner Freundin hinterlassen. Zum Wegwerfen oder Ersetzen zu schade wurden die Bezüge erneuert doch Mona leistete in kurzer Zeit ganze Arbeit, die Oberflächen an das Vorher anzupassen. 🙁 Katze eben. Damit vor allem die Rückenlehnen nicht so schäbig in der Landschaft stehen hatte meine Freundin die Idee, diese mit einem Strickbezug zu überziehen.

Die ersten Ergebnisse sahen schon einmal recht gut aus und das Strickwerk hat sich bewährt.

 

Überraschenderweise zieht die Katzendame ihre Krallen trotz verlockendem Fadenwerk ein. Die Bezüge sehen nach einem Jahr immer noch wie neu aus! Mona verspielt dann doch lieber Murmeln und Spielsteine.

 

 

 

 

 

 

 

Woche 2/2017

und …

Einen Goldesel könnte ich brauchen!

Die erste Schulwoche in der zweiten Kalenderwoche ist geschafft und ich bin es auch. Wenn ich bloß nicht so müde gewesen wäre hätte die Woche etwas spannender ausgesehen. Es wäre auch weniger an Arbeit liegen geblieben, die nun am Wochenende erledigt werden musste. Doch was soll’s. Hauptsache es klingelt für zwei Tage kein Wecker, die Heizung funktioniert, Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser läuft.

Im Kollegium, wie in den Klassen, blieben in der Woche etliche Plätze frei, wer anwesend war sehnte sich nach Sound of Silence inmitten des Erkältungschors. Was wurde geschnuppelt, gehustet und gekrächzt. Irgendjemand zog immer die Nase hoch oder fragte nach einem Taschentuch! Bis jetzt hat mein Immunsystem durchgehalten und ich arbeite noch fleißig am Abbau der Restbeschwerden der letzten Lungenentzündung.

Was die zweite Woche so brachte:

  • mein Vater wurde operiert und zum Glück ging alles gut. In zehn Tagen geht es weiter. Bis dahin heißt es durchhalten, ein paar schöne Momente erleben, z.B. die Fotos vom Enkel, der gerade weit, weit weg ist genießen, die Tochterkind und ich von ihm erhielten
  • Schule und viele Vertretungsstunden
  • Termine – Termine – Termine
  • den Zwölften und 12von12 nicht vergessen
  • Rechnungen ohne Ende
  • neue Bücher zur Pflanzenwelt bekommen und gekauft, eins ist über Färberpflanzen von Eberhard Prinz (Leseprobe) und richtig toll ! Ich brauche unbedingt noch eine Fläche für solche Pflanzen auf dem Schulgelände.
  • mit Kollegen und Freundin neue Ideen gesammelt, was wir im Rahmen der Schule für Verkaufsstände, wie den Weihnachtsmarkt, herstellen könnten. Wer mit SchülerInnen arbeitet muss damit früh anfangen 😉
  • meine Gesundheit pflegen mit Atemtherapie, Inhalieren und Spaziergängen – langsam scheint es zu wirken, mir geht es so viel besser, dass ich mich an erste Reiseplanungen machte
  • Reparaturen von einigen Sachschäden – Katerchen spielten „Chewie und Scotty allein zuhaus'“; so ging nicht nur ein Lampenschirm kaputt, der sich als Landeplatz nach einer Flugstunde als ungeeignet erwiesen hatte
  • meine Brille brauchte neue Brillengläser und Konstanze bekam ein neues Objektiv – das an Silvester angeschlagene KIT war nur teilweise zu reparieren
  • mag es stürmen oder schneien, Samstag ist Markttag
  • Farbe mit Tulpen in die Wohnung bringen
Erstes Foto mit dem neuen Objektiv!

In der Summe war diese Woche zwar rappelvoll, doch gänzlich unspektakulär, dafür richtig teuer und am Sonntag setzte ich noch eins drauf. Zum Glück ist das Auto voll getankt, Kühlschrank und Tiefkühler voll, ich noch satt von den Feiertagen.

Scottys Lieblingsspielzeug – leere Ampullen von den Inhalierlösungen

Richtig Spaß hatte ich bei der Reparatur eines Lampenschirms. Doch zuerst gibt es die Vorgeschichte. Freitag hatte ich morgens entdeckt, dass in meinem Schlafzimmer die Deckenlampe schräg von der Decke hing. Ohne Brille auf der Nase sah alles zu harmlos aus, um den Sachbestand als bedenklich einzustufen. Mittags empfing mich meine rappelnde Rasselbande quer durch die Wohnung tobend um dann – ey, es ist Wochenende – neckisch gemeinsam abzuliegen. Als die Fotos dazu auf meinem Rechner waren sah ich erst den Schaden! Ortsbegehung, und tatsächlich hing die Lampe nur noch am Kabel an der Decke. Ein Dübel plus Haken fehlt, ein weiterer Dübel steckt noch irgendwie im Putz der Decke. Der Lampenschirm aus dem schwedischen Möbelhaus zeigte deutliche Risse und Löcher, die für Mottenfraß zu groß erschienen. Ganz eindeutig hatte sich ein Kater als Vogel probiert oder sich eine Flugstunde geleistet. Bloß welcher? Damit sich das Reispapier nicht ganz von den Drähten löste fixierte ich alles mit etwas Masking-Tape, denn ich mag keine nackigen Glühbirnen. Das Problem wollte ich durch einen Kurzbesuch im oben genannten Möbelhaus lösen, denn eins davon liegt auf meinem Weg zum Markt. Allerdings überlegte ich es mir angesichts des Rückstaus vor der letzten Ampel, der vollen Parkplätze und dem Gewusel an Leuten drumherum, anders. Das Ding muss bis Mitte nächster Woche halten, irgendwie! Bloß erwies sich Masking-Tape nicht als wirklich zugkräftig.

Zum Glück hatte ich das Tape mit den Punkten gewählt, denn genau das führte mich zu einer Lösung. Irgendwo stand noch das Schälchen mit den Jumbo-Konfetti aus Seidenpapier, das zusammen mit einer superleckeren Schokolade in meinem DIY-Kalender 2015 am 12. Tag gesteckt hatte. Zusammen mit einem Rest Seidenpapier und Tapetenkleister, von dem ich immer etwas angerührt parat stehen habe, war der Lampenschirm wieder einsatzbereit und sogar etwas aufgehübscht. Punkte sind sowieso meine Lieblingselemente.

 

Prinz Chewbacca beim Begutachten

 

Untertan Scotty zu Chewies Füßen, aber er weiß sich zu behaupten

In Sachen Kamera und angeschlagenem Objektiv habe ich lange hin und her überlegt. Es ist ja schon das zweite KIT-Objektiv, das ich zu Schaden hab‘ kommen lassen. Die Platte mit dem kaputten Bajonett-Teilen ist nicht das Problem, die könnte mit dem intakten Teil des anderen Objektivs ausgetauscht werden. Allerdings klappert es im Gehäuse und der vordere Teil wackelt. Irgendwie funktioniert es trotzdem noch, aber eine falsche Bewegung … und ich mag nicht mehr nur mit dem Handy fotografieren. Deshalb musste, durfte, Konstanze auch neue Gläser bekommen, nicht nur ich.

Konstanzes neue Optik

Für den ersten Ausgang mit Konstanze und ihren neuen Gucker war es Samstag leider etwas spät geworden. Facetime mit Sohnemann ging vor! Aber es zeigte sich im winterlichen Dämmerlicht wie viel lichtstärker dieses Objektiv ist.

Mehr erste Bilder gibt es hier von meinem Sonntagsspaziergang und zuhause angekommen stellte ich zwischen bloggen und weiterer Reiseplanung fest, dass es ein paar halbfertige Blogposts gibt auf die ich jetzt gerne zurückgegriffen hätte.

Insgesamt käme mir momentan  in Sachen Reisen und sonstigen Wünschen ein Goldesel sehr gelegen. Mir würde auch ein ganz kleiner reichen! 😉 Aber ich weiß zu sparen und kenne mein Ziel! Als ich im September 2015 hier stand nahm ich mir vor zu diesen Inseln zu fahren und nun wird es 2017 dort hin gehen.

Eine schöne Woche wünsche ich allen und immer positiv denken!

DIY-Adventskalender #24 kleine Freuden 2016

und …

Tag 5 ist mein Tag der Kleinigkeiten

Die Idee – ein Mini-Advents“kranz“-Würfel mit Entschleunigungshilfmittel

übersetzt – ein kleiner Kerzenständer für vier kleine Kerzen und ein süßes pflanzliches Beruhigungsmittel für die Belastungen in der Vorweihnachtszeit.

Tja, hmm, gerne hätte ich ausführlich über die Herstellung berichtet. Leider hat meine Lungenentzündung nicht nur Lücken in meiner eigenen Erinnerung hinterlassen. Mir fehlen auch ALLE Bilder von der Fertigstellung meiner kleinen Freude auf meinem Rechner. Die zweite Novemberwoche hatte es wohl wirklich in sich! Trotzdem habe ich es geschafft meinen Beitrag für die 24 kleinen Freuden, wie ich es mir ergedacht hatte, auf den Weg zu bringen. (Ein paar Bilder fand ich inzwischen nach etlichen Stunden Suche im Datendschungel wieder!)

Nach meinerTeilnahme am DIY-Adventskalender 2015 mit einem Mini-Weihnachtsdorf aus Holz wollte ich dieses Jahr eigentlich mit einem anderem Werkstoff mein Tütchen bestücken. Am Ende meiner gedanklichen Entwicklungsphase stand ich dann doch wieder an der Säge und der Bohrmaschine um alte Palettenbretter neu zu verwerten, aufzuhübschen, statt zu entsorgen oder zu verheizen. Dies sind die allerletzten zwei Paletten von 21 im Frühjahr organisierten, über deren Verwertung ich vor allem hier berichtete. Aus den dicken Bohlenresten auf der Ablage entstanden dieses Jahr erst einmal eine Menge Klötze.

 

Die Anfänge

Aus den Klötzen musste reichlich Material geholt werden. Zuerst bohrte ich ein großes, tiefes Bohrloch auf der Unterseite des Klotzes. Schade um das verlorene Foto mit mir im Zentrum, inmitten von Späne stehend und vom solcher beim Bohren umweht. Nach dreißig Bohrungen stand ich wadentief in Holzspäne. 30 Teile, weil ich immer Ausschuss bei der Weiterverarbeitung einplane, für Prototypen und zum Verschenken an fleißige, geduldige HelferInnen. Höre ich da gerade jemanden „hmpf“ grunzen? 😉 An die Sache selbst lasse ich in der Regel ungern jemanden mit Hand anlegen. Aber ich empfinde den Rücken frei gehalten zu bekommen, um ohne Unterbrechung weiter arbeiten zu können, als echte Hilfe, oder wenn mir jemand beim Aufräumen einer solchen Sauerei hilft. Die ganz grobe Späne wanderte erst einmal in unseren Materialfundus und wird in Nisthilfen für Hummeln verwertet werden.

 

Noch eine benutzte Maschine, etwas zweckentfremdet angewendet, aber …

… nach zwanzig von Hand mit der Bügelsäge gesägten Hülsen für Kerzen dachte ich mir, solche Teile gibt es doch bestimmt auch fertig zu kaufen. Ausschuss eingerechnet hatte ich noch achzig vor mir zum Sägen, die dann auch noch gefeilt und geglättet werden mussten. Statt zu googeln sägte ich fleißig weiter, mit der elektrischen Dekupiersäge. Bloß keine Pause machen! Fertig werden!!!

 

Die Ausarbeitung

Staubmuster auf dem Arbeitstisch nach dem Wegräumen der fertigen Kerzenständer

 

Das Goodie

in der Nummer 5 steckt ein Keks, ein Lavendelkeks. Lavendel hat beruhigend wirkende Inhaltsstoffe, die über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, besonders gut verwertet werden. Das Rezept für diese Kekse, das ich über meine Eltern von einer Bauersfrau aus Soltau erhielt, probierte ich Anfang Oktober aus (ich habe hier kurz darüber berichtet) und etwas abgeändert. Die Zutaten blieben gleich, aber manchmal macht es die (Back-)Form, die aus dem Backwerk herausholen was in ihm steckt. In diesem Fall macht die Form sehr viel aus! Wenn Interesse besteht werde ich das Rezept posten.

 

Die Verpackung

Zuerst mussten die Kekse luftdicht verpackt werden. Zellophantüten für Gebäck lassen sich hervorragend mit einem Folienschweißgerät verpacken. Einmal probiert, gleich funktioniert!

Die Kekse fanden ihren Platz in der großen Bohrung auf der Unterseite der Kerzenständer. Statt einem Keks kann hier später eine Stumpenkerze ihren Platz finden.

 

Jetzt fehlte „nur“ noch eine Rundumverpackung, denn die Kerzen hatte ich schon längst – bestellt, geliefert, fertig. Bloß wie bekomme ich alle Einzelteile als Gebinde versandfreundlich ins Paket?

Eine Tüte? Keine Chance bei diesen Maßen!

Einpacken in Geschenkpapier? Ich habe zwar ein Depot, aber von keinem Papier genug.

Bleibt nur ein Beutel, aus Stoff, genäht, …, oder?

Leider hatte ich von der Farbe meiner Wahl nur noch genug für die ersten Versuche und den Prototyp. Mag blau nicht unbedingt weihnachtlich sein, aber von diesem Stoff hatte ich eine ausreichende Menge zuhause, musste nicht die Krankenstube verlassen, konnte einfach mit dem Nähen loslegen. Was war ich froh über meine Overlockmaschine!

Scotty, der Kontrolleur!

Ich hoffe mit meinem Beitrag Freude in den Adventsalltag der Teilnehmerinnen am DIY-Adventskalender 2016 gebracht zu haben.

Bei mir sind die Versuchsklötze Teile meiner Adventsdekoration. Es wäre zu schade gewesen diese einfach so in den Schrank zu stellen.

Jetzt habe ich den Kopf frei für meine Weihnachtskarte 2016. Aus den Ideen sind nach etlichen Versuchen zwei machbare übrig geblieben. Material habe ich eingekauft, also kann ich loslegen.

 

Einwegpaletten-Upcycling #2

und …

Möbel für den Schulgarten und Tomaten für die Schulküche

 

Das Anlegen von einem offenen, bunt blühenden Staudengarten in direkter Nachbarschaft zum eingezäunten Schulgarten, der als Nutzgarten für Gemüse und Kräuter dient, war ein Ziel meiner Schule im Schuljahr 2015/16. Viele Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 9 haben, nicht nur im Rahmen des Unterrichts, mitgeholfen. Besonders viel Einsatz zeigten die Schüler der 9. Klasse im Fach Natur und Technik, denn es fand sich eine Gruppe, die daraus noch ein Thema für ihre Projektprüfung fand.

Im Werkraum hatte die Beeteinfassung riesig ausgesehen.

 

Vorbereitungen für den Platz an dem eine Bank stehen soll.

Im Hintergrund, im Nutzgarten, war zur gleichen Zeit die andere Projekprüfungsgruppe in Sachen Garten aktiv. Sie bereiteten ein Beet für ihre selbst gezogenen Tomatenpflanzen vor. Nach dem Hacken bauten die Schülerinnen das aus den Vorjahren gerettete Tomatenspalier neu auf.

Große Freude Tage später, da die eigenen Pflanzen nicht so richtig wachsen wollten. Vom Klassenlehrer gab es eine Lieferung aus seiner Anzucht! Die Gruppe war glücklich und hatte ihren Spaß beim Pflanzen.

Die Tomaten im Beet wachsen und gedeihen, denn sie wurden selbst in den Pfingstferien von den SchülerInnen versorgt.

Im Staudengarten ging der Kampf weiter, nicht nur gegen die Pflanzen, die wir hier nicht mehr wollen – Unkraut! Daran hat sich bisher nichts geändert!!

Nach viel Hacken, Wurzeln ziehen, noch einmal Hacken kam eine Schicht Holzschnitzel mit Rindenmulch auf die Fläche auf der nichts wachsen soll.

Anfang Juni 2016 im Staudengarten

Nach dem Besuch der Gartenkommission von der Schulgarteninitiative folgte dann die Präsentation der Projektprüfungen im Schulgarten.

Alles klar!

Glückliche Jungs, die ihre Präsentation von, nach eigenen Entwürfen, selbst gebauten Möbelstücken hinter sich hatten!

Tage später grünt und blüht, wächst und gedeiht es weiter im Schul- und Staudengarten.

Tausend Dank an meine SchülerInnen, die mir die Freigabe dieser Fotos für diesen Bericht gegeben haben!!!

Von Spargelschalen zu (Spargel-)Schalen

oder …

Spargelschalen upcycling

Alle Jahre wieder packt es mich im Frühling beim Spargel schälen, wenn die Fasern mal überall kleben nur nicht im Abfallbehälter. Spargel klebt so, dass es sich einfach nur anbietet auch mit den Resten etwas anzufangen. Es begann mit Papierherstellung und 2012 probierte ich die ersten Schalen.
Jetzt, drei Jahre später, fand ich auf der Suche nach Dingen zum Wegwerfen (für mein Jahresprojekt) drei Tüten voller getrockneter Spargelschalen. Obwohl es das Zeug zurzeit frisch an jeder Spargelschälstation zu bekommen ist warf ich die Tüten nicht weg, sondern ich machte mich an die Arbeit.

200 g getrocknete Spargelschalen

 

Spargelschalen nach dem ersten Kochdurchgang

 

Papiersieb mit einem unfertigen Filzwerk

 

Spargelpülpe und Spargelpapier

 

Für Schalen bringe ich das geschöpfte Papier auf  einen Hohlkörper auf, hier Luftballons. Wer Katzen hat und im Freien arbeitet sollte die Objekte vor Fliegen schützen, …
… sonst sieht das Ergebnis schnell so aus! 😉

 

Die Trocknung braucht Zeit! Viel Zeit! Viel Geduld! Dazu sollte es ein trockener, windgeschützter Platz sein. Direkte Sonne beschleunigt die Trocknung, aber ich habe damit keine gute Erfahrung gemacht.

 

 

 

 

Das Ergebnis ist eine federleichte Schale. Außen ist die Oberfläche rauh durch die groben Fasern. Innen ist die Schale glatt und hat einen leichten Glanz, da die Fasern direkt auf der glatten Luftballonoberfläche auflagen.

 

 

 

Noch weiß ich nicht, wie ich die Schalen weiter bearbeiten werde. In einem Topf köchelt der Rest der Spargelschalen. In einem anderen probiere ich eine andere Faser aus, die sehr geruchsintensiv meine Küche verstänkert.
Inzwischen sind Ferien und das Pfingstwochenende liegt vor uns.
Frohe Pfingsten und an alle Urlauber: Gute Reise und kommt gesund zurück!

 

 

Metamorphose eines Küchenhandtuchs

oder …

Der Anfang vom Gästezimmer

Wenn sich nicht einmal meine Kater in einem Zimmer aufhalten wollen, das mal ihr Lieblingszimmer war, dann muss etwas geändert werden! Aber ich kann sie ja verstehen! Das Zimmer meines Sohnes spiegelt die Nutzung der letzten Jahre – halb entkernt und entleert zum Studium in Karlsruhe, Zwischenlager während des Praktikums in Island, Rückkehr aus Island, Auffüllen und Teilentleerung des Zwischenlagers, Studium in Karlsruhe und nun, schwupps, Rumpelkammer. Von jetzt auf nachher gab es für ihn eine Chance in Japan die Masterarbeit zu schreiben. Alles musste schnell gehen. Zimmer in Karlsruhe auflösen und nachhause karren. Flugticket, Versicherungen, Papiere, … , wusch, weg. Was nicht in die Kisten zum Einlagern hier oder in den Koffer für dort passte, blieb liegen und liegt seit einem Monat so vor sich hin.

Natürlich könnte ich einfach die Tür schließen und das Chaos dahinter ausblenden. Doch ich gehöre zu den Menschen, die zum Wohlbefinden offene Fenster und Türen brauchen und so fühle ich mich in den kalten Monaten und zur Sicherheit genug eingeschränkt. Also blieb der freie Blick ins Übel mit andauernder Aufforderung:
Tu was!

Manchmal braucht es nur einen kleinen Zünder um einen Prozess anzustoßen.

Mein Zünder war ein Geschirrtuch, dass ich irgendwann geschenkt bekam und ich einfach nicht „verlieren“ konnte, weil mir Farben wie Muster eigentlich gefielen.

Heute standen Geschirrtuch und ich dann kurzzeitig doch vor der endgültigen Trennung, als mir die Nähmaschine und eine Idee dazwischen kamen.

Zwei Knopflöcher und zwei Nähte später hatte das Geschirrtuch eine neue Funktion.

 

Voilà – aus einem Geschirrtuch ist ein Kissenbezug entstanden, der sofort einen Platz fand!

 

Da liegt das neue Kissen auf Sohnemanns entrümpelten Futon und wartet auf mehr: Kissen – Kater – Kuschelfaktor.