Ein kleiner Anzug für Mutters Handy

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So schnell geht das!

So zwischen Halbzeit und der 70. Minute im Endspiel der WM 2014 passierte zwischen Deutschland und Argentinien nichts. Kein Ball rutschte über eine Torlinie, dafür meine Leserklicks über die 100.000-Marke!!!

Na, sooo langweilig ist das Spiel nun doch nicht, oder?

Ich beschäftigte mich die Tage mit einer klitzekleinen Notwendigkeit, nachdem ich herausfand, wie meine Mutter ihr Mobiltelefon in ihre Tasche verpackt und in die tiefsten Tiefen steckt!

Alles, damit dem kleinen Teil bloß nichts passiert!

ARGH!

Ein einfaches: „Mutti, gib mir mal dein Handy. Ich will schauen, ob meine neue Handynummer eingespeichert ist!“ löste eine umfangreiche Suche im Taschendschungel meiner Mutter aus. Irgendwann hatte sie ein Taschentuchbündel in der Hand, das sie mit Bedacht und Vorsicht auswickelte – es könnte ja was kaputt gehen –  und nun wusste ich warum es immer so lange dauert bis sie an ihr Handy geht, wenn man sie unterwegs anruft! (Psst, ihr nicht verraten, ich höre mein Handy meistens ganz und gar nicht! Aber ich weiß dafür, wie man zurückruft!! :D)

Nach dem Nummerncheck verpackte meine liebe Mutter wieder sorgfältig ihr Handy und versenkte es wieder in die tiefen Taschengefilde.
Handlungsbedarf! Optimierung! Stricknadeln aktiviert und dem Handy einen Anzug verpasst, im Stil der Kindle-Schlafsäcke, nur eine gute Nummer kleiner!

Mit 20 Maschen (2 Randmaschen und 18 Maschen 2re 2li) und 46 Reihen hoch entstand das Anzügle für das kleine altengerechte Mobiltelefon meiner Mutter. Sie ist glücklich, ich zufrieden, denn das kleine Teil ist schneller parat.

Kindle-Schlafsäcke im Vergleich mit dem Handy-Anzügeleinchen

 

 

 

 

Und jetzt könnten noch zwei Tore fallen, denn ich habe 1:1 nach 120 Minuten getippt!

Wenn das Kindle schlafen geht #3

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Anleitung für einen E-Reader-Schlafsack mit „falscher“ Strickkante

Eigentlich wollte ich mit der Veröffentlichung der Anleitung im Blog warten bis ich meine fertigen E-Reader-Schlafsäcke auf DaWanda angeboten habe. Aber da ich dabei bin mich als Anbieter von DaWanda zu verabschieden (für’n Appel un‘ Ei plus Kosten und Frust lohnt nicht) mache ich lieber das, was mir Spaß macht:
Ideen ausprobieren, Dinge entstehen lassen, fotografieren, dokumentieren, schreiben und  berichten. Wenn dabei eine Anleitung rüber kommt, dann kommt sie, umsonst, for free, wie jetzt, ohne Kosten-Nutzenrechnung in der letzten Hirnwindung gemacht zu haben!

Meine E-Reader-Schlafsäcke (ich berichtete hier und hier darüber) werde ich wohl eher nicht verkaufen, schon gar nicht unter Wert.
Lieber verschenke ich sie mit Herz oder tausche sie mit Verstand.

Aber vorher kommt sie …

Die Anleitung

Material
ca. 40g Wolle Merino Superfein von Lana Grossa
das heißt 30g bis 35g in der Hauptfarbe und 10g in der Kontrastfarbe zum Ausarbeiten der Naht

Werkzeuge
Stricknadeln 3 oder 3,5 mm (ich stricke mit der Nadelstärke 3)
Häkelnadel 3 mm
dicke Sticknadel

Muster (Rippenmuster)
Randmasche, *2 Maschen rechts, 2 Maschen links*, 2 Maschen rechts, Randmasche

Anleitung
Gestrickt werden zwei Teile mit 32 Maschen im Anschlag und 75 Reihen im Rippenmuster.

Diese zwei Teile werden nun mithilfe einer Häkelnadel und einer Sticknadel so verbunden, dass die Kante hinterher wie gestrickt aussieht:

Die falsche Stricknaht

Für diese Naht wird zwischen der Randmasche und der ersten Maschen im Strickwerk eine halbe feste Masche gehäkelt.
Für den Anfang brauchen wir eine Schlaufe auf der Häkelnadel. Dazu wird die Häkelnadel zwischen der Randmasche und der ersten Masche im Strickwerk eingestochen, ein Wollfaden mit der Häkelnadel gegriffen und als Schlaufe auf die Vorderseite gezogen.

An derselben Stelle wieder mit der Häkelnadel einstechen und von der Rückseite zwei Fäden weiter wieder nach vorne führen.

Den Wollfaden mit dem Haken der Häkelnadel greifen und …

…durch die zwei Fäden auf der Häkelnadel ziehen …

… und danach auch durch die Schlaufe.

An der Stelle, wo der Häkelfaden aus dem Werkstück kommt wieder zur Rückseite zu einstechen, zwei Fäden weiter wieder nach vorne führen, den Häkelfaden greifen, durch die zwei Fäden und die Schlaufe führen. Und so weiter, … bis rundherum eine gehäkelte Schlaufenkante auf den Vorderseiten der zwei Teile entstanden ist.

ACHTUNG! Die gehäkelten Schlaufen nicht zu fest ziehen! Der E-Book-Schlafsack muss dehnbar sein!

 

 

 

 

Sind drei Seiten umhäkelt – die obere Kante hat keine Häkelkante!!! – wird mit der Sticknadel weiter gearbeitet. Ich arbeite gerne mit Teppichnadeln, da sie eine stumpfe Spitze und ein großes Nadelöhr haben.

Die Teppichnadel führe ich nun mit einem Faden unter eine Schlaufe des ersten Teils und von dort aus unter eine des zweiten Teils.

Vom zweiten Teil aus steche ich unter die nächste Schlaufe und dann wieder zurück in die Ausgangsschlaufe des ersten Teils.

Von hier aus geht es eine Schlaufe weiter und von dort aus in die Ausgangsschlaufe des anderen Teils, eine Schlaufe weiter und so weiter …

Zum Schluss, und wenn alle Fäden vernäht sind, unterscheidet sich die gehäkelte und gestickte Kante nicht von den gestrickten Flächen – eine „falsche“ Strickkante eben 😉

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Kindle-bags worldwide

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In Neuseeland angekommen!

Anfang Mai schickte ich einen Kindle-Schlafsack, wie in diesem Blogpost angekündigt, auf eine weite Reise.

Ziel: Neuseeland
Reisezeit: 16 Tage
Transportmittel: Briefpost

Angekommen! Freude gemacht!

Ok, das Foto sagt noch gar nichts darüber aus, WO mein Strickwerk gelandet ist! Deshalb hat die liebe Eva ihr E-Book samt neuer Verpackung nach draußen getragen, ihr Smartphone gezückt und es sieht tatsächlich nach Neuseeland aus, wo der Kindle-Schlafsack gelandet ist!

 

Mal ernsthaft: Der Typ streckt mir doch die Zunge raus, oder? 😀
Aber er hat ja recht. Mit einmal in die Portokasse greifen komme ich nicht nach Neuseeland, wie das E-Book-bag.

 

 

 

 

Oh, Mannomann, ich will auch dahin!
Und noch einmal nach Island, nach London, Kapstadt, New York, … , …
Dann kommt der Blick auf den Kontostand, der sagt: „Träum weiter!“

Ich träume weiter!! 🙂

Thank you Eva for taking and sharing the photos!

Wenn das Kindle schlafen geht #2

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Welcher E-Reader-Schlafsack soll es sein?

Immer noch nicht ganz zufrieden mit der Ausarbeitung und immer noch auf der Suche nach der besten Lösung für eine schöne Kante entsteht ein Schlafsack für E-Reader nach dem anderen. Inzwischen ist die Regenbogenpalette voll …  😉 und langsam bin ich zufrieden mit dem Ergebnis.

So arbeite ich inzwischen die Kanten ein wenig nach innen ein. Das klappt nicht immer optimal, aber ich will ja keine Manufaktur aufmachen 😉 auch wenn ich eventuell ein paar der Kindle-bags auf Dawanda einstellen werde.

 

In den nächsten Tagen kommt dann die Anleitung auf den Blog.

Wenn das Kindle schlafen geht #1

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Schlafsack für E-Reader

Einen E-Reader vollzupacken geht ruckzuck.
So erging es mir mit meinem ersten Gerät.
Zweites Gerät gekauft,
erstes Gerät meiner Tochter gegeben und ..
ruckzuck vollgepackt.
Sohn kommt aus den Weihnachtsferien und sagt:
„Habe jetzt auch so ein Gerät!“ und ruckzuck vollgepackt.
Seine Freundin genau so.

Aber was tun, wenn das E-Book nicht benutzt und/oder mitgenommen wird?

Alle Hüllen, die wir uns online anschauten waren entweder zu teuer, zu schickimicki, mit zu viel Schnickschnack versehen, und überhaupt nicht so unser Ding. Klar, selber machen ist die Lösung, aber es fehlt seit Monaten die zündende Idee. Eine Hülle entstand aus einem alten Filzrest, auch nur eine Übergangslösung. An einem Regal hängt noch das Fischleder aus Island, das sich für Hüllen anbieten würde. Aber wie verarbeiten?

Wir wollen es schlicht und einfach „plain“ wenn unsere Kindle schlafen gehen. Und bevor noch mehr Mützen als Hüllenersatz missbraucht und verbeult werden holte ich doch lieber den Strickkorb und die Stricknadeln heraus und strickte auf meinen Transferwegen in Spanien, von und zum Flughafen Barcelona, Verpackungen für die Geräte.

Gleichzeitig überlegte ich mir eine Bezeichnung.
Mütze, Socken, Stiefel – alles Quatsch. Elektronische Geräte haben keine Gliedmaßen (noch nicht!).
Aber wenn sie nicht genutzt werden, im Ruhemodus sind, dann ist das vergleichbar mit schlafen – also Schlaftüten oder besser Schlafsäcke!

Der grüne „Schlafsck“ entstand bei der Anreise, der rote bei der Rückreise. Unklar war mir anfangs jedoch wie ich die Kanten verbinde und gestalte.
Ich entschied mich diese mit einer Kontrastfarbe zu arbeiten.

 

 

Der grüne Kindle-Schlafsack ruht inzwischen in Japan bei meinem Sohn. Der rote geht die nächsten Tage auf die Reise nach Neuseeland, zur Freundin meines Sohnes.

Jetzt fehlen noch weitere Exemplare: für mich, meine Tochter, für …. und vielleicht stelle ich auch noch eine Anleitung auf den Blog.

Ein Schal für die kühlen Stunden im Frühling

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Wieder ein Strickwerk, einfach glatt hoch!

Da ist er, der frisch gestrickte Schal in meiner Lieblingsfarbe, grün! Er ist ein luftig lockeres Leichtgewicht mit gerade einmal 50 g und das bei einer stattlichen Länge von 210 cm und 40 cm Breite.

 

Das Material, ein Mohairgarn, wandert schon seit Dezember 2008 von einem Strickkorb in den anderen. Ursprünglich hatte ich vor kleine Quadrate ins Strickwerk einzuarbeiten um meine Seidenreste verarbeiten zu können. Später sollte es mit einem Ajourmuster verarbeitet werden.

Doch immer wenn ich das Garn anschaute dachte ich mir: Viel zu schön für ein Muster oder mit anderen Farben/Materialien verstrickt zu werden.

Also, wieder einmal, wie meine letzten beiden Pullover, glatt rechts hoch!
Langweilig!
Stimmt!
Aber dieses langweilige Nadelklappern lohnt sich!!

Ich garantiere ein langes Tragen, wenn mit guten Materialien gearbeitet wurde und einem die Farbe wirklich gefällt :-)!

Da kann nichts aus der Mode kommen und das Material entfaltet seine ganz eigene Wirkung!

Mit 6er Nadeln verstrickt entstand aus dem Mohairgarn nun ein leicht transparentes Strickwerk. Der Schal wirkt so nicht winterlich und auch optisch leicht.

 

 

 

Durch die relativ große Nadelstärke für das feine Material haben die Mohairfasern Platz sich aufzuplustern. Das ist jedoch nicht unbedingt jedermanns Sache! Mancheine/r empfindet das als kratzend!

Was ich als Vorteil von dem einfachen Strickmuster – glatt rechts bzw. eine Reihe rechte Maschen, eine Reihe linke Maschen – empfand, war der sich nach links rollende Rand. Diese Eigenheit verträgt sich gut mit dem leichten Material. Der Schal rollt sich wie zu einem Schlauch und lässt sich leicht um den Hals legen.

Gutes Mohairgarn ist nicht günstig, aber es lohnt sich! Wer beim Einkauf auf die Banderole schaut wird erkennen, dass die Lauflänge oft deutlich höher ist, als z.B. bei Wolle. Meine 50 g haben vor fünf Jahren 12 Euro gekostet.

Strickwerk einfach glatt hoch #1

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Einen neuen Pullover braucht die Frau :D

Nicht nur ein Pullover ging mir in den letzten Wochen über die Nadel. Allerdings brachte ich keinen Bericht darüber zusammen damit er gepostet werden konnte.
Jetzt ist wieder ein Pullover fertig geworden und bevor er die ersten Fäden zieht (dank meiner zwei Kater) oder die ersten Fussel bildet kommt der Bereicht jetzt.

Da liegt er nun, hübsch zusammengelegt, der zweite Pullover des Jahres 2014! Naturfarben, schlicht, ohne Schnickschnack, keine Experimente, keine Muster (bis auf die Kanten) – einfach glatt hoch gestrickt, einschließlich der Ärmel.

 

Das Material habe ich vor einem Jahr selbst gesponnen und ist ein herrliches Gemisch aus Islandwolle und Seide.

 

Ursprünglich wollte ich einen zweifarbigen Pullover stricken und mir dazu auch Gotlandwolle besorgt. Nur ließ sich die Gotlandwolle nicht so leicht verspinnen wie das Gemisch aus der Islandwolle. So zäh, wie das Garn durch die Spule lief verging mir beim Spinnen einfach die Laune und da motivierte mich auch nicht mehr der herrlich schimmernde dunkle Grauton zur Weiterarbeit.

links Gotlandwolle, rechts Islandwolle mit Seide

Also blieb es bei den 500g gesponnener und gezwirnter Islandwolle, aus der was werden sollte. Bloß was? Ein Pullover für Pulloverfrau Karin, klar! Aber, wie wo was welches Muster? Musterbücher gewälzt, *Pröbchen gestrickt, Pröbchen aufgeribbelt*, von * bis * ein paar Mal wiederholt um zuguterletzt genauso zu verfahren, wie bei meinem ersten Pullover dieses Jahres – kein Muster, damit das Material zur Wirkung kommen kann.

Bei diesem Pullover strickte ich die Ärmel direkt an, so dass ich am Ende nur zwei Teile hatte, die zusammengenäht werden mussten.

Bis auf die Bündchen und den Halsausschnitt strickte ich nur glatt rechts.

Das Ergebnis ist ein Kurzpullover, der sowohl zu Hosen und Röcken getragen werden kann. Mit seinen knapp 350g ist der Pullover ein Leichtgewicht und trotzdem herrlich warm.

 

Leider habe ich wieder einmal nur per Schmierzettel auf einem Briefumschlag meine Anleitung dokumentiert. Diesen kann ich niemandem zum Nacharbeiten anbieten, aber ein paar Details daraus.

Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 6
Anschlag 74 Maschen
Bündchen mit 4 M re und 4 M li – 5 Reihen
65 Reihen glatt rechts
Ärmelzunahme beidseitig alle zwei Reihen 1 M, 1 M, 2 M, 4 M, 8 M, 16 M, 36 M
34 Reihen glatt rechts
abketten

Alle Nähte schließen. Dabei für den Kopf eine Öffnung lassen, oder vorher einen Abschluss einarbeiten (habe ich auch wieder nicht genau dokumentiert, außer dass rechts und links 94 Maschen abgenommen werden müssen).
An den Ärmeln Maschen aufnehmen, die teilbar durch 8 sind und 5 Reihen im Bündchenmuster stricken und abketten.

Noch ein Möbiusschal – Strickwerk 2013 #2.xx

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Ein Erinnerungsstück aus Island

Island, Land der Schafe und der Wolle. Da konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir doch ein wenig Léttlopi. Dieses Garn besteht aus reiner isländischer Wolle (Lopi) und ist in seiner schnörkellosen einfachen Art wunderschön. Aus den vielen angebotenen Farben wählte ich mir zwei Farben, passend zu den Moosen der Landschaft, aus.

Da liegt er nun, der Erinnerungs-Island-Möbius-Schal:

aus Léttlopi –

herrlich warm am Hals, aber nichts für kratzempfindliche Menschen – und hilft mir dabei die allererste Herbsterkältung des Jahres loszuwerden.

Ich denke, diesen Schal werde ich  auf jeden Fall behalten und er fügt sich zur Palette der restlichen Schals ganz gut ein.

 

 

Wer den Schal nachstricken möchte:

2 Knäuel Léttlopi (kann man online bestellen)
1 Rundstricknadel Nadelstärke 4,5 mit mindestens 1m Schnur

Nach einem Anschlag mit 170 Maschen ergeben sich mit den Zwischenmaschen insgesamt 340 Maschen auf der Rundstricknadel.
Für alle meine Möbiusschals benutzte ich bisher ein Rippenmuster (3-4 Runden rechts, 3-4 Runden links) und zwei Farben.

Eine genaue Anleitung findet ihr hier, mit dem Link zu dem Video von eliZZZa, von der diese Art des Strickens eines Möbiusschals kommt.

Warme Füße für nackte Stuhlbeine & Fingerwerk aus der Strickfilzstube

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1. Akt – Stuhlstiefelchen aus Alpaka in zwei Variationen und fast identischem Ergebnis

Das Grundprinzip des Strickfilzens ist:

  • stricken
  • ab in die Waschmaschine
  • noch feucht in Form ziehen oder über eine Form stülpen
  • trocknen lassen

Dabei ist zu beachten, dass das Strickwerk beim Waschen in der Waschmaschine schrumpft, in der Länge mehr als in der Breite.
Zudem hängt der Schrumpffaktor noch davon ab wie voll die Waschmaschine ist, oder was in der Maschine mitgewaschen wird, welche Temperatur gewählt wurde und welches Waschmittel. Somit ist Strickfilzen nie langweilig und immer für eine Überraschung gut. Diese Erfahrung machte ich schon bei meiner Kameratasche, über deren Herstellung ich hier berichtete.

Wie im letzten Post angekündigt verwendete ich als Strickgrundlage eine Anleitung von Harpa, die ich modifizierte. Zudem verwendete ich nicht die in Island übliche Lopi-Wolle. Von diesem Garn aus ungesponnener Wolle habe ich mir zwar einiges aus Island mitgebracht, aber daraus mache ich mir später was anderes. Ich verarbeite einen Knäuel Alpakagarn, das seit Jahren einsam im Strickkorb lag und ungenutzt immer nach unten rutschte.

Gestrickt habe ich mit einem Nadelspiel der Stärke 3 mit 32 Anfangsmaschen und zwei Varianten ausprobiert:

  • links: glatt rechts gestrickt so dass ein Rollrand entstand
  • rechts: mit einem kleinen Bündchen am Anfang

 

 

Damit die Strümpfe / Socken / Stiefel beim Waschen in der Waschmaschine nicht zu sehr zusammenschrumpeln packte ich in alle Teile ein Stück von übriggebliebener Noppenfolie hinein. Das war wirklich eine gute Entscheidung. Genauso gut wie das Verpacken der Socken in ein Wäschenetz!

Denn, nach dem Waschbad bei 50°C in einer vollen Waschtrommel, zusammen mit Jeans, T-Shirts und Handtüchern passte das Ergebnis eher in meine Filzkieselsammlung als an die vorgesehenen Stuhlbeine!

Sofort nach dem Waschen müssen die noch feuchten Stuhlstiefelchen von der Folie befreit, mit Schmackes auseinandergezupft und am besten direkt über dem Stuhlbein in Form gezogen werden.

Zum Trocknen sollten die Stiefelchen jedoch wieder vorsichtig abgezogen werden, am besten liegend auf einer luftdurchlässigen Unterlage.

Nach gut 10 Stunden sind die Strickfilzstiefelchen fertig für ihren Einsatz auf meinen Stühlen.

 

Eine Anleitung mit einer Bilddatei.jpg gibt es unter diesem Link.

Ach ja, so nebenbei bemerkt: das ist Strickwerk 2013 #6