Freestyle-Sterne aus alten Kistenbrettern

oder …

Wer hat’s erfunden?

Schon sehr seltsam wenn man mitten in vorweihnachtlichen Geschenkvorbereitungen eine Zeitschrift aufschlägt, und – uups – seinen Augen nicht traut. So geschehen in der letzten Schulwoche!
Nachdem ich mir die Augen kräftig gerieben hatte packte ich die Zeitschrift ein und selbige im Unterricht aus, um damit meine Schüler zu überzeugen wie aktuell ihre Sägearbeit ist.

Holzsterne!!
Da sich das zu altbacken anhört, nenne ich diese freihand auf das Material gezeichneten Sterne „Freestyle-Sterne“. Kurz vor Weihnachten packe ich diese Laubsägearbeit in die letzten Stunden vor den Ferien, seit Jahren, in diversen Variationen. Aus einer Linie einen fünfzackigen Stern zu zeichnen macht immer Spaß und mit der Laubsäge sägen alle gerne. Daneben kann ich etliche Kistenbretter oder andere Reste an Sperrholz sinnvoll verwerten.
Sind die Schüler zu schnell beim Sägen lasse ich sie im Stern noch einen zweiten zeichnen und aussägen. Falls die Sterne vor Weihnachten nicht fertig werden, wie auch dieses Jahr wieder mit einer Gruppe, kann man den Schülern glaubhaft machen, dass Sterne das ganze Jahr über leuchten 😉

Ich hatte dieses Jahr parallel zu meinen Schülern auch Sterne gesägt um sie in meine Weihnachtpäckchen zu packen und nun … finde ich beim blättern … grummel, grummel, grummel … . Egal, ich habe meine Sterne fertig gestellt.

 

Zur Herstellung:

Zeichnen (KEINE Schablonen verwenden, freihand zeichnen!!!), sägen, schleifen, bohren, Bohrloch beidseitig senken, anmalen (vorzugsweise wetterfest), Faden zum aufhängen rein, verknoten und fertig!

 

 

 

 

 

So lief es auch dieses Jahr und dann DAS in der Ausgabe 1/2014 (Januar/Februar) der LandLust!

 

Anfangs fand ich die Tatsache Sterne wie meine in einer Zeitschrift zu finden ganz nett, später regte ich mich darüber auf und inzwischen finde ich es wieder ganz nett und denke mir: OK.
Nach über dreißig Jahren Schuldienst schwappt die eine oder andere Idee von mir nicht nur irgendwann, irgendwie, irgendwohin, sondern trägt Blüten. Schön!

Weihnachtskarten – Edition 2013

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Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.

Sternenregen

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Stars on the line

Pünktlich zum 1. Advent kümmerte sich meine Klasse um die Weihnachtsdekoration im Schulhaus.

Erste wichtige Aufgabe:

Die Sternenketten an die Decke des Treppenaufgangs in unserem Schulgebäude anbringen! Und da hängen sie wieder!

 

Letztes Jahr hatten meine Schüler noch Unterstützung von Schülern meiner letzten Klasse gehabt – eine Generation gibt ihre Erfahrungen an die nächste weiter. Dieses Jahr waren sie auf sich selbst gestellt und mussten sich erinnern, wer was wann und wie gemacht hat. Oh meine Nerven! 😀

Wie in den letzten 15 Jahren pendeln, drehen und bewegen sie sich wieder, viele Sterne, im Luftzug eines geöffneten Fensters oder dem Rückenwind stürmender Schülerscharen.

 

Was man dazu benötigt?

  • Etwas Geometrie zum Zeichnen eines Sterns mit sechs Zacken. Diesen habe ich im Fotokopierer in zwei weitere Größen verkleinert kopiert.
  • Laminierfolie um die Kopien einzuschweißen. Daraus werden die Schablonen für die Sterne geschnitten. Bei einer Klasse mit 22 Schülern reichen sechs Schablonen.
  • Plakatpapier und Plakatkarton in verschiedenen Grau- und Silbertönen.
  • Bleistift zum Umfahren/Aufzeichnen der Schablonen.
  • Scheren.
  • Viele fleißige Hände zum Ausschneiden. Vielen Dank auch an Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung!
  • Eine Nähmaschine mit weißem Ober- und Unterfaden. Damit werden die Sterne in unterschiedlicher Anzahl hintereinander zusammen genäht.
  • Büroklammern zum Aufhängen.
  • Leitern
  • In Deckennähe gespannte Drahtseile.
  • Und, unverzichtbar, eine Schiebehilfe, zum Beispiel eine Teleskopstange.

 

Beim Aufhängen und Nähen blieb keine Zeit um Fotos zu schießen. So wie wir neue Sternenketten genäht hatten wurden sie aufgehängt und neue produziert:

„Ey, wir brauchen noch ein Fünfer!“,
„Alter, was hast du da gemacht? Kannst du nicht bis acht zählen? Das sieht doch Sch… aus!“
„Frau Brinker, schicken Sie den Paul (Name geändert) weg! Boah, der macht nur Stress.“
„Was guckst du? Hol ’nen Dreier, aber flott.“

Zum Schluss hängte diese Gruppe noch eine Reihe kurzer Sternenketten ans Ende des Flurbereichs, der zur Schulleitung führt.

Im Klassenzimmer wurde parallel an der Fensterdekoration gefaltet und der Pappweihnachtsbaum von IKEA aufgebaut, wobei sogar Weihnachtslieder gesungen wurden!!! Unaufgefordert!

Und tatsächlich arbeitete der/die eine oder andere zur Abwechslung doch tatsächlich am Tagesplan für die Schule weiter 😉
Der Rest wäre ja auch Hausaufgabe gewesen – wie lästig!

 

Was mich all die Jahre immer wieder freut ist die Tatsache, dass die Sterne tatsächlich zum allergrößten Teil hängen bleiben. Neue Schüler meinen zwar immer wieder, wie auch dieses Jahr: „Das hängt nicht lange!“ doch Schüler Alis derbe Antwort: „Verp… dich, Alter!“ setzte deutlich Maßstäbe. Wenn Schüler aktiv beim Gestalten mithelfen achten sie auch auf ihr Werk.

Kerzenhalter in Sternform falten #2

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Ich habe meinen Bloggeburtstag um genau einen Monat verpennt!!!

Heute ist es genau ein Jahr und einen Monat her, dass ich meinen ersten Blog auf Blogspot veröffentlicht habe. Lange hatte ich überlegt: Soll ich? Lasse ich es bleiben? Wo fange ich an?
So bin ich bei Blogspot gelandet. Und ich habe es nicht bereut.
Mal ganz abgesehen wie oft Fadenspiel und Fingerwerk in diesem Jahr angeklickt wurde (aktuell steht es bei 7278 Klicks), es ist auch für mich inzwischen ein Nachschlagewerk. Leute, wo ist das Jahr geblieben?

Darauf zünden wir ein Lichtlein an – in einem etwas modifiziertem Kerzenhalter, auch wieder von Antje Vagt entwickelt und mit einer PDF-Anleitung auf der Internetseite http://www.vagt-origami.de/unsereModelle.html zum Download unter Teelichthalter Stern Annelie.

Der Vorteil dieses  Teelichthalters ist, dass mit der kleinen Sechseckgrundform ein auch von der Höhe passender Stern für ein normales Teelicht mit Ø 3,7 cm gefaltet werden kann. Details zur Größe und Konstruktion der Sechsecke habe ich hier schon beschrieben.

Was in der Anleitung zu diesem Teelichthalter fehlt ist die Beschreibung der Ausgangsform.

Antje Vagt gibt als Grundfaltung die Basisfaltung A von A. Kasahara an. Mit ein wenig Probieren kam ich allerdings auf das Prinzip.

 

 

Die anderen drei Bilder der ersten Anleitungsseite ließen sich danach leicht nacharbeiten.

Die sechs Anleitungsbilder der zweiten Seite waren dann schon schwerer verständlich. Um von Bild 1 bis Bild 4 dieser Seite zu kommen helfen vielleicht diese zwei Bilder aus meiner Faltproduktion.

 

Alle weiteren Anleitungsschritte waren schlüssig und problemlos nachzuarbeiten.

Doch auch bei diesem Kerzenhalter lohnt es sich mit stärkerem Papier zu falten. Origamipapier ist viel zu dünn, wie auch das normale Druckerpapier mit 80g/m2. Das Papier sollte mindestens 100 wenn nicht 120g/m2 als Papierqualität haben.

Inzwischen hat mein Blog 7281 Klicks und auf meiner Maploco-Karte ist ein ganz besonderes gelbes Pünktchen für mich zu sehen …

 

… zu dem ich jetzt hinüberwinke!

Kerzenhalter in Sternform falten #1

oder …

Es werde Licht in diesen länger werdenden Nächten

 

Die Idee für diesen Teelichthalter in Sternform kommt von Antje Vagt, die zum Falten eine recht detaillierte Anleitung als PDF zum Download auf ihrer Internetseite: vagt-origami.de zur Verfügung stellt.

Grundlage für diese Kerzenhalter sind ein fertig geschnittenes Sechseck.
Mit einem Zirkel lässt sich das schnell konstruieren.

Für die normalen Teelichter, Ø 3,7cm, stellt man den Zirkel auf einen Radius von 8,7 cm ein. Für die großen Teelichter mit einem Ø von ca. 5,5 cm verwendete ich nach der Anleitung von Antje Vagt 11,5cm Radius für den Zirkel.

Um es mir für weitere Teelichthalterungen einfacher zu machen stellte ich mir zwei Schablonen aus Karton her, die ich dann nur noch auf dem geeignetem Papier auflegen und mit Bleistift umfahren muss, bevor ich sie mit einem scharfen Messer ausschneide.

Als Papier zum Falten eignet sich Origamipapier nicht. Auch das normale Druckerpapier mit 80g/m2 ist nicht optimal. Der Schwabe würde sagen, dass das Ganze „zu lommelig“ wird. Die besten Ergebnisse erzielte ich mit einer Papierqualität von –> 120g/m2.

Wichtig ist absolut exakt zu schneiden und zu falten. Das stärkere Papier „verzeiht“ keine Unregelmäßigkeiten.

Bis zu Bild 8 klappte das Falten ohne Probleme mit der PDF-Anleitung.

Bei Bild 9 hatte ich trotz dem Foto daneben erst einmal ein Verständnisproblem. Doch einmal angefangen die Spitzen in Richtung Mitte zu falten ließen sich die Falzlinien problemlos in die richtige Form arbeiten. Bei mir sah es dann so aus …

 

 

… bis ich dann die Form von Bild 10 vor mir liegen hatte. Leider ist das entsprechende Foto dazu nichts geworden.

Bild 11, mit den nach außen zu faltenden Spitzen, war dann wieder leichter verständlich.

Doch Bild 12 und 13 der Anleitung hatten es wieder in sich. Deshalb versuchte ich dazu wieder ein paar erklärende Fotos.

 

 

Die aufrecht stehenden Dreiecke müssen nun noch scharf nach rechts und links gefaltet werden, damit das Teelicht hinterher schön gehalten wird.

Fazit:
Mit der kleineren Variante für die normalen Teelichter bin ich nicht so zufrieden. Die Teelichter „versinken“ irgendwie in der Sternform. Zwischen der Aluminiumkante der Kerzen und der Oberkante der gefalteten Sterne liegen ca. 1 cm .
Bei den Sternen für die großen Teelichter passt dafür alles und ich versuchte nun rotes Papier.

Und ich habe eine Idee für meine Weihnachtskarten-Edition 2012!