Spannung im Katzenkino

und …

Eichhörnchen im Futterhaus

Ich gehöre zu den Ganzjahres-Vogelfütterinnen und ganz besonders seit diesem Jahr. Den Grund schilderte ich im Wochenbericht 32 (Link). Im selben Blogpost berichtete ich zudem von dem Eichhörnchen, das das Vogelhaus von oben leer futtert. Jetzt habe ich von ihm doch tatsächlich mit der Kamera ein Beweisfoto festhalten können, zwar nicht beim Öffnen dafür beim „Auslöffeln“, Futtern und Flüchten. 😀

Katerchen hatte mich aufmerksam gemacht, aufgeregt am Katzenkino-Fenster sitzend.

Eigentlich beobachtet er am liebsten die Büsche. In ihnen ist ständig Bewegung durch eine Horde von Haus- und Feldsperlingen. Es rappelt und zappelt und flattert und wusch sind sie weg. Ist ja auch ein lecker Plätzchen für den Nachtisch!

 

Weil ich mich mit dem Auffüllen der Futterstellen verspätet hatte versuchte sich der Eichelhäher, notgedrungen, an der Spatzenstation, die der Buntspecht am unteren Ende nun beinahe vollständig zerhackt hat. Es herrscht Einsturzgefahr. Demnächst fällt der Boden ab und die Birke vor meinem Küchenfenster muss wohl auch gefällt werden, bevor sie beim nächsten Sturm von alleine fällt.

 

Vielen Dank für’s Schauen und bis die Tage,

Karin

Fünfzehn Fakten über mich und den Sommerurlaub

oder …

Die Magie von Inseln und dem Norden

 

In der Gegend in der ich aufwuchs konnte sich fast keiner einen Sommerurlaub leisten. Die Siedlung war, wie viele andere Stadtteile, Anfang der 1960er Jahre für all die Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der späteren DDR aus dem Boden gestampft worden. In erster Linie bemühten sich die Familien sich ein neues Leben aufzubauen; da war kein Geld für Urlaubsreisen übrig. Man hatte für die Sommermonate eine Dauerkarte für das Schwimmbad, füllte morgens eine Sprudelflasche mit kaltem Tee, Mutter schmierte ein paar Brote und dann machte sich die (Kinder-)Kolonne auf den Weg zur Abkühlung.

Höhepunkte waren eine Bahnfahrt zum Blühenden Barock mit seinem Märchengarten rund um Schloss Ludwigsburg, oder ein Besuch der Wilhelma, dem Zoo in Stuttgart.

Luxustage, wenn der Vater über das Wochenende den Firmenwagen privat nutzen durfte und wir in den Schwarzwald, auf die Schwäbische Alb oder an den Bodensee fahren konnten.

Irgendwann war „Adria“ das Zauberwort. Wie sich das anhörte: „Ahh.driii.ahhh!“ – hach! So klingt Sonne, Meer, Eis. Noch ein Seufzer. Der erste Wohnwagen stand an der Straße und wir vergaßen beinahe unseren Weg in Richtung kühles Bad: „Mann, die fahr’n an die Adria!“.  Ich durfte dafür zu meinen Großeltern nach Leutenbach, auf der anderen Seite von Stuttgart!

1 Urlaub bei Oma

Wir waren fünf Enkelkinder, doch vor allem mein Cousin und ich entwickelten eine Art Oma-Tourismus. Jeder von uns beiden buchte Oma für zwei Wochen in den Sommerferien und Oma machte mit. Opa auch, was bei seinem etwas schwierigem Charakter selbst über die Jahre nach seinem Ableben noch verwundert.

Von meiner Großmutter lernte ich, dass Urlaub auch einfach ein paar Stunden weg von zuhause sein kann, dass Qualität und nicht die Quantität entscheidet. Von ihrem Beispiel aus entwickelte ich eine ähnliche Tendenz zu Handtaschen mit einer Grundausstattung für alles. Wie sonst konnte mein Sohn, Jahre später, an einem griechischen Sandstrand auf die Idee kommen mich zu fragen, ob ich denn zufällig eine Rolle Tesafilm dabei hätte. Hatte ich zwar „ausnahmsweise“ 😀 nicht, aber er fand den 3 mm Holzbohrer und das angebrochene Tütchen Zucker zusammen mit ein paar Büroklammern, der Schraube und dem Stück Kreide in meinem Mäppchen-Sammelsurium als Alternative super.

Mit Oma Herta gab es Besuche in der Backstube von einer Bäckerei, die noch selber Einback und Zwieback herstellte. Mit Oma wanderte ich, wenn Opa aus dem Haus war, durch die Landschaft um Tiere, Vögel, Insekten zu beobachten. Wir sammelten Blumen, flochten Kränze, sammelten Beeren, Kräuter, Früchte. Und wenn das Wetter nicht so mitmachte gingen wir in die Wilhelma in Stuttgart oder Oma saß an der Nähmaschine, ich daneben sitzend, mit Stoffresten und Garnen spielend, nebenbei häkeln, stricken und nähen lernend.

2 Österreich – Salzburger Land

Der erste richtige Sommerurlaub führte meine Familie ins Salzburger Land.

Mein Vater hatte Überstunden bis zum Abwinken gemacht, um uns diesen Urlaub zu ermöglichen. Wir lebten so sparsam in diesen Tagen, dass das Geld am Ende noch für den Urlaub im nächsten Jahr reichte. Es schreckte uns auch nicht das unbeständige Wetter, meist waren es verregnete Tage im August, der Zeit der Handwerkerferien. Doch im Rückblick finde ich, dass meine Eltern ein gutes Händchen in der Wahl ihrer Quartiere dort hatten. Urlaub auf dem Bauernhof auf der Höhe einer Zwischenalm war das Beste, was mir und meinem Bruder als Kinder angeboten werden konnte. OK, mir bekam gesundheitlich die Höhenluft nicht so gut, aber das drumherum war einfach nur genial natürlich schön. Abends nicht einschlafen zu können weil von draußen keine Autogeräusche zu hören waren, sondern nur das Rauschen von Bäumen im Wind, dem Gurgeln und Gluckern vom Bach, ab und an das Muhen einer Kuh, das Bimmeln der Kuhglocken, … war anfangs ein Problem für mich und meinen Bruder als Stadtkinder.

Doch der Blick morgens auf die Berge vom Bett aus – überwältigend.

Ganz viele Jahre später war Österreich durch den Tauchsport meines Sohns wieder eine Adresse. Vor allem an den Plansee ging es häufig und ich konnte in dem Funkloch dort herrlich gut abschalten!

Plansee Juli 2008

3 England

Am Ende von meinem zweiten Jahr Englisch an der Schule stellte meine damalige Klassenlehrerin uns Schülern eine pen-pal-Aktion vor. Das hörte sich Anfang der 70er-Jahre schon mächtig reizvoll an, richtig exotisch, die Chance sich mit anderen Schülern weltweit in Brieffreundschaften schriftlich austauschen zu können. Klar machte ich mit und erzählte meinem Onkel davon, bzw. ich holte mir mit meinem begrenzten Wortschatz in Englisch Hilfe bei ihm als Englischlehrer. Er führte seit seiner Studenzeit auch eine Brieffreundschaft mit einer englischen Familie, mit der er Zeit seines Lebens auch Kontakt hielt. Über diesen Weg erhielt ich neben den Adressen aus Australien, Norwegen, Indonesien, Südafrika und Pakistan auch Kontakt zu einer Brieffreundin im Süden Londons. Die Kontakte hielten teilweise bis über meine Realschulzeit hinaus, zwei dieser Brieffreundinnen lernte ich dann auch direkt kennen. So kam ich mit 15 zu meinem ersten Flug, der mich zu Jane aus Coulsdon in England führte. Voll cool! Vor allem ihre Eltern, der älteste Bruder und ihre Freundinnen 😉 !

Bis zu diesem Besuch war mir britischer Humor völlig unbekannt (klar, als 15-jähriger) . Ich durfte ihn hautnah in realen Situationen kennenlernen und erleben, zum Beispiel als wir unterwegs nach Eastbourne mit dem Auto liegen blieben. Das Auto war ein Vorkriegsmodell, mit ganz viel Holz in der Innenverkleidung bzw. -ausstattung. Es fuhr selbst in guten Momenten vielleicht 80 km/h und hatte so seine Probleme bei Steigungen. Auf halber Höhe von den Hügeln dampfte es unter der Motorhaube hervor und man musste an den Randstreifen zum Abkühlen anhalten. Bei einem dieser vielen Zwischenstopps gab es dann mal eine zarte Anfrage von der Gastmutter, ob es nicht doch mal an der Zeit für eine neues Auto wäre. Gastvaters Antwort:

„An old pal doesn’t need a new machine!“, machte die Motorhaube auf, spuckte einmal auf den Motor, Deckel zu und das Auto fuhr, „an old car doesn’t need a mechanic!“

 

Später wurde England Familienland, da mein Bruder dort seine Familie gründete. Meine Kinder lernten so spielend Englisch bei Besuchen und Urlauben, leider meine Nichten und Neffen kein Deutsch. London und die Gegend rund um Torquay in Devon, ließ sich mit oder ohne cream tea and scones immer genießen.

 

 

4 Österreich – Kärnten

Endlich ein Badeurlaub!! Meine Freundin und ich hatten uns so sehr einen Urlaub am Meer gewünscht und wir hatten alles versucht umd unsere Eltern zu solch einer Unternehmung zu überreden. Keine Chance. Wieder keine Adria, aber auch keine Aussicht an Nord- oder Ostsee. Unsere Eltern wollten in den Bergen wandern. Tja, da war Kreativität und eigenes Handeln angesagt. Wir gingen zu zweit ins Reisebüro und ließen uns beraten, holten Angebote ein – das ging auch ohne Internet – und schafften unsere Eltern von der gefundenen Alternative zu überzeugen. Wir fuhren gemeinsam nach Seeboden am Millstätter See in Kärnten. So hatten wir Mädels den Badeurlaub und abends die Disco, der Rest der Familie konnte sich in den Bergen tummeln.

 

5 Dänemark, Norwegen und Schweden – Interrail

Meine Liebe zu Skandinavien entwickelte sich mit meinen ersten eigenen Büchern, die zum größten Teil ihre Schauplätze im Norden hatten und es spielten immer wieder auch Tiere, vor allem Vögel, eine Rolle. Da kam mir das Angebot der Bahn zum halben Preis durch Deutschland fahren zu können und sonst durch ganz Europa (und Marokko) kostenlos sehr gelegen. So fuhr ich mit meinem Bruder und einer Studienkollegin kreuz und quer durch Skandinavien, was sich als schwieriger herausstellte als gedacht. Die Bahnstrecken in Norwegen bilden kein Netz sondern eher einen Stern, alle Linien führen irgendwie wieder zurück nach Oslo oder Trondheim. Doch ich konnte meine andere, damalige, Brieffreundin, Tone, im Süden Norwegens treffen.

Mich überwältige die Natur, die Fjorde, die Leere, das Meer und ich wusste, dorthin fahre ich wieder. Doch vorher, mussten wir wieder heim, allerdings mit Umweg. Da wir noch zwei Tage auf dem Interrail-Ticket übrig hatten stiegen mein Bruder und ich in Kopenhagen in das Zugabteil nach Paris und nicht nach Stuttgart.

6 Frankreich

Zu Fuß durch Paris, weil meinem Bruder und mir das Geld fast ausgegangen war:

Gare du Nord – Gare de l’Est (Rucksäcke ins Schließfach) – Le Centre de Pompidou – Notre Dame – Place de la Concorde – Tour Eiffel – Sacre Coeur – Gare de l’Est (Rucksäcke abgeholt) und ab in den Zug nachhause. Es war ein toller Tag, an den ich mich gerne zurück erinnere.

Mit der nächsten Reise begann meine Liste an Rundreisen, denn es ging von der Normandie aus, immer schön der Küste entlang, bis kurz vor Bayonne zuerst in die Pyrenäen. Dort bestätigte sich wieder wie wenig ich mit Höhenluft zurecht komme. Nach dem dritten Pass ging es mir so schlecht, dass Andorra links rechts liegen gelassen wurde. In Südfrankreich angekommen war die Küste so überlaufen, dass es mit Saintes-Maries-de-la-Mer auch nichts wurde, trotzdem schön im Hinterland, denn wir kamen immer wieder.

Bretagne Juli 1979

7 Italien

Südtirol war das Hauptziel von meinen eigenen Schullandheimaufenthalten. Die Toskana musste natürlich auch mal sein, doch richtig herrlich war Sizilien im Herbst 2016, weniger schön die mitgebrachte Lungenentzündung.

Landschaft bei Montalcino, Ostern 1984

8 Sylt

Nach den erfolgreichen Kärnten-Urlauben versuchten meine Freundin und ich die Eltern nun von der Nordsee zu überzeugen. Ich hatte Erfolg, allerdings durch unerwartete Mithilfe. Mein Vater hatte bei Gesprächen mit einem Kunden über Urlaub und Urlaubspläne gesprochen, Erfahrungen ausgetauscht, konträre Familienwünsche beklagt und hatte irgendwann nicht nur eine Urlaubsadresse abends mit nachhause gebracht, sondern schon dort angerufen. OK, es war nicht Föhr, Amrum oder Sylt, sondern nur Büsum, aber an der Nordsee! Leider ohne Freundin und ihrer Familie, die fuhr wieder nach Kärnten.

Büsum blieb für meine Eltern lange das liebste Reiseziel und später übernahm mein Großvater diese Ferienadresse. Mich zog es aber noch weiter in den Norden.

Die ganz große Liebe, die durch die Familie vom Vater meiner Kinder entstand, ist und bleibt Sylt. Hier erholte ich mich nach der Geburt meiner Tochter um Kraft zu tanken! Hier verbrachten wir auch den ersten Familienurlaub mit schwerkrankem Kind, weitere Urlaube dort sollten folgen und später verbrachte ich meine Herbstferien dort.

Sylt Weststrand Oktober 2008

9 Schweden und seine Inseln

Öland Neptuns Äcker 1982

10 Kreta

Durch meine Freundin aus Studententagen kam ich nach Kreta. Ganz spontan hatten wir beiden unsere Kinder und etwas Gepäck eingepackt und flogen mit einem Billigflieger los. Verspätet gestartet ging im Flugzeug der Proviant aus. Er reichte nur für die Passagiere in den ersten Reihen und ich sehe noch, wie meine Freundin entrüstet aufstand und der Stewardess die letzte Dose Bier aus der Hand riss – die tranken wir dann bei Sonnenaufgang, als wir völlig übermüdet im Süden Kretas angekommen waren und uns beinahe mit der Machete durch Gestrüpp zu ihrem Häuschen durcharbeitet hatten. Auch nach Kreta kamen wir nicht nur einmal, doch am schönsten ist und bleibt der Süden.

Chania Juli 2001

11 Spanien – Costa Brava

Und zwischendurch geht es immer wieder zum Seele baumeln lassen zu meiner anderen Freundin, die seit ihrer Pensionierung in Spanien, an der Costa Brava, lebt.

Tossa de Mar 2015

 

Dem Kind zuliebe auch mal Urlaub alles inklusive. Hat was, wenn man sich um fast gar nichts, außer dem Tauchgerödel, kümmern muss. Zudem machte es großen Spaß zusammen mit den anderen tauchenden Vereinsmitgliedern unterwegs zu sein. So kam ich auch in Länder in die ich als überzeugte Alleinreisende sonst nicht reisen würde, wie …

12 Kuba und

Kuba, Juni 2005

13 Ägypten

Abseits von den ganz großen Touristenhochburgen Hurghada und Sharm-el-Sheik sieht die Welt schon ein wenig anders aus und tagsüber auf dem Boot ging es auch die Hitze zu ertragen. Absoluter Höhepunkt wurde jedoch ein Ausflug nach Jordanien zum Weltkulturerbe Petra.

Schlucht vor Petra, Jordanien, Mai 2012

14 Adria 😀

Endlich, bloß nicht wieder und dann doch noch einmal – Tauchurlaub für den Sohn, Schnorcheln für mich. OK, ich war nur in Kroatien, genauer in Istrien, aber nee, nur nett und nicht mein Ding. Nun stelle ich auch noch fest über die letzte Reise dorthin, 2014, nicht gebloggt zu haben.

Amphitheater in Pula, Istrien 2014

15 Island

Was soll ich dazu sagen 😉 – ich werde wieder dorthin fahren. Ganz sicher. Noch sind nicht alle Bilder von der Reise in diesem Jahr gesichtet und sortiert. Kommt noch. Hier und hier gibt es Berichte der letzten Reisen.

 

Mehr Geschichten über den Sommerurlaub gibt es bei Astrid!

Bis die Tage.

Ferienende 2016

und …

Urlaub zuhause und gerade deshalb voll erholt, entspannt und zufrieden!

Sechseinhalb Wochen unterrichtsfreie Zeit sind vorüber und ich habe mein Pflichtprogramm tatsächlich erfüllt, nebenbei den Schulgarten beinahe täglich versorgt, und auch mein ausbaufähiges Zusatzprogramm nicht übersehen! 😉

Ich habe meine Flügel ausgebreitet …

und mir drei von fünf UNESCO-Welterbestätten in Baden-Württemberg angeschaut …

  • Kloster Maulbronn
  • Die Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben
  • Die Klosterinsel Reichenau

Wenn mir nicht nach viel Autofahrt war ging es einfach „nur“ in den Naturpark Schönbuch um die Ecke.

 

Zusatzprogramm

Über das Entstehen all dieser Dinge habe ich nur teilweise gebloggt, manches hat es nicht auf diesen Post geschafft, aber es waren Ferien ;-). Vielleicht erzähle ich noch die eine oder andere Entstehungsgeschichte.

Allen Arbeits- und Schulanfängern wünsche ich alles Gute!

 

Ferien zuhause

und …

Balkonien 2016, ein Fazit zur Zwei-Drittel-Zeit und ein Liebstöckelpesto zum Reinlegen!

Ferien und Urlaub zuhause in den Sommerferien? Nee, nä? Du bleibst echt zuhause? … ? … ? …. ? DU?

JA!

Die Entscheidung, Ende Juli, alle Pläne für den Sommerurlaub zu streichen war gut. Es wäre jedoch gescheit gewesen, trotz meiner Daueranwesenheit während der Schulferien, einen Dienstplan für den Schulgarten zu organisieren. So schaute in den vergangenen vier Wochen nur ein Kollege ein Mal vorbei. Schade eigentlich. Denn gerade jetzt reift einiges an Gemüse und Kräutern, vor allem die Zucchini! Viele habe ich verschenkt, aber inzwischen möchte keiner mehr mit einer beglückt werden. Die Blüten kommen bei mir jetzt gleich in den Topf und die drei/vier Früchte, die noch im Beet liegen reifen zu Monstern heran. (Ich werde von der Ernte berichten!)

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Von einer anderen Ernte habe ich jetzt im zweiten Anlauf ein richtig leckeres Ergebnis auf’s Brot bekommen. Aus dem etwas zu dicht bepflanzten Kräuterbeet quollen regelrecht Rucola, Gartenmelde, Kapuzinerkresse, Salbei und Liebstöckel. Andere Kräuter in dem Beet hatten da wenig Chance auf Licht und Überleben. Da half nur Rückschnitt, Ernte (der Salbei hängt zum Trocknen auf dem Dachboden) und was leckeres daraus machen. 😀 Eine Kollegin hatte mir vor den Sommerferien erzählt, dass sie ein superleckeres Pesto aus Liebstöckel gegessen hätte. Nach solch einem Rezept recherchierte ich, probierte es aus und ließ es Testessen. Alle waren vom Versuch 1 begeistert, nur ich nicht. Kein Wunder, Liebstöckel gehört als Kraut nicht zu meinen Favoriten. Aber Versuch 2 hat mich überzeugt, denn es zählt Klasse statt Masse! Strünke und Stiele weglassen garantiert ein leckeres Aroma und verhindert ein Zuviel an strenger Würze. Auch verzichtete ich auf den im Rezept angegebenen Knoblauch. Ich fand die Kombination von Maggi-Aroma und Knofi nicht lecker. Es ist als ob zwei dominante Stinker gegeneinander antreten und keiner zu richtig zu Potte kommt. Weniger Zutaten sind manchmal von Vorteil und so auch hier!

Liebstöckelpesto oder Pesto aus Maggikraut

Zutaten:

  • 65 g Liebstöckelblätter
  • 65 g gehackte Mandeln
  • 65 g frisch geriebenen Parmesan
  • 1/2 gehackte Zwiebel
  • ca. 100 g Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

  • Die Liebstöckelblätter mit dem Olivenöl fein pürieren.
  • Die Zwiebel dazugeben und den Pfeffer nach Geschmack.
  • In die Liebstöckel-Zwiebel-Öl-Masse die Mandeln geben und weiter pürieren.
  • Den geriebenen Parmesan unterheben.
  • Salzen nach Geschmack.

Jetzt fehlt nur noch ein Stück frisches Brot!

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Was ich sonst in meinen Ferien mache? Ich gestalte meine Ferien, wie ich es mir Ende Juli verordnet hatte. Eine perfekte Umsetzung sieht anders aus, doch ich bin mit dem Ergebnis bisher zufrieden:

Pflichtprogramm

  • Entspannung und fünfe gerade sein lassen – klappt gut
  • ein paar Wochen raus aus der Fremdtaktung und in den Biorhythmus wechseln – klappt auch – 7:30 Uhr ist meine Aufwachzeit
  • das linke Handgelenk fit machen – ich trainiere und gehe weiterhin zwei Mal die Woche zur Ergotherapie
  • nur zwei „Äh-bäh-Termine“ in der Woche zulassen, naja, drei sind auch noch ok 😉 – hmm, im Schnitt kommt’s hin
  • einen richtigen Tagesausflug in jeder Ferienwoche = sechs Mal fort – Nachholbedarf, ein halber Tagesausflug fehlt – demnächst nachzulesen auf meinem zweiten Blog hier und fort

Zusatzprogramm

  • Aufbrauchen der Wollreste – klappt super!!! – Ich werde darüber berichten.
  • meinen Dawanda-Shop befüllen – der erste Teil ist drin und nur einen Klick weiter zu sehen.
  • filzen mit oder ohne Katzenhaar – 🙁
  • Papier schöpfen, aus was auch immer, Hauptsache aus Naturmaterial – die Roh-Masse steht fertig im Kühlschrank
  • nähen – etliche Quiltprojekte dümpeln in meinem Kopf, auf Papier und in Kisten herum – 🙁
  • zeichnen – ein büschen 😉
  • LESEN! – Oh Mann! Wo ist das Buch bei dem ich nicht schon nach dem ersten Kapitel denke: Gute Frau/guter Mann, Deine Probleme brauche ich nicht auch noch! Es ist mir ein Rätsel, wie ich als Mega-Viel-Leserin im letzten Jahr zu einer Buch-Anlese-Weglegerin mutiert bin! Rund um mein Bett stapeln sich halb gelesene Bücher … zum regelmäßigen Abstauben statt Weiterlesen … und ich frage mich: „Hallo Frau Be, was geht da ab?“.

 

Doch noch liegen zwei Wochen Ferien vor mir, die genutzt werden können.

Ferienprogramm etc.

und …

Urlaub auf Balkonien und in der Region

 

Endlich beginnen Ende Juli auch in Ba-Wü die Schulferien! Wieder ein Jahr geschafft, mein 38. als Lehrerin, acht liegen noch vor mir. Den Stundenplan für das nächste Schuljahr habe ich schon. Auf der neuen Klassenliste stehen sechs neue SchülerInnen. Ich packte beides, Plan wie Liste, beiseite. Wer weiß, ob diese Informationen in sechs Wochen noch aktuell sind?

Nicht mehr aktuell sind meine Urlaubspläne. Für den Sommer 2016 hatte ich geplant mit meinem Auto nach Irland zu fahren. Drei Wochen fort mit meinem alten Ford. Nachdem ich Monate am Reiseweg gebrütet hatte kam mein Armbruch im März dazwischen und ein langer Weg der Heilung und Rekonvaleszenz. Es wurde Mai und ich flog zu meiner Freundin, die seit Jahren an der Costa Brava lebt. (Zwei Berichte stehen auf hier und fort, meinem neuen Reise- und Fotoblog: Bericht 1 und Bericht 2). Den Mietwagen ließ ich in dieser Woche meist stehen, nutzte unter anderem die Mitfahrangebote von Freunden meiner Freundin oder bewegte mich, wie zuhause, zu Fuß voran. Im Juni ging es mit der Beweglichkeit meines Handgelenks anfangs, mithilfe der Ergotherapeutin, richtig flott voran, um dann in den Zwei-Schritte-vor-einen-zurück-Modus überzugehen.

Keine gute Aussicht für mein Vorhaben Roadtrip nach und durch Irland im Sommer 2016.

Keine gute Idee gesundheitlich angeschlagen drei- bis viertausend Kilometer zu fahren, allein auf mich gestellt. Doch so leicht gab ich nicht auf.

Die Alternative Flug direkt nach Irland und dort einen Mietwagen buchen war eine Option, wenn, ja wenn, mein linker Arm, bzw. das zu mobilisierende Handgelenk mitmacht, um, in Rechtslenkerland, mit links schalten zu können. Ich setzte mir ein Ziel: Wenn ich bis Mitte Juli den Riegel vom Garagentor mit der linken Hand  geöffnet bekomme, werden die Planungen im August realisiert. Zwei Wochen bewegt, gedehnt, massiert, trainiert und gerade einmal 5° mehr an Bewegungswinkel im Handgelenk mobilisiert. Mir fielen keine passenden Flüche mehr ein! Die Irland-Reise wurde vertagt (und hoffentlich nicht in die Kategorie Wunschdenken verschoben!).  Bevor ich in ein mit Kübeln von vergossenen Frusttränen gefülltes oh-wie-ist-das-traurig-Loch fallen konnte leitete ich alle Planungskapazitäten um, in die Gestaltung …

Sommerferien 2016 zuhause!

 

Pflichtprogramm

  • Entspannung und fünfe gerade sein lassen
  • ein paar Wochen raus aus der Fremdtaktung und in den Biorhythmus wechseln
  • das linke Handgelenk fit machen
  • nur zwei „Äh-bäh-Termine“ in der Woche zulassen, naja, drei sind auch noch ok 😉
  • einen richtigen Tagesausflug in jeder Ferienwoche = sechs Mal fort, mit Bus oder Bahn oder Ford (das Wortspiel „mit dem Ford fort“zufahren kennen wohl eher diejenigen um meinen Jahrgang, +/- 1958. Es war ein Lieblingslied meiner Oma, Heinz Erhardts „Fährt der alte Lord fort“.  Die Sommertage bei ihr sind mir unvergesslich. Sie weckte, als Schneiderin, in mir meine Leidenschaft für Handarbeiten. Aber genausogut gab es bei ihr ganz spontane Ausflüge, Wanderungen, oder Umwege, um Pause vom Alltag zu machen. Wenn Oma anfing zu singen waren wir wieder auf Tour, toll, und der alte Lord war immer mit dabei. Manchmal fährt meine Oma, wenn ich, statt nachhause in die andere Richtung spontan unterwegs bin, immer noch mit mir mit: „Wenn er dann so flitzt, lacht er ganz verschmitzt!“)

Alles zusammen garniert mit etwas Sport, Plantschen im Thermalbad, Freunde treffen und einer Stunde mehr Schlaf lässt es sich gut zuhause erholen.

Zusatzprogramm

  • Aufbrauchen der Wollreste – eigentlich wollte ich sie alle abgeben; der Plastiksack stand schon bereit. Statt in den Sack landeten die ersten Knäuel auf der Nadel.
  • meinen Dawanda-Shop befüllen – Ware hätte ich, aber es fehlte bisher einfach die Zeit sie zu fotografieren und online zu stellen
  • filzen mit oder ohne Katzenhaar
  • Papier schöpfen, aus was auch immer, Hauptsache aus Naturmaterial
  • nähen – etliche Quiltprojekte dümpeln in meinem Kopf, auf Papier und in Kisten herum
  • zeichnen
  • LESEN!

… die Liste ist noch lange nicht zuende und ich schließe sie jetzt lieber, bevor ich mich irgendwie dann doch verpflichtet fühle und im Erfüllungsnotstand lande. 😉

 

Im Moment ist erst einmal unterrichtsfreie Zeit. Das entspannte Aufstehen ohne Wecker, abgesehen von den Forderungen der hungrigen Kater (ja, wieder im Plural!), steigert die Lebensqualität enorm. Gemütliches Teetrinken am Morgen, ein wenig lesen, Radio hören, und es ist egal wann ich mit den Aufräumarbeiten in meinen Fachräumen in der Schule weiter mache. Kein Zeitfenster, keine Taktung, ich entscheide.

Während eine Kollegin in der Schulküche für Ordnung sorgte, schliff ein Kollege die Patina des Schuljahres und der Projektwoche von den Werkbänken. Ich kümmerte mich um den Zeichenraum und organisierte in den Tonraum der Schule eine Gartenabteilung, wo endlich unsere Produkte aus dem Schulgarten übersichtlich in einem gespendeten Regal gelagert werden können.

Leider beinhaltete die Regalspende keine Haken und Ösen, bzw. keine Befestigungsstifte, und kein Kreuz zum Stabilisieren. Ein Ausflug zum schwedischen Möbelhaus war nötig und dann wurde doch improvisiert. Das Kreuz gab es zu einem Euro, die Stifte auch, aus dem Automaten, immer nur ein Vierpäckchen nach dem anderen. Ich zählte im Gedanken die Regalbretter und stoppte nach dem vierten Euro: Ich wollte keinen Klassensatz an Getränkegutscheinen!! Ich brauchte Stifte! Und ich benötigte einen Rechnungsbeleg!

Zurück in der Schule baute ich mit dem Materialeinkauf das Grundregal auf: Drei Holme, vier Bretter und das Stabilisierungskreuz. Danach zählte ich die restlichen Bretter durch und machte mich auf die Suche nach Rundstäben im Materiallager. Recht schnell traf ich auf einen Restbestand an Rundstäben aus V2A Stahl, die letzten Reste von denen die ich vor Jahrzehnten aus der Restekiste einer Kinderwagenfabrik hatte mitnehmen dürfen. Rostfreier Edelstahl. Cool, aber zum Sägen von Hand, selbst mit einer großen Bügelsäge, schweißtreibend. Nach dem zweiten Stift, in echter Handarbeit gefertigt, ging ich noch einmal im Gedanken die Menge an Bretter durch, multiplizierte mit vier und fand die Menge an benötigten Stiften mehr als demotivierend. Edelstahl <argh>! Die Rettung nahte mit meinem Kollegen:

  • „Magst Du die Flex ausprobieren?“
  • „Flex? Wir haben eine Flex? Nee, oder? Seit wann?“
  • „Du hast sie doch mit ausgesucht!“
  • „Echt? Wann? Egal! WO IST DAS TEIL?“ – ich halt, wie immer, unverändert vergesslich
  • „Schau mal in den Werkzeugschrank.“
  • „Boah, ey, cool. Ganz neu. Und wie funktioniert das Teil?“ – ich halt, betriebsanleitungsresistent an der Maschine drehend, drückend, schraubend, …

Während Kollege in der Anleitung las hatte ich mittels „learning by doing“ die Trennscheibe draufmontiert bekommen und losgelegt … 😀 😀 😀

Fehlte nur noch der Spritzschutz für den Funkenflug, an den ich in meinem Hype – wie toll und schnell geht das denn – erinnert werden musste.

 

Keine Stunde später hatte ich meine erste Ladung Stifte, geflext, gefeilt und entgratet (beides wieder echte Handarbeit), fertig zum weiteren Aufbau und Einräumen des Geschenk-Regals. Allerdings fehlen uns jetzt weitere breite Bretter.

Hier finden alle nicht auf dem Schulfest verkauften Marmeladen, Gelees, Tees, Kräutersalze usw. ein Lager, um bis zum Weihnachtsmarkt in Böblingen (23.11.2016 bis 27.11.2016 am Unteren See) weiter aufgestockt zu werden. Super verkauft hatten wir jetzt beim Fest den Holundersirup! Wir haben noch ein paar Flaschen übrig! 😀

 

Seit gestern kann ich den Riegel vom Garagentor öffnen! Schon einmal ein Handgelenk knirschen gehört und gefühlt – uhhh!

Hauptsache Ferien.

 

An, in und unter den Linden

oder …

Lindenblüten – duftende Helfer

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Es blühen die Linden! Was für ein Duft!

So riecht für mich der Beginn des Sommers – Lindenblütenduft!

Erst kommt er von der Sommerlinde, dann legt die Winterlinde nach. Jetzt ist es an der Zeit um diesen Duft einzufangen und für die Erkältungszeit im Winter zu präparieren. Ende Juni, Anfang Juli ist ein optimaler Zeitpunkt um Lindenblüten zu ernten und zu trocknen. Lindenblütentee ist schweißtreibend und lindert Atemwegsbeschwerden bei Erkältungen.

In meiner direkten Umgebung stehen einige Linden, von denen ich sonst immer meinen Wintervorrat schneide. Was war ich verblüfft, dass sie dieses Jahr in erreichbarer Höhe schon „abgeerntet“ waren, bis ich dazu kam. Auf der Suche nach neuen Erntestellen erlebte ich die nächste Überraschung – die Menge an Linden in meiner Stadt, vor allem entlang den Hauptverkehrsstraßen, war mir bisher nicht aufgefallen. Allerdings macht es wenig Sinn Blüten für Tees von Bäumen so dicht an den Straßen zu ernten, da Linden mit ihrer Fähigkeit optimal Luft filtern zu können, Schadstoffe entsprechend gut speichern. Nachdem ich lange nach DER idealen Linde gesucht hatte, sie fand und meine Lindenblüten geerntet und getrocknet habe, entdeckte ich heute tatsächlich eine noch bessere Quelle! Direkt auf dem Schulhof, fernab einer Straße, … , und ich dachte, ich weiß was auf unserem Schulgelände wächst!

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Der erste Schwung an Lindenblüten ist nach der Ernte …

 

… frisch getrocknet schon in der Teeschüssel gelandet!

 

Lindenblütentee lindert nicht nur im Winter eine Erkältung, er ist auch hilfreich bei Auswirkungen des deutschen Sommers!

Rosenkekse

oder …

Rosen über Rosen #2

Deutschland stöhnt vor Hitze! Ganz Deutschland? Nein! Da gibt es noch ein paar Verrückte, die jetzt endlich tagsüber auf Betriebstemperatur kommen und abends um 10 Uhr sich was zum Überziehen suchen – Menschen wie ich!

Da ist der Nachbar, der seinen Grill auf dem Balkon anschmeißt, obwohl die Sonne gegen 7 Uhr abends noch voll drauf scheint. Ich rufe beim Vorbeigehen mal kurz hoch: „Na, Ihnen scheint es noch nicht warm genug zu sein?“ Zurück kommt ein zweifaches „JA!“. Kein Echo, nein. Zwei Antworten von zwei Balkonen! 😀

Und ich werfe bei für mich angenehmen Außentemperaturen meinen Backofen an:

  • zum einen habe ich ein unangenehmes, lästiges Kratzen im Hals und die Ohren schmerzen (ich hasse Klimaanlagen, wenn sie so kühl eingestellt sind, dass ich mir beim Betreten mancher Geschäfte eine Jacke mit Kapuze wünsche!)
  • zum anderen um zu testen, ob mein Rosenzucker, den ich vor zwei Wochen angesetzt hatte, auch gelungen ist.

Ich backe Kekse  – Rosenkekse

Dazu brauche ich einen Mürbeteig und ich entscheide mich bei den sommerlichen Temperaturen für die Variante ohne Ei:

  • 300 g Mehl (es geht eigentlich jede Sorte – ich nahm Weizenmehl 550)
  • 200 g Margarine oder Butter (heute war es eine Sojamargarine)

und

  • 80 – 100 g Zucker (für Rosenkekse nahm ich den Rosenzucker)
  • 1 Prise Salz

Anmerkung:
Wenn ich einen salzigen Mürbeteig brauche ersetze ich bei diesem Rezept den Zucker mit 1 – 2 Teelöffel Salz.

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander verkneten. Wenn es schnell gehen soll nehme ich dazu die Rührmaschine mit Knethaken. Doch viel lieber knete ich Mürbeteig zuerst mit der Gabel und dann mit der Hand. Irgendwie wird der Teig dadurch feiner, meine ich.
Ist eine glatte Kugel entstanden kommt der Teig abgedeckt für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Das Kneten mit dem Rosenzucker war ein Traum! Dieser Duft und dazu die leicht rosa-violette Farbe. Ein Fest für die Sinne!

Da mein blütenförmiger Ausstecher nicht zu finden war musste zum Ausstechen ein Schnapsglas her. Doch vorher wurde der Teig auf einer bemehlten Oberfläche dünn ausgerollt.
Die ausgestochenen Plätzchen kamen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und für ca. 12 Minuten in den Backofen, der auf 175°C vorgeheizt war.

In der Zwischenzeit stellte ich aus Puderzucker und Rosenwasser (aus eigener Produktion) eine Glasur für die Kekse her, die sofort nach dem Backen mit einem Backpinsel auf die Kekse gestrichen werden muss.

 

Zum Auskühlen kamen die Plätzchen auf ein Gitter und ich streute noch ein wenig Rosenzucker auf die noch nicht feste Glasur.

 

Es war verflixt schwer abzuwarten, bis die Plätzchen kalt genug zum probieren waren, verflixt schwer 🙂

Wie sie schmecken?

Lecker!

Echte Sommerkekse. Den Geschmack als den von Rosen zu erkennen ist schwierig, aber die Plätzchen haben ein feines Aroma nach … ? … , wir rätseln noch.

Das Rezept für Rosenzucker folgt.

Lavendelernte 2013

oder …

Eigentlich wollte ich Koffer packen

Im Frühjahr hatte ich für meinen Lavendel den Zeitpunkt verpasst ihn zu schneiden und nun hatte ich auch noch verpasst die Blüten kurz vor dem ersten Aufblühen zu ernten. Das hatte ich schon vor einer Woche entdeckt, als ich frühmorgens – es war sehr früh – auf meinem Balkon stand um Fixpunkte aus meinem wummernden Zahnschmerz heraus zu finden.

Inzwischen ist es der Montag danach und ich hoffe doch sehr, dass der Notdienst mich von dem *do dong do dong …* rechts oben im Kiefer befreit hat!
Zumindest habe ich jetzt schmerzfrei den abgeblühten Lavendel vor dem herannahendem Gewitterregen geerntet bevor er weiter in meinem „Garten“ zum Vermodern kommt.
Schade nur, so spät im Jahr geschnitten wird der Lavendel keine zweite Blüte entwickeln können mit deren Schnitt ich meine Herbstdekoration normalerweise gestalte.

 

Diese Lavendelernte steht nun ohne weitere Dekoration in einer rechteckigen Vase. Eigentlich wollte ich an den Rändern der Vase noch Weizen- und Gerstengarben dazu stecken, die ich neben abgeernteten Feldern gesehen hatte. Nun kam ein Schwung Regen dazwischen – keine Ernte – der Lavendel bleibt also solo.

 

 

 

 

 

Ach ja, und Koffer packen kann ich ja noch morgen, übermorgen, … 😉

Blumen an die Fenster

oder …

Ostern ist vorbei und eine neue Deko muss her

 

Voller Enthusiasmus, dass es doch langsam Frühling werden muss, hatte ich vor Ostern in meinem Klassenzimmer meine alte Tulpendeko an die Fenster geklebt.

Sie schienen mir passend zu den Vögeln, die ich mit meiner Klasse gebastelt und aufgehängt hatte (ich berichtete hier darüber).

Tja, die Tulpen! Eigentlich sind sie beinahe schon ein Relikt an meiner Schule. Ursprünglich waren es einmal ca. 50 Stück, die wir in der Osterzeit im ganzen Schulhaus auf den Fenstern verteilten. Stabil aus Wellpappe geschnitten und geklebt, zusätzlich auf der Rückseite mit stabilem Papier kaschiert wanderten sie nach Ostern in die Schuldekokiste um auf die nächste Saison zu warten. Nun sind nur noch 12 Stück übrig.

 

Ob ich sie noch einmal aufhängen werde weiß ich nicht. Aber noch finde ich sie zu schade für die Tonne.

Trotzdem, Ostern ist vorbei. Und auch wenn das Wetter durch seine niedrigen Tempraturen die echten Tulpen am Sprießen hinderte – in meinem Zwergengarten blüht auch jetzt noch keine einzige – war mir der Sinn nach einer Neudekoration. Denn ich hatte eine Idee aus Island mitgebracht, eine von vielen, von sehr sehr vielen.

Die Idee kam mir im Cafe Loki, wo ich mich mit meinem Sohn und seiner Freundin zu einem isländischem Imbiss getroffen hatte. An den Fenstern hingen zur Dekoration gehäkelte Blütenrosetten einer isländischen Textildesignerin.

 

Übrigens, ich hatte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gefragt! Das gehört sich so. Nur leider habe ich den Namen der Designerin nicht richtig verstanden. Schade.

Auf jeden Fall inspirierten mich diese stilisierten Blüten und es entstanden in den letzten Tagen drei Prototypen: Mohnblumen und Pusteblume. Dazu sollten es dann noch Löwenzahn in gelb und orange geben.

 

Material:

  • Transparentpapier / Drachenpapier
  • Kopierpapier in verschiedenen Farben
  • dickes Wollgarn oder dicke Schnur in grün
  • Musterklammern, vorzugsweise mit rundem Kopf
  • Tesafilm

 

Werkzeuge:

  • Bleistift
  • Schere
  • runde Formen (Teller, Gläser) als Schablone

 

Für jede Blüte werden vier unterschiedlich große Kreisformen benötigt. Die drei großen Kreise werden mithilfe der Teller- oder Glasschablonen auf Transparentpapier gezeichnet und ausgeschnitten. In der Mitte jeder Blüte sitzt der kleinste Kreis. Dieser wird aus dem Kopierpapier hergestellt.

Die vier Kreise aufeinander legen und in der Mitte mit der Schere durchbohren. Dabei die Schere soweit durch die Papierkreise schieben, dass eine Musterklammer durch diesen Schlitz passt.

 

 

 

 

Die zwei Klammern der Musterklammer auf der Rückseite vorsichtig umbiegen. Vorsichtig, weil das Transparentpapier schnell reißt. Bei meinen Prototypen verwendete ich Musterklammern mit einem flachen, rechteckigem Kopf. Die gehen zwar auch, doch finde ich die Klammern mit den runden Köpfen für diese Arbeit schöner.

Von der Schnur soviel abschneiden, dass man einen Stiel in der gewünschten Länge erhält. Ein Ende wird unter die umgebogenen Klammern der Musterklammer geschoben …

 

… und mit einem Streifen Tesafilm fixiert. Das andere Ende des Stiels hängt später lose nach unten.

Damit die Pusteblume ihren fedrigen Charakter erhält werden die drei Kreise aus Transparentpapier mit der Schere an den Rändern eingeschnitten.

 

 

 

 

So hängen die ersten Sommerblumen im Klassenzimmer, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig Einzug genommen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papiervögel …

oder …

ein Klassiker zur Fensterdekoration

Unterwegs um eine Häkelnadel zu besorgen sah ich diese Fenstervögel in einem Schaufenster. Wieder zuhause legte ich die Nadel samt Wolle beiseite und holte stattdessen das Schneidemesser und den Packen Papier wieder hervor. Diese Vögel gehen wirklich ruckzuck.

Für den Körper zeichnete ich mir zuerst eine Schablone. Mit dieser schnitt ich aus dickerem Papier zwei Mal den Vogelkörper aus. Das macht den Vogel hinterher stabiler.

Nicht zu vergessen ist der Ausschnitt in der Vogelmitte (15 mm breit und ca. 1,5 mm hoch) in den später die Flügel eingesetzt werden.

Für die Flügel wird ein normales Schreibmaschinenpapier (Din A4) von der Schmalseite aus gefaltet. Um dieses zu erleichtern „zeichnete“ ich die Faltkanten im Abstand von 15 mm mit einem Falzbein vor.

 

Nach dem Falten das Bündel einmal kräftig in der Mitte knicken. So verrutscht es später nicht im Vogelkörper.

Nun einen dünnen Faden, ich verwendete einen Nylonfaden, in den Vogelkörper fädeln.

Das gefaltete Papier in die Aussparung schieben und den Vogel an das Fenster hängen.