Unterwegs um Material zum Spinnen zu finden

oder …

Endlich Frühling im Ländle

Wer bei solch schönem Wetter wie heute die Chance hatte raus in die Natur zu fahren wurde richtig belohnt! Ich war unterwegs nach Seebronn bei Rottenburg um mir neues Material zum Spinnen zu kaufen. Etwas abgelegen, Richtung Wurmlingen, liegt der Heuberger Hof bzw. das Lager von Seehawer und Siebert. Dort kann mittwochs zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr gestöbert werden – so schön!
Online verkaufen sie nur an Wiederverkäufer und Schulen, doch an diesen Nachmittagen wird nicht nach einem Ausweis gefragt. Mir lag heute der Sinn nach edleren Fasern, wie Kaschmir, Seide, Kamelhaar oder noch exotischerem Material, wie Yak.

Toll fand ich die Möglichkeit an gefärbtem Kammzug aus Merinowolle und Seide soviel abzupfen zu dürfen, wie man möchte oder braucht.

Und ich bekam alle Naturmaterialien und Chemikalien zum Beizen, die ich zum Pflanzenfärben von Wolle und Seide brauche. Nachdem ich die Tage wieder meine alten Unterlagen zum Färben gefunden hatte möchte ich es doch wieder einmal probieren.

Glücklicherweise muss bar vor Ort bezahlt werden und der nächste Bankautomat ist weit weit weg! 😀
Da ich kurz vorher noch mein Auto betankt hatte (günstige Tankstelle – also tanken!) war der Geldbeutelinhalt überschaubar. Keine Chance für einen ausufernden Kaufrausch! Zumal sich herausstellte, dass mein vor ca. einem Jahr entdeckter Lieblingswollladen gerade mal eine Ortschaft weiter ist.
Um nicht noch in Versuchung zu kommen, dort auch noch vorbeizufahren, nahm ich für den Rückweg nicht die Autobahn Richtung Stuttgart, sondern fuhr über Land. Es hat sich gelohnt! Ein Augenschmaus selbst für mich Stadtmensch – das Hecken- und Schlehengäu im Frühling.

 

 

 

 

 

Strickwerk 2013 #2.x

oder …

Möbius-Produktion

Bei dem Versuch meine Baustellen mit Wollmaterialien aufzuarbeiten fiel mir in der hintersten Ecke meiner Wolltruhe ein Beutel in die Hand. Als ich hinein schaute sah ich tatsächlich einen ganz alten Schatz – Seidengarn, schätzungsweise 1982/83 von mir gesponnen und gefärbt, in den damals angesagten in-Farben aller „Ökos“!

Frisch im Möbius-Strickfieber packte ich das Material nicht wieder in die Truhe sondern verstrickte es sofort.

Heraus kamen zwei Schals:

Ein schmaler, einfarbiger tauben-grau-violett-blauer Schal, den ich mit 180 Anfangsmaschen und der Nadelstärke 5 strickte, und …

… ein breiter, mehrfarbiger Schal aus den verschiedenen Resten in pink, rosa, blauviolett, und violett. Für diesen Schal strickte ich mit der selben Nadel, nahm aber beim 1. Anschlag 190 Maschen auf.

Einen Schal schenkte ich meiner Tochter und wahrscheinlich bekommt sie den zweiten auch, denn es sind eher ihre Farben, als meine.

Meine Tochter und ich mit den Seidenmöbiusschals

Ein Tipp: Schaut doch einmal bei meiner Tochter vorbei! Sie schreibt rund ums Kochen und Backen einen kulinarischen Blog – Der Klang von Zuckerwatte. Es lohnt sich!

Bei meinem Baustellenabbau entschied ich mich bei Nr. 7 für Auftrennen. Die Original-Knäuel kamen zu Baustelle 3, die angefangenen werde ich in die Wollkisten in meiner Schule geben, der Rest kam in die Tonne.

Nun geht es an die Baustelle 1. Die Füllkissen sind endlich per Post geliefert worden.