Ostern

Ostereier färben mit Pflanzenfarben

und …

Testreihe #1 mit Zwiebelschalen

Ostern naht und hierzulande gehören gefärbte Ostereier zu diesem Fest einfach dazu.

Dieses Jahr holte ich mir zum Färben von gekochten Eiern vor allem getrocknete rote und gelbe Zwiebelschalen aus meinem Fundus für Pflanzenfarben. Ich liebe diese von gelb bis braunorange resultierende Farbpalette, die daraus entstehen kann.

Die besten Färbeergebnisse bei Ostereiern erreiche ich, wenn ich die getrockneten Färbepflanzenteile in Wasser mindestens eine Stunde einweiche.

 

Zum Färben der Hühnereier mit gelber Zwiebelschale nutze ich zwei Möglichkeiten:

 

Variante 1

Die Eier werden zusammen mit dem eingeweichten Pflanzenmaterial ca. 8 bis 10 Minuten hart gekocht. Unter Umständen muss Wasser zu dem Einweichwasser zugefügt werden, damit die Eier mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Das Ergebnis sind immer dunkel gefärbte Eier, je nach der Menge an Pflanzenmaterial und der Länge der Kochzeit. Selbst braune Eier können damit gehübscht werden.

 

Nach dem Kochen den Zwiebelschalensud NICHT wegschütten!!! Er wird noch für die nächste Variante, möglichst warm, gebraucht.

 

Variante 2

Die Eier werden, wie sonst üblich, in Wasser hart gekocht und direkt danach in den Zwiebelschalensud aus Variante 1 getaucht.

Je nach Länge des Tauchgangs verändert sich der Farbton:

  • nach ca. 15 Sekunden ist das Ei gelb gefärbt
  • nach 30 Sekunden ist es gelborange

Zum Vergleich steht in dieser Sammlung ein naturfarbenes, braunes Ei im Zentrum.

Mit der roten Zwiebelschale hatte ich dieses Jahr keinen Erfolg. Auch die Idee Auberginenschalen zu verwenden brachte kein zufrieden stellendes Farbergebnis. Zum Ausgleich für die Arbeit  schmeckte das parallel hergestellte Auberginenpüree nur gut!

Trotzdem steht jeweils ein Ei-Exemplar aus beiden Versuchen im Farb-Eikreis oben.

Sicher ist euch das pinkfarbene Ei aufgefallen. Eigentlich war es aus dem roten Zwiebelschalensud undefinierbar in der Farbe herausgekommen. Damit es noch zu Farbe kam goss ich eine Konserve mit Roter Bete ab. In diesen Saft legte ich das Fehlfarbenei ein. Leider reichte die Menge der Farbe nicht aus um es rundum zu färben. Deshalb sieht es nur von einer Seite hübsch aus. Trotzdem beweist es, mit Roter Bete lässt sich färben.

 

 

 

Für weitere Färbeversuche habe ich die nötigen Materialien habe ich im Haus, einschließlich weißer Eier. Doch zuerst muss ich jemanden finden, der mir zumindest einen Teil all der bisher gekochten Eier abnimmt. 😉

 

Bis die Tage,

Karin

 

 

 

Woche 15/2017

oder …

Ostern, Besuch, ein runder Geburtstag und die Wanderschaft von einem Tisch zum nächsten

Das Ende der Fastenzeit nahte in dieser Woche und obwohl ich mich schwer zusammengerissen habe, brav täglich viel Obst versmoothiet schluckte, mit reichlich Wasser hinterher, der Bauch sitzt, die Hose nicht. Seit ich 50 geworden bin verflacht sich mein Hintern und die dort verlorene Masse rutscht kontinuierlich auf die Hüften und den Bauch. Jetzt gehe ich auf die 60 zu und ich kann Übungen machen bis zum Abwinken. Es ruckt sich nichts, weder auf der Waage noch am Speckgürtel, dafür knacken die Knochen oder der Ischiasnerv meldet sich unter Protest. Zwischen Fasching und Ostern wollte ich drei Kilo Gewicht abnehmen und den Schwimmring etwas verflachen. Ist nicht geglückt. Irgendetwas hat sich allerdings schon getan, denn nun rutschen meine Jeans, trotz straff gezogenem Gürtel, immer mit dem Bund in die Bauchfalte. Das passiert vor allem dann, wenn ich etwas anhebe bzw. trage und keine Hand frei habe, um die Hose festzuhalten. Oder ich habe das Gefühl, dass ich, wenn ich in die Hocke gehe, auf meiner Rückseite ein Bauarbeiterdekolleté präsentiere. Ein schöner Rücken mag ja entzücken, diese Ansicht jedoch, nee, das geht gar nicht! Also gab es die neuen Jeans/Hosen nicht erst, wie vorgenommen, nach Ostern, sondern vorher, bevor die Gäste anreisten. Frau will ja anständig angezogen sein 😉 .

Aber ganz von vorne in der Aufzählung was die Woche so brachte:

  • Montag dachte ich noch, müder geht’s nimmer! Wieso denn bloß? Draußen scheint die Sonne und ich habe Schulferien?
  • Dienstag stand mein Organisationsplan für die Gäste und die Geburtstagsfeier meiner Mutter: Zimmer gerichtet, Einkaufslisten geschrieben und die erste erledigt. Mit Tochterkind einige Geburtstagsmodalitäten geklärt. Meine Mutter beruhigt – alles wird gut! Meinen Vater beruhigt und Zur Entspannung ging ich in den Schönbuch und ließ das Handy im Auto.
  • Über den Mittwoch berichtete ich ja schon am 12ten
  • Donnerstag war Stuttgart an der Reihe. Bruderkind wollte es gerne und Sohnemann brauchte was standesgemäßiges zum Anziehen, eine Ausgehuniform die britischen Ansprüchen nicht nur genügt sondern diese erfüllt und in der er sich trotzdem wohlfühlt. Mein Bruder lebt in England und seine Kinder gingen und gehen dort teilweise noch auf ein angesehenes, kirchliches Internat. Sohnemann wird bei der Konfirmation des jüngsten Bruderkinds dabei sein und so ging es zu ‚Breitling‘ in Stuttgart, „wie mer des halt hier so macht, wenn mer was räächts will!“. Wir hatten unseren Spaß bei der Anprobe. Bezahlt habe ich, wer sonst? Zum Stuttgart-Programm kamen noch Markt, Markthalle, das Alte Schloss plus Ausstellung, Geschenkeinkäufe und ein Erschöpfungspäuschen am Kleinen Schlossplatz dazu. Das Wetter hielt.
Innenhof vom Alten Schloss, Stuttgart
Uhrenausstellung, Altes Schloss in Stuttgart
  • Freitag, Karfreitag, Good Friday und Bruderkind wünschte sich einen Besuch in Bebenhausen. Im Anschluss machten wir noch einen Abstecher zur Wurmlinger Kapelle. Mit ganz vielen anderen Pilgern machten wir dort eine Art kleine Pilgerreise, in dem wir den Kreuzweg hoch zur Kapelle liefen. Bruderkind, die in einem Kloster zur Schule ging, war dies ein ganz besonderes Ostergeschenk, vor allem als wir oben vor geöffneter Krypta und Kapelle standen! Sie war glücklich. Das Wetter hielt.

  • Freitagabend, „Jugendtreffen“ mit Abendessen, das in einen Spieleabend und Gesprächen bis in den Morgen führte. Das Wetter hielt.
  • Samstag, Markttag und die letzten Listen zur Vorbereitung des 80. Geburtstags meiner Mutter erledigt. Dazu gehörte u.a. der von Enkelinnen und Enkeln gebackene Geburtstagskuchen. Bei meiner Zubringer-Einkaufstour schwor ich mir: NIE WIEDER Karsamstag einen Supermarkt mit dem Auto anzufahren! Laufen – ja, mit dem Fahrrad – ja, oder einfach sein lassen! Nachmittags wurde, nachdem alle Zutaten zusammen waren, gebacken und es ging ein Haus weiter an einen anderen Tisch zum Abendessen. Mein Tochterkind und ihr Mann, gerade zurück aus ihrem Japan-Urlaub, tischten uns japanisch auf, damit wir im Anschluss Kraft für einen weiteren Spieleabend hatten. Ich liebe Star Wars, doch die Spiele dazu sind mir einfach zu komplex. Das nächste Mal schaue ich einfach nur zu oder ich eröffne eine zweite Spielgruppe: Mensch ärgere Dich nicht mit Star Wars Figuren. Das Wetter … , es tröpfelt.

  • Sonntag, Ostersonntag, der 80. Geburtstag meiner Mutter. Nach zwei langen Spieleabenden war die Jugend eher auf Ausschlafen aus und der Beginn der Geburtstagsfeier im Restaurant für manch einem der Teilnehmer das Frühstück. Da kam der Spaziergang zur Kaffeetafel gerade recht. Das Wetter erforderte einen Regenschirm.

Meine Mutter, 80 hin oder her, hat es sich nicht nehmen lassen wollen den Kaffeetisch bei sich zu decken. Und obwohl es ihr die letzte Woch wirklich nicht gut ging, hatte sie natürlich auch gebacken – ein Osterlämmchen stand auf dem Tisch, ein zweites im Nebenzimmer, und bestimmt standen irgendwo noch ein paar.

Sonntagabend, meine Eltern sind glücklich einen Tag mit so vielen Enkeln wie möglich verbracht zu haben. Wir sind alle pappsatt. 20:30 Uhr stehen Bruderkind und Sohnemann am Kühlschrank: Hunger! Ich gönne es ihnen. Alles was sie aus meinem Kühlschrank rausfuttern landet nicht auf meinen Hüften.

Den neuen Hosenkauf hätte ich mir sparen können. Vielleicht sollte ich auf Hosenträger umsatteln. 😉

Keiner hat es gemerkt, dass ich die Geburtstagsgeschenke auf dem letzten Drücker verpackt bekam. Ich habe mir vorgenommen nicht mehr in Papier einzuwickeln, wenn es nicht gerade Bücher oder andere kompakte mit vielen rechtwinkligen Ecken sind. Ab jetzt gibt es Kartons und Schachteln, denn Materila dazu habe ich genug.

Es war ein ereigneisreiches Osterwochenende und ich hoffe ihr konntet eures auch genießen.

 

Ostern ist zu Ende #1

oder …

Der Untergang der Osterhasen – extended version

Da stehen sie wieder, die Schokoladenosterhasen des Jahres, geliebt und ungegessen.

Sie stehen da, wie die Weihnachtsmänner des Jahres 2011, viel zu schade zum Auspacken aus diesen glänzenden Kostümen und überhaupt viel zu hübsch für ein Massaker! Osterhasen und Weihnachtsmänner einfach so aufessen? Geht nicht! Das grenzt an Kannibalismus!

So blieben einige Jahre lang vor allem unsere Weihnachtsmänner erhalten und wir konnten dabei den Zeitgeist mit seinen Stilveränderungen beobachten. Weihnachtsmänner scheinen auch modisch angepasst zu werden. Die Osterhasen kamen meistens in den „Notfutter-Korb“ bei mir in der Schule (Oh, über diesen könnte ich auch einmal posten!) und fanden ein schnelles Ende.

Als dann ein Pärchen Lebensmittelmotten die Weihnachtsmann-Sammlung trotz abgelaufenem Verfallsdatum doch noch lecker fand und ihre Familie darin gründete kam es zu einem schnellen Abschied:
Tonne auf, Weihnachtsmänner rein, Deckel zu.

Schade, schade, schade.

Weihnachten ist vorbei, jetzt war Ostern und die Zeit der Schoko-Osterhasen. Wie die Kollegen mit der roten Mütze erleiden sie traditionsgemäß in unserer Familie das gleiche Schicksal. Nach dem ersten „Oh sehen die niedlich aus“, ist jeglicher Appetit auf diese vergangen.
Zur Erklärung, wir hatten über Jahre ein Kaninchen als Haustier, Sunny, und alles was irgendwie an Kaninchen erinnerte wurde in der Zeit vom Speiseplan gestrichen. Selbst Katze Butzele, als Feriengast, bekam kein Futter mit Kaninchen, um ja keinen Appetit auf das schwarz-weiße Fellmonster auf unserem Balkon zu bekommen. Diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich als völlig unnötig. Sunny zeigte Butzele, als echte Kampfhäsin, wer hier der Chef im Haus ist und Butzele akzeptierte Sunnys Revier schon nach der ersten Attacke ohne weitere Annäherungsversuche.

Die Lösungsansätze:

  • Wenn schon Abschied, dann muss dieser schnell sein (siehe Mottenattacke).
  • Schnell auspacken, abbeißen und schlucken geht nicht.

 

Vor Ostern ist nach Ostern
  • Wenn schon Weihnachtsmänner und Osterhasen essen, dann darf es nicht mehr an diese erinnern.
  • Eine Formveränderung muss her!
  • Zerhacken = Sauerei.
  • Schokolade schmilzt (Wer hatte noch nie eine Schokoladentafel im Handschuhfach des Autos vergessen?).
  • Geschmolzene warme Schokolade ist „äh, bäh!“
  • Geschmolzene warme Schokolade, die dann abkühlt ist noch mehr „bäh!“
  • Aber Sahne in der Schokolade schmilzt … hmmm … da gibt es ein Rezept von Wolfram Siebeck, zeitlos lecker, immer gut: Schnelle Mousse au chocolat!!!

„Weihnachtsmänner und Osterhasen, zieht euch warm an, ähm, eher aus!“
Es geht …

Ab in den Topf! 

Der Topf!

 

Sahnebad für neugierige Hasen – 400 g!

 

Cleopatra ging auch in Milch und Sahne baden!

 

Achtung, flüchtende Hasen!

 

Ausziehen, erster Versuch!

 

Ausziehen perfekt.

 

Ab ins Sahnebad unter den Augen Cleopatras – 4 Hasen oder 200 g.

 

Es tut sich was …

 

Es schmilzt …
… und schmilzt …

 

… einmal umrühren und ab in den Kühlschrank!

Die Glöckchen für das geplante Katzenspielzeug weggeräumt und die „Kostüme“ in die Wertstofftonne.

Jetzt heißt es warten.
24 Stunden Sibirien im Kühlschrank für die Hasenschmelze in Sahne und es kommt zum nächsten Schritt.

Frisch aus dem Kühlschrank …

 

… schnell steif schlagen und …

 

in Gläser abfüllen.

Osterhasen – Mousse au chocolat, ohne Ei, Wasserbad und andere Kniffligkeiten.

Lecker!

Ostern ist zu Ende #2

oder …

Der Untergang der Osterhasen – Kurzversion

oder …

Das Rezept für Mousse au chocolat
nach Wolfram Siebeck (aus Festmenü Teil 4 von 1994) x-fach veröffentlicht im Internet, z. B. unter dieser Adresse oder dieser, aber ihr könnt auch mich fragen, um das …

aus dem

zu bekommen:

200 g Schokolade oder 4 Osterhasen
400 g Sahne

Alles zusammen schmelzen lassen und ab in den Kühlschrank für 24 Stunden.
Die abgekühlte Masse wie Sahne steif schlagen und in Portionen, Gläser, Schüsseln abfüllen und servieren.

Das war es – kurz, knapp, köstlich – lecker!