Häkelwerk 2013 #2.x – Die Anleitung zum Häkelpullover aus Rosetten

oder …

Es lohnt sich freundlich zu bitten und abzuwarten

Inzwischen sind zwei Monate seit der Fertigstellung meines Häkelpullovers aus Rosetten vergangen.
Ihr erinnert euch?

Es ging um die Realisierung eines Pullovers aus einem Handarbeitsheft (Lena vom Juli 2002) und ich berichtete von den Anfängen, den Höhen und Tiefen, den Problemen und dem Glücksgefühl: Der Pullover ist fertig und passt!

Ich hatte auch angekündigt, dass ich mit dem Verlag Kontakt aufnehmen werde um die Anleitung zu diesem Pullover veröffentlichen zu können.

Was ich verspreche halte ich auch. Es hat ein wenig gedauert bis alle rechtlichen Dinge geklärt waren. Nachdem ich meine Fotos zur Verfügung gestellt habe ist es soweit!

TA-DAAA – Der OZ Verlag hat die Anleitung als Download auf ihrer Homepage freigegeben!!

 

Zur Originalanleitung gibt es ALLE meine Korrekturen zum Häkeln und Ausarbeiten dazu als PDF.

Für weitere Hilfe gibt es noch meine Blog-Posts und die Möglichkeit mich einfach zu fragen 😉

Ich liebe diesen Pullover nach wie vor, auch wenn er nicht zu den Leichtgewichten zählt. Sicherlich lässt er sich auch gut mit einem leichten Shirt darunter im Winter tragen.

Häkelwerk 2013 #2.5 – Ein Häkelpullover aus Rosetten

oder …

Häkelarbeit für Puzzlefreunde mit viel Geduld

Es ist geschafft!!!
Der Häkelpullover aus dem Handarbeitsheft Lena 7/2002 (ich berichtete hier darüber) ist auf dem vierten Anlauf endlich fertig geworden. Und ich möchte nicht wissen, wie viele halbfertige Modelle von dieser Anleitung bzw. diesem Modell in diversen Handarbeitskörben liegen geblieben oder inzwischen im Eimer gelandet sind.
Die Häkelanleitungen sind problemlos nachzuarbeiten, aber beim Zusammennähen wird man ziemlich alleine gelassen. Ich berichtete über mein Problem, die zwei geforderten Dreiecke eingepasst zu bekommen, im letzten Post. Nach dem Aufwand 135 Rosetten zu häkeln (ich rechne mal die paar anderen Teile nicht dazu), zusammenzunähen und zu vernähen, möchte man doch endlich zum Ende und einem Ergebnis kommen! Oder?

Ich probierte hin und her, trennte, schob, zog, nähte, trennte, … – das Dreieck, so wie es war, passte NICHT.

Irgendwann druckte ich die Schemazeichnung aus um sie auszuschneiden und durch falten eine Idee zu bekommen.

Dadurch kam mir auch nicht die Erleuchtung. So, wie dieses gefaltete Muster vor mir lag, ließ sich das Dreieck nicht vernünftig einnähen, nur die Position war klar. Doch dann, beim zehnten, zwölften Versuch, als das x-fach herausgetrennte Dreieck schon durch die Beanspruchung zerfledderte, hatte die Kniffelei ein Ende.

Das Dreieck war zu breit! Mit ein paar Maschen rechts und links weniger konnte ich für den Keil endlich einen Platz finden. Allerdings, trotzdem ich den Dreh herausgefunden hatte, brauchte ich beim zweiten Ärmel noch einmal vier Anläufe, bis alles passte.

 

Endlich konnte ich zum ersten Mal den Pullover anprobieren! Er passte!!! Jubel! Erleichterung!

Die Folge:

 

  • ein Motivationsschub zu später Stunde
  • ein Blick ins Fernsehprogramm
  • völliges Ignorieren der Uhrzeit
  • Häkeln bis die Fingerknöchel knacken

Und hier ist er – mein Häkelwerk #2 in diesem Jahr, ein Pullover aus gehäkelten Rosetten

 

 

 

 

 

Fazit:

Von dem verwendeten Material, Secondo von Lana Grossa, benötigte ich fast 750 g. So ist der Pullover ein echtes Schwergewicht. Durch den Seidenanteil liegt er trotzdem angenehm glatt auf der Haut.
Ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf gehäkelte Kleidungsstücke, aber ich lasse mich immer wieder von ausgefallenen Mustern und Materialien verführen. Unvergessen ist mir ein Seidenpullover in tunesischer Häkelei, der bei der Fertigstellung auch ein echtes Schwergewicht war und trotzdem ein Lieblingspullover wurde.

Ob ich diese Häkelarbeit noch einmal machen würde?

JA!
Warum?

Patchwork und Handquilten ist ähnlich arbeitsintensiv und ich liebe es!

Ich habe den Verlag angeschrieben, ob ich die Anleitung mit meinen Verbesserungen veröffentlichen darf. Auf diesem Post ist der Link zur frei gegebenen Anleitung!

Was bleibt?

Die Wollbaustelle 9! Der Häkelpullover ist zwar fertig, aber was mache ich aus den vielen angefangenen Rosetten aus dem letzten Material, das ich nicht mehr nachgekauft bekam?

 

Häkelwerk 2013 #2.4 – Zusammengenäht!

oder …

Langsam sieht es nach einem Pullover aus

denn alle gehäkelten Teile habe ich nach Anleitung zusammengenäht: 135 Rosetten, 4 Halbrosetten und 8 ovale Rosetten.

Alle Teile?
Nein!
Übrig bleiben zwei Keile, deren Position in der Anleitung zwar gezeigt wurde, aber nicht erklärt wie sie eingenäht gehören.

 

Kater Chewie schaute sich dann auch noch die Sache an, zupfte mal hier und dort, und fand keine Lösung.

Doch ich musste nach Chewies Turnübung auf dem halbfertigen Pullover eine Lösung finden, denn, nach Anleitung sollte der Pullover nun gespannt, mit Wasser besprüht und danach getrocknet werden.

In meiner Wohnung ohne Teppichboden und vielen offenen Türen gibt es für solch ein Großprojekt eigentlich keinen Platz wenn Tiere zum Haushalt gehören. Deshalb ging ich das Risiko ein und dämpfte den Pullover mit dem Bügeleisen. Laut Banderole des Materials hält das Baumwoll-, Acryl-, Seidengemisch einen Punkt beim Bügeln aus. Das musste reichen.

Ich gebe zu, ein wenig Bauchweh hatte ich bei der Aktion schon, denn es wäre nicht das erste Mal, dass ich beim Dämpfen viel Arbeit von jetzt auf nachher vernichte. Doch meist klappt es und so auch bei diesem Pullover (was war ich nervös!).

Zum Dämpfen stellte ich das Bügeleisen einen kleinen Strich über einen Punkt ein. Während es aufheizte besprühte ich das Häkelwerk von der linken Seite, der Rückseite, mit Wasser. Dem Wasser ließ ich etwas Zeit um in das Material einzuziehen, damit sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt. Danach überbügelte ich die Fläche mit wenig Druck.

Durch das Dämpfen glättet sich die unebene Oberfläche der aus gehäkelten Rosetten zusammengenähten Oberfläche.

 

Jetzt müssen die Seitennähte des Pullovers geschlossen werden und ich bin gespannt, wo die zwei übrig gebliebenen Keile ihren Platz finden.

Häkelwerk 2013 #2.3 – Trennen beim Häkelpullover

oder …

ARGGHH

Nach 80 zusammengenähten Rosetten passte auf einmal gar nichts mehr. Hmm, rätselte ich! Dann fing ich an zu zählen:

Fünf Finger hat eine Hand, sechs „Blätter“ eine Häkelrosette. Das ist doch zählbar! Doch diese eine, gemeine hat …

FÜNF!!!

 

Hätte ich das nicht früher merken können und NICHT erst nach 80 Teilen!

Um das Zusammennähen handlicher zu machen hatte ich zuerst kleine Gruppen miteinander verbunden. Aus diesen Flecken eine größere Gruppe, um zuletzt, von Handgelenk zu Handgelenk eine lange Reihe zu bilden.

Nur ließ sich diese Reihe auf Teufel komm raus nicht schließen – ich hatte von rechts und links gearbeitet, damit die Ärmellänge übereinstimmt! Denn plötzlich kam da dieser Blindgänger mit fünf Blättern statt den vorschriftsmäßigen sechs, den ich wohl irgendwann mitten einer Nacht mit Streichhölzern zum Aufhalten der Augen zusammengepfuscht habe um fertig zu werden.

Da ging auch nichts mehr mit mauscheln. Es musste getrennt werden.

Jetzt hat das Vorderteil mit dem halben Ärmel ein Loch! Blöd – blöd – blöd – grrrrr – BLÖD!