Herbstdeko reloaded – ein müllsortierter Herbstkranz

und …

Werbung für einen ganz besonderen Adventskalender

Die Türdeko hängt, super!
Die Freude daran wäre noch größer wenn der Arbeitstisch nicht so zugemüllt wäre. Dazu tut es in der Seele weh bei all den Materialresten, die jetzt in die Tonne landen sollen müssen.

Den Arm voll mit „Gemülle“ führt mein Weg vom Arbeitstisch zur Tonne entlang einer meiner rappelvollen Material-Sammelkisten für die Schule (Schächtelchen, Schraubgläser, Röhrchen, Papprollen, …). Strategisch ungünstig. Mit angereichertem „Gemülle“ drehe ich eine Kurve zurück zum Arbeitstisch.

Keine 20 Minuten später war mein Wohnzimmer-Ess-Arbeitstisch entmüllt – falsch, bemüllt – falsch, hmm, oder? AHH – müllsortiert und aufgeräumt!

Hier steht das Mülltrennungsdekoprojekt aus einem Platzteller mit einer ganzen Reihe an halbierten leeren Klopapier-Papprollen. In jeder dieser Rollenhälften haben meine Dekoreste einen Platz gefunden, die sonst auf den Müll gelandet wären.

Im Zentrum steht eine mit Sand gefüllte Schale mit Kohle und einer Räucherkugel, parat für duftige Momente in den dunklen Stunden der kommenden Jahreszeit, die sich so langsam ankündigen.

Apropos Jahreszeit!
Ich stolperte bei der Lektüre der 12 von 12 Geschichten in diesem Monat über eine tolle Adventsidee, bei der ich mitmachen möchte/werde und andere noch mitmachen können.
Es geht um die Mitarbeit und die Gestaltung eines Adventskalenders für einen selbst und 23 andere! Ein echtes WOW-Überraschungsprojekt.
Auch Lust dazu einmal einen Adventskalender nicht nur zu bestücken, sondern auch einen zu bekommen?
Dann schaut mal rein in den Blog von Frau Masulzke!!

Türkranz aus Samenkapseln der Herbstanemone

oder …

Eine Metamorphose, die sich Zeit gelassen hat!

Im frühen Herbst hatte ich die Idee zu diesem Türkranz, als ich die blühenden Herbstanemonen in meinem Minigarten stehen sah. Mitte Oktober schnitt ich zur Realisation, und zur Verhinderung weiteren Wucherns dieses „Unkraut“ für kleine Gärten, die verblühende Pracht.

Ich liebe Herbstanemonen und ganz besonders liebe ich die Samenkapseln.

Nach dem ersten Frost platzen diese auf und bilden hübsche, wollige Wattepuschel auf denen die kleinen Samenkörnchen sitzen. Ich dachte immer schon, daraus muss (s)ich doch was machen (lassen), so dekorativ wie diese Gebilde aussehen.

Ein Türkranz sollte es wieder werden, damit ich den Herbstkranz der letzten Jahre nicht mehr abstauben und anschauen muss.

Dazu schnitt ich von den geernteten Herbstanemonenstengeln die Samenkapseln in ca. 5 cm Länge ab.

 

Da ich meinen Bindedraht für Schülerversuche in der Schule hatte (wir wickelten Chromosomenmodelle) und die Munition der Heißklebepistole nicht aufzufinden war, mobilisierte ich zum befestigen der Samenkapseln meinen Möbeltacker. Das lief so ruckzuck mit dem Gerät, dass ich es nicht mehr so weit wegräumen werde.
Auf einen Strohkranz setzte ich Gruppen von zwei bis drei Samenkapseln – nicht zu dicht, denn es sollte noch Platz sein für die aufgepoppten Puschel.

So sah Ende Oktober der fertige Kranz aus, bevor ich ihn an die Tür hängte (oder nachdem ich ihn zwei Tage später wieder abgehängt hatte)!

Im schon winterlich dunklen Hausflur gefiel mir dieser Kranz schon nach kurzer Zeit ganz und gar nicht. Das Grün der Kapseln kam bei dem geringen Lichteinfall nicht richtig zur Wirkung. Es fehlte der Kontrast durch das wollige Weiß der der aufgeplatzten Samenkapseln. Ohne ein wenig frostige Kälte würde sich dieser Effekt aber nicht in einem normalen Hausflur einstellen. Deshalb schickte ich den Türkranz für einige Tage ins Tiefkühl-Sibirien.
Leider war dieser Versuch nicht so erfolgreich, wie erhofft.

 

Die Kapseln waren nach diesem erzwungenem Ausflug nur im Ansatz aufgeplatzt und ich war ziemlich enttäuscht. Trotzdem trennte ich mich nicht von diesem Kranz und hängte ihn auf den Balkon.

Jetzt, Mitte Februar, zeigt sich nach einigen heftigen Frosttagen, mit den ersten kräftigeren Sonnenstrahlen endlich doch der Effekt, den ich mir für diesen Türkranz erhofft hatte! Plopp!!

 

 

 

Manchmal lohnt sich Geduld. Gut Ding will Weile haben.

Türkranz winterlich aufgepeppt

oder …

vor dem Müll gerettet

Das letzte Stückchen Weihnachten hing bis vor wenigen Stunden noch an der Wohnungstür. Nun sind die Sterne abgehängt und in den Weihnachtskisten verstaut worden. Es hat seine Zeit gebraucht bis das neue Kranzgebinde zum Aufhängen fertig gestellt werden konnte. Eigentlich handelt es sich um den Türkranz vom Herbst, der schon in der Tüte für den Mülleimer gelandet war, vertrocknet wie er war. Da ich ihn zu schade zum Wegwerfen gefunden hatte hing er seit Dezember in seiner Tüte  im Keller. Auf der Suche nach etwas für das tägliche Wegwerfen fiel er mir wieder in die Hand und die Sprühdosen, im Regal dahinter, ins Auge – ahh! – die Idee zur Wiederverwertung, für einen neuen Türkranz, war geboren.

Materialliste für den Winter-Türkranz:

1 trockenen Kranz aus Naturmaterialen (Blatter, Zapfen, Samen, …)
Sprühlack in weiß
Lampions der Lampionblume
Zeitungspapier zum Abdecken

Werkzeug:

Heißklebepistole

Den getrockneten Kranz auf Zeitungspapier legen und nach der Anleitung auf der Sprühdose besprühen. Er muss nicht komplett weiß werden, denn er soll einen „beschneiten“ Charakter erhalten. Bei meinem Kranz kamen durch den Sprühlack auch die Fäden deutlich hervor, die der Heißkleber hinterlassen hat als ich das eine oder andere Samenbüschel wieder festgelebt hatte. Das hatte nun seinen ganz eigenen Reiz.

Den Kranz mindestens 24 Stunden trocknen lassen, bevor an ihm weiter gearbeitet wird. Die Farbe war zwar schon früher trocken, doch der Kranz musste sich noch etwas ausstinken. Ich erledigte das alles in der Schule um den Farbgeruch nicht zuhause in der Wohnung zu haben. Allerdings litt der Kranz sehr beim Rücktransport. Er purzelte gleich zwei Mal aus meiner Hand auf die Erde, weil es draußen so glatt war. Deshalb traute ich mich zuerst nicht in die Tüte zu schauen. Ich befürchtete schon nur noch Brösel zu sehen.

Zuhause klebte ich mithilfe der Heißklebepistole zuerst die abgefallenen Samenbüschel und Zapfen wieder an. Zuletzt verteilte ich die Lampionsmit dem Heißkleber auf den Kranz. Das muss vorsichtig geschehen, da die Lampionhülsen sehr zart sind und keinen Druck vertragen.

Durch die Stürze ist der Kranz zwar etwas unrund und aus der Form geraten, doch auch so hellt er mit dem leuchtenden orange die trüben Wintertage auf.

 

Weihnachtliche Türdekoration

und …

Barbaratag am 4. Dezember

Da hängt er, mein Türkranz als Weihnachtsdeko 2012. Dabei habe ich einiges mit eingearbeitet, was ich in den letzten Tagen ausprobiert habe und nur ein Teil dazu gekauft.

Material:

  • frische Weidenzweige
  • ein Stück Dekoband zum Aufhängen
  • einen Lärchenzweig mit Zapfen
  • Druckerpapier für die Sterne (Anleitung)
  • Silberdraht mit Sternchen
  • einen Stern aus Birkenrinde von „Depot“ für 4,59€

Der Anfang ist immer etwas fummelig, denn die Zweige müssen miteinander und ineinander verdreht und festgesteckt werden. So sollten die ersten Zweige möglichst lang und biegsam sein.

 

Anfangs benutze ich gerne Wäscheklammern, um die Zweige an Ort und Stelle zu halten.

Auch ist es zu diesem Zeitpunkt nicht nötig sich Sorgen um die Form zu machen. Der Kranz wird schon noch rund! Fast immer.

Die Anfänge und Enden der Zweige werden immer in den Zwischenräumen der letzten Windungen geklemmt.

Je mehr Zweige um den Kranz geschlungen, gewunden und geklemmt werden umso stabiler wird das Ganze. Nun kann der Kranz auch immer wieder in Form gedrückt werden.

Überstehende Enden können später kurz bzw. abgeschnitten werden. Ich lasse sie oft erst stehen, denn wer weiß wozu sie später gut sind. Zuletzt wickelte ich noch etwas Silberdraht mit Sternchen um den Kranz.

An diesem Punkt habe ich das cremefarbene Stoffband zum Aufhängen mit einer Schlafe am Kranz befestigt und probeweise an die Tür gehängt. Dabei fielen mir zwei gegenüber liegende überstehende Astenden auf. Dort hinein passte ideal der Lärchenzweig mit den fünfzackigen Sternen vom letzten Blog.

Nun kam noch meine neueste Errungenschaft, der Stern aus Birkenrinde dazu – fertig!

Wie ich an die frischen Weidenzweige kam?

Nun denn, auf unserem Schulgelände werden im Moment Bäume und Büsche geschnitten und liegen dort zuhauf. Ich fragte die Gärtner ob ich mir etwas abschneiden dürfte und ich durfte mit der Bitte 😀 ihnen etwas übrig zu lassen. Naja, ein Späßle macht schon Spaß.

Beim Schneiden fiel mir ein: Oh, heute ist ja der 4. Dezember, Barbaratag!
So suchte ich mir neben Weidenabschnitten noch ein paar Kirschzweige um sie, wie letztes Jahr, in meine Weihnachtsdekoration einzubinden.

 

Herbstliche Türdekoration

oder …

Buchen sollst du suchen

Nach all dem Papierkram und der „Bastelei“ am Computer, noch fehlen mir einige Updates, brauchte ich endlich wieder etwas Schönes. Allerdings suchte ich nicht die Buche, sie fand mich, auf dem Heimweg von meiner Arbeit.

 

Die Sonne schien so schön, ein Wind wehte und bewegte die Äste der Bäume in dem kleinen Park, der die Schule wo ich arbeite umgibt. In Gedanken überlegte ich mir was ich an herbstlicher Dekoration dieses Jahr machen könnte. Nach Jahren der Türkranzabstinenz könnte es dieses Jahr mal wieder einen für die Eingangstür geben, dachte ich, blickte in die Bäume, und die Idee war da.
Keine zwei Stunden später hängt das Ergebnis nun an Ort und Stelle.

Für diesen Kranz verarbeitete ich die Samenpuschel der Weißbuche, Lärchenzapfen und als Akzent die Früchte vom Pfaffenhütchen. Die Puschel sollten beim Verarbeiten noch nicht zu trocken sein, sonst fallen schon beim geringsten Druck die Samen ab.

All dieses Material klebte ich mit der Heißklebepistole auf einen Reisigkranz, an den ich schon vor dem Kleben einen Nylonfaden zum Aufhängen anknotete.