Weihnachtskarten 2014 in der Entwicklung

oder …

12 Tage bis Weihnachten

Es herrscht seit Tagen Chaos auf meinem größten Tisch.  Ich habe geschnitten, geklebt, gezeichnet und gemalt um meine Weihnachtsgrußkarte von der Idee in meinem Kopf in ein reproduzierbares Ergebnis zu bekommen.

Die Lage am Mittwoch, ganz spät …

Donnertag gegen 14.00 Uhr
Der Kater setzt sich meuternd auf meinen Stuhl!

 

Mitten in der Nacht, von Donnerstag auf Freitag,
ich breche ab, nachdem ich den Pinsel ins falsche Glas getunkt habe!

 

Weihnachtskarten selbst hergestellt

oder …

Karten von vergangenen Weihnachten

Vor mir liegt der Ordner voller Grußkarten mit denen meine Familie in den letzten Jahren Grüße zu Weihnachten, oder, wenn ich spät dran war, zum Neujahr verschickt hat. Noch fehlt mir eine Inspiration für die Weihnachtskarten-Edition 2015.

Es gilt die Regel:
Außer Papier, Bastelmaterial, Umschlag und Briefmarke wird nichts gekauft!

2013
gingen Faltsterne auf Reisen

2012
gab es einen Neujahrsgruß mit Kater – Aquarell eingescannt und auf Pergamentpapier gedruckt

2011
machte mir eine quietschebunte Grußkarte kurz vor dem Abschicken doch etwas Bauchweh!

Dazu entwickelte sich eine alternative Karte aus den Resten!

2010
musste es schnell und flott gehen, da meine Schule zusätzlich 100 Stück brauchte. Ganz einfach, Faltschnitt in grün und gold.

Die ersten 50 Stück hatten jedoch einen kleinen Schreibfehler, einen zum weinen 😉
Das „h“ hatten meine Schülerlein vergessen!!

2009
erschienen Sterne auf einer Falt-Klappkarte in weiß, rot, gelb – eine schöne Karte zum Aufstellen. Vielleicht poste ich die Anleitung dazu noch.

2008
ging ein Engel auf einer Wolke auf Reisen und leider habe ich von dieser Karte nur noch die Vorlagen und kein fertiges Exemplar 🙁

2007
war keine Zeit zum Basteln, aber zum Fotografieren. Ich verschickte einen Weihnachtsstern auf Pergament und sprenkelte ein wenig Blattgold auf die Bildmitte.

2006
inspirierte mich ein Spruch zu einer Karte mit Engelsflügel und Federn.

2005
leuchteten Sterne in rot und gold, geschnitten, ausgestanzt, mit Draht umwickelt, … von den Weihnachtskarten und innen ein Gedicht von Hermann Hesse.

2004
fehlt in meiner Sammlung, keiner kann sich erinnern und demzufolge muss es ein Zwischen-den-Jahren-Modell gewesen sein

2003
erschien eine Weihnachts-Sternschnuppe aus Glasperlen, Pailetten und Sternchen am blauen Nachthimmel

Jede Menge Entwürfe lassen sich in meinem Ordner mit den Weihnachtskarten finden, auch einige an die ich mich fast nicht mehr erinnern konnte.

 

Mal sehen, was ich dieses Jahr hinbekomme.

Wie versendet ihr Weihnachtsgrüße?

Weihnachtskarten – Edition 2013

oder …

Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.

Noch mehr Farbenrund für die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.3

Nachdem ich die ersten collagierten Bilder (siehe hier) nach den ursprünglichen Ideen zusammengestellt und an der Wand hängen hatte – es war die erste Nachtschicht – träumte ich den Rest der Nacht in Kreisen weiter. Irgendwann stand ich dann doch wieder auf und machte weiter:

 

Nach diesem Bild entschied ich mich eine Anordnung tatsächlich in Bildform zu bringen, die ich vor Arbeitsbeginn  just for fun zusammengepuzzelt und für Freunde auf Facebook gestellt hatte:


 Heraus kam dann …

… und im Detail …

 

Fortsetzung folgt!
 
 
 



 

Farbe braucht die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.2

Mir ist endlich warm genug, die Lebensgeister und der Tatendrang erwachen. So machte ich die letzten Tage meinen größten Tisch frei um ihn gleich wieder vollzupacken. Drauf kamen jede Menge Papier, Schere, Schneidemesser, Klebstoff, Farben, Pinsel und ich ließ mich von der kreativen Muse küssen, egal wie spät oder früh es war.

Zwischen der Vorarbeit und der Ausarbeitung der Collagen, liegt inzwischen ein Jahr. Wer gerne die Vorgeschichte (noch einmal) lesen möchte, der klicke hier.

Bei den ersten Collagen, die ich in diesem Post vorstelle, blieb ich nahe an der ursprünglichen Idee die geschnittenen Kreise anzuordnen – im Quadrat.

Hier stelle ich die ersten drei Ergebnisse vor, nur an die Wand gepinnt, ungeschnitten und ungerahmt:

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

Tschüss Weihnachten

oder

Altes neu an die Wand gebracht

Viel früher als sonst (Weihnachtsdeko-Wegräum-Tag ist bei mir eigentlich der 6. Januar) befreite ich mich von allem Glitzerkram. Ich konnte vor allem die roten Kugeln nicht mehr sehen! Nachdem in dieser Saison sowieso jegliche Weihnachtsstimmung an mir abzuprallen schien verordnete ich mir, um weiteren Stress zu vermeiden, die vorzeitige Rückkehr zum Alltag. Nun ist bis zum letzten Stern alles wieder ordentlich in Kartons im Keller deponiert und kann dort elf Monate ablagern. Sagte ich „bis zum letzten Stern“? Ok, vier hängen noch an der Türdeko, aber noch waren die Sternsinger nicht da und die will ich noch abwarten bevor ich was anderes hinhänge.

In der Wohnung jedoch ist es ziemlich frei von Sternen und Kugeln, Weihnachtsgrün und roten Kerzen.
Nackte weiße Wände sind jedoch auch nicht unbedingt der Hit und so entschied ich mich die Bilder an meinen Wänden umzudekorieren.

Der Anfang

So bekamen zwei Bilder einen neuen Platz nachdem ich einem einen neuen Rahmen verpasste und dem anderen endlich einen Rahmen gab. Beide Bilder sind eigentlich schon vor etlichen Jahren entstanden, als meine Tochter eine Kunstmappe zu einer Aufnahmeprüfung zusammenstellte.

Ausgangsmaterial war das hier schon einmal erwähnte farbig bedruckte Fabrianopapier, das ich wie einen Schatz horte, aber auch tatsächlich verarbeite. Zwei der Ergebnisse hängte ich heute bewusst nebeneinander – links eine Arbeit von mir und rechts eine von meiner Tochter.

Für mein Bild, schnitt ich mit einem Skalpell geometrische Formen, die ich auffaltete und mir einer Kontrastfarbe hinterlegte:

als Quadrat in Kreuzform oder im Umriss aufgeschnitten

als Dreieck, gleichschenklicg oder rechtwinklig

oder auch nur geschnitten, um Streifen einzuweben.

Daneben hängt nun die Collage meiner Tochter mit dem Titel „der Tänzer“, für die sie das Papier schnitt, riss, faltete, rollte, knüllte, bevor sie es auf das Papier klebte. Was im Detail recht unübersichtlich aussieht zeigt dann im Ganzen seine Wirkung.

 

Faltstern mit fünf Zacken

denn …

ich liebe diese fünfzackigen Exemplare

Ok, ich habe das Bild gerade eben, es ist nach 23.00 Uhr bei Lampenlicht, ohne Blitz gemacht und mein Photoshop lädt seit dieser Zeit <grr>. Mac und Parallels hat so seine Tücken.

Aber ich habe es geschafft aus einem Mitbringsel einer Kollegin, danke Frau L., diesen Faltstern umzusetzen. Ich konnte nicht anders, denn gut aussehende Sternvorlagen mit fünf Zacken sind selten. Für den Anfang war wie bei den Kerzenständern ein wenig Mathematik und Geometrie nötig, aber es klappte beinahe beim ersten Versuch. Wer die Ausschneidevorlage braucht, ich habe sie nun hier als  pdf-Datei zum Ausdrucken.

Als Material verwendete ich ganz normales weißes Druckerpapier mit 80g/ –> m2 . Ich finde es trotz aller Liebe zu Farbe für die meisten Faltarbeiten am Schönsten.

Nun zur Anleitung:

Zum Schneiden kann natürlich auch eine Schere verwendet werden. Ich bevorzuge für gerade Linien Schneidemesser und ein festes Lineal, es ist einfach exakter. Für den Stern mit fünf Zacken benötigt man entsprechend fünf Teile.

Die Teile für den Protoyp hatten noch den Strich in der Mitte.

Die Linien aus der Druckvorlage liegen später innen und sind von außen nicht sichtbar.
Eines der fünf Teil bekommt einen langen Faden angeklebt. Hier auf dem Foto habe ich diesen Faden noch mit Tesafilm festgeklebt. Das ist jedoch nicht besonders stabil. Bei den weiteren Sternen klebte ich den Faden zusätzlich mit Klebstoff und einem aus Papier geschnittenem Kreis fest.

 

Aus jedem der fünf Teile werden „Tütchen“ gefaltet und am Falz festgeklebt.

An jedem Tütchen stehen zwei Klebefalze am unteren offenen Ende ab. Die müssen nach oben gefaltet werden.

Nun werden die Tütchen aneinander geklebt. Das ist etwas fummelig, aber eigentlich keine große Angelegenheit.

Dazu werden zuerst zwei Tütchen aufeinandergelegt und die Klebefalze des unteren Tütchens in das oben liegende Tütchen eingeklebt.

Das nächste, das dritte, Tütchen, dass oben aufgelegt und angeklebt wird, ist das mit dem Faden an der Spitze.

Wenn alle fünf Tütchen zusammengeklebt sind bleiben zwei Klebefalze übrig. Diese werden mit Klebstoff bestrichen …

… und einfach nach innen ins Tütchen geklebt.

Das Päckchen aus den fünf Sternspitzen braucht nun zwei Fäden zum späteren Verbinden. Diese klebte ich zuerst auch erst mit Tesafilm an, aber das hält nicht wirklich fest. Später müssen die Fäden einigen Zug aushalten. Deshalb klebte ich die Fäden auch hier mit Klebstoff und einem runden Stück Papier fest.

Mit einem Sternstanzer (mit fünfzackigen Sternmotiv) stanzte ich durch das komplette Päckchen fünf Sterne aus. Schwerstarbeit, wenn man auf die geklebten Falze kommt.

Nun kommen die zwei zuletzt angeklebten Fäden zum Zug.
Das Zackenbündel muss vorsichtig aufgefaltet werden, damit es in Form gedrückt werden kann. Mit den zwei Fäden wird der Stern geschlossen und fest verknotet.

Und hier hängen meine ersten Ergebnisse. Beim Prototyp, dem rechten Stern, verzichtete ich noch auf den zusätzlichen Faden an einer Spitze zum Aufhängen.

 

 

Resteverwertung

Hurra!
Sie ist unterwegs, meine Weihnachtspost!
Gestern schob ich den Stapel Briefe in den gelben Kasten, die eine weitere Reise vor sich haben und heute schickte ich die auf den Weg, die im „Ländle“ bleiben. Ein paar Weihnachtskarten hoffe ich selbst noch vorbeibringen zu können. Zu Weihnachten gehört auch der eine oder andere aufgefrischte Kontakt dazu.
Nach dem großen Schnippeln, Schneiden, Kleben meiner Weihnachtskarten folgte nun das Aufräumen all der Papierreste, die teilweise von meinen Katern in alle möglichen Ecken der Wohnung verschleppt worden waren. Zu ihren Favoriten zählten die Papierstreifen aus denen ich die Kugeln (Bömbchen) herausgeschnitten hatte. Was sich sonst noch an Resten und Schnippeln fand schob ich erst einmal auf dem Tisch zusammen, um es dann in den Papierkorb zu schieben. Irgendein Gedanke, Impuls ließ mich dabei jedoch noch einmal inne halten.
Hmm. Ich schaute mir das Sammelsurium an.
Hmm? Ich sortierte den Haufen etwas um.
Hmm! Idee – da geht doch was!
Und da ist sie wie Phönix aus der Asche – die letzte Weihnachtskarte, auferstanden aus der Resteverwertung.