Schlüsselanhänger mit Katze

oder …

DIY mit Schrumpffolie

Im Dezember 2016 hatte ich frustriert einen Versuch mit Kunststoffmüll abgebrochen. Mich hatte ein Video auf Youtube inspiriert gehabt und, obwohl ich mitten in vorweihnachtlichen Aktivitäten war, verflixt viel Zeit in eine ganze Reihe an Fehlversuchen gesteckt.

Nun fand ich, ganz nebenbei, die Schachtel mit dem ganzen Kram und das Päckchen Schrumpffolie – gut abgehangen seit Dezember. Die Versuche mit dem frisch gewonnenem Buch, Neues aus der zauberhaften Papierwerkstatt, müssen also weiter warten. Zudem hat der verflixte Kater das beigelegte Material verspielt.

Mithilfe von einfachen Folienstiften kann die Schrumpffolie bemalt werden. Bitte darauf achten, dass es Permanentschreiber sind!

Mit der Schere die Folie mit dem gemalten Bild ausschneiden. Dabei einen Rand stehen lassen und einen Platz berücksichtigen wo das Loch hinkommen soll. Ich verwendete zum Loch stanzen eine entsprechende Zange. Es geht aber auch jeder Locher.

Backofen auf 175°C vorheizen. Das Kunststoffstück auf ein mit Backpapier (keines mit Wabenmuster nehmen, denn dies drückt sich auf dem Kunststoff ab!) abgedecktes Backblech legen und für kurze Zeit in den Backofen schieben. Das geht recht schnell! Sobald das Kunststoffstück geschrumpft ist aus dem Backofen nehmen – Handschuhe! – und sofort mit einem geeigneten Gegenstand flach drücken. Der Kunststoff wellt sich gerne beim Abkühlen. Ich verwendete eine kleine gusseiserne Pfanne. Falls es doch wellig wird einfach noch einmal in den Backofen zurück legen.

 

Wie eingangs beschrieben hatte ich die Versuche mit Kunststoffabfällen abgebrochen und mir Schrumpffolie gekauft. Ich verwendete die unten abgebildete Folie. Sicher geht auch jede andere, die für diese Zwecke im Handel angeboten werden.

Übrigens, dadurch dass die Folie ruckzuck schrumpft entwickelt sich auch kein nennenswerter Geruch nach Kunststoff.

 

Mit vielen Grüßen und bis die Tage,

Karin

 

Spannung im Katzenkino

und …

Eichhörnchen im Futterhaus

Ich gehöre zu den Ganzjahres-Vogelfütterinnen und ganz besonders seit diesem Jahr. Den Grund schilderte ich im Wochenbericht 32 (Link). Im selben Blogpost berichtete ich zudem von dem Eichhörnchen, das das Vogelhaus von oben leer futtert. Jetzt habe ich von ihm doch tatsächlich mit der Kamera ein Beweisfoto festhalten können, zwar nicht beim Öffnen dafür beim „Auslöffeln“, Futtern und Flüchten. 😀

Katerchen hatte mich aufmerksam gemacht, aufgeregt am Katzenkino-Fenster sitzend.

Eigentlich beobachtet er am liebsten die Büsche. In ihnen ist ständig Bewegung durch eine Horde von Haus- und Feldsperlingen. Es rappelt und zappelt und flattert und wusch sind sie weg. Ist ja auch ein lecker Plätzchen für den Nachtisch!

 

Weil ich mich mit dem Auffüllen der Futterstellen verspätet hatte versuchte sich der Eichelhäher, notgedrungen, an der Spatzenstation, die der Buntspecht am unteren Ende nun beinahe vollständig zerhackt hat. Es herrscht Einsturzgefahr. Demnächst fällt der Boden ab und die Birke vor meinem Küchenfenster muss wohl auch gefällt werden, bevor sie beim nächsten Sturm von alleine fällt.

 

Vielen Dank für’s Schauen und bis die Tage,

Karin

Woche 21/2017

oder …

Der Sommer ist da – mit ihm irrsinnige Rasenmäher, rasende Radfahrer & rasante Klimaanlagen!

Sommerliche Temperaturen, endlich, doch ich trage immer noch Halstuch und habe die  Jacke dabei. Im Schatten finde ich es zu kühl, und in vielen Geschäften bläst die Klimaanlage, wie ich es unangenehm empfinde, in Frostgrade runtergekühlte Luft direkt auf die Kundschaft. In diesem Ambiente möchte ich nicht arbeiten und bedauer die vor Rüsselpest schnüffelnde Angestellte beim Einräumen der Regale, wie die hustende Kassierin, die jedoch im ärmellosen T-Shirt an der Kasse sitzt.

Ich hasse billige und schlecht eingestellte Klimaanlagen, wobei ich eigentlich gar keine brauche. Sommer bedeutet doch endlich warm und dazu gehört auch schwitzen, zum Kühlen – das hat die Natur doch cool eingerichtet! Oder? Klimaanlagen finde ich nur in Autos cool prima, entsprechend einer Wortschöpfung meiner Kinder: „Mutti, mach‘ doch die Primaanlage an!“!

Nein, ich mag diese Temperaturstürze von heiß auf arktisches Gebläse nicht. Gesunde Sauna geht anders!

Da gehe ich doch lieber hinaus ins Grüne, egal ob Wald, Wiese oder Schulgarten, Hauptsache draußen. Wenn danach auf meinem falschen Kaminsims ein Wildblumenstrauß mir Freude bringen kann, war es eine gute Entscheidung!

Sommerliche Temperaturen bedeuten auch Sonne. Endlich! Doch 🙁 , vielleicht die falsche Entscheidung bei meiner neuen Brille getroffen? Ich hatte mich im Januar wieder für eine Gleitsichtbrille und gegen selbst tönendeBrillengläser entschieden. Nun, Ende Mai, im strahlendem Sonnenschein, kneife ich gut sehend, aber wegen gleißendem Sonnenlicht, entweder die Augen zusammen, oder setze alternativ die Sonnenbrille auf, um ungeblendet alles unscharf zu sehen. Blöd. Ich suchte nach einer Lösung gegen geblendet blind und unscharf  blind bei Sommersonnenlicht. Zum Optiker meiner Wahl gegangen und mit einer „CoverMe“ herausgegangen, einer Brille über der Brille – schwuppsdich drauf und ebenso ab! Adlerauge again. So cool, wie keine arktisch eingestellte Klimaanlage wirken kann! 😉

Was die Woche sonst noch so brachte:

  • den absolut uncoolsten Rasen mähenden Typen auf einem Aufsitzrasenmäher, der wohl per gemähtem Quadratmeter pro Sekunde unterwegs war! Ich berichtete hier darüber!
  • einen Unfall, als ich von einem jungen Fahrradfahrer im Wald umgemäht wurde, bei dem ich stürzte und mir das rechte Knie verletzte
  • eine Quetschung von Fingergelenken, die ich mir bei unsachgemäßer Handhabung von schweren Geräten selbst zugefügt habe
  • es kratzt wieder im Hals – weg gedrückt
  • die Nase ist wieder zu – weg gedrückt
  • ich huste – weg gedrückt
  • Aufräumarbeiten und dazu meine zu pressenden Pflanzen für das Herbarium in die Schule ausgelagert: Ich werde NIE WIEDER eine Richtplatte ohne Hilfe bewegen!

  • Brennnessel für Tee geerntet, männliche, die ordentlich genesselt haben – Männer halt 😉

Wobei es egal ist bei Brennesseln, denn die Brennnesselmädels brennen genau so eklig, trotzdem geerntet 😀

  • Kater Chewbacca hatte seinen 7. Geburtstag und fühlte sich wohl als „Chef“,

der  kleine Neffe Wilde hatte ein wenig das Nachsehen, ein ganz klitzeklitzekleines 😉

Traut diesem harmlosen Blick nicht. Er hat es faustdick hinter den Ohren!

 

Ich wünsche allen meinen LeserInnen eine gute Woche vor Pfingsten!

Woche 17/2017

oder …

Mit Hechtsprung in den Alltag!

 

Am ursprünglichen Untertitel tüftelte ich ständig beim Schreiben des Blogposts herum. Alle Varianten kamen mir viel zu passiv vor, denn ich weiß doch wie Schule funktioniert, vor allem nach den Schulferien. Egal wie ausgeschlafen und erholt ich mich auf meinen kurzen Schulweg mache, gut vorbereitet für den Unterricht und ausgewogener Zwischenmahlzeit in der Tasche, spätestens nach 15 Minuten ist Schluss mit jeglichem Wunschdenken. SchülerInnen sitzen nach den Ferien nicht erholt und ausgeschlafen an ihren Plätzen, schon gar nicht gierig nach dem Wissen, das ich ihnen vermitteln möchte. Was sie wissen wollen sind die Geschichten ihrer Schulkameraden und -kameradinnen, die nicht über Social Medias geteilt worden sind. Doch eigentlich ist es egal, ob schon auf Whatsapp, Facebook, Instragramm, … breit getreten, alles muss noch einmal durchgekaut werden, möglichst laut und lebhaft. Einige SchülerInnen fehlen, dafür ist eine Schülerin aus ihrer Kur zurück und hat ungeheuren Mitteilungsbedarf. Es ist 9:15 Uhr und die erste große Pause scheinbar ein Segen. Doch im Lehrerzimmer liegen bei einigen KollegInnen die Nerven blank. Der Prüfungszeitraum hat begonnen, zumindest in in den Köpfen der Lehrer. Die SchülerInnen sehen das eher locker, weshalb sich erstere ihren Kopf machen. Ich stehe an der Lehrerzimmertür und überlege mir ob ich hineingehen soll, oder lieber eine kurze Runde spazieren gehe. Ich kapituliere, denn Schulalltag geht nur ganz oder gar nicht, nehme Anlauf und tauche aktiv ein.

Was sonst noch in dieser Woche geschah:

  • Sonntag auf Montag mich erst einmal über das Wahlergebnis in Frankreich gefreut!
  • Low carb Knäckebrot gebacken, wenn man das backen nennen möchte. Versuch 1 war allerdings richtig lecker, so lecker, dass das katzengraue Krümelergebnis Nr. 2 mich nicht ins Enttäuschungsloch fallen ließ. Vorübergehend. Tags darauf war ich beim hungrigem Geschmackstest etwas zwiespältig. Knäckebrot 1 hatte zur zähen Schuhsohle mutiert und Knäckebrot 2 holte auf. An Tag 3 legte ich Versuch 1 den Vögeln raus, die es, trotz hohem Leinsamenanteil, nicht in ihren Menüplan aufnehmen wollen. Es liegt noch. Versuch 2 ist noch knusprig, aber nee. Chia mag seinen Stellenwert zwar als Superfood mit Recht haben, doch wir zwei werden keine Freunde werden. Nach dieser „Back“-Erfahrung naht der Abschied. Die vielen verbliebenen Chia-Kügelchen werde ich verschenken (als Glibber im Müsli finde ich sie ebenso unerträglich) und das „Brot“ stelle ich auf den Knabbertisch im Lehrerzimmer gleich dazu. Bäh. Und, siehe da, Geschmäcker sind unterschiedlich, wie schön. Meine vegan lebende Kollegin fand das Chia-Knäcke richtig lecker und deshalb gibt es hier einen Link zum Rezept.
  • Pflanzenfarben ausprobiert, dieses Mal Efeubeeren, und die Reste aus den Wein- bzw. Saftflaschen, bevor ich sie in den Altglascontainer brachte, auf Papier gekippt, ein wenig Pülverchen aus dem Haushalt darüber gekrümelt und am nächsten Morgen überrascht gewesen über das Ergebnis (Bild oben).

 

  • mich beinahe im Kühlschrank vergriffen; statt den eingeweichten Morcheln die Dornentinte erwischt. Es wird langsam unübersichtlich, deshalb sortierte ich heute um – mittleres Fach rechts lieber nicht essen! 😉

  • auf dem Markt meine Spargelverkäufer glücklich gemacht – Spargelpapier verschenkt.
  • Schüler glücklich gemacht und mit ihnen mikroskopiert. Mindestens ebenso toll fanden sie es, dass ich ihnen erlaubt hatte ihre Untersuchungsergebnisse mit den Handys zu fotografieren und es sogar funktionierte.

  • mich von einem Maschinen-Fehlkauf getrennt, nachdem ich mich reichlich geärgert, und hier, Mitte der Woche, berichtet hatte.
  • mich beschenkt und mich zu einem Kurs am Bodensee auf der Mainau angemeldet: Vom Schulgarten auf den Teller – Gemeinsam gärtnern und kochen. Dafür muss ich dann zwar morgens reichlich früh aus den Federn und abends wieder zurück. Doch ich bin gespannt.
  • Riesenschreck – Kater Chewie musste unbedingt auch einen Vergiftungsfall herbeiführen! Zum Glück konnte ich das Schlimmste verhindern!! Katerchen liebt Gras und alles, was irgendwie nach Gras aussieht, auch die Gräser aus den Blumensträußen. Deshalb stehen solche Pflanzen und Sträuße nicht auf dem Tisch oder auf dem Fensterbrett, außer wenn es ok ist, dass er sie anknabbert. Jetzt, mit knapp sieben Jahren, hat er mir zuerst meine selbst gezogenen Chilipfänzchen weg gefuttert und wollte nun an die Narzissen! 15 Minuten nach der Missetat begann das Übel, doch zwei Stunden später war wohl alles aus seinen Eingeweiden, denn Katerchen stürzte sich ausgehungert auf das Futter und das Wasser in der Tränke – noch einmal gut gegangen (und die Wohnung durchgeputzt)!
  • im Schulgarten gearbeitet und zwei Mal ordentlich nass geworden – es ist eben doch noch April. Jetzt können die Schüler, sofern das Wetter mitspielt, nächste Woche weiter arbeiten. Bei den Beeten mit den Färberpflanzen geht es gut voran, dagegen stagniert das „schwarze“ Beet. die schwarz blühenden oder fruchtenden Pflanzen passen von ihren Ansprüchen her nicht so optimal zueinander. Mal sehen, wie dieses Projekt weiter geht.
  • das Mega-Riesen-Stickwerk Njálurefill in Island hat seine 5o m (von 90 m) erreicht! Ein paar Partikel habe ich 2013 und 2015 mit gestickt. Gerne würde ich öfter dabei sein, doch liegt Hvolsvöllur nicht gerade um die Ecke. Per Zufall fand ich dazu einen Fernsehbeitrag mit der Designerin Kristín Ragna Gunnarsdóttir, allerdings nur auf isländisch. Da kämpfte ich mich mit meinen paar Schwedisch-Kenntnissen durch ;-). Die im Laufe des Beitrags gezeigten Bilder geben auf jeden Fall einen Eindruck von disem Gemeinschaftswerk. Die Saga von Njal ist eine der beliebtesten Sagas Islands. Daneben ist sie nicht nur die längste Saga, sondern die einzige die im Süden Islands spielt. Die Motive, die die Designerin entwickelt hatm sind teilweise richtig witzig und voller Hintersinn. Wer sich durch den ca.20-minütigen Bericht klicken möchte, hier der Link.
  • das erste Frühstück im Freien dieses Jahr, nur leider ohne „richtige“ Zeitung. Die Katzen genießen die Sonne, wie ich.

Beim genauen Hinsehen hat es sich Angus bequemer gemacht, als Chewie. So verrenkt ist bestimmt kein gemütliches Schläfchen möglich, aber man muss den Neffen ja im Auge behalten!

  • Ach ja, bevor die Hexen losziehen, noch etwas zum Schmunzeln von dieser Woche.  …

 

Ich wünsche allen einen schönen 1. Mai!

 

12 von 12 im April 2017

oder …

Vorbereitungen auf den Besuch

Huch, fast hätte ich vor lauter Vorbereitungen und Hin- und Her- und Aufzuräumen zu bloggen vergessen, wäre da nicht Astrids Blogpost auf Bloglovin‘ erschienen! Puh. Ob ich allerdings jetzt noch zwölf Bilder des Tages hin bekommen werde? Mal schauen, zur Not bastle ich die fehlenden Einblicke später ein.

1 Aufräumen und putzen – Katerchen schaut sich das lieber von der Höhe aus an.

 

2 Osterdeko gibt es dieses Jahr nur hinter Glas.

 

3 Er ist der Grund – er räumt gerne auch ganze Tische ab.

 

4 Leiter geholt, denn nach dem Putzen und Umräumen hängt die Lampe falsch. Härtetest für meine Höhenangst.

 

5 Pfui, was sich im Laufe eines Winters so an Dreck auf einer Lampe ansammeln kann.

 

6 Sie hängt wieder. „Mutter! Was machst Du da?“ – Erst auf Halbzeit der Ummontage fiel mir ein, dass ja Gast 1 schon da ist, Sohnemann. Also rief ich, gefühlt frei schwebend in höchster Höhe, genau diesen um Hilfe.  Die dritte Stufe der Leiter ist schon außerhalb meiner Komfortzone und überhaupt, solche Arbeiten gehen immer besser zu zweit.

 

7 Die Kontrolleure, die in der nächsten Sekunde … wusch weg …

 

8 … lieber Amseln kontrollieren.

 

9 Vom Einkaufen zurück kann es einer der Katermänner nicht abwarten. Diese Gier endete nicht gut, aber zum Glück nicht in den Korb.

 

10 Meine neuesten Ergebnisse mit Farben aus Pflanzenteilen zusammen geschoben. Daran wird erst wieder in einer Woche gearbeitet. Der Besuch aus England ist unterwegs.

 

11 Sohnemann und ich sind pünktlich auf dem Flughafen und unsere Engländerin, meine älteste Nichte, im Anflug.

 

12 Eigentlich sollte hier nun ein Bild vom Abendessen sein, aber ich konnte mein Handy einfach nicht finden! Deshalb gibt es ein Bild vom Fundort eines Teils des Abendessens. Es gab Spaghetti mit Bärlauch-Pesto, selbst gesammelt, gepflückt und nicht gesichelt. Jetzt das Bild gut anschauen: Welche Blätter sollte man bitte stehen lassen? Jetzt klar, warum ab und an in gekauften Bärlauchbündeln was drin ist, was nicht hinein gehört?

 

X = Aronstab

Geschafft!

Allen ein schönes Osterfest!!

Und vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung zur Verfügung stellt.

Woche 14/2017

oder …

April, April, macht was er will

 

und der kleine Kater machte es dem Monat gleich. Momentan steht der junge Mann auf Damenunterwäsche. Nachdem er den Weg vom Katzenkratzbaum auf meine Wäschekommode entdeckt hat nutzte er wohl die Nachtstunden zum Erkunden. In dieser Woche erkannte Angus den Mechanismus von Schubladen, öffnete sie und räumte sie beinahe jede Nacht aus.

Jeden Morgen fand ich meine Überraschung, weicher Untergrund auf dem Fußboden neben meinem Bett, denn Angus räumt seine Schubladen immer komplett aus.

 

Was die Woche noch so brachte:

  • eine Vor-Ferien-Schulwoche
  • das Ende einer Garten-Skulptur-Idee von Schülern – mein persönlicher Aufreger!
  • Besuch von der Züchterin meiner Kater, der „Kleine“ hatte seinen 1. Geburtstag
  • als Osterhäsin am Palmsonntag für den Ortsverein der SPD Böblingen unterwegs
  • ich lese wieder, ein Buch, kein digitales sondern eins so richtig auf Papier und dickem Bucheinband
  • an meinem Herbarium weiter gearbeitet
  • Haus und Katzen von Tochterkind gehütet
  • Tochterkind und Tochtermann zurück aus dem Urlaub begrüßt!!
  • Vorbereitungen für den 80er-Geburtstag meiner Mutter
  • den Frühling

Am besten fange ich mit dem Aufreger an. Im Rahmen der Projektprüfung montierten Schüler ein altes Fahrradgestell auf Baumscheiben. Am Rand vom Schulgarten aufgestellt sollte es nun mit Kapuzinerkresse und anderen rankenden Pflanzen aufgehübscht und verfestigt werden. Heute wollte ich die Sämlinge gießen gehen, fand jedoch nur noch Teile des Fahrrads, abseits des ursprünglichen Standorts. Schade, der erste Fehlschlag unseres, teilweise offenen, Gartens.

Da ging ich doch lieber an unsere Seen um Ostereier zu verteilen –  statt sich aufzuregen hilft oft einfach nur auf Leute zuzugehen und mit ihnen zu sprechen.

Fußtechnisch war ‚auf Menschen zuzugehen‘ für mich nicht so toll – jeder Schritt ein AUA. Aber der Kontakt, die Gespräche mit anderen Böblingern, in der Gemeinschaft mit anderen Mitgliedern des Stadtverbands der SPD hat Spaß gemacht. Was mussten wir lachen, als unser Größter mit dem kleinsten Korb zum helfen anmarschierte.

Ferien, „schon wieder“ höre ich von manchen, haben in Ba-Wü begonnen und kaum zuhause aus der Schule fielen mir die Augendeckel zu. Wie kann man so müde sein! Nachdem ich peinlicherweise am Donnerstagnachmittag, beim Korrigieren einer Klassenarbeit, im Lehrerzimmer eingeschlafen bin war ich erleichtert, dass ich mir nun ein bequemeres Nickerchen erlauben konnte. Das gerade gekaufte Buch musste warten, die Autobiographie von Phil Collins Da kommt noch was (Not Dead Yet).  Es stand im Buchladen neben der Biographie von Johnny Cash, die ich meinem Vater zum Geburtstag geschenkt habe, und hatte mich zum Schmunzeln gebracht, als ich es durchblätterte. Jedes Kapitel hat eine alternative Überschrift 😀  Das war wie eine Aufforderung zum Kauf, oder?

 

Auf dem Tisch türmen sich die Bücher, in denen meine Pflanzen für das Herbarium gepresst werden. Ich bin kurz davor den Überblick zu verlieren, weshalb ich beginne den Inhalt zu katalogisieren. In der Zwischenzeit passt Angus auf die Bestimmungsbücher auf. Chewie findet alles zum Gähnen langweilig.

Apropos Bestimmungsbücher! In meiner Ausbildung arbeiten wir unter anderem mit einem Buch, das es nur noch antiquarisch zu kaufen gibt, inzwischen zu richtig teuer Geld! Ursprünglich für knapp 30€ zu kaufen ist es momentan nicht mehr unter 100€ zu bekommen. Ich hatte kurzzeitig das Glück über Amazon Kanada ein gebrauchtes Exemplar für knapp 70€ bestellt zu bekommen, doch leider zog der Verkäufer dann sein Angebot zurück, um danach das Buch für 300€ neu einzustellen. Hmpf. Inzwischen war das nächste günstigste Angebot für 120€ auch nicht mehr zu haben und 179€ liegen momentan außerhalb meines Budgets. Wenn jemand Die Enzyklopädie der Blütenpflanzen vom Kosmosverlag im Regal stehen hat und sie nicht mehr benötigt, sich von dem Buch trennen kann und mit 100€ zufrieden wäre, der schreibe mir doch bitte!!

Ich habe mich vorerst für eine Notlösung entschieden und mir die englische Orgininalausgabe antiquarisch besorgt, für 1,39€!!! Das Exemplar kam mit einem etwas ramponierten, fleckigem Umschlag an, der inzwischen geflickt und abgewaschen ordentlich aussieht, und ist innen wie neu. Nur leider klappte es trotzdem nicht mit der genauen Bestimmung dieses Wolfsmilchgewächses, das ich im Schulgarten gefunden habe.

Auf dem Balkon freute ich mich über die Entwicklung meines kleinen Isländers. Vor zwei Jahren hatte ich es als abgebrochenen Winzling, auf einem Parkplatz liegend, vor dem Überfahren gerettet. Zwei Winter hat er inzwischen überlebt, hat vier Geschwister bekommen und vielleicht blüht er dieses Jahr schon, wie seine Brüder und Schwestern im hohen Norden, in leuchtendem Orange.

 

Ansonsten musste das Abendessen warten, denn mich hat die Farbe vom Kochwasser des grünen Spargels fasziniert. Die Pflanzenfarben lassen mich einfach nicht los.

Im Hintergrund läuft im Fernsehen einer der Filme, die in meiner Kindheit Sehnsüchte nach fernen Ländern weckten, von denen Restbestände immer noch in meiner Bucket-List stehen: Hatari, mit John Wayne und Hardy Krüger. Ich liebe den Film immer noch! Allerdings schüttle ich schon den Kopf bei der Menge an konsumierten Zigaretten, selbst im Krankenhaus werden welche geraucht, oder Auto fahren mit einer guten Portion Alkohol intus, oder generell das Fangen von Tieren für Zoos. Sehr fragwürdig. Trotzdem, die Landschaftsaufnahmen sind immer noch toll anzusehen und die Story hat schon ihren Witz. Seit mein Bruder und ich den Film gesehen hatten haben wir unseren Vater, wenn er allzu sehr den Familienchef markierte, immer „Ja, Bwana“ geantwortet, wie ‚Pockets‘ zu John Wayne, und uns auch so vor ihm verneigt. 😉 Lang ist’s her.

Jetzt geht es in die letzte Woche vor Ostern. Besuch hat sich angekündigt. Draußen grünt und blüht es. Herrlich!

Ich wünsche allen eine gute Woche auf dass wir Ostern genießen können.

 

Alte Buchpresse reloaded

und …

Ein Herbarium entsteht #1

 

Viele Jahre stand eine Buchpresse als altes Erbstück auf meinem Balkon. Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, als ich mich mit Buchbinden und Papier schöpfen beschäftigt hatte und mir dazu mein Schwiegervater dieses Teil, damals schon in die Jahre gekommen, überließ. Zwischendurch nutzte ich die Presse für Gefilztes, für meine Weihnachtskarten und diverse Druckversuche. Die restliche Zeit stand sie im Weg. Es ließ sich auch kein anderer Platz finden, denn das Ding ist saumäßig richtig schwer. Einfach in den Schrank verstauen und bei Bedarf hervorholen ist eine Idee für Bodybuilder und Stahlschränke.

Vor zwei Sommern holte ich das Teil aus seinem Gammelschlaf, putzte schrubbte, entrostete, polierte, ölte und setzte die Presse auf zwei Bohlenabschnitte, bevor ich alles auf einen Pflanzenroller montierte. Jetzt steht sie in einem Eck unter meinem Schreibtisch und kann als praktisches Schmuckstück oder schmuckes praktisches Werkzeug ohne Probleme hervorgeholt werden.

 

Seit ich meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin begonnen habe ist sie alsPflanzenpresse ständig in Betrieb, bzw. es stecken immer irgendwelche Pflanzen für mein Herbarium zwischen den Platten. Das Herbarium ist prüfungsrelevant, aber darüber berichte ich ein anderes Mal. Kurz vorab und vereinfacht erklärt ist ein Herbarium eine Sammlung an getrockneten Pflanzen und Pflanzenteilen.

Zum Trocknen brauchen sie mindestens zwei Wochen und müssen dazu noch gepresst werden, bevor sie für ein Herbarium weiter verarbeitet werden können – die feuchten Frühblüher brauchen sogar noch länger. Da ist so eine Presse optimal, doch meine ist momentan durch das Frühlingserwachen total überlastet. Deshalb steht bei mir nach einer Presswoche eine Art Bettenwechsel an: altes raus und frisches rein. Die fast fertigen Pflanzenteile trocknen dann mit Steinen und Büchern beschwert weiter.

 

Heute kontrollierte ich meine gepressten Pflänzchen, die ich letzte Woche gesammelt hatte. Das Veilchen hat sich ganz gut vorgeplättet und angetrocknet. Es musste für ein Gänseblümchen Platz machen.

Vom Gänseblümchen gibt es kein Foto. Fotografieren war insgesamt heute nicht einfach und lieferte eher Outtakes:

Wenn ich dann einen Stoßseufzer loslasse höre ich Sohnemanns Stimme mit Schmunzelblick: „Du wolltest Katzen haben!“

Ja.

 

„Chewie, weg da!“

„Scotty, runter.“ – „Scotty!“ – „Scottyyy. Runter!“ – „SCOTTY!“

ANGUS!

„ANGUS!“

 

Woche 2/2017

und …

Einen Goldesel könnte ich brauchen!

Die erste Schulwoche in der zweiten Kalenderwoche ist geschafft und ich bin es auch. Wenn ich bloß nicht so müde gewesen wäre hätte die Woche etwas spannender ausgesehen. Es wäre auch weniger an Arbeit liegen geblieben, die nun am Wochenende erledigt werden musste. Doch was soll’s. Hauptsache es klingelt für zwei Tage kein Wecker, die Heizung funktioniert, Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser läuft.

Im Kollegium, wie in den Klassen, blieben in der Woche etliche Plätze frei, wer anwesend war sehnte sich nach Sound of Silence inmitten des Erkältungschors. Was wurde geschnuppelt, gehustet und gekrächzt. Irgendjemand zog immer die Nase hoch oder fragte nach einem Taschentuch! Bis jetzt hat mein Immunsystem durchgehalten und ich arbeite noch fleißig am Abbau der Restbeschwerden der letzten Lungenentzündung.

Was die zweite Woche so brachte:

  • mein Vater wurde operiert und zum Glück ging alles gut. In zehn Tagen geht es weiter. Bis dahin heißt es durchhalten, ein paar schöne Momente erleben, z.B. die Fotos vom Enkel, der gerade weit, weit weg ist genießen, die Tochterkind und ich von ihm erhielten
  • Schule und viele Vertretungsstunden
  • Termine – Termine – Termine
  • den Zwölften und 12von12 nicht vergessen
  • Rechnungen ohne Ende
  • neue Bücher zur Pflanzenwelt bekommen und gekauft, eins ist über Färberpflanzen von Eberhard Prinz (Leseprobe) und richtig toll ! Ich brauche unbedingt noch eine Fläche für solche Pflanzen auf dem Schulgelände.
  • mit Kollegen und Freundin neue Ideen gesammelt, was wir im Rahmen der Schule für Verkaufsstände, wie den Weihnachtsmarkt, herstellen könnten. Wer mit SchülerInnen arbeitet muss damit früh anfangen 😉
  • meine Gesundheit pflegen mit Atemtherapie, Inhalieren und Spaziergängen – langsam scheint es zu wirken, mir geht es so viel besser, dass ich mich an erste Reiseplanungen machte
  • Reparaturen von einigen Sachschäden – Katerchen spielten „Chewie und Scotty allein zuhaus'“; so ging nicht nur ein Lampenschirm kaputt, der sich als Landeplatz nach einer Flugstunde als ungeeignet erwiesen hatte
  • meine Brille brauchte neue Brillengläser und Konstanze bekam ein neues Objektiv – das an Silvester angeschlagene KIT war nur teilweise zu reparieren
  • mag es stürmen oder schneien, Samstag ist Markttag
  • Farbe mit Tulpen in die Wohnung bringen
Erstes Foto mit dem neuen Objektiv!

In der Summe war diese Woche zwar rappelvoll, doch gänzlich unspektakulär, dafür richtig teuer und am Sonntag setzte ich noch eins drauf. Zum Glück ist das Auto voll getankt, Kühlschrank und Tiefkühler voll, ich noch satt von den Feiertagen.

Scottys Lieblingsspielzeug – leere Ampullen von den Inhalierlösungen

Richtig Spaß hatte ich bei der Reparatur eines Lampenschirms. Doch zuerst gibt es die Vorgeschichte. Freitag hatte ich morgens entdeckt, dass in meinem Schlafzimmer die Deckenlampe schräg von der Decke hing. Ohne Brille auf der Nase sah alles zu harmlos aus, um den Sachbestand als bedenklich einzustufen. Mittags empfing mich meine rappelnde Rasselbande quer durch die Wohnung tobend um dann – ey, es ist Wochenende – neckisch gemeinsam abzuliegen. Als die Fotos dazu auf meinem Rechner waren sah ich erst den Schaden! Ortsbegehung, und tatsächlich hing die Lampe nur noch am Kabel an der Decke. Ein Dübel plus Haken fehlt, ein weiterer Dübel steckt noch irgendwie im Putz der Decke. Der Lampenschirm aus dem schwedischen Möbelhaus zeigte deutliche Risse und Löcher, die für Mottenfraß zu groß erschienen. Ganz eindeutig hatte sich ein Kater als Vogel probiert oder sich eine Flugstunde geleistet. Bloß welcher? Damit sich das Reispapier nicht ganz von den Drähten löste fixierte ich alles mit etwas Masking-Tape, denn ich mag keine nackigen Glühbirnen. Das Problem wollte ich durch einen Kurzbesuch im oben genannten Möbelhaus lösen, denn eins davon liegt auf meinem Weg zum Markt. Allerdings überlegte ich es mir angesichts des Rückstaus vor der letzten Ampel, der vollen Parkplätze und dem Gewusel an Leuten drumherum, anders. Das Ding muss bis Mitte nächster Woche halten, irgendwie! Bloß erwies sich Masking-Tape nicht als wirklich zugkräftig.

Zum Glück hatte ich das Tape mit den Punkten gewählt, denn genau das führte mich zu einer Lösung. Irgendwo stand noch das Schälchen mit den Jumbo-Konfetti aus Seidenpapier, das zusammen mit einer superleckeren Schokolade in meinem DIY-Kalender 2015 am 12. Tag gesteckt hatte. Zusammen mit einem Rest Seidenpapier und Tapetenkleister, von dem ich immer etwas angerührt parat stehen habe, war der Lampenschirm wieder einsatzbereit und sogar etwas aufgehübscht. Punkte sind sowieso meine Lieblingselemente.

 

Prinz Chewbacca beim Begutachten

 

Untertan Scotty zu Chewies Füßen, aber er weiß sich zu behaupten

In Sachen Kamera und angeschlagenem Objektiv habe ich lange hin und her überlegt. Es ist ja schon das zweite KIT-Objektiv, das ich zu Schaden hab‘ kommen lassen. Die Platte mit dem kaputten Bajonett-Teilen ist nicht das Problem, die könnte mit dem intakten Teil des anderen Objektivs ausgetauscht werden. Allerdings klappert es im Gehäuse und der vordere Teil wackelt. Irgendwie funktioniert es trotzdem noch, aber eine falsche Bewegung … und ich mag nicht mehr nur mit dem Handy fotografieren. Deshalb musste, durfte, Konstanze auch neue Gläser bekommen, nicht nur ich.

Konstanzes neue Optik

Für den ersten Ausgang mit Konstanze und ihren neuen Gucker war es Samstag leider etwas spät geworden. Facetime mit Sohnemann ging vor! Aber es zeigte sich im winterlichen Dämmerlicht wie viel lichtstärker dieses Objektiv ist.

Mehr erste Bilder gibt es hier von meinem Sonntagsspaziergang und zuhause angekommen stellte ich zwischen bloggen und weiterer Reiseplanung fest, dass es ein paar halbfertige Blogposts gibt auf die ich jetzt gerne zurückgegriffen hätte.

Insgesamt käme mir momentan  in Sachen Reisen und sonstigen Wünschen ein Goldesel sehr gelegen. Mir würde auch ein ganz kleiner reichen! 😉 Aber ich weiß zu sparen und kenne mein Ziel! Als ich im September 2015 hier stand nahm ich mir vor zu diesen Inseln zu fahren und nun wird es 2017 dort hin gehen.

Eine schöne Woche wünsche ich allen und immer positiv denken!

Woche 1/2017

und …

Das letzte Ferienwochenende und Weihnachten sind endgültig zuende!

Schluss ist es mit Abhängen, Rumhängen und Ausschlafen. Die Schule beginnt wieder und das andere Alltagsgebinde nimmt langsam Fahrt auf. Letzteres wurde mir bewusst, als ich Samstag die Januar-Termine in meinen selbst gekauften Kalender schrieb. Selbst gekauft! Männo! Jedes Jahr kaufte ich mir schon Ende November einen Kalender für das kommende Jahr um schon einmal einzutragen, was eben so kommen wird. Jedes Jahr lag dann ein Termin-Kalender dieser Art unter den Weihnachtsgeschenken. Nicht dass ich mich beklagt hätte, denn dieses Jahr wollte ich das Doppelgemoppel vermeiden, womit ich eine Nullrunde landete. Kein Kalender dieser Art! Pff, Mist. Ok, dafür gab es unerwartet einen wunderschönen Fotokalender von einer lieben Nachbarin (Danke noch einmal S*****!). Nur mag ich diesen nicht mit Alltagsnotizen verhunzen, dafür ist er zu schön. Kurz hatte ich noch überlegt selbst ein paar Zahlen zu schreiben und Linien zu ziehen, denn am Papier sollte es in meinem Haushalt nicht liegen. Dann griff ich mir doch aus Bequemlichkeit ein passendes Kalendarium vom noch übervollen Angebot in der nächsten Buchhandlung. ABER BITTE Weihnachten 2017 KEINEN Kalender schenken – ich.kümmere.mich.selbst.darum. Danke. 😉

Was die erste Woche des Jahres so brachte:

  • die Sternsinger kamen vorbei – immer wieder schön und für mich ein wichtiger Teil zum Jahreswechsel
  • von einer Kollegin zu einer Ausfahrt mit ihrem neuen Auto abgeholt worden und danach gemütlich in einem Café eingekehrt
  • Reparaturarbeiten damit meine knapp 50 Jahre alte Küchenzeile noch ein paar Jahre funktioniert – eine Schublade war ausgebrochen
  • viele weitere Versuche in Sachen Pflanzenfarben – es köchelt auch schon wieder auf dem Herd 😀
  • eine Kampfansage an meine penetrante Rüsselpest – wenn’s sein muss schnüffel ich halt mal wieder etwas härteres als Kochsalzlösung & Co.
  • stricken, stricken, stricken
  • Kater bespielen und befrieden – es klappt wieder besser zwischen Altkater Chewbacca und dem jungen Wilden, seinem Neffen Scotty – wir üben weiter
  • eine günstige Gelegenheit bzw. Gegebenheit nutzen – die Stadtgärtnerei arbeitete auf dem Schulgelände meiner Schule und sie entfernten mir netterweise auch etliches Gestrüpp, ratzfatz, in Sachen Schulgarten
  • spazieren gehen und die Natur genießen  – vor einer guten Woche standen hier Schafe und der Schlittenhang im Hintergrund war verwaist

Mengen an Hagebutten hängen noch an den Hecken entlang der Bundesstraße B464, obwohl so viele Früchte im Herbst gepflückt worden sind. Ich war jedoch auf der Suche nach Weißdorn- und Schlehenzweigen. Dabei entdeckte ich das vom Schnee zugedeckte Vogelnest vom letzten Sommer.

Es begann wieder zu schneien und in kürzester Zeit war meine Filzjacke der Umgebung angepasst. So gefallen mir Winter und Schnee. Wenn da nicht die Unmenge an Hundepieselstellen zutage kommen würden oder, noch schlimmer, die festeren Hinterlassenschaften nach einem Gassigang. Es gibt ausreichend Boxen, aus denen Hundekottüten gezogen werden können. Diese Dinger hängen bequem erreichbar in Griffhöhe, doch leider nehmen sie nicht das Bücken zum Häufchen ab. Wenn jetzt noch die grau-braune tauende Schnee-Salz-Pampe auf den Straßen liegt, es darauf noch regnet, alles zur Rutschpiste verwandelt, ist’s wirklich vorbei mit Winterwonderland.

Egal, heute fand ich es weitgehendst nett unterwegs zu sein. Frisch fallender Schnee ist, wenn er ohne Wind vom Himmel herunterflockt, faszinierend. Mir reicht nie die Zeit jede Flocke in ihrer Schönheit, wie Vielfalt der Formen zu bewundern. Sie sind immer viel zu schnell weggetaut oder mit ihren KollegInnen in die bedeckende Gemeinschaft übergegangen.

Ah ja, die Reparatur. Ausgebrochen war eine Kunststoffhalterung, die nach genauerer Betrachtung schon einmal gebrochen und geflickt worden war. Nach Farbe und Zustand der Kleberreste tippe ich auf Pattex, dem Allheilflickmittel meines Vaters und dem Vater meiner Freundin in den 60er und 70er Jahren. Anfang der 80er zogen diese Küchenmöbel nach einem Umzug der Familie meiner Freundin erst noch in ein Garagendepot bis sie bei mir landeten, noch mehr Umzüge wie Umräumaktionen überlebten und nun noch bis zum geplanten Küchenumbau halten sollten. Da lasse ich mich doch nicht durch ein blödes Stück Kunststoff aus der Fassung bringen! Wenn es nicht so kalt gewesen wäre hätte ich mich auf unserem Wertstoffhof platziert und auf Sperrmüll von Möbeln gewartet, in der Hoffnung auf Ersatzteile meiner Uralt-Küche zur treffen. Die Chance dazu ist groß in dieser Jahreszeit. Auch wenn allgemein bekannt ist, dass sich Frauen keine Haushaltsgeräte etc. zu Weihnachten wünschen, gibt es zur Weihnachtszeit etliches rund um die Küche: „Schatz, Du sollst es doch bequem haben…!“ 😉 Statt auf dem Wertstoffhof zu frieren entschied ich mich für Flickwerk und ging in die Werkräume meiner Schule, um dort zu frieren bzw. diese ausgebrochene Kunststoffaufhängung zu flicken. Ein Stück Aluminiumblech, geschnitten, trickreich gefaltet und zurecht gebogen, brachten der Schublade ihre Funktion zurück. Nicht hübsch, aber praktisch. 😀

Zum Schluss noch Chewbacca und Scotty, die außerhalb der Kampfphasen wissen, wie Entspannung funktioniert! 😀

 

Ich wünsche allen eine schöne zweite Woche und vielleicht bis zum ersten 12 von 12/2017.

 

Willkommen kleines Katerchen

oder …

Chewbacca bekommt Gesellschaft

Zwei Jahre ist es nun her, dass Kater Chewies Bruder Harry ganz plötzlich verstarb. Seither war er deutlich anhänglicher, „erzählte“ mir oft ganze Romane, aber er wurde trotz aller Zuwendung immer phlegmatischer und legte an Gewicht zu. Zwischenzeitlich hatte ich es mit einem gleichaltrigen Kater aus dem Tierheim als Gesellschaft probiert. Leider klappte diese Zusammenführung überhaupt nicht. Mein trauriger, deprimierter Kater jammerte noch mehr, litt erst recht, zog sich noch mehr zurück und ich musste diesen Versuch abbrechen. Jetzt versuchte ich es wieder, nachdem Chewie Onkelchen geworden war, mit einem kleinen Neffen von ihm! Vor zwei Wochen zog das vier Monate alte Katerchen auf Probe bei uns ein und zeigte seinem Onkel mit viel Fauchen und Krallen erst einmal: „Ich habe KEINE Angst!“ um sich dann schnell ein sicheres Plätzchen zum Rückzug zu suchen. Chewie blieb neugierig und interessiert, was die Eingewöhnung des Kleinen sehr erleichterte.

Zwei Tage später konnten sich beide schon recht nah beieinander ertragen. Man „fußelte“ sogar schon gemeinsam müde auf der Spielwiese.

Nach zwei Wochen sind Onkel und Neffe ein richtiges Team. Bis auf einen kleinen, heftigen Machtkampf, bei dem ich sie dann doch auseinandernahm, weil ich schon Blut fließen sah, klappt es prima mit den beiden. Chewie ist deutlich lebhafter. Was lachten wir Tränen, als er versuchte das Spiel des Kleinen im Minikatzenzelt zu kopieren. Hinein kam er, aber sich in ihm zu drehen, war bei seiner Körpergröße fast nicht möglich. Trotzdem kämpfte er, dass fast die Nähte platzten!

Es sitzt morgens wieder ein Kater im Waschbecken …

… das sich nur schwer überzeugen lässt Platz zu machen.

Chewie hat seinen Lieblingsplatz auf dem Gläserschrank geräumt, …

…, den der Kleine ‚wuschweg‘ kurz mal leer räumte.

„Ooops! Wasn’t me!“ 😀

Kurz mal Onkelchen beschäftigen, solange Frauchen die Scherben beseitigt!

Danach im Katzengras abliegen …

… um dann zum Kuscheln mit Onkel zu gehen …

(das mit Videos-Hochladen muss ich noch üben)

… bevor die Reparaturarbeiten kontrolliert blockiert werden.

Inzwischen hat Katerchen seine Probezeit hinter sich und gehört nun zur Familie. Ein wenig Rumgeeiere gab es dann bei der Suche nach einem neuen Nenn-Namen für den Burschen. In den Eingewöhnungtagen riefen wir ihn Anges, wie ihn die Züchter benannt haben. Ich favorisierte zuerst Luke Skywalker, genannt Lucky, damit Chewbacca wieder einen Star Wars-Kollegen hat. Keine Familienzustimmung! Fern von Science Fiction fand Siegfried auch keine Befürworter. Die Augenfarbe des kleinen Burschen, bernsteinfarben wie guter schottischer Whiskey, brachte dann das Ergebnis – doch wieder ein wenig Science Fiction 😉 . Aus Anges wurde das keltische Angus. Der Name seines Papas, Aragon, dahinter angehängt ergab dann ein schottisches Namensgebinde – Scottishy.

Welcome Angus Mac Aragon, genannt SCOTTY, in Anlehnung an Star Trek und Montgomery Scott 😀 !