Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Kissenbezüge für den Balkon

oder …

Nähen mit Hindernissen

Der erste Versuch für eine richtige Näharbeit,  4 1/2 Monate nach meinem Armbruch und einen Monat nach dem Einzug von Jungkaterchen, gestaltete sich von Anfang an als eine echte Herausforderung. Meine Ergotherapeutin hatte mir so viel Mut zugesprochen wieder mit dem Nähen zu beginnen, dass ich es einfach wieder probieren wollte. Nachdem es mit Häkeln und Stricken wieder richtig gut klappt, sollte es mit beidhändigem Fieselkram an der Nähmaschine auch wieder funktionieren. Ein Denkansatz, der eine Lücke aufweist!

Der Plan

Die Kissen und Bezüge meiner Balkonmöbel, die ich im Mai 2012 genäht hatte, sahen schon im letzten Sommer reichlich ausgeblichen aus und trotz einer kräftigen Farbwäsche in Knallorange war die Sommersonne 2016 gnadenlos entfärbend. Da fiel mir auf der Suche nach meinen Gerätschaften zum Papierschöpfen im Keller ein Stöffchen als Vorhang in die Hand, das wohl Jahrgang 1980 +/- 5 sein muss. Sieb, Schöpfrahmen, Wanne etc. waren kurzzeitig nur Nebensache, denn im Kopf wuselte sich schon die Weiterverarbeitung der Fundsache zurecht – keine Hussen mehr für die Stühle, aber Kissenbezüge.

 

Zuschneiden

Zum Zuschneiden von Stoffen benötigt man zwei Hände und bewegliche Handgelenke und nicht noch zusätzlich einen überaktiven, gelenkigen, jungen Kater, der mit einer Kralle geschwind einen meiner mit der Stecknadel beschäftigen Finger auf den Punkt fixiert – AHH – ANGUS (auf Scotty hört er in Notsituationen noch nicht) ! Der Blutfleck landete nicht auf dem Stoff und die mit dem Rollmesser geschnittene Kurve konnte ich später ausgleichen. Mannomann, da braucht man drei Anläufe um schmerzfrei und fest ein Lineal zu halten und dann schlägt Katerchen zu, nicht in die rechte Bewegungs-mit- dem Rollmesser-Hand, nein, in die linke, nicht so funktionierende Festhaltehand! Saboteur!!

Es wäre gemein alles auf Katerchen zu schieben, aber so schlecht habe ich ein paar gerade Stücke schon lange nicht mehr zugeschitten. Mir fehlt einfach noch ein Tick vom Cocktail Kraft, Gelenkigkeit und Geschick um mit links wieder voll da zu sein.

 

Nähmaschine aufbauen

Die Maschine irgendwie vom Regal gewuchtet, auf den Tisch gestellt, die Teleskopstange mit den Garnrollen ausgezogen … oje, Scottys glänzten nicht nur vor Freude, da ging ein Feuerwerk hoch!!! Wow! Nicht nur EIN Faden zum Spielen, sondern gleich VIER! Wie toll ist DAS denn!

„AHH!“

„ANGUS!“

„NEIN!“ – Er: „Doch!“ 😉 und sich so richtig mitten in die Fäden eingefädelt.

Aber beim Ausfädeln sich auch nicht helfen lassen wollen! Oh, Katerchen.

Nach erledigter Rettung musste er draußen vor der Tür bleiben, was auch nicht so einfach war. Chewie saß bei mir auf der einen Seite der Tür und Scotty auf der anderen. Chewie miaute, Scotty miaute. Also schob ich Chewie geschwind zu seinem Neffen auf seine Seite, um die Tür schnell wieder zu schließen. Auch nicht gut, denn es folgte erst einmal Fauchen, Knurren und etwas Gepolter um dann gemeinsam jaulend an der Tür zu sitzen. Ich musste spontan an einen 80er-Jahre Stück von Trio denken: … Mama 😉 … „…  Anna, …. lass mich rein, lass mich raus … “ (Was habe ich diese Band geliebt in all ihrem Minimalismus und noch habe ich zwei originale Musikkassetten von Trio.)

Beide Kater wurden aus ihrem Exil entlassen, aber es blieb weiterhin schwierig mit dem jungen Wilden.

 

Irgendwann musste ich mir eine Bremse für „Fang den Fuß“ einfallen lassen!

 

Das Ergebnis

Sechs Balkonkissen sind aus einem der alten Vorhänge entstanden, die die Balkonstühle ganz gut hübschen (finde ich).

 

Und Chewie nach seinem kurzen Exil und trotz dem Umtrieb vom jungen Wilden? Voll entspannt!

 

Schwabenkater #1

oder, gut schwäbisch …

Daraus mache mer no ebbes, gell?

Meine Nachbarschaft ist total verkatert. Wirklich! Völlig alkoholfrei! Sie heißen Francis, Mogli, Feivel, Findus, Sam und Zieschka, ohne meine beiden Grauen zu erwähnen, und alle sind sie echte Kater!
Sie sind, abgesehen für Allergiker, auch ohne Nebenwirkungen. Außer es ist Fellwechsel! Dann flockt und flust es Katzenhaare vom Bett bis in den Tee. Und für mich gibt es Material! 😀
So hängt zwei Mal im Jahr ein Sack voll herrlicher Maine-Coon-Katerwolle an meiner Wohnungstür.

Aus Katzenhaar lässt sich nicht nur Wolle spinnen! Es lässt sich damit auch herrlich filzen, nicht nur Perlen, Filzsteine und Stuhlgleiter. Dieses Jahr probierte ich was Neues für mich, ein gefilztes Tier und ich verarbeitete Wolle eines Katers naheliegend zu einem Filzkater, anatomisch inkorrekt aber erkennbar.

 

Zur Vorgeschichte:

Irgendwann im letzten Jahr, rund um einen Fellwechsel vor einem neuen Beutel Katerwolle sitzend, traf ich im Internet auf den Blog Filzkram von Gabi, die herrliche und teilweise skurrile Filztiere zaubert.

Ich war sofort vor allem von ihren gefilzten Katzen begeistert, die sie in einem Blog-Post liebevoll „Ostfriesenmiezen“ nannte. Darauf hatte ich mit Blick auf meine Katzenwolle die Idee Katzen aus Katzenhaar zu filzen, schickte Gabi den Kommentar: „Auf diese Miezen werde ich mit Schwabenkatern antworten,“ worauf Gabi schrieb: „Nur zu!“

Das war von meiner Seite her ziemlich hoch gegriffen, da Filzen für mich immer noch eine Technik ist, die sich mir nicht so richtig erschließen will – vor allem klappt es trotz aller Tipps und Literatur nicht so, wie ich es gerne hätte.

Egal, es ist wieder Frühjahr, die Katzen haaren wie der Teufel und das Zeug muss weg – vorzugsweise verarbeitet werden. Deshalb ging es ran an die Filznadeln und da ist er nun, mein erster Schwabenkater! Zuerst habe ich ihn natürlich Gabi von Filzkram gezeigt und nun darf der Bursche auch auf meinen Blog.

 

 

Ein wenig zu lang gestreckt wie ein Spargel fand sich für den Burschen nicht so schnell ein guter Ruheplatz. Dabei sind ihm seine Froschpfoten an den Hinterbeinen auch etwas hinderlich.

 

Kater Chewie wollte den Kater mit der fremd riechenden Wolle und den komischen Pfoten auch nicht in seiner Nähe haben.

Doch nun hat der neue Kater im Haus einen sicheren Platz gefunden und „hält“ als falscher Kater auf dem falschen Kaminsims den Blumentopf fest!

 

Ob es zu diesem Exemplar noch Schwabenbrüder geben wird und ob sie auf ewig nackt bleiben werden? 😉
Das wird sich zeigen.

Ferien – holidays – vacances – …

oder …

Entspannung von Katzen lernen

Jedes Jahr zum Beginn der Sommerferien brauche ich einige Tage um das Schuljahr innerlich abzuschließen und vor allem die letzten Schultage zu verarbeiten. Zuletzt überhörte ich fast täglich meinen Wecker. Ein Zuspätkommen in der Schule (als Lehrer ein Unding!) gelang dann nur noch mithilfe meines Handys und der kräftigen Unterstützung durch „Mutter“ von Rammstein.

1. Ferientag

Rammstein sollte noch einmal zum Aufstehen helfen. Half aber nicht. Ich verschlief total und kam mit zweistündiger Verspätung beim Arzt an. Zurück zuhause klappten mir, kaum auf dem Sofa sitzend, die Augendeckel wieder zu. Selbst das abendliche Kraftfutter (Bratkartoffeln mit drei !!! Spiegeleiern !!! – habe ich sogar aufgegessen !!!) bei einem Treffen mit netten Nachbarn sorgte für keinen echten Energieschub.

2. Ferientag

Rammstein war abgestellt. Wecker war abgestellt. Kater-Wecker vergessen!!!!
Früh am Morgen hält es Chewbacca wie Simon’s cat bei
Cat man do <– klick mich.

Mühsam aufgestanden erlebte ich im Anschluss Harry wie bei
Feed me  (<– klick mich) .

Allerdings schlafften die zwei Katerburschen nach dem Frühstück sofort und so völlig ab, dass ich dachte: Da mache ich mit! 😀

Leider passte ich nicht in den Karton …

Chewbacca im Karton

und auf das Hochbrett traute ich mich nicht …

Chewie & Harry

aber ein gemütliches Plätzchen auf dem Balkon, Sofa, Sessel tut es ja auch!

Gegen späten Nachmittag war dann zumindest so viel Energie da um Bilder zu rahmen (ich)
oder
Bilderrahmenglas mit gezieltem Sprung zu zertöppern (Kater)
und Kater zu trösten (ich)
oder
mich zu verpflastern (Kater „halfen“).
Zwei Glasscheiben in drei Tagen ist ein die Wirtschaft fördernder Schnitt.

Nun hat zumindest ein Bild aus den letzten Tagen einen Rahmen und einen festen Platz zwischen älteren Bildern von mir.

 

Chewbacca und Vorlage für den Weihnachtsbrief 2012

 

Schwan 2001

 

Frühling 2002

 

Ohne Titel 2013