Herbstlicher Türschmuck in 15 Minuten

oder …

Hortensien sind selbst verblüht noch schön

Hortensienkugel

Herbstliche Temperaturen vor der Tür, die Sommerbepflanzung in den Blumenkästen will nicht mehr so richtig Blüten und Farbe entwickeln, da fällt mir meine Hortensie ins Auge.
Im Frühsommer hatte sie in herrlichen weißen Blütendolden geblüht um dann den restlichen Sommer langsam ins grün zu wechseln und jetzt werden die Blütenblätter braun. Nachdem ich zwischen den Dolden neue Triebe entdeckte schnitt ich alles verblühte ab.

Nicht nur Kater Harry fand die abgeschnittenen Hortensienblüten zum Wegwerfen zu schade. Tatsächlich kann mit wenigen Mitteln ruckzuck eine Deko daraus hergestellt werden.

Mit etwas Schnur (Paketschnur und Nylonfaden), einer Schere, einem feinen Rebkranz, 7 verblühten Hortensien und 15 Minuten Zeit kann ein Türkranz und eine Hortensienkugel entstehen.

Für den Kranz werden zwei Blüten mit etwas Schnur unter den Blattachsen hindurch miteinander verknotet.

Mit den Schnurenden oder neuen Schnüren verbindet man die zwei Blütendolden „unsichtbar“ auf der Rückseite mit dem Rebkranz und verknotet die Schurenden.

Zum Aufhängen noch einen Nylonfadenan an den Kranz binden und fertig ist er, der herbstliche Türkranz!

 

 

Die restlichen fünf Dolden knotete ich mit Schur zu einer Kugel zusammen. Zuerst zwei verbinden, dann die dritte Blüte anknoten und die vierte. Bevor ich die letzte verblühte Hortensie einsetzte, knotete ich den Nylonfaden zum Aufhängen in die Mitte hinein.

Hortensienkugel

 

Lavendelernte 2013

oder …

Eigentlich wollte ich Koffer packen

Im Frühjahr hatte ich für meinen Lavendel den Zeitpunkt verpasst ihn zu schneiden und nun hatte ich auch noch verpasst die Blüten kurz vor dem ersten Aufblühen zu ernten. Das hatte ich schon vor einer Woche entdeckt, als ich frühmorgens – es war sehr früh – auf meinem Balkon stand um Fixpunkte aus meinem wummernden Zahnschmerz heraus zu finden.

Inzwischen ist es der Montag danach und ich hoffe doch sehr, dass der Notdienst mich von dem *do dong do dong …* rechts oben im Kiefer befreit hat!
Zumindest habe ich jetzt schmerzfrei den abgeblühten Lavendel vor dem herannahendem Gewitterregen geerntet bevor er weiter in meinem „Garten“ zum Vermodern kommt.
Schade nur, so spät im Jahr geschnitten wird der Lavendel keine zweite Blüte entwickeln können mit deren Schnitt ich meine Herbstdekoration normalerweise gestalte.

 

Diese Lavendelernte steht nun ohne weitere Dekoration in einer rechteckigen Vase. Eigentlich wollte ich an den Rändern der Vase noch Weizen- und Gerstengarben dazu stecken, die ich neben abgeernteten Feldern gesehen hatte. Nun kam ein Schwung Regen dazwischen – keine Ernte – der Lavendel bleibt also solo.

 

 

 

 

 

Ach ja, und Koffer packen kann ich ja noch morgen, übermorgen, … 😉

Herbstfarben …

oder

… endlich wieder Sonne und blauer Himmel

Was bin ich froh mein Smartphone in der Tasche gehabt zu haben, als ich eine Hohlstunde für einen persönlichen Servicegang nutzte. Fiel uns hier tagelang der Himmel auf den Kopf, wie Asterix es ausdrücken würde, war es heute für kurze Zeit strahlend blau. Dazu brachte die strahlende Sonne all die Farben des Herbstes herrlich zum Leuchten – meine Lieblingsfarben!

Was bin ich froh auf diesem kurzen Weg gleich die Fotos geschossen zu haben und mich nicht erst nach dem Schulschluss auf den Weg machte um mit der „richtigen“ Kamera zu arbeiten. Denn langsam zieht sich der Himmel wieder zu und überhaupt, es wird ja früher dunkel.

 

 

 

 

Und dann ging mein Blick nach oben und mein Finger auf die falsche „Taste“ :D. Nun es ist passiert, ich lichtete mich selber ab, weiterhin rotnasig geplagt von (m)einer Rüsselpest, aber dieses Bild nun einmal Teil in dieser Bilder-Reihe ist, musste es hier rein.

Was für ein Hintergrund für diese Farben!

 

 

 

 

This is the end …

Weißer Herbst

oder …

Zieht euch warm an und gönnt euch was Leckeres

„Äh, bäh, pfui“ waren meine ersten Gedanken, als ich heute morgen den Rollladen hochzog und aus dem Fenster schaute. Der Wetterbericht hatte tatsächlich eine zutreffende Voraussage geliefert, leider.
Und es wurde den ganzen Tag nicht besser.
Schnee und Kälte sind definitiv nicht mein Wetter. Vor allem nicht schon im Oktober!!!

So macht Autofahren keinen Spaß.

Ich glaube, auch die Bauern freut das feuchtkalte Zeugs nicht.

Was bleibt uns übrig in diesen Breitengraden?
Warm anziehen und was gutes kochen :D!

Das Strickzeug, es soll eine Art Tunika werden wächst langsam, sehr langsam. Denn heute fiel mir in einer unachtsamen Minute mitten im Patentmuster eine Masche und ich musste ALLES wieder auftrennen.

Wenn das Strickwerk etwas wird stelle ich die Anleitung in den Blog. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass ein weiterer Maschenfall ausbleibt.

Zum Magen und Seele wärmen haben mein Sohn und ich heute wieder zum Essen die japanische Versuchsküche geöffnet. Vor einiger Zeit hatte ich ihm einige Original-Zutaten plus einer Kurzanleitung zu Okonomiyaki geschenkt und er ist bisher nicht dazu gekommen es auszuprobieren. Bevor er nun für ein halbes Jahr für ein Praktikum nach Island geht wollten wir endlich wissen, wie das funktioniert und ob es uns tatsächlich schmeckt.
Vor ein paar Tagen hatten wir schon herausgefunden, dass uns eine wichtige Zutat fehlt: Dashi.
Das ist letztlich nichts anderes als eine Brühe aus Instantpulver, allerdings aus Fisch bestehend.
Hmm, ich lebe vegetarisch.
Aber ich habe es trotzdem gesucht und im Asienhaus in Tübingen bekommen.

Jetzt wollte ich es genauer wissen, wie Japaner Okonomiyaki herstellen und bemühte Youtube. Schon beim Eingeben von Okonomiyaki wurde mir „Cooking with dog“ als Treffer angeboten und ich erinnerte mich, dass meine Tochter davon berichtet hatte und wie hilfreich diese Videos für ihre japanischen Kocherfahrungen waren. Allerdings konnte ich mir bei der Eingangswerbung und dem Beginn des Videos ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Was folgte war dennoch eine schlüssige und nachvollziehbare Erklärung wie diese Art an japanischem Pfannkuchen, oder japanischer Pizza zubereitet werden kann.

Hier erst einmal der Link zum Originalrezept des Okonomiyaki von „Cooking with dog“.

Wir änderten die Zutaten allerdings etwas.
Backpulver und die Bergyamswurzel ließen wir weg, auch den Oktopus und die Shrimps denn ich wollte als Veggie ja auch mitessen.
Stattdessen schnitten wir 50 g Steinpilze und ein Stück roten Paprika hinein. Den Speck verteilte ich so, dass ich meinen Abschnitt hinterher hatte,
und …

es war lecker, superlecker, Seelenfutter.
Dabei war es mir letztlich egal, dass Dashi eigentlich Brühe auf Fischgrundlage ist und die Bonito-Flocken getrocknete Thunfischraspeln sind.

Allerdings werde ich für mich selber in Zukunft das Mehl für den Grundteig mit Gemüsebrühe anrühren und statt der Bonitoflocken etwas Käse über den/das Okonomiyaki reiben.

Lavendel und Kastanien

oder …

der unermüdliche Materiallieferant Herbst

Auch wenn ich die zunehmende Kälte und früher werdende Dunkelheit überhaupt nicht mag liebe ich den Herbst. Es ist die Jahreszeit, die einem das Material vor die Füße fliegen lässt, welches anscheinend nur darauf wartet von mir aufgehoben zu werden. Ich kann nun einmal nicht so einfach an einem schön gefärbten oder geformten Blatt achtlos vorbeigehen. Es klappt genausowenig bei Kastanien – ich muss mich einfach bücken! So bückte ich mich die letzten Tage verflixt häufig und sammelte wie ein Eichhörnchen Blätter, Eicheln, Zapfen, Kastanien, …  ohne zu wissen wozu und was daraus werden soll.

Im Moment des Sehens fand ich jedes Teil einfach viel zu schön um es auf der Erde liegend Wind, Wetter, Füßen, Autos und mehr der Zerstörung ausgesetzt zu sehen.
Manches sah nach einer Woche auf meinem Balkon dann allerdings auch nicht mehr so ansprechend aus um etwas zu seiner Daseinsverlängerung zu unternehmen. Trotzdem bücke ich mich weiter und unter fast jedem Teppich liegt eine Zeitung in die ich Blätter zum Pressen deponiert habe. Unter einer Teppichecke fand ich, hmm, tja, ich will ehrlich sein, eine Zeitung mit der Ausbeute vom letzten Jahr – hat was von Eichhörnchen <smile>

So sah ich dann auch die Rosenblüte im Garten meiner Tochter, bei der ich für zwei Wochen die Katzen hütete, fütterte, bespielte. Abgebrochen lag sie einfach so da und sah dabei noch so schön aus. Birmchen Ronja fand diese Rettung mindestens ebenso schön wie ich und schleckte jeden Regentropfen von den Blütenblättern ab.

Bei der Rosenrettung fielen mir die geernteten Lavendelbündel meiner Tochter auf. Meine Lavendelernte habe ich schon in Duftsäckchen eingenäht. Doch für diesen „überreifen“ Lavendel war dafür zu spät. Allerdings war es auch zu schade ihn einfach unverarbeitet zu lassen und ich versuchte mich an einer herbstlichen Tischdekoration.

 

Die Lavendelstengel waren so trocken, dass sie sich nicht mehr so ohne weiteres zu kleinen Steckbündeln binden ließen. Deshalb suchte UND fand!!! ich die Steckmassenzylinder, die ich vor Jahren einmal bei Aldi, Lidl, oder ähnlichem aus der Krabbelkiste heraus gekauft hatte.

In diese Steckmassenteile steckte ich die gekürzten Lavendelstengel. Dabei versuchte ich senkrecht zu stecken um den zylindrischen Charakter zu erhalten.

 

Heraus kam dann doch ein Kegel, nach dem Abschneiden ein Kegelstumpf. Mit Bast umwickelt, auf einem Silberteller mit gesammelten Kastanien arrangiert wurde daraus dann doch noch ein Empfangsgesteck für die Urlaubsrückkehrer.

Der zweite Versuch:
Die Idee, die abgeschnittenen Stengel zur Umrandung des Lavendelgestecks zu verwenden hatte ich gestern schon. Aber auf der Steckmasse haftete kein Kleber vernünftig, auch die Heißklebepistole versagte dabei. Deshalb versuchte ich es heute beim zweiten Gesteck mit doppelseitigem Klebeband.

So richtig klebte es zwar nicht auf der Steckmasse, aber zumindest hielt das Band an der Stelle, wo es sich überlappte, zusammen. Die Stengel, die ich darauf legte, hielten. Und das war die Hauptsache.

Zum Schluss schnitt ich die Stengel auf eine Höhe zurück, bis auf einige wenige mit Blütenständen, und umwickelte, eher zur Zierde als zum Halt, das Gesteck mit meinem letzten Rest Bastfäden.

Die restlichen Kastanien liegen nun zum größten Teil in einer Metallschale. Einige wenige Kastanien halten den übrig gebliebenen Lärchenzweig mit Zapfen, die ich für den Türkranz nicht mehr gebraucht habe in einen hohen Glas.

Im Großen und Ganzen war die Arbeit mit dem sehr trockenen Lavendel, trotz des angenehmen Duftes, eine ziemlich Sauerei. Es staubte und die Samen bröselten nur so herum. Aber auch das lohnte sich, denn nun konnte ich das machen was ich am meisten liebe – Reste verwerten!

Alle Samen und Krümel vom Lavendel hatte ich während der Arbeit immer beiseite geschoben. Zum Schluss sammelte ich sie im Spargelpapierkörbchen, dass ich im Frühjahr hergestellt hatte. Zusammen mit ein paar Lampions ergeben diese Reste noch ein schönes, duftendes, herbstliches Gebinde zum Abschluss.

 

Herbstliche Türdekoration

oder …

Buchen sollst du suchen

Nach all dem Papierkram und der „Bastelei“ am Computer, noch fehlen mir einige Updates, brauchte ich endlich wieder etwas Schönes. Allerdings suchte ich nicht die Buche, sie fand mich, auf dem Heimweg von meiner Arbeit.

 

Die Sonne schien so schön, ein Wind wehte und bewegte die Äste der Bäume in dem kleinen Park, der die Schule wo ich arbeite umgibt. In Gedanken überlegte ich mir was ich an herbstlicher Dekoration dieses Jahr machen könnte. Nach Jahren der Türkranzabstinenz könnte es dieses Jahr mal wieder einen für die Eingangstür geben, dachte ich, blickte in die Bäume, und die Idee war da.
Keine zwei Stunden später hängt das Ergebnis nun an Ort und Stelle.

Für diesen Kranz verarbeitete ich die Samenpuschel der Weißbuche, Lärchenzapfen und als Akzent die Früchte vom Pfaffenhütchen. Die Puschel sollten beim Verarbeiten noch nicht zu trocken sein, sonst fallen schon beim geringsten Druck die Samen ab.

All dieses Material klebte ich mit der Heißklebepistole auf einen Reisigkranz, an den ich schon vor dem Kleben einen Nylonfaden zum Aufhängen anknotete.

 

 

 

Herbstspaziergang im Pomeranzengarten Leonberg

oder …

Neue Wege gehen

Oberste Terrasse und Zentrum des Pomeranzengartens in Leonberg

 

 

 

 

Blick auf die Arkaden, wo früher die Winterhäuser für die Zitruspflanzen standen.

 

 

Heute bieten die Arkaden Platz zum Sitzen und Schutz vor der Sonne
Schmetterlingparadies

 

 

 

Namensgeber des Pomeranzengartens

 

Und unterhalb liegt eine Parkanlage mit schönem Baumbestand

Wie viele schöne Plätze es in der umliegenden Gegend gibt entdecke ich jetzt erst nach und nach.
„Jetzt“ heißt, nachdem meine Kinder ihre eigenen Wege gehen, kein Mutti-Taxi mehr gebraucht wird, kein „Mutti, mir ist so langweilig“ nach einem Animationsprogramm ruft, der vielspaltige Organisationsplan in der Küche mehr Leerfelder als Eintragungen für Termine irgendwelcher Art aufweist, … .
„Jetzt“ auszufüllen hat eine Weile gebraucht. Um für meine Kinder rund um Stuttgart ein spannendes Programm zu finden half mir über viele Jahre der Ratgeber „Kind in Stuttgart„, der seit – lasst mich zurückrechnen – mindestens 17 Jahren jährlich herausgegeben wird.
„Jetzt“ schenke ich den Veranstaltungshinweisen in den Tageszeitungen und meiner Sonntagszeitung  deutlich mehr Beachtung, wie auch dem einen oder anderen Hinweisschild rechts oder links meiner ganz alltäglichen Wege, denn …
„jetzt“ heißt inzwischen „du darfst“, nämlich, an dich selber denken.

So lese ich auf der Rückfahrt von Karlsruhe nach Stuttgart, eine Strecke die ich schon vor dem Studium meines Sohnes in Karlsruhe oft gefahren bin, auf der A8 kurz vor Leonberg zum ersten Mal bewusst das Hinweisschild „Pomeranzengarten Leonberg„. Leonberg gehört zum Kreis Böblingen und auch ich wohne dort seit vielen, sehr vielen, hmm … zweistelligen Jahren, allerdings eher Stuttgart-orientiert und wohl etwas drumherum blind. Dem wollte ich nun abhelfen und machte mich an diesem Wochenende auf den Weg nach Leonberg. Kaum auf der A8 auf der Autobahn steckte ich natürlich im Stau. Aber, mal ehrlich, A8 oder A81 ohne Stau bringt doch nur halb erlebtes Autobahnfeeling! Dann Leonberg entlang diverser Einkaufszentren durchfahren, den Schildern Richtung Altstadt und Pomeranzengarten folgen, die Orientierung verlieren und keinen Parkplatz finden. Die Straße in die Altstadt endet am Finanzamt. Ich lasse das Auto in der ersten freien Parkbucht stehen und folge einer Gruppe, die mit Kamera und Stadtkarte ausgerüstet besser auf einen Stadtrundgang vorbereitet ist als ich. Ihr Weg führt zurück zum Finanzamt = Schloss und dahinter liegt mein Ziel.

Der Pomeranzengarten ist Teil des Witwensitzes der Württemberger Herzoge und der einzige Terrassengarten der Spätrenaissance in Deutschland.
Nach meinem Spaziergang durch die Parkanlage folgte ich noch einem Teil des historischen Rundwegs durch die Altstadt und lief an Johannes Keplers Elternhaus, wie an seiner ersten Schule vorbei. Ich denke, ich werde mich demnächst in Weil der Stadt umschauen, der Keplerstadt in der Nachbarschaft.

Und dann ging mein Blick zurück über die Giebel der Altstadt Leonbergs:

 

Herbst im Haus

Herbstzeit, Erntezeit, Zeit des Sammelns. Herbst beginnt für mich mit den ersten Kastanien. Ich kann nicht wiederstehen mich nach ihnen zu bücken, wenn ich eine auf der Wiese unter den Bäumen liegen sehe. Ehe ich mich versehe sind ruckzuck zuerst die Hände voll und dann noch meine Taschen. Keine Jackentasche ohne Kastanie.

Danach kommen normalerweise die Walnüsse. Mengen davon sind entlang des Sommerrains in Stuttgart beim KEKS-Haus zu finden. Da der Neubau noch nicht fertig ist entfiel das Sammeln dieses Jahr, dafür brachten meine Eltern ihr Sammelgut von ihrem Bodenseeurlaub mit.
Äpfel von Nachbarn, Maronen und Kürbisse vom Bauern, Zapfen aus dem Wald (und einer aus Spanien), Quitten von dem Wiesenstreifen am Altenheim meiner Tante, ein paar Getreidestängel vom Wegrand, der einzige Granatapfel aus meinem Balkongarten (die Zitrone ist noch nicht reif), eigener Lavendel, Dolden voller Sonnenblumenkerne und Hagebuttenzweige – alle diese Herbstrelikte sammelte ich nacheinander in einem Körbchen auf dem Balkon bevor ich sie in die Wohnung holte. Von den Sonnenblumen und Hagebutten musste ich mich jedoch verabschieden. Das Katzennetz verhindert zwar das Ausbüchsen meiner zwei Grauen aber ist kein Hindernis für die Meisen vor unserem Haus. Ganz gezielt fliegen sie das Netz an, klammern sich an einem Querfaden fest, legen die Flügel an und flutschen so durch die Netzöffnungen auf den Balkon. Genauso geht es nach geglücktem Beutezug wieder nach draußen in die Freiheit. Aber es blieb genug für meinen Erntekorb der zum Schluss doch noch ein wenig rote Farbtupfer bekam – statt Hagebutten leuchten ein paar eigene Chilis.

Herbst auf dem Balkon

Jetzt ist der Herbst wirklich da. Hatte es Mitte Oktober noch einmal in meinen Balkonkästen geblüht wie es dies den ganzen Sommer nicht gewollt hat ging den Geranien und den Petunien nun doch „die Luft aus“. Die ersten Pflanzen ließen durch die Nächte kurz gefrostet matschig die Blätter hängen. Signalgeber für Balkongärtner wie Gartenbesitzer spätestens jetzt alles bereit für den Winter zu machen, so wie der Rauhreif morgens auf den Autos den Startschuss gibt an die Winterbereifung zu gehen.

Oleander, Zitronenbäumchen und Chilipflanzen sind schon seit mindestens zwei Wochen in ihren Winterquartieren. Sofort sah der Balkon nackt und kahl aus. Da fand ich im Gartenmarkt zwischen den Grabgestecken hübsche kleine Erikabäumchen, wie ich sie noch nicht gesehen habe. Sie gefielen mir so gut, dass ich von den vier Exemplaren zwei mitnahm. Und auch gleich noch ein wenig Efeu und davon ein Pflänzchen und noch eins von dem anderen 😀 und danach erinnerte ich mich wieder, warum ich eigentlich dorthin gegangen war – Tannenzweige zum Abdecken der Blumenkästen besorgen.

Zwar blühen in meinem Streifen „Garten“ vor dem Balkon noch die Rosen, doch alles andere ist mit Tannenreisig, Buchsbaum, Efeu und Erikapflanzen verpackt und bereit für die Weihnachtsbeleuchtung und den Winter.