Woche 41/2017

und …

Der Mut zur Lücke!

 

Unausgeschlafen, unkonzentriert, unsortiert, unzufrieden, am Ende unglücklich – es wollte nichts funktionieren in der vergangenen Woche. Prio 1 der Schule und der Arbeit gewidmet blieben nur wenige Minuten zum Lernen für die Prüfung/en. Ich beschloss mich auf die Inhalte der Unterlagen zu konzentrieren, die mich wirklich interessieren und den Rest auf den Lesestapel in der Toilette zu deponieren.

Auf einer dieser Seiten fand ich dieses Zitat von Anaxagoras, einem griechischen Philosophen (499 – 427 v. Chr.):

Die Natur kennt keine Vernichtung, nur Metamorphose.

 

 

Damit der Kopf frei wird hatte ich mir Spaziergänge verordnet, egal ob es irgendwo in meinen Knochen schmerzte, Hauptsache raus in die Natur. Sohnemann, auf Kurzbesuch, hat mir dazu noch den Rücken frei gehalten und Tochter lieh mir das eine oder andere offene Ohr. Danke euch beiden!

Die Wolkenbildung und deren Beleuchtung lud immer wieder ein zum Innehalten.

 

Eine Wolkenbildung am Horizont machte mir am Samstag jedoch Sorgen. Das sah verdächtig nach Rauch am Horizont aus.

Ich hoffe, es ist nicht allzu viel passiert und wenig Schaden entstanden.

Jetzt trainiere ich weiter meine Hirnzellen. Die Papier-Stapel lichten sich. Das wird doch zu schaffen sein, …

 

Bis die Tage,

Karin

 

Nachtrag:

Gerade meine Post der Woche noch bearbeitet und es gibt an meiner Pinnwand „Da-freue-ich-mich-drauf“ eine neue Konzertkarte: Abschlusskonzert der Jazz-Open in Stuttgart – Yeah Yeah Yeah

Ist zwar mein teuerstes Fanta-Ticket, aber meinereine war fast von Anfang der Band an dabei, und ich liebe die Atmosphäre auf dem Schlossplatz in Stuttgart, also nix wie hin! 😀

Woche 39/2017

und …

Prüfungsvorbereitung und ein Deko-Tipp aus Herbstlaub

Ich habe den Eindruck, die Zeit des Verzettelns scheint überwunden zu sein. Wenn es voran geht schmerzen Nachtschichten nicht so sehr.  Zudem ist nach dem Aufstehen die Freude groß, wenn das nachts Geschaffene im Tageslicht immer noch überzeugen kann.

Nach der Rückbesinnung auf frührere Jahre, als das Kinderzimmer für meine Große eher einer Intensivstation ähnelte, erinnerte ich mich an die optimale Zeit zum Schlafengehen, um morgens den Wecker nicht schlachten zu wollen oder ihn gleich völlig zu überschlafen – für mich ist es 1.00 Uhr bis 1.30 Uhr, aber dann muss der Kopf wirklich auf dem Kissen liegen! So klappt es mit dem ausgeschlafen wirkenden, pünktlichen Aufstehen für den Schulalltag. Das Nickerchen nach der Schule muss dann allerdings, im Gegensatz zu Jungmutterzeiten, sein. Das fordert die Natur inzwischen schon auf harten Stühlen ein. Bisher klappten mir nur die Augendeckel auf Sofa und Sessel zu, kaum dass ich mich nach dem Heimkommen hinsetzte. Inzwischen reicht sitzen völlig aus, ob im Wartezimmer beim Arzt, im Lehrerzimmer beim Korrigieren, am Esstisch, …, egal wo.

Doch bevor ich mich wieder vertüdel kommen jetzt einfach ein paar Bilder aus der Woche:

  • meine Sammlung aus den Versuchen mit Pflanzen Malfarben herzustellen ist fast fertig
  • die Testreihe hat sich ganz von alleine auf Färben mit Pflanzen erweitert – zum Auspressen der Pflanzensäfte hatte ich Stoff verwendet
  • zur Dekoration meines Präsentationstischs gibt es „Herbstrosen“ aus Laub meiner Lieblings-Spitzahornbäume – wer sie nacharbeiten möchte (nicht basteln!) schaut hier nach 😉
  • Sammeln, verwenden und Lernen in Einem ist am Besten – Färberhundskamille gesammelt, verarbeitet und die Familie der Korbblütler wiederholt (Zungenblüten, Röhrenblüten, …)

Weil ich wieder einmal nachts die Kraft und Muße hatte etwas auszuprobieren, das sich auf den Präsentationstisch der Abschlussprüfung gut machen würde, gibt es jetzt noch ein Rätselbild. Was ist das? Was habe ich ausprobiert? 😉

Ich hoffe nur, dass nach dem Trocknen das Ergebnis geglückt ist.

 

Jetzt wieder an die Arbeit. Der Tag ist kurz, die Nächte auch.

Viele Grüße und bis die Tage,

Karin

Vorweihnachtsvorwehen und Herbstzeit-Blues

oder …

Ein Doppel-Post!

Was beinahe wie Blogpause in Sachen DIY von Meinereine aussieht hat nichts mit null Bock auf Blog zu tun. Gar nichts. Ganz und gar nichts! Das Problem liegt ganz woanders, ist irgendwie schwierig zu beschreiben, oder kurz und knapp gesagt – ich bin gebloggckt!

Es ist nicht so, dass momentan nichts Kreatives bei mir durch die Finger läuft. Es stehen auch keine leeren Strickkörbe herum. Die frisch geschliffenen Papierscheren funktionieren wieder hervorragend und haben keine Chance Rost anzusetzen. Die Pinsel sind nach dem Auswaschen noch feucht. Kein Klebstoff ist unverarbeitet eingetrocknet.
Keine Kreativpause.
Katerchen trifft auch keine Schuld, wie sonst so oft! 😉

Dabei begann alles so entspannt nach den Sommerferien.
Die neue Klasse begrüßt. Glücklich den neuen Stundenplan mit ganz vielen praktischen Fächern an meinen Kühlschrank gepinnt und mir selbst ein glückliches neues Schuljahr gewünscht.

Wenn da nicht … kaum, dass das Schuljahr begonnen hatte, wie üblich, der Kalender von jetzt auf nachher mit Wirkung einer Schlammlawine von Terminen zugeschüttet worden wäre!
Wenn sich da nicht … schon am zweiten Schultag, völlig unerwartet, meine chronischen Wehwehchen mit Macht zurück gemeldet hätten.

Wegdrücken ging weder das eine noch das andere, schon gar nicht, weil zum Beispiel die im Schulgarten geernteten Kräuter bei mir im Haus auf dem Dachboden trockneten, bevor sie weiterverarbeitet und verpackt auf dem Weihnachtsmarkt angeboten werden können. Irgendwie schafften es meine Kollegin und ich bei mir zuhause vorzubereiten was ging, oder Probe zu verkosten, bevor unsere Schüler an die Herstellung von allerlei Kulinarischem zum Verkauf gehen konnten. Labels entwerfen, Gläser und Tüten bestellen, das konnte ich auch von zuhause aus.

Sicherlich verstanden meine Ärzte etwas anderes unter „kürzer treten“, sie haben ja auch recht. Aber die Teilnahme an diesen Weihnachtsmarkt habe ich mit initiiert und jetzt die Kollegen damit hängen lassen kann ich nicht.

Ist schon seltsam zu einer Jahreszeit in der es die Trauben frisch von den Reben gibt und ich noch keinen Bock auf die getrocknete Variante Rosinen in Stollen habe, an Weihnachten zu denken.
Macht Sinn.
Muss sein.
Müssen andere auch.
Weihnachten beginnt tatsächlich schon im September, spätestens, wenn man an einem Weihnachtsmarkt (wie meine Schule) teilnehmen möchte.

Mittlerweile ist es Ende Oktober.
Die Stellflächen werden knapp in meinem Haushalt. Auf jeder Ablagefläche tummelt sich irgendetwas Ausprobiertes, Angefangenes, Unfertiges. Es ist wie eine Krankheit, eine Seuche. Sogar auf meinem Blog hat sich dieser Halbfertig-Virus ausgebreitet.
An manchen Tagen träume ich von großen schwarzen (Müll-)Säcken und der „Delete“-Taste.

Seit Schuljahresbeginn wird gepflückt, geerntet, genäht, gebastelt, gesägt, geklopft, (ein)gekocht, gebacken und gepackt. Kisten und Kartons füllen sich mit Tüten, Gläsern und Werkstücken. In meinem Kopf wuseln bei der Arbeit gleichzeitig neue Ideen zusammen, was man denn sonst noch so herstellen und anbieten könnte. Nicht einmal auf’s Klo kann ich momentan gehen, ohne das mir irgendeine Idee vom Kopf in die Finger läuft.

Adventskalender für meine Klasse?

So entstehen parallel zu den Waren in diesem Jahr schon die ersten Prototypen für das kommende Jahr.
Doch BLOSS nicht googeln, durch Dawanda, Pinterest & Co. stöbern, wenn das Ergebnis ausgetüftelt ist! Unter Garantie gibt es diese Idee schon ewig und ist viel schöner präsentiert, als man es selber kann.
Und auch nicht darüber bloggen, sonst hat der Nachbarstand auf dem Weihnachtsmarkt den gleichen Artikel im Angebot.
Ach ist das alles blöd.
Zudem blogge ich am liebsten direkt bei und nach der Herstellung. Angefangene Blog-Posts fühlen sich nach Tagen, Wochen, wie liegen gebliebene Bügelwäsche, nach ungeliebter Arbeit an.

Was mache ich erst, wenn ich in die Produktion von Weihnachtsgeschenken für meine Lieben gehe? Noch mehr angefangene Blog-Posts produzieren? Was ist mit denen von den  letzten Jahren?
Mein zweifelnder Blick geht in Richtung Bügelkorb. Hmm?!

Inzwischen ist mein Frustrationsniveau auf unterstem Niveau, die Motivation Ideen auszuprobieren ziemlich im Keller, meine über Jahrzehnte gesammelten, selbst entworfenen  Anleitungen werde ich wohl zum größten Teil nicht mehr veröffentlichen. Schwarzer Sack und fertig!

Wenn ich dann noch in Bastelläden in Päckchen abgepackte Mini-Holzsterne sehe, 8 Stück zu 2,99 €, die dann tatsächlich gekauft werden, rappelt es gewaltig in mir! Die großen Sterne, die meine Schüler gesägt haben, verkauften wir letztes Jahr für 1 € das Stück, sonst hätte sie keiner gekauft.

Trotzdem laufen wieder die Laubsägebogen heiß um Sterne zu produzieren. Daneben entstehen Apfelhäuschen zur Winterfütterung von Vögeln. Die Wildbienenstände werde ich für dieses Jahr nicht mehr ferig bekommen. Doch der nächste Weihnachtsmarkt kommt bestimmt und ein Schuljubiläum steht an.

Trotzdem tüftle ich seit Tagen begeistert und mit Elan an meinem Beitrag für einen DIY-Adventskalender herum, inklusive angefangenen Blogposts :D.
Kann man eigentlich Blogposts ungebügelt veröffentlichen und kann man in ungebügelter Wäsche in der Öffentlichkeit bloggen?

Genug lamentiert. Gar nicht meine Art. Gesagt, gedacht, geschrieben, gehofft.

Herbstzeit-Blues.

Ich bin am Wochenende wohl zu lange durch die Landschaft gepilgert. I’ve got the blues.

Nachdem ich einige Zeit nicht so richtig vor die Tür gekommen war, trommelten die Hummeln unter meinem Hintern nach Ausflug. Deshalb fuhr ich spontan nach meinem obligatorischen samstäglichen Marktbesuch der Sonne nach und landete bei Pforzheim im Wildpark, am Rand vom Nord-Schwarzwald.

So sehr mir die herbstliche Färbung der Wälder gefällt bin ich mir seit heute klar darüber, dass der Herbst nicht mehr eine meiner Lieblingsjahreszeiten ist. Der Herbst macht mich melancholisch und dieses Gefühl mag ich momentan überhaupt nicht er- und ausleben. Nö!

Ein bunt gefärbter Laubbaum sieht nur aus der Ferne schön aus. Aus der Nähe braucht das Laub schon eine reichliche Portion Sonnenstrahlen zum Aufhübschen. Das ist so. Braucht man nicht darüber zu diskutieren.

Wie beim Winter kann ich mir die schönen Seiten auf Fotos festhalten und anschauen. Fertig.
Doch, halt! Was ist denn das?
Gebückt, auf Knien mit Konstanze durch das Laub gerutscht und wieder einmal alles vergessen, was mich die Tage geärgert hat.

Fotogene Pilze.

 

 

Nein, die Schnecke habe ich nicht dorthin platziert! Ich habe sie selbst erst entdeckt, als ich das Teleobjektiv aufgeschraubt hatte und durch den Sucher schaute.

Leider weiß ich nicht um was für Pilze es sich handelt. Doch hübsch sahen sie aus.
Nicht weniger hübsch zeigte sich Herr Waldrapp mit seinen Damen. Schwer zu fotografieren durch all den Maschendrahtzaun! Schade!! Trotzdem probiert. Irrer Typ 😉

„Schau mir in die Augen Kleines!“ – Wer kann diesem Blick wohl widerstehen? 😀

 

Bevor jetzt trübe Gedanken Nester in meinem Kopf bauen, richte ich mir mein Gefieder und trinke ein Schlückchen.

Der letzte Blues für heute – Meet me at the bottom – und gut ist’s. In der kommenden Woche werde ich 57 und habe nicht vor mich unterkriegen zu lassen.
Punkt.
.

 

Stare – Stare – Stare

oder  …

Alle Vögel fliegen hoch!

Seit Tagen tummeln und sammeln sich die Stare auf den Feldern und freien Flächen. Aus Grüppchen haben sich Schwärme gebildet, die in wechselnden Formationen ständig unterwegs sind – wenn man denn die Kamera endlich dabei hat und sie richtig eingestellt ist und der geladene Akku drin steckt.
Verflixt viele Unsicherheitsfaktoren auf einmal!
Sitzen die gefiederten Mini-Dinos mal hochspannungsleitungsbevölkernd oder ackerbesetzend kann man davon ausgehen, dass es weit und breit keinen sicheren Platz zum Abstellen des Auto gibt.
Hmmpf!
Man muss abwarten können und die anderen Faktoren einfach sichern. So hatte ich heute die Kamera dabei, mit geladenem Akku beim ersten Ausflug, vorab ganz gut eingestellt – fehlten nur noch die Vögel.

„Da! Oh!“ – Mein Beifahrer war irritiert, fragte: „Wo fährst Du denn hin?“ – „Parkplatz!“, als ich von der rechten Spur zwei Spuren nach links zum abbiegen wechselte, in Richtung einer Baustelle.
Auto abgestellt, Kamera gegriffen, Beifahrer sitzen und Jacke liegen gelassen, frieren vergessen.

Noch sind die unteren Leinen fast nicht besetzt. Aber was für ein Geschrei, Gewusel und Geflatter!

 

Hitchcock lässt grüßen!

Es wird enger auf den Streben und Leinen …

…  und der Baukran ist beinahe voll besetzt.

 

 

Ein Knall vom unter dem Kran stehenden Gebäude lässt die Meute abheben, in meine Richtung!

 

 

 

Keine spektakuläre Schwarmbildung wie in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/reise/reise-der-zugvoegel-schwaerme-fuer-den-star-1.1155537-10
und trotzdem toll zu erleben gewesen,
bis auf die Menge an quietschegrünen Exkrementen, die rund um mich und nicht nur dort landeten. Ein Klecks klatschte mitten auf das Kameradisplay, gerade als ich die Kamera senkte, und verteilte seine Spritzer breitflächig! Igitt!! Aber das sind nun mal die Nebensächlichkeiten, die eben so passieren. Shit happens. 😀

Mein Beifahrer hat meine Ignoranz ihm gegenüber verziehen 😉 , es gibt ja Handys wenn die Langeweile einsetzt.
Meine angeschlagene Gesundheit nahm es nicht ganz so locker. Ein T-Shirt, selbst mit langen Ärmeln, ist einfach zu wenig für mich bei 5°C. Mit dem Stirnband um das Handgelenk gewickelt  konnte auch ein dicker Schal nichts mehr retten. Es kratzt wieder im Hals.

Herbstdeko reloaded – ein müllsortierter Herbstkranz

und …

Werbung für einen ganz besonderen Adventskalender

Die Türdeko hängt, super!
Die Freude daran wäre noch größer wenn der Arbeitstisch nicht so zugemüllt wäre. Dazu tut es in der Seele weh bei all den Materialresten, die jetzt in die Tonne landen sollen müssen.

Den Arm voll mit „Gemülle“ führt mein Weg vom Arbeitstisch zur Tonne entlang einer meiner rappelvollen Material-Sammelkisten für die Schule (Schächtelchen, Schraubgläser, Röhrchen, Papprollen, …). Strategisch ungünstig. Mit angereichertem „Gemülle“ drehe ich eine Kurve zurück zum Arbeitstisch.

Keine 20 Minuten später war mein Wohnzimmer-Ess-Arbeitstisch entmüllt – falsch, bemüllt – falsch, hmm, oder? AHH – müllsortiert und aufgeräumt!

Hier steht das Mülltrennungsdekoprojekt aus einem Platzteller mit einer ganzen Reihe an halbierten leeren Klopapier-Papprollen. In jeder dieser Rollenhälften haben meine Dekoreste einen Platz gefunden, die sonst auf den Müll gelandet wären.

Im Zentrum steht eine mit Sand gefüllte Schale mit Kohle und einer Räucherkugel, parat für duftige Momente in den dunklen Stunden der kommenden Jahreszeit, die sich so langsam ankündigen.

Apropos Jahreszeit!
Ich stolperte bei der Lektüre der 12 von 12 Geschichten in diesem Monat über eine tolle Adventsidee, bei der ich mitmachen möchte/werde und andere noch mitmachen können.
Es geht um die Mitarbeit und die Gestaltung eines Adventskalenders für einen selbst und 23 andere! Ein echtes WOW-Überraschungsprojekt.
Auch Lust dazu einmal einen Adventskalender nicht nur zu bestücken, sondern auch einen zu bekommen?
Dann schaut mal rein in den Blog von Frau Masulzke!!

Herbstliche Dekoration für eine Tür

oder …

Aufgehübschte Fundsachen aus der Natur

Im letzten Blogpost, 12 von 12 im Oktober, hatte ich meine Türdekoration für den Herbst 2015 vorgestellt und eine Anleitung dazu angekündigt. Hmm, diese kann schon schildern, doch leider finde ich die dazu gehörenden Bilddateien nicht mehr alle. Bevor ich das bemerkte, hatte ich das restliche Material schon verarbeitet und für neue Fotos war es dann zu spät. Blöd. Ich versuche es trotzdem.

Ausgang für dieses Gesteck sind Rosen aus Herbstlaub, wie ich sie letztes Jahr hergestellt hatte. Es sieht kompliziert aus, aber meine 12- bis 14jährigen Schüler/innen haben es spätestens beim zweiten Versuch auch hinbekommen.

Zweiter Ausgang sind Rindenstücke! Ich sammelte meine nach einem Sturm im Juli, als die Platanen alle auf einmal ihre Rinde abwarfen. Kurz vor Schuljahresende hatte ich zwar keinen Kopf und keine Idee was ich damit anfangen könnte, doch ich sammelte einen ganzen Schwung davon ein.

Zuhause krumpelten sich die Teile in der Sommerhitze so schnell zusammen, dass ich alle Borkenstücke einweichte (zu Chewbaccas Freude). Wieder weich geworden wickelte ich die Borkenstücke zum Trocknen um Flaschen, fixierte die Gebinde mit Gummibändern und Schnüren und vergaß alles auf dem Balkon.

Bis jetzt. Bis alles auf dem Balkon nach „räum mich auf“ rief. Bis mir beim Aufräumen die getrockneten Rosen des Jahres in die Hände fielen. Bis mir …
Ich schweife ab, sorry. Also noch einmal von vorne.

Material:
Herbstlaub
Draht
Rindenstücke
1 lange Papprolle von Küchenpapier
Nylonschnur
Schaschlikspieß

Werkzeuge:
Schere
Seitenschneider
Nagelbohrer
Heißklebepistole

Herstellung:

  • Herbstlaubrosen nach der Anleitung hier herstellen
  • Rindenstücke über die Papprolle legen und mit Heißkleber festkleben
  • die Drahtenden der „Rosen“ zwischen die Rindenlagen schieben und mit Heißkleber fixieren
  • den Schaschlikspieß in zwei Teile schneiden
  • am oberen Ende der Rinden-Rolle jeweils zwei Löcher auf gleicher Höhe bohren
  • in diese Löcher zwei kurze Stücke vom Schaschlikspieß schieben und festkleben
  • an den Enden der Spieße die Nylonschnur zum Aufhängen befestigen

 

 

Die mit Borke ummantelte Papprolle könnte ich mir auch gut mit Hagebutten, Schlehen, Ebereschenbeeren oder ähnlichem bestückt vorstellen.
Wer die Geduld hat könnte mit Heißkleber auch Samen, Eicheln oder Kastanien aufkleben, aus buntem Laub mit Draht einfache Puschel binden und sie in die Ritzen stecken.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Türkranz aus Samenkapseln der Herbstanemone

oder …

Eine Metamorphose, die sich Zeit gelassen hat!

Im frühen Herbst hatte ich die Idee zu diesem Türkranz, als ich die blühenden Herbstanemonen in meinem Minigarten stehen sah. Mitte Oktober schnitt ich zur Realisation, und zur Verhinderung weiteren Wucherns dieses „Unkraut“ für kleine Gärten, die verblühende Pracht.

Ich liebe Herbstanemonen und ganz besonders liebe ich die Samenkapseln.

Nach dem ersten Frost platzen diese auf und bilden hübsche, wollige Wattepuschel auf denen die kleinen Samenkörnchen sitzen. Ich dachte immer schon, daraus muss (s)ich doch was machen (lassen), so dekorativ wie diese Gebilde aussehen.

Ein Türkranz sollte es wieder werden, damit ich den Herbstkranz der letzten Jahre nicht mehr abstauben und anschauen muss.

Dazu schnitt ich von den geernteten Herbstanemonenstengeln die Samenkapseln in ca. 5 cm Länge ab.

 

Da ich meinen Bindedraht für Schülerversuche in der Schule hatte (wir wickelten Chromosomenmodelle) und die Munition der Heißklebepistole nicht aufzufinden war, mobilisierte ich zum befestigen der Samenkapseln meinen Möbeltacker. Das lief so ruckzuck mit dem Gerät, dass ich es nicht mehr so weit wegräumen werde.
Auf einen Strohkranz setzte ich Gruppen von zwei bis drei Samenkapseln – nicht zu dicht, denn es sollte noch Platz sein für die aufgepoppten Puschel.

So sah Ende Oktober der fertige Kranz aus, bevor ich ihn an die Tür hängte (oder nachdem ich ihn zwei Tage später wieder abgehängt hatte)!

Im schon winterlich dunklen Hausflur gefiel mir dieser Kranz schon nach kurzer Zeit ganz und gar nicht. Das Grün der Kapseln kam bei dem geringen Lichteinfall nicht richtig zur Wirkung. Es fehlte der Kontrast durch das wollige Weiß der der aufgeplatzten Samenkapseln. Ohne ein wenig frostige Kälte würde sich dieser Effekt aber nicht in einem normalen Hausflur einstellen. Deshalb schickte ich den Türkranz für einige Tage ins Tiefkühl-Sibirien.
Leider war dieser Versuch nicht so erfolgreich, wie erhofft.

 

Die Kapseln waren nach diesem erzwungenem Ausflug nur im Ansatz aufgeplatzt und ich war ziemlich enttäuscht. Trotzdem trennte ich mich nicht von diesem Kranz und hängte ihn auf den Balkon.

Jetzt, Mitte Februar, zeigt sich nach einigen heftigen Frosttagen, mit den ersten kräftigeren Sonnenstrahlen endlich doch der Effekt, den ich mir für diesen Türkranz erhofft hatte! Plopp!!

 

 

 

Manchmal lohnt sich Geduld. Gut Ding will Weile haben.

Rosen im Herbst

oder …

Herbstlaub anders verwertet

Es ist ja nicht so, dass ich die letzten Wochen wenig kreativ verbracht hätte. Ganz und gar nicht!

Es ist auch nicht so, dass ich in den letzten Wochen nicht fotografiert und Blogposts geschrieben hätte!

Es gab einfach zu vieles was im Entstehen toll aussah doch nach einmal Schlafen mich irgendwie oder überhaupt nicht mehr überzeugte um es online zu stellen.

Zum Glück gibt es Momente, die Prozesse in Gang setzen, Ideen und Gesehenes auf- und wachrufen, bündeln und einen aktiv werden lassen. So bückte ich mich heute morgen und hob einige Blätter aus dem Herbstlaub auf, weil sie mir einfach gefielen.

Ein Blatt drehte ich auf meinem Schulweg zwischen den Fingern, wodurch es etwas verkrumpelte, weiter verdreht eine schrumpelige Kugel bildete und da erinnerte ich mich an ein ‚like‘ einer Freundin auf Facebook mit wunderschönen Bildern von Rosen aus Herbstlaub. Auf dem Weg zum Lehrerzimmer hatte ich dann meine erste Rose zusammengeknubbelt, sie zwei Kolleginnen gezeigt, sie damit begeistert und eine weitere Ereigniskette in Bewegung gebracht.

So saß ich diesen Abend und versuchte mich an Rosen aus Herbstlaub, denn eine der beiden Kolleginnen feiert morgen einen runden Geburtstag.
Zum Glück habe ich noch Kater Chewie zur Qualitätskontrolle 😉

Jede der Rosen aus Herbstblättern benötigt mindestens fünf Herbstblätter (besser sind acht). Ich verwendete Spitzahorn- und eine besondere Art von Eichenblättern.

 

In die Blütenmitte zog ich einen Blumendraht ein um die einzelnen „Blüten“ zu einer Art Stauß bündeln zu können.

Geschenk verpackt und auf diese Art herbstlich geschmückt wird der Blumenstrauß hoffentlich nicht vermisst!

 

 

 

 

Bohnenernte-Mandala

oder …

Die letzte Ernte aus dem Schulgarten

Das Gartenjahr im Schulgarten meiner Schule neigt sich dem Ende zu. In der letzten Septemberwoche wurde Unkraut gezupft, gehackt und gejätet um zuguterletzt neue Erde in die Beete einzuarbeiten.
Zum Abschluss des Schulgartenjahres kochten einige Schülerinnen und Schüler aus eigenen Kartoffeln und dem letzten geerntetem Gemüse eine Suppe, während von einer anderen Schülergruppe die letzten Bohnen geerntet wurden.

Und was für Bohnen!

Keine Schnittbohnen sondern vor allem Feuerbohnen. Die dunkelroten Blüten hatten im Sommer alle begeistert. Dagegen verstanden viele nicht, warum im Spätsommer und frühen Herbst die grünen Schoten nicht geerntet wurden.
Als ich nun die erste vertrocknete Bohnenschote öffnete und das Innenleben zeigte war die Verblüffung groß: „PINKfarbene Bohnen!“

 

 

Viele geerntete Schoten müssen erst noch nachreifen bevor weitere Bohnenkerne aus ihnen befreit werden können. Und die schon gepalten Bohnenkerne müssen nun trocken. Das geht natürlich auch einfach so auf Zeitungspapier oder auf dem Teller, vor allem wenn es sich um kleine Mengen handelt.

Wenn bei mir jedoch Kleinteile auf dem Wohnzimmertisch liegen, egal ob es sich dabei um Münzen, Murmeln, Steine, Krümel 😉 … handelt, es findet sich immer jemand der diese bewegt und irgendwann beginnt sie anzuordnen.

Zuerst standen auf meinem Wohnzimmertisch nur zwei Teller mit Bohnenkernen. In einem Korb lagen die Kastanien, die ich auf dem Schulgelände eingesammelt hatte, bevor sie zertreten werden konnten. Daneben hatte ich in einer Schüssel die kleine Ausbeute an Lavendelblüten aus meinem Miniaturgarten.

Alles trocknete zuerst formlos so vor sich hin, bis es nun s/eine Form bekam.