Woche 50/2017

oder …

Vom Pakete und Päckchen packen

Vorab, ich liebe einpacken, verpacken, auspacken und bekomme parallel dazu Bauchschmerzen wenn ich die Menge an Verpackungsmaterial sehe. Viele Umverpackungen sind zudem weit entfernt von Nachhaltigkeit und ökologischem Bewusstsein. Immer häufiger entscheide ich mich meine Geschenke persönlich zu überreichen, ohne irgendeinen Schnickschnack, aber nicht immer kommt das gut an. Wenn die Geschenke auf Reisen gehen muss gepackt werden, ohne geht ja gar nicht damit alles heil ankommt.

Seit Wochen ist eines der ehemaligen Kinderzimmer Weihnachtssammel- und packlager. In bereitgestellte Karton verteilte ich immer wieder über das Jahr hergestellte und zusammengestellte kulinarische Kleinigkeiten. Mit meiner Tochter vorgekostet liebten wir vor allem den Kornelkirsch-Likör mit Wermut (in Woche 35 angesetzt), obwohl wir beide eigentlich nicht so richtig zur Süß-Liga gehören. Doch auch die eigenen Kräuterteemischungen fanden nicht nur bei ihr Gefallen.

Bloß wie verpacken, ohne Noppenfolie, Flitter-, Glitter-, Folienschnur und schlicht? Fast ohne Kunststoff, geht das? Es geht! Alle Pakete sind ohne Schaden angekommen. Es lebe die gute alte Wellpappe! Größere Lücken können auch mit Naturalien aufgefüllt werden.

Flaschen und Gläser bepacke ich vorzugsweise nur mit einer Banderole. Wenn ich Lust und Zeit habe gibt es als Zugabe noch eine Papierschleife (darüber veröffentlichte ich 2015 einen Blogpost).

Schwieriger fiel mir dieses Mal das Verpacken von Geldgeschenken, denn wiederholen wollte ich mich ebenso wenig wie eine Verpackung kaufen. Am Ende kamen die Scheine ins Glas, wie die Marmelade oder die Currypaste oder das Kräutersalz 😉 , gerollt mit „Gürtel“.

Kleiner Gag nebenbei, da einer der Kartons einmal Katzenfutter enthielt, …

 

So gut wie alles musste vor dem 3. Advent fertig sein, denn der Samstag davor ist großes Weihnachts-Familientreffen für meine Eltern, mit Bescherung. Solange mein Opa noch lebte fand der Familientag an seinem Geburtstag statt, dem 23. Dezember. Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage gibt es durch weiteren Familienanhang von Kind und Kegel selten die Möglichkeit alle an einen Tisch zu bekommen.

Alle halfen mit und es wurde kein Familienfest und andere Schwierigkeiten sondern ein schönes Gemeinschaftserlebnis. Meine Mutter hat es sich, trotz über 80, nicht nehmen lassen wollen uns alle zu bekochen. Ich brachte als Beilage ein Ofengemüse mit, nach einem Rezept aus einem der Bücher von Delicously Ella. Leider finde ich das Rezept nicht auf ihrem Blog. Ab. so. lut. lecker!

Sohnemann hatte für den Nachtisch gesorgt und einen Applecrumble, nach Rezeptur von Nigel Slater vorbereitet.

Tochters weißer Punsch war zu schnell getrunken um noch ein brauchbares Foto zu bekommen. Schade! Hatte ich doch zum Servieren die von Tante geerbten alten Groggläser der Urgroßeltern mitgebracht. Meine Mutter erinnerte sich sofort, mit Tränen in den Augen, und netten Geschichten.

 

Diese Kalorien mussten heute von den Hüften gelaufen werden. Den Sonntagsspaziergang verlängerte ich deshalb und bekam prompt Ärger mit meinen Füßen. Die letzten 50 m nachhause waren, sagen wir mal, unangenehm.

Auf dem Weg zu meinen 12tel-Blickpunkten.

Unterwegs eine Pilzkolonie entdeckt, die ich demnächst mit einem anderen Objektiv noch einmal besuchen werde.

 

Heimweg mit Krähen und Kräne zählen.

Zuhause liegen die letzten paar Weihnachtskarten, die diese Woche nicht auf die Reise gingen, teilweise mangels Adresse. Schade.

Morgen beginnt die neue Woche mit Arztbesuchen und dem 7. Termin zum Hyposensibilisieren – mich graust es davor. Diese Woche hatte ich zumindest diesen kleinen Spaß auf den letzten paar Metern zur Praxis … 😀

 

Einen geruhsamen restlichen 3. Adventssonntag, eine nicht zu hektische letzte Weihnachtswoche und

bis die Tage,

Karin

 

Flaschen und Gläser verpacken – simpel und trotzdem schön

oder …

Flaschenverpackungen aufpeppen mit Schleife aka Fliege

Egal zu welchem Anlass verschenke ich am liebsten Selbstgemachtes oder Leckeres aus der Region. Das wird gegessen und getrunken, hat den Flair von Heimat oder süddeutschem Lokalkolorit und hinterher muss nichts mehr verstaut oder abgestaubt werden.

Wenn da nicht jedes Mal die Überlegung wäre: Wie verpacke ich Gläser und Flaschen?

Flaschentüte auf, Flasche rein – nein!
Bei mir kommt keine Flasche nackig in die Tüte, schon gar nicht so ganz alleine. Jede Flasche, jedes Glas bekommt zumindest einen Anzug in Form einer Manschette, ob groß oder klein, dick oder dünn. Vorher sind sie nicht reif für eine Tüte.

Flaschen- / Gläserverpackung minimalistisch

Geschenke in Flaschen und Gläsern 2015, Teil 2 aufgereiht (Teil 1 ist schon verschenkt, Teil 2 geht auf Reisen, Teil 3 ist in Vorbereitung)

 

 

Der Tatort.

 

Der Catwalk.

 

 

Der Catplace als Nebenschauplatz.

 

 

How to do …

 

 

Die Höhe vom Flaschenboden bis zur ersten Krümmung messen.
Papierstreifen zuschneiden, der genügend Länge und Breite zum Umschlagen hat.

 

 

Umgeschlagen und gefalzt werden die langen Seiten und die Klebekante. Die Falze an den langen Kanten gibt Stabilität und es sieht einfach besser aus bei dünnem Papier. Eine gerade Schnittkante sieht bei der Manschette nur bei sehr dickem Papier gut aus.

Die fertige Manschette kann jetzt noch nach Geschmack beklebt und verziert werden. Ich bevorzuge es schlicht:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Aber manchmal darf es (vor allem bei Flaschen) ein wenig mehr sein.

 

Flaschen- / Gläserverpackung aufgepeppt mit falscher Schleife

Noch ein Catwalk.

 

 

Für die Schleifen habe ich keine feste Schablone und ich schneide sie jedes Mal neu, „aus der Hüfte heraus“, wie es gerade so kommt. Für diesen Post wollte ich es dann mal ordentlich machen und prompt schlich sich ein Fehler in die Zeichnung ein. Beim mittleren Verbindungsstück, dem „Knoten“,  habe ich mich vertan. Er muss fast doppelt so breit sein (auf dem nächsten und vor allem auf dem vorletzten Bild zu sehen).

 

 

Der Tatort.

 

 

Alle vier Teile nach den Schablonen zuschneiden.

 

 

Zuerst die Schleife kleben und darüber das Schleifenband.

 

 

Den Knoten um die Schleifenteile legen und NUR das Schleifenband für den Knoten kleben!

 

 

Das Band für den Flaschenhals durch den „Knoten“ schieben und ihn etwas zurecht drücken.

 

 

 

Die Schleife um den Flaschenhals legen, auf die passende Länge kürzen und kleben. Fertig!

 

 

 

Die Korrektur.

 

Ausgehfertige Flasche.

 

Wenn die Schablone fertig ist geht das Schleifenkleben fix voran und macht Spaß.
Auf jeden Fall ist die Freude der Beschenkten doppelt so groß wenn sie solch eine ausstaffierte Flasche aus der Flaschentüte ziehen.

Dreieckfaltschachtel

Ich liebe Faltschachteln! Ruckzuck sind die kleinen Dinger ganz individuell aus quadratischen Papieren gefaltet und zusammengesteckt. Logische Sache – aus quadratischen Flächen entstehen Schachteln mit quadratischer Grundfläche – dachte ich!

Doch es geht auch anders, wie ich heute entdeckte und gleich ausprobieren musste: Schachteln in Form einer Dreiecksäule und ganz und gar nicht schwierig zu falten.

Mein größtes Problem zeigte sich beim Blick in die Papierschublade: Kein Origamipapier! Also behalf ich mich mit einem Griff in die Druckerschublade und schnitt das Blatt Druckerpapier auf 15 cm x 15 cm zurecht.

Mithilfe der Videoanleitung, die ich gefunden hatte lassen sich die Boxen leicht nacharbeiten.

Einzig der letzte Schritt, indem es darum geht das letzte Stückchen Papier unter eine Faltung zu schieben, damit das Ganze zusammenhält, ist etwas unklar.

Wer lieber mit gedruckten Anleitungen und Bildern arbeitet, weil zum Beispiel das Video zu schnell abläuft, der kann die Boxen nach der Originalanleitung von Hans-Werner Guth nachfalten.

Um die Zweifarbigkeit trotz mangelndem Origamipapier zu erhalten faltete ich die einzelnen Boxen aus zwei Stück Papier. Das ist zwar nicht ganz so einfach, weil die Papierbögen leicht verrutschen und es dadurch schwierig ist exakt zu falten. Aber es klappte, wie auf den Fotos zu erkennen ist.

Geöffnet werden die Schachteln durch einen leichten Druck auf die dreieckigen Grundflächen.