Flaschen und Gläser verpacken – simpel und trotzdem schön

oder …

Flaschenverpackungen aufpeppen mit Schleife aka Fliege

Egal zu welchem Anlass verschenke ich am liebsten Selbstgemachtes oder Leckeres aus der Region. Das wird gegessen und getrunken, hat den Flair von Heimat oder süddeutschem Lokalkolorit und hinterher muss nichts mehr verstaut oder abgestaubt werden.

Wenn da nicht jedes Mal die Überlegung wäre: Wie verpacke ich Gläser und Flaschen?

Flaschentüte auf, Flasche rein – nein!
Bei mir kommt keine Flasche nackig in die Tüte, schon gar nicht so ganz alleine. Jede Flasche, jedes Glas bekommt zumindest einen Anzug in Form einer Manschette, ob groß oder klein, dick oder dünn. Vorher sind sie nicht reif für eine Tüte.

Flaschen- / Gläserverpackung minimalistisch

Geschenke in Flaschen und Gläsern 2015, Teil 2 aufgereiht (Teil 1 ist schon verschenkt, Teil 2 geht auf Reisen, Teil 3 ist in Vorbereitung)

 

 

Der Tatort.

 

Der Catwalk.

 

 

Der Catplace als Nebenschauplatz.

 

 

How to do …

 

 

Die Höhe vom Flaschenboden bis zur ersten Krümmung messen.
Papierstreifen zuschneiden, der genügend Länge und Breite zum Umschlagen hat.

 

 

Umgeschlagen und gefalzt werden die langen Seiten und die Klebekante. Die Falze an den langen Kanten gibt Stabilität und es sieht einfach besser aus bei dünnem Papier. Eine gerade Schnittkante sieht bei der Manschette nur bei sehr dickem Papier gut aus.

Die fertige Manschette kann jetzt noch nach Geschmack beklebt und verziert werden. Ich bevorzuge es schlicht:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Aber manchmal darf es (vor allem bei Flaschen) ein wenig mehr sein.

 

Flaschen- / Gläserverpackung aufgepeppt mit falscher Schleife

Noch ein Catwalk.

 

 

Für die Schleifen habe ich keine feste Schablone und ich schneide sie jedes Mal neu, „aus der Hüfte heraus“, wie es gerade so kommt. Für diesen Post wollte ich es dann mal ordentlich machen und prompt schlich sich ein Fehler in die Zeichnung ein. Beim mittleren Verbindungsstück, dem „Knoten“,  habe ich mich vertan. Er muss fast doppelt so breit sein (auf dem nächsten und vor allem auf dem vorletzten Bild zu sehen).

 

 

Der Tatort.

 

 

Alle vier Teile nach den Schablonen zuschneiden.

 

 

Zuerst die Schleife kleben und darüber das Schleifenband.

 

 

Den Knoten um die Schleifenteile legen und NUR das Schleifenband für den Knoten kleben!

 

 

Das Band für den Flaschenhals durch den „Knoten“ schieben und ihn etwas zurecht drücken.

 

 

 

Die Schleife um den Flaschenhals legen, auf die passende Länge kürzen und kleben. Fertig!

 

 

 

Die Korrektur.

 

Ausgehfertige Flasche.

 

Wenn die Schablone fertig ist geht das Schleifenkleben fix voran und macht Spaß.
Auf jeden Fall ist die Freude der Beschenkten doppelt so groß wenn sie solch eine ausstaffierte Flasche aus der Flaschentüte ziehen.

Dreieckfaltschachtel

Ich liebe Faltschachteln! Ruckzuck sind die kleinen Dinger ganz individuell aus quadratischen Papieren gefaltet und zusammengesteckt. Logische Sache – aus quadratischen Flächen entstehen Schachteln mit quadratischer Grundfläche – dachte ich!

Doch es geht auch anders, wie ich heute entdeckte und gleich ausprobieren musste: Schachteln in Form einer Dreiecksäule und ganz und gar nicht schwierig zu falten.

Mein größtes Problem zeigte sich beim Blick in die Papierschublade: Kein Origamipapier! Also behalf ich mich mit einem Griff in die Druckerschublade und schnitt das Blatt Druckerpapier auf 15 cm x 15 cm zurecht.

Mithilfe der Videoanleitung, die ich gefunden hatte lassen sich die Boxen leicht nacharbeiten.

Einzig der letzte Schritt, indem es darum geht das letzte Stückchen Papier unter eine Faltung zu schieben, damit das Ganze zusammenhält, ist etwas unklar.

Wer lieber mit gedruckten Anleitungen und Bildern arbeitet, weil zum Beispiel das Video zu schnell abläuft, der kann die Boxen nach der Originalanleitung von Hans-Werner Guth nachfalten.

Um die Zweifarbigkeit trotz mangelndem Origamipapier zu erhalten faltete ich die einzelnen Boxen aus zwei Stück Papier. Das ist zwar nicht ganz so einfach, weil die Papierbögen leicht verrutschen und es dadurch schwierig ist exakt zu falten. Aber es klappte, wie auf den Fotos zu erkennen ist.

Geöffnet werden die Schachteln durch einen leichten Druck auf die dreieckigen Grundflächen.