Woche 15/2018

oder …

Es ist Frühling, hurra!

 

 

Ein paar Sonnenstrahlen, dazu zweistellige Temperaturen und fertig ist das Rezept für den Frühlingsanfang! Yeah!! Letzten Sonntag war ein Hauch zu erahnen gewesen, dass die Bäume ihre frischen Blätter öffnen möchten. Keine Ahnung welche Komponente fehlte, die dann am Mittwoch vorhanden war, um es grünen zu lassen! Yeah Yeah!!

Spitzahorn

 

Jetzt ist, gefühlt, wirklich Frühlingsanfang und es ging, so oft es mir möglich war, in irgendeinen Garten. So schwer es fiel, nicht jedes angezogene Pflänzchen ist schon bereit für den Auszug ins Freie!

Salatgurke

 

Trubel und Frühlingsgefühle herrschten ebenso am Katzenkino, bzw. den Futterhäusern. Kaum zu glauben, der Eichelhäher ließ sich wiederholt vom zwei Köpfe kleinerem Papa Amsel vertreiben! Neuer Gast ist dafür einmal wieder der Kernbeißer, der sich ziemlich rüde gegenüber der ansässigen Spatzenschar verhält.

 

Wenn Erich kommt sind dann alle weg!

 

Spätestens in diesem Frühjahr fällt mir auf, wie sich meine (Einkauf-)Vorlieben im Laufe der Jahre verändert haben, vor allem wenn es mir nicht so gut geht. Früher stöberte ich zuerst in Buchläden und Büchereien, besuchte danach ein Blumengeschäft, um mir einen Strauß binden zu lassen, und vergrub mich anschließend zuhause mit meinen frisch erworbenen Schätzen auf dem Sofa. Aktuell zieht es mich in Frustsituationen zuerst in Baumärkte und Gärtnereien, und hinterher an die Werkbank oder in die Beete. Alternativ ist ein Spaziergang im Schönbuch mindestens ebenso schön und vor allem kostengünstiger.

Löwenzahn und Gundermann

 

Zum Ende der Woche kehrten zwei meiner weit gereisten Familienmitglieder zurück. Der verdrückte Snack, der 12 Stunden Reise überlebt hat, war es wert hier zu präsentieren.

Das waren die leckersten, umgerechneten, 99 Eurocent, die ich je genießen konnte! Kein Burger kann da mithalten, wirklich!!

Onigiri mit Thunfisch

 

Glücklich war ich über einen Einsatz einer Fundsache meiner Aufräumarbeiten während der Osterferien. Die Ausschneidevorlagen „one of a kind“ hatte ich vor ca. 30 Jahren für 75 pennies, somewhere around London, bei einer Patchwork-Ausstellung gekauft. Endlich ausgeschnitten bekommen mit diesen Vorlagen meine gesammelten Stoffabschnitte der letzten Jahre wieder Form für neue Projekte.

 

Noch glücklicher war ich, als ich die vor einer Woche abgegebene Rebschere, so gut wie möglich neu geschliffen, von unserem hiesigen Messerschmied abholte. Vor vierzig Jahren bekam ich diese Schere von meinem späteren Schwiegervater geschenkt, der sie bis zu seinem Tod regelmäßig pflegte und schleifen ließ. Übersetzt heißt das die letzten zwanzig Jahre benutzt, Wind und Wetter ausgesetzt und durch viele Hände gegangen = total versifft. Doch diese Schere hat jede Menge Billigscheren, die ich für die Schule in diesen Jahren besorgt habe, überlebt. Für die 15 Euro, die ich für Schliff und Reparatur nun bezahlt habe, hätte ich eine neue Schere kaufen können – aber NICHT diese, die mich so viele Jahre begleitet hat!

Das war die eine Seite dieser Woche, die erfreuliche, mitteilenswerte. Der Rest soll bitte ganz schnell aus meinen Gedanken verschwinden!

 

Bis die Tage,

Karin

Woche 13/2018

und …

Woche #1 der Osterferien

Der erste Tag dieser Woche endete mit viel Aufregung für einige Bewohner der Stadt. Nachmittags wunderte ich mich noch über das steigende Aufgebot an Polizei auf dem Schulparkplatz, während ich im Schulgarten arbeitete. Als eine Eilmeldung von einer gefundenen Fliegerbombe berichtete und eine Evakuierung angekündigt wurde machte ich mir erst einmal keine Gedanken. Mein Weg führte zur Neugründung einer Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreis, AfS. Zum Wählen kam ich noch als ich doch einmal auf mein Handy schaute. Leicht erschrocken über die Menge an Nachrichten und verpassten Anrufen von meinen Kindern erfuhr ich, dass meine Eltern von der Evakuierung betroffen waren. Leider dauerte es länger, als erwartet bis es zur Entschärfung kommen konnte. Viele Anwohner weigerten sich lange ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen.

Hier ein paar Presseberichte vom Bombenfund bis zur Entschärfung:

Ansonsten lief das übliche Zuhause-Ferienprogramm mit dem leidigen bisschen Haushalt und kräftiger Unterstützung meiner pelzigen Mitbewohner. Ich hätte sie beinahe ins Exil geschickt, als sie sich zum zweiten Mal über die frisch gewaschene Wäsche hermachten. Zur Sicherheit legte ich das Bündel auf das Bügelbrett ab. Bis ich das Bügeleisen startklar hatte hatten die beiden Teufel schon wieder ganze Arbeit geleistet.

Auf weitere Unterstützung von den beiden verzichtete ich, die Bande musste für eine Weile auf den Balkon. Was habe ich das stressfrei Bügeln genossen. Kein Gezuppel am Kabel. Kein Versteckspiel zwischen Wäschestücken. Kein Trampolinspringen auf fertig zusammengelegten Wäschestapeln.

Auf dem Balkon tummelten sich in der Zwischenzeit einige lebensmüde Blaumeisen! Sie werden Angus Scotsman noch kennenlernen – und ich die Sauerei den Schaden in Ordnung bringen dürfen.

Bitte Scotty: Nur gucken, nicht anfassen!

Und Tatzen weg von Konstanze und dem Drucker!

Jede Gelegenheit nutzte ich hinauszugehen, mal zum Arbeiten auf meinem Balkon oder im Schulgarten, ein anderes Mal ohne Plan einfach in Richtung Wald den Spaziergang verlängert. Ab und an musste ich natürlich einen Blick auf die Straßenbaustelle werfen um im Wald schon wieder auf Bagger zu treffen. So viele Bäume wie dieses Jahr wurden schon lange nicht mehr gefällt!

Da freue ich mich über meinen 12tel-Blickwinkel vom vergangenem Jahr, an dem ersten Buschwindröschen und den ersten Schlüsselblumen.

An Stellen wo die Sonne schon kräftig wärmt leuchtet es von rosa über purpur bis violett.

 

Doch es ist Frühling und das Wetter nicht immer beständig. Der Blick über die Felder in Richtung Schönbuch zeigte Sonntagmorgen, am 1. April, wie sich mehrere Wolkenschichten unter das Blau schoben. Das geschah letztlich schneller als erwartet.

Der letzte Sonnenstrahl traf noch auf die Stadtkirche, als es über mir zu regnen begann. Was bin ich nass geworden!!

Ohne lange Pausen drehte ich meine Runde um mir zum Stand der Dinge auf der Straßenbaustelle ein Bild machen zu können. Es geht voran.

 

Zuhause brauchte ich dann tatsächlich eine längere Pause um trocken zu werden und mich aufzuwärmen. Nachmittags sind wir Schafpaten in den Stall eingeladen, zur Oster-Besichtigung. Mal sehen wie viele Lämmer Ostern überlebt haben.

Frohe Ostern,

und bis die Tage,

KArin

 

Woche 12/2018

und …

Der Frühling beginnt in weiß

 

mit

Wetterkapriolen, die meine Vogelgesellschaft völlig durcheinander brachte. Vergangene Woche waren sie voll in der Familienplanung, dann der Schneefall, Anfang dieser Woche Wetterberuhigung, dass die Turtelei wieder belebt wurde. Doch damit war am Donnerstagabend schon wieder Schluss.

Selbst Eichhorn-Erich hatte bei diesen Bedingungen keine Lust auf Vogelfutterklau. Er war wieder einmal schneller weg, als ich das Objektiv ummontiert bekam.

 

mit

Klassenarbeiten, die geschrieben werden mussten – die letzten vor den Prüfungen meiner 9er Klassen – und danach habe ich jede freie Minute korrigiert, plus zwei Nachtschichten. Warum die Eile? Zum einen quengelten die SchülerInnen: Was habe ich geschrieben?, zum anderen wollte ich diese Aufgabe nicht mit in die Ferien nehmen.

 

mit

Baulärm von der Baustelle auf der Bahnstrecke. Doch nun liegen zumindest die Gleise für die zweite Spur. Unvorstellbar lang sind die einzelnen Gleisstücke! Auf jeden Fall reichte mir zum Vermessen der liegen gelassene Zollstock bei weitem nicht.

 

Zum Wochenende meldet sich der Frühling wieder

mit

Veilchensuche für den Geburtstag meines Vaters, der zu seinem Geburtstag immer die ersten selbst gepflückten Veilchen bekommt. Ich fand keine nach den kalten Tagen (das erste Mal nach 33 Jahren!), kaufte auf dem Markt einen Veilchentopf und fand sie dann doch, auf dem Weg zur Geburtstagsfeier: die ersten Veilchen 2018.

 

mit

Freude an der blühenden Osterdekoration

mit …

Ostereier färben, für das aktuelle Geburtstagsfest und die noch kommenden Feiern.

 

mit

Baumschnittkurs anlässlich der Streuobsttage im Interkulturellen Garten von Böblingen. Diese Stunden waren prall gefüllt mit Informationen und Aktion, dass ich anschließend die Sträucher im Schulgarten schneiden ging (obwohl ich morgens schon im Garten gewesen war, dort meinen Kollegen aus der Realschule getroffen hatte, der den Realschulgarten betreut, … und Zeit dort verbracht hatte). Was soll’s. Garten macht Freude!

 

und mit

Frühlingsboten, die sich vom Kälteeinbruch nicht haben beirren lassen.

 

Mein Gartenkorb ist gerichtet und ich freue mich auf die ersten Arbeiten in und mit der Erde, auf die freie Zeit in den Ferien mit der Chance auf Entspannung.

 

Bis die Tage, und habt eine gute Woche,

Karin

 

Anmerkung in Sachen, was die Woche sonst noch so brachte:

Bundestagsdebatten

Es hat sich gelohnt die Reden im Bundestag in dieser Woche anzuhören. Keine Zusammenfassung, kein Bericht, kein Kommentar, hat mir das bringen können, wie das komplette Gebinde, das ich mit eigenen Ohren und Augen im Fernsehen verfolgt habe. Zum Nachdenken, was und wie die Berichterstattung aus all dem Gesagten meinungsbildend Inhalte in den Nachrichten ermittelte.

 

 

Woche 16/2017

oder …

April, April und alles hat ein Ende/einen Anfang

 

Mittwochabend erschien mir meine kleine Wohnung, nachdem ich Bruderkind als letzten Gast zum Flughafen gebracht hatte, so etwas von öde und leer! Selbst in meinen Katern fand ich keinen Trost. Auch die beiden saßen mit hängenden Köpfen vor den leeren Betten und suchten nach den streichelnden, oder spielenden Händen der letzten Tage. Am Ende hatte ich dann noch eine ziemlich dicke Träne im Auge, als ich das eine oder andere Dankeschön beim Aufräumen fand.

Aber nun ganz von vorne, was diese Woche so brachte:

  • ein gemütliches Ostermontagsfrühstück nach einer gelungenen 80er Feier für meine Mutter/meine Eltern

 

  • viele Gespräche über Gott und die Welt, den Brexit und hoffentlich nicht einkehrenden Frexit, kurze Nächte, mein Englisch von Schulenglisch zu Alltagsenglisch neu aufpoliert, für die Eltern bis zur Erschöpfung übersetzt (die Kinder meines Bruders sprechen, bis auf den Ältesten, kein Deutsch)
  • einen verregneten Spaziergang durch die Tübinger Altstadt (Bilder gibt es hier zu sehen)

  • die Abreise von Sohnemann
  • einen Ausflug mit Überraschung in die Schwäbische Alb – Burg Lichtenstein im Schnee(sturm), der leider auf dem rechten Bild nicht so zu erkennen ist. Bruderkind war spätestens jetzt überzeugt über meine klare Ansage vor ihrem Reisebeginn: Warm jacket required! Und siehe da, in den Taschen hatte sie sogar noch Handschuhe und Mütze stecken! 😉

  • Flight tracken bis in die Nacht. Das Bruderkind war mit ziemlicher Verspätung zurück nachhause gestartet und hatte am nächsten Tag eine wichtige Prüfung vor sich. Auch wenn ich nichts an der Situation ändern konnte, ich hing am Bildschirm und freute mich über die WhatsApp-Mitteilung meines Bruders, dass sie in den frühen Morgenstunden endlich zuhause waren.
  • einen Ausflug in den Schwarzwald – mein ganz persönlicher Abschied von meiner Freundin, die im Januar ihren Kampf gegen Krebs verloren hatte. Nach 56 Jahren Freundschaft fühle ich nach wie vor eine Lücke in mir, so unbeschreiblich weit und tief …

 

 

  • eine Recherche nach wunderlichen Orten, die mir bei den beiden Ausflügen in der einen oder anderen Weise begegneten. Wer weiß mit Mömpelgard und Niuferon etwas anzufangen? Mömpelgard begegnete mir in der Burg Lichtenstein auf einem Bild von einem Graf Eberhard. Ihm und seiner Frau Henriette war ich tags zuvor schon auf einem Fensterbild in Tübingen begegnet, wie meine Google-Suche ergab (ein Suchergebnis ist hier). Von Niuferon ist nur ein kleiner Teilort von Haiterbach im Schwarzwald übrig geblieben, Altnuifra, mit etwa 50 Einwohnern. Der Name klang mir seltsam genug für einen Abstecher abseits meiner Route, um dann doch nur in einem kleinen Weiler zu landen. 1080 wurde der Ort zum ersten Mal erwähnt, anfangs von Adelsfamilien mal ans Kloster Reichenbach dann an das Kloster Hirsau verschenkt wurde der Flecken Land als Niuferon zuerst an die Kurpfalz, dann nach Württemberg verkauft.

  • aufräumen und mich in meiner Wohnung wieder einrichten
  • die Reinschrift meiner Aufschriebe vom letzten Kräuterseminarwochenende
  • Sammeln von Pflanzen für das Herbarium, bestimmen, pressen, gepresste Pflanzen folieren, katalogisieren, … da liegt noch viel vor mir, sehr viel!
  • Farbmuster von meinen Pflanzenfarben zugeschnitten, sortiert, abgeheftet und schon wieder neue Farben in Arbeit – Andrea von Holunder hat auf einem Blogpost einen Link zu einem Beitrag von Pepper Schmidt von Heimatbaum platziert, in dem es über Färben von Eiern mit Avocadoschalen ging. Klar musste ich das ausprobieren. Besuch hin oder her. Es gibt ja noch Nächte. Auch wenn die entstandene Farbe interessant ist, es ergab leider kein lila.
  • eine Inspiration im Vorbeifahren: „Hallo, was ist DAS denn?, und schon vorbei gewesen – (Die Bilder habe ich nachträglich gemacht und nicht im Vorbeifahren!!!) – mit umdrehen, suchen, finden, sich freuen. Das dies kein „normales“ Wohnhaus mit Garten sein kann war mir sofort klar. Nachdem ich den ersten folgenden Kreisverkehr zur Drehung genutzt hatte war mir bei der zweiten Vorbeifahrt klar, ich will mehr sehen! Ich werde berichten.
  • der Wille die letzten Ferientage zu genießen und so lasse ich es mit einem Besuch auf dem Stuttgarter Messegelände, trotz Kreativ, Garten und Slow Food. Ich verordne mir slow und eine Runde durch den Wald. Auch keine so tolle Idee, beim Blick in meine Taschen! Ich hatte mir wieder jede Menge Pflänzchen für das Herbarium gesammelt, die nun natürlich auch noch fertig bestimmt und gepresst werden müssen. Mannomann, das kann aber auch eine Sucht werden!

Zuguterletzt kommen hier noch ein paar Eindrücke meines Slow-down-Sonntags im Schönbuch:

Gundermann
Knoblauchsrauke
Frühlings-Platterbse
Gelbes Buschwindröschen

Nächste Woche beginnt wieder der ganz normale Alltag bei allen Schulkindern und Schul“Kindern“ und an Schulen Beschäftigten und mir in BaWü UND der Prüfungszeitraum für die WerkrealschülerInnen beginnt.

Jetzt muss ich mich wieder auf Radio und Fernsehen konzentrieren. Die Wahlen in Frankreich sind schon ein Bauchwehthema. Interessant fand ich heute im Laufe des Tages zu hören, dass vor allem im Ausland lebende Franzosen Schlange vor den Wahlbüros in Konsulaten stehen! Wie hier in Quebec in Kanada. Super!

Ich wünsche allen einen guten Wochenstart!

 

 

Woche 12/2017

oder …

Frühlingsgelb zum Frühlingsanfang etc.

Huflattich

So langsam sind die längeren Tageszeiten zu spüren, selbst wenn Hochnebel oder Regenwetter der Sonne im Weg stehen. Montag und Dienstag war es zumindest teilweise trocken und die Sonnenstunden am Nachmittag halfen einer meiner Projektprüfungsgruppen einiges an Außenarbeiten zu erledigen, bevor am Mittwoch der Himmel für Stunden seine Schleusen öffnete. Die Natur braucht den Regen, ich weiß! Das Timing der Wetterfee, irgendeines Wettergottes, oder von Petrus war diese Woche allerdings nicht optimal für ein ökölogisches Thema in der freien Natur. Aber sie schafften ihr Ziel:

Renovierung eines Insektenhotels für die Schule!

Drei aufgeregte junge Menschen drückten mir, von linker zu rechter Backe breit wie glücklich strahlend, am Freitag pünktlich um 12:00 Uhr ihren Ordner mit der Dokumentation der Woche und ihren Datenstick in die Hand: „Frau Be, wir sind fertig! Wir. sind. fertig. FERTIG. Ahhh! Pünktlich! Und aufgeräumt haben wir auch.“ Gerade der letzte Punkt war ihnen besonders wichtig, nachdem sie in der Durchführungswoche dieser Prüfung ihren Arbeitsplatz ab und an in katastrophalem Zustand hinterlassen hatten.

 

Was die Woche sonst noch brachte:

  • Zeitumstellung und die letzte Frankfurter Sonntagszeitung – Sommerzeit heißt für mich Lesepause, bzw. Zeit vielleicht mal die Zeit oder eine andere Zeitung zu lesen
  • Planung des 80. Geburtstags meines Vaters und dann Kommando zurück, stattdessen musste er zum Arzt
  • der 1. Geburtstag meines kleinem Chaotenkaters – höre ich es etwas wieder auf dem Balkon scheppern? Blumentöpfe sind nicht einmal auf dem Fußboden gestellt bruchsicher genug, wenn Angus drüber weg rennt
  • Besuch vom Sohnemann – immer schön! und hilfreich in technischen Fragen 😉
  • nette Geschichte über einen anderen cleveren Sohn im Internet zugespült bekommen. Ein Vierjähriger hat wohl mit dem Handy seiner Mutter ihr Leben gerettet. Hier der Link zu einem von vielen Berichten
  • Ideen gesammelt, wie ich mein Herbarium gestalte, das ich zur Prüfung im Herbst vorlegen muss
  • Frühblüher für das Herbarium gesammelt und die schon gepressten Pflänzchen gesichtet
  • auf die Filder gefahren – es ist doch viel schöner Mal- und Zeichenartikel im Fachmarkt auszusuchen, als aus dem Katalog oder Internet zu bestellen. Leider wird man dann auch mehr Geld los 😉
  • VERA 8, die Vergleichsarbeiten, korrigiert und eingegeben – was für ein Aufwand
  • mit Schülern Obstkisten gestrichen – ich möchte Unkrautbeete anlegen mit essbaren Unkräutern, damit wir sie im Jahresverlauf beobachten können
  • am Samstag das herrliche Wetter genossen und zu einem meiner Lieblingsplätze im Schönbuch gelaufen – erschreckend, wie viel Bäume abgeholzt wurden. Keine Ahnung ob es am Asiatischen Laubholzbockkäfer liegt oder die Bäume eine andere Krankheit hatten (hier ein Link zu den Problemen mit dem Käfer in meiner Region)
  • den ersten Bärlauch gepflückt – ich freue mich jetzt schon auf das erste frische Bärlauchpesto, obwohl ich erst vor zwei Wochen eins aus den letzten Vorräten vom Vorjahr zubereitet hatte (Tiefkühler und Einlegen machte es möglich!)
  • Flechten gesammelt, weil sie so schön aussahen. Noch weiß ich nicht wirklich, was ich daraus machen werde. Bis ich das weiß bildet ein Teil der Sammelware die Basis für die Osterdekoration

  • mich über die neuen Markierungen auf der Straße gewundert; wenn die Vermessungstechniker schon keine Ahnung haben, wie sollen dann die Arbeiter verstehen, was zu tun ist? Böblingen und seine Straßenbaustellen sind eine Sache für sich. Doch das was wir bisher an Sperrungen und Umleitungen haben ist noch gar nichts. Richtig eng wird es, wenn für ein Jahr ein Teilstück der B 14 gesperrt sein wird.
  • zu viel in dieser Woche auf den Füßen gewesen, was ich heute büßen muss – aber es war herrlich draußen. Ist es heute zwar auch, aber Fuß sagt: Nö. Zuhause bleiben. – Ok. Auf dem Balkon ist es auch ganz schön, wenn die neuen Scherben weggreräumt sind: „ANGUS, nein!“

 

Eine schöne Woche wünsche ich, und Danke wenn ihr bei mir vorbei geschaut habt!

 

Wer jetzt noch Zeit und Lust auf ein paar Bilder von meinem Schönbuch-Spaziergang hat, die sind einen Klick weiter, auf meinem anderen Blog, hierundfort.

 

 

 

Woche 10/2017

oder …

Keine Zeit für Frühjahrsmüdigkeit

Die Erholung aus den freien Tagen rund um Fasching verpuffte in der ersten Schulwoche wie eine Silvesterrakete, meine Energie zischte einfach mal so weg, wie die Luft aus einem kaputten Fahrradschlauh – pffft – weg.

Was die erste zweistellige Woche dieses Jahres so brachte:

  • Schule mit Schülergesprächen, Elterngesprächen, Vorbereitungen zur Projektprüfung, Tag der offenen Tür, Unterricht nach Stundenplan und Vertretungsstunden (ja, ich weiß, Lehrer haben viele Ferien und sind faule Säcke, … ein Auszug an „Bonmots“ der Woche)
  • Mithilfe bei der Veranstaltung bzw. Ehrung der Böblingerinnen des Jahres ( ein Pressebericht dazu hier)
  • Weltfrauentag und Rosen verteilen zum Feierabend mit ParteikollegInnen und der Bundestagskandidatin Jasmina Hostert
  • viel Bücken nach Pflänzchen für mein Herbarium
  • Sonne genießen mit Tochter-Kind und Katern
  • Sonne genießen auf einem alten Weg (Fotos auf hierundfort)
  • bloggen für 12tel-Blick und so müde gewesen, dass ich meinen Beitrag zwei Mal eingestellt habe, peinlich
  • bloggen für 12von12 im März, pünktlich
  • mehr ging nicht

 

Im Wald sieht es auf dem ersten Blick noch wenig nach Frühling aus. Auch hier muss man sich bücken um das erste Frühlingsgrün pflücken zu können.

Scharbockskraut

Tja, und Mitte der Woche meldete sich nach knapp 10 Jahren eine lange schlafende Plage in meinem linken Fuß wieder. Passt vom Zeitpunkt, denn gestern war Jahrestag meines Armbruchs.

 

Eine schöne Woche – es soll ja etwas frühlingshafter werden.

Das Ende der Bärlauch-Zeit

oder …

Der Mai ist gekommen!

Kaum zu glauben, der April ist vorbei. Ganz einfach so. Wo ist der Monat nur geblieben? Ohne Fotoausflüge in den Schönbuch und zur Obstbaumblüte ins Gäu fehlt mir dieses Jahr ein kleines Stückchen Frühlingserwachen. Sicher hätte ich eine Chauffeuse oder einen Chauffeur für eine Ausfahrt gefunden: „Sag’s, wenn ich dir helfen kann!“. Doch ohne Konstanze einfach so durch die Landschaft tappen? Mit der/m ruhig gestellten Hand/Arm war seit dem Armbruch kein Fotografieren mit der Spiegelreflexkamera möglich. Aber es geht voran.

Seit gestern kann ich, wenn ich mit der rechten Hand die Kamera halte, mit der linken den Objektivdeckel aufschnippen. Tolle Sache! Kleines Stückchen Glückseligkeit. Zum Schließen muss ich mich bücken und suchen, wo das Teil hingeflogen ist. Um den Deckel wieder aufzusetzen brauche ich noch die rechte Hand.

Heute schaffte ich mit links den Wasserhahn im Spülbecken der Küche zu öffnen. Yeah! Es ist ja „nur“ ein Hebel und es klappte super – fragt meinen Kater! 🙂 Das Ergebnis war eine Riesensauerei, hatte die Qualität ‚Zustand nach Wasserschlacht‘. Aber ich habe den Wasserhahn öffnen können, grobmotorisch zwar, auch noch etwas schmerzhaft, doch effektiv. 😀 Allerdings werde ich den zweiten Versuch mit dem Hahn besser erst nach der nächsten Ergotherapiesitzung versuchen. Habe ich Katerchen versprochen, denn er fand die Springflut aus der Spüle gar nicht lustig. 😉

Doch zurück zum verpassten Frühling draußen in der Natur.

Mit dem Cast rund um Hand und Unterarm konnte ich dieses Jahr auch nicht zu meinem Plätzchen zur Bärlauchernte radeln. Schade! Ich tröstete mich mit ein, zwei gekauften Bünden vom Markt. Als Pesto verarbeitet war es ruckzuck weg gefuttert. Bei den nächsten vier gekauften Bünden hatte ich dann das Pech, dass sie, wohl nass gepflückt und gleich eng gebündelt, im Bund schon schimmelten – bei einem Preis von 1,50€ pro 100g recht ärgerlich. Ich fand mich damit ab dieses Jahr ohne Bärlauch-Depot auszukommen.

Und dann kam ein Gespräch unter Nachbarn, denen ich eigentlich nur ein Päckchen angenommen hatte und ihnen nur abgeben wollte. Als Dankeschön hatte ich von ihnen eine Tüte selbst geernten Bärlauch in die Hand gedrückt bekommen!

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Drei Tage später fragte mich mein Nachbar, ob er mir noch einmal Bärlauch mitbringen soll/kann. Ich antwortete: „Oh, das wäre schön. Ein wenig könnte ich noch brauchen.“ – Wenig ist eine vage Aussage, die unterschiedlich interpretiert werden kann.

Frischer Bärlauch in Salaten ist lecker. Nur leider kann er nur kurze Zeit im Frühjahr geerntet werden. Deshalb verarbeite und konserviere ich jedes Frühjahr einen Teil meiner Ernte um auch später im Jahr Bärlauch genießen zu können.

Bärlauchpesto auf Brot oder zu Spaghetti ist ein toller Einsstieg in die (Basilikum-)Pestosaison, oder auch eine Alternative dazu, denn Bärlauchpesto kommt im Gegensatz zu der mit Basilikum ohne Knoblauch aus. Das hat schon Vorteile! 😀

Von meiner unerwarteten Bärlauchschwemme habe ich

  • die Blätter in Öl püriert
  • die Blätter in Öl püriert, mit Mandeln und Parmesan zu Pesto verarbeitet (Verhältnis Bärlauch:Mandeln:Parmesan – 1:1:1 in Gramm, Öl nach Gefühl und Konsistenz)
  • die Blätter eingefroren
  • die Blätter im Dörrautomat getrocknet
  • die Stengel, wie Gurken, süß-sauer eingelegt
  • die Knospen in Öl eingelegt
  • die restlichen Knospen einfach blühen lassen.

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Tipps aus dem Internet, die ich ausprobiert habe:

Bärlauch haltbar machen

Das ganze Jahr über Bärlauch

Und was ich noch ausprobieren möchte:

Bärlauchkäse – vegan

 

Der Frühling scheint nun wirklich angekommen zu sein!

 

 

Türdekoration aus Naturpapier #2

oder …

Blütentüten und echtes frühlingshaftes Blühwerk zum Wochenende.

 

Gut durchgetrocknet warteten die Blütentüten aus Bananen-, Stroh-, Spargel- und Kirchererbensenschalenpapier, über die ich hier berichtet hatte, auf ihre Stengel und sonstige Weiterverarbeitung.

Im Keller fand ich eine alte Türdekoration – Kunsttulpen (ich hasse Kunstblumen, bekomme aber trotzdem immer wieder welche geschenkt) in einem unfertigen Körbchen aus Peddigrohr. Die „Tulpen“ landeten nach einem Ausflug zum Müllcontainer auf meinem „Kamin“ und das Körbchen kam auf den Arbeitstisch. An jede Strebe fädelte ich eine Blütentüte und sicherte sie mit einer Holzperle in gelb, orange oder braun und einem Tropfen Klebstoff.

 

Da mein verwendetes Peddigrohr nicht so stabil war, um zusätzliches Gewicht zu halten, entwickelte sich kein Blütenstrauß. Das Ergebnis, mit all den hängenden Blüten, sah eher traurig aus. Stärkeres Peddigrohr hatte ich keines im Haus. Draht sah nach nichts aus. Schaschlikspieße! Hmm? Nein, viel zu gerade neben dem Papiertütentrauerflor. Hmm? Die Idee kam mir, als mein Abendessen auf dem Herd stand:

  • Holz lässt sich biegen
  • Gebogen wird unter heißem Wasserdampf
  • Heißen Wasserdampf bekomme ich hin

Gedacht und ausprobiert. Topf mit Wasser auf den Herd gestellt. Aufkochen. Dampfeinsatz hinein gestellt und die Schaschlikspieße dazu gegeben. Nach 3o Minuten einzeln aus dem Topf nehmen und so schnell wie möglich um einen runden Gegenstand legen und in dieser Lage fixieren. Beim Biegen der Spieße in kleinen Schritten arbeiten, sonst bricht das Holz, deshalb Zentimeter für Zentimeter an die runde Fläche drücken. Ich befestigte die Hölzer mit Gummibändern und Wäscheklammern, da ich auf die Schnelle nichts anderes zur Hand hatte.

Nach einem Tag hatte ich meine runden Schaschlikspieße und konnte weitere Blütentüten mit Stengeln versehen.

Stengel ab in das Körbchen und ran an die Tür.

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Und drinnen gesellen sich Weidenkätzchen zu den ersten Primeln und sorgen mit ein paar Sonnenstrahlen für Frühlingsstimmung.

Schönes Wochenende!

 

 

12 von 12 im Mai 2015

oder …

Mathe-Prüfung und mit Umwegen Frühlingsgrün genießen

7.35 Uhr
Mein erster Weg heute morgen ging in den Schulgarten, denn ich übernahm für meine Schüler das Gießen und das Abnehmen der Folien von den Frühbeeten. Die Hauptschulabschlussprüfung in Mathematik stand an und die Nerven meiner „Gartenkids“ lagen blank.

Käfer mit Maske auf den Erdbeerpflanzen

8.20 Uhr
Anwesenheitsliste zur Prüfung führen, heutzutage: Handys durchzählen! Alle 25 da!

9.15 Uhr
Pause zwischen den Prüfungsteilen und ein Einblick in eine Frühstücksbox – und, JA, gesundes Frühstück war in allen drei Schuljahren, die ich diese Klasse hatte, Thema!

11.30 Uhr
Zwei Handys blieben übrig und wurden auch nachmittags nicht abgeholt. Seltsam. Sehr seltsam, denn spätestens ab dem 10ten Lebensjahr ist die Symbiose Handy-zu-kid fest geknüpft. Aber selbst in den folgenden drei Stunden gab es weder ein hektisches Auftauchen eines überdrehten Jugendlichen noch ein hysterisches Gekreisch: „Ahhh, wo ist mein Handy? Mein Ein und Alles?“
Sind ja „nur“ zwei Samsung.

13.00 Uhr
Ich brach nach drei/vier/fünf /… Jahren Wartezeit im Werkraum meiner Schule einen Schrank auf, für den niemand einen Schlüssel hat.

14.00 Uhr
Der Nachmittagsunterricht begann und meine 10er hatten in Technik genug zu tun, dass ich den Inhalt des aufgebrochenen Schranks sortieren und entsorgen konnte.
Zuletzt machte ich mit dem Inhalt von diesem Eimer einen Kollegen aus der Realschule richtig glücklich! Hauptsache, ich bekomme den Eimer zurück!

16.00 Uhr
Noch einmal in den Schulgarten um den Salat und die Tomatenpflanzen vor dem angekündigtem Regen zu schützen und ich entdeckte die ersten Blüten!!!

17.00 Uhr
Ein wenig Auszeit mit dem Fahrrad und Abtauchen in das Gelb-Grün der Natur im Frühling.

 

18.00 Uhr
Natur nachhause gebracht.

18.30 Uhr
Die große Frage: Was mache ich heute?

a.) Weiter spinnen?

 

b.) Weiter stricken?

 

c. Filzen?

 

Lief alles nicht so, wie gewünscht …
aber,

 

An dieser Stelle noch ein kleiner Abgesang an meine Spiegelreflexkamera, die sich am Samstag mit einem satten „tschock“ von meiner Schulter auf den Boden verabschiedet hat.
Deshalb gibt es bis zur Diagnose von Doktor Nikon nur Handybilder, sorry.

12 von 12 ist eine Blogpostidee, auf die ich über Caro von Draußen nur Kännchen gekommen bin.
12 von 12 heißt, man postet am 12ten jeden Monats 12 Bilder und dazu noch ein stückweit etwas über den Tagesablauf.
Tolle Idee.