Samstag ist Markttag

Jedes Wochenende zieht es mich am Wochenende in den Nachbarort Sindelfingen, zum Markt. Ich liebe es Obst und Gemüse frisch vor Ort zu kaufen, der Saison nach, vom Stand weg in den Korb gepackt und ohne große Anfahrtswege. Für mich wichtig sind die zwei Marktstände, die biologisch angebaute Produkte anbieten.  Letzten Samstag war der Besuch nicht ganz so beschaulich, da alle Stände ihren angestammten Platz auf dem Marktplatz für das internationale Straßenfest räumen mussten.

Da die Sonne so schön schien machte ich auf dem Rückweg Halt in einem Örtchen in der Nachbarschaft, Darmsheim, um dort über den 31. Töpfermarkt zu schlendern. Es kam, wie es kommen musste. Obwohl ich mir nichts kaufen wollte, wirklich gar nichts, konnte ich einem kleinen, grün glasiertem Väschen nicht widerstehen. Später kam dann noch eine grüne Schwimmkugel dazu und, hmm, tja, da stand dann diese große Schale beinahe mitten auf meinem Weg! Drei Mal bin ich ihr ausgewichen :D. Als ich dann wieder an ihr drumherum gehen „musste“ kaufte ich sie dann lieber, damit ich auch mal heim kam.

Beim Ausladen meines Autos folgte der Blick in meinen grünen Einkaufkorb und es leuchteten mir alle Käufe im gleichen Farbton entgegen – wie das nur passieren konnte (ganz unschuldig gezwinkert).

Und kaum, dass etwas auf Chewies Balkontisch steht muss er zur Kontrolle erscheinen.

Babyquilt

Das Baby für das ich diesen Quilt im Februar 2012 nähte ist endlich auf der Welt und ich nehme niemandem mehr die Überraschung, wenn ich dieses Nähwerk nun vorstelle!

Nicht zu übersehen ist die vorherrschende Farbe und was schließt man daraus bezüglich des Geschlechts des neuen Babys? Es ist tatsächlich ein kleiner Junge!

Das geübte Auge erkennt vielleicht den Künstler von dem ich mich bei der Herstellung inspirieren ließ. Ja, es ist wirklich ein Muster von Kaffe Fassett!
Was war ich begeistert, als ich sein erstes Buch, Glorious Knitting, kurz nach der Geburt meiner Tochter in die Hand bekam. Ach ja, viele Jahre her! Trotzdem, schon 1985 begeisterten mich beim Öffnen des Buches die Bilder, wie die Strickmuster aus Arrangements die der Alltag bietet entwickelt und gegenübergestellt wurden. Pate dafür standen  Blüten, Knöpfe, Teller, Tassen, Obst und vieles mehr. Damals sensationell neu, heute immer noch strahlend, fröhlich, motivierend.

aus „Glorious Knitting“, Seiten 130/131

Und eines Tages sehe ich das erste Quiltbuch von ihm – haben will! – MEINS – und reihe es in meine Inspirationsbücherecke ein. Dort stehen neben Kunstbüchern auch Bilderbücher, Fotobände, einfach jede Menge hübscher Dinge zum Blättern, Schmökern, Seele baumeln lassen und „Futter“ für diese, damit die kreative Quelle nicht versiegt.

In einem dieser „Auftank-Pausen“ sprach mich ein Quiltmuster in einem der Bücher Kaffe Fassetts an, Economy Blue Patch:

Alle Maßangaben in seinen Patchwork-Büchern sind in Zoll bzw. inch angegeben, weshalb ich in solchen Fällen nicht mit dem Zentimeterband arbeite, sondern mit einem Zollband. Das brachte ich mir irgendwann einmal aus England mit, damit ich mir das Umrechnen sparen kann. Eigentlich müsste uns dieses leichter fallen, denn selbst in den Zentimeter-Meter-Ländern ist Zoll als Maßeinheit gang und gäbe. Wer es nicht glaubt, einfach mal bei Wikipedia reinschauen, ein wenig nach unten scrollen und … aah! Na, wie ist das mit der Schriftgröße beim PC, den Jeansgrößen?

Zurück zum Quilt.
Das Prinzip für einen Economy Blue Patch-Quilt ist einfach, doch beinhaltet es eine Menge an Vorarbeit. Zum Glück ging es bei mir dieses Mal nur um einen kleinen Quilt. Schnell auf einen Zettel die kleinen und großen Blöcke verteilt, durchgezählt,

  • eine Liste geschrieben,
  • Schablonen geschitten,
  • Stoff zugeschnitten,
  • Blöcke zusammengenäht,
  • alle Blöcke auf dem Tisch verteilt und <ups> da fehlt ja was.

Nach einem Kontroll-Blick auf die Skizze konnte ich nur noch den Kopf schütteln.
Ist das der absichtlich eingebaute Fehler in einem Quilt oder gehört das in die Kategorie: blond blöd? Das hätte mir doch auffallen müssen! Schaut selbst!

Peinlich!

Wenn mir meine Schüler einen Entwurf in dieser Art und Weise vorgelegt hätten …! 😀

Nun ist der Quilt trotzdem fertig geworden und ich quiltete ausnahmsweise mal wieder nicht mit der Hand sondern mit der Maschine.

Bei der vorherrschenden Farbe und bei so vielen Punkten war der Quiltname dieses Mal leicht zu finden: Blaupunkt

Neben gepunkteten Stoffen verwendete ich noch Reste mit Batikmustern, die vom Quilt für meinen Sohn übrig geblieben waren.

Und hier noch ein Blick auf die Rückseite, auf der das Quiltmuster deutlicher zu erkennen ist.