Woche 6/2018

und …

Punktlandung

In Ba-Wü haben die Faschingsferien begonnen, wie schön für manche Kinder, Eltern, Familien und Lehrer, wenn die Zeugnisse oder Halbjahresinformationen gut ausgefallen und die Eltern mit den Leistungen ihrer Sprösslinge zufrieden sind, manche losgelassen von allen Terminen in die Fasnet oder den Fasching einsteigen können, oder einige Familien zu einer Auszeit, ab zum Skifahren, unterwegs sind.

Ich schaffte es am Freitag noch zu einem Treffen mit einer meiner Kräuterfrauen aus der Ausbildung. Danach war aus die Maus.

Eselsmühle

 

Nach literweise Tee in verschiedenen Varianten konnte ich mich zumindest, bei der Versorgung der Wäsche, um die vernachlässigten Kater kümmern. Sie hatten mich in der vergangenen Woche nur selten gesehen.

Unterricht, drei Prüfungstage mit den dezentralen Englisch-Prüfungen, Zeugnisvorbereitungen (die mir zum allergrößten Teil dieses Mal mein Team-Kollege abnahm – Danke N.!!), Notenkonferenz, Elterngespräche, Zeugnisausgabe mit Schülergesprächen (wir haben eine Abschlussklasse), …, da kommen manche Dinge zu kurz. Glücklicherweise überlebten die Blumenzwiebeln im Kunstraum!

 

Ärgerlich schaute ich am Ende der Woche auf die Waage. Kein Wunder, dass ich zugenommen habe. Montag hatte ich für die zu erwartenden Tage einiges vorbereitet gehabt, damit ich die kommenden Tage gesund und lecker meine Pausen hätte genießen können – Hummus in drei Variationen, Obst, Gemüse und verschiedene Brotsorten. Jeden Morgen hatte ich mir ein Futterpaket vorbereitet und abends fast komplett wieder zurück gebracht, weil ich keine Zeit hatte mich in Ruhe hinzusetzen. Stattdessen griff ich mir im Vorbeigehen mal hier ein Stück Schokolade oder dort eine andere Kleinigkeit. Abends hatte ich dann Bauchschmerzen.

Das tat mir nicht gut.

Der Inhalt der Lunchboxen landete am Ende nicht in der Tonne. Obst und Gemüse verkochte ich mit einem kleinen Hokkaido-Kürbis und das Brot trocknete, zurechtgeschnitten, zu Croutons.

 

Gut taten mir die Spaziergänge nach Schulschluss. Die Sonne sah ich zwar nur im Untergang und an zwei Tagen pfiff mir auch der Wind ordentlich um die Nase, aber diese Wege machten meinen Kopf frei.

 

So krank war ich jedoch nicht, um beim Scrollen durch das Programm-Menü des Fernsehers diesen Fehler zu übersehen. Den Zuschlag bekam nach zwei Mal rauf und runter klicken der Aus-Knopf . Mir fielen selbst beim Scrollen die Augen zu.

 

Statt Fernsehen gab es schließlich Schlafprogramm und tags darauf meinen Lieblingssender am Küchenfenster: „Erich und seine Freunde“!

Von den Eichhörnchen vor meiner Tür habe ich schon das eine oder andere Bild geteilt, auf hierundfort einen Artikel veröffentlicht, und stelle wiederholt fest, dass die Burschen verflixt schnell lernen. 😀

Es sind mindestens zwei Erichs, die hier ihr Unwesen treiben, zumindest sah ich heute zwei durch die Äste huschen.

Man schafft es inzwischen in die Hütte!

 

 

Bis die Tage,

Karin

 

 

Woche 48/2017

oder …

Mit Schwung in die Vorweihnachtszeit und ab in die Kälte!

 

Wir hatten so gehofft, dass die Kälte erst dann einsetzt, wenn die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt in unserer Stadt, Böblingen, erledigt sind. Weil meine Kollegin und ich aus den vergangenen Jahren gelernt haben, waren wir zumindest organisatorisch auf (fast) alles vorbereitet, auch auf den Kälteeinbruch. Der Wetterbericht für Dienstag klang nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten, denn solange es nicht regnet ist alles gut. Und es begann mittags zu regnen! Zum Glück waren bis dahin alle beweglichen Teile und Waren schon in der Hütte!

„Meine“ großen Jungs

Hut ab vor meiner Kollegin, die bei diesen Temperaturen Stunden in der Hütte verbracht hatte bis sie zum Verkauf präsentabel war. Parallel versorgte ich in der Schule zwei Klassen, schickte im Turnus immer wieder SchülerInnen als Helfer und sorgte für die Beschaffung fehlender Utensilien. Trotz aller Planung ist jeder Weihnachtsmarkt dann doch wieder Neuland und die Hütten nicht immer gleich. Am Ende des Tages fielen wir wie Steine in die Betten, meine Kollegin immer noch steif gefroren und ich vor Schmerzen verspannt, weil ich mittags schon meine zehntausend Schritte zusammen gehabt hatte.

Fünf Tage Weihnachtsmarkt von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr sind aber auch ein Highlight für unsere SchülerInnen, verkaufen sie doch ihre Produkte, die sie im Laufe des Jahres hergestellt haben! Nur hatten wir zu spät erfahren, das dieses Jahr die Öffnungszeit abends um eine Stunde verlängert worden ist. Alle Pläne waren fertig, Eltern waren über die Einteilung ihrer Kinder informiert und wir überlegten, wie das Problem ohne Aufwand erledigt werden kann. Am Ende schlossen wir einfach unsere Hütte wie in den Vorjahren um 21:00 Uhr – genug gefroren – die Kinder sollten ins Bett und die meisten Gäste auf dem Markt halten sich um diese Uhrzeit eher an den Ständen zum Futter fassen und Glühwein trinken auf.

Alle SchülerInnen, die verkaufen wollten, durften es auch, in Schichten eingeteilt, und alle verfügbaren KollegInnen hatten sich zur Betreuung vorab in einen Plan eingetragen. Nur so kann ein Schulprojekt dieser Art funktionieren. Alle fühlten sich angespornt zumindest die nicht unerheblichen Standkosten am Ende in der Kasse zu haben. Die Spenden und die Hälfte des Erlöses werden dieses Mal an zwei Einrichtungen in Afrika gehen.

Knackig kalt wurde es dann noch ab Donnerstag. In der Nacht war der Regen in Schnee übergegangen, der zwar im Verlauf des Tages schmolz, doch der Nachschub kam.

Schulweg

Spendenkassenschein mit Schneehäubchen

Im Schneetreiben ging es dann Sonntagabend an den Abbau.

Die kommende Woche werden wir reichlich zu tun haben. Alle „Reste“ sind zu sichten um diese noch an anderen Orten anbieten zu können. Die Regale müssen wieder an ihre Plätze im Lagerraum, die Werkzeugkiste sortiert und aufgefüllt und alles Markt unterstützende Equipment, von A wie Aufkleber bis Z wie Zange, sortiert und aufgeräumt werden.

 

Nebenbei gab es natürlich Unterricht und ganz normalen Alltag, der nicht immer für Entspannung sorgte. Die Hyposensibilisierung läuft nicht ganz unproblematisch ab. Doch nachdem ich diese Behandlung angefangen habe ziehe ich sie auch durch. Allerdings hoffe ich nicht noch einmal auf Reaktionen, die mich einen halben Tag verlieren lassen.

Für meine Weihnachtsgeschenke mischte und probierte ich Kräutertees.

Und ich konnte es nicht lassen – wohl noch nicht genug gefroren – denn ich ging, wie gewohnt, am Samstag auf den Wochenmarkt. Schon toll die Hüllen über den Ständen, die helfen wenigstens etwas Wärme zu halten.

Bei meinem Rundgang für meine Einkäufe fiel mir neben einem Bauernstand die Rosenkohlernte auf. Nicht nur ich blieb bewundernd stehen. Bis ich zum Fotografieren kam war leider der zweite Strunk mit Kohlröschen schon verkauft. Vom Bauern erfuhr ich, dass diese Strünke heute der Verkaufsrenner gewesen waren. Zwei Kisten voll gingen weg wie warme Semmeln und ihm blieb das Abernten erspart.

Zuhause genoss ich in den wenigen freien Zeiten meine Kater, beziehungsweise genossen sie meine Anwesenheit. Gemeinsam hatten wir Spaß am Katzenkino, der reichlich besuchten Futterhausanlage vor meinen Küchenfenster.

Was war ich verblüfft beim Besuch des Eichelhähers, der dieses Mal nicht nur einen Kollegen sondern zwei mitbrachte! So schnell konnte ich nicht die Teetasse abstellen, die Kamera greifen, das Objektiv wechseln um das Grüppchen einzufangen. Das Eichhörnchen hatte seine Dominanz gezeigt und mir blieb nur noch einer aus dem Trio, den Blick fest auf das Futterhaus gerichtet!

Dort saß nämlich fett Erich, das Eichhörnchen. Eigentlich wollte ich es Eik, oder Eiki (ist isländisch) oder Eiko (auch irgendwie nordisch und auch japanisch) nennen. Eiko war der Spitzname einer meiner ehemaligen Schul-Hausmeisters, aber der hatte weniger Haare. Kurz nach dieser Aufnahme tauchte Erich im Futterschacht ab. Das irritierte dann die Amselschar, die üblicherweise gemeinschaftlich seine Zeit am Futterhaus einschränken.

Der seltsame Puschel aus ihrem Futterhaus verschreckte sie völlig.

Mehr von Erich (und seinen Kollegen) gibt es auf hierundfort.

So ganz nebenbei hat die Adventszeit begonnen. Von Weihnachtsdekoration ist in meinen eigenen vier Wänden fast noch nichts zu sehen. Es wird für die Weihnachtspakete an Freunde und Familie produziert. Die Weihnachtskarte ist auch noch nicht fertig. Und dann bin ich immer noch traurig (gewesen) keinen Adventskalender zu haben, nachdem ich bei 24 kleine Freuden abgesagt hatte (Prüfung ging vor). Da brachte mir meine Große m/einen Trostkalender vorbei, gegen Streifen verrutscht, und überhaupt, und fragte am Tag 1 auch gleich nach: Türchen geöffnet? Hatte ich!

Streifen gerade gerückt 😉

Bis die Tage,

Karin

Spannung im Katzenkino

und …

Eichhörnchen im Futterhaus

Ich gehöre zu den Ganzjahres-Vogelfütterinnen und ganz besonders seit diesem Jahr. Den Grund schilderte ich im Wochenbericht 32 (Link). Im selben Blogpost berichtete ich zudem von dem Eichhörnchen, das das Vogelhaus von oben leer futtert. Jetzt habe ich von ihm doch tatsächlich mit der Kamera ein Beweisfoto festhalten können, zwar nicht beim Öffnen dafür beim „Auslöffeln“, Futtern und Flüchten. 😀

Katerchen hatte mich aufmerksam gemacht, aufgeregt am Katzenkino-Fenster sitzend.

Eigentlich beobachtet er am liebsten die Büsche. In ihnen ist ständig Bewegung durch eine Horde von Haus- und Feldsperlingen. Es rappelt und zappelt und flattert und wusch sind sie weg. Ist ja auch ein lecker Plätzchen für den Nachtisch!

 

Weil ich mich mit dem Auffüllen der Futterstellen verspätet hatte versuchte sich der Eichelhäher, notgedrungen, an der Spatzenstation, die der Buntspecht am unteren Ende nun beinahe vollständig zerhackt hat. Es herrscht Einsturzgefahr. Demnächst fällt der Boden ab und die Birke vor meinem Küchenfenster muss wohl auch gefällt werden, bevor sie beim nächsten Sturm von alleine fällt.

 

Vielen Dank für’s Schauen und bis die Tage,

Karin