Woche 39/2017

und …

Prüfungsvorbereitung und ein Deko-Tipp aus Herbstlaub

Ich habe den Eindruck, die Zeit des Verzettelns scheint überwunden zu sein. Wenn es voran geht schmerzen Nachtschichten nicht so sehr.  Zudem ist nach dem Aufstehen die Freude groß, wenn das nachts Geschaffene im Tageslicht immer noch überzeugen kann.

Nach der Rückbesinnung auf frührere Jahre, als das Kinderzimmer für meine Große eher einer Intensivstation ähnelte, erinnerte ich mich an die optimale Zeit zum Schlafengehen, um morgens den Wecker nicht schlachten zu wollen oder ihn gleich völlig zu überschlafen – für mich ist es 1.00 Uhr bis 1.30 Uhr, aber dann muss der Kopf wirklich auf dem Kissen liegen! So klappt es mit dem ausgeschlafen wirkenden, pünktlichen Aufstehen für den Schulalltag. Das Nickerchen nach der Schule muss dann allerdings, im Gegensatz zu Jungmutterzeiten, sein. Das fordert die Natur inzwischen schon auf harten Stühlen ein. Bisher klappten mir nur die Augendeckel auf Sofa und Sessel zu, kaum dass ich mich nach dem Heimkommen hinsetzte. Inzwischen reicht sitzen völlig aus, ob im Wartezimmer beim Arzt, im Lehrerzimmer beim Korrigieren, am Esstisch, …, egal wo.

Doch bevor ich mich wieder vertüdel kommen jetzt einfach ein paar Bilder aus der Woche:

  • meine Sammlung aus den Versuchen mit Pflanzen Malfarben herzustellen ist fast fertig
  • die Testreihe hat sich ganz von alleine auf Färben mit Pflanzen erweitert – zum Auspressen der Pflanzensäfte hatte ich Stoff verwendet
  • zur Dekoration meines Präsentationstischs gibt es „Herbstrosen“ aus Laub meiner Lieblings-Spitzahornbäume – wer sie nacharbeiten möchte (nicht basteln!) schaut hier nach 😉
  • Sammeln, verwenden und Lernen in Einem ist am Besten – Färberhundskamille gesammelt, verarbeitet und die Familie der Korbblütler wiederholt (Zungenblüten, Röhrenblüten, …)

Weil ich wieder einmal nachts die Kraft und Muße hatte etwas auszuprobieren, das sich auf den Präsentationstisch der Abschlussprüfung gut machen würde, gibt es jetzt noch ein Rätselbild. Was ist das? Was habe ich ausprobiert? 😉

Ich hoffe nur, dass nach dem Trocknen das Ergebnis geglückt ist.

 

Jetzt wieder an die Arbeit. Der Tag ist kurz, die Nächte auch.

Viele Grüße und bis die Tage,

Karin

Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Schlüsselanhänger mit Katze

oder …

DIY mit Schrumpffolie

Im Dezember 2016 hatte ich frustriert einen Versuch mit Kunststoffmüll abgebrochen. Mich hatte ein Video auf Youtube inspiriert gehabt und, obwohl ich mitten in vorweihnachtlichen Aktivitäten war, verflixt viel Zeit in eine ganze Reihe an Fehlversuchen gesteckt.

Nun fand ich, ganz nebenbei, die Schachtel mit dem ganzen Kram und das Päckchen Schrumpffolie – gut abgehangen seit Dezember. Die Versuche mit dem frisch gewonnenem Buch, Neues aus der zauberhaften Papierwerkstatt, müssen also weiter warten. Zudem hat der verflixte Kater das beigelegte Material verspielt.

Mithilfe von einfachen Folienstiften kann die Schrumpffolie bemalt werden. Bitte darauf achten, dass es Permanentschreiber sind!

Mit der Schere die Folie mit dem gemalten Bild ausschneiden. Dabei einen Rand stehen lassen und einen Platz berücksichtigen wo das Loch hinkommen soll. Ich verwendete zum Loch stanzen eine entsprechende Zange. Es geht aber auch jeder Locher.

Backofen auf 175°C vorheizen. Das Kunststoffstück auf ein mit Backpapier (keines mit Wabenmuster nehmen, denn dies drückt sich auf dem Kunststoff ab!) abgedecktes Backblech legen und für kurze Zeit in den Backofen schieben. Das geht recht schnell! Sobald das Kunststoffstück geschrumpft ist aus dem Backofen nehmen – Handschuhe! – und sofort mit einem geeigneten Gegenstand flach drücken. Der Kunststoff wellt sich gerne beim Abkühlen. Ich verwendete eine kleine gusseiserne Pfanne. Falls es doch wellig wird einfach noch einmal in den Backofen zurück legen.

 

Wie eingangs beschrieben hatte ich die Versuche mit Kunststoffabfällen abgebrochen und mir Schrumpffolie gekauft. Ich verwendete die unten abgebildete Folie. Sicher geht auch jede andere, die für diese Zwecke im Handel angeboten werden.

Übrigens, dadurch dass die Folie ruckzuck schrumpft entwickelt sich auch kein nennenswerter Geruch nach Kunststoff.

 

Mit vielen Grüßen und bis die Tage,

Karin