Unpassendes zusammenpassend bekommen

oder …

Upcycling mit Vorgaben

 

Be my Bastel-Beast (oder Punk ist nicht tot, Punk bastelt jetzt) lautete der Blogpost von fraumasulzke. Die beschriebene Idee zum Zeitvertreib hörte sich verrückt genug an um mitzumachen.

Material:

  • 1 rosa Heftumschlag
  • 1 einsame, verwaiste Socke
  • Perlen

Anleitung:

  • Keine. Macht halt was draus, was lustig, schön, praktisch oder nicht oder einfach nur Trash ist.

Anmerkungen:

  • Gibt es eine Reihe, die bei fraumasulke nachzulesen sind. Ich habe mich dran gehalten, das Bernsteinzimmer nicht verwendet und auch kein Uran.

 

 

Die Anfänge waren heiß. Die erste Idee kam nämlich beim Bügeln. Verbrannte Finger inklusive landete das Zwischenergebnis im Backofen.

Meine Anmerkungen:

  • gut lüften
  • nicht mit kleinen Kindern versuchen

Eigentlich wollte ich aus dem Heftumschlag Eierbecher herstellen und die Socke zu Warmhaltemützen umfunktionieren, die Perlen statt Bommel. Doch als ich abends aufräumte – wobei ich nie die Sachen einfach so zusammenschiebe, sondern eher zusammenlege – hatte ich plötzlich ein anderes Ergebnis vor mir liegen.

 

So kamen die Eier wieder in den Kühlschrank, um tags darauf in der Pfanne zu landen.

 

Also doch ein Monster, mit dem Blick wie Bert von den Krümelmonstern, ein Sockenmonster mit Augenbrauen wie Theo Waigel.

 

Noch voll, in den Gedanken, auf Socke eingestellt schnitzte ich das Brot zur Socke zurecht und das Ei musste irgendwie dort hinein. Mit viel Tricks klappte das auch und die Olive gab es als Perlenersatz obendrauf. Wenn schon dann richtig.

Das kreative Intermezzo war lustig, das Ei lecker. Was will ich mehr. 😀

 

Bis die Tage,

Karin

Ferien – holidays – vacances – …

oder …

Entspannung von Katzen lernen

Jedes Jahr zum Beginn der Sommerferien brauche ich einige Tage um das Schuljahr innerlich abzuschließen und vor allem die letzten Schultage zu verarbeiten. Zuletzt überhörte ich fast täglich meinen Wecker. Ein Zuspätkommen in der Schule (als Lehrer ein Unding!) gelang dann nur noch mithilfe meines Handys und der kräftigen Unterstützung durch „Mutter“ von Rammstein.

1. Ferientag

Rammstein sollte noch einmal zum Aufstehen helfen. Half aber nicht. Ich verschlief total und kam mit zweistündiger Verspätung beim Arzt an. Zurück zuhause klappten mir, kaum auf dem Sofa sitzend, die Augendeckel wieder zu. Selbst das abendliche Kraftfutter (Bratkartoffeln mit drei !!! Spiegeleiern !!! – habe ich sogar aufgegessen !!!) bei einem Treffen mit netten Nachbarn sorgte für keinen echten Energieschub.

2. Ferientag

Rammstein war abgestellt. Wecker war abgestellt. Kater-Wecker vergessen!!!!
Früh am Morgen hält es Chewbacca wie Simon’s cat bei
Cat man do <– klick mich.

Mühsam aufgestanden erlebte ich im Anschluss Harry wie bei
Feed me  (<– klick mich) .

Allerdings schlafften die zwei Katerburschen nach dem Frühstück sofort und so völlig ab, dass ich dachte: Da mache ich mit! 😀

Leider passte ich nicht in den Karton …

Chewbacca im Karton

und auf das Hochbrett traute ich mich nicht …

Chewie & Harry

aber ein gemütliches Plätzchen auf dem Balkon, Sofa, Sessel tut es ja auch!

Gegen späten Nachmittag war dann zumindest so viel Energie da um Bilder zu rahmen (ich)
oder
Bilderrahmenglas mit gezieltem Sprung zu zertöppern (Kater)
und Kater zu trösten (ich)
oder
mich zu verpflastern (Kater „halfen“).
Zwei Glasscheiben in drei Tagen ist ein die Wirtschaft fördernder Schnitt.

Nun hat zumindest ein Bild aus den letzten Tagen einen Rahmen und einen festen Platz zwischen älteren Bildern von mir.

 

Chewbacca und Vorlage für den Weihnachtsbrief 2012

 

Schwan 2001

 

Frühling 2002

 

Ohne Titel 2013

 

Noch mehr Farbenrund für die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.3

Nachdem ich die ersten collagierten Bilder (siehe hier) nach den ursprünglichen Ideen zusammengestellt und an der Wand hängen hatte – es war die erste Nachtschicht – träumte ich den Rest der Nacht in Kreisen weiter. Irgendwann stand ich dann doch wieder auf und machte weiter:

 

Nach diesem Bild entschied ich mich eine Anordnung tatsächlich in Bildform zu bringen, die ich vor Arbeitsbeginn  just for fun zusammengepuzzelt und für Freunde auf Facebook gestellt hatte:


 Heraus kam dann …

… und im Detail …

 

Fortsetzung folgt!
 
 
 



 

Farbe braucht die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.2

Mir ist endlich warm genug, die Lebensgeister und der Tatendrang erwachen. So machte ich die letzten Tage meinen größten Tisch frei um ihn gleich wieder vollzupacken. Drauf kamen jede Menge Papier, Schere, Schneidemesser, Klebstoff, Farben, Pinsel und ich ließ mich von der kreativen Muse küssen, egal wie spät oder früh es war.

Zwischen der Vorarbeit und der Ausarbeitung der Collagen, liegt inzwischen ein Jahr. Wer gerne die Vorgeschichte (noch einmal) lesen möchte, der klicke hier.

Bei den ersten Collagen, die ich in diesem Post vorstelle, blieb ich nahe an der ursprünglichen Idee die geschnittenen Kreise anzuordnen – im Quadrat.

Hier stelle ich die ersten drei Ergebnisse vor, nur an die Wand gepinnt, ungeschnitten und ungerahmt:

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

Tschüss Weihnachten

oder

Altes neu an die Wand gebracht

Viel früher als sonst (Weihnachtsdeko-Wegräum-Tag ist bei mir eigentlich der 6. Januar) befreite ich mich von allem Glitzerkram. Ich konnte vor allem die roten Kugeln nicht mehr sehen! Nachdem in dieser Saison sowieso jegliche Weihnachtsstimmung an mir abzuprallen schien verordnete ich mir, um weiteren Stress zu vermeiden, die vorzeitige Rückkehr zum Alltag. Nun ist bis zum letzten Stern alles wieder ordentlich in Kartons im Keller deponiert und kann dort elf Monate ablagern. Sagte ich „bis zum letzten Stern“? Ok, vier hängen noch an der Türdeko, aber noch waren die Sternsinger nicht da und die will ich noch abwarten bevor ich was anderes hinhänge.

In der Wohnung jedoch ist es ziemlich frei von Sternen und Kugeln, Weihnachtsgrün und roten Kerzen.
Nackte weiße Wände sind jedoch auch nicht unbedingt der Hit und so entschied ich mich die Bilder an meinen Wänden umzudekorieren.

Der Anfang

So bekamen zwei Bilder einen neuen Platz nachdem ich einem einen neuen Rahmen verpasste und dem anderen endlich einen Rahmen gab. Beide Bilder sind eigentlich schon vor etlichen Jahren entstanden, als meine Tochter eine Kunstmappe zu einer Aufnahmeprüfung zusammenstellte.

Ausgangsmaterial war das hier schon einmal erwähnte farbig bedruckte Fabrianopapier, das ich wie einen Schatz horte, aber auch tatsächlich verarbeite. Zwei der Ergebnisse hängte ich heute bewusst nebeneinander – links eine Arbeit von mir und rechts eine von meiner Tochter.

Für mein Bild, schnitt ich mit einem Skalpell geometrische Formen, die ich auffaltete und mir einer Kontrastfarbe hinterlegte:

als Quadrat in Kreuzform oder im Umriss aufgeschnitten

als Dreieck, gleichschenklicg oder rechtwinklig

oder auch nur geschnitten, um Streifen einzuweben.

Daneben hängt nun die Collage meiner Tochter mit dem Titel „der Tänzer“, für die sie das Papier schnitt, riss, faltete, rollte, knüllte, bevor sie es auf das Papier klebte. Was im Detail recht unübersichtlich aussieht zeigt dann im Ganzen seine Wirkung.

 

Bunt und rund – Schnittwerk #1

Beim Aufräumen im Keller wird immer ein Regalfach ausgeschlossen – hier liegt mein Papierschatz – und das schon seit, hmm <muss ich nachrechnen> mindestens 25 Jahren. Da ist sogar ein Umzug mit eingeschlossen! Zwar mit Siebdruckfarbe flächig bedruckt war uns das Fabriano-Papier all die Jahre über zu schade zum Wegwerfen. So entstanden daraus etliche Schachteln, Buchhüllen, Ordner, Grußkarten, Lesezeichen, Collagen, … und irgendwie wird das Material nicht weniger und es riecht selbst nach diesen vielen Jahren immer noch herrlich nach Siebdruckfarbe.

Nun hatte ich im Fach über dem Papier für neue Ordnung gesorgt und im Gedanken mit dem Papier und den Farben gespielt. Sicher, es ist eine beschränkte Farbpalette, aber in Knallfarben. Anbetracht der Retro-Welle in den letzten Jahren passt auch wieder Pop-Art und ich entschied mich für runde Formen.
Noch probiere ich und bin noch unentschieden, wie ich all die Kreise anordnen soll und auf welcher Farbe. Die Rahmen dazu sind schon weiß gestrichen und liegen zum Trocknen.

 

Die ersten Kreise zeichnete ich mit dem Zirkel und schnitt sie mit der Schere aus. Das Skalpell für den Zirkel erwies sich als zu schwach für das dicke feste Fabriano. Also musste geschnippelt werden.

Doch ich wollte auch Ringe haben und die Innenkreise behalten. So machte ich mich auf dem Weg zum „Tempel für Kunstbedarf“, Boesner. Zwar erreichen die Preise Apothekenniveau, aber es gibt beinahe alles, was man im Bereich Kunst so braucht. Da ist mir dann der Preis auch egal. Hier fand ich dann sogar einen richtig günstigen Kreiscutter von Olfa, bei dem das Messer für Linkshänder problemlos umgedreht werden kann.

Der Kreiscutter erwies sich als Segen. Das Schneiden der Kreise und Kreisringe geht damit deutlich schneller und einfacher. So blieb noch etwas Zeit der Feier zur Eröffnung der Olympiade in London zu folgen …