„Tu dir was Gutes“ hat seine Arbeit aufgenommen

oder …

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Nun hängt einer meiner Vorsätze für 2015 als nicht zu übersehende Gedankenstütze an der Eingangstür meiner Wohnung. Bleibt zu hoffen, dass ich mich daran halte.
Zumindest habe ich mich in den letzten Tagen daran gehalten, als ich mit diesem Bild beschäftigt war:

  • Ich hatte mir die Zeit zum Zeichnen genommen!
  • Spaß dabei gehabt!
  • Ins große Heulen gekommen. Viele meiner Fineliner waren eingetrocknet und von den Tuschefüllern war nur noch einer zu retten. 🙁
  • Einen Grund gefunden neue Farbstifte zu kaufen! 😀

 

Erste Erkenntnisse nach dem Aufhängen:

  • Motto: nicht zu übersehen
  • Übersicht: kurz verloren, denn durch das Bild war der Türspion verdeckt. Keine gute Idee!

 

Mit dem Kreisschneider eine Öffnung in den unteren Teil des Bildes geschnitten und nun klappt es wieder mit der Möglichkeit zu „I spy“.

Das übrige Papierstück fixierte ich erst einmal mit etwas Tape zu einer Klappe über dem Türspion um mir Zeit zu lassen zu entscheiden, ob ich die Öffnung mit der Übersicht nach draußen überhaupt abgedeckt haben möchte.

 

Es wurde nichts aus dem Test der Haftdauer vom Maskingtape ;-). Das Klebestück gefiel mir schon nach einer Stunde nicht mehr.

Alternative:
Mit Klebegummi kann das Papierstück fast unsichtbar auf dem Türspion befestigt werden.

 

 

Mal sehen ob dieser Reminder in der nächsten Woche Wirkung zeigt. So wie die Aussichten laut Terminkalender sind, sieht es nach Härtetest aus.

Doch ein paar Vorsätze für 2015

oder …

Ich tu mir was Gutes!

Das Jahr hat inzwischen schon den ersten Monat hinter sich und die meisten, typischen Vorsätze zum Jahreswechsel sind wahrscheinlich Schnee von gestern. In den Fitness-Studios ist man wieder unter sich und das Verhältnis von Joggern und Hunden auf den Feldwegen stabilisiert sich zurück zu 1:2, dem Vorjahresstand.

Ich hatte mir zum Jahreswechsel für 2015 nichts vorgenommen, doch mit den ersten Tagen des neuen Jahres entwickelte sich der

Vorsatz 1:

Ich wiederhole mein Jahresprojekt 2012:

Mach Platz für Neues!

Ein einfaches Prinzip mit großer Wirkung und am Jahresende war meine Wohnung, der Keller und die Garage deutlich geleert und aufgeräumt.
Die Aufgabe ist, jeden Tag muss ein Stück aus dem Haushalt raus, das länger als zwei Jahre ungenutzt im Schrank liegt, die Regale verstopft oder zwecklos Kisten füllt. Von über 1000 kleinen und großen Teilen hatte ich mich 2012 getrennt. Viele Dinge verschenkte und spendete ich, manches konnte ich verkaufen. Der Mülleimer oder der Wertstoffhof waren die letzte Alternative. Bei einigen Dingen kamen mir auf dem Weg zum Mülleimer Bedenken („Das ist doch viel zu schade!“) oder Ideen zum neu verwerten.

Die erste Zahl der Neuauflage dieses Projekts ist 179!
182 Teile „zogen“ im Januar aus, drei Teile zogen ein – alles dokumentiert und so komme ich zu meinem nächsten Vorsatz,

Vorsatz 2:

Tu dir was Gutes, solange du dich noch hast!

Diesen Spruch hörte ich vor Jahren von einer ehemalige Nachbarin. Ich fand ihn lohnenswert zu notieren und platzierte ihn, gut sichtbar, am Bildschirm meines Rechners, bis ich ihn verlor, ohne die Aussage umgesetzt zu haben. Nun fand ich das Post-it auf der Suche nach dem Entsorgungsstück des Tages zwischen meinen Mal- und Zeichenutensilien und wertete es als ein Zeichen!
Mein Ziel ist jeden Tag etwas kreatives für mich zu unternehmen:

  • zeichnen
  • malen
  • schneiden
  • falten
  • kleben
  • eine Ausstellung oder Galerie besuchen

Unterrichtsvorbereitung für den Kunstunterricht zählt nicht!
Stricken und Häkeln zählt auch nicht!
Nähen zählt auch nicht! Oder vielleicht doch? Ich glaube, diesen Punkt muss ich noch überdenken, vor allem weil ich meine im Sommer gekaufte Overlock-Maschine immer noch nicht ausprobiert habe! Was für eine Schande!!

Damit ich diesen Vorsatz nicht gleich wieder verwerfe und vergesse fing ich auch gleich damit an ihn zu gestalten, so groß, dass er gut sichtbar ist und nicht wieder so einfach verloren gehen kann. 😉

 

Der Entwurf

 

Das Riesen-Post-it in Arbeit

Außerdem habe ich mir wieder eine Bahncard zugelegt und werde sie benutzen. Es gibt noch so viele Plätze, die ich gerne sehen möchte.

Die nächste große Reise kommt bestimmt.

Ferien – holidays – vacances – …

oder …

Entspannung von Katzen lernen

Jedes Jahr zum Beginn der Sommerferien brauche ich einige Tage um das Schuljahr innerlich abzuschließen und vor allem die letzten Schultage zu verarbeiten. Zuletzt überhörte ich fast täglich meinen Wecker. Ein Zuspätkommen in der Schule (als Lehrer ein Unding!) gelang dann nur noch mithilfe meines Handys und der kräftigen Unterstützung durch „Mutter“ von Rammstein.

1. Ferientag

Rammstein sollte noch einmal zum Aufstehen helfen. Half aber nicht. Ich verschlief total und kam mit zweistündiger Verspätung beim Arzt an. Zurück zuhause klappten mir, kaum auf dem Sofa sitzend, die Augendeckel wieder zu. Selbst das abendliche Kraftfutter (Bratkartoffeln mit drei !!! Spiegeleiern !!! – habe ich sogar aufgegessen !!!) bei einem Treffen mit netten Nachbarn sorgte für keinen echten Energieschub.

2. Ferientag

Rammstein war abgestellt. Wecker war abgestellt. Kater-Wecker vergessen!!!!
Früh am Morgen hält es Chewbacca wie Simon’s cat bei
Cat man do <– klick mich.

Mühsam aufgestanden erlebte ich im Anschluss Harry wie bei
Feed me  (<– klick mich) .

Allerdings schlafften die zwei Katerburschen nach dem Frühstück sofort und so völlig ab, dass ich dachte: Da mache ich mit! 😀

Leider passte ich nicht in den Karton …

Chewbacca im Karton

und auf das Hochbrett traute ich mich nicht …

Chewie & Harry

aber ein gemütliches Plätzchen auf dem Balkon, Sofa, Sessel tut es ja auch!

Gegen späten Nachmittag war dann zumindest so viel Energie da um Bilder zu rahmen (ich)
oder
Bilderrahmenglas mit gezieltem Sprung zu zertöppern (Kater)
und Kater zu trösten (ich)
oder
mich zu verpflastern (Kater „halfen“).
Zwei Glasscheiben in drei Tagen ist ein die Wirtschaft fördernder Schnitt.

Nun hat zumindest ein Bild aus den letzten Tagen einen Rahmen und einen festen Platz zwischen älteren Bildern von mir.

 

Chewbacca und Vorlage für den Weihnachtsbrief 2012

 

Schwan 2001

 

Frühling 2002

 

Ohne Titel 2013

 

Noch mehr Farbenrund für die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.3

Nachdem ich die ersten collagierten Bilder (siehe hier) nach den ursprünglichen Ideen zusammengestellt und an der Wand hängen hatte – es war die erste Nachtschicht – träumte ich den Rest der Nacht in Kreisen weiter. Irgendwann stand ich dann doch wieder auf und machte weiter:

 

Nach diesem Bild entschied ich mich eine Anordnung tatsächlich in Bildform zu bringen, die ich vor Arbeitsbeginn  just for fun zusammengepuzzelt und für Freunde auf Facebook gestellt hatte:


 Heraus kam dann …

… und im Detail …

 

Fortsetzung folgt!
 
 
 



 

Farbe braucht die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.2

Mir ist endlich warm genug, die Lebensgeister und der Tatendrang erwachen. So machte ich die letzten Tage meinen größten Tisch frei um ihn gleich wieder vollzupacken. Drauf kamen jede Menge Papier, Schere, Schneidemesser, Klebstoff, Farben, Pinsel und ich ließ mich von der kreativen Muse küssen, egal wie spät oder früh es war.

Zwischen der Vorarbeit und der Ausarbeitung der Collagen, liegt inzwischen ein Jahr. Wer gerne die Vorgeschichte (noch einmal) lesen möchte, der klicke hier.

Bei den ersten Collagen, die ich in diesem Post vorstelle, blieb ich nahe an der ursprünglichen Idee die geschnittenen Kreise anzuordnen – im Quadrat.

Hier stelle ich die ersten drei Ergebnisse vor, nur an die Wand gepinnt, ungeschnitten und ungerahmt:

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

Neues Titelbild

Mir lag der Sinn nach einer Neugestaltung meines Blogs, aber mir gefiel so gar nichts, was an Vorlagen angeboten wird.
Nachdem ich dann etliches an Fotos und Hintergrundbilder ausprobiert hatte verwarf ich das auch wieder und entschied mich für eine Änderung des Titelbilds.
Da ich in der letzten Zeit eher zu Pinsel und Farben gegriffen habe, als in meine Woll- und Stoffkörbe, sollte es ein gemaltes Bild werden. Dachte und plante ich.

Allerdings brachte ich gestern endlich das Parallels auf meinem Rechner in Schwung, sodass nicht nur Photoshop wieder läuft sondern auch mein geliebtes CorelDraw.

So setzte ich mich heute hin und puzzelte mit Linien, Kurven, Formen und Farben herum. Und nachdem ich mich ausgetobt hatte kam ich zu ganz einfachen Ergebnissen, ohne allzuviel Schnickschnack.

Als ich dann die Punkteversion auf Blogger ausprobiert hatte war mir dann wieder nach mehr Farbe und so kam dann die bunte Konfettivariante auf die Kopfzeile.

Mal sehen, ob ich diese Version die nächsten Tage immer noch mag. Mal sehen, eben.
😀

Tschüss Weihnachten

oder

Altes neu an die Wand gebracht

Viel früher als sonst (Weihnachtsdeko-Wegräum-Tag ist bei mir eigentlich der 6. Januar) befreite ich mich von allem Glitzerkram. Ich konnte vor allem die roten Kugeln nicht mehr sehen! Nachdem in dieser Saison sowieso jegliche Weihnachtsstimmung an mir abzuprallen schien verordnete ich mir, um weiteren Stress zu vermeiden, die vorzeitige Rückkehr zum Alltag. Nun ist bis zum letzten Stern alles wieder ordentlich in Kartons im Keller deponiert und kann dort elf Monate ablagern. Sagte ich „bis zum letzten Stern“? Ok, vier hängen noch an der Türdeko, aber noch waren die Sternsinger nicht da und die will ich noch abwarten bevor ich was anderes hinhänge.

In der Wohnung jedoch ist es ziemlich frei von Sternen und Kugeln, Weihnachtsgrün und roten Kerzen.
Nackte weiße Wände sind jedoch auch nicht unbedingt der Hit und so entschied ich mich die Bilder an meinen Wänden umzudekorieren.

Der Anfang

So bekamen zwei Bilder einen neuen Platz nachdem ich einem einen neuen Rahmen verpasste und dem anderen endlich einen Rahmen gab. Beide Bilder sind eigentlich schon vor etlichen Jahren entstanden, als meine Tochter eine Kunstmappe zu einer Aufnahmeprüfung zusammenstellte.

Ausgangsmaterial war das hier schon einmal erwähnte farbig bedruckte Fabrianopapier, das ich wie einen Schatz horte, aber auch tatsächlich verarbeite. Zwei der Ergebnisse hängte ich heute bewusst nebeneinander – links eine Arbeit von mir und rechts eine von meiner Tochter.

Für mein Bild, schnitt ich mit einem Skalpell geometrische Formen, die ich auffaltete und mir einer Kontrastfarbe hinterlegte:

als Quadrat in Kreuzform oder im Umriss aufgeschnitten

als Dreieck, gleichschenklicg oder rechtwinklig

oder auch nur geschnitten, um Streifen einzuweben.

Daneben hängt nun die Collage meiner Tochter mit dem Titel „der Tänzer“, für die sie das Papier schnitt, riss, faltete, rollte, knüllte, bevor sie es auf das Papier klebte. Was im Detail recht unübersichtlich aussieht zeigt dann im Ganzen seine Wirkung.

 

Bunt und rund – Schnittwerk #1

Beim Aufräumen im Keller wird immer ein Regalfach ausgeschlossen – hier liegt mein Papierschatz – und das schon seit, hmm <muss ich nachrechnen> mindestens 25 Jahren. Da ist sogar ein Umzug mit eingeschlossen! Zwar mit Siebdruckfarbe flächig bedruckt war uns das Fabriano-Papier all die Jahre über zu schade zum Wegwerfen. So entstanden daraus etliche Schachteln, Buchhüllen, Ordner, Grußkarten, Lesezeichen, Collagen, … und irgendwie wird das Material nicht weniger und es riecht selbst nach diesen vielen Jahren immer noch herrlich nach Siebdruckfarbe.

Nun hatte ich im Fach über dem Papier für neue Ordnung gesorgt und im Gedanken mit dem Papier und den Farben gespielt. Sicher, es ist eine beschränkte Farbpalette, aber in Knallfarben. Anbetracht der Retro-Welle in den letzten Jahren passt auch wieder Pop-Art und ich entschied mich für runde Formen.
Noch probiere ich und bin noch unentschieden, wie ich all die Kreise anordnen soll und auf welcher Farbe. Die Rahmen dazu sind schon weiß gestrichen und liegen zum Trocknen.

 

Die ersten Kreise zeichnete ich mit dem Zirkel und schnitt sie mit der Schere aus. Das Skalpell für den Zirkel erwies sich als zu schwach für das dicke feste Fabriano. Also musste geschnippelt werden.

Doch ich wollte auch Ringe haben und die Innenkreise behalten. So machte ich mich auf dem Weg zum „Tempel für Kunstbedarf“, Boesner. Zwar erreichen die Preise Apothekenniveau, aber es gibt beinahe alles, was man im Bereich Kunst so braucht. Da ist mir dann der Preis auch egal. Hier fand ich dann sogar einen richtig günstigen Kreiscutter von Olfa, bei dem das Messer für Linkshänder problemlos umgedreht werden kann.

Der Kreiscutter erwies sich als Segen. Das Schneiden der Kreise und Kreisringe geht damit deutlich schneller und einfacher. So blieb noch etwas Zeit der Feier zur Eröffnung der Olympiade in London zu folgen …

Badges

oder, neudeutsch

Buttons

und die Frage: Was mache ich mit den Dingern, wenn sie nicht mehr gebraucht werden?

Bis jetzt hingen sie an diversen Pinnwänden, Magnettafeln, wenn sie nicht noch an den Jacken steckten und nach der letzten Demo gegen Stuttgart 21 dort vergessen wurden. Im Laufe der vergangenen Woche sammelte sich ein Häufchen dieser Badges an, das ich jetzt spontan auf eine Leinwand steckte:

Aufgeräumt und ein Bild entstand …

Wenn ich zurück von der Arbeit komme suche ich nach dem Lagerplatz der restlichen Dinger und es wird weiter gesteckt.