12 von 12 im Juli 2017

und …

Wochenmitte auf dem Weg zum Schuljahresende

Vor einem Monat war ich so weit fort, an einem meiner Seelenorte. Jetzt stecke ich wieder mitten im Schulleben und es ist ein typisch, untypischer Schultag.

1 Aufstehen, den Wecker verteufelt und meine Kater beneidet. Angus legte sich nach Frühstück und Onkeljagd erst einmal wieder hin. Beneidenswert.

2 Auf dem Schulweg das Grün genossen und bemerkt, dass ich vergessen hatte ein wichtiges Medikament einzunehmen. Zum Teufel aber auch! Dafür entdeckte ich, ganz versteckt, die sich vom Abmähen erholende Himbeere! Wie schön!! Jetzt ist das Sortenschild nicht mehr so allein.

3 Der Schultag begann mit Vertretungsstunden, die ich bei den 7ern als Informationsstunden für das Wahlpflichtfach Natur und Technik nutzte, denn sie mussten sich heute endgültig für eins von drei Wahlpflichtfächern für die nächsten zwei Schuljahre entscheiden. Dabei machte ich gleich auch ein wenig Werbung für die Mitarbeit im Schulgarten.

4 Die anschließenden Vertretungsstunden in meiner Klasse waren mir sehr willkommen. In der Zeit konnte ich, auch wieder im Rahmen von Natur und Technik bzw. für den Schulgarten, mit den SchülerInnen einiges reparieren und fertigstellen. Vielleicht wird die rot gestrichene Sitzbank doch noch vor den Ferien fertig. Die Farbe probierten wir schon einmal am neuen Gartenschild aus und sie gefiel!

5 Neue Namensschilder für die Pflanzen her- und aufgestellt, dazu noch schnell gegossen, bevor der Regen anfing, der hier kommt.

6 Immer wieder schöne Momente, wenn Schüler nach der Entdeckung von Krabbeltieren oder anderem aufgeregt rufen: „Frau Be, da ist was!“

7 Spätes Mittagessen, Tomate-Mozzarella-Salat mit eigenem Basilikum. Als letzten Pfiff verwendete ich heute noch ein wenig gemörserten Samen der Knoblauchsrauke, die ich letzte Woche geerntet bzw. gesammelt hatte. Die Körnchen schmecken leicht scharf und senfig, unter anderem durch die Senfölglykoside, weshalb ich sie gerne als Pfefferersatz nutze. Außerdem ist Knoblauchsrauke entzündungshemmend und gut gegen Husten, wie Bronchitis, also passt sie in mein Ernährungsprogramm (hier mehr zur Knoblauchsrauke).

8 Haushalt. Während ich den Balkon fegte entdeckte ich drei Blütenstände an meiner Hauswurz.

9 Als Belohnung wollte ich eigentlich in einen Gartencenter fahren, den ich noch nicht kenne, aber wert für einen Besuch sein soll. Im Auto erschreckte mich das Navigationssystem mit der errechneten Fahrzeit. Über drei Stunden für 35 km! Nee, das tat ich mir dann doch nicht an und besuchte die Lieblings-Gärtnerei um die Ecke.

 

10 Meinen Erdbeeressig-Ansatz mit klarem und naturtrüben Essig gewegt. Wie bei den beiden Versuchen mit einem Rezept für Johannisbeerlikör begeistert mich die entstehende Farbe. Auch beim Kräuterbitter passt sich der verwendete Alkohol farblich langsam den Zusätzen an. Ich bin gespannt!

11 Hausaufgaben. Noten ausrechnen liegt an; alle (Halb-)Jahre wieder.

12 Endlich. Ich kann mich an das Stoff-Regal ranmachen! Das erste Patchwork dieses Jahres wird eine Babydecke werden. Im Kopf ist das Stück schon fertig und ich schenke mir den Umweg über einen Entwurf auf Papier. Ich will JETZT ;-)!

 

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

 

12 von 12 im Juni 2017

oder …

Urlaubsalltag

Der erste Blick am Morgen geht nach draußen. Dazu begrüßt mich dieses herrliche Relikt aus Omas Jahren auf dem Fenstersims des Badezimmers 😀 .

 

Der zweite Blick führt auf den Wetterbericht. Hmpf. Tja. Ich nehme jede Wolke, wenn sie kein Wasser lässt und es wird etwas besser werden, als angekündigt. So ist es in Island eben.

 

Der dritte Blick lässt mich Schmunzeln. Wie gestern steht mein Frühstück vorbereitet im Kühlschrank, mit einer netten Nachricht von Margret, meiner Vermieterin.

 

Frühstück mit einer Art isländischem Wochenblatt als Lektüre – eine andere Welt mit anderen Prioritäten.

Erste Station heute ist am Borgarfjörður Bakkagerði, ein kleiner Ort mit ca. 100 Einwohnern, zu „meiner“ Bank. Dort habe ich im September 2015 gesessen und mir vorgenommen hierher zurück zu kommen. Erinnert das Haus im Hintergrund nicht an die Geschichten vom Ollen Hansen?

 

Es ist zu windig zum Verweilen und die inzwischen 5°C fühlen sich nicht kuschelig an. Deshalb bewege ich mich lieber, besuche ich die Elfenkönigin auf ihrem Berg Álfaborg. Trolle, Elfen, Zwerge sind in den Sagas und Geschichten in Island fest verankert. So lebte zum Bespiel im Njarðvík das Ungeheuer Naddi.

 

Auf der Passstraße hoch zum Vatnsskarð, der in den Wolken liegt, und hinaus aus dem Fjordgebiet des Borgarfjörður und der Bucht Njarðvík, hinein in die Ebene Héraðssandur.

 

Lakritz-Diät 😉 und danach dann doch noch etwas leckeres im Warmen – Kaffee mit Kleinur, einer Art isländischem Doughnut, den ein Hauch Kardamom einzigartig macht.

 

Zurück in die Bucht Njarðvík, wo irgendwo, ganz weit in der Ferne, mein Quartier liegt.

 

Bloggen zum Tagesabschluss im 1970er Ambiente und allem was der Gesundheit gut tut – Tee, Wasser, Schnupftuch.

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

12 von 12 im Mai 2017

oder …

Freitag, und kein ruhiges Wochenende in Aussicht!

Woche 3 nach den Osterferien und alle frisch importierten Kleinstlebewesen von meiner Klasse haben ein neues Zuhause gefunden, in mir. Das Frühstück fällt entsprechend aus.

Jacke schließen tut dann gut, damit es nicht noch mehr in den Bronchien pfeift und die Stimme bleibt. Vorbereitete Lebensläufe und Bewerbungsanschreiben in den PC eingeben stand heute ganz weit oben auf dem Tagesplan meiner Klasse.

Um 11:00 Uhr war die Stimme fast weg, ich stoppte meine Wanderschaft von PC zu PC  und wechselte meinen Modus zur Überarbeitung der Arbeitsergebnisse. Ich verzichtete auf’s Papier sparen, ließ die Produkte ausdrucken und korrigierte in rot. Da ich es geschafft hatte ohne Haare zu raufen, die Wand lang hoch zu laufen, wie Tarzan zu schreien und auch bei der fünften Korrektur eines schon vier Mal angemahnten Fehlers noch die Ruhe zu bewahren, machte ich mich nach Unterrichtsschluss auf in eine meiner Lieblingsgärtnereien. Das hatte ich mir verdient!

Danach noch ein paar fehlende Zutaten für das Wochenende besorgt und dabei standhaft die Süßigkeiten links liegen gelassen!

Kaum zuhause beginnt es zu regnen, heftig und mit großen Tropfen. Vor allem Kater Angus ist begeistert und wundert sich anscheinend woher das nasse Zeug kommt.

 

Küchenarbeit liegt an. Das kommende Wochenende habe ich wieder Kräuterseminar und dieses Mal wollen wir Teilnehmerinnen unsere Mittagszeit gemeinsam mit einem Picknick verbringen. Dazu geht es für mich am Nachmittag und Abend in die Küche, denn jede von uns bringt etwas zum Essen mit. So richtig entscheiden kann ich mich nicht was ich kochen, backen, vorbereiten könnte. Am Ende versuche ich mich mit zwei Gerichten.

Kochen, backen, braten macht viel Geschirr schmutzig. Da muss fix die Spülmaschine geleert werden. Der Nachschub will Platz haben.

Beide Kater sind ständig an meinen mühsam gesammelten Pflanzen für das Seminarwochenende. Damit überhaupt etwas zum Mitnehmen übrig bleibt müssen sie nach oben gerettet werden – die Pflanzen, nicht die Kater.

 

Kurz vor Sonnenuntergang ist dann doch noch ein trockener, kurzer Spaziergang möglich und ich drehe meine Runde. Zuerst zum Schulgarten und den neuen Beetflächen. Im Garten sprießt an allen möglichen und unmöglichen Stellen Zinnkraut. Eigentlich hatte ich mit ihm letztes Jahr Frieden geschlossen, es akzeptiert, bekämpfen geht nicht, und gehofft es sucht sich einen anderen Platz. Dieses Jahr gedeiht es jedoch noch besser.

Lieber gehe ich zu unseren neuen oder ganz alten, wieder belebten, Anlagen und freue mich über jedes von Zinnkraut bzw. Schachtelhalm freie Plätzchen. Nachdem die Trockenmauer im Winter frei geschnitten und repariert wurde gedeiht nun einiges an Kräutern und Gewächsen.

 

Upps, und das waren schon zwölf Bilder. Nun dann bleiben die restlichen für den Wochenrückblick. 😉

Schönes Wochenende!

Und vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

 

12 von 12 im April 2017

oder …

Vorbereitungen auf den Besuch

Huch, fast hätte ich vor lauter Vorbereitungen und Hin- und Her- und Aufzuräumen zu bloggen vergessen, wäre da nicht Astrids Blogpost auf Bloglovin‘ erschienen! Puh. Ob ich allerdings jetzt noch zwölf Bilder des Tages hin bekommen werde? Mal schauen, zur Not bastle ich die fehlenden Einblicke später ein.

1 Aufräumen und putzen – Katerchen schaut sich das lieber von der Höhe aus an.

 

2 Osterdeko gibt es dieses Jahr nur hinter Glas.

 

3 Er ist der Grund – er räumt gerne auch ganze Tische ab.

 

4 Leiter geholt, denn nach dem Putzen und Umräumen hängt die Lampe falsch. Härtetest für meine Höhenangst.

 

5 Pfui, was sich im Laufe eines Winters so an Dreck auf einer Lampe ansammeln kann.

 

6 Sie hängt wieder. „Mutter! Was machst Du da?“ – Erst auf Halbzeit der Ummontage fiel mir ein, dass ja Gast 1 schon da ist, Sohnemann. Also rief ich, gefühlt frei schwebend in höchster Höhe, genau diesen um Hilfe.  Die dritte Stufe der Leiter ist schon außerhalb meiner Komfortzone und überhaupt, solche Arbeiten gehen immer besser zu zweit.

 

7 Die Kontrolleure, die in der nächsten Sekunde … wusch weg …

 

8 … lieber Amseln kontrollieren.

 

9 Vom Einkaufen zurück kann es einer der Katermänner nicht abwarten. Diese Gier endete nicht gut, aber zum Glück nicht in den Korb.

 

10 Meine neuesten Ergebnisse mit Farben aus Pflanzenteilen zusammen geschoben. Daran wird erst wieder in einer Woche gearbeitet. Der Besuch aus England ist unterwegs.

 

11 Sohnemann und ich sind pünktlich auf dem Flughafen und unsere Engländerin, meine älteste Nichte, im Anflug.

 

12 Eigentlich sollte hier nun ein Bild vom Abendessen sein, aber ich konnte mein Handy einfach nicht finden! Deshalb gibt es ein Bild vom Fundort eines Teils des Abendessens. Es gab Spaghetti mit Bärlauch-Pesto, selbst gesammelt, gepflückt und nicht gesichelt. Jetzt das Bild gut anschauen: Welche Blätter sollte man bitte stehen lassen? Jetzt klar, warum ab und an in gekauften Bärlauchbündeln was drin ist, was nicht hinein gehört?

 

X = Aronstab

Geschafft!

Allen ein schönes Osterfest!!

Und vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung zur Verfügung stellt.

12 von 12 anno 2017 #3

und …

Arbeitswochenende mit Katern

Es ist wieder der 12te im Monat und bei Caro von Draußen nur Kännchen kann man diesen Tag, mit 12 Bildern dokumentiert, in eine Online-Kiste werfen. Inzwischen ist das eine ziemlich große Kiste geworden. Tolle Sache! Danke Caro!

Nun zu meinem 12ten und dem Bericht dazu.

Vieles war im Laufe der Woche liegen geblieben und trotzdem wollte ich mir, bevor ich den Berg abarbeite, diesen Sonntag Ausschlafen gönnen. Die Rechnung hatte ich ohne den kleinen Chaos-Kater gemacht. Er saß schon vor 7:00 Uhr laut schnurrend vor meinem Bett, eine Viertelstunde später – hüpf – in meinem Bett und irgendwann mit lautem Gebrumm auf mir. Den nächsten Ausschlafsonntag muss er draußen bleiben!

Chewbacca beobachtete das Geschehen mit Abstand. Wahrscheinlich dachte er sich etwas im Sinne von ausgleichender Gerechtigkeit oder Glück gehabt, jetzt nervt der Kurze mal nicht mich.

Irgendwann fand Chewie die Aussicht, wie das Programm, langweilig, trollte sich, machte Platz für Angus/Scotty. Der „kleine“ Bursche wird immer noch mit zwei Namen gerufen. Demnächst hat er seinen ersten Geburtstag. Bis dahin sollten wir uns entschieden haben, oder auch nicht. 😉 Er hört eigentlich am besten auf „Runter“! Zumindest hatte ich jetzt wieder ein von Katern freies Bett und duselte noch einmal weg, bis Chewie einiges „zu sagen“ hatte. Er maunzte so laut, dass ich doch wieder die Augen öffnete und ihnen nicht trauen wollte. Angus war dabei die Schubladen meiner Wäschekommode zu leeren!

Die obligatorische, frühmorgendliche Tasse Tee musste her. Schnell! Welche Tasse sollte ich heute nehmen? Nach der letzten Nacht mit monstermäßigen Schmerzen würde Sohnemanns alte Tasse passen. Hmm, wenn ich mir meine Tassenabteilung im Küchenschrank so anschaue, könnte sie eine Veränderung brauchen, … oder auch nicht.

Dazu noch ein aufgetoastetes Laugenbrötchen auf das später noch das Frühstücksei gepackt wurde, Sonntagsfrühstück.

 

Gähnende Leere im Wäscheschrank – Wäsche in der Waschmaschine, im Trockner, im Keller oder auf dem Fußboden, dank Kater.

Die zweite Wäscheladung wird gebügelt.

Ich versuchte meine gesammelten Pflanzen für das Herbarium zu pressen. Keine Chance. Angus Scotsman ließ mich nicht mehr an das „Pressbuch“.

Deshalb kümmerte ich mich, bis es dem Kurzen langweilig wurde, um meine frisch ausgetriebenen Zweige – Eiche und Rotbuche..

Ein wenig Sonntagspaziergang um die Ecke, um zu schauen, was eine der vielen Baustellen, zur Eingewöhnung auf das was noch in diesem Jahr auf uns zukommen wird, so macht.

Und jetzt wünschte ich mir, ich könnte mich auch so hängen lassen … denn noch bleibt einiges für mich zu tun.

Bis zum nächsten 12ten alles Gute!

 

12 von 12 anno 2017 #2

oder …

Sonntag und kein Ruhetag!

Es ist wieder der 12te im Monat und bei Caro von Draußen nur Kännchen kann man diesen Tag, mit 12 Bildern dokumentiert, in eine Online-Kiste werfen, zusammen mit ganz vielen anderen. Tolle Sache!

Der 12te im Februar 2017, ein Sonntag, wäre für mich in dieser Jahreszeit eigentlich ein Schlaf-lang-entspann-dich-Füße-hoch-Tag. Diesen Sonntag rappelte der Wecker jedoch, wie tags zuvor und sonst in der Woche, um … früh … , viel zu früh. Kein Murren. Dieses Wochenende ging es weiter in meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Da steht man auch an einem Sonntag gerne früh auf, auch wenn es heißt: Learning from 9 to 5!

Der Unterschied bei der Anfahrt  – die Straßen sind sonntags frei. Ich habe keine Autos um mich herum, Zeit und Muße um mich mit einer neuen Straßenführung vertraut zu machen, damit ich nicht bei der Rückfahrtwieder auf der falschen Strecke lande! In einer Richtung, nach Stuttgart, habe ich die Wege enträtselt, aus der anderen Richtung kommend verfuhr ich mich auf dem Rückweg wieder. Ein Schwabenstreich, diese Streckenführung.

Der Schulsonntag beginnt erst drinnen …

… um draußen fortgeführt zu werden. Die ersten Pflanzen zeigen schon jetzt ihre Blätter.

Knoblauchsrauke

Kräuterpädagogische Wanderungen sind Entdeckertouren, die nicht nach Metern gemessen werden können. An einer Stelle kann auf dem Boden und in der Höhe viel entdeckt werden, also ….

… stehen bleiben und …

… nach unten schauen ,,,

Holunderbaumstumpf

… oder nach oben,

Hexenbesen

Am Ende des Seminarwochenendes sah es im Kofferraum meines Autos beinahe aus wie bei nach einem Urlaub – voll!

Zuhause die traurigen Überreste der Tulpen vom Vorwochenende.

Die anderen traurigen Reste aus dem Gemüsefach meines Kühlschranks landeten in einer Gemüsebrühe mit, heute wieder mit Stimmung machenden, Zwiebel-Kopf ;-)!

 

Kein Katzenbild heute? Nö!

 

12 von 12 anno 2017 #1

oder …

So war mein ganz normaler Tag.

Der erste zwölfte Tag im neuen Jahr lag in der ersten Schulwoche in Baden-Württemberg, ein Donnerstag, der mir mit acht Unterrichtsstunden mit Achtklässlern nicht nur in den Knochen sitzt. Was nicht heißen soll, dass es keine schönen Momente gab.

Ein ganz normaler Morgen mit meinen Pelztierweckern. Morgens um 6:00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung und beide Katerchen begrüßten mich friedlich vereint auf dem Bett. Ohne Knurren und Fauchen klappt es zwischen den beiden nur zu dieser Zeit.

Vorfrühstücks-Nachricht mit Bild von meinem Sohn, der wieder einmal weit weit weg ist – nichts für meine Höhenangst – mein Magen hob sich und das Frühstück ausgelassen.

Das Frühstücksbrot landete in der Brotbox und für das Mittagsessen gab es Fenchel, Gurke, Postelein, Rukola, Linsen und Linsensprossen mit Senf-Vinaigrette im Salatglas.

Die Lichter in dem Gebäude zwischen den Bäumen zeigten mir auf dem Schulweg, dass ich wieder einmal ziemlich knapp dran war um pünktlich zu sein.

Echtes Ärgernis oder Überbleibsel nach dem Kunstunterricht, vor allem nachdem diese zwei Unterrichtsstunden so unerwartet schön abgelaufen waren. Heute räumte ich die Hinterlassenschaft gerne auf, denn …

… ich hatte auf die Standardfrage: „Dürfen wir Musik hören?“ meine Standardantwort: „Singt euch selber ein Lied!“ gegeben, als ein Schüler anfing ein Schlagzeug mit der Stimme nachzuahmen, nicht unbedingt passend und Ruhe fördernd, aber richtig gut! – beatboxing bzw. vocal percussion, das mit jeder Minute besser wurde!!! Andere SchülerInnen brachten Ideen ein, machten mit. Mit ihrer eigentlichen malerischen Gestaltungsaufgabe sind meiner SchülerInnen nicht wirklich voran gekommen. Dafür haben sie sich selbstständig ein Stück Kunst und Musik gemeinsam erarbeitet. Ich MUSS mir etwas einfallen lassen um diese spontanen musikalischen Ideen von heute nicht im Sand verlaufen zu lassen.

Kleine große oder große kleine Freude – die im November vertrocknete Stevia hatte ich seit Dezember wieder regelmäßig gegossen und nun treibt sie wieder aus!

Zuhause ging es an die Entsorgung einer Fundsache, die mich als Pazifistin etwas aufgeregt, über Tage beschäftigt und am Ende richtig verärgert hatte – uraltes Silvesterfeuerwerk. Es war das erste Mal, dass ich nach meinem Badumbau eine Badewanne vermisste. Aber nun ist alles gut, die Böller gewässert, mit Erde vermatscht, verpackt, entsorgt und meine Küche wieder zum Kochen bereit.

Damit die Küche sauber bleibt gibt es „pocket bread“, ein Pittabrot gefüllt mit Ziegenquark, Gurke und Salat – lecker!!

Als Weihnachtsgeschenk hatte ich von einem Kollegen eine hübsche, leckere Überraschung bekommen, eine Eisenbahn aus Konfekt und Eurocents. Lang stand das Zügle auf meinem Geschenkregal, aber jetzt machte ich mich an seine Ladung … 😀 Was für eine Belohnung! Es ist das erste Stück Schokolade seit einem Monat. Ich dachte mir, das habe ich mir verdient!

 

Jeden 12ten im Monat öffnet Caro auf ihrem Blog eine Art großer Kiste in die jede/r die Möglichkeit hat 12 Bilder mit Geschichten aus dem Alltag dieses Tages abzulegen, mitzuteilen, reinzuschmeißen, zu teilen. Ein interessantes Angebot und für mich eine Markierung im Kalender wert – mit offenen Augen sowie einer greifbaren Kamera durch den Tag gehen, eine Stunde bloggen, aber im Gegenzug ein bis zwei Tage Lesestoff erhalten. Denn natürlich bin ich auch gespannt auf die Geschichten der anderen TeilnehmerInnen.

Alles Gute bis zum nächsten zwölften!

 

12 von 12 im Dezember 2016

oder …

Zwölf Tage bis Weihnachten und nichts ist fertig, gar nichts!

Ich war am heutigen Montag dankbar für meinen freien Tag. Das entspannte Wochenende war am Samstagnachmittag zuende. Ich musste mit meinem knapp 80jährigen Vater ins Krankenhaus und meiner Mutter beistehen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, doch, wie schon gesagt, ich fand es schön den Wecker heute früh ignorieren zu können.

Nicht zu ignorieren war Jungkater Scotty, der mir unüberhörbar ins Ohr brummte. Nichts mit noch einmal umdrehen oder ein paar Seiten lesen. Die Raubtiere wollten Futter.

Draußen war es den ganzen Vormittag so trüb, dass ich in der Wohnung Licht anschalten musste. Ideale Voraussetzungen einen Haushaltstag einzulegen. Wäsche musste gewaschen, getrocknet, zusammengelegt und aufgeräumt werden. Meine Handtücher landen in meinem geschrumpften Haushalt inzwischen in einem CD-Regal von IKEA, eine optimale Lösung für mein Minibadezimmer.

Dumm nur, dass ich mich so leicht ablenken lasse (vor allem wenn ich in Sachen Haushalt zu tun habe). Zwischendurch musste ich eine Pause am Adventskalender machen und mich ein wenig freuen.

Auf dem Wohnzimmertisch lagen (und liegen) die Anfänge meiner Weihnachtkartenedition 2016. Richtig Lust habe ich inzwischen keine mehr daran weiterzuarbeiten. Letztes Jahr füllte ich die entstandenen Lücken auf der Schnur, an der die Päckchen des Kalenders hingen, mit Weihnachtskarten auf. So blieb die Schnur immer hübsch gefüllt. Dieses Jahr wird die Schnur leerer und leerer und leerer. Im Briefkasten tummeln sich Arztrechnungen und keine Weihnachtspost. Egal, meine Weihnachtskarten sind ja auch noch nicht unterwegs und es gibt so viele andere hübsche Dinge, nicht nur aus dem Adventskalender, die sich ganz hübsch an der Leine machen.

Einem Wohnzimmerstuhl bestrickte ich zur Erholung nach dem Staubsaugen mit neuen Socken.

Und danach schnitt ich dann doch lieber Sterne für die Weihnachtskarte aus Kork aus, statt Staub zu wischen.

Kurze Pause aus dem Haushaltsalltag. In der Mittagszeit musste ich zu einer Dienstbesprechung in die Schule, freier Tag hin oder her – Dienst geht vor.

Zeit für einen Nachmittagskaffee. Bei der Wahl der Tasse dachte ich mir, dass es nun endlich Zeit wird für neue Weihnachtstassen. Es ist ein paar Jährchen her als die Janosch-Weihnachtstassen in meinen Geschirrschrank einzogen. Meine Kinder sind inzwischen 28 und 31 Jahre alt ;-).

Nebenher wurden noch schnell die Linsen zum sprossen gewässert und ich holte einen Fehlversuch in Sachen Schlüsselanhänger aus Plastikabfall aus dem Backofen.

Schrumpffolie hatte ich schon verarbeitet, auch schon flach geschmolzene Joghurtbecher. Aber die Idee wie sie hier im Internet aus Plastikabfall gezeigt wird war mir neu und einen Versuch wert. Mir meinem Abfall hatte ich leider einen Flop. Da schrumpfte nichts. Die anfangs durchsichtige Folie wurde nur milchig trüb und rollte sich ein. Ich probiere es auf jeden Fall noch einmal!

Bürotätigkeiten lagen an, das heißt die Arztrechnungen einscannen, die Beträge in Formulare eintragen, einen Teil online abschicken, den anderen ausdrucken, Belege und Ausdruck eintüten und auf die Post bringen. Auf den Straßen Stau. In der Post eine Riesenschlange. Nächste Station Schreibwarenladen, wieder eine Schlange. Drei Geschäfte hatten keine normalen weißen, langen Briefumschläge mehr! Im vierten Laden gab es endlich wieder welche, 25 Stück für 99ct oder 100 Stück für 4,29€. Seltsame Preisstrategie.

Auf der Rückfahrt stand ich dann richtig im Stau und entschied mich für eine kleine Pause plus Spaziergang in der Dämmerung. Neubaugebiete haben schon ihren Reiz, aber ich bin bei diesem, zwischen den Städten Böblingen und Sindelfingen, recht zwiespältig.

Heimfahrt im Stau.

Zum Abschluss des Tages ging es noch auf eine Weihnachtsfeier, was sonst in dieser Jahreszeit!

Inzwischen ist es kurz vor zwölf und ich will mich beeilen meine zwölf Bilder am zwölften dieses Monats auf meinen Blog zu bekommen. Somit hätte ich wenigstens etwas heute fertig bekommen! Yeah!

Mehr Bilder und Geschichten vom 12ten Dezember gibt es bei Caro von „Draußen nur Kännchen“!

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest, einen gelungen Jahresabschluss und ganz viel Gesundheit für das neue Jahr!

 

12 von 12 im November 2016

oder …

Ich huste mit was …

 

Meine zwei Kater waren wohl die Einzigsten, die die letzten Tag mit mir genossen hatten. Mir fehlen einige Informationen, nachdem ich mich am Dienstagnachmittag nach der Schule ins Bett legen musste. Ich hustete mir die Seele aus dem Leib, von der Haarwurzel bis in den kleinen Zeh tat alles weh und ich fror, wie barfuß auf einer Eisplatte stehend. Irgendwie schaffte ich es noch in lichten Momenten ein paar Termine abzusagen und einen beim Arzt zu machen und daneben noch ein paar Emails auf den Weg zu bringen. Mittwochmorgen pfiff ich aus dem letzten Loch, traute der gehört gemeinten Radiomeldung zum Ausgang der US-Wahlen bei meiner eingeschränkten Zurechnungsfähigkeit erst einmal nicht. (War leider doch wahr.) Zähneklappernd die Kater versorgt und dabei Zeug abgehustet, dessen Anblick mich in eine mittlere Panik katapultierte. Ich sagte meinen Unterricht ab, machte einen neuen Arzttermin und mich für den Arztbesuch fertig. Die dritte Lungenentzündung innerhalb von zwölf Monaten und jetzt so richtig heftig. Wenn ich könnte, würde ich gerne tief durchatmen und einen Stoßseufzer herauslassen. Eine Nacht hatte ich schon 112 gewählt und den Finger, kurz vor ‚klick‘, auf der grünen Taste. In der anderen träumte ich, wohl durch’s Fieber, Zeug, das ich mir im realen Leben nie zu träumen zulassen ließ. Unter anderem räumte ich hinter Donald Trump seinen Dreck auf. Das war Horror pur.

Es ist Samstag, der 12. November 2016. Ich wache auf, angeregt durch ein Schnurren, von dem ich noch die Dezibel messen muss. Scotty hatte es sich links von meinem Kopfkissen bequem gemacht und freute sich über jedes Blinzeln meiner Augenlider. Von der anderen Seite erreicht mich eine Tatze, die mich anstupst und ein Kitzeln der Schnurrhaare – Chewbacca. Irgendwie merken die beiden die Veränderung bei mir bevor ich sie realisiere. Ich bin wieder da! Das Fieber scheint vorbei zu sein!

Aus dem Bett gestrampelt, wackelig (aber heute bewusst!) die Kater versorgt und beim Rundgang durch die Wohnung von einem Schreckmoment in den nächsten gewankt. Ich erinnerte mich an den letzten Ausnahmezustand dieser Art und dachte nur noch: „Müllsäcke! Aufräumen! Entseuchen!“.

Kein Weichspüler – Sagrotan.

Und, ganz wichtig, die Medikamente nicht vergessen!

Im Wohnzimmer steht immer noch die Nähmaschine in Sachen DIY-Adventskalender vom letzten Wochenende und der Koffer liegt, leer geräumt (?wann?habe?ich?das?getan?) auch noch da. Die Kater haben der Unordung noch durch ein wenig drunter, drüber, quer und längs eins darauf gesetzt, weshalb ich lieber ein Bild vom Sonntag poste, als alles noch gut war.

Trümmer beseitigt, meine, bzw. die der Kater. Den Tisch leer geräumt, ein altes Handtuch über der Schulter um etwas ab- bzw. wegzuwischen zu können und mich daran gemacht die Overlockmaschine abzubauen. Es kam, wie es kommen musste:

  • Handtuch von der Schulter gerutscht
  • ‚pling‘ und die Idee war da
  • Maschine angestellt
  • ’schnurrbrr‘ und eine halbe Stunde später waren aus dem Handtuch vier Spül-/Putzlappen (einer schon im Betrieb) und etliche Pads zur Augen- oder Gesichtsreinigung entstanden.

Danach war ich erst einmal wieder reif zum Hinlegen und versuche nach einem Erholungsschläfchen meine Hirnzellen auf Trab zu bringen.

Wenn das Tablet schon einmal aktiv ist lohnt es sich auch nachzuschauen wo mein Paket mit meinen Adventskalenderteilchen für die DIY-Kalenderaktion steckt. Mir ist es ein Rätsel, wie ich das Paket gepackt bekommen habe. Ich hoffe nur, dass die 23 nötigen Teile in ihm sind, denn heute fand ich eins unter dem Tisch. 😀 Tatsächlich, der Expressdienst hat funktioniert! Erleichtert!

Ich kann mich also zurücklehnen und noch ein wenig schmunzelschmökern, in einem etwas anderen Magazin. Magazine lese ich in der Regel nur noch bei Ärzten oder beim Frisör, Selbstkäufe leiste ich mir hauptsächlich vor einem Reiseantritt auf Flughäfen oder Bahnhöfen. Und dieses Heft passte zu meiner Art Humor. Herrlich amüsant die „Vorschläge“ für eine Überarbeitung von Artikel 11 des Grundgesetzes unter Einbeziehung typischer Verhaltensweisen von Fluggästen. Als bei meinem letzten Flug tatsächlich fast alle Fensterplatzpassagiere in meinem Sichtfeld, noch beim Ausrollen des Fliegers, ihre Gurte schon klicken ließen und in gebückter Haltung auf das Aussteigen warteten (wie im Artikel beschrieben) konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.

Langsam habe ich auch wieder Hunger und kümmere mich nebenher um meinen ebenso leidenden Anden-Chili. Seine Blätter und Stengel hängen momentan ähnlich schlaff in der Gegend herum wie ich.

Guacamole mit Dunkle-Jahreszeit-Foto-Gelbstich

Das war schon wieder alles etwas zu viel an Aktion. Also ab ins Bett und vorher die Kirschkernkissen aufgewärmt.

 

Mehr Bilder und Geschichten vom 12ten November gibt es bei Caro von „Draußen nur Kännchen“!

Ich wünsche allen ein gesundes Wochenende!!

 

12 von 12 im Oktober 2016

oder …

It’s been a hard day… /’s night

… , and I been working like a dog
It’s been a hard day’s night, I should be sleeping like a log
But when I get home to you I find the things that you do … gibt’s erst einmal Futter und Streicheleinheiten – für meine zwei Hausgenossen mit Pelz. 😉

Ein langer Arbeitstag, inklusive Elternabend, liegt hinter mir, doch es ist Wochenmitte, Bergfest, hump day, yeah, jump! Allzu viel Kraft steckt nicht in meinem Sprung, denn in den letzten Tagen beginnt sich die in den Klassen eingeschleppte Rüsselpest auch in meinen Nebenhöhlen bequem zu machen. Allein bei einem Mal tief Luft holen, zum Beispiel für eine klare Ansage in meiner Klasse, kommt bei 23 mehr oder minder schnuppelnden SchülerInnen einiges an Schnupfentierchen ganz weit hinein in meine Atemwege. 🙁

Vom Vormittag in der Schule im ganz normalen Schulalltag kann ich natürlich keine Fotos liefern. Deshalb beginnt mein Tag mit Unterrichtsschluss in der Mitte des Nachmittags. Der erste Weg führte mich in den Baumarkt und den Gartencenter, der nächste wieder zurück in die Schule:

Materialeinkauf für die Wildbienenstände, …

… und die Mini-Weihnachtsdörfer, …

… dazu noch einen Schwung Blumenzwiebeln für eine Pflanzaktion, über die ich ein anderes Mal berichten werde.

Hunger. Es ist inzwischen später Nachmittag. Großer Hunger, bloß fehlen im Kühlschrank und dem Gemüsekorb Zutaten, die ich für heute eingeplant hatte. Vorerst lag der geputzte, aufgeschnittene Kohlrabi alleine herum.

Eine ganze Weile war ich skeptisch, ob die Süßkartoffel zum Kohlrabi passt. Ich probierte die Kombination zusammen mit etwas Chili-Öl, einer Zwiebel und einer Tasse Gemüsebrühe.

Später kam noch einiges an Kräutern dazu, etwas Milch und Schafsjoghurt. Ich könnte jetzt einfach sagen: „Der Hunger zwingt’s rein!“, doch das wäre untertrieben. Mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet kam leider nicht das erhoffte Püree zustande, doch trotzdem war das Ergebnis mehr als genießbar und beinahe richtig lecker. Gerne hätte ich die gerösteten Dinkelbrotstückchen über das Suppenpüree gegeben, doch die hatte neugieriges kleines Katerchen angeknabbert, als lecker befunden, zur Hälfte gefuttert und den Rest verspielt.

Und dann der Elternabend! Sich in die Länge ziehend, verließen mein Kollege und ich (wir führen eine Klasse als Team) zusammen mit dem letzten, aus den vielen Gesprächen übrig gebliebenen Vater, das, schon auf Nachtmodus umgeschaltete, dunkle Schulgebäude.

Zuhause warteten die auf Krawall gebürsteten Kater. Vielleicht lag ihre Stimmungslage an dem Chili-Aroma, das unüberspürbar seit heute Nachmittag in der Luft liegt. Der Topf mit der halbfertig gegarten Chilipaste stand noch auf dem Herd – die Weiterverarbeitung unterbrochen durch den Elternabend – und musste/sollte noch einmal aufgekocht in die vorbereiteten Gläser landen.

 

Schon einmal selbst Chilipaste hergestellt? Boah, das ist kein großer Aufwand aber hat es hat so seine Tücken, über die eigentliche Herstellung hinaus!!! Ich verarbeite unter anderem Bhut Jolokia und Habaneros, plus ein paar anderen Zutaten;-) und Salz 😀 . Um keinen Notarzt zu brauchen  bereite ich mich auf die Zubereitung generalstabsmäßig vor:

  • erst alle anderen Zutaten putzen, schippeln, vorbereiten
  • Haare zusammen, Ärmel hoch, Nase putzen, Handschuhe an, Kater raus – in genau dieser Reihenfolge 😉
  • Chilis aufschneiden, entkernen, in Stücke schneiden und NICHT ins Gesicht fassen, auch nicht irgendeine Haarsträhne mit dem Unterarm knapp am Auge vorbei hochstreichen – erst wenn die Handschuhe ausgezogen sind und die Unterarme grundgereinigt.

Das nächste Mal halte ich mich wirklich an meine Regeln! No more fire in the eyes!

Alle verwendeten Gerätschaften müssen nach der Arbeit gründlich gereinigt werden und trotzdem lege ich sie für die nächste Benutzung extra. Vor Jahren ist es mir passiert, dass ich in einem Topf Apfelgelee herstellte, worin vorher Chilipaste geköchelt hatte. Trotz schrubben war noch genügend Schärfe drin, um dem Gelee eine scharfe Note zu geben. Selbst die Spaghetti beim nächsten Kochvorgang verrieten noch den verwendeten Topf.

Deshalb packe ich in den Topf die letzten Tomaten aus den Schulgarten, plus ein paar Gewürze, um zur Abwechslung eine scharfe Variante Tomatengelee und -marmelade vorzubereiten. Inzwischen ist es Mitternacht, der 12. hat sich verabschiedet. Noch ist nichts auf dem Blog gelandet. Keine Zeile, kein Foto. Ich bin müde ohne Ende und eigentlich brauche ich noch ein Arbeitsblatt für Musik. Im Flur steht ungeöffnet (m)ein Geschenk an mich.

Dafür machen es die Kater richtig. Sie schnarchen beide gemütlich vor sich hin.

 

Mehr, pünktliche, Geschichten des Tages in zwölf Bildern am zwölften jeden Monats gibt es bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ . Reinschauen lohnt sich!