Woche 45/2017

oder …

Weihnachtsmarktvorbereitungen bei Pullover- und Deckenwetter

Montag war es nach den Herbstferien in der Schule wieder so kalt, dass mich die kalte Luft innerhalb des Schulgebäudes, beim Öffnen der Eingangstür, wie ein Brett frontal mit voller Breitseite erwischte. Wohl dem, der wie ich immer etwas wärmer angezogen ist und eine Wolldecke im Lehrerzimmer deponiert hat. Seit Jahren höre ich die Sprüche:

  • Nein, die Heizung wird abends nicht runtergefahren!
  • Klar, läuft die Heizung auch am Wochenende. Das Haus soll ja nicht auskühlen.

Ich arbeite für die Schule in der Schule und nicht zuhause und wenn ich nachmittags bei meiner Arbeit sitze weiß ich zu welcher Uhrzeit es langsam empfindlich kalt von unten nach oben hochsteigt. Entsprechend bin ich ausgerüstet, wenn ich bis in den späten Nachmittag arbeite oder  am Wochenende im Gebäude bin. Es ist völlig in Ordnung, dass außerhalb der Unterrichtszeiten Energie gespart wird. Mit dichten und zu schließenden Fenstern könnte die Effizienz bestimmt erhöht werden. Seit 24 Jahren an dieser Schule, ziehe ich mich warm an, egal nach welchen Ferien. Argumente wie Sparmaßnahmen, Sanierungsstau, Facharbeitermangel sitze ich in meinem, im Winter kalt und zugigen und im Sommer überhitzten, Klassenzimmer aus. Das wird sich auch in meinen letzten paar Dienstjahren nicht ändern. Deshalb darf mich mein kleiner Heizlüfter wieder begleiten und aus dem Keller ans Licht bzw. wieder mit in die Schule.

Wenn ich nur wüsste wo er ist? So groß ist mein Keller doch gar nicht!

Es war Schulanfang in Ba-Wü nach den Herbstferien, wie gesagt megakalt im Schulhaus und ausnahmsweise nicht im Nebengebäude mit den/“meinen“ Technikräumen. Da will ich mal nicht meckern. So konnte die Fertigstellung der Werkstücke für den Weihnachtsmarkt anlaufen. Das Mini-Weihnachtsdorf, das ich 2015 für den Adventskalender nur für mich (Link und noch ein Link) produziert hatte wird es dieses Jahr, unter anderen schönen Dingen, im Angebot meiner Schule geben.

 

Ich freue mich darauf, wenn all die Häuschen, wie vor zwei Jahren auf meinem Blog, auf dem Weihnachtsmarkt präsentiert werden.

Bei den anderen Produkten aus Holz muss noch kräftig Feinarbeit geleistet werden, doch es geht voran.

Ansonsten …

Vor einem Jahr lag ich zu dieser Zeit schwer erkältet im Bett und kann es kaum glauben, dass ich die ersten sieben, inzwischen acht Schulwochen völlig in diesem Schuljahr ohne Rüsselpest überstanden habe. Das Schniefen und Husten um mich herum sprang mich nicht an wie üblich. Es scheint, dass nach und durch die Operation im Sommer mein Immunsystem wieder das tut, was es soll – für eine Abwehr zu sorgen. Daneben trage ich brav meinen Mundschutz im Technik-Unterricht wenn ich im Maschinenraum arbeite („Ey, Frau Be, wo is‘ Maske?“) und ich habe immer mein Notfallspray dabei. Drei Monate ohne Erkältung erleben zu können fand ich klasse (meine Schulleitung garantiert auch).

Montag begann auch meine Hyposensibilisierung um zumindest mal mit zwei meiner Hauptallergene Frieden zu schließen. Ein Allergen rechts in den Arm unter die Haut und dann das andere links. Danach musste ich eine halbe Stunde unter Beobachtung in der Praxis sitzen. Was war mir schwummrig! Nächste Woche geht es weiter.

Pullover trage ich ja das ganze Jahr, oder zumindest habe ich immer einen dabei, denn es könnte ja kühl werden ;-). Draußen ist es wirklich frisch genug die dicken Dinger aus der hintersten Schrankecke nach vorne zu räumen. Ich liebe Pullover!! Aus Wolle, aus Seide, aus Mohair, aus Kaschmir. Vorzugsweise selbst gestrickt! Pullover aus Baumwolle finde ich zu schwer und sie wärmen mich nicht wirklich. Ein paar meiner Pullover müssen sich diesen Winter damit abfinden aufgeribbelt zu werden um etwas tragbareres zu werden.

Eine neue Strickjacke daraus wäre schön. Mal sehen.

Jetzt genieße ich die kalte, trübe Jahreszeit bei einem Gläschen Wein, zünde eine meiner Kerzen an und genieße etwas Räuchergut. November hat auch seine schönen Seiten, warm eingepackt.

Bis morgen,

denn dann ist der 12te, weshalb es heute schon meinen Wochenrückblick gibt.

Karin

 

Woche 42/2017 – Prüfungsvorbereitung

und …

Geschafft!

Drei Prüfungteile galt es an diesem Wochenende zu bewältigen. Den dicksten Brocken gab es Freitag von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr – die schriftliche Prüfung. Nach einer anstrengenden Schulwoche fiel es mir nicht so leicht umzuschalten. Meine Klasse wünschte mir viel Glück und ein Schüler fragte mich doch tatsächlich beim Verabschieden ins Wochenende, ob ich denn schon gelernt hätte!

Für Samstag waren eigentlich Regenwolken angesagt gewesen, äußerst unerwünscht, denn an diesem Tag fanden unsere Prüfungen mit einer Kräuterführung statt. Glücklicherweise blieb es trocken und es kam sogar die Sonne heraus. Die Schleusen öffneten sich erst abends, als wir schon unsere Tische für die Präsentationen am Sonntag gerichtet hatten.

Der Prüfungssonntag mit einem eigenen Thema war dann wirklich ein Höhepunkt. Jede von uns Teilnehmerinnen hatte sich schwer ins Zeug gelegt um sich vorzustellen.

Mein Thema, ganz klar: Pflanzenfarben.

 

Wenn ich wieder zu mir gekommen bin, alles weggeräumt, wie auf den Tischen und Ablagen zuhause klar Schiff gemacht worden ist, stelle ich einiges hier auf dem Blog vor. Die Schreib- und Zeichentinte war für meine Kolleginnen der Hit. Die Demonstration mit Farben aus Blüten faszinierte nach unserem Abschluss auch die eingeladenen Familien und Freunde.

Ein sehr interessantes Jahr liegt hinter mir. Ganz tolle Frauen durfte ich kennenlernen. Einige  Termine für ein Wiedersehen sind schon fest gelegt.

Zeit zum Planen hatten wir heute genug, denn es dauerte seine Zeit bis wir alle unsere Themen vorgestellt hatten und wir endlich unsere Zertifikate in den Händen hatten.

Yeah yeah yeah!

Ich darf mich Kräuterpädagogin nennen!!!

 

 

Bis die Tage,

Karin

 

Zum Abschluss noch ein Link zu einem meiner Motivationslieder der letzten Tage, mal nicht laut und von „The Dead South“ – In Hell I’m in Good Company

Babyquilt 2017

und …

Baby da, Geschenk überreicht, nun kommen die Bilder vom fertigen Nähwerk

 

Vor allem alte Blümchenstoffe aus der Nähwerkstatt der Weihnachtswiese (erkläre ich gleich noch), Reste der letzten großen Quilts und dazu, für die Rückseite wie Kanten, neue Stoffe arbeitete ich in diesen Babyquilt für eine ganz liebe Kollegin. Lange hat sie darauf warten müssen Mutter zu werden und als sie mir, endlich, eröffnete: „Ich werde Mama!“ strahlte sie wie zu Ostern, Geburtstag und Weihnachten zusammen. In dem Moment wusste ich, von mir wird es für das Baby etwas aus dem Weihnachtwiesenfundus geben.

Ungefähr 1,15 cm x 1,15 cm groß ist die Decke am Ende geworden. Das hat sich so ergeben, da ich völlig ohne Zeichnung und Plan an die Sache herangegangen bin. Es gab eine Skizze auf einem Post-it, der Rest kam intuitiv aus dem Messer, dem Stift, aus der Hüfte – zumindest was die Vorderseite als Patchwork betrifft.

Hätte ich mir doch bloß mehr Gedanken gemacht, wie ich das Gebilde mit meiner Nähmaschine gequiltet bekomme! Ich quilte bevorzugt von Hand und hatte mir deshalb beim (Aus-dem-Bauch-heraus-) Zuschnitt unbeabsichtigt ein paar Hürden gelegt. Meine Nähmaschine ist weniger flexibel als ich und dass mir die Zeit fehlen wird das Werk von Hand auszuarbeiten war von vorne herein klar gewesen hätte mir von Anfang an klar sein sollen. Rechnen kann ich und Kalender lesen auch.

Nun hatte ich selbst zum Fotografieren nicht die Muße, die ich gerne aufgewendet hätte. Das zarte Grün mit den Punkten kommt erst auf einem der nächsten Bilder heraus. Zudem hing die Decke ziemlich schief in der Hecke und kein Helfer zum Halten, Fixieren, Sichern war verfügbar.

 

Die schiefe Ecke muss als der gewollt eingebaute Fehler dieses Quilts herhalten. Ein Fehler in einem Quilt muss sein hat mir in meinen Anfangsquilterzeiten meine erste Kursleiterin erklärt. Nur so erhält ein Quilt seine Seele.

Ich konnte Ende der 1970er durch einige Umwege zuerst in einen Patchwork- und dann in einen Quilt-Kurs aus dem Freizeitangebot für US-Familien reinschlüpfen. Mein Schatz diese wenigen Stunden mit dieser alten Dame, die uns Teilnehmern vor allem Amish Quilting in alter Tradition nahe brachte – weniger ist mehr.

Sorry, ich war wieder einmal abgeschweift.

Das Label, wie immer bei einem meiner Quilts, handgestickt.

 

Die Weihnachtswiese

Wer Peterchens Mondfahrt kennt wie meine Kinder, als sie klein waren, dem ist dieses Kapitel nicht unbekannt. Wer es noch nicht kennt kann es hier nachlesen.

Für meine Kinder war die Weihnachtswiese jedoch auch eine Art Kurort für Puppen und Plüschtiere. Am Nikolaustag verschwanden diese nämlich um sich eben genau dort zu erholen, neu einzukleiden, zum Frisör zu gehen, usw. Da wurden Wunden geflickt, Bäuche aufgepolstert, Haare entwirrt und neu eingeflochten, aber vor allem wurden alle Teilnehmer neu eingekleidet. Weihnachten saßen dann alle wieder, wie neu, unter dem Weihnachtsbaum. Meine Große (er)kannte das Prinzip (verflixt schnell) und kommentierte bei vorbereitenden Besuchen in Stoffgeschäften bei dem einen oder anderen Stöffchen: „Kommt auf die Weihnachtswiese!“ oder auch „Blöd!“. So entstand eine Stoffsammlung für Tochters Puppen. So auch der Name vom allerallerallerersten Babyquilt, entstanden aus allen Restfitzelchen der Puppeneinkleidungsschneiderei. Kein Foto davon, denn Bruno, einer meiner alten Datenspeicher, verweigert leider seit Tagen seine Mitarbeit. Schade.

 

Hauptsache dieses neue Echtwerk hat Freude gemacht – mir beim Herstellen und meiner Kollegin als Geschenk.

 

Bis die Tage,

Karin

 

 

 

Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Schlüsselanhänger mit Katze

oder …

DIY mit Schrumpffolie

Im Dezember 2016 hatte ich frustriert einen Versuch mit Kunststoffmüll abgebrochen. Mich hatte ein Video auf Youtube inspiriert gehabt und, obwohl ich mitten in vorweihnachtlichen Aktivitäten war, verflixt viel Zeit in eine ganze Reihe an Fehlversuchen gesteckt.

Nun fand ich, ganz nebenbei, die Schachtel mit dem ganzen Kram und das Päckchen Schrumpffolie – gut abgehangen seit Dezember. Die Versuche mit dem frisch gewonnenem Buch, Neues aus der zauberhaften Papierwerkstatt, müssen also weiter warten. Zudem hat der verflixte Kater das beigelegte Material verspielt.

Mithilfe von einfachen Folienstiften kann die Schrumpffolie bemalt werden. Bitte darauf achten, dass es Permanentschreiber sind!

Mit der Schere die Folie mit dem gemalten Bild ausschneiden. Dabei einen Rand stehen lassen und einen Platz berücksichtigen wo das Loch hinkommen soll. Ich verwendete zum Loch stanzen eine entsprechende Zange. Es geht aber auch jeder Locher.

Backofen auf 175°C vorheizen. Das Kunststoffstück auf ein mit Backpapier (keines mit Wabenmuster nehmen, denn dies drückt sich auf dem Kunststoff ab!) abgedecktes Backblech legen und für kurze Zeit in den Backofen schieben. Das geht recht schnell! Sobald das Kunststoffstück geschrumpft ist aus dem Backofen nehmen – Handschuhe! – und sofort mit einem geeigneten Gegenstand flach drücken. Der Kunststoff wellt sich gerne beim Abkühlen. Ich verwendete eine kleine gusseiserne Pfanne. Falls es doch wellig wird einfach noch einmal in den Backofen zurück legen.

 

Wie eingangs beschrieben hatte ich die Versuche mit Kunststoffabfällen abgebrochen und mir Schrumpffolie gekauft. Ich verwendete die unten abgebildete Folie. Sicher geht auch jede andere, die für diese Zwecke im Handel angeboten werden.

Übrigens, dadurch dass die Folie ruckzuck schrumpft entwickelt sich auch kein nennenswerter Geruch nach Kunststoff.

 

Mit vielen Grüßen und bis die Tage,

Karin

 

Unpassendes zusammenpassend bekommen

oder …

Upcycling mit Vorgaben

 

Be my Bastel-Beast (oder Punk ist nicht tot, Punk bastelt jetzt) lautete der Blogpost von fraumasulzke. Die beschriebene Idee zum Zeitvertreib hörte sich verrückt genug an um mitzumachen.

Material:

  • 1 rosa Heftumschlag
  • 1 einsame, verwaiste Socke
  • Perlen

Anleitung:

  • Keine. Macht halt was draus, was lustig, schön, praktisch oder nicht oder einfach nur Trash ist.

Anmerkungen:

  • Gibt es eine Reihe, die bei fraumasulke nachzulesen sind. Ich habe mich dran gehalten, das Bernsteinzimmer nicht verwendet und auch kein Uran.

 

 

Die Anfänge waren heiß. Die erste Idee kam nämlich beim Bügeln. Verbrannte Finger inklusive landete das Zwischenergebnis im Backofen.

Meine Anmerkungen:

  • gut lüften
  • nicht mit kleinen Kindern versuchen

Eigentlich wollte ich aus dem Heftumschlag Eierbecher herstellen und die Socke zu Warmhaltemützen umfunktionieren, die Perlen statt Bommel. Doch als ich abends aufräumte – wobei ich nie die Sachen einfach so zusammenschiebe, sondern eher zusammenlege – hatte ich plötzlich ein anderes Ergebnis vor mir liegen.

 

So kamen die Eier wieder in den Kühlschrank, um tags darauf in der Pfanne zu landen.

 

Also doch ein Monster, mit dem Blick wie Bert von den Krümelmonstern, ein Sockenmonster mit Augenbrauen wie Theo Waigel.

 

Noch voll, in den Gedanken, auf Socke eingestellt schnitzte ich das Brot zur Socke zurecht und das Ei musste irgendwie dort hinein. Mit viel Tricks klappte das auch und die Olive gab es als Perlenersatz obendrauf. Wenn schon dann richtig.

Das kreative Intermezzo war lustig, das Ei lecker. Was will ich mehr. 😀

 

Bis die Tage,

Karin

Woche 28/2017

oder …

Unrund!

Die Woche fing so gut an um dann zur Wochenmitte ins Stolpern mit gruseligem Ende zu kommen.

Im Schul-Garten

… können die ersten Gurken geerntet werden. Richtig lecker ist die allgemeine Meinung. Leider müssen wir auch bemerken, wie plötzlich die paar wenigen schwarzen Johannisbeeren verschwinden, bevor sie im Essig landen konnten. Auch die ersten reifen Brombeeren wurden „fremd geerntet“. Wirklich schade.

Ins Glas

… landete am Ende dieser Woche das meiste Obst bevor es ungenießbar wurde. Ich bin und bleibe eine Gemüseesserin. Obst mag ich nur, wenn es geschält und portioniert vor mir liegt, nicht zu sauer ist und auch nicht zu süß. Vielleicht mag ich deshalb Erdbeeren und Aprikosen. Ich hatte es morgens nicht geschafft mir eine Ladung Obst für die Pausen zusammenzustellen. Nun schauten mich nicht nur die Äpfel mit braunen Augen an. Es sollte ein gesundes Wochenende werden, mit mindestens einem Smoothie am Tag. Freitag ging es mit Apfel, Wassermelone und Johannisbeeren an den Start.

In den Armen

… hat sich über Nacht die Fibromylagie mit Schmerzen zurück gemeldet. Ich habe auch so gewusst, dass ich seit dem letzten Urlaub zu wenig Bewegung, wie Entspannung hatte. Deshalb wollte ich mir am Wochenende gemütliches Nähen gönnen.

Im Eimer

… versenkt lag durch eine dumme Bewegung das Handy. Für ein paar Tage liegt mobil Telefonieren auf Eis bzw. gilt iphone on in rice!

In und ran an die Stoffe

… ging es dann doch am Freitagabend, sehr zur Freude vom kleinen Katerchen. Er liebt Stoffe in allen Farben, Hauptsache er kann sich darunter verstecken oder in sie einkuscheln.

In die Motten

… schaute ich fassungslos! Auf der Suche nach Applizier-Vlieseline griff ich ins Grauen, im Fach mit meiner Schwimm- und Schnorchelausrüstung. Vor Wochen hatte ich einen Bericht im Fernsehen verfolgt, der Motten zeigte, die sich durch Kunststoff gefressen hatten. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich mit meiner Lieblings-Fleecejacke gemacht, die auch die Motten lieb gewonnen hatten; so lieb, dass mir die Trennung nicht mehr schwer gefallen ist. Jetzt schaute ich auf ein Mottenlager in einem Neopren-Anzug! Yuck!! Der Sonntag ist gelaufen – Schmerztablette rein und ran an den Dreck.

 

Mir ist die Lust auf’s Nähen vergangen.

 

Später wurde doch noch etwas aus den bereit gelegten Stoffen – ohne Muster, ohne Schablone geht es weiter mit der Babydecke.

 

Ich wünsche eine schöne Woche.

 

Naturfarben aus Pflanzen #3

oder …

Einblicke in (m)einen Workshop

Donnerstag konnte ich im Rahmen eines Workshops zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einer Gruppe interessierter Kolleginnen und Kollegen einen kleinen Einblick in die Welt der Pflanzenfarben geben. In vier Stationen wurden Rotkohl, Karotte, Gelbwurzel und Spinat gerieben, gequetscht und gemörsert, bis sie in verwertbarer Menge ihre Farbstoffe abgegeben hatten.

Die Farbe aus dem Spinat, die eigentlich auf dem Papier verarbeitet werden sollte, landete nicht nur auf dem Malpapier. Es färbte an einer anderen Station noch die Knete (hell)grün.

Zu den vier selbst herzustellenden Farben hatte ich noch aus meinem Fundus Farben mitgebracht, zum Beispiel grün aus Salatgurkenschale und rot-violett aus Aroniabeeren, einen roten Saft und ein klitzekleines Fläschchen Rotwein. Vielleicht hätte einer der Teilnehmer oder Teilnehmerinnen Lust sich auf Udo Lindenbergs gestalterischen Wurzeln zu bewegen. Er malt mit Eierlilör und Rotwein. Den Eierlikör ließ ich zuhause, es musste der  Rotwein reichen, den man auf einer Pflanzenwanderung mit SchülerInnen auch eher in der Tasche lässt.

Ab jetzt begann das Auftragen der Farben auf pH-neutrales Papier und das Spiel mit den pH-Werten. Auf die Farbflächen wurde Kaiser-Natron geträufelt, oder Backpulver, Alaun, Kochsalz, Waschsoda, Essig, aber auch Gewürze wie Currypulver oder Rosenpaprika.

Die Effekte motivierten, wie bei meinen Schülerinnen und Schülern, die Kolleginnen und Kolleginnen zu weiteren Versuchen. Die Ergebnisse begeisterten und motivierten. Am Ende waren von meinem vorbereitetem Papier nur noch wenige Blätter übrig.

 

Es hat Spaß gemacht, den Teilnehmern wie auch mir!

 

 

Mittwochsloch

oder …

Alltagsallergie, oder so, und mein Gegenmittel

Reste von Avocadoschalen, Brokkoli, Tee, Aroniabeeren, Mahonienbeeren, Roter Bete, angebrannten und ausgekochten Zwiebelschalen als Farbe auf das Papier gebracht. Mein Entspannungsprogramm vom „Ahhh“…lltag  und die Ergebnisse aus den ersten Wochentagen, mit passender Altpapierunterlage. 😉 Alltag hat Allergiepotential. 😉 😉

 

Freitag ist der 12te und ich bin dabei bei 12von12!