Kräuteressig-Variationen

oder …

Kräuteraroma vom Sommer für den Winter konservieren

Im Schulgarten blühen und gedeihen Gemüse und Kräuter auch in den Sommerferien weiter. So viele Salatgurken wie dieses Jahr hatten wir noch nie. Darüber freuen sich alle, die mir im Garten halfen und helfen. In der Schulküche liegen auf vielen Flächen Kräuter zum Trocknen, die nach den Ferien von den SchülerInnen weiter verarbeitet werden. Fast täglich können Brombeeren geerntet werden, die zum größten Teil im Tiefkühlgerät landen. Aus der heutigen Ernte wollte ich damit, nach dem letzten Frucht-Kräuter-Essigauszug mit Erdbeeren und Basilikum, einen Auszug mit Brombeeren und Rosmarin probieren.

Die Zutaten für den zweiten Essigauszug sind Grundzutaten für den Vierräuberessig, auch als Pestessig bekannt.

Der Legende nach waren zu Pestzeiten Räuber in den Häusern von Pesttoten unterwegs, ohne sich anzustecken. Man versprach ihnen von einer Verhaftung abzusehen, wenn sie verrieten wie sie sich schützten. Ihr Geheimnis, sie nutzten die Wirkstoffe und ätherischen Öle aus verschiedenen Kräutern, die unter anderem antibakteriell, immunstimulierend und entzündungshemmend wirken, in Essig ausgezogen.

Es gibt eine Menge an Rezepten zu Pestessig. Bei manchen frage ich mich wie ein Räuber zu dieser Zeit an die Zutaten kommen konnte. Andere Zusammenstellungen mag ich mir weder unter der Nase oder im Magen vorstellen. Die meisten finde ich als viel zu viel wenn ich mir die Liste an Kräutern so anschaue.

Ich verwende für meinen Vierräuberessig vier bis fünf Kräuter bzw. Gewürze. So bleibt die Wirkung der Kräuter, auch untereinander, übersichtlich und das Ergebnis ist hinterher auch wirklich kulinarisch lecker (und nicht nur als Putzmittelzusatz verwertbar).

Salbei, Lavendel, Rosmarin, Thymian und als zusätzliches Gewürz Wacholderbeeren. Gerne hätte ich statt Wacholder Eberraute dazu gegeben, aber die hatte man mir ja im Frühsommer abgemäht.

Frische Kräuter müssen absolut gute, frische Qualität haben. Ich mag diese nicht einmal von jedem Händler auf dem Markt kaufen. Meist verwende ich sie aus dem Garten. Dazu warte ich eine regenfreie, warme Periode ab und „wasche“ die Kräuter am Abend vor der Ernte mit der Gartenbrause, auch von der Unterseite. Um die Mittagszeit, wenn die Kräuter trocken und warm sind, wird geerntet. Diese frische Ernte lasse ich immer etwas welken; Wasser aus den Pflanzenzellen verdunstet und im Verhältnis bleiben mehr sekundäre Inhaltsstoffe zum Ausziehen übrig. Weniger Wasser bedeutet zudem weniger Fäulnis- oder Schimmelgefahr.

Anmerkung: Gekaufte frische Kräuter vor der Verwendung zu Waschen ist keine gute Idee, selbst wenn sie hygienisch sinnvoll ist. Vor der Verwendung in einem Auszug in Essig, Öl oder Alkohol sollten, müssen, sie so trocken wie möglich sein.

Kräuter von den Stengeln abzupfen, abrebbeln, so gut es eben geht. Gewürze quetsche und mörsere ich grob. Alles in ein hohes Glasgefäß geben.

Die Kräuter oder Früchte (ich habe ja auch Brombeeren im anderen Essigansatz verwendet) mit gutem Essig aufgießen. Ich verwende Apfelessig in Bio-Qualität, denn ich möchte meine guten Kräuter nicht wie Perlen vor die Säue werfen.

Deckel zu, und zwar luftdicht, wasserdicht, denn ab jetzt muss für mindestens drei bis vier Wochen täglich der Inhalt bewegt werden (ohne dass die Soße heraus läuft).

Der Brombeeressig-Ansatz ist nun völlig in den Hintergrund getreten. Um diesen fertig aufzugießen musste ich noch einmal einkaufen gehen, fand unterwegs etwas was meine Eltern glücklich machen könnte, brachte ihnen dieses auch gleich vorbei um dann auf den Rückweg noch einen ehemaligen Kollegen mit seiner Frau, eine ehemalige Lehrerin von mir, zu treffen. In den Ferien kann ich solche Entwicklungen so was von genießen – schlecht gedeutscht, aber aus der Seele gesprochen!!

Etwas verspätet kam dann der frisch eingekaufte Essig auf die Brombeeren mit Rosmarin. Erschwerte Bedingungen zum Fotografieren, denn nun war das Licht noch schlechter. Sorry.

Ab jetzt heißt es abwarten!

 

Woche 32/2017 – die zweite Ferienwoche

oder …

Wo ist denn der Sommer hin?

Montag

Den frühen Morgen mit leeren Straßen trotz vieler Baustellen genossen. Auf einem der Böblinger Seen treiben noch die Bilder zweier Künstler, Alfredo Pucci und Annette Rappold, als Floating Pictures. Durch das bessere Wetter heute schöner in Szene gesetzt als letzte Woche und letzte Überbleibsel der Partnerstadtolympiade.

Völlig unerwartet werden heute schon die Schienen, die meine operierte Nasenscheidewand stützen, gezogen. Ich hatte meine Spül-, Tropf- und Pflegearbeit wohl richtig gut gemacht gehabt. Für fast zwei Stunden lernte ich ein tolles, freies Nasenatmungsgefühl kennen. Ich werde geduldig sein!

Hmm, Vorsätze sind dazu da gebrochen zu werden. Ich sag jetzt mal nicht, was ich gemacht habe, denn auch mit Ende 50 mag ich keine Vorhaltungen durch meine Eltern, mit meinen Kindern im Schlepptau, und die lesen hier ja mit. Nee, war nicht gut, tat mir nicht gut, ich werde mich bessern 😉 !

 

Dienstag

Den Schulgarten inspiziert, Brombeeren und Lavendel geerntet – nicht alleine! Ich hielt den Korb, dirigierte bzw. kommandierte die „Lakaien“, die brav gehorchten. Die Brombeeren werden im Tiefkühlgerät für die Schulküche gesammelt. Für den Lavendel fehlen mir noch Ideen, denn es ist mehr als ich für Essig, Kekse und Lavendelsäckchen brauche.

 

Mittwoch

Etwas Wahlkampfhilfe für die Bundestagskandidatin meiner Wahl und danach zum Arzt zur Kontrolle. Praktisch, wenn alles gleich in der Nähe ist. Frau Doktor ist sehr zufrieden, ich immer noch nicht. Ja, ich muss geduldig sein. Ja, ich ziehe das Therapieprogramm für zuhause weiter durch. Nein, ich fühle mich nicht besser oder geehrt oder sonstwas, weil ich OP und Erholung von derselben in die Schulferien gelegt habe. Mittags bin ich innerlich so etwas von auf Krawall gebürstet und möchte zum Dampf ablassen am liebsten die Wohnung umräumen, den Garten umgraben, laufen. Darf ich alles noch nicht. Alternativ könnte ich etwas Geschirr zertöppern, doch auch keine gute Idee, da ich mich zum Aufsammeln der Bruchstücke ja bücken muss. Leider habe ich wohl zu laut gedacht. Die Sensoren des jungen Wilden im grauen Pelz empfingen diese Ideen, die er spontan umsetzte. Was er die Woche an beweglichem Inventar zerlegt bekam genügt. Der Eimer ist voll – meine Nase auch, schon wieder.

Schon einmal in Bewegung schaffte es Angus auch wieder auf die andere Seite vom Katzennetz auf dem Balkon. Ich weiß nicht wie er es geschafft hat, wo das Schlupfloch ist. Es ist jedoch nicht so ganz einfach gleichzeitig Katerchen zu beruhigen und das Netz abzubauen, dass der Bursche wieder dort ist wo er sei sollte! Und was macht Onkelchen Chewie? Er schaut zu und kommentiert!

Den übrigen Lavendel in Büschel gebunden, bevor er zu sehr bröselt.

 

Donnerstag

Mein Auto in die Werkstatt zum TÜV gebracht: 17 Jahre alt, erster Motor, erstes Getriebe, … . Geputzt, mit zwei neuen Reifen, neuen Wischerblättern und neuer Plakette konnte ich es abends wieder mit Bezahlbarrechnung abholen. Yeah!

Zwischendurch brütete ich wieder an einem Beitrag zur Linkparty, zu der Astrid eingeladen hat, denn ich weiß inzwischen nicht mehr wie ich das bunte Gemenge gebacken bekomme.

Dafür bekam ich die Blogposts über die Westmännerinseln endlich für meinen Reiseblog hierundfort fertig. Die Reise war im Juni, da wurde es aber auch Zeit:

 

Freitag

Arztbesuch und mich den ganzen Tag unrund im Kreis gedreht. Die Wolken hängen dicht über der Erde, als ob einem der Himmel auf den Kopf fällt. Zumindest falle ich aus ihnen, als ich das nächste Bündel an Terminen beim Arzt erhalte. Es regnet und ich muss mir zumindest keine Hilfe für den Schulgarten suchen.

Bei soviel Zeit bleibt welche um mir meine Vogelschar an den Futterstellen zu beobachten. Das Eichhörnchen muss ich die Tage mal erwischen, wie es den „Kamin“ vom Vogelhaus öffnet. Es geht bei der Futterorganisation damit um, als wäre es ein Joghurtbecher: Deckel auf und den Inhalt auslöffeln.

Die beiden Eichelhäher kommen inzwischen auch ins Vogelhaus hinein um sich den Bauch vollzuschlagen. Überhaupt kommen sehr viele Vögel für einen Sommermonat vorbei. Normalerweise muss ich im August maximal einmal die Woche Futter nachfüllen. Dieses Jahr ist schon nach einem Tag alles ratzeputz weggefuttert. Seit so viele Flächen in der Nachbarschaft für einen Straßen- und Bahnumbau gerodet worden sind fehlen Nist- und Futterflächen.

 

Samstag und 12 von 12 im August

 

Sonntag kommt am Nachmittag endlich wieder etwas die Sonne heraus! So kann ich ohne Schirm die Straßenbaustelle besichtigen gehen. Eineinhalb Jahre soll die B 14 an dieser Stelle unterbrochen bleiben, eine der Hauptzufahrtswege in die Stadt und wichtigste Umleitungsstrecke der A 81. Noch mag ich mir nicht vorstellen, wie es mit dem Verkehr nach Ende der Sommerferien werden wird.

Auf dem Weg einen kurzen Besuch im Schulgarten absolviert und zuerst sieben, dann ACHT Salatgurken gezählt, voll biologisch angebaut!

Dazu noch Ringelblumen, wie Borretschblüten, für Tees und die Färberwerkstatt gesammelt.

Auf dem weiteren Weg fiel mir eine Kornelkirsche auf, die erste, die ich außerhalb eines Gartens hier in der Umgebung gesehen habe. Und sie steht beinahe noch auf dem Schulgelände, weit genug weg von einer Straße, außerhalb des Hundespazierwegs – also pflücken gehen die nächsten Tage.

Jetzt werde ich ein wenig Sonne genießen gehen, mit Kopf im Schatten, und zusammen mit meinen Katern entspannen.

 

Einen schönen Sonntag noch und eine gute Woche!

Bis die Tage,

Karin

 

 

12 von 12 im August 2017

und …

Schon wieder ist ein Monat vorbei!

Hallo, wo sind die letzten 31 Tage geblieben? Zweieinhalb Wochen Sommerferien sind fast herum. Ich warte auf den Sommerferienmodus, der sich bis jetzt bei mir noch nicht eingestellt hat. Jetzt ist jedoch erst einmal Wochenende.

1 Aufstehen ohne Wecker, aber die Kater fordern Futter

2 Therapieprogramm zum Durchatmen

3 Endlich einen dicken, dunkelschwarzen Tee! In den Ferien gibt es diesen mit losen Blättern im Kännchen aufgegossen und nicht die Beutel-direkt-in-Pott-Variation

4 Besuch vom Eichelhäher, trotz Regen

5 Die leidige Wäsche

6 Hübsches, farbiges Pilzchen auf dem Weg zum Müllhaus, am Wegesrand, entdeckt. Ob man damit färben kann?

7 Samstag ist Markttag, mit Besuch beim Bio-Bauern und Käsewagen. Beim letzteren leere Käseschachteln mitgenommen. Ich brauche sie für meine Prüfung im August (mehr unter Punkt 11)

8 Supermarkt, Samstag, 13:00 Uhr und die Tiefgarage ist fast leer! Sonst ist hier um diese Zeit das Hauen und Stechen um einen Parkplatz angesagt! Herrlich wie entspannt Einkaufen in den Ferien ist!!

9 Den fertig ausgezogenen Erdbeer-Basilikumessig in Fläschchen abgefüllt (der Ansatz ist im Juli 12 von 12 zu sehen). Was soll ich sagen? Lecker lecker lecker! 😀

10 Zutaten und Zubehör für den nächsten Essigansatz besorgt. Thymian will im Schulgarten nicht so richtig gedeihen.

11 Post aus England

12 Die mit Naturfarben gebeizten Käseschachteln weiter verarbeitet. Die erste Schachtel ist fertig und schon mit Pflanzenmaterial zum Färben gefüllt.

Der Tag ist zwar noch nicht zuende, aber ich fühle mich so.

Kein Katerbild heute. Die gibt es morgen zum Wochenrückblick.

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

Bis die Tage,

Karin

 

Woche 31/2017 – die erste Woche Sommerferien

oder …

Gesundheit sanieren und mehr

Als andere ihre Reiseköfferchen packten, stellte ich meine Utensilien für einen kurzen Krankenhausaufenthalt zusammen. Routineeingriff, heißt es. Etliche Nachbarn, KollegInnen, eine Freundin haben es schon machen lassen, mit unterschiedlichen Resultaten und einer Meinung: YUCK! Nasenscheidewand begradigen, Nasenmuscheln verkleinern, Kehrwoche in den Kieferhöhlen – da musste und bin ich durch am Dienstag.

Mittwochmorgen, am Tag danach, saßen dann mit mir drei andere, wie ich zugerichtete, Gestalten nach einer schlimmen Nacht vor dem Behandlungszimmer der HNO-Abteilung um die Tamponaden ziehen zu lassen. Schade, dass keiner von uns eine Kamera dabei hatte. Jeder von uns mit verklebter Nase und Popelbremse glich unsere Versammlung einem Casting für eine Hannibal-Lecter-Neuauflage.

Mit einem Therapieplan in der Tasche ging es zügig nachhause, viel zu früh für mein Empfinden. Zwar habe ich Familie und Freunde in Rufbereitschaft, aber nachts klingle ich niemanden aus den Betten, eher rufe ich den Notarzt. Ansonsten halte ich meinen Kopf hoch und mich ruhig, bücke mich fast gar nicht, kühle den Nacken, wechsle die Tröpfchen regelmäßig und spüle die Nase – BÄH!

Angus als Seelentröster

Noch fühle ich auch am fünften postoperativen Tag keine echte Besserung in Sachen Nasenatmung und hoffe doch sehr, dass sich diese noch einstellt. Frau Doktor ist jedoch zufrieden. Wenigstens eine!

Glücklicherweise hatte ich den Montag genutzt gehabt die Wohnung auf Vordermann zu bringen, um so wenig wie möglich Arbeit zu haben, wenn ich wieder zuhause bin. Wichtigstes Teil dieses Vorhabens war die Reparatur der Beleuchtung meines Spiegelschranks. Die Badrenovierung ist noch gar nicht so lange her, doch nun hat die Sollbruchstelle am Beleuchtungskabel dieses Teils aus dem schwedischen Möbelhaus nachgegeben. Ich kann mir nicht alle drei Jahre neues Mobiliar leisten, geschweige denn einen ordentlichen Handwerker zur Montage finanzieren. Deshalb die Leiter geholt, der Höhenangst den Kampf angesagt, die Sachlage aus der Nähe begutachtet. Klarer Fall von Fehlkonstruktion, aber pfuschig reparabel.

Werkzeuge organisiert, statt Abisolierzange muss das Schnitzmesser herhalten, Stom abgestellt und den Kabelbruch mit einer Lüsterklemme überbrückt. Runter von der Leiter, Strom angestellt, Lichtschalter an und große Freude – es tut!

 

Was die Woche sonst noch brachte:

Ernte im Rekordtempo. Gewitter waren am Montag angesagt und jetzt ging es den Bauern um das Einholen der Ernte und vom Stroh. Faszinierend wie Hand in Hand arbeitend Mähdrescher, Ballenpresse, Traktoren alles einholten und unter Dach und Fach brachten.

Tatsächlich kam das angesagte Gewitter, allerdings mit einem Tag Verzögerung, mit Blitz und Donner ohne Luftholen dazwischen, das mich im Krankenhaus (es steht auf einem Berg) aus dem Bett hob. Den Rest der Nacht goss es in Strömen. Somit hat der eingeteilte Gießdienst für den Schulgarten mal wieder Glück.

 

Am 2. August war Earth Overshoot Day, das heißt wir Menschen haben an diesem Tag alles aufgebraucht, was die Erde uns regenerativ in einem Jahr zur Verfügung stellt. Danach leben wir eigentlich über unsere Verhältnisse.

Für Deutschland sieht diese Bilanz noch schlechter aus, denn für unser Land war es schon der 24. April!

Nachzulesen ist das auf der Seite des WWF – Overshoot Day.

Wer seine eigene Bilanz ziehen möchte kann seinen persönlichen ökologischen Footprint berechnen, mit dem Footprint Calculator.

Mein persönlicher Overshoot Day liegt demnach am 5. August, liegt demnach ein paar Tage besser als der Durchschnitt, deutlich besser als das deutsche Ergebnis, aber glücklich macht mich das nicht.

Spaßeshalber habe ich etwas mit dem Programm gespielt und mich dann doch gewundert, als ein besseres Ergebnis herauskam nachdem ich mich als Fleischesserin eingetragen und die Vegetarierin herausgenommen hatte.

Morgen, Montag, sitze ich wieder hier und hoffe, dass es in meiner Nase gut aussieht.

 

Inzwischen wühle ich mich durch das doppelte Kilo Bilder vom letzten Island-Urlaub und bin einen Schritt weiter. Ein paar Exemplare fanden ihren Platz im Reisebericht zu den Westmännerinseln. Wer mag kann bei hierundfort hineinschauen.

Bis die Tage und bleibt gesund!

 

Fünfzehn Fakten über mich und den Sommerurlaub

oder …

Die Magie von Inseln und dem Norden

 

In der Gegend in der ich aufwuchs konnte sich fast keiner einen Sommerurlaub leisten. Die Siedlung war, wie viele andere Stadtteile, Anfang der 1960er Jahre für all die Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der späteren DDR aus dem Boden gestampft worden. In erster Linie bemühten sich die Familien sich ein neues Leben aufzubauen; da war kein Geld für Urlaubsreisen übrig. Man hatte für die Sommermonate eine Dauerkarte für das Schwimmbad, füllte morgens eine Sprudelflasche mit kaltem Tee, Mutter schmierte ein paar Brote und dann machte sich die (Kinder-)Kolonne auf den Weg zur Abkühlung.

Höhepunkte waren eine Bahnfahrt zum Blühenden Barock mit seinem Märchengarten rund um Schloss Ludwigsburg, oder ein Besuch der Wilhelma, dem Zoo in Stuttgart.

Luxustage, wenn der Vater über das Wochenende den Firmenwagen privat nutzen durfte und wir in den Schwarzwald, auf die Schwäbische Alb oder an den Bodensee fahren konnten.

Irgendwann war „Adria“ das Zauberwort. Wie sich das anhörte: „Ahh.driii.ahhh!“ – hach! So klingt Sonne, Meer, Eis. Noch ein Seufzer. Der erste Wohnwagen stand an der Straße und wir vergaßen beinahe unseren Weg in Richtung kühles Bad: „Mann, die fahr’n an die Adria!“.  Ich durfte dafür zu meinen Großeltern nach Leutenbach, auf der anderen Seite von Stuttgart!

1 Urlaub bei Oma

Wir waren fünf Enkelkinder, doch vor allem mein Cousin und ich entwickelten eine Art Oma-Tourismus. Jeder von uns beiden buchte Oma für zwei Wochen in den Sommerferien und Oma machte mit. Opa auch, was bei seinem etwas schwierigem Charakter selbst über die Jahre nach seinem Ableben noch verwundert.

Von meiner Großmutter lernte ich, dass Urlaub auch einfach ein paar Stunden weg von zuhause sein kann, dass Qualität und nicht die Quantität entscheidet. Von ihrem Beispiel aus entwickelte ich eine ähnliche Tendenz zu Handtaschen mit einer Grundausstattung für alles. Wie sonst konnte mein Sohn, Jahre später, an einem griechischen Sandstrand auf die Idee kommen mich zu fragen, ob ich denn zufällig eine Rolle Tesafilm dabei hätte. Hatte ich zwar „ausnahmsweise“ 😀 nicht, aber er fand den 3 mm Holzbohrer und das angebrochene Tütchen Zucker zusammen mit ein paar Büroklammern, der Schraube und dem Stück Kreide in meinem Mäppchen-Sammelsurium als Alternative super.

Mit Oma Herta gab es Besuche in der Backstube von einer Bäckerei, die noch selber Einback und Zwieback herstellte. Mit Oma wanderte ich, wenn Opa aus dem Haus war, durch die Landschaft um Tiere, Vögel, Insekten zu beobachten. Wir sammelten Blumen, flochten Kränze, sammelten Beeren, Kräuter, Früchte. Und wenn das Wetter nicht so mitmachte gingen wir in die Wilhelma in Stuttgart oder Oma saß an der Nähmaschine, ich daneben sitzend, mit Stoffresten und Garnen spielend, nebenbei häkeln, stricken und nähen lernend.

2 Österreich – Salzburger Land

Der erste richtige Sommerurlaub führte meine Familie ins Salzburger Land.

Mein Vater hatte Überstunden bis zum Abwinken gemacht, um uns diesen Urlaub zu ermöglichen. Wir lebten so sparsam in diesen Tagen, dass das Geld am Ende noch für den Urlaub im nächsten Jahr reichte. Es schreckte uns auch nicht das unbeständige Wetter, meist waren es verregnete Tage im August, der Zeit der Handwerkerferien. Doch im Rückblick finde ich, dass meine Eltern ein gutes Händchen in der Wahl ihrer Quartiere dort hatten. Urlaub auf dem Bauernhof auf der Höhe einer Zwischenalm war das Beste, was mir und meinem Bruder als Kinder angeboten werden konnte. OK, mir bekam gesundheitlich die Höhenluft nicht so gut, aber das drumherum war einfach nur genial natürlich schön. Abends nicht einschlafen zu können weil von draußen keine Autogeräusche zu hören waren, sondern nur das Rauschen von Bäumen im Wind, dem Gurgeln und Gluckern vom Bach, ab und an das Muhen einer Kuh, das Bimmeln der Kuhglocken, … war anfangs ein Problem für mich und meinen Bruder als Stadtkinder.

Doch der Blick morgens auf die Berge vom Bett aus – überwältigend.

Ganz viele Jahre später war Österreich durch den Tauchsport meines Sohns wieder eine Adresse. Vor allem an den Plansee ging es häufig und ich konnte in dem Funkloch dort herrlich gut abschalten!

Plansee Juli 2008

3 England

Am Ende von meinem zweiten Jahr Englisch an der Schule stellte meine damalige Klassenlehrerin uns Schülern eine pen-pal-Aktion vor. Das hörte sich Anfang der 70er-Jahre schon mächtig reizvoll an, richtig exotisch, die Chance sich mit anderen Schülern weltweit in Brieffreundschaften schriftlich austauschen zu können. Klar machte ich mit und erzählte meinem Onkel davon, bzw. ich holte mir mit meinem begrenzten Wortschatz in Englisch Hilfe bei ihm als Englischlehrer. Er führte seit seiner Studenzeit auch eine Brieffreundschaft mit einer englischen Familie, mit der er Zeit seines Lebens auch Kontakt hielt. Über diesen Weg erhielt ich neben den Adressen aus Australien, Norwegen, Indonesien, Südafrika und Pakistan auch Kontakt zu einer Brieffreundin im Süden Londons. Die Kontakte hielten teilweise bis über meine Realschulzeit hinaus, zwei dieser Brieffreundinnen lernte ich dann auch direkt kennen. So kam ich mit 15 zu meinem ersten Flug, der mich zu Jane aus Coulsdon in England führte. Voll cool! Vor allem ihre Eltern, der älteste Bruder und ihre Freundinnen 😉 !

Bis zu diesem Besuch war mir britischer Humor völlig unbekannt (klar, als 15-jähriger) . Ich durfte ihn hautnah in realen Situationen kennenlernen und erleben, zum Beispiel als wir unterwegs nach Eastbourne mit dem Auto liegen blieben. Das Auto war ein Vorkriegsmodell, mit ganz viel Holz in der Innenverkleidung bzw. -ausstattung. Es fuhr selbst in guten Momenten vielleicht 80 km/h und hatte so seine Probleme bei Steigungen. Auf halber Höhe von den Hügeln dampfte es unter der Motorhaube hervor und man musste an den Randstreifen zum Abkühlen anhalten. Bei einem dieser vielen Zwischenstopps gab es dann mal eine zarte Anfrage von der Gastmutter, ob es nicht doch mal an der Zeit für eine neues Auto wäre. Gastvaters Antwort:

„An old pal doesn’t need a new machine!“, machte die Motorhaube auf, spuckte einmal auf den Motor, Deckel zu und das Auto fuhr, „an old car doesn’t need a mechanic!“

 

Später wurde England Familienland, da mein Bruder dort seine Familie gründete. Meine Kinder lernten so spielend Englisch bei Besuchen und Urlauben, leider meine Nichten und Neffen kein Deutsch. London und die Gegend rund um Torquay in Devon, ließ sich mit oder ohne cream tea and scones immer genießen.

 

 

4 Österreich – Kärnten

Endlich ein Badeurlaub!! Meine Freundin und ich hatten uns so sehr einen Urlaub am Meer gewünscht und wir hatten alles versucht umd unsere Eltern zu solch einer Unternehmung zu überreden. Keine Chance. Wieder keine Adria, aber auch keine Aussicht an Nord- oder Ostsee. Unsere Eltern wollten in den Bergen wandern. Tja, da war Kreativität und eigenes Handeln angesagt. Wir gingen zu zweit ins Reisebüro und ließen uns beraten, holten Angebote ein – das ging auch ohne Internet – und schafften unsere Eltern von der gefundenen Alternative zu überzeugen. Wir fuhren gemeinsam nach Seeboden am Millstätter See in Kärnten. So hatten wir Mädels den Badeurlaub und abends die Disco, der Rest der Familie konnte sich in den Bergen tummeln.

 

5 Dänemark, Norwegen und Schweden – Interrail

Meine Liebe zu Skandinavien entwickelte sich mit meinen ersten eigenen Büchern, die zum größten Teil ihre Schauplätze im Norden hatten und es spielten immer wieder auch Tiere, vor allem Vögel, eine Rolle. Da kam mir das Angebot der Bahn zum halben Preis durch Deutschland fahren zu können und sonst durch ganz Europa (und Marokko) kostenlos sehr gelegen. So fuhr ich mit meinem Bruder und einer Studienkollegin kreuz und quer durch Skandinavien, was sich als schwieriger herausstellte als gedacht. Die Bahnstrecken in Norwegen bilden kein Netz sondern eher einen Stern, alle Linien führen irgendwie wieder zurück nach Oslo oder Trondheim. Doch ich konnte meine andere, damalige, Brieffreundin, Tone, im Süden Norwegens treffen.

Mich überwältige die Natur, die Fjorde, die Leere, das Meer und ich wusste, dorthin fahre ich wieder. Doch vorher, mussten wir wieder heim, allerdings mit Umweg. Da wir noch zwei Tage auf dem Interrail-Ticket übrig hatten stiegen mein Bruder und ich in Kopenhagen in das Zugabteil nach Paris und nicht nach Stuttgart.

6 Frankreich

Zu Fuß durch Paris, weil meinem Bruder und mir das Geld fast ausgegangen war:

Gare du Nord – Gare de l’Est (Rucksäcke ins Schließfach) – Le Centre de Pompidou – Notre Dame – Place de la Concorde – Tour Eiffel – Sacre Coeur – Gare de l’Est (Rucksäcke abgeholt) und ab in den Zug nachhause. Es war ein toller Tag, an den ich mich gerne zurück erinnere.

Mit der nächsten Reise begann meine Liste an Rundreisen, denn es ging von der Normandie aus, immer schön der Küste entlang, bis kurz vor Bayonne zuerst in die Pyrenäen. Dort bestätigte sich wieder wie wenig ich mit Höhenluft zurecht komme. Nach dem dritten Pass ging es mir so schlecht, dass Andorra links rechts liegen gelassen wurde. In Südfrankreich angekommen war die Küste so überlaufen, dass es mit Saintes-Maries-de-la-Mer auch nichts wurde, trotzdem schön im Hinterland, denn wir kamen immer wieder.

Bretagne Juli 1979

7 Italien

Südtirol war das Hauptziel von meinen eigenen Schullandheimaufenthalten. Die Toskana musste natürlich auch mal sein, doch richtig herrlich war Sizilien im Herbst 2016, weniger schön die mitgebrachte Lungenentzündung.

Landschaft bei Montalcino, Ostern 1984

8 Sylt

Nach den erfolgreichen Kärnten-Urlauben versuchten meine Freundin und ich die Eltern nun von der Nordsee zu überzeugen. Ich hatte Erfolg, allerdings durch unerwartete Mithilfe. Mein Vater hatte bei Gesprächen mit einem Kunden über Urlaub und Urlaubspläne gesprochen, Erfahrungen ausgetauscht, konträre Familienwünsche beklagt und hatte irgendwann nicht nur eine Urlaubsadresse abends mit nachhause gebracht, sondern schon dort angerufen. OK, es war nicht Föhr, Amrum oder Sylt, sondern nur Büsum, aber an der Nordsee! Leider ohne Freundin und ihrer Familie, die fuhr wieder nach Kärnten.

Büsum blieb für meine Eltern lange das liebste Reiseziel und später übernahm mein Großvater diese Ferienadresse. Mich zog es aber noch weiter in den Norden.

Die ganz große Liebe, die durch die Familie vom Vater meiner Kinder entstand, ist und bleibt Sylt. Hier erholte ich mich nach der Geburt meiner Tochter um Kraft zu tanken! Hier verbrachten wir auch den ersten Familienurlaub mit schwerkrankem Kind, weitere Urlaube dort sollten folgen und später verbrachte ich meine Herbstferien dort.

Sylt Weststrand Oktober 2008

9 Schweden und seine Inseln

Öland Neptuns Äcker 1982

10 Kreta

Durch meine Freundin aus Studententagen kam ich nach Kreta. Ganz spontan hatten wir beiden unsere Kinder und etwas Gepäck eingepackt und flogen mit einem Billigflieger los. Verspätet gestartet ging im Flugzeug der Proviant aus. Er reichte nur für die Passagiere in den ersten Reihen und ich sehe noch, wie meine Freundin entrüstet aufstand und der Stewardess die letzte Dose Bier aus der Hand riss – die tranken wir dann bei Sonnenaufgang, als wir völlig übermüdet im Süden Kretas angekommen waren und uns beinahe mit der Machete durch Gestrüpp zu ihrem Häuschen durcharbeitet hatten. Auch nach Kreta kamen wir nicht nur einmal, doch am schönsten ist und bleibt der Süden.

Chania Juli 2001

11 Spanien – Costa Brava

Und zwischendurch geht es immer wieder zum Seele baumeln lassen zu meiner anderen Freundin, die seit ihrer Pensionierung in Spanien, an der Costa Brava, lebt.

Tossa de Mar 2015

 

Dem Kind zuliebe auch mal Urlaub alles inklusive. Hat was, wenn man sich um fast gar nichts, außer dem Tauchgerödel, kümmern muss. Zudem machte es großen Spaß zusammen mit den anderen tauchenden Vereinsmitgliedern unterwegs zu sein. So kam ich auch in Länder in die ich als überzeugte Alleinreisende sonst nicht reisen würde, wie …

12 Kuba und

Kuba, Juni 2005

13 Ägypten

Abseits von den ganz großen Touristenhochburgen Hurghada und Sharm-el-Sheik sieht die Welt schon ein wenig anders aus und tagsüber auf dem Boot ging es auch die Hitze zu ertragen. Absoluter Höhepunkt wurde jedoch ein Ausflug nach Jordanien zum Weltkulturerbe Petra.

Schlucht vor Petra, Jordanien, Mai 2012

14 Adria 😀

Endlich, bloß nicht wieder und dann doch noch einmal – Tauchurlaub für den Sohn, Schnorcheln für mich. OK, ich war nur in Kroatien, genauer in Istrien, aber nee, nur nett und nicht mein Ding. Nun stelle ich auch noch fest über die letzte Reise dorthin, 2014, nicht gebloggt zu haben.

Amphitheater in Pula, Istrien 2014

15 Island

Was soll ich dazu sagen 😉 – ich werde wieder dorthin fahren. Ganz sicher. Noch sind nicht alle Bilder von der Reise in diesem Jahr gesichtet und sortiert. Kommt noch. Hier und hier gibt es Berichte der letzten Reisen.

 

Mehr Geschichten über den Sommerurlaub gibt es bei Astrid!

Bis die Tage.

Woche 30/2017

oder …

Schuljahresende und Ferienbeginn etwas anders

Zwei Ereignisse bestimmten hauptsächlich den Ablauf dieser Woche. Sie beanspruchten so viel Energie, dass die üblichen wichtigsten Geschehen in solchen Tagen in den Hintergrund rutschten – das Ende des Schuljahres und der Beginn der Sommerferien.

Mitte der Woche begann ein großes Sportereignis in Böblingen, die Partnerstadtolympiade. Dazu reiste aus Bergama (Türkei), Geleen (Niederlande), Glenrothes (GB, ähm Schottland ;-)), Krems (Österreich), Alba (Italien) und Pontoise (Frankreich) die Sportjugend an, um sich in verschiedenen Sportarten drei Tage lang zu messen. Dazu mussten einige Schulen vor dem Ferienbeginn schon (auf)geräumt und Betten in den Klassenräumen aufgebaut werden. Ich musste neben meinem Klassenzimmer auch noch meinen Kunstraum so vorbereiten, dass nicht allzuviel kaputt gehen kann. Nebenbei wurde plötzlich repariert, was das Zeug hielt, darunter auch noch Schäden auf deren Behebung schon so lange gewartet worden war, dass sich manche Kollegen nicht mehr an ihre Entstehung erinnern konnten. Aber es wurden auch Lampenabdeckungen mit Kabelbindern an den Platten der abgehängten Decke fixiert, damit ja kein Gast beim Schlafen zu Schaden kommen wird. Meine Frage, ob solche Teile nur nachts die Tendenz zum Fallen haben, da unsere Schüler tagsüber seit Jahren darunter sitzen, erhielt keine Antwort. Ich dachte nicht mehr nach, versuchte die Klasse zu beschäftigen, brachte mit ihr wertvolle Geräte und Unterlagen unter Verschluss, verließ die kabelbindenden Lampenabdeckungsfixierer und ging in den Schulgarten. Der Lohn für den Aufwand, einen Tag früher Ferienbeginn, hörte sich ganz nett an. So geht es allerdings nach den Ferien ans Zurückräumen und wirkliche Aufräumen vom Klassenzimmer. Viel lieber hätte jedoch ich den gewohnten, ganz normalen Schuljahresendwahnsinn gehabt.

Das zweite Programm soll mir wieder mehr Luft bringen und füllte die Tage mit einer Reihe an Untersuchungen und Facharztbesuchen. Nach etlichen Jahren erhöhter Infektanfälligkeit, Dauerrüsselpest und Husten scheint die Ursache wohl gefunden, bzw. präziser, wird eine Reaktionskette diagnostiziert, die mich noch eine Weile beschäftigen wird. Um das herauszufinden saß ich mich durch die etlichen Wartezimmer und Untersuchungsräume. Während andere ihre Urlaubstaschen packten plante ich mein „Reisegepäck“ für die kommende Woche, statt einer Auffrischung für die Reiseapotheke holte ich mir meinen „Proviant“ aus der Apotheke.

Was die Woche sonst noch so brachte:

Regen zum Ferienbeginn und was für eine Menge, dazu noch wenig sommerliche Temperaturen!!!

endlich die Steuererklärung fertig bekommen und auf den Weg gebracht – yeah!

ohne Zeitdruck zur Ruhe gekommen und viel spazieren gegangen, dabei fotografiert und KEINE neuen Pflanzen für das Herbarium gesammelt. Es ist genug!

wieder Spaß gehabt als ich ein wenig mit Pflanzen bzw. Pflanzenfarben experimentiert habe – ich plane so schon für meine Prüfung im Oktober

vernünftig gekocht und leckeres Liebstöckelpesto zusammengemixt. Bei den Vorbereitungen wieder eine Idee gehabt, mal sehen was daraus wird

in Schulgarten immer wieder Präsenz gezeigt, damit bei all dem Trubel auf dem Gelände nicht zu viel kaputt geht

mein Schuljahresbeginn-Geschenk aus dem Briefkasten geholt kann auch als Zielvorgabe von meinem Sommerferien-Genesungsprogramm angesehen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt muss ich fit sein! Selbst wenn ich wohl die älteste Teilnehmerin an diesem Konzert sein werde fahre ich dort hin.

Bis die Tage und geht sie in Ruhe an,

Karin

Woche 29/2017

oder …

Land unter und wieder aufgetaucht – eine Achterbahnfahrt.

Tripsdrill

Jedes Jahr stelle ich mir Mitte/Ende Juli die Frage, warum landläufig angenommen wird, dass Wochen vor den Sommerferien nichts mehr in der Schule laufen würde, außer Ausflüge, wie nach Tripsdrill.

Jedes Jahr stelle ich mir in diesen Tagen die Frage, warum so gegen Noten und dem daraus resultierenden Druck gewettert wird, und die (oft mühsam zusammengestellten) Angebote für SchülerInnen nach Notenkonferenzen etc. als Pillepalle angesehen werden – gibt ja keine Noten, pfft. Kann man schon in Urlaub fahren.

Jedes Jahr sitze ich zum Schuljahresende, trotz diesem Gegenwind, mit meinen Teamkollegen zusammen um die letzten Tage des Jahres mit Schule zum „Es-lohnt-sich-hinzugehen“ zu füllen.

Jedes Jahr wünsche ich mir egal welches Noten-/Zeugnisprogramm zum Teufel und die Papierform zurück, dieses Jahr ganz besonders. Mein Kollege und ich waren fertig mit der Noteneingabe (kein Kommentar zur Anwenderfreundlichkeit dieses Ah-grr-pff 🙁 muss-wohl-sein-Teils) um dann festzustellen, dass das falsche Zeugnisformular im Programm eingegeben war. ARGGH! Alles futsch und noch einmal von vorn, Noten, bestes Fach in Sport/Musik/Kunst, plus Texteingaben, wie an teilgenommenen AGs, Streitschlichtung, SMV, … inklusive versetzt (aber bitte ohne Punkt oder sonstigem Satzzeichen nach diesem Wörtchen, weil dann nicht korrekt) … Ich. Hasse. Zeugnisse!!!

Dieses Jahr beschäftigt mich zudem meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Im Oktober ist die Abschlussprüfung. Das prüfungsrelevante Herbarium sollte vorab schon einmal vorgelegt worden sein. Noch fehlen die Pflanzenbeschreibungen, aber die Pflanzen in den Ordnern sind fertig und als korrekt beschriftet abgesegnet. Eine Hürde ist überwunden.

Donnerstagabend hatte ich, zurück von einem verregnetem Ausflug mit meiner Klasse, dann noch ein krankes Kater-Onkelchen. Eine knappe Stunde suchte ich Chewbacca in meiner Wohnung bis er von alleine aus irgendeinem Versteck auftauchte. Normalerweise ein Schwätzer schaute er mich tonlos an, um sich danach, alle Viere von sich streckend, Pfoten grätschend und rutschend, abzulegen – sieben Kilo schlaffer Kater, den ich tags drauf mit schmerzenden Muskeln zum Tierarzt schleppte.  Nicht gut, aber inzwischen sind wir beide auf dem Weg der Besserung.

Für mich bedeutete alles zusammen, in der Summe, eine Reihe von Nachtschichten, aber auch tolle Ergebnisse aus einem Projekt meiner Schüler. Leider, leider, leider ohne verwertbare Fotos entstanden richtig tolle Boote aus „Müll“! Vielleicht schaffen wir es in den allerletzten Schultagen noch zu unverwackelten Fotos. Das regenbogenfarbige Testgebiet, ein aufblasbares Kinderplanschbecken, steht so lange noch im Schulgarten. 😉

Leider planschte es diese Woche auch reichlich von oben und wir mussten feststellen, dass im Schulgarten weiter geklaut wird. Von den schwarzen Johannisbeeren konnten wir nichts ernten und nun „verschwinden“ die Brombeeren.

 

Bis die Tage!

 

Woche 28/2017

oder …

Unrund!

Die Woche fing so gut an um dann zur Wochenmitte ins Stolpern mit gruseligem Ende zu kommen.

Im Schul-Garten

… können die ersten Gurken geerntet werden. Richtig lecker ist die allgemeine Meinung. Leider müssen wir auch bemerken, wie plötzlich die paar wenigen schwarzen Johannisbeeren verschwinden, bevor sie im Essig landen konnten. Auch die ersten reifen Brombeeren wurden „fremd geerntet“. Wirklich schade.

Ins Glas

… landete am Ende dieser Woche das meiste Obst bevor es ungenießbar wurde. Ich bin und bleibe eine Gemüseesserin. Obst mag ich nur, wenn es geschält und portioniert vor mir liegt, nicht zu sauer ist und auch nicht zu süß. Vielleicht mag ich deshalb Erdbeeren und Aprikosen. Ich hatte es morgens nicht geschafft mir eine Ladung Obst für die Pausen zusammenzustellen. Nun schauten mich nicht nur die Äpfel mit braunen Augen an. Es sollte ein gesundes Wochenende werden, mit mindestens einem Smoothie am Tag. Freitag ging es mit Apfel, Wassermelone und Johannisbeeren an den Start.

In den Armen

… hat sich über Nacht die Fibromylagie mit Schmerzen zurück gemeldet. Ich habe auch so gewusst, dass ich seit dem letzten Urlaub zu wenig Bewegung, wie Entspannung hatte. Deshalb wollte ich mir am Wochenende gemütliches Nähen gönnen.

Im Eimer

… versenkt lag durch eine dumme Bewegung das Handy. Für ein paar Tage liegt mobil Telefonieren auf Eis bzw. gilt iphone on in rice!

In und ran an die Stoffe

… ging es dann doch am Freitagabend, sehr zur Freude vom kleinen Katerchen. Er liebt Stoffe in allen Farben, Hauptsache er kann sich darunter verstecken oder in sie einkuscheln.

In die Motten

… schaute ich fassungslos! Auf der Suche nach Applizier-Vlieseline griff ich ins Grauen, im Fach mit meiner Schwimm- und Schnorchelausrüstung. Vor Wochen hatte ich einen Bericht im Fernsehen verfolgt, der Motten zeigte, die sich durch Kunststoff gefressen hatten. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich mit meiner Lieblings-Fleecejacke gemacht, die auch die Motten lieb gewonnen hatten; so lieb, dass mir die Trennung nicht mehr schwer gefallen ist. Jetzt schaute ich auf ein Mottenlager in einem Neopren-Anzug! Yuck!! Der Sonntag ist gelaufen – Schmerztablette rein und ran an den Dreck.

 

Mir ist die Lust auf’s Nähen vergangen.

 

Später wurde doch noch etwas aus den bereit gelegten Stoffen – ohne Muster, ohne Schablone geht es weiter mit der Babydecke.

 

Ich wünsche eine schöne Woche.

 

12 von 12 im Juli 2017

und …

Wochenmitte auf dem Weg zum Schuljahresende

Vor einem Monat war ich so weit fort, an einem meiner Seelenorte. Jetzt stecke ich wieder mitten im Schulleben und es ist ein typisch, untypischer Schultag.

1 Aufstehen, den Wecker verteufelt und meine Kater beneidet. Angus legte sich nach Frühstück und Onkeljagd erst einmal wieder hin. Beneidenswert.

2 Auf dem Schulweg das Grün genossen und bemerkt, dass ich vergessen hatte ein wichtiges Medikament einzunehmen. Zum Teufel aber auch! Dafür entdeckte ich, ganz versteckt, die sich vom Abmähen erholende Himbeere! Wie schön!! Jetzt ist das Sortenschild nicht mehr so allein.

3 Der Schultag begann mit Vertretungsstunden, die ich bei den 7ern als Informationsstunden für das Wahlpflichtfach Natur und Technik nutzte, denn sie mussten sich heute endgültig für eins von drei Wahlpflichtfächern für die nächsten zwei Schuljahre entscheiden. Dabei machte ich gleich auch ein wenig Werbung für die Mitarbeit im Schulgarten.

4 Die anschließenden Vertretungsstunden in meiner Klasse waren mir sehr willkommen. In der Zeit konnte ich, auch wieder im Rahmen von Natur und Technik bzw. für den Schulgarten, mit den SchülerInnen einiges reparieren und fertigstellen. Vielleicht wird die rot gestrichene Sitzbank doch noch vor den Ferien fertig. Die Farbe probierten wir schon einmal am neuen Gartenschild aus und sie gefiel!

5 Neue Namensschilder für die Pflanzen her- und aufgestellt, dazu noch schnell gegossen, bevor der Regen anfing, der hier kommt.

6 Immer wieder schöne Momente, wenn Schüler nach der Entdeckung von Krabbeltieren oder anderem aufgeregt rufen: „Frau Be, da ist was!“

7 Spätes Mittagessen, Tomate-Mozzarella-Salat mit eigenem Basilikum. Als letzten Pfiff verwendete ich heute noch ein wenig gemörserten Samen der Knoblauchsrauke, die ich letzte Woche geerntet bzw. gesammelt hatte. Die Körnchen schmecken leicht scharf und senfig, unter anderem durch die Senfölglykoside, weshalb ich sie gerne als Pfefferersatz nutze. Außerdem ist Knoblauchsrauke entzündungshemmend und gut gegen Husten, wie Bronchitis, also passt sie in mein Ernährungsprogramm (hier mehr zur Knoblauchsrauke).

8 Haushalt. Während ich den Balkon fegte entdeckte ich drei Blütenstände an meiner Hauswurz.

9 Als Belohnung wollte ich eigentlich in einen Gartencenter fahren, den ich noch nicht kenne, aber wert für einen Besuch sein soll. Im Auto erschreckte mich das Navigationssystem mit der errechneten Fahrzeit. Über drei Stunden für 35 km! Nee, das tat ich mir dann doch nicht an und besuchte die Lieblings-Gärtnerei um die Ecke.

 

10 Meinen Erdbeeressig-Ansatz mit klarem und naturtrüben Essig gewegt. Wie bei den beiden Versuchen mit einem Rezept für Johannisbeerlikör begeistert mich die entstehende Farbe. Auch beim Kräuterbitter passt sich der verwendete Alkohol farblich langsam den Zusätzen an. Ich bin gespannt!

11 Hausaufgaben. Noten ausrechnen liegt an; alle (Halb-)Jahre wieder.

12 Endlich. Ich kann mich an das Stoff-Regal ranmachen! Das erste Patchwork dieses Jahres wird eine Babydecke werden. Im Kopf ist das Stück schon fertig und ich schenke mir den Umweg über einen Entwurf auf Papier. Ich will JETZT ;-)!

 

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

 

Woche 27/2017 – Mein Herbarium entsteht

und …

Pflanzenkunde rund um die Uhr

Als Untertitel hatte ich „Under Pressure“ geplant, denn seit Tagen sitze ich daran all die gesammelten Pflanzen und Pflanzenteile, die ich seit dem Beginn meiner Ausbildung zur Kräuterpädagin im September 2016 zusammengetragen habe, in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Ich muss zur Prüfung im Oktober 2017 ein Herbarium vorlegen (hätte ich doch bloß nicht für den Link hier auf Wikipedia vorbeigeschaut!) und sitze seit Tagen, bzw. Nächten, daran die Menge an gesammelten Pflanzenteilen zu laminieren, zu beschriften, zu sortieren, abzuheften, umzusortieren, wieder rauszunehmen, neu zu sortieren, … arghh!

Dazu bekam ich Dienstagabend die Aufgabe meine Klasse, die sich Dienstagmorgen am Bahnhof für einen Ausflug einfinden sollte, einzusammeln um sie in Anschluss mit ein paar Stunden Unterricht zu versorgen.

Auf dem (Fuß-)weg zum Bahnhof – Auto ist keine gute Idee morgens in dieser Stadt – hatte ich meine Unterrichtsvorbereitung zuhause gelassen. Ich wohne gleich neben der Schule und wollte den ganzen Kladderadatsch nicht 20 Minuten in eine Richtung und dann, mit einem meuterndem Haufen, mindestens 30 Minuten zurück schleppen. Dieses Gepäck wollte ich mit einem kleinen Abstecher, Klopause für die kids vor Ort, nach der Ankunft abholen. Brauchte ich aber nicht.

Unterwegs zum Bahnhof ging mir durch den Kopf, wie oft ich diese Strecke 2016, nach meinem Armbruch, gelaufen bin. Mir war in diesen Wochen aufgefallen wie viele Pflanzen entlang der Wege, auf den Brachflächen und entlang der Bahnstecke wuchsen, ohne ihre Namen zu kennen. Das sah dieses Mal ganz anders aus! Woohooo!! Motivationsschub für die kommende schwere Aufgabe!

Bei der ersten noch nicht für das Herbarium gesammelten Pflanze fiel mir auf, dass ich tatsächlich ohne Plastiktüte in der Hosentasche unterwegs war. Seit dem Beginn der Ausbildung fehlte diese als Ausrüstung NIE, doch ich hatte am Wochenende zuvor geschlossen gehabt: Schluss, und alles Tütenmaterial zum Pflanzen sammeln weggepackt. Hmm, es fiel schwer vorbeizugehen. Bei der zweiten Pflanze grummelte es in mir, bei der dritten kam mir die Idee und danach zählte ich rechts und links nur noch die verschiedenen Pflanzen. Ich zählte 24. Danach zählte ich meine Schülerzahl im Gedanken durch, 21, passt, YES! Die zuhause liegende Unterrichtsvorbereitung benötigte ich nicht mehr.

Wie erwartet war meine Klasse nicht erfreut, als ich ihnen um 8:00 Uhr am Bahnhof das Ende des Ausflugs verkündete. Die Begeisterung, nun gemeinsam in die Schule zu gehen, hielt sich in Grenzen, denn dienstags haben sie in der Regel erst um 9:30 Uhr Schule. Mein Ziel war es alle, gemeinsam, zurück zu bringen, ohne Stress, mit einer Aufgabe. Die hatte ich mit zwei hübschen, blühenden, duftenden Hilfsmitteln in der Hand dabei.

 

Pflanzenkunde in den Schulalltag umgesetzt!

Meine Ansage: Ich habe 24 verschiedene Pflanzen von hier bis zur Schule gezählt. Das bekommt ihr doch auch hin! Schaut euch an was da wächst, beobachtet, vergleicht, sprecht miteinander!

Alle SchülerInnen hatten die Aufgabe unterwegs eine blühende Pflanze zu sammeln (ohne in Gärten einzusteigen). Jede/r sollte eine andere Pflanze haben. Um das zu gewährleisten machte es Sinn, dass alle zusammen blieben, damit die neue Fundsache verglichen werden konnte!

Der Anfang war schwer, denn die fixen aus der Klasse fackelten nicht lange und rissen ab, was da so da gerade so neben ihnen wuchs. Blöd nur, dass von fünf Pflänzchen vier die gleichen waren. Die vier mussten sich entscheiden, wer diese Pflanze/n weiter tragen durfte. Schülerin fünf hatte Glück und ich auch, denn der Rest der Klasse hatte verstanden wie das Spiel geht.

An der Schule angekommen hatten wir sogar 28 verschiedene Pflanzen gesammelt!

Aufgabe 2: Bestimme deine gefunde Pflanze. Nutze die Schülerbücherei und das Internet.

Tatsächlich konnten in der verfügbaren Zeit 21 von den 28 Pflanzen bestimmt werden. Dabei gab es viele „ahhs“ und „ohhs“. Beim Jakobs-Kreuzkraut hingen dann etliche SchülerInnen an einem Computer: „Boah, wie ist das schlimm!“.

Aufgabe 3: Presse deine gesammelte Pflanze! Lege deine gesammelten Informationen dazu!

 

Es macht wirklich richtig Sinn Pflanzen beim Pressen so viel wie möglich Informationen mitzugeben. Nach zwei Wochen Trocknungszeit weiß niemand mehr so richtig wo und wann dieses Exemplar gesammelt wurde, da sich nicht nur die Farben der Blüten verändert haben. Das wollte ich bei meiner Klasse verhindern. Erfahrung halt.

Nicht immer ordentlich vor dem Pressen beschriftet, gibt mir das eine oder andere Pflänzchen meiner Sammlung eine Rätselaufgabe auf, für die ich zum Lösen eigentlich keine Zeit habe. Wer jedoch schon einmal Pflanzen gepresst hat, der weiß mit welch einem Aufwand das verbunden ist. Und wenn dann solch ein Exemplar ohne Beschriftung auch noch richtig hübsch ist will man ich auf jeden Fall wissen was das nun ist. Arbeit, die ich mir hätte ersparen können.

Doch nun ist der Grundstock meines Herbariums fertig. Es fehlen nur noch 30 inhaltliche Ausarbeitungen. Nur! Plus einer Hausaufgabe. Ich habe dummerweise das Heidekraut gezogen. Das wächst nicht um die Ecke, findet sich deshalb auch nicht in meinem „Musterbuch“ und wieder ist Kreativität in der Grübelei gefragt.

 

Katerchens mopstens ich einiges in dieser Woche, es war ihnen zu warm und überhaupt … – Angus liebte den noch feuchten Wassereimer nach dem Gießen.

Chewie belagerte lieber meinen PC oder andere Arbeitsplätze und schaffte es tatsächlich auch einmal ohne Knurren viele Mußeminuten mit seinem Neffen auszuhalten!

 

Pflanzen- und Kräuterkunde in der Küche

Frischen Estragon zu Kräutersalz verarbeitet und dann noch Erdbeer-Essig angesetzt. Jeden Tag freue ich mich über die Veränderung im Essig-Glas, wie sich der Frühsommer für den Herbst- und Wintergenuss konserviert!

 

Pflanzen- und Kräuterkunde beim Arzt

Nee, nicht Heilpraktiker oder sonstwie, ganz konservativ. Ich sitze mich wieder durch eine Reihe an Wartezimmern von Fachärzten. Es ist Sommer und ich schnupfe und huste weiter, zwar nicht in dem Ausmaß wie zwischen November und März, aber eben doch schnief, schnupf, schneuz, hust.

Erstes Ergebnis: Einmal Allergiker, bleibt Allergiker. Nach zwanzig Jahre ohne Beschwerden habe ich wieder ein Ganzjahresgebinde zusammen.

Das zweite Ergebnis hat zwar nichts mit Kräutern etc. zu tun, aber schickt mich in meinen Sommerferien ins Krankenhaus.

Hauptsache durchatmen zu können!

 

Pflanzen und Kräuter aus dem Schulgarten

Mädesüß geerntet und Samen der Knoblauchsrauke. Die Wildhummeln tummeln sich an den Zwiebelblüten.

 

 

Und ganz am Ende der Woche mein Konzept vom Herbarium noch einmal umgeschmissen und zum Sammeln in die Wiese gegangen. Dabei wollte ich nicht mehr mit Sammeln, Pressen etc. anfangen. Aber Angus freute sich!

 

Jetzt habe ich den unfertigen Mittwochs-Blogpost doch noch mit in den Wochenrückblick zusammengemischt bekommen. 😉

 

Was mich sonst noch bewegte:

die Tatsache, dass Deniz Yücel immer noch in Haft sitzt, ohne Anklageschrift

die Aktion mit den 100o grauen Gestalten in Hamburg

die furchtbare Aggression einiger Gruppierungen während des G20-Gipfels in Hamburg

und ein Zitat, das ich leider nur am Rande beim Radiohören mitbekam, SWR3 am Freitagabend, zum Thema Tattoos: „… es würde ja auch niemand einen Aufkleber auf  seinem Bentley anbringen …“

 

Bis die Tage!