Woche 15/2018

oder …

Es ist Frühling, hurra!

 

 

Ein paar Sonnenstrahlen, dazu zweistellige Temperaturen und fertig ist das Rezept für den Frühlingsanfang! Yeah!! Letzten Sonntag war ein Hauch zu erahnen gewesen, dass die Bäume ihre frischen Blätter öffnen möchten. Keine Ahnung welche Komponente fehlte, die dann am Mittwoch vorhanden war, um es grünen zu lassen! Yeah Yeah!!

Spitzahorn

 

Jetzt ist, gefühlt, wirklich Frühlingsanfang und es ging, so oft es mir möglich war, in irgendeinen Garten. So schwer es fiel, nicht jedes angezogene Pflänzchen ist schon bereit für den Auszug ins Freie!

Salatgurke

 

Trubel und Frühlingsgefühle herrschten ebenso am Katzenkino, bzw. den Futterhäusern. Kaum zu glauben, der Eichelhäher ließ sich wiederholt vom zwei Köpfe kleinerem Papa Amsel vertreiben! Neuer Gast ist dafür einmal wieder der Kernbeißer, der sich ziemlich rüde gegenüber der ansässigen Spatzenschar verhält.

 

Wenn Erich kommt sind dann alle weg!

 

Spätestens in diesem Frühjahr fällt mir auf, wie sich meine (Einkauf-)Vorlieben im Laufe der Jahre verändert haben, vor allem wenn es mir nicht so gut geht. Früher stöberte ich zuerst in Buchläden und Büchereien, besuchte danach ein Blumengeschäft, um mir einen Strauß binden zu lassen, und vergrub mich anschließend zuhause mit meinen frisch erworbenen Schätzen auf dem Sofa. Aktuell zieht es mich in Frustsituationen zuerst in Baumärkte und Gärtnereien, und hinterher an die Werkbank oder in die Beete. Alternativ ist ein Spaziergang im Schönbuch mindestens ebenso schön und vor allem kostengünstiger.

Löwenzahn und Gundermann

 

Zum Ende der Woche kehrten zwei meiner weit gereisten Familienmitglieder zurück. Der verdrückte Snack, der 12 Stunden Reise überlebt hat, war es wert hier zu präsentieren.

Das waren die leckersten, umgerechneten, 99 Eurocent, die ich je genießen konnte! Kein Burger kann da mithalten, wirklich!!

Onigiri mit Thunfisch

 

Glücklich war ich über einen Einsatz einer Fundsache meiner Aufräumarbeiten während der Osterferien. Die Ausschneidevorlagen „one of a kind“ hatte ich vor ca. 30 Jahren für 75 pennies, somewhere around London, bei einer Patchwork-Ausstellung gekauft. Endlich ausgeschnitten bekommen mit diesen Vorlagen meine gesammelten Stoffabschnitte der letzten Jahre wieder Form für neue Projekte.

 

Noch glücklicher war ich, als ich die vor einer Woche abgegebene Rebschere, so gut wie möglich neu geschliffen, von unserem hiesigen Messerschmied abholte. Vor vierzig Jahren bekam ich diese Schere von meinem späteren Schwiegervater geschenkt, der sie bis zu seinem Tod regelmäßig pflegte und schleifen ließ. Übersetzt heißt das die letzten zwanzig Jahre benutzt, Wind und Wetter ausgesetzt und durch viele Hände gegangen = total versifft. Doch diese Schere hat jede Menge Billigscheren, die ich für die Schule in diesen Jahren besorgt habe, überlebt. Für die 15 Euro, die ich für Schliff und Reparatur nun bezahlt habe, hätte ich eine neue Schere kaufen können – aber NICHT diese, die mich so viele Jahre begleitet hat!

Das war die eine Seite dieser Woche, die erfreuliche, mitteilenswerte. Der Rest soll bitte ganz schnell aus meinen Gedanken verschwinden!

 

Bis die Tage,

Karin

5 Responses

  1. Ja, es ändert sich viel mit dem Älterwerden! Es wird einem auch bewusst, wie viel man angesammelt hat, dass nun nicht mehr, gehegt, gepflegt oder genutzt werden kann wie früher und zur Last wird.
    Einen nahen Wald hätte ich gerne…
    LG
    Astrid
    Übrigens existiert hier auch noch so ein altes Modell vom Vater. Doch wo ist der nötige Fachmann?

    1. Ich bin mir ganz sicher, dass du einen Fachmann für die Schere deines Vaters finden kannst. Köln ist ja ein Ticken größer, als meine Stadt. Googel doch mal. Wenn es meinen alten Messerschmied nicht mehr geben wird muss ich auch diesen Weg gehen. Nächste Woche darf er meine Schneiderschere schärfen (auch ein Geschenk von Ex-Schwiegerpapa, die deutlich besser gepflegt ist, als das Gartenmodell).
      Viele Grüße,
      Karin

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