oder …

Woche #2 der Osterferien

Wie vom Wind verweht sind die zwei Ferienwochen rund um Ostern vergangen. Um zwei Ferientage tu ich mir selbst etwas leid. Ich wartete vergeblich auf ein angekündigtes Paket, das an meine Adresse umgeleitet worden war. So etwas biete ich nie wieder an! Schließlich landete das verflixte Teil ganz woanders. Hmpf. Ich fühlte mich in etwa so, wie dieser junge Mann 😉 …

Statt etwas zu unternehmen, was sich wirklich wie Ferien anfühlt, mistete ich diverse Schränke aus. Doch auch wenn ich mich von jeder Menge getrennt habe, die Schränke ordentlich aufgeräumt wurden, blieben zwei Haufen übrig, die sich irgendwie nicht einräumen lassen wollen. Da ist das halb fertig genähte Kleid, ein angefangenes Strickwerk, eine Bluse von der ich vor Ewigkeiten den Schnitt kopieren wollte, … . Wenn ich diese Dinge wieder einräume vergesse ich sie dort garantiert wieder. Eigentlich gehört das Zeug weg und normalerweise trenne ich mich ohne große Probleme von solchen Restposten. Doch ab und an bleibt so ein Ladenhüterhaufen liegen, in der Hoffnung er erledigt sich von selbst oder tritt sich fest. Kennt ihr das auch?

Donnerstag begannen die Frühjahrsmessen in Stuttgart und ich ging gleich am Eröffnungstag hin. Neben der Kreativ verteilten sich in neun Hallen eine ganze Reihe anderer interessanter Messen. Bei den Ständen der Mineralien, Fossilien, Schmuck muss ich meinen Geldbeutel immer ganz tief in der Tasche versenken. Publikumsmagnet ist die Slow Food Messe – Markt des guten Geschmacks. Bei all den tollen Angeboten zum Probieren und Kaufen entschied ich mich für die schlechtesten Kartoffeln mit Quark, die ich je gegessen habe. Wäre ich doch bei meinem üblichen Proviant, Apfel und Ei, geblieben. Yuck!

Die Kreativ enttäuschte mich ein wenig, oder anders ausgedrückt, ich wurde mit meinen Interessen dieses Mal dort nicht wirklich fündig. So hatte ich mehr Zeit für die Halle mit Garten outdoor und ambiente. Vieles entspricht nicht meinem Stil und ich stellte mir immer wieder die Frage, wie das eine oder andere nach ein paar Jahren, Wind und Wetter ausgesetzt, aussehen wird. Mir gefielen einfach die vielen neuen Ideen Gärten einzurichten.  Ich lief aus dieser Ausstellung nur mit ein paar Samentütchen aus der Hand heraus ;-).

Lohnenswert fand ich die Ausstellung FAIR HANDELN. Nachhaltigkeit ist inzwischen in den Unterrichtsfächern der Schulen verankert, nur nicht in den Köpfen vieler angekommen.

Neugierig machte zum Beispiel der Stand ifixit. Dort wurden nicht nur Tipps zum Reparieren von Elektrogegenstände gegeben. Zuzusehen, wie zum Beispiel ein Toaster repariert wurde ließ einige Messebesucher stehen bleiben.

 

Einen echten Urlaubstag, der sich wie Ferien anfühlte, gab es dann zum Abschluss. Es ging für einen Tag ein paar Stunden raus aus dem Ländle. Über ganz viele Nebenstrecken brachte ich meine Mutter ins Allgäu in eine Seniorenfreizeit.

Wenn schon, denn schon dachte ich mir und gestaltete die Rückreise mit einer Reihe kleiner Umwege, vorbei an Ortschaften mit witzigen Namen zuerst ans schwäbische Meer, nach Lindau.

Den Sonnenuntergang wollte ich, wieder in Ba-Wü, am Federsee erleben. Den verpasste ich zwar ganz knapp, doch die Ruhe am See war herrlich! Wobei Ruhe anders definiert werden muss. So viele unbekannte, laute Tiergeräusche habe ich schon lange nicht mehr gehört! Das laute Platschen eines Biebers, der vor mir ins Wasser sprang, war ein völlig neues Erlebnis.

 

 

 

Bis die Tage (nächste Woche ist wieder der 12te!),

Karin

 

Nachtrag:

In dieser Woche jährte sich die Scheidung vom Vater meiner Kinder zum zwanzigsten Mal. Wie die Zeit vergeht!

 

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8. April 2018

Kommentare

Ja, so ist das manchmal mit den Ferien, dass man sie nutzt, aber für die Dinge, die man lieber im Alltag untergebracht hätte. Immerhin: Die Ausflugsfotos sprechen doch von (Ferien- ) Mehrwert.
Dran denken: Morgen nicht von null auf hundert beschleunigen! Dann ist die Erholung nämlich schon am Samstag hinüber!
Ich muss ab nächste Woche auch so einiges „aufräumen“…
Alles Liebe!
Astrid

Ich gebe meiner Erholung maximal drei Tage bis sie im Schulalltag verpufft ist. Der ganz reale Alltag sieht Prüfungsvorbereitung für zwei 9er-Klassen vor, die in Woche 16 für die Werkrealschule beginnen.
Erfolgreicheres Haushalts-Tetris wünscht dir
mit vielen Grüßen,
Karin

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