Woche 37/2017 und das neue Schuljahr hat begonnen

oder …

Rote Fahnen als Begleiter der Woche

Die erste Schulwoche ist vorbei und schon am Freitag hätte ich einen Kran als Aufstehhilfe benötigt! Schulbeginn und die letzten Wochen vor der Bundestagswahl machten platt, obwohl ich, immer noch nicht ganz fit, nicht bei jeder Aktion meiner Partei zum Mitmachen den Finger hob. Der Kalender ist voller Termine und ich habe immer noch nicht begonnen für meine Prüfung zu lernen. Aber am Dienstag war Dabeisein eine gern gemachte Pflichtsache – Martin Schulz sprach in Böblingen auf dem Marktplatz. (Hier ein Link zu seiner Rede.) Zum Glück begann der Regen erst nach der Veranstaltung und Pöbeleien blieben bis auf eine aus.

Dienstag, bei 12 von 12 im September, berichtete ich ja schon über den normalen Schulalltag. Unglaublich wie schnell der Alltag mich wieder eingeholt hat, doch zum Abschluss gab es etwas Besonderes.

Freitag nach Schulschluss setzte ich mich ins Auto um nach Baden-Baden zu fahren, zum NewPop-Festival, mit einem Ticket für das Konzert der isländischen Band Kaleo in der Tasche. Mit dabei die beiden CDs der Band, die, immer hübsch abwechselnd, auf der Fahrt durchgedudelt wurden. Hach! Doch was für eine Fahrt! Der Navi schickte mich nicht über die Autobahnen A81, A8 und A5 nach Baden-Baden, sondern quer durch die Pampa aka Schwarzwald! Vernünftige Entscheidung an einem Freitagnachmittag, wer die Straßensituation im Raum Stuttgart und Karlsruhe kennt. Aber hallo, der digitale Wegbegleiter zeigte eine überraschend gute Ortskenntnis und Vorliebe für Schleichwege (Einspruch: Nur auf dem Hinweg!), so dass ich durch die schmalen, etwas unebenen Straßen ein ganz klein wenig an Island erinnert wurde.

In Baden-Baden angekommen war unüberhörbar Musik in und an allen Ecken der Innenstadt. Direkt neben meinem Hotel spielte eine Folk-Band unter freiem Himmel. In der anderen Richtung konnte man über Boxen ein Konzert von werweißwoher mitverfolgen. Rote Teppiche lagen hier und dort auf den Fußwegen. Dort ein Plakat oder ein Leuchtkasten, auf der anderen Straßenseite ein Geschäft geöffnet zum Late-Night-Shopping und vorbei an der Großbaustelle (wo wird eigentlich nicht gebaut?) am Leopoldsplatz musste ich nur dem Besucherstrom folgen. Wo sonst Kurgäste vor dem Kurhaus flanieren breitete sich das Festival-Gelände aus. Musik und Menschen, Bühnen und Bands, … . Kaleo spielte erst um 23:00 Uhr und, was soll ich sagen, das Warten lohnte sich. (Hier ein Ausschnitt des Konzerts.)

Der Tag danach, nach einem leckeren, ausgiebigen Frühstück – ich durfte glücklicherweise das Auto in der Hotelgarage stehen lassen – machte ich mich auf zur Stadtbesichtigung. Schon auf dem ersten Blick wusste ich, eine Übernachtung war zu wenig geplant für diesen Ort. Baden-Baden! Logisch! Auch ohne NewPop-Festival, oder gerade ohne Festival-Rummel, zeigte sich an fast jeder Ecke die mondäne Vergangenheit und Gegenwart. Es lohnte sich ein Spaziergang durch den Kurgarten, ausgehend von der Trinkhalle mit der Touristeninformation in den frühen Morgenstunden. Plantschen in einer der Thermen, wie die Besichtigung der Ruinen der römischen Soldatentherme hob ich mir für ein anderes Mal auf. Mein Plan führte mich vor meiner Rückfahrt nachhause ins Museum Frieder Burda und die Staatliche Kunsthalle. Das war eine sehr gute Entscheidung!

Bis zum 15.10.2017 ist in der Kunsthalle noch DISTANT tantamount MOUNTAIN von Liang Shuo zu sehen und im Museum Frieder Burda Lightboxes von Rodney Graham bis zum zum 26. November 2017.

Mein Tipp: Anschauen!! Und vor allem bei Rodney Graham lohnen sich die 4,- € für den Audiobegleiter.

Ich werde in einem Blogpost über die beiden Ausstellungen berichten.

 

 

Ganz zum Schluss noch ein Nachtrag zu 12 von 12 im September, bezüglich der Baustelle, die auch Fußgänger – allen voran unsere Schüler – betrifft. Den riesigen Umweg ließen sich vor allem die Schüler meiner Schule nicht lange gefallen. Schon am dritten Tag nach Schulbeginn hatten sie sich entlang des Bauzauns einen Weg getrampelt, während die Schulleiter der betroffenen Schulen Rabatz bei den Verantwortlichen der Stadt und der Schönbuchbahn machten und die noch überlegten eine Holzbrückenkonstruktion in Auftrag zu geben. Am vierten Tag wurde der Trampelpfad professionell ausgebaut und so was von sofort angenommen. Geht doch! 😀

vorher …
nachher …

 

Das war mein Wochenbericht mit Mut zur Lücke. Draußen regnet es jetzt zum dritten Mal an diesem Sonntag wie aus Kübeln. Was bin ich froh meinen Baustellenrundgang schon früh am Morgen erledigt zu haben. Morgen geht es in die nächste Arbeitswoche. Lasst es euch gut gehen!

 

Bis die Tage,

Karin

 

3 Responses

  1. Ich nutze noch immer Karten anstatt Navi (hab das schließlich studiert). Das Festival verfolge ich gern am Radio, wirklich gut. Verrückt, dass keiner an die Schüler bei dieser Baustelle dachte…
    Liebe Grüße
    Andrea

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