12 von 12 im September 2017

oder …

Der zweite Schultag nach den Sommerferien

Keine positiven Gefühle wenn sich der Wecker meldet. Zwei Gründe:

  • es fühlt sich herbstlich an mit den kürzer werdenden Tagen und
  • 5:50 Uhr ist wieder Dunkel-Zeit zum Aufstehen

Zwei Fakten:

  • Ich werde nie ein munterer früher Vogel!
  • Ich hasse Wecker! – Ich glaube, ich wiederhole mich mit dieser Aussage!

1 Den ersten Tee gibt es nach Ferienende wieder im Pott und mit Beutelware, dunkelschwarz, stark, leicht gesüßt, mit Milch, denn es muss schnell gehen

2 Eine Runde Therapie zum Durchatmen bevor ich im Bad in den Spiegel schaue, ohne Brille, und ich erinnere mich an eine Aussage von Jerry Hall in diesem Interview von 2014:

… „Jerry added: “I just can’t see very well now so when I look in the mirror, I think I look OK. I never put my glasses on to look in the mirror.“

Ich stimme ihr nach wie vor zu – meine Brille hat morgens Besuchsverbot im Bad, obwohl ich kurz nach dem Aufstehen auch mit Sehhilfe nicht fähig bin scharf zu sehen. Es braucht seine Zeit bis sich meine Augendeckel öffnen. Zum Glück geht Zähneputzen im Dunkelzustand bis sich die Lider von alleine heben, mit dem Glücksmoment im ersten trüben Licht:

„Männo, cool, total faltenfrei!“ 😀

3 Die Brotdose gerichtet und sie aus Zeitnot nur mit Notfallfutter gefüllt. Voll öko, no plastics, alles bio … in den Grundbestandteilen ein gesundes Schulfrühstück und vor Ort gleich rückfällig geworden. KEKSeee! Wieso eigentlich? Ich bin so überhaupt nicht auf Süßes konditioniert, doch kaum in der Schule kommt es über mich.

4 Schulweg im Schülerpulk, denn fast alle kommen durch all die Baustellen selbst als Fußgänger nicht mehr direkt zur Schule. Egal aus welcher Richtung kommend müssen alle Umwege in Kauf nehmen und laufen jetzt meinen Weg. Die Schüler meiner Schule und der Realschule laufen in eine Richtung, die zum Gymnasium in die entgegengesetzte und alles auf einem schmalen Gehweg einer Seitenstraße – gefällt mir gar nicht. Ich nehme mir vor in Zukunft früher aufzustehen und noch früher loszulaufen.

5 Vormittagsunterricht erst mal in der eigenen Klasse – zwischen 14 und 16 Jahren wachsen sie enorm in den Ferien und vorher meine Kleinen füllen als 9er jetzt das Klassenzimmer gewaltig aus, in Masse und, sorry, Ausdünstungen.

6 Es gibt Englisch in den ersten beiden Stunden. Smalltalk about holidays und dann geht es mit dem Buch weiter:

7 Die Baustelle vor den Fenstern ist ein Graus! Störungsfreier Unterricht hört sich anders an.

8 Kunst gibt es nicht wie geplant in der Parallelklasse,  sondern in meiner. Die ersten Vertretungsstunden im neuen Schuljahr und sie machte uns allen Spaß: „Spiel mit grafischen Elementen“, ein Grafikprojekt, das im Laufe des Schuljahres weitergeführt werden wird.

Von den letzten beiden Stunden des Vormittags gibt es leider kein Bild. Wirklich schade Zurück in meiner Klasse für zwei Stunden MNT, Materie-Natur-Technik, einer sinnvollen Fächerkombination für Haupt-, bzw. Werkrealschulen, die in Ba-Wü nun wieder in Biologie, Chemie und Physik aufgedröselt wird. Sehr, sehr schade.

Knappe Mittagspause, die ich für Therapien genutzt mit der Grippeschutzimpfung abgeschlossen habe: Widerstand gegen „The first contact“ von all den Mitbringseln aus aller Herren Länder.

9 Zuhause überrasche ich das Eichhörnchen im Vogelrestaurant aka Katzenkino, per Handy unscharf eingefangen, natürlich.

10 Wie das Eichhörnchen muss ich feststellen, die Gästeräume sind leergefuttert und wie sauber ausgefegt! Sechs Stunden nach dem Auffüllen!!

11 Luxus gegönnt. Friseur mit allem drum und dran. Tochter sagt immer: „Mutti, Du hast keine Haare, sondern Federn!“ und das ist auch so, echt! Immer fusselig, flusig, egal wie geschnitten und föhnen ist vergeudete Liebesmüh‘. Aber diesen Sommer gingen so wenig bleichende Sonnenstrahlen über das Gefussel auf meinem Kopf, dass sich meine ursprüngliche Haarfarbe in die Haarspitzen verflüchtigte und sich ein Straßenköterblond breit machen konnte. Nee, geht nicht. Einmal hole ich mir das „alte“ Blond zurück, bevor das Grau dazwischen den Straßenköter von alleine aufhellt.

So, die Haare sind wieder schön. Und wieder, immer noch, bzw. schon wieder so lang wie auf dem Bild im Hintergrund

12 Kater getröstet. Nach Wochen selten lange alleine zuhaus‘ mochten sie die ersten Tage mit vielen Stunden ohne mich gar nicht so gerne.

Der normale Alltag ist wieder in da!

 

Das sind meine zwölf Bilder, Geschichten, Eindrücke die ich vom zwölften Tag dieses Monats zusammengefasst habe und nun bei „Draußen nur Kännchen“ von Caro in den Pool mit ganz vielen anderen 12 von 12 – Geschichten werfe.

 

Bis die Tage,

Karin

 

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