Woche 32/2017 – die zweite Ferienwoche

oder …

Wo ist denn der Sommer hin?

Montag

Den frühen Morgen mit leeren Straßen trotz vieler Baustellen genossen. Auf einem der Böblinger Seen treiben noch die Bilder zweier Künstler, Alfredo Pucci und Annette Rappold, als Floating Pictures. Durch das bessere Wetter heute schöner in Szene gesetzt als letzte Woche und letzte Überbleibsel der Partnerstadtolympiade.

Völlig unerwartet werden heute schon die Schienen, die meine operierte Nasenscheidewand stützen, gezogen. Ich hatte meine Spül-, Tropf- und Pflegearbeit wohl richtig gut gemacht gehabt. Für fast zwei Stunden lernte ich ein tolles, freies Nasenatmungsgefühl kennen. Ich werde geduldig sein!

Hmm, Vorsätze sind dazu da gebrochen zu werden. Ich sag jetzt mal nicht, was ich gemacht habe, denn auch mit Ende 50 mag ich keine Vorhaltungen durch meine Eltern, mit meinen Kindern im Schlepptau, und die lesen hier ja mit. Nee, war nicht gut, tat mir nicht gut, ich werde mich bessern 😉 !

 

Dienstag

Den Schulgarten inspiziert, Brombeeren und Lavendel geerntet – nicht alleine! Ich hielt den Korb, dirigierte bzw. kommandierte die „Lakaien“, die brav gehorchten. Die Brombeeren werden im Tiefkühlgerät für die Schulküche gesammelt. Für den Lavendel fehlen mir noch Ideen, denn es ist mehr als ich für Essig, Kekse und Lavendelsäckchen brauche.

 

Mittwoch

Etwas Wahlkampfhilfe für die Bundestagskandidatin meiner Wahl und danach zum Arzt zur Kontrolle. Praktisch, wenn alles gleich in der Nähe ist. Frau Doktor ist sehr zufrieden, ich immer noch nicht. Ja, ich muss geduldig sein. Ja, ich ziehe das Therapieprogramm für zuhause weiter durch. Nein, ich fühle mich nicht besser oder geehrt oder sonstwas, weil ich OP und Erholung von derselben in die Schulferien gelegt habe. Mittags bin ich innerlich so etwas von auf Krawall gebürstet und möchte zum Dampf ablassen am liebsten die Wohnung umräumen, den Garten umgraben, laufen. Darf ich alles noch nicht. Alternativ könnte ich etwas Geschirr zertöppern, doch auch keine gute Idee, da ich mich zum Aufsammeln der Bruchstücke ja bücken muss. Leider habe ich wohl zu laut gedacht. Die Sensoren des jungen Wilden im grauen Pelz empfingen diese Ideen, die er spontan umsetzte. Was er die Woche an beweglichem Inventar zerlegt bekam genügt. Der Eimer ist voll – meine Nase auch, schon wieder.

Schon einmal in Bewegung schaffte es Angus auch wieder auf die andere Seite vom Katzennetz auf dem Balkon. Ich weiß nicht wie er es geschafft hat, wo das Schlupfloch ist. Es ist jedoch nicht so ganz einfach gleichzeitig Katerchen zu beruhigen und das Netz abzubauen, dass der Bursche wieder dort ist wo er sei sollte! Und was macht Onkelchen Chewie? Er schaut zu und kommentiert!

Den übrigen Lavendel in Büschel gebunden, bevor er zu sehr bröselt.

 

Donnerstag

Mein Auto in die Werkstatt zum TÜV gebracht: 17 Jahre alt, erster Motor, erstes Getriebe, … . Geputzt, mit zwei neuen Reifen, neuen Wischerblättern und neuer Plakette konnte ich es abends wieder mit Bezahlbarrechnung abholen. Yeah!

Zwischendurch brütete ich wieder an einem Beitrag zur Linkparty, zu der Astrid eingeladen hat, denn ich weiß inzwischen nicht mehr wie ich das bunte Gemenge gebacken bekomme.

Dafür bekam ich die Blogposts über die Westmännerinseln endlich für meinen Reiseblog hierundfort fertig. Die Reise war im Juni, da wurde es aber auch Zeit:

 

Freitag

Arztbesuch und mich den ganzen Tag unrund im Kreis gedreht. Die Wolken hängen dicht über der Erde, als ob einem der Himmel auf den Kopf fällt. Zumindest falle ich aus ihnen, als ich das nächste Bündel an Terminen beim Arzt erhalte. Es regnet und ich muss mir zumindest keine Hilfe für den Schulgarten suchen.

Bei soviel Zeit bleibt welche um mir meine Vogelschar an den Futterstellen zu beobachten. Das Eichhörnchen muss ich die Tage mal erwischen, wie es den „Kamin“ vom Vogelhaus öffnet. Es geht bei der Futterorganisation damit um, als wäre es ein Joghurtbecher: Deckel auf und den Inhalt auslöffeln.

Die beiden Eichelhäher kommen inzwischen auch ins Vogelhaus hinein um sich den Bauch vollzuschlagen. Überhaupt kommen sehr viele Vögel für einen Sommermonat vorbei. Normalerweise muss ich im August maximal einmal die Woche Futter nachfüllen. Dieses Jahr ist schon nach einem Tag alles ratzeputz weggefuttert. Seit so viele Flächen in der Nachbarschaft für einen Straßen- und Bahnumbau gerodet worden sind fehlen Nist- und Futterflächen.

 

Samstag und 12 von 12 im August

 

Sonntag kommt am Nachmittag endlich wieder etwas die Sonne heraus! So kann ich ohne Schirm die Straßenbaustelle besichtigen gehen. Eineinhalb Jahre soll die B 14 an dieser Stelle unterbrochen bleiben, eine der Hauptzufahrtswege in die Stadt und wichtigste Umleitungsstrecke der A 81. Noch mag ich mir nicht vorstellen, wie es mit dem Verkehr nach Ende der Sommerferien werden wird.

Auf dem Weg einen kurzen Besuch im Schulgarten absolviert und zuerst sieben, dann ACHT Salatgurken gezählt, voll biologisch angebaut!

Dazu noch Ringelblumen, wie Borretschblüten, für Tees und die Färberwerkstatt gesammelt.

Auf dem weiteren Weg fiel mir eine Kornelkirsche auf, die erste, die ich außerhalb eines Gartens hier in der Umgebung gesehen habe. Und sie steht beinahe noch auf dem Schulgelände, weit genug weg von einer Straße, außerhalb des Hundespazierwegs – also pflücken gehen die nächsten Tage.

Jetzt werde ich ein wenig Sonne genießen gehen, mit Kopf im Schatten, und zusammen mit meinen Katern entspannen.

 

Einen schönen Sonntag noch und eine gute Woche!

Bis die Tage,

Karin

 

 

2 Responses

  1. Kornelkirsche, jetzt fällt der Groschen wieder, ist mir heute begegnet…-
    Ach Mensch, tut mir leid, dass du dich mit der Nase so abplagen musst. Am Kopf derart Malästigkeiten zu haben ist viel blöder als am Bein, ehrlich.
    Langsam habe ich hier aber auch keinen Bock mehr und will nach Hause…
    Bei Sonnenschein war nur heute wieder viel Draußensein möglich…
    Gute Besserung weiterhin!
    Astrid

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