Blumen an die Fenster

oder …

Ostern ist vorbei und eine neue Deko muss her

 

Voller Enthusiasmus, dass es doch langsam Frühling werden muss, hatte ich vor Ostern in meinem Klassenzimmer meine alte Tulpendeko an die Fenster geklebt.

Sie schienen mir passend zu den Vögeln, die ich mit meiner Klasse gebastelt und aufgehängt hatte (ich berichtete hier darüber).

Tja, die Tulpen! Eigentlich sind sie beinahe schon ein Relikt an meiner Schule. Ursprünglich waren es einmal ca. 50 Stück, die wir in der Osterzeit im ganzen Schulhaus auf den Fenstern verteilten. Stabil aus Wellpappe geschnitten und geklebt, zusätzlich auf der Rückseite mit stabilem Papier kaschiert wanderten sie nach Ostern in die Schuldekokiste um auf die nächste Saison zu warten. Nun sind nur noch 12 Stück übrig.

 

Ob ich sie noch einmal aufhängen werde weiß ich nicht. Aber noch finde ich sie zu schade für die Tonne.

Trotzdem, Ostern ist vorbei. Und auch wenn das Wetter durch seine niedrigen Tempraturen die echten Tulpen am Sprießen hinderte – in meinem Zwergengarten blüht auch jetzt noch keine einzige – war mir der Sinn nach einer Neudekoration. Denn ich hatte eine Idee aus Island mitgebracht, eine von vielen, von sehr sehr vielen.

Die Idee kam mir im Cafe Loki, wo ich mich mit meinem Sohn und seiner Freundin zu einem isländischem Imbiss getroffen hatte. An den Fenstern hingen zur Dekoration gehäkelte Blütenrosetten einer isländischen Textildesignerin.

 

Übrigens, ich hatte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gefragt! Das gehört sich so. Nur leider habe ich den Namen der Designerin nicht richtig verstanden. Schade.

Auf jeden Fall inspirierten mich diese stilisierten Blüten und es entstanden in den letzten Tagen drei Prototypen: Mohnblumen und Pusteblume. Dazu sollten es dann noch Löwenzahn in gelb und orange geben.

 

Material:

  • Transparentpapier / Drachenpapier
  • Kopierpapier in verschiedenen Farben
  • dickes Wollgarn oder dicke Schnur in grün
  • Musterklammern, vorzugsweise mit rundem Kopf
  • Tesafilm

 

Werkzeuge:

  • Bleistift
  • Schere
  • runde Formen (Teller, Gläser) als Schablone

 

Für jede Blüte werden vier unterschiedlich große Kreisformen benötigt. Die drei großen Kreise werden mithilfe der Teller- oder Glasschablonen auf Transparentpapier gezeichnet und ausgeschnitten. In der Mitte jeder Blüte sitzt der kleinste Kreis. Dieser wird aus dem Kopierpapier hergestellt.

Die vier Kreise aufeinander legen und in der Mitte mit der Schere durchbohren. Dabei die Schere soweit durch die Papierkreise schieben, dass eine Musterklammer durch diesen Schlitz passt.

 

 

 

 

Die zwei Klammern der Musterklammer auf der Rückseite vorsichtig umbiegen. Vorsichtig, weil das Transparentpapier schnell reißt. Bei meinen Prototypen verwendete ich Musterklammern mit einem flachen, rechteckigem Kopf. Die gehen zwar auch, doch finde ich die Klammern mit den runden Köpfen für diese Arbeit schöner.

Von der Schnur soviel abschneiden, dass man einen Stiel in der gewünschten Länge erhält. Ein Ende wird unter die umgebogenen Klammern der Musterklammer geschoben …

 

… und mit einem Streifen Tesafilm fixiert. Das andere Ende des Stiels hängt später lose nach unten.

Damit die Pusteblume ihren fedrigen Charakter erhält werden die drei Kreise aus Transparentpapier mit der Schere an den Rändern eingeschnitten.

 

 

 

 

So hängen die ersten Sommerblumen im Klassenzimmer, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig Einzug genommen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Responses

  1. Deine Blumen sind wunderschön. Ich werde sie mit meiner 2 . Klasse basteln. Die Stiele lasse ich kordeln. Das sieht schön aus und sie werden etwas dicker und schwerer. Vielen Dank!

  2. Viel Spaß und gutes Gelingen! Wir haben die Stiele bei einer weiteren Produktion aus gehäkelten Luftmaschenschlangen gearbeitet. Das sah auch recht gut aus.
    Viele Grüße,
    Karin

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