Meine neue „Nachbarin“

oder …

der erste Einsatz von einem DIY-Makroaufsatz für das iPhone 4s

Vorab, das ist nichts für Spinnenphobiker! Also Ylva, jetzt kannst Du noch wegklicken.

Nun denn, mich hat die „Rüsselpest“ mit allen möglichen Komplikationen die letzten Tag mehr oder weniger ausgeschaltet.
In den neun Tagen mit viel Bettruhe, literweise Tee und gerade soviel kochtechnischem Aufwand um nicht vom Fleisch zu fallen blieb wenig Kraft und Sinn für das was als Haushalt bezeichnet wird. Um nicht in Katzenhaaren zu ersticken schaffte ich es zwischenzeitlich zumindest den Staubsauger  anzuwerfen, die Spülmaschine auszuräumen als es keine sauberen Tassen und Löffel mehr im Schrank gab und die Futterschüsseln für meine Katerchen ausgingen.
Für heute morgen stellte ich mir den Wecker, denn
a. ich wollte von meiner Ärztin wissen, ob es OK ist nach soviel Schonzeit immer noch wie ein Bär zu klingen und schlapp wie Schmidtchen Schleicher durch die Landschaft zu tappen – Sonntag hatte ich einen Spaziergang in der Sonne unternommen, und
b. ich wollte zumindest etwas Alltag wieder leben, auch wenn ich noch krank geschrieben bin.
Nachdem ich diesen Entschluss am Sonntag gefasst hatte fiel mein Blick aus dem Fenster meines Näh-/Arbeitszimmers und ich nahm endlich wahr, warum sich meine Kater seit Tagen gerade dort so gerne aufhielten – eine Kreuzspinne hatte die ruhigen Tage genutzt und über die Hälfte der Fensterfront ihr Netz gespannt.

 

Mich haben Spinnen schon immer fasziniert, allerdings auch nur die bis zu einer gewissen Größe. Als mir vor Jahren ein Schüler in seiner Projektprüfung seine Vogelspinne etwas näher bringen wollte habe ich dann auch gekniffen.
Nun saß ich zusammen mit meinen Katern an einem meiner Fenster und beobachtete … hmm, meine neue Nachbarin, die Spinne. Irgendwann ging ich an den PC und googelte nach Kreuzspinnen um zu erfahren, dass es sich um eine Gartenkreuzspinne handelt, eine Araneus diadematus. So entschied mich „meine“ Spinne Demi zu nennen. (Ich höre jetzt gerade meine Kinder aufstöhnen: Muss denn alles einen Namen haben? – JA! :D)

Es war wie Kino. Plötzlich, schwups, Bewegung im Netz, kleines schwarzes Fliegentier zappelt, Demi ruckzuck daneben, die Kater Chewie und Harry angespannt auf dem Fensterbrett … keine Chance fürs kleine schwarze Fliegentier. Demi wickelt alles ein.

Jetzt wollte ich es wissen, wie nah ich mit meiner Kamera an Demi rankommen konnte und merkte schnell – nicht so nah, wie ich es mochte. Es ist so schade, dass an die neue Kamera mein geliebtes altes Objektiv nicht passt.

Näher geht es nicht, leider!

Aufgeben ging nicht! Kopf in den Sand stecken wollte ich nicht, denn dazu müsste ich den Kopf hängen lassen, was meinen Nebenhöhlen momentan gar  nicht gefällt. Also, Kopf hoch! Und was sah ich da? Da stand im Regal ein Päckchen, dass ich mir auf der Documenta in Kassel gekauft hatte: ein Bausatz für ein Makro-Objektiv für (m)ein iPhone!!!

Warum ich mich noch nicht ans Basteln gemacht hatte weiß ich nicht. Aber dieser Zeitpunkt war ideal und genau der richtige. Da alles vorgestanzt war ging das Heraustrennen der Bauteile sehr schnell. Genauso leicht gelang das Falten. Alle Kanten waren vorgefalzt. Die Klebeflächen sind eindeutig ersichtlich, die Reihenfolge der Arbeitsschritte klar formuliert und mein Makroobjektiv nach 20 Minuten einsatzbereit.

 

Und …

… es funktioniert tatsächlich:

Demi von ganz nah!

 

Wer diesen Bausatz für das iPhone 4 oder 4s selbst ausprobieren möchte bekommt ihn für 4,99€ bei AstroMedia unter diesem Link.

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